Interview | Journalistin in Kiew - "Die Ukrainer sind beunruhigt, aber sie gehen damit pragmatisch um"

Sa 12.02.22 | 21:25 Uhr
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Ein Denkmal am Maidam-Platz in Kiew, Ukraine (Quelle: dpa/Brian Smith)
Bryan Smith/ZUMA Press Wire/dpa
Video: rbb|24 | 12.02.2022 | Material: rbb|24 | Bild: Bryan Smith/ZUMA Press Wire/dpa

In der zugespitzten Ukraine-Krise hat unter anderem die deutsche Regierung ihre Bürger dazu aufgerufen, die Ukraine zu verlassen. Unsere Kollegin Rebecca Barth ist derzeit in Kiew und schildert die Stimmung in dem Land.

rbb|24: Hallo, Rebecca. Wie geht es Dir?

Rebecca Barth: Tja, schwierig zu sagen. Tatsächlich so weit so gut. Aber natürlich ist die Lage durchaus angespannt. Und ich überlege den ganzen Tag schon, tausche mich mit Kolleginnen und Kollegen aus, wie es weiter gehen soll.

Wo genau befindest Du Dich jetzt?

Ich bin in Kiew, in der ukrainischen Hauptstadt. Ich bin jetzt seit ungefähr zwei Wochen im Land. Ich bereise die Ukraine seit einigen Jahren regelmäßig, war jetzt auf Recherche in der Ostukraine unterwegs und hatte eigentlich vor, noch einige Wochen hier in Kiew zu bleiben. Ich berichte als freie Journalistin über die Ukraine und war jetzt im Donbass an der Front, beziehungsweise in einigen Städten, die direkt an der Front liegen. Eigentlich hatte ich geplant, noch weitere Geschichten aus Kiew zu machen und die Entwicklung weiter aus der Hauptstadt zu beobachten - und vielleicht auch noch mal in die Ostukraine zu fahren. Das war ursprünglich mein Plan.

Zur Person

Rebecca Barth hat in Berlin Slawistik und Osteuropa-Studien studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin für den rbb sowie andere Medien, darunter Deutschlandradio oder der "Tagesspiegel".

Wie nimmst Du jetzt gerade die Situation und die Stimmung in Kiew wahr?

Ich habe schon den Eindruck, dass die Stimmung kippt. Was aber nicht bedeutet, dass die Menschen panisch sind. Wir hatten gerade heute einen relativ schönen Tag - Samstag, strahlender Sonnenschein - und die Menschen sind ganz normal ihrem Alltag nachgegangen. Aber wenn man dann nachfragt, sind die Menschen schon beunruhigt. Und sie erzählen häufig, dass sie vor zwei Wochen ähnlich beunruhigt waren, dass sie angefangen haben, teilweise Pläne zu machen, wie sie sich im Falle eines Angriffs, im Falle einer Eskalation der Kämpfe - wenn tatsächlich auch Kiew angegriffen würde - verhalten würden.

Einige erzählen dann, dass sie Benzin bereitgestellt haben, um in die Westukraine zu fliehen. Und mein Nachbar hat mir heute geraten, das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Das finde ich durchaus beunruhigend, weil die ukrainische Gesellschaft eigentlich um einiges krisenfester ist als die deutsche Gesellschaft. Das heißt, die Menschen gehen relativ ruhig mit Ausnahmesituationen um. Dementsprechend überrascht war ich, das doch so deutlich von jemandem zu hören, der schon so viele Krisen erlebt hat und der in einem Land wohnt, in dem seit acht Jahren Krieg stattfindet. Das führt natürlich nicht dazu, dass ich mich jetzt beruhige.

Auf der anderen Seite müssen wir sagen: Wir wissen alle nicht, was passiert. Wir können alle nicht in die Zukunft gucken. Wir können einfach nicht absehen, wie sich diese Situation hier entwickelt.

Die Menschen sind auch daran gewöhnt, dass immer etwas passieren kann, dass die Situation immer weiter eskalieren kann.

Beobachtest du eine Angst vor einem Angriff oder vor einem Krieg?

Ich weiß nicht, ob Angst das richtige Wort ist, denn dieser Krieg läuft schon seit fast acht Jahren, und die Menschen sind daran gewöhnt. Und die Menschen sind auch daran gewöhnt, dass immer etwas passieren kann, dass die Situation immer weiter eskalieren kann, oder mal hier und da eskalieren kann. Sie hatten 2014, als der Krieg angefangen hat, Angst. Ich glaube, heute sind sie beunruhigt, aber sie gehen damit relativ pragmatisch um.

Die Menschen sagten mir: Ja, natürlich ist es beunruhigend - aber was sollen wir denn machen? Wir hoffen einfach auf das Beste. Wir versuchen, uns so gut wie möglich vorzubereiten. Wir haben Benzin bereitgestellt, um im Falle des Falles fliehen zu können. Wir haben Essensvorräte, wir haben Bargeld. Auf der anderen Seite gibt es eben diejenigen, die sagen: Nein, es wird nichts passieren. Wir haben jetzt Wochenende. Die planen ihre Clubgänge heute Nacht in der Hauptstadt.

Gibt es so etwas wie Hamsterkäufe? Oder steigen die Preise für Lebensmittel und Benzin?

Nein, so etwas wie Hamsterkäufe sehen wir nicht. Dementsprechend ist das auf den ersten Blick wirklich Alltag hier. Die Menschen verhalten sich sehr ruhig. Man muss wirklich nachfragen, um etwas zu bemerken. Wenn man jetzt einfach so durch die Straßen laufen würde, würde man keine Beunruhigung merken. Was aber tatsächlich jetzt passiert: Bei den Flugtickets in westeuropäische Staaten gehen die Preise nach oben. Und es ist zunehmend schwierig, noch Flugtickets aus Kiew zum Beispiel nach Berlin zu bekommen.

Nun hat das Auswärtige Amt heute alle deutschen Staatsbürger:innen aufgefordert, die Ukraine zu verlassen. Wie schätzt Du das ein? Und wie gehst Du selbst damit um?

Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass die deutsche Botschaft - ähnlich wie es die EU schon gemacht hat - auch heute zu dem Schluss kommt, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu auffordert, das Land zu verlassen. Das ist jetzt die, glaube ich, logische Konsequenz aus der aktuellen Lage. Aber es bedeutet eben nicht, dass dort das Wissen vorherrscht, dass hier am Mittwoch der Krieg beginnt - das sind Sicherheitsvorkehrungen. Die deutsche Botschaft, das Auswärtige Amt hat natürlich den Wunsch und das Anliegen, seine Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zu beschützen. Man weiß einfach nicht, was passiert, und man möchte kein Risiko eingehen.

Die Menschen haben Familie, die Menschen haben Jobs, die Menschen haben Eigentum hier. Und es fällt sehr schwer, das einfach hinter sich zu lassen.

Und wie gehst du selbst mit dieser Warnung jetzt um?

Ich versuche, mich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Ich versuche zu überlegen, welch einem Risiko ich potenziell ausgesetzt sein könnte. Wie ich das minimieren kann, ob es vielleicht tatsächlich das Klügste wäre zu gehen. Was mir sehr schwer fallen würde, weil viele von meinen Freundinnen und Freunden - Ukrainerinnen und Ukrainer - das eben nicht können. Die sitzen hier fest, und ich bin so privilegiert und könnte einfach gehen.

Es geht ja nicht nur um eine militärische Eskalation - wir könnten uns auch viele andere Vorfälle vorstellen. Eine militärische Eskalation in einem kleinen Bereich der Ukraine, also punktuell beispielsweise in der Ostukraine, wäre denkbar. Wir könnten aber auch über große Blackouts spekulieren, dass wir keinen Strom haben, kein Mobilfunknetz. Das sind alles Optionen, die derzeit diskutiert werden und das macht die Situation so unsicher, weil man sich auf so viele verschiedene Szenarien vorbereiten muss - und eigentlich immer wieder zu dem Schluss kommt, dass man gar nichts weiß.

Dementsprechend überlege ich, zögere die Entscheidung immer wieder heraus und habe noch keine getroffen. Heute Morgen war ich kurz davor auszureisen und hatte schon fast ein Ticket gebucht. Und dann habe ich es auch wieder gelassen.

Beobachtest du innerhalb der Ukraine eine Art Binnenmigration, weg von der ostukrainischen Grenze?

Nein, das noch nicht. Ich glaube auch nicht, dass die so schnell eintreffen wird. Ich war vor einer, anderthalb Wochen noch in der Ostukraine. Und die Menschen dort sind noch gefasster als die Menschen in Kiew, weil sie eben mit diesem Krieg, den sie jeden Tag wirklich vor ihrer Haustür haben, der jeden Tag den Alltag beeinflusst, seit acht Jahren leben. Mir hat beispielsweise eine Frau gesagt - was ich sehr interessant fand: Wenn man so nah dran ist, dann hat man das Gefühl, man könne die Situation kontrollieren, auch wenn das vielleicht nicht stimmt. Aber das gibt einem eine gewisse Ruhe.

Wenn man aber weit weg ist, so wie ich jetzt zum Beispiel in Kiew, fängt man an zu spekulieren. Man fängt an, Szenarien durchzuspielen und weiß aber einfach nichts. Dann wird man unruhig und das verunsichert. Was ich hier beobachtete, sind Leute, die sind vorbereitet. Die sind teilweise seit zwei Wochen oder mehreren Wochen vorbereitet. Manche haben so ein kleines Rucksäckchen gepackt mit den wichtigsten Sachen, Dokumenten, Bargeld. Sie wissen jetzt schon: Sollte etwas passieren, dann habe ich ein Häuschen oder Bekannte, Verwandte dort in der Westukraine. Und da fahren wir dann hin.

Jetzt aktuell ist die Situation hier wirklich noch ruhig. Die Leute sprechen über das Thema, aber es gibt keine Hamsterkäufe, keine Fluchtbewegungen. Es gibt keine augenscheinliche Panik.

Könnten sich Menschen in der Ukraine jetzt, wenn sie Angst hätten, ein Flugticket kaufen und Richtung Westeuropa fliehen?

Also rein theoretisch ginge das, sie bräuchten keinen langen Visumsprozess. Die Ukrainer haben Reisefreiheit, Visumsfreiheit in die EU. Das geht rein theoretisch. Die Frage ist natürlich, können sie sich das leisten? Und geht das praktisch? Die Menschen haben Familie, die Menschen haben Jobs, die Menschen haben Eigentum hier. Und es fällt sehr schwer, das einfach hinter sich zu lassen. Und man hofft halt auch, dass sich die Situation nach wenigen Tagen beruhigt. Also geht man erst mal vielleicht zur Oma, die eine Stadt weiter lebt. Oder man schickt seine Kinder, die man in Sicherheit bringen möchte, dorthin und bleibt selber zu Hause und passt auf die Wohnung auf. Das sind psychologische Phänomene, die ich immer wieder beobachte. Es gibt mit Sicherheit einige, die ausfliegen werden. Aber ich persönlich habe keine Person getroffen, die ernsthaft darüber nachdenkt oder sogar schon ein Ticket gebucht hat.

Vielen Dank für das Gespräch!

Bei diesem Text handelt es sich um eine gekürzte und redigierte Fassung eines Interviews, das Naomi Noa Donath für rbb|24 geführt hat.

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53 Kommentare

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  1. 53.

    Die Kriegspropaganda im Westen kennt kein Halten mehr. Seit Monaten wird fast wöchentlich ein Datum für den russischen Angriff auf die Ukraine genannt. Nun soll es Mittwoch, der 16. Februar sein.

  2. 52.

    Sorry aber ich verstehe nicht warum sie mir geantwortet haben. Ich hatte nix zu dem von ihnen aufgeführten Text geschrieben.

  3. 51.

    So ist es auch m.E.
    Russland soll weiter "isoliert" werden.
    In der wirtschaftlichen Entwicklung liegt die "Angst" und die Ukraine wird leider "Mittel zum Zweck".
    Warum sonst kann z,B. Biden NordStream2 so in Frage stellen bzw. stoppen wollen.

  4. 50.

    Ihr Halbwissen schreit zum Himmel. Der Punkt mit Genscher, Videobeweis, Versprechen zu keiner Nato-Osterweiterung, bla-bla...Dieses Geplapper ist unerträglich. Es ging 1. um die "Genehmigung" zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten(Anfang 1990, der Start der 2+4 Verhandlungen). Es existierte noch die Sowietunion und der Warschauer Pakt. Zu dem Zeitpunkt dachte niemand an eine Nato-Erweiterung. Genscher oder der Pumuckl hätten die gleiche Aussage über den Mond treffen können. Außerdem: wie konnte Genscher über RGW-Länder wie Polen, die CSSR oder sonst wen entscheiden zu welchem Bündnis sie später gehören wollen. Der gesamte Warschauer Pakt hat 1975 die KSZE-Schlußakte unterzeichnet. Das bedeutet auch freie Bündniswahl. Der spätere Nato-Beitritt kam von souveränen Staaten Osteuropas. Die Aussage Genschers ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Halt Geplapper...

  5. 49.

    Lesen Sie mal was der Regierungschef der Ukraine Selenski über einen bevorstehenden Angriffskrieg durch Russland sagt. Übrigens: Noch wird Gas geliefert und es existiert sogar ein Stromverbund nach RF und Belarus.

  6. 48.

    Russland ist nicht die SOWJETUNION und damals herrschte KALTER KRIEG. In Vietnam ziemlich heißer ! Warum aber ? Lesen und hören Sie mal was der ehemalige Militär der US-Armee Wesley Clark damals zu den erfolgten Kriegen ab IRAK über Libyen bis Syrien sagte. DAS HAT MEINE MEINUNG ZU DEN USA gewaltig beeinflusst. Auf youtube; W.C. in Uniform !

  7. 47.

    Verlassen Sie doch nur mal kurz ihre Blase. Wer hat RF regelrecht umzingelt und warum ? Die Welt war kurze Zeit mal friedlicher.

  8. 46.

    Unfassbar, wie viel Ant-Amerikanismus und Geschichtsfälscherei hier betrieben wird. Zur Aufklärung und Allgemeinbildung einfach mal diesen Artikel hier lesen: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/nato-erweiterung-mittel-ost-europa-101.html

    Wir befinden uns an der Schwelle zu einem vernichtenden 3. Weltkrieg, der uns allen oder zumindest den meisten von uns das Leben kosten oder uns zu Flüchtlingen machen wird, aber dennoch wird einem megalomanischen russischen Despoten, der die Ukraine mit 130.000 Soldaten von drei Himmelsrichtungen umstellt sowie schweres Kriegsgerät an die Grenzen des Landes geschafft hat, mehr Glauben geschenkt als einem demokratischen Amerikaner.

  9. 45.

    Die Ukraine ( die derzeitigen an der Macht ) haben die Befreiung der KRIM und der separaten Ostgebiete in die Verfassung aufgenommen. Sie wollen in die EU und in die Nato. Was wollen wir mit einem Land voller Probleme und Zerrissenheit in der EU ? Die rechnen mit Geldern, die die Bürger der EU schwer erarbeiten müssten. Wir haben da nichts zu vermelden. Das ist heute unsere FREIHEIT ? Was sollen die Kampfflugzeuge und Truppen in den Nachbarstaaten von Belarus bzw. RF im Baltikum ? Wir brauchen die Rohstoffe und das Gas aus RF. Wer das behindert schädigt die ganze EU. Auf der Welt ist jedes Land irgendwie abhängig.

  10. 44.

    Ich glaube sie verwechseln einige Dinge. Die UDSSR überließ Afghanistan nicht den Namen Amis, sondern die Amis haben die Taliban versucht salonfähig zu machen, das Ergebnis kennen wir. Die gleiche Nation hat Vietnam zerbombt, hat Kuba mit Krieg gedroht, hat den Irakkrieg mit Lügen begonnen . Laos, Kambodscha, Angola, Libanon, Libyen usw. Das war natürlich alles nur zur Sicherung des Weltfriedens. Wenn es in Europa knallen sollte, die Amis sind immer schön weit weg.

  11. 43.

    In dem ganzen Konflikt geht es weniger um Angst - sondern um knallharte wirtschaftliche Interessen.
    Vernebelt werden diese Absichten mit dem üblichen Friedensgeplapper der größten Waffenverbreiter.
    Es wundert nicht, dass sich immer mehr Menschen von diesen Polit-Lügen abwenden.

  12. 42.

    Bevor sich noch mehr dumme Kommentare über den Westen, die Nato und die USA verbreiten zurück zur Lage:

    Es ist niemand anderes als Russland, das Militär und Waffen im Grenzbereich zur Ukraine sammelt und konzentriert. Diese Bedrohung führt natürlich dazu, dass man in der Ukraine und den Nachbarstaaten Vorbereitungen trifft für den Fall, dass Russland den Krieg ausweitet. Das gehört zur souveränen Sicherheit und Verteidigung der Ukraine. Das können Putintrolle nicht wegkommentieren.

  13. 41.

    Die Russland-Diffamierung, die sich aktuell in großen Teilen von Politik und Medien Bahnen bricht, ist erschreckend.
    Dazu eine neue Stufe völliger USA-Unterwürfigkeit.
    Ebenso eine neue Stufe von Propaganda zu völlig unkontrollierter Waffenverbreitung.
    Dazu laufen die Geschäfte der USA und Europa mit zahlreichen Diktaturen völlig kritiklos weiter.
    Weiterhin wird die Sichtweise der Ukraine zu fast 100% völlig recherchelos übernommen.
    Über Hinrichtungen in anderen "Partner"-Ländern spricht man weniger gern.

  14. 40.

    Frau Dagmar, es gibt einen (mehrere) Videobeweis. Den man, wenn man denn möchte auch leicht finden kann. Das genau ist auch das Problem von heute. Jeder kann die Leute, anders als früher, auf ihre Aussagen festnageln. In sozialen Medien heben viele längst vergessenes oder wenig berichtetes wieder ans Licht. Das passt natürlich den "Betroffenen" nicht sonderlich. Wie dreist ist dann Ihre Aussage und die Ausreden mancher deutscher Medien.
    Russland hätte sonst niemals der Wiedervereinigung zugestimmt. Sie haben aufs Wort vertraut und verlangen nach deren Nichteinhaltung heute logisch etwas schriftliches.

  15. 39.

    Sehe ich leider auch so.
    Hoffentlich drückt nicht einer - versehentlich - den roten Knopf in dieser unheimlich aufgeheizten Situation.
    Diese Provokationen BEIDERSEITS müssen aufhören.

  16. 38.

    Ich befürchte eher, dass die USA irgendetwas provozieren und dies oder die Reaktion darauf dann als Kriegsakt Russlands hinstellen, um nicht als Lügner dazustehen, wenn in der kommenden Woche kein Krieg stattfindet.
    Die Russen haben uns 45 unter Verlusten befreit und sind nach der Wende abgezogen. Genau wie die Der Westen hat versprochen, dass es keine Natoosterweiterung geben wird, was ist passiert?
    Das erste was in einem Krieg stirbt ist die Wahrheit. Und die Vollständigkeit und Auslegung von Fakten.
    Sahra Wagenknecht hat ein gutes Video dazu hochgeladen. Militärausgaben,Waffenmengen, Soldaten... Ich bin mit Nichten ein Sympathisant der Linken aber man muss sich wenigstens alles anhören (und auch können und dürfen) um sich eine unabhängige Meinung zu bilden.

  17. 37.

    In diesem Konflikt ist eindeutig klar vor wem sich die Ukrainer fürchten, und deswegen auch einen Nato - Beitritt wünschen.
    Alle ehemaligen Ostblockstaaten wollten wegen ihrer Erfahrungen mit der russischen Politik schnellsten der Nato beitreten. Also bitte, das beantwortet, wer wem und was zutraut.

  18. 36.

    "Warum lässt Putin in nächster Nähe zur Ukraine immer noch mehr TRuppen aufmarschieren? Bitte nennen Sie den Grund."
    Wie soll das hier jemand beantworten? Da müssen sie ihre Anfrage an den Kreml richten, mal sehen ob sie eine Antwort bekommen. ;-)
    Hier wird von Politik und Medien viel Panik gemacht.
    Es wird jetzt solange gesprochen/verhandelt bis alle Parteien ohne Gesichtsverlust aus der Nr. herauskommen.
    Und dann können wir uns endlich wieder Corona zuwenden...... Ironie off :-(

  19. 35.

    Da könnte das Verlassen der eigenen Blase weiterhelfen, dann wird die Meinung etwas anders ausfallen.

  20. 34.

    Ich denke es wird wieder zu einer größeren Flüchtlingswelle kommen, egal ob es nun Krieg gibt oder nicht.
    Wir sollten darauf vorbereitet sein.

  21. 33.

    Kurze Frage mit der Bitte um präzise Antwort: Warum lässt Putin in nächster Nähe zur Ukraine immer noch mehr TRuppen aufmarschieren? Bitte nennen Sie den Grund.

  22. 32.

    Wer treibt die Auseinandersetzung voran? Meiner Meinung nach sind es die Amerikaner. Es ist traurig das die Politiker diese Welt in den Abgrund reisst

  23. 31.

    Vielen Dank Dagmar, dass hier endlich mit diesem "Geschwurbel" aufgeräumt wurde.

    Können Sie mir noch gleich die Höhe der Militärausgaben und die Anzahl der unterhaltenen Militärbasen jeweils von USA/Russland liefern. Das würde dann auch die letzten überzeugen.

    Danke.

  24. 30.

    Ich bin mit Sicherheit kein Verfechter der russischen Politik jedoch sollte man Russland etwas Respekt entgegen bringen.
    Die EU oder NATO spielt sich auf ohne überhaubt helfen zu wollen.
    Wenn ich lese das "unsere" Außenministerin Rüstungsexporte mit Menschenrechten verknüpft komm ich vor Lachen nicht in den Schlaf " na klar ich bin nett zu meiner Familie und bekomme Waffen um meine Nachbarn zu töten" Es ist für auch unverständlich das wir so viele "Volksvertreter" bezahlen die eh nicht im Bundestag sind. Liebe Grüße vom Steuerzahler

  25. 29.

    Die Lage ist in der, von korrupten Politikern regierten, Ukraine sehr brisant jedoch sollten wir auch die Geschichte in Betracht ziehen. Die deutsche Einheit gab es durch das Versprechen, leider ohne Vertrag, ohne Osterweiterung der NATO.
    Da wurde der "Russe" zum ersten Mal von der "freien demokratischen Welt" betrogen. Wer schürt jetzt hier Angst vor einem Einmarsch? Vor allem der Amerikaner in seiner in Arroganz und selbst überschätzenden kaum zu überbietenden Art.
    Die zweite Front im 2.Weltkrieg kam zu Stande da die Angst vor dem Kommunismus in Westeuropa da war.
    - Korea wurde zweigeteilt hinterlassen
    - Vietnam war ein Verbrechen ohne gleichen
    - gelogen vor der UNO um den Irak Krieg zu entfachen (so desolat war der nahe Osten nie wie jetzt)
    - Afghanistan ebenfalls katastrophal verlassen und die Menschen sich selbst überlassen
    Und jetzt droht dieser Staat wieder und unserer Regierung kriecht vor den Amerikaner das es schon fast lächerlich wirkt. I

  26. 28.

    … und das Jahr 1999 dürfen wir nicht vergessen und erst Grenada.

  27. 27.

    Der Afghanistan Krieg 1979,den hat die UDSSR angefangen, und nach 10 jahre zog sie sich zurück, und überlas das Land den Amis.
    Was ist mit Einmarsch 1956 in Ungarn, und 1968 in die Tschechoslowakei, wor vorher versichert wurde man habe so etwas nicht vor. Was ist mit Krieg in Syrien, wo die Russen eine maßgebliche Rolle spielen? Da gäbe es noch ganze Latte an Beispielen.

  28. 26.

    Diese Dreistigkeit hat Genscher ganz sicher nicht bessen, da er zur Kriegsgeneration gehörte und wusste, dass der Ostblock diese Missere dem Nazi-Deutschland zu "verdanken" hatte, er wollte von den 4-Mächten die Zustimmung zur Wiedervereinigung. Ergo, Deutschland war damals überhaupt nicht in der Rolle solche Versprechungen von sich zu geben.
    Es gibt, trotz solcher Behauptungen aus bestimmter "Ecke," keinen Beleg für diesen Unsin.

    Das die Russen sich vom deutschen Boden zurückgezogen haben, und als Verhandlungsmasse zwischen Deutschland und Russland andere Länder dienten, wie absurd ist das denn?.

  29. 24.

    Unsere Kollegin schildert nur ihren persönlichen Eindruck. Natürlich können ihre Verwandten und Freunde die Lage anders einschätzen.

  30. 23.

    G. Schröder muss doch alles wissen, bei einer Zwischenlandung nach Süd Korea besucht er doch Putin!
    Putin muss "Westen" nicht eingreifen, hat bereits Länder wie Frankreich und Deutschland unter Kontrolle. Ehemalige Politiker und Geheimdienstmitarbeitern haben sehr gute Posten bei russischen Konzernen.

  31. 22.

    Viele sind im letzten Jahrzehnt und davor bereits ausgewandert. Das ist meist ein längerer Prozess, der oft Jahre der Vorbereitung braucht. Wie geht es den "Pendlern", die in Warschau und anderenorts arbeiten?
    (Ukraine BIP/Person knapp 4.000 $ ; 77 Einw./km2)
    "2017 lebten 5,9 Millionen Personen, die in der Ukraine geboren wurden, im Ausland. Die meisten davon lebten in Russland (3,3 Mio.), den Vereinigten Staaten (380.000), Kasachstan (350.000), Deutschland (260.000) und Italien (240.000). In der Ukraine selbst waren im Jahre 2017 11,2 % der Bevölkerung im Ausland geboren, die meisten davon in Russland.
    Die Bevölkerung der Ukraine sinkt seit dem Ende der Sowjetzeit aufgrund der niedrigen Lebenserwartung, Auswanderung und einer kollabierenden Geburtenziffer. 2016 kamen auf 1000 Einwohner 10,5 Geburten und 14,4 Todesfälle, womit die Ukraine eine der höchsten Sterberaten der Welt hatte."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine#Demografie

  32. 21.

    Aber so einfach ist das nicht. Putin biedert sich zur Zeit unbeeindruckt des Westens Chinas Machthaber an. Warum wohl? Die USA sind alarmiert und setzen auf ihre Verbündeten in Europa. Was Putin nicht davon abhält weiter mit den Säbeln zu rasseln. Putin ist ein von Macht besessener Despot, der seine Untertanen, sprich die Würde des Menschen mit beiden Füßen tritt. Oppositionen im Land sind nicht erlaubt. Minderheiten werden regelrecht beseitigt und in Lager gesteckt. Dieser Despot ist brandgefährlich.

  33. 20.

    Es ist unglaublich, mit welcher Naivität hier einige meinen ihren Senf dazu geben zu müssen. Ich stelle mir nur gerade vor, Deutschland würde von drei Seiten von der zweitgrößten Militärmacht der Welt umstellt sein. Ich erinnere nur an 2020, als sich die Leute hierzulande ums Klopapier prügelten wegen eines Corona-Lockdowns. Im Falle einer drohenden Invasion würde die wohl blanke Panik ausbrechen. In der Ukraine bleiben die Menschen besonnen trotz drohender humanitärer Katastrophe!

  34. 19.

    Warum genau sollte Russland - noch dazu am von den USA genannten Datum - die Ukraine militärisch angreifen?
    Die USA wussten in der Vergangenheit schon einmal Kriegsgründe zu berichten, die sie nie beweisen konnten (und haben trotzdem einen Angriffskrieg angezettelt, der die ganze Region bis heute ins Chaos gestürzt hat).
    Bei den 2+4 Verhandlungen wurde u.A. zugesichert, dass es keine Osterweiterung der Nato geben wird. Das war eine der Voraussetzungen für den Abzug der sowjetischen Truppen aus der DDR.
    Genau daran hat sich die Nato nicht gehalten. Also ist bisher nur die Nato wortbrüchig.
    Was bleibt also übrig? Nichts als wirtschaftliche und geostrategische Interessen der Nato.
    Um das Datum halten zu können, bleibt der Nato/den USA - bei Lichte betrachtet - also nur eine Fals-Flag-Operation. Und glaubt hier eigentlich irgendwer, dass Hr. Putin darauf herein fällt? Ab Mittwoch kann Putin den Biden/die Nato genüsslich am Nasenring durch die diplomatische Manege ziehen!

  35. 18.

    Es ist beruhigend zu spüren das nicht alle Menschen von der amerikanischen Kriegshysterie befallen sind und sich ihr venünftiges Denken bewahrt haben. Nun müssen nur noch unsere Politiker auf den Boden der Realität zurückkehren, dann klappt’s auch mit dem Nachbarn. Trump war nicht der Brüller, aber er hat keine Kriege begonnen und die Soldaten in die USA geholt, der jetzige alte Mann macht es genau umgekehrt.

  36. 17.

    Das HerbeiWÜNSCHEN einer kriegerischen Auseinandersetzung ist wirklich unerträglich. Das absichtliche Weglassen von historisch wichtigen Aspekten, wie bspw. der vorgeschobene, aber tatsächlich nicht dagewesene Grund für einen damaligen Angriff durch die USA. Alles unerträglich!

  37. 16.

    Das Säbelrasseln geht nur vom Westen aus. Warum soll der Russe seinen Nachbarn angreifen?
    Vielleicht sollten wir uns an die Geschichte der letzten Jahrzehnte zurückbesinnen und nachdenken wer für die vielen Krisenherde in der Welt verantwortlich zeichnete. Natürlich immer unter dem Deckmantel der Demokratie.
    Warum lässt sich Europa vor den Karren spannen, sind wir wirklich so doof?

  38. 15.

    Ich stimme Ihnen bei vielen ihrer Anmerkungen zu. Allerdings der Punkt mit Genscher, Videobeweis, Versprechen zu keiner Nato-Osterweiterung, bla-bla...Dieses Geplapper ist unerträglich. Es ging 1. um die "Genehmigung" zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten(Anfang 1990, der Start der 2+4 Verhandlungen). Es existierte noch die Sowietunion und der Warschauer Pakt. Zu dem Zeitpunkt dachte niemand an eine Nato-Erweiterung. Genscher oder der Pumuckl hätten die gleiche Aussage über den Mond treffen können. Außerdem: wie konnte Genscher über RGW-Länder wie Polen, die CSSR oder sonst wen entscheiden zu welchem Bündnis sie später gehören wollen. Der gesamte Warschauer Pakt hat 1975 die KSZE-Schlußakte unterzeichnet. Das bedeutet auch freie Bündniswahl. Der spätere Nato-Beitritt kam von souveränen Staaten. ...aber wen Genschmän das nun mal versprochen hat, kann sich Putin darauf berufen...

  39. 14.

    Der große Bruder hat versichert ....

    Bitte nicht auf die Diktaturpropaganda der ganzen Despotenversteher hier hereinfallen.

    Warum schickt Deutschland keine Soldaten ????
    Es geht um die Verteidigung der Freiheit!!

  40. 13.

    Diese Kriegshysterie der westlichen Länder, insbesondere der USA, ist unerträglich und die Medien haben endlich wieder ihre Schlagzeilen. Auf die Forderungen von Rußland wird garnicht eingegangen. Es wäre für Rußland ein Leichtes, die Ukraine platt zu machen, aber Putin ist doch nicht so blöd wie die Amis, die ständig irgendwo auf der Welt Krieg „Spielen“ wollen.
    In der heutigen Zeit lösen nur noch primitive Länder Probleme mit Waffen und Kriege, es gibt viel wirksamere Methoden in Wirtschaft und Technik.

  41. 12.

    Wir können auch lesen; steht ja groß da. Aber mejdunarodnüi schreibt man KIEW. Beijing schreiben wir Peking. Sie müssen große Probleme haben.

  42. 11.

    Wie gern würde ich heute einen Kommentar von Fritz Pleitgen, Peter Scholl Latour oder Frau Krone Schmalz....lesen. Diesen Journalisten durfte man noch glauben. Was sind eigentlich alles Volksfeinde ?

  43. 10.

    Die Kriegstreiber sitzen ganz sicher nicht in Moskau. Europa, NATO und die USA legen den Russen die Schlinge um den Hals und rufen dann „haltet den Dieb“. Völlig bescheuert!!

  44. 9.

    Was wird hier auf rbb24 für Panikmache veranstaltet? Habe Verwandte und Freunde dort, die eine andere Meinung haben! Die USA zündeln! Deutschland und Österreich würden nie einen Krieg führen!

  45. 8.

    Warum soll man die Ukraine verlassen? - Es existiert keine russische Bedrohung durch die Ukraine und Russland hat zum wiederholten Male international versichert, die Ukraine nicht militärisch angreifen zu wollen.

  46. 7.

    Kein einziger Mensch will wirklich Krieg.
    Es sind immer Politiker und deren Generäle die an einen Krieg glauben, ganz egal auf welcher Seite einer Grenze sie auch immer stehen.

  47. 6.

    Sollten wir nicht auch etwas beunruhigt sein? Stichwort: Tschernobyl.

  48. 5.

    Korrekt schreibt man "Kyjiw", weil der Name die Buchstaben "y" und "ji" enthält. - Also bitte nicht die russische Schreibweise.

  49. 4.

    " Aber natürlich ist die Lage durchaus angespannt. "

    kann auch anders nicht sein, seit Wochen wird die Kriegshysterie angefeuert , wann es endlich losgeht, die USA nennen sogar ein Datum und Rußland dementiert, immer wieder. Die Telefondiplomatie ist auch ergebnislos weil die Forderungen von Rußland ignoriert werden , Kompromißbereitschaft= null. Jetzt bleibt also abzuwarten, ob eine false flag Provokation der Ukraine auf den Donbass erfolgen wird , auf Befehl der USA, die geostrategische Interessen an der Ukraine haben und nur die

  50. 3.

    Die angestachelte Lage in der Ukraine nutzen unsere Politiker für weitere Schweinereien im Hintergrund. Das Augenmerk auf andere Dinge lenkt von der Situation im eigenen Land ab. Die Medien machen auch mit, haben ja den Auftrag dazu. Das war schon immer so und funktioniert auch jetzt.

  51. 2.

    Man kommt sich wie in einem Toll aus vor. Alle maßgeblichen Politiker reden nur noch von einem unausweichlichen, nach Präsident Biden geht er am kommenden Mittwoch los und alle hängen ehrfürchtig an seinem Mund. Es ist eine Illusion zu glauben, dieser Krieg bleibe regional begrenzt. Für Rußland ist es ein leichtes, das US-Drehkreuz in Rammstein oder die Atom-Depots in Büchel anzugreifen. Unterschätze nie die Dummheit, Ignoranz und Blindheit von Regierungen.

  52. 1.

    Ich finde unsere westliche Kriegstreiberei und -propaganda unerträglich. Ich finde diese ewigen Unterstellungen und Anspielungen eine Frechheit. Wer ist nochmal wegen fingierter Massenvernichtungswaffen in ein fremdes Land eingefallen?
    Was wird man sagen, wenn Russland nächste Woche NICHT in die Ukraine einmarschiert?
    Es gibt einen Videobeweis wo der ehemalige Außenminister Genscher im Weltspiegel erklärt, dass es keine Osterweiterung der Nato gibt und was ist passiert? Die Russen haben sich von deutschem Boden zurückgezogen, wer ist geblieben?
    Hört doch alle mal auf, die Russen ständig zu provozieren und zu veräppeln.
    Das die wirklich Krieg wollen ist völlig absurd bei den ganzen Sanktionen und auch finanziell wäre das Irrsinn. Der einzige der von all dem Chaos profitiert ist die USA. Und souverän? Wie souverän war denn D. als die NS2 Firmen von den USA sanktioniert wurden? Und Krim? Ich könnte auch Freunde benennen, die bei gleichem bis heute nicht von uns sanktioniert werden.

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