Zunehmender Verkehr - 440 Brücken in Brandenburg müssen saniert werden

So 06.02.22 | 11:20 Uhr
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Ein Lkw fährt über eine Brücke (Bild: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Hunderte Brücken in Brandenburg müssen in den kommenden 30 Jahren saniert werden. Wie viel das kosten wird, ist noch völlig unklar. Auf dem Berliner Ring gibt es offenbar besonders viele Überführungen, die nicht mehr im besten Zustand sind.

In Brandenburg müssen in den kommenden 30 Jahren etwa 440 Brücken saniert oder erneuert werden, teilte das Infrastrukturministerium mit. Der finanzielle Aufwand für diese Vorhaben sei noch nicht zu beziffern, hieß es.

Im vergangenen Jahr wurden im Land 375 Millionen Euro in den Ausbau der Bundes- und Landesstraßen investiert, 33 Millionen Euro mehr als 2020. Es gibt derzeit 1.556 Brücken, die in der Zuständigkeit der Straßenbauverwaltung des Landes liegen.

Größter Handlungsbedarf auf Berliner Ring

Von den 806 Brücken an Brandenburger Bundesstraßen sind laut Landesbetrieb Straßenwesen 207 in sehr gutem oder gutem Zustand. Bei mehr als der Hälfte wird der Zustand als befriedigend bezeichnet. 176 Brücken wurden als ausreichend, nicht ausreichend oder ungenügend bewertet.

Bei den 750 Brücken an Landesstraßen bezeichnet der Landesbetrieb den Zustand bei 161 als sehr gut oder gut, bei 337 als befriedigend und bei 252 als ausreichend, nicht ausreichend oder ungenügend. Im Land entstanden die meisten Brücken über Bundes- und Landesstraßen zwischen 2000 und 2004.

Nach Angaben der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH des Bundes gibt es 1.029 Autobahnbrücken in Brandenburg, die im Durchschnitt 26 Jahre alt sind. Bei 154 dieser Bauwerke ist nach den Angaben der Zustand sehr gut, bei 363 gut und bei 415 befriedigend. Bei zwei Brücken ist er ungenügend.

"Keine der zum Autobahnnetz im Land Brandenburg gehörenden Brücken ist gesperrt", sagte die Sprecherin. Größter Handlungsbedarf bestehe nach der aktuellen Lage auf dem westlichen und östlichen Berliner Ring.

Zunehmender Verkehr reduziert Lebensdauer von Brücken

In der Regel werden Brücken für einen Zeitraum von 80 bis 100 Jahren gebaut. Der zunehmende Verkehr, vor allem durch Schwerlasttransporte, aber auch Materialprobleme oder Korrosionen reduzieren die Lebensdauer jedoch.

Nach einer bestimmten DIN-Norm gibt es alle sechs Jahre eine Hauptprüfung und drei Jahre danach eine weitere. Dazu stehen auf dem Programm jährliche Besichtigungen und jedes halbe Jahr eine Begutachtung durch die zuständige Straßenmeisterei.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.02.2022, 09:00 Uhr

52 Kommentare

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  1. 52.

    Bin zwar keine Fachfrau, aber könnte das Schwerlastproblem nicht schon dadurch minimiert werden, das von diesem "Just-in-Time-Wahnsinn" Abstand genommen wird. Hier wird doch zu einem nicht kleinen Teil Lagerkapazität auf die Straße verschoben.

  2. 51.

    Sie haben weder vom Verkehrsbauwesen noch von Verkehrslenkung igendeine Ahnung und auch nicht den geringsten Schimmmer davon, dass Grundsatzentscheidungen wie z.B. "...wonach der Güterverkehr grundsätzlich auf die Schiene zu verlagern war...." rein politische Entscheidungen sind, die der Notwendigkeit geschuldet sind und die wir in absehbarer Zeit NEU ERLEBEN WERDEN, wenn wir überleben wollen.

    Aber wissen sie wie uninteressant ihre Meinung dabei ist?
    Und ich werde auf weitere Provokationen nicht antworten.

  3. 50.

    Sie haben einen außerordentlich interessanten Beitrag eingereicht und werden dazu in den nächsten Tagen dazu noch einen Austausch durchführen, wenn hier wieder normale Bedingungen herrschen, was gegenwärtig nicht gegeben ist.

  4. 49.

    "In der Ostzone (DDR) waren Wohn- und Arbeitsort eng verknüpft"

    Oh je, wo kommen wie da hin, wenn jeder selbst entscheiden kann wo er lebt und arbeitet. Ist ja fast unerträglich soviel Eigenverantwortung. Da muss man glatt selbst abwägen, in der Stadt oder auf dem Land wohnen, umziehen oder pendeln, soooo viele Entscheidungen....

    Wer Probleme hat seinen 30 km Arbeitsweg zu finanzieren muss echt arm dran sein und sollte sich was näheres suchen . Ich kenne Leute die fahren 100 km (Autobahn dadurch wenigsten recht schnell), wovon viele auf LPG oder CNG setzten. Mittlerweile schwenken die ersten auf Elektro um, da am günstigsten.

  5. 48.

    2/2
    Teilweise versucht man gegenzusteuern. „Edeka“ ist eine der wenigen Ketten, die (mit Erfolg) die Sparte „Regionales“ aufgemacht hat. Es werden auch Produkte angeboten die nicht „90-60-90“ sind sondern so, wie Obst- und Gemüse vorkommen. Auch die zunehmenden „Tierwohl-Aktionen“ sind dazu zu rechnen. Ich glaube, dass das der richtige Weg wäre, aber läßt sich der jetzt noch beschreiten?
    Das bedeutet, dass am Preisgefüge Veränderungen erfolgen müssen und Einschnitte in arbeitsteilige Produktionsprozesse vorzunehmen sind. Die (zementierte) Globalisierung wäre in Frage zu stellen, obwohl Corona auch zeigte, dass das Auslagern strategisch wichtiger Produktionslinien nachteilig sein kann.
    Ich traue es mir kaum zu schreiben - in der Endkonsequenz wäre unser (auf Maximalprofit orientiertes) Gesellschaftssystem in Frage zu stellen.
    Wer würde das wegen ein paar Brücken machen? Also den Mantel des Schweigens drüber, die Brücken reparieren und weiterhin unsere Chinaware aus Hamburg holen.

  6. 47.

    Sie haben ein sehr wichtiges und interessantes Thema angeschnitten, indem sie das "warum" vieler Transportaktionen in Frage stellen - die in der Tat aus Sicht eines "Normalsterblichen" unnötig sind. Wir nähern uns damit einem sehr interessanten Punkt, der vmtl. den Schlüssel darstellt.

    Wir hatten gemeinsam (anhand des Verkehrsaufkommens auf der A10) festgestellt, dass es quasi eine Subventionierung des Straßenverkehrs (im Vergleich zur Schiene) gibt, die ursächlich für die übernormale Belastung der Verkehrswege und im Ergebnis auch der Umwelt (!) führt. D.h. diese von ihnen beispielhaft genannten Transport ("Scheintransporte" ein Begriff aus dem Militär) sind eigentlich unnötig. Aber wo liegen die Ursachen?

    Ich hatte einem Nutzer mal erklärt woraus die "gestiege berufliche Mobilität" im Osten resultiert (Kommentar 49 in https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2022/02/berlin-brandenburg-benzin-e10-preise-rekord.html#top-of-comments).
    1/2

  7. 46.

    Da kann ich doch nur Zustimmen.

    Ich kauf im übrigen Brandenburger Mineralwasser.

    Wenn Transport sich verteuert ist das nur gut für regionale Produkte. Im übrigen ist der Transport von vielen Waren, die zb ein paar Euro kosten im Supermarkt ungefähr 1-3 Cent (ich weiß es zufällig für einige Produktkategorien, kann auch bei anderen Produktgruppen Abweichungen geben). Das steht in keiner Relation zur Umwelt und Klimazerstörung und den gesamtgesellschaftlichen Kosten.

  8. 45.

    "Das ist ja noch größerer Unsinn als ihre Tesla- Kommentare."

    Stimmt, ihre "Sachlichkeit" beschränkt sich ja darauf ohne ein einziges Argument anderen Unsinn vorzuwerfen.

    Wenn Sie Argumente haben, lass ich mich gerne überzeugen.

    @Brandenburger: waren das noch Zeiten? Zack Ministerialbeschluss fürs "Volk" und fertig....so geht in ihren Augen Demokratie und Freiheit.

  9. 44.

    Volle Zustimmung. Besonders die "Warschauer Allee", also die A12, südliche A10 und weiter A2 sind praktisch eine endlose LKW-Karawane, wo man froh ist, unbeschadet durchgekommen zu sein. Aber es ist leider nicht nur der Transitverkehr, auch Deutschland selbst hat da innereuropäisch seinen Anteil dran. Wenn der Joghurt von Norddeutschland erst mal nach Italien gekarrt wird, nur um dort die Erdbeerzubereitung drunter zu mischen und dann das Ganze wieder zurück in unsere Supermärkte zu befördern, dann ist da am System was gehörig faul. Es ist ökologisch einfach nur der Wahnsinn, genau so wie vergleichbare Produkte innerhalb von ganz Deutschland zu verkaufen, statt diese jeweils nur regional anzubieten. Milch und Sprudelwasser sind da beste Beispiele. Transport ist einfach zu billig, damit sich solch ein Unsinn wirtschaftlich lohnt. Dabei könnte der Schwerverkehr damit deutlich reduziert werden und Straßen würden länger halten.

  10. 43.

    "...Auf Ihren Unsinn bin ich auch immer sehr gespannt...."

    Sie simd nicht in der Lage dich sachlich zu artikulieren.
    Wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen werden sie ausfallend.

  11. 42.

    Warum meinen manche eigentlich immeranderen unsachlichen Kram anderen Kopf zu schmeißen und heulen sofort rum, wenn es mal etwas robuster und unsachlich zurückschallt?

    Sie teilen regelmäßig aufs übelste über andere aus, diffamieren diese als "wahrscheinlich arbeitslos" "Linksextreme" oder bezahlte Schreiberlinge, heulen aber los wenn man ihren Auffassung von dem "Volk" nicht teilt.

    Seltsame Doppelmoral.

    Und Nein ich arbeite nicht für Tesla, die zahlen zu schlecht ;)

  12. 41.

    Und dieses "und haben dafür massiv Transporte, sowohl von Waren, wie auch von Personen, auf die Straße verlagert, während die Infrastruktur der Bahn großflächig zerfiel" war das Kernproblem, vor dem wir gegenwärtig stehen.

    1. Die Straßen und Brücken werden zunehmend zerschlissen, wobei nicht mal der Inlandverkehr die Hauptschuld trägt. Brandenburg ist unverändert als Transitland einer übernormalen Belastung unterworfen. Haben sie schon mal die A10 (in Verlängerung der A12) südlich von Berlin gesehen? Mo-Die ist in Richtung W Dauerstau und Do-Fr in Richtung O. Die Strecken der Trucker reichen vom Baltikum bis an die Atlantikküste.
    Nördlich von Berlin das Gleiche in Richtung Hamburg.

    2. Dieses Verkehrsproblem ist hausgemacht. Ich wage mal zu behaupten, dass es mit den Gewinnorientierungsbestrebungen zusammenhängt, genauso wie im Gesundheitswesen. In der DDR gab es einen Ministerratsbeschluss, wonach der Güterverkehr grundsätzlich auf die Schiene zu verlagern war.

  13. 40.

    Was hier schonwieder ewiggestrige mit Tesla kommen, wenns um Brücken geht ;)

    Welches Gerichtsverfahren wegen der Wasserversorgung für Tesla? Ist Tesla Angeklagter? Wird schon gegen die Genehmigung der Tesla Fabrik geklagt? Meine Güte, Sie können wiedermal gar nicht sauber auseinanderhalten.
    Aber Hauptsache Sie beschäftigten sich mit Rechts-& Linksextremismus mit deutlichem Fokus auf "Linksextreme" (ala Maaßen)

    Beim Thema Wasser ist interessanter wie die LEAG den Tagebau JÄNSCHWALDE dieses Jahr noch betreiben will....

  14. 39.

    Und dieses "und haben dafür massiv Transporte, sowohl von Waren, wie auch von Personen, auf die Straße verlagert, während die Infrastruktur der Bahn großflächig zerfiel" war das Kernproblem, vor dem wir gegenwärtig stehen.

    1. Die Straßen und Brücken werden zunehmend zerschlissen, wobei nicht der Inlandverkehr die Hauptschuld trägt. Brandenburg ist unverändert als Transitland einer übernormalen Belastung unterworfen. Haben sie schon mal die A10 (in Verlängerung der A12) südlich von Berlin gesehen? Mo-Die ist in Richtung W Dauerstau und Do-Fr in Richtung O. Die Strecken der Trucker reichen vom Baltikum bis an die Atlantikküste.
    Nördlich von Berlin das Gleiche in Richtung Hamburg.

    2. Dieses Verkehrsproblem ist hausgemacht. Ich wage mal zu behaupten, dass es mit den (kapitalisten) Gewinnorientierungsbetrbungen zusammenhängt, genauso wie im Gesundheitswesen. In der DDR gab es einen Ministerratsbeschluss, wonach der Güterverkehr grundsätzlich auf die Schiene zu verlagern war.

  15. 38.

    Eigentlich ist es vollkommen egal, wer da in Berlin gerade am Ruder war. Keine der Regierungen hat sich in diesem Punkt unterschieden und auch aus den Bundesländern, die in der Regel gegensätzliche Mehrheiten hatten, kam keinerlei erwähnenswerter Widerspruch. Alle waren der Meinung, die Bahn gewinnorientiert umwandeln zu müssen und haben dafür massiv Transporte, sowohl von Waren, wie auch von Personen, auf die Straße verlagert, während die Infrastruktur der Bahn großflächig zerfiel. Hauptsächliches Hauptaugenmerk lag lediglich darin, dass nach Kräften der eigene Wahlkreis einen ICE-Anschluss bekam, weshalb der teils an jeder Milchkanne mitten im Nirgendwo hielt. Mit Güterverkehr auf der Schiene gewann man keine Wahlen. Im Gegenteil, die Reduzierung oder gar Einstellung der lauten Güterzüge gefiel den Anwohnern sogar noch. Nur sind eben die Straßen für diese Transportmassen nie ausgelegt gewesen und verschleißen zusehends.

  16. 37.

    Sie werden sich doch nicht etwa die Mühe machen und versuchen ihm irgendetwas beizubringen? Wessis, die die Menschen in den neuen Bundesländern sogar noch 2022 abwertend klassifizieren, sind definitiv beratungsresistent
    Gestern hat er mich erst auf schärfste unsachlich angegriffen. Leider war eine Antwort nicht mehr möglich, da die Kommentarfunktion geschlossen war.

    Es ist leider so, dass solche Lichtgestalten hier zunehmend unterwegs sind, sich aufblasen bis zum Erbrechen, aber keinerlei sinnhafte Beiträge liefern. Ihrer Einschätzung im letzten Satz stimme ich zu. In den Tesla-Beiträgen versucht er seit Monaten den Menschen im Raum Grünheide einzureden, dass das Gerichsverfahren wegen der Wasserversorgung von Tesla (Gefährdung des Bevölkerungsbedarfs) ungerechtfertigt sei, so wie Musk vor Monaten in einem Interview sagte, als er albern kichernd rumhampelte mit dem Satz "aber hier ist doch überall Wasser, hier ist doch keine Wüste".

  17. 36.

    Wie ich Ihre unsachlichen Kommentare mit jede Mengen unbelegten Behauptungen doch liebe....

    Zu1: behaupte ich groß was anderes? Ich nehme ausdrücklich die Planer der Brücken in Schutz, dass diese Belastung nicht vorhersehbar war.

    Zu2: ja ist so. Moderne Logistik eben. LKW geht einfacher, günstiger und schneller, und die tatsächlichen Kosten trägt der Steuerzahler.

    Zu3: Wer hat was kaltgestellt. Das CSU Verkehrsminister es nicht gut mit der Schiene meinen ist nach 16 Jahren Metkel und CSU Verkehrsministern wohl klar.

    Zu4: die DDR hat Bedarfsgerecht den Mangel verwaltet. Dort wird unabdingbar wurde investiert. Gegenbeispiele gibt es zu Hauf.

    Und Sie sind wohl für wen Schreiberling?

  18. 35.

    Deswegen ist die Ostbahn auch durchgehend zweigleisig...(Achtung Ironie).

    Gibt genügend Beispiele.

    Auf Ihren Unsinn bin ich auch immer sehr gespannt. Sachliche Begründungen sind bei Ihnen schließlich nie zu finden....

  19. 34.

    Sagen sie mal, sitzen sie irgendwie auf den Ohren oder sind sie beratungsresistent?

    1. 99% der Kommentatoren machen für die Schäden an den Brücken in Deutschland den zunehmenden Lastverkehr verantworlich.

    2. In den alten Bundesländern hat man den Lastverkehr schon in den 60'ern auf die Straße verlagert, in den neuen Bundesländern erst ab den 90'ern.

    3. Man brauchte den Schienenverkehr nicht mehr und hat ihn kalt gestellt. Auch die neue Bundesregierung (insbesondere die Grünen) lehnt ihn weiterhin ab und setzt auf die Straße.

    4. Ja und es ist so, wie alle geschrieben haben, die Reparationsleistungen an die Sowjetunion waren auch im Bereich der DR Ende der 70'er kompensiert.

    Ihre Aussage ist schlicht und ergreifend gelogen, so wie ihre Aussagen in Teslabeiträgen.

  20. 33.

    SPD und Grüne waren bei der Umwandlung von Deutscher Bundesbahn und Deutscher Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG nicht an der Regierung. Diese Aktion haben wir dem 3. und 4. Kabinett Kohl zu verdanken.
    Nicht immer drauf los kommentieren , erst informieren.

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