Sozialsenatorin Kippings Pläne - Mit Dialektik gegen die Obdachlosigkeit in Berlin

Sa 05.02.22 | 12:51 Uhr | Von Franzsika Hoppen
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Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping (Bild: imago images/Reuhl)
Bild: imago images/Reuhl

Die Berliner Sozialsenatorin möchte Obdachlosigkeit beenden, weicht der Frage zur Umsetzung dazu aber mit Theorie aus dem Studium aus. Doch sie will auch einen Plan fortführen, der bisher im Ansatz funktioniert hat. Von Franzsika Hoppen

Wenn man Katja Kipping (Linke) mit der Frage konfrontiert, ob sie in Berlin die Obdachlosigkeit beenden kann, sagt sie schon mal: Das sei eine "metaphysische Ebene". Und als studierte Soziologin sei sie doch "dialektisch geschult. Das heißt, dass alles im Fluss ist." Es gehe nicht darum, erklärt sie, welches Ziel realistisch sei, sondern darum, dem Ziel so nahe wie möglich zu kommen.

Gemeint ist, was im neuen rot-grün-roten Koalitionsvertrag festgehalten ist: Bis 2030 soll es keine Obdachlosigkeit in Berlin mehr geben.

In theoretischen Aussagen wie diesen merkt man Katja Kipping die Bundespolitikerin noch an. Nun sind auf der Lokalebene aber praktische Lösungen gefragt. Was also könnte es heißen, dem Ziel "nahe zu kommen"?

Wohnungslos ist nicht gleich obdachlos

Taylan Kurt, Sprecher für Soziales der Berliner Grünen-Fraktion, hakte vor Kurzem in zwei parlamentarischen Anfragen nach: Wer sind die Menschen ohne Bleibe in Berlin, und wie wird ihnen geholfen?

Wichtig ist dabei eine Unterscheidung: Wohnungslose Menschen haben zwar keine eigene Unterkunft, können aber bei Freunden oder Familie übernachten - oder in kommunalen Einrichtungen, die extra dafür bereitgestellt werden.

Erfasst sind in Berlin mehr als 31.000 Wohnungslose. Die meisten bleiben über drei Jahre hinweg und länger ohne eigene vier Wände. Die Dunkelziffer wird aber auf bis zu 50.000 Personen geschätzt. "Wohnungslosigkeit ist ein riesiges Problem", sagt Taylan Kurt. Auch, weil sie im Alltag kaum sichtbar ist. "Diese Menschen gehen ganz normal zur Arbeit und zur Schule. Nur anschließend nicht in ihre Wohnung sondern in eine Wohnungslosenunterkunft. Wir dürfen diese Menschen nicht aus den Augen verlieren."

Obdachlosen hingegen bleibt nur die Straße. Übernachten können sie nur in Notunterkünften, die jetzt im Winter vor allem von der Kältehilfe bereitgestellt werden. Sie haben keine eigene Bleibe und können auch nicht bei Bekannten unterkommen. Wie viele Obdachlose in Berlin leben, weiß niemand. Freiwillige zählten beim Modellprojekt "Nacht der Solidarität" Anfang 2020 knapp 2.000 Menschen. Schätzungen gehen von bis zu 10.000 Obdachlosen in Berlin aus.

Um ein Problem zu bekämpfen, müsse erst einmal das Ausmaß klar sein, sagt Taylan Kurt. Er fordert vom Senat, Tatsachen zu schaffen: Das Zählen Obdachloser müsse ausgeweitet werden. Zudem sollen die Freiwilligen nach den individuellen Bedürfnissen der Menschen fragen. Frauen zum Beispiel, die etwa ein Fünftel der Berliner Obdachlosen ausmachen, bräuchten ganz gezielt mehr Schutzräume, Suchtkranke etwa eine Bleibe, in der sie unter Aufsicht Alkohol konsumieren können.

Senat setzt auf "Housing First"

Wer in Berlin wohnungslos ist, der kann sich beim Amt für Soziales im Bezirk melden, das dann einen freien Unterkunftsplatz zuweist. So regelt es das Gesetz. Der Staat ist verpflichtet, zu helfen. Außerdem unterstützt die Berliner Sozialverwaltung bislang 25 Einrichtungen und Dienste der Berliner Wohnungslosenhilfe: Beratungsstellen, Straßensozialarbeit, medizinische Versorgung etc.

Große Hoffnungen zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit setzt der Senat auf das Modellprojekt "Housing First". Es sollte innerhalb von drei Jahren mindestens 40 obdachlose Menschen in eine Wohnung mit eigenem Mietvertrag vermitteln. Unterschrieben haben sogar 43 neue Mieter - in allen Berliner Bezirken. Sozialsenatorin Kipping sagt mit Nachdruck: "Alle im Senat wollen, dass das Projekt fortgeführt wird." Demnach gebe es auch eine Entscheidung für eine Finanzierungszusage von 1,3 Millionen Euro.

Problem sei eher die Betreuung von Obdachlosen sicherzustellen

Eines aber überrascht: "Die Akquise von Wohnungen ist nicht unsere Hauptsorge", sagt Böwe von Housing First. Berliner Wohnungsnot hin oder her: Das Modellprojekt sei gut vernetzt in der Stadt, arbeite mit allen städtischen Wohnungsbaugenossenschaften zusammen, mit Genossenschaften und Privat-Vermietern und börsenorientierten Unternehmen. "Für den letzten Klienten hatten wir gleich sechs Wohnungen im Angebot", sagt Böwe. Das eigentliche Problem sei eher, die Betreuung der Obdachlosen sicherzustellen.

Nach Jahren auf der Straße wüssten viele der frischgebackenen Mieter nicht, wie sie einen Personalausweis beantragen oder die Krankenversicherung abschließen sollen. Dazu kommen teils schwere psychische Probleme. Um hier besser zu helfen, wünscht sich Böwe deutlich mehr Personal. Bislang habe Housing First nur eine Psychiaterin, drei Sozialarbeiter und drei Sozialbetreuer – das reiche eigentlich nicht.

Kipping schlägt vor, Zwangsräumungen möglichst zu verhindern

Tatsächlich kostet Wohnungs- und Obdachlosigkeit die Stadt viel Geld. Zuletzt schlug Kipping deswegen vor, dass Sozialbehörden auch dann die Kosten für eine Wohnung übernehmen, wenn sie eigentlich zu teuer ist. Denn selbst das wäre noch günstiger als die Tagessätze der Notunterbringungen. Noch ist diese "Erprobungsklausel" nicht beschlussreif– gehört aber zum 100-Tage-Programm des Senats. Außerdem müsse man Änderungen bei den bundesweiten Regelungen zu den Kosten der Unterkünfte abwarten, so Kipping. Das könne Einfluss auf das Regelwerk Berlins haben.

Quoten für den Zugang zum Wohnungsmarkt sind ein weiterer Schritt, um die Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Dafür habe sie bereits Akteure wie die Genossenschaften und den Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen sensibilisiert, sagt Kipping.

Am besten aber wäre es, Menschen gar nicht erst in die Obdachlosigkeit rutschen zu lassen, da sind sich Kipping und Housing First Pressesprecher Böwe einig. Die Sozialsenatorin schlägt dazu etwa vor, Zwangsräumungen möglichst zu verhindern. Bei Verfahren wegen Mietschulden könnten entsprechende Fachstellen einbezogen werden, noch bevor die Wohnungslosigkeit entsteht. Fraglich ist jedoch, ob die Bezirke dafür personell gut genug aufgestellt sind.

Beitrag von Franzsika Hoppen

38 Kommentare

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  1. 38.

    Frau Kipping ist nach dem Wahldebakel, sie war als Parteichefin für das unter 5 % Wahlergebnis verantwortlich, relativ schnell und geräuschlos aus den Funktionen ausgeschieden, die Sie da als so wichtige aufzählen. Muss der Partei wohl doch nicht so wichtig gewesen sein.

  2. 37.

    Legen Sie mir keine Worte in den Mund! Ob Sie einer Mieterhöhung zustimmen, entscheiden immer noch Sie selbst. Kann dann halt nur passieren, dass ein Gericht das für Sie tut, wenn das Ersuchen des Vermieters rechtmäßig war und dann läuft die von Ihnen nicht gezahlte Differenz als Mitschuld auf. Müssen Sie selbst wissen, dürfen sich dann nur nicht über die krassen Folgen wundern. Es gab schon viele wie Sie, die schlauer als alle anderen sein wollten.

  3. 36.

    Sie scheinen ja klüger als die Autorin Franziska Hoppen zu sein. Passt Ihnen wohl nicht, dass eine Frau mit Kompetenz über eine Frau mit Kompetenz, die in diese Funktion gewählt wurde, schreibt?
    Na dann lesen Sie mal die ganze Wiki-Seite, auf welchem "... anderen Fachgebiet eine wertschöpfende Tätigkeit ..." Frau Kipping die letzten Jahre verrichtet hat: "... Im Bundestag war die erklärte Hartz-IV-Gegnerin die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion.[15] Sie war als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales vertreten. ..."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Katja_Kipping#Abgeordnete

  4. 35.

    Wenn eine Zwangsräumung ansteht, ist kaum noch etwas dagegen möglich. Dann sind die Messen gesungen, wie es salopp bei den Gerichtsbeobachtern heißt. Dann gibt es auch keine "Fachstellen" beim Senat, die die gerichtlich bestätigte Zwangsräumung noch verhindern könnten.
    Auch bezahlt Hartz4 aus naheliegenden Gründen keinen unangemessenen Wohnraum. Solange in weniger bevorzugten Gegenden noch entsprechender Wohnraum, ggf. an der Peripherie, angeboten wird, muss der Hartz4 Bezieher diesen nutzen.

  5. 34.

    Wieso Genöle über Frau Kipping? Frau KIpping ist keine "studierte Soziologin", wie es im RBB Beitrag heißt. Sie hat einen Abschluss als "Slavistin", dieser Abschluss stellt wohl für das hier diskutierte Thema Obdachlosigkeit keinen Fachschwerpunkt dar.
    Klar, manchmal hat man irgendwas studiert, und dann doch durch jahrelange berufliche Tätigkeit sich in einem anderen Fachgebiet eine wertschöpfende Tätigkeit verrichtet.

  6. 33.

    "... Im Jahr 2004 verkaufte das von einer rot-roten Koalition (Senat Wowereit II) regierte Land Berlin die GSW mit einem Bestand von rund 65.000 Wohnungen für 405 Millionen Euro an ein Konsortium bestehend aus den Investmentgesellschaften Whitehall Investments Ltd. und Tochtergesellschaften von Cerberus Capital Management. ..." Wenn Sie schon wie Frau Giffey Zitate übernehmen, ohne die Quelle anzugeben, wie in Ihrem Fall Wikipedia, dann unterschlagen Sie gefälligst nicht diesen Satz, ebenfalls aus Wiki:
    "Mitübernommen wurden Schulden in Höhe von 1,56 Milliarden Euro. Seitdem firmierte das Unternehmen als GSW Immobilien GmbH." Bei 2 Mrd. sieht der Deal unter Wowereit und Sarrazin (beide SPD) doch schon ganz anders aus.

  7. 32.

    Oberlehrer ? Herr Steffen ich bin´s der, ja der der Mieterhöhung nicht zugestimmt hat dessen Wohnung nicht bedarfsgerecht laut ARGE ist und dennoch vollständig bezahlt wird, der eigentlich selbstverschuldet eine Mieterhöhung zustimmen sollte, die Gerichtskosten nicht bezahlt hat. Wie sieht es aus haben sie sich schon schlau gemacht, wieso es so viele Obdachlose in Berlin leben und die Zahl nach Einführung des neuen SGB / KdU? Denn Zusammenhang zwischen BGB und SGB sowie StGB erkannt? Wieso hat eigentlich mein Vermieter die Gerichtskosten gezahlt? Denke, Denke????

  8. 31.

    "... der Schub von unberechtigten Asylbewerbern ..."?? Was soll diese Hetze im Nazi-Jargon und das Gefasel von Verknappung? Wer asylberechtigt ist und wer nicht, bestimmen zum Glück nicht Sie.
    Und falls Sie da was nicht mitbekommen haben sollten, Frau Kipping war als sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Opposition und als stellvertretendes Mitglied für eine Opposionspartei im Ausschuss für Arbeit und Soziales!
    Übrigens: 2017 waren CDU/CSU und SPD am Ruder, mitverantwortlich zeichnend Seehoferm Heil und Merkel. wenn man Merkel auch viele Fehler und Versäumnisse vorwerfen kann, eines hat sie richtig gemacht: Migrationspolitk!
    Bitte nicht die Tatsachen verdrehen - das nennt man Fake News!

  9. 30.

    Klassisches nach oben buckeln, nach unten treten. Sie sehen nicht, dass Immobilienkonzerne mit irrsinnig hohen Mieten (und bewusstem Leerstand!) wahnsinnige Profite einfahren und so Menschen hauptsächlich in die Obdachlosigkeit drücken? Nein, der Geflüchtete ist wieder an allem Schuld, das ist einfacher und überfordert den einen oder die andere nicht so sehr...

  10. 29.

    Was soll dieses Genohle über Frau Kipping ihre Ausbildung? Sie ist genau die richtige als Senatorin für Soziales.

  11. 28.

    Nachdem Frau Kipping ihre Partei auf unter 5 % heruntergefahren hat, hauptsächlich wegen ihrer Positionen bei der Migration, macht sie nun weiter mit wenig durchdachten Ideen, die Probleme zu lösen, die sie teilweise selbst mit verursacht hat. Denn eines ist doch klar, die Obdachlosigkeit in Berlin hat sicherlich eine Reihe von Ursachen, der Schub von unberechtigten Asylbewerbern trägt ebenso zur Verknappung von Wohnraum bei.
    Der Senat errichtet an 53 Standorten Plattenbauten für Migranten, die sogenannten „Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge“ (MUF). Das gigantische Projekt, das 2017 anlief, kostet den Berliner Steuerzahler knapp eine Milliarde Euro.
    Frau KIpping, bisher Verkünderin von #WirHabenPlatz stößt selbst bei der TAZ auf die Realität: Wir haben keinen Platz.

    https://taz.de/Migration-nach-Berlin/!5824648/

  12. 27.

    Ja, mehr waren die runtergekommenen und zu großen Teilen leerstehenden Hütten auch nicht mehr wert. Berlin hatte gar nicht das Geld, diesen Bestand weiter zu betreiben und das lag nicht, wie immer wieder gern behauptet am Bankenskandal, sondern an den damals schlechten wirtschaftlichen Aussichten für diesen Wohnungsbestand. Mal ganz davon ab, dass diese Wohnungen natürlich nicht dem Markt entzogen wurden, ganz im Gegenteil.

  13. 26.

    Ah, unsere Oberlehrerin Frau Martina belehrt uns hier wieder! Ihre persönliche Meinung ist hinzunehmen, nur entspricht sie eben bei weitem nicht der Mehrheit, weil Ihre Forderung schlicht ein Fass ohne Boden und damit nicht finanzierbar ist. Ist nicht schön, aber nun mal die traurige Realität. Berlin schafft es ja nicht einmal, die grundlegenden Erfordernisse seiner aktuellen Einwohner im erforderlichen Umfang zu finanzieren und sicher zu stellen. Es fehlt an allen Ecken und Enden und das, obwohl Deutschland inzwischen die weltweit höchste Abgabenlast (Steuern und Sozialabgaben) hat. Schulen, Straßen, Brücken, ÖPNV, alles in katastrophalem Zustand. Es gibt tausende Baustellen und wie wollen Sie da den Menschen vermitteln, sich auch noch massenhaft um oft selbstverschuldete Probleme zu kümmern? Selbst, falls man es schaffen würde, würde es die Nächsten nach Berlin ziehen, schlicht weil es hier mehr gäbe als anderswo. Wo ist da Ihre Grenze?

  14. 25.

    Wenn es im Berlin um bestimte Themen geht, dann wird so getan, als wenn Gelder "in Hülle und Fülle" vorhanden wären.
    Das Klientel der Linke, dass ist der größte und teuerste Kosten-Faktor für die Stadt, und die Fantasie dieser Politiker ist scheinbar grenzenlos.

  15. 24.

    Abgesehen davon, dass Vorschläge vom Rand der Gesellschaft (Linke unter 5% im Bund) deshalb hinderlich sein können, weil wieder das Wesentliche vergessen wird: Die Betroffenen zu fragen was sie wollen. Und das ist dann sehr unterschiedlich: auch ein Duschbus kann mehr bringen als ungenutzte Container. Stattdessen treten hier in den Kommentaren wieder die üblichen Verdächtigen, vom äußersten extremen Rand auf, um alle anderen in eine rechte Ecke „zu schieben“ und bemerken gar nicht, wie weit sie sich von den Menschen wegbewegt haben. Schlimmstes Gedankengut, auf Kosten der Zahlenden und Gebenden ist sehr leicht zu erkennen.

  16. 23.

    Nein, trifft nicht zu.
    Laut dem besagten Balkendiagramm Deutschland zusammen 9122, alle anderen in der Summe 8630.

  17. 22.

    Ich weiß garnicht, was Frau Kipping zu diesem Thema beitragen könnte. Ausbildungsmäßig und auch beruflich sehe ich bei Frau Kipping keinen Grund, ihr meine Aufmerkwsamkeit zum Thema zu schenken.

  18. 21.

    Ist diesem Senat eigentlich bewusst wieviele schon lange in Berlin lebende Menschen eine Wohnung suchen?
    Daran sollte die Damen und Herren im Senat auch mal denken.
    Ansonsten befürchte ich werden
    sie sich bei den nächsten Wahlen mehr als wundern, wer sie nochmal wählt.

  19. 20.

    Im Jahr 2004 verkaufte das von einer rot-roten Koalition (Senat Wowereit II) regierte Land Berlin die GSW mit einem Bestand von rund 65.000 Wohnungen für 405 Millionen Euro an ein Konsortium bestehend aus den Investmentgesellschaften Whitehall Investments Ltd. und Tochtergesellschaften von Cerberus Capital Management.

  20. 19.

    Das sehe ich vollkommen anders Herr Steffen. Ich bin Steuerzahlerin seit mehr als 40 Jahren. (Westgeld) Und mir ist zumutbar, dass wesentlich mehr Steuermittel rund um Wohnungslosigkeit und Treber-Kultur von meinem Geld eingesetzt werden. Das ist mir allemal wichtiger, auch sympathischer, als z. B. die Forderung von Eigenheimbesitzern, das Gemeinwesen solle auch noch die öffentliche Strasse immer vor ihre eine einzige Tür bauen.

    Mich geht es nicht mal wirklich was an, ob jemand aus Entscheidung ein Treberleben führt, oder ob er durch Umstände auf die Strasse geworfen wurde. Unser Gemeinwesen bietet Wohnung an. Muss es entsprechend passend tun. Deshalb ist "housing first" der richtige praktische Ansatz.
    Schade das solche Sachpolitik im RBB-Journalismus mit Häme über dessen wissenschaftliche Evidenz begleitet wird. Nur um die Sozialsenatorin als verstrahlte Studentin auftreten zu lassen.
    Kann man machen. Hilft in der Sache aber nicht. Nur für ne Pointe.

  21. 18.

    Nein, das Problem ist eben zu vielschichtig, um es mit demokratischen Mitteln lösen zu können. Die Linke verspricht hier wieder einmal großmäulig etwas, was sie nicht lösen kann, zumindest nur zu geringen Teilen. Auch andere Parteien können es nicht, aber die reißen dann auch nicht die Klappe auf.
    Sozialwohnungen sind nur ein sehr kleiner Teil der Lösung. Es bräuchte daneben aber diktatorischer Mittel wie Zuzugskontrollen oder Zwangsbestimmungen des Wohnortes, die beim besten Willen niemand wollen kann. Einfach immer nur mehr Hilfe ist schlicht nicht finanzierbar und auch dem Steuerzahler nicht vermittelbar. Genau das ist aber die einzige Idee der Linken.

  22. 17.

    Zitat:"Die Sozialsenatorin schlägt dazu etwa vor, Zwangsräumungen möglichst zu verhindern. Bei Verfahren wegen Mietschulden könnten ...."
    Eine einfach Lösung wäre, wenn von denjenigen Abtretungserklärungen zu Gunsten der VermieterInnen unterschrieben werden, die Wohngeldleistungen vom Staat erhalten. So besteht nie die Gefahr, auf den Mitangeklagten zurückzugreifen, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist.
    Ich habe es so mit meiner Vermieterin gehalten und keinerlei Probleme bekommen. Im Gegenteil, eine Mietzahlung direkt vom Jobcenter ist eine sichere Mietzahlung.

  23. 16.

    Ja,ich auch. Es sind ca.9000 deutsche Obdachlose. Nun zählen sie die anderen Balken zusammen....Und ??

  24. 15.

    Genossin K. von salbungsvollen Worten bekommt niemand ein Dach über den Kopf. Es liegt am System. Aber die Systemfrage ist ja bei Ihrer Partei aussen Vor. Lieber Gendern, und auf Biegen und Brechen mit den Sozialdemokraten und Grünen ins Regierungsbett.

  25. 14.

    Dann haben sie eigene Zahlen, was mich nicht weiter verwundert. Das ist in ihren Kreisen so üblich. Ich meine die Diagramme unter "Wo kommen Berlins Obdachlose her".

  26. 13.

    Nein ,die Diagramme sagen genau das aus.
    In Berlin leben insgesamt mehr ausländische Obdachlose als Deutsche Obdachlose.
    Sie können wohl keine Diagramme lesen

  27. 12.

    " Das Obdachlosenproblem hat heute jemand ganz gut beschrieben. Lesen Sie mal den Kommentar."

    Sie meinen aber nicht etwa das rechtsextreme Geschwafel von "Sogwirkung" und "Dazu kommen ausländische Obdachlose, denen es mit Betteln und kleinen Diebstählen hier immer noch besser geht, als in der Heimat."

    Besser könnte es die NPD/AfD nicht formulieren! Alle ausländischen (!) Obdachlose klauen und alle wollen nach Deutschland. Obwohl die Diagramme etwas anderes aussagen.

  28. 11.

    Man kann es auch anders sehen. Keine Angebote für die s.g. Zielgruppe, auch keine Nachfrage. Es muss sich wieder lohnen, von der eigenen Arbeit zu leben. Warum
    gilt z.B. 3G auf den Bahnsteigen nicht für Obdachlose?

  29. 10.

    "Das Problem Obdachlosigkeit zu lösen, ist in der Wirklichkeit kaum zu lösen, zumindest nicht mit aktuellen Mitteln. "

    Genau DAS sagt doch Kipping.

    "Selbst, wenn Berlin es schaffen würde, entstünde daraus eine enorme Sogwirkung und das Problem wäre umgehend wieder da."

    Da haben wir wieder das typische rechtsextreme Geschwurbel bei Flüchtenden oder Obdachlosen. Ihr "Für die fehlt es an Sozialwohnungen, die gerade die Linke massiv mitverhindert hat. " haut in die gleiche Kerbe. Unbelegte
    Lügen aus der rechtsextremen Ecke.

    " Dann wären da die Glücksritter, unter ihnen von Zuhause ausgebüchste Jugendliche. Die müsste man zurück bringen, darf man aber nicht so einfach. "

    Diagramme können sie aber schon lesen oder?

    "Dazu kommen ausländische Obdachlose, denen es mit Betteln und kleinen Diebstählen hier immer noch besser geht, als in der Heimat. "

    Ein weiteres rechtsextremes Narrativ.

  30. 9.

    Sie meinen die Großvermieter; die kleinen Hauswirte leben ja mit ihren Mietern zusammen in einem Haus. Da ist ein gutes Verhältnis gefragt und erforderlich. Ein handwerklicher Mieter ist da oft eine Stütze und willkommener als Mieter als eine halb studierte Soziologin, die zu fein ist mal etwas Laub wegzufegen aber laufend Forderungen hat. Ich bin gegen jeden Kriegseinsatz auf der Welt. Das Obdachlosenproblem hat heute jemand ganz gut beschrieben. Lesen Sie mal den Kommentar.

  31. 8.

    "Warum sagt diese linke Dame nicht, dass alles nur durch Steuergelder bezahlt werden muss ?"

    So wie wir überflüssige aber prestigeträchtige Bundeswehreinsätze bezahlen oder einen schwimmenden Schrottkahn? Da finde ich Steuergelder bei Obdachlosen sinnvoller eingesetzt.


    "Oder überhöhte Mieten bei den Wohnungsgesellschaften ?" Verstehe ich nicht, die Preistreiber sind private Vermieter, die durch überhöhte Mieten in vielen Fäller erst für Obdachlosigkeit sorgen.

  32. 7.

    Wieviele Prozent hatten die Linken nochmal bei den Wahlen?

  33. 6.

    Wir ehemaligen DDR-Bewohner wurden mehr oder weniger fast alle dialektisch geschult. Warum sagt diese linke Dame nicht, dass alles nur durch Steuergelder bezahlt werden muss ? Oder überhöhte Mieten bei den Wohnungsgesellschaften ?

  34. 5.

    Ein privater Vermieter muss die Miete so gestalten, dass er sein Eigentum im Wert erhalten kann. Handwerker sind immer teurer und Baustoffe; alles Material auch. Nimmt der Vermieter nicht kostendeckende Miete muss er zuzahlen. Für seine eigenen Aufwendungen will der ja auch einen Lohn. Weshalb sollte der sonst vermieten ? Die Inflation hat der nicht verursacht und die hohen Energiekosten auch nicht. Von der Wohnungsgesellschaft in Erkner profitiert allerdings sogar die Stadt Erkner. Das Gehalt der Beschäftigten ist nicht zu verachten. Das alles zahlen die Mieter. Sind sie bitte freundlich zu ihrem kleinen privaten Vermieter. Alles klar ?

  35. 4.

    "als studierte Soziologin". Lit Wikipedia "Sie studierte von 1997 bis 2003 Slawistik mit den Nebenfächern Amerikanistik und Öffentliches Recht".

    Von Soziologie keine Spur.

  36. 3.

    Viel Erfolg! Klingt so als ob das Ziel ernsthaft verfolgt wird, mit realen Vorhaben. Schön, wenn allen die aktuell in der Situation leben, bald schneller und effektiver geholfen wird. Ich würde mich auch freuen in Berlin aufgrund der nun weiter steigenden Mieten nicht mehr von Wohnungslosigkeit oder Obdachlosigkeit bedroht zu werden.

    Hoffentlich mangelt es bei der weiteren Umsetzung nicht so, wie bei der "Vision Zero" im Verkehr. Aber da wurde glaub ich auch noch nie ein Zieljahr genannt.

  37. 2.

    Wie so oft, klafft bei der Linken Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Das Problem Obdachlosigkeit zu lösen, ist in der Wirklichkeit kaum zu lösen, zumindest nicht mit aktuellen Mitteln. Selbst, wenn Berlin es schaffen würde, entstünde daraus eine enorme Sogwirkung und das Problem wäre umgehend wieder da. Ursache sind die verschiedenen Ursachen von Obdachlosigkeit. Da wären die, die sich keine Wohnung mehr leisten können, weil sie aus welchen Gründen auch immer, durch das soziale Netz fallen. Für die fehlt es an Sozialwohnungen, die gerade die Linke massiv mitverhindert hat. Dann wären da die Glücksritter, unter ihnen von Zuhause ausgebüchste Jugendliche. Die müsste man zurück bringen, darf man aber nicht so einfach. Dazu kommen ausländische Obdachlose, denen es mit Betteln und kleinen Diebstählen hier immer noch besser geht, als in der Heimat. Alle Bemühungen sind hier in der Vergangenheit gescheitert. Auch die Linke bietet keine plausiblen Lösungen.

  38. 1.

    Das was die Partei kann ist ihre Ideologie mit dem Geld von denen zu finanzieren, die sie eigentlich bekämpfen. Dieses Lebenskonzept ist total durchdacht.

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