Lang und Nouripour führen Bundespartei - Brandenburger Grünen-Chefin zufrieden mit Wahl der neuen Doppelspitze

Sa 29.01.22 | 20:01 Uhr
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Ricarda Lang ist auf einem digitalen Parteitag der Grünen auf einem Bildschirm zu sehen. (Quelle: dpa/Michael Sohn)
Video: Brandenburg aktuell | 29.01.2022 | Andreas B. Hewel | Bild: dpa/Michael Sohn

Die Brandenburger Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Alexandra Pichl, hat sich zufrieden mit dem Wahlergebnis der neuen Doppelspitze der Partei auf Bundesebene gezeigt.

Natürlich gebe es immer Luft nach oben, aber mit dem Ergebnis lasse sich arbeiten, sagte Pichl Brandenburg aktuell vom rbb am Samstagabend. Ein digitaler Bundesparteitag hatte zuvor den Außenpolitiker Omid Nouripour und die bisherige Partei-Vize Ricarda Lang zu den neuen Vorsitzenden gewählt. [tagesschau.de] Nouripour erhielt gut 82 Prozent der Stimmen, Lang 76 Prozent.

Pichl: Beim Kohleausstieg den Menschen gegenüber ehrlich sein

Aufgabe des neuen Bundesvorstands sei es nun, die Partei weiter zu öffnen und dafür zu sorgen, dass diese wachse, sowohl bei den Mitgliederzahlen, als auch bei den Stimmzahlen an den Wahlurnen, sagte die Vorsitzende der Brandenburger Grünen. Die Rolle als Regierungspartei gebe es ja bereits seit längerem in einigen Bundesländern. Diese Rolle müsse nun weiter gefestigt werden. Den Wählerinnen und Wählern müsse klar gemacht werden, dass es richtig war, den Grünen ihr Vertrauen zu schenken, so Pichl.

Eine wichtige Aufgabe der Partei, gerade für die Region, sei es, beim Kohleausstieg den Menschen gegenüber ehrlich zu sein, sie mitzunehmen und ihre Sorgen und Nöte anzuhören und zu verstehen, so die Grünen-Landesvorsitzende. Der Strukturwandel und die Ansiedlung von innovativen Unternehmen würden dabei helfen. Dies müsse weiter vorangetrieben werden, so Pichl.

Die neue Doppelspitze auf Bundesebene löst das bisherige Führungs-Duo Robert Habeck und Annalena Baerbock ab, die wegen ihrer Ministerämter in der Bundesregierung nicht mehr antreten durften.

Sendung: Brandenburg aktuell, 29.01.2021, 19:30 Uhr

30 Kommentare

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  1. 30.

    Auch ein jobferner Abschluss zeugt zumindest von Durchsetzungswillen und Problemlösungskompetenz.
    7 Jahre Studium ohne Abschluss lassen nicht auf diese Skills schliessen und kommen in den meisten Personalabteilungen auch nicht besonders gut an.

  2. 29.

    Und warum gehen Sie davon aus, dass die angebliche "Berufung" ein ganzes Leben anhält? Oder glauben Sie schon fest daran, dass es bis zum Lebensende mit der Pöstchenschieberei in allen Parteien so weitergeht?

  3. 28.

    Wozu soll denn ein Abschluss in einem ganz anderen Fachgebiet gut sein, wenn man berufliche Expertise in seinem jetzigen Betätigungsfeld auf praktische Art und Weise erworben hat? Ein solcher Abschluss ist dann zwar schön, aber auch nicht weiter von Bedeutung.

  4. 27.

    Obwohl kein Grüner muss ich Habeck in Schutz nehmen.
    Das Theater um den Wohnungsbau haben nur die Herren Scholz und Altmaier zu verantworten. Das ist ein Erbe der Groko. Scholz kann sich wie üblich an nichts erinnern. Wie man mit so einem schlechten Gedächtnis Finanzminister sein könnte, ist mir unbegreiflich. Stellen Sie sich den als Lokführer vor, da würde kein ICE in Wolfsburg halten.

  5. 24.

    Sie finden Kritik an fehlenden Bildungsabschlüssen unsinnig?
    Was für jeden AN praktisch Pflicht ist, soll im Führungsgremium einer mitregierenden Partei überflüssig sein? Keine Lust auf Bildung?
    Die wachsende (parteipbergreifende) Politikverdrossenheit wird immer nachvollziehbar.

  6. 23.

    Irgendwie putzig, wie sich hier alle am nicht abgeschlossenen Studium einiger Grüner hochziehen … Wozu genau soll es so unabdingbar wichtig sein, eine Berufsausbildung noch abzuschließen, wenn man seine wahre Berufung zwischenzeitlich in einem anderen Bereich, in den man sich bereits jahrelang parallel zum Studium eingearbeitet hat und auch durchaus erfolgreich ist, gefunden hat?

  7. 22.

    Irgendwie putzig, dass sich so viele hier am nicht abgeschlossenen Studium einiger Grüner hochziehen … Die allermeisten von ihnen haben übrigens Studienabschlüsse, wenn nicht sogar Doktortitel. Wozu genau soll es so unabdingbar wichtig sein, eine Berufsausbildung noch abzuschließen, wenn man seine wahre Berufung zwischenzeitlich in einem anderen Bereich, in den man sich bereits jahrelang parallel zum Studium eingearbeitet hat und auch durchaus erfolgreich ist, gefunden hat? Aber für diejenigen, die unbedingt irgendetwas zum Kritisieren finden wollen, ist das natürlich ein gefundenes Fressen – egal, wie unsinnig diese Kritik auch sein mag.

  8. 21.

    Ich habe auch gelesen, dass sich jetzt Grüne und FDP gegenseitig für die hohen Strompreise den Schwarzen Peter zuschieben. Unter dem Strich sind Stromsteuer und EEG-Umlage in erheblichem Maße Ursache für die Explosion des Bahnstroms.
    Die EEG Umlage muss die Windmühlen subventionieren und die Stromsteuer ist ebenfalls zum großen Teil "umweltpolitisch" motiviert.
    Der grüne Habeck muss mit Schrecken feststellen, dass für seine Wohltaten kein Geld mehr in der Kasse ist, und er muss Umweltmodernisierung beim Wohnungsbau abblasen. Haben die eigentlich kein mittelfristiges Controlling, um einschätzen zu können, was überhaupt finanziert werden kann?

  9. 20.

    Obwohl mein Beitrag überspitzt war, finde ich schon es schade, daß sie meinen Beitrag nicht gebracht haben! Ich wollte nur sagen, daß man schon den Eindruck bekommen kann, daß heutzutage ein Abbruch des Studiums befähigt in Deutschland eine politische Laufbahn zu machen! Normal ist das nicht! Schon wegen der Vorbildwirkung! Meiner Meinung ist es schon wichtig, daß man einen Abschluss hat!

  10. 19.

    für meinen beruflichen Abschluss musste ich 6 in Worten sechs Jahre hart arbeiten und mehrere Prüfungen ablegen."
    Boah ey.
    Und Sie finden zusätzlich noch Zeit um uns hier im Forum Ihre Weltsicht mitzuteilen?
    Alle Achtung.

  11. 18.

    Bahn teurer machen, Elektroloks aus dem Verkehr ziehen und wieder Dieselloks einsetzen, "
    Für die von Ihnen genannten Punkte ist der Rechenkünstler aus der fdp zuständig.
    Wenn mich nicht alles täuscht.

  12. 17.

    Frau Pichl ist zufrieden. Ich nicht. Erste Spuren vom Philosophen und der Völkerrechtlerin bei der Ampel-Koalition: Bahn teurer machen, Elektroloks aus dem Verkehr ziehen und wieder Dieselloks einsetzen, Ökologisches Sanieren teurer machen. Und so erreichen wir die Klimaziele? Kann es sein dass hinter dem Geblubber der Grünen gar keine fachliche Kompetenz steckt?

  13. 16.

    Herr Krüger, dann erklären Sie mir mal bitte warum es bei Abstimmungen u.a. auch im Bundestag einen Fraktionszwang gibt. Denn spätestens bei der Festlegung zum Fraktionszwang wird der einzelnen Person in der jeweiligen Partei das demokratische Recht auf Vertreten der persönlichen Meinung genommen?

  14. 15.

    Keine Kritik an Programmatik und Personal in den Medien.
    Stattdessen Gute-Laune-Berichte ohne Ende.
    Kein Wunder: In vielen Medien sitzen Grünen-Anhänger oder welche von Linkspartei oder SPD.
    Seriöse Berichterstattung über die im Bundestag vertretenen Parteien ist also nicht zu erwarten.
    Warum müssen dann trotzdem alle Wähler und auch die Nichtwähler GEZ bezahlen?

  15. 13.

    Nouripour war bis 2020 Mitglied der Deutsch - Palästinensischen Gesellschaft, die u.a. den israelfeindlich ausgerichteten BDS unterstützte, dessen Ausrichtung er ab 2019 kritisierte. Er bemängelte zwar die Umsetzung der auch von den Grünen unter Kanzler Schröder durchgesetzten Hartz IV - Gesetzgebung, das Prinzip der " Dynamisierung des Niedriglohnsektors" befürwortet der berufsabschlusslose! Grünen-Vorsitzende jedoch " als gute Idee".

  16. 12.

    Herr Nouripour ist also der "Außenpolitiker"? Und Frau Pichl zeigt sich zufrieden. Herr Nouripour war bis 2020 im Beirat der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Staat Israel politisch, wirtschaftlich und kulturell zu isolieren. Gleichzeitig spricht diese Organisation sich gegen das Existenzrecht Israels aus. Auch findet er die "Dynamisierung des Niedriglohnsektors" richtig. Herzlichen Glückwunsch!

  17. 11.

    Warum wird eigentlich immer wieder Vorsitz und Chefposten verwechselt?
    Ein Chef-Verhältnis ist per Direktionsrecht ein Verhältnis nach innen hin und kraft Amt allenfalls per Absprache im nur kleinen Kreis eine selbstbestimmte Handlung nach außen.

    Vereine, wie alle Parteien es sind und andere Vereine es auch sind, haben als Posten Vorsitze zu vergeben. Die sind berechtigt, per Absprache im kleinen Kreis oder gar alleine selbsttätig zu handeln. Irgendein Direktionsrecht gegenüber den Beschäftigten einer Partei bzw. eines Vereins oder gar den Mitgliedern besteht nicht.

    Insofern weder Chef noch Chefin. Das ist keine Haarspalterei, sondern etwas mit materieller Substanz. Auch durch einen massenhaften, ja inflationären Gebrauch dieser Vokabel wird nichts Besseres draus.

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