Ausbaupläne der Bundesregierung - Was der Ampel-Windkraftturbo für die Uckermark bedeuten könnte

Do 17.02.22 | 06:16 Uhr
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Das Windfeld bei Nechlin im Februar 2022. (Quelle: rbb/Thomas Rautenberg)
Audio: Inforadio | 17.02.22 | Thomas Rautenberg | Bild: rbb/Thomas Rautenberg

Die neue Bundesregierung will mit deutlich mehr Windkraftanlagen Deutschlands Energielücke schließen. Dafür gebraucht werden Gebiete wie die Uckermark. Dort wollen nicht alle Anwohner mitziehen. Thomas Rautenberg hat sich vor Ort umgehört.

Nechlin in der Gemeinde Uckerland ist ein kleines Dorf am nördlichsten Zipfel Brandenburgs zwischen Prenzlau und der Ostsee-Autobahn A 20. 2.600 Menschen wohnen in Uckerland auf elf Ortschaften verteilt. An diesem Vormittag wirkt die Gegend wie ausgestorben. Das Einzige, was sich bewegt, sind die Windräder auf den Feldern rund um den Ort. Das leise Fauchen der Propeller ist bis ins Dorf zu hören.

Zwei-Prozent-Ziel

Auf zwei Prozent der bundesweiten Landflächen sollen künftig Windräder Strom produzieren. Eine nüchterne Botschaft, die den Anblick mancher Landschaft weiter verändern wird. In der Gemeinde Uckerland sind sogar neun Prozent des Territoriums als so genannte Windeignungsflächen ausgeschrieben. Insgesamt 105 Windräder sind bereits installiert, weitere werden sicher dazu kommen.

Doch es gehe nicht darum, dass immer mehr Windkrafttürme wie Spargel aus dem Boden schießen, sagt Nadine Haase vom Bundesverband Windkraft und Kommunikationschefin beim örtlichen Windkraftanlagen-Betreiber Enertrag. "Wir sind keine Spargelbauern, wir sind ein Erzeuger von erneuerbarer Energie und setzen dabei auf mehr Effizienz durch das Repowering, also den Ersatz bestehender Anlagen durch viel leistungsfähigere Windgeneratoren."

Repowering stockt

Moderne Windräder mit einer Leistung von fünf Megawatt können viel mehr Energie erzeugen als viele Windmühlen, die heute noch in der Landschaft stehen. Allerdings sind sie auch rund 250 Meter hoch und damit viel größer als ihre Vorgänger. Das führt häufig zu Problemen bei den notwendigen Abstandsflächen.

Der Potsdamer Landtag diskutiert gerade das neue Windkraftanlagen-Abstandsgesetz. Darin könnte der Abstand von Windkraftanlagen zur nächsten Bebauung auf 1.000 Meter festgeschrieben werden. Auch zu Nistplätzen seltener Vögel beispielsweise müsste ein Sicherheitsabstand gewahrt bleiben.

Enertrag-Kommunikationschefin Nadine Haase warnt vor den Konsequenzen einer zu starren Regelung. "Im Moment würde die Hälfte unserer Repoweringflächen herausfallen, wenn der Abstandswert von 1.000 Metern so eng gefasst bleibt. Wenn es also nicht darum geht, wie hoch die Geräuschbelastung oder andere Faktoren, wie der Artenschutz, vor Ort wirklich sind."

Windkraftausbau – nein danke!

Etwa 50 Kilometer weiter östlich in Crussow bei Angermünde ist die Stimmung eher mau. Hier trifft der geplante Windkraftausbau auf wenig Gegenliebe unter den Anwohnern. Auch hier ist das Brummen der 13 Windkraftgeneratoren am Ortsrand bis ins Dorf zu hören.

Angela Mans wohnt seit zehn Jahren in Crussow. Sie hat ihren kleinen Jack-Russel-Terrier dabei. "Das ist Waldi", sagt sie. Ein Seitenhieb auf Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne). Der hatte bei der Vorstellung seiner Pläne gesagt, dass es immer wieder Leute gäbe, die mit ihrem Waldi spazieren gehen und sich dabei an den Windrädern stören würden. "Das empfand ich schon als eine Unverschämtheit", sagt die Crussowerin, "ich kann doch nicht jedes Mal, wenn sich die Umstände verändern, einfach umziehen!"

Ingo Weise, Angela Mans und Rainer Ebeling von der BI Crussow. (Quelle: rbb/Thomas Rautenberg)
Angela Mans mit "Waldi" (Mitte) und Rainer Ebelig (re.) | Bild: rbb/Thomas Rautenberg

Massiver Ausbau geplant

Und für die Crussower werden sich die Umstände verändern. Das benachbarte Windfeld soll ausgebaut werden, viel mehr und vor allem noch höhere Anlagen werden dann am Ortsrand stehen.

Im Gürtel um Angermünde könnten insgesamt 100 neue Windräder dazu kommen. Wehren könnten sich die Bürger nicht, beklagt Rainer Ebeling von der Bürgerinitiative "Crussow lebenswert". Herr Habeck versuche zwar den Eindruck zu erwecken, dass die Bürger in der Diskussion mitgenommen und beteiligt würden, sagt Ebeling. Aber die Anwohner wollten keine finanzielle Beteiligung, weil die Belastung durch die Windkraftanlagen dadurch nicht kleiner würde, setzt er hinzu.

Auch bei der Aufstellung der Regionalpläne seien Tausende Hinweise der Bevölkerung eingegangen, aber berücksichtigt wurde nicht einer, schimpft der Crussower. "Wenn nun der Druck zunimmt, zusätzliche Windkraftanlagen aufzubauen, dann wird auch der Protest vor Ort wachsen", ist sich Ebeling sicher.

Bürgermeister sieht Handlungsbedarf beim Bund

Vom Protest sind die Menschen in der Gemeinde Uckerland derzeit weit entfernt. Sie wollen vielmehr mit und auch von den Windkraftanlagen in der Nachbarschaft leben. Wenn der Ausbau der Windenergie wirklich funktionieren soll, müsse der Bund gesetzliche Regelungen schaffen, dass die betroffenen Anwohner in der Region auch von der Stromproduktion profitieren können, sagte Matthias Schilling, Bürgermeister der Gemeinde Uckerland.

Im Ortsteil Nechlin ist es bereits gelungen. Der weltweit erste und einzige Warmwasserspeicher versorgt die Einwohner mit preiswerter Heizenergie. In Windspitzenzeiten, wenn das Netz den Windstrom nicht mehr aufnehmen kann, wird der Nechliner Wasserspeicher auf dem kurzen Weg erhitzt und kann über viele Tage die gesamte Ortschaft mit Heizenergie versorgen.

Die jährliche Kostenersparnis pro Haushalt liegt bei rund 1.000 Euro, rechnet der Bürgermeister vor. "Das hat zu einem Sinneswandel bei vielen Kritikern der Windkraft geführt. Die Leute sind heute froh, dass sie diese Alternative haben."

Nadine Haase Enertrag und Bürgermeister Matthias Schilling im Februar 2022. (Quelle: rbb/Thomas Rautenberg)
Nadine Haase und Bürgermeister Schilling | Bild: rbb/Thomas Rautenberg

Wertschöpfung und Wertschätzung

Bürgermeister Matthias Schilling fordert, dass dieser Ansatz konsequent weiterverfolgt wird. Gewerbegebiete müssten künftig den grünen Strom preiswert von den benachbarten Windfeldern bekommen, dann würden in der Region auch mehr Arbeitsplätze entstehen, so der 57-jährige Lokalpolitiker. Schilling schlägt darüber hinaus eine finanzielle Zuwendung für Gemeinden vor, auf deren Gebiet ganz besonders viel Windenergie produziert wird. "Wir tragen die Belastungen der Windkraftanlagen und das sollte honoriert werden, denn auch wir müssen Schulen, Kitas und Straßen bauen."

"Uckermark-Disco" wird abgeschaltet

Zumindest das nächtliche Blinken der vielen Windkraftanlagen soll bald ein Ende haben. Bis zum Jahresende will Enertrag über 400 seiner Windräder auf eine moderne Radar-Überwachung umgestellt haben. Sie leuchten dann nur noch, wenn sich ein Flugzeug nähern sollte. "Die Uckermark-Disco wird abgeschaltet", verspricht Nadine Haase vom Windkraftbetreiber Enertrag.

Sendung: Inforadio, 17. Februar 2022, 9:25 Uhr

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60 Kommentare

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  1. 60.

    Naja bei den Experten auf dem Gebiet gehen die Meinungen eben nicht auseinander.

    Man weiß sogar wie sich ohne den CO2 Ausstoß des Menschen das Klima verändern würde.

    Aber es gibt ja auch die Legenden vom "grünen" Grönland in den Klimawandelleugnerszene.....

  2. 59.

    Als Biologe finde ich dass WKA der beste Schutz für Natur mitsamt Flora und Fauna sind. Der menschengemachte Klimawandel ist die viel größere Gefahr für ganze Ökosysteme weltweit.

    Auch alle relevanten Umweltschutzverbände sehen das so. Klar die Nimbys und Energiewendegegner von Vernunftkraft nutzen ihre plötzlich entdeckte "Naturliebe" ....

  3. 58.

    Es ist sogar im Gegenteil schon lange bekannt, daß WKA NICHT krank machen.

    Spätestens seitdem das BGR letztes Jahr zugeben musste sich um mehrere Zdhnerpotenzen vertan zu haben.

    Aber hindert natürlich niemanden einfach gesundheitliche Schäden ohne jeden wissenschaftlichen Nachweis zu behaupten.

  4. 57.

    Ich hab jahrelang 500 mit von Anlagen mit 160m Narbenhöhe gewohnt.

    Hab von denen praktisch nie was gehört.

    Jetzt die Landstraße 100 m weiter ist extrem viel störender.

  5. 56.

    Es geht in dem Beitrag um Atomstrom.
    Da Sie dies nicht auseinanderhalten können, wird es schwer mit einer Debatte.

  6. 55.

    Jemand mit Verstand brauchen Sie das nicht erklären, bei allen anderen ist es zwecklos.

  7. 54.

    Klar gibt es Wissenschaftler die eine andere Auffassung haben, dass sind dann aber Casino-Wissenschaftler oder anders Fachfremd. Wer hat mehr Kompetenz in Sachen Klimaforschung, der Klimaforscher oder ein Wissenschaftler aus einem anderen Fach?

  8. 53.

    Eine verbreitete These von Energiewendegegnern: "Da ist also nichts unabhängig von Interessen und Ideologien ..." schrieben z.B. Sie zuerst hier am 17.02.2022 um 12:48

  9. 52.

    Es wundert nicht, dass so viele Studien sich damit beschäftigen, ob wir Menschen das Klima verändern, weil es wichtig ist, wie wir unser Handeln dann überdenken müssen und nur darauf haben wir Einfluss. Keinen Einfluss haben wir auf das Ende einer Eiszeit, darauf, dass die Pole überwiegend eisfrei waren, sich also Warm- und Eiszeiten abwechseln und die Anpassungsfähigsten Räume besiedeln konnten, die durch die Auseinandersetzung mit Widrigkeiten sich am besten weiterentwickeln konnten. Wer meint, den Status Quo erhalten zu können, hat verloren.
    Es kommt also darauf an, was wir tun (müssen) und im welchen Umfang. Die Studien sagen nun alle nicht das Gleiche aus, wie groß der Einfluss vom Menschen ist. Helfen würde nicht ein "Festkleben", Tempolimit oder "Nicht zur Schule gehen", wohl aber die Überdenkung der Zementherstellung, Stahl- u. Nahrungsmittelerzeugung, Energiegewinnung, Verkehr u.a. Wenn jeder zweite Werbesatz lautet: ist gut für das Klima darf man sich nicht wundern, dass...

  10. 51.

    So läuft das also - Leute mit anderen Auffassungen einfach in eine Ecke stellen und am besten noch als bestechlich diffamieren usw. Ja, so funktioniert das, im Großen wie hier im Kleinen. Kein Wunder, dass sich "Abweichler" im zwangsläufig von Zweifeln geprägten wissenschaftlichen Diskurs nur noch ungern öffentlich zu Wort melden.

    Man kann übrigens durchaus sehen, dass die meistgenutzten Energiequellen des Menschen endlich sind und deswegen alternative Energiequellen und deren Nutzung gesucht werden müssen, ohne dass man gleich Klimaendzeitideologien verbreiten muss.
    Erdgeschichtlich befiinden wir uns im Frühling nach der Eiszeit, es hat was mit Hybris zu tun, den Sommer verhindern zu wollen. Wenn dann in Grönland wieder Landwirtschaft betrieben werden kann, muss sich der Mensch anpassen und nicht versuchen, das Klima zu ändern. Ich hab mit Religion nichts zu tun, vielleicht lehne ich deshalb die Erhebung der Menschheit in den diesbezüglichen Gottesstand ab.

  11. 50.

    Ich kann Ihnen auch "Experten" googeln, die die Schwerkraft ablehnen. Das heißt nicht, dass die Äpfel morgen nach oben fallen.

  12. 49.

    Ja, mir komm die Tränen
    Die IUCN geht davon aus, daß der derzeit registrierte Artenschwund infolge anthropogener Klimaerwärmung, Urwaldrodung, Pestizideinsatz, Verseuchung der Meere etc. die natürliche Aussterberate bereits um das bis zu 10.000fache übertrifft!
    Hör'n Se auf, die Vögel vorzuschieben - die Windkraftgegner interessiert doch biologische Vielfalt sonst nicht.

  13. 48.

    Plattentektonik, Sonneneinstrahlung, -eruptionen und Planetenkonstellationen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Dafür gibt es Beweise.
    Die Uratmosphäre der Erde hatte 10 % CO² = 100.000 ppm. Im Kambrium, als sich innerhalb von 5 bis 10 Millionen Jahren die damaligen Vertreter aller heute lebenden Tierstämme entwickelten, lag der atmosphärische CO²-Anteil auf einem hohen Niveau von über 0,6 % = 6.000 ppm. Nur ist der aktuelle Wert von mittlerweile 412 ppm = 0,04 % so hoch wie in den letzten 800.000 Jahren nicht. Da lag der Wert während der Eiszeiten zwischen 180 und 210 ppm und während der Zwischeneiszeiten bei 280 bis 300 ppm und war in den letzten 10.000 Jahren mit 260 bis 280 ppm ziemlich stabil.
    Noch zu Beginn des 19. Jhd. lag der Wert bei 284 ppm. Die 128 ppm, die wir heute mehr haben, sind anthropogenen Ursprungs!
    Die Werte kann ma sich alle im Internet selbst zusammensuchen. Nix da, von wegen Klimaerwärmug ist nur simuliert.

  14. 47.

    Äh... nein, die Meinungen gehen auch unter Experten DURCHAUS auseinander.
    Aber dazu hat Torsten dankenswerterweise ja schon das Richtige gesagt.
    Diesbezüglich ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
    Und daher erlaube ich mir das Privileg des Zweifels, weil das jeden Fanatismus und Extremismus unterminiert.
    Anders ausgedrückt:
    Wer nicht mehr zweifelt, der lernt auch nicht mehr.
    Und ich habe nicht vor, damit aufzuhören.

  15. 46.

    Wenn von 88.000 Studien zum Klimawandel lediglich 28 andere Gründe als das Handeln des Menschen als Grund für den Klimawandel sehen, sind das wohl eher wenige.
    https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimaforschung-klimawandel-mensch-ist-ursache-studie-1.5443664

  16. 45.

    Nennen Sie mir doch mal ein Ding auf dieser Welt was unabhängig von Interessen ist. Stellvertretend zum IPCC dürfen Sie auch gerne beim Dachverband der Kohleindustrie in Deutschland anrufen und da erklären warum alle Klimaforscher falsch liegen. Wenn Ihre Argumente überzeugend sind werden die sicher die richtigen Lobbywege haben um das auch der Politk beizubringen und Sie brauchen sich nie wieder Sorgen um Windkraft zu machen. Ein kleiner Obulus für Ihre Mühen springt dabei sicher auch raus, also los!

  17. 44.

    Der IPCC ist eine zwischenstaatliche Institution (!), die Wissenschaftler in den IPCC beruft. Da ist also nichts unabhängig von Interessen und Ideologien, so dass es auch nicht verwundert, dass Wissenschaftler, die nicht die dort gängigen Thesen teilen, nie berufen wurden. Es gibt sie aber. Und nicht mal wenige. Man hört sie nur nicht so oft, da sie auch keine mediale Plattform bekommen.

  18. 43.

    Bei Überschuss wird halt der Solar- und Windstrom exportiert, nennt sich Wirtschaft. Ich sag ihnen die Zukunft voraus, es werden Speicher kommen und dann der Strom aus Solar und Wind die Kohlekraftwerke in den Ruin treiben. Letztlich braucht man dann gar kein Ausstiegsdatum für Kohle, erledigt sich von selbst. Kohle- und Atomstrom ist ja jetzt bereits ein Minusgeschäft trotz massiver Subventionen.

  19. 42.

    "Uckermark-Disco" das ja wohl ein Witz. Man sollte mal in den Gärten von Grundstückbesitzern schauen, wieviel dumme Leuchtdinger da sind. Vorgeschobener Grund würde ich sagen. Wie steht man eigentlich zur Straßenbeleuchtung, ist ja mindestens mehr als 100 mal heller als die kleinen Lampen bei den Windrädern.

  20. 41.

    Die Meinungen gehen nur unter Laien auseinander. Die Experten sind sich einig. Woran mag das wohl liegen?

  21. 40.

    Na am besten rufen Sie direkt mal beim IPCC an legen denen dar, was an den Ergebnissen der Klimatologen so alles falsch ist. Stellen Sie sich vor wie viel Geld die Kohlekonzerne Ihnen zahlen, wenn Sie da stichhaltig den Konsenz widerlegen könnten!

  22. 39.

    Die Regierung in Br. hat letztes Jahr die 1000 Meter Abstandsregelung beschlossen nach einer Idee von WM Altmaier.
    Jetzt muss noch das Parlament zustimmen und bei den Mehrheitsverhälnissen dürfte es kein Problem sein es durchzuwinken. Allerdings, wie bei Covid liegt die Energieversorgung in D. da von nationalem Interessse in den Händen der Bundesregierung. Das bedeutet: Ein Beschluss, welcher Art auch immer, könnte wenig Bedeutung haben.

  23. 38.

    Die Wertschöpfung für den von Ihnen favorisierten Kohlestrom ist bei Einrechnung aller Folgekosten ( Klima und Gesundheit ) nicht nur Null sondern Negativ.

  24. 37.

    Was ist ein "Ampel-Windkraftturbo"? Der Windturbo wird sich mittels Ampelfarben nicht steuern lassen. Es ist auch nicht so, dass man ein 250m hohes Windrad 500m vor eine Wohnsiedlung stellen kann. (Außer auf dem Tempelhofer Feld (?) als Akzeptanzprüflabor)Und es ist auch nicht so, dass Beeinträchtigungen kleiner werden, wenn Geld fließt... Abstand und Gewinnbeteiligung lassen schnell erkennen: Auch Windkraft ist endlich... und Frackinggas nicht die Lösung, der Energiemix aber schon.

  25. 36.

    Vor allen den "Tierschützern", die die Energiewende so wie Sie kritisch sehen. Eine Parallele dazu sind in der Straße "An der Stammbahn" wohnenden "Umweltschützer".

  26. 35.

    Die Nordländer haben den Vorteil des höheren Ertragen bei WKA. Bei Ausschreibungen sind die Betreiber im Süden deshalb im Nachteil. Söders10h kommen noch on top. Dem gegenüber setzt Bayern auf PV-Anlagen, wogegen nebenan aber auch gerade zu Felde gezogen wird.

  27. 33.

    Ganz bestimmt :-)
    Wenn die doch endlich mal Beweise dafür liefern würden statt lustiger Simulationen unter Weglassung wichtiger Parameter wie Tektonik, Sonne oder sonstige Planetenkonstellationen usw.

    Erfahrungsgemäß sind die Eingangsdaten der Dreh- und Angelpunkt zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses einer Simulation. Ich habe noch nicht eine einzige Simulation (anderer Fachbereich) geprüft, in der nicht bei den Eingangsdaten manipuliert wurde, um das Ergebnis passend zu machen. Und jedesmal wird dann rumgegrummelt, wenn man die Änderung verlangt, die dann zur Änderung der geplanten Ausführung führt.
    Das ist beim Klima genauso, nach dem, was man zu den Eingangsparametern weiß.

  28. 32.

    Schlimmer als eine Tram und eine sechsspurige Straße vor der Haustür kann es ja nicht sein, oder?

  29. 31.

    ALLES verändert das Klima, das sich demzufolge seit Entstehung der Erde unablässig wandelt.
    Die Frage ist nur: In welchem Ausmaß ist das die Schuld des Menschen?
    Ich bin diesbezüglich bekennender Nicht-Experte, frage mich aber, ob hier nicht diverse Panikmacher (die Patrick Bahners in seiner gleichnamigen Schwarte m. W. ausgelassen hat) nach Atomkraft und -krieg, Ozonloch, Saurem Regen und Waldsterben hier nicht einfach einen neuen Teufel zum An-die-Wand-malen gefunden haben, der ihnen ein paar Jahre ein Plus an Wählerstimmen garantiert.
    Die Meinungen gehen auseinander. Aber schon diese simple Feststellung gilt als Tabu.

  30. 30.

    Ihre Argumentation ist die Ihre. Nach einem Urlaub in der Uckermark, in der Nähe der Windanlagen, war ich kuriert, was die Windanlagen betrifft. Ich war froh wieder zu Hause zu sein. Recherchen im Internet bestätigten meine eigenen Eindrücke. Windenergie-Anlagen sind nicht gesund.

  31. 28.

    Ganz meiner Meinung wenn man die Autobahn A20 Richtung Norden fährt durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern kann keine Natur mehr erkennen außer den Wald an Windrädern. Fährst Du durch Bayern oder Baden-Württemberg siehst Du kaum oder garkeine Windräder da frage ich mich was hier gerecht verteilt ist in Deutschland. Wenn Herr Habeck und Frau Haase der Meinung sind noch mehr Windräder aufzustellen im Vorgarten und im Regierungsviertel ist genügend Platz ohne Abstand zu anderen Gebäuden.

  32. 27.

    Ja, ja, das Allheilmittel, trotzdem sind Windräder nicht umweltfreundlich und müssten jeden Tierschützer die Tränen der Wut in die Augen treiben.

  33. 26.

    Vernunftkraft und Co. gehen immer mit einem Rechenfehler hausieren, der der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe unterlaufen ist, aber längst eingestanden wurde. Als wahrscheinlichster Auslöser für die Beschwerden mancher leidender Windparkanwohner gelte in der Wissenschaft der sogenannte Nocebo-Effekt.
    https://www.enbw.com/unternehmen/eco-journal/windkraftanlagen-infraschall.html
    Das erinnert mich an die Frühzeit der D- und E-Netze, wo so mancher schon Kopfschmerzen bekam, nur weil in der weiteren Nachbarschaft Antennen installiert worden sind, die Technik aber noch fehlte. Die Anlage im Kirchturm neben dem Haus war dabei zwar lange in Betrieb, aber weniger sichtbar..

  34. 25.

    Kein Problem hier Atom abzuschalten und dann vom Nachbarn zu importieren? Wie ideologisch-genial ist das denn...
    Wirtschaftliche und infrastrukturelle Abhängigkeit in Verbindung mit entgangener Wertschöpfung kommt noch dazu.

  35. 24.

    Es ist lange bekannt, dass Windenergie-Anlagen nicht gesund sind. Weder für den Mensch noch Tieren. Das Fauchen oder Brummen der Windanlagen erzeugt ein unangenehmes Grundgeräusch. Das ist dann ähnlich wie Tinitus. Es hat negative Auswirkungen auf die gesamte Gesundheit des Menschen. Leider sind manche Politiker ihrer Agenda so verpflichtet, dass sie eine vermeintliche schädliche Energiegewinnung (Atomstrom) gegen eine andere schädliche Energiegewinnung (Windenergie) ersetzen wollen, müssen.

  36. 23.

    Um den Straßenverkehr einzudämmen, müssten allerdings Alternativen geschaffen werden. Nur sind dann schnell tausende Einwender beisammen, die keine Tram vor der Haustür wollen wie erst Recht in der Fläche die NIMBYs ihre Regionalfürsten mobilisieren, um gegen den Aus- und Neubau von Bahnstrecken vorzugehen. Man schaue sich nur an, wie lange hier schon die Diskussion um die Stammbahn andauert oder wie der Ausbau der Dresdener Bahn jahrelang verzögert worden ist. ICE durch BEV zu ersetzen ist da der einfachere und vor allem schnellere Weg, erst Recht für die Mobilität in der Fläche.

  37. 22.

    Um den Straßenverkehr einzudämmen, müssten allerdings Alternativen geschaffen werden. Nur sind dann schnell tausende Einwender beisammen, die keine Tram vor der Haustür wollen wie erst Recht in der Fläche die NIMBYs ihre Regionalfürsten mobilisieren, um gegen den Aus- und Neubau von Bahnstrecken vorzugehen. Man schaue sich nur an, wie lange hier schon die Diskussion um die Stammbahn andauert oder wie der Ausbau der Dresdener Bahn jahrelang verzögert worden ist. ICE durch BEV zu ersetzen ist da der einfachere und vor allem schnellere Weg, erst Recht für die Mobilität in der Fläche.

  38. 21.

    Die Perspektive ist wiedermal geniel: 2% der Flächen für Windkraft - bundesweit!

    Und warum werden dann die Regionen, die heute schon diese 2% um das Mehrfache überschreiten noch weiter belastet?
    Damit zB. Bayern mit der restriktivsten Abstandsregelung 10xh (bedeutet mind. 2 km bei kleinen Anlagen) weiterhin verschont bleibt, wird in Brandenburg nun über 1000m gestritten, die ja so extrem hinderlich sein wird.
    Bisher gibt es in Brandenburg gar keine verbindliche Regelung.

    Und auch nicht nicht geklärt: einheitliche Verteilung der Kosten für den notwendigen Netzausbau.
    Bisher werden diese Kosten noch immer von den regionalen Betreibern auf die Kunden vor Ort umgelegt. Widerstand der anderen Bundesländer sei Dank dafür.

  39. 20.

    Und an den früheren Brutzeiten ist der Mensch schuld?
    Wissen Sie das hundertprozentig?
    Kein Zweifel möglich?
    Dass Windräder nicht auf Wiesen wachsen, dürfte hingegen gänzlich unstrittig sein.
    Warum fällt es vielen Menschen so schwer, zu akzeptieren, dass alles seinen Preis hat und mit Nachteilen (nicht "nur" für Vögel und Insekten) verbunden ist?
    Sicherheit erfordert Überwachung, Kontrolle und fortwährende Korrekturen, Versorgungssicherheit u. a. jederzeit (also auch bei Windstille und Dunkelheit) zuverlässig arbeitende Kraftwerke.
    Und es kann auch nicht schaden, mal bei Google "Wasserstoff ist kein Brennstoff" einzugeben.
    Abseit diversen Werbegedöns findet man dort auch mancherlei Erhellendes.

  40. 19.

    Die Landschaft noch mehr zu verunstalten als bisher geht überhaupt nicht. So weit das Auge blickt: Monokultur mit riesigen Feldern statt Agroforst mit kleineren Feldern und Feldrainen dazwischen.
    Aber wie nicht anders zu erwarten: Wasch mich, aber mach mich nicht nass!
    Und der Vergleich mit Großstädten hinkt - mehr Lärmbelästigung und Betonklötze als dort gibt es nirgends.
    Vielleicht sollte im Flächenland BB mal für die Zukunft drüber nachgedacht werden, wie sich alles umweltverträglich verbinden lässt?! Verschiedene Landschaftsformen, kleinere Windräder, in der Nähe von Siedlungen evtl. mehr Photovoltaik? Wo ein Willi ist, ist immer auch ein Weg.

  41. 18.

    "Ist alles kein Problem, wir kaufen dann Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen, "

    Ja, ist kein Problem. Ob wir nun die Rohstoffe importieren und dann in Strom umwandeln (und den daraus entstehenden Müll wieder exportieren/importieren) oder gleich den Strom beziehen, ist doch schnuppe. Dazu kommt, dass viele Produkte im Ausland bekanntlich billiger produziert werden können.

    Und wir kaufen ja nur bei Bedarf. Ansonsten produzieren wird den Strom mit den "Rohstoffen", die wir haben: Wind und Sonne sowie Wasser, Bio usw.

    Viel problematischer ist, dass man den verkehr elektrifiziert - statt massiv einzudämmen.

  42. 17.

    Komisch, dass die Vögel immer bei WKA herhalten müssen, aber gerne vergessen wird, dass durch immer frühere Brutzeiten der Kuckuck als Zugvogel vom aussterben bedroht ist. Dabei wird auch hier im Artikel das Thema Vogelschutz angeschnitten.

  43. 16.

    "Und auch wenn ich die Geräuschbelastung durch Windräder nicht kenne,....."
    Moin, das können sie ganz einfach kennenlernen: packen sie sich im Frühjahr einen Picknickkorb und radeln sie ins Umland wo diese blöden Dinger stehen. Dort Decke ausbreiten, einen lecker Snack naschen und danach zurücklegen und die Augen schließen. Viel Spaß beim einschlafen. :-(

  44. 15.

    Stadtmenschen wohnen ausnahmlos an Straßen, die deutlich mehr Lärm verursachen als ein ganzer Windpark. Trotzdem kommen sogar viele Touristen in die Städte. Kaum zu glauben, oder?

    Speichern ist übrigens gar kein Problem, man kann einfach aus dem Strom Methan oder Wasserstoff machen und den dann bei Dunkelflaute in den bestehenden Gaskraftwerken verbrennen. Macht man halt zur Zeit noch nicht, weil das wirtschaftlich keinen Sinn macht bei so geringem Anteil an erneuerbaren, wie wir ihn noch haben.

  45. 14.

    Zumindest was Windkraftanlagen für Flugtiere bedeuten, weiß ich:
    "Banzai!!!"
    Und viel Spaß, wenn diese Anlagen einschließlich ihrer Betonsockel irgendwann mal (umweltgerecht) entsorgt werden müssen.

  46. 13.

    Wer den Artikel gelesen hat, weiß auch um eine Möglichkeit, den Strom auch dann zu nutzen, wenn gerade kein Wind wehrt. In Ostfriesland ist man so schlau und erzeugt mit für normale Stromerzeugung unwirtschaftlich gewordene Altanlagen Wasserstoff. So manch einer fängt deshalb schon an, die Witzbücher umzuschreiben.

  47. 12.

    Naja, in (Groß-)Städten gibt es andere "Betonkolosse". Und auch wenn ich die Geräuschbelastung durch Windräder nicht kenne, würde ich nicht sagen, dass es in der Stadt keine Lärmbelastung gebe.

  48. 11.

    Wollen diese Anwohner lieber neben einem Tagebau oder einem Kohlekraftwerk wohnen? Welche Art von Energieerzeugung würden sie denn bevorzugen?

  49. 10.

    "wir kaufen dann Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen, " und Russland-Gas, denn die letzten grundlastfähigen und deutschen Atom-Meiler haben wir gerade verschrottet. Alle grundlastfähige Energieversorgung wird aus dem Ausland zugekauft. Und der immer größere Anteil von Strom durch Wind- und Sonnenenergie verursacht negative Strompreise. Sie treten auf, wenn die Stromerzeugung den Stromverbrauch überschreitet. Wer bei negativen Marktpreisen Strom einspeist, erhält keine Erlöse, sondern muss für seinen eingepreisten Strom bezahlen.

    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/negativer-strompreis-die-energie-industrie-muss-strom-immer-haeufiger-verschenken/25382850.html?ticket=ST-17776864-ab5TKn01ual6Fx4WGSjU-ap5

  50. 9.

    Ohne robuste und riesige Speicherkapazitäten kommt der herrliche Windstrom überhaupt nicht aus der Steckdose. Ich möchte einen Stadtmenschen sehen, der in weniger als 1500 m Entfernung zu einen Windpark leben will oder Urlaub machen. Da wird kaum keiner kommen, und wenn einmalig bzw. kurz.

    Herr Habecks Vision ist eine Perversion des hastigen, konzeptlosen Umweltschutzes. Auf der anderen Seite befürwortet die gleiche Personalie Frackinggas aus USA (vor Pipelinegas aus Russland). Ich glaub mich tritt ein Pferd!

  51. 8.

    Kann mir irgendjemand einen logischen Grund nennen, WARUM die das wollen?

  52. 7.

    Moin moin, ich glaub der Lukas meinte Verunstaltung.
    Und da geb ich ihm recht, ich möchte dort auch nicht wohnen wo diese Sch...dinger Geräusche verursachen, Tiere töten und die Landschaft verunstalten. Städter machen es sich da einfach denn bei ihnen stehen diese Metall/Beton Kolosse nicht vor der Haustür, glücklicherweise bei uns auch nicht!

  53. 6.

    Warum wurde dann Vestas geschlossen und etliche windräder nach Ablauf der Forderung wieder demontiert??? Da hätte man zeitig gegensteuern können und müssen!

  54. 4.

    „Was der Ampel-Windkraftturbo für die Uckermark bedeuten könnte ?“
    Eine Lanschafts- und Umweltzerstörung ungeahnter Dimension. (ernst gemeint)
    Dazu eine neue Flüchtlinswelle sog. Aussteiger, die dachten in der Uckermarkt Ruhe finden zu können. (sarkastisch gemeint)

  55. 3.

    Ist alles kein Problem, wir kaufen dann Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen, abgesehen von der Veranstaltung der Natur.

  56. 1.

    Strom kommt ja aus der Steckdose, Das NIMBYtum in Deutschland ist eine Katastrophe.

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