Großinvestitionen für den Klimaschutz - So soll der Öffentliche Nahverkehr bis 2030 ausgebaut werden

Mi 23.02.22 | 06:15 Uhr
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Viele Menschen steigen am Alexanderplatz in eine S-Bahn ein und aus. Bild: dpa/Christoph Soeder
Audio: Inforadio | 23.02.2022 | Sylvia Tiegs | Bild: dpa/Christoph Soeder

Das Auto ist immer noch das Haupt-Fortbewegungsmittel in Deutschland. Die Verkehrsminister der Länder wollen das ändern, um die Klimaschutzziele einzuhalten. Der öffentliche Nahverkehr spielt dabei eine besondere Rolle. Vor allem eine teure. Von Sylvia Tiegs

Deutschlands öffentliche Verkehrsbetriebe organisieren im Jahr buchstäblich Milliarden Fahrten mit Bussen, Bahnen und Regionalzügen. Allein in Berlin und Brandenburg stiegen 2019, also vor Corona, täglich mehr als vier Millionen Menschen in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dieser Rekord an Fahrgästen war in der Pandemie nicht mehr zu halten. Viele Arbeitnehmer sitzen bis heute im Homeoffice, Menschen meiden die "Öffis" aus Angst vor Ansteckung - und fahren weiter oder wieder Auto.

Besseres Angebot im öffentlichen Nahverkehr notwendig

Die Zahl der ÖPNV-Nutzer aber muss wieder steigen – und zwar gewaltig, sagt Jan Schilling. Er ist Geschäftsführer für Öffentlichen Nahverkehr beim Verband deutscher Verkehrsunternehmen, VDV: "Es ist schade, dass wir bei der Verkehrswende immer über Wien, Stockholm, Kopenhagen, Paris sprechen. Aber eigentlich nicht über deutsche Städte. Wenn wir die Klimaschutzziele ernst nehmen, dann müssen wir jetzt ins Machen kommen."

Unter "ins Machen kommen" versteht man beim Verband deutscher Verkehrsunternehmen ein erheblich besseres Angebot: Mehr Fahrzeuge auf Straßen und Schiene, mehr Halte, engere Takte. "Wenn wir wollen, dass Leute im ÖPNV mitfahren, dann wird das nur darüber gelingen, wenn wir ihr Mobilitätsbedürfnis gut befriedigen können", meint Jan Schilling. Niemand steige freiwillig vom Auto auf die Bahn um, wenn er im Winter eine Viertelstunde auf dem Bahnhof warte oder die Anschlüsse zum Bus nicht stimmten. "Ich will ja nicht von Bahnhof zu Bahnhof. Sondern ich will von zu Hause an meinen Arbeitsplatz, und auch sicher wieder zurück – und zwar nach meinen Bedürfnissen: dass ich mein Kita-Kind abholen oder mit Kollegen noch was trinken gehen kann. Dafür brauchen wir ein qualitativ hohes Angebot."

Dieser Einschätzung wird wohl niemand widersprechen unter den mehr als 630 Mitgliedern im Verband deutscher Verkehrsunternehmen – von den kleinen Harzer Schmalspurbahnen bis hin zum großen Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Beim VBB ist man schon mitten in den Planungen für mehr ÖPNV.

Mehr Schienenverkehr bis 2030 in der Hauptstadtregion geplant

Bis zum Jahr 2030 werden in Berlin und Brandenburg 380.000 Menschen täglich pendeln, schätzt die Bundesagentur für Arbeit. Das wären 70.000 mehr als heute. Der Verkehrsverbund plant deshalb vor allem im regionalen Zugverkehr, seine Kunden bald schneller und öfter zu transportieren. Gemeinsam mit den beiden Landesregierungen und der Deutschen Bahn wurde das Ausbauprojekt "i2030" aufgelegt: ein "gigantisches Investitionsprogramm", so der VBB.

Tatsächlich sollen in den kommenden acht Jahren fast 100 regionale Bahnhöfe neu-, um- und ausgebaut oder reaktiviert werden. Für die S-Bahnlinien 1, 2, 5 und 25 ist ein zehn-Minuten-Takt geplant, der Regionalexpress RE1 zwischen Brandenburg (Havel) und Frankfurt (Oder) soll alle 20 Minuten kommen. Neuruppin und Cottbus würden dann alle 30 Minuten angesteuert. Kostenpunkt für alles zusammen: fünf bis sechs Milliarden Euro.

ÖPNV ist derzeit ein teures Zuschussgeschäft

Angesichts solcher Summen mag man sich fragen: Wo fließt denn all dieses Geld bloß hin? Man fängt schließlich nicht bei null an; Schienen und Züge sind ja grundsätzlich vorhanden. Die Antwort ist sehr grundsätzlich, sagt Jan Schilling vom Verband deutscher Verkehrsunternehmen: "ÖPNV ist ein sehr personalintensives Geschäft. Steigende Löhne schlagen sich auf der Kostenseite nieder. Steigende Energiepreise spielen natürlich auch eine Rolle. Und wenn man mehr Angebote umsetzen möchte, braucht man noch mehr Personal, mehr Energie, aber auch, vor allem, Fahrzeuge und Infrastruktur." All das will finanziert werden. Die Fahrpreise allerdings spielen die Kosten nur zur Hälfte wieder rein.

So hatte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg 2019 1,5 Milliarden Euro Einnahmen. Das entsprach aber nur 47 Prozent der Ausgaben. Der Rest, 53 Prozent, waren staatliche Zuschüsse. Im deutschen ÖPNV ist das eine übliche Mischkalkulation. Andere europäische Länder lassen sich ihren Nahverkehr sogar noch viel mehr kosten. Der Bund gibt an sich schon sehr viel Geld für den öffentlichen Nahverkehr hinzu: jedes Jahr bekommen die 16 Bundesländer rund 9 Milliarden Euro, mit einer jährlich verabredeten Steigerung von 1,8 Prozent. Hinzu kommen die sogenannten "Regionalisierungsmittel", sie sind allein für den Schienenverkehr. Allein in Jahr 2021 waren das insgesamt 10 Milliarden Euro.

Der Bund muss wohl die Taschen weiter auf machen

Dennoch werden die Verkehrsminister der Länder für den Ausbau ihres Schienenangebots zusätzliches Geld vom Bund verlangen, das haben sie schon vor Wochen angekündigt. Beim Verband deutscher Verkehrsunternehmen heißt es dazu: Deutschland müsse in der Tat die Taschen weiter aufmachen. ÖPNV-Geschäftsführer Jan Schilling rechnet vor: "Wir geben heute insgesamt etwa 120 Euro pro Einwohner und Jahr für den ÖPNV aus. Die Schweiz gibt allein 400 Euro pro Einwohner nur für die Schieneninfrastruktur im Eisenbahnverkehr aus."

Deutschland also ist zurückgefallen, meint der Fachmann vom VDV. Ohne mehr Geld und Anstrengungen könne der deutsche ÖPNV aber nicht mehr Fahrgäste anlocken – und Deutschland insgesamt seine Klimaschutzziele nicht erfüllen.

 

Sendung: Inforadio, 23.02.2022, 6 Uhr

112 Kommentare

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  1. 112.

    Ich wusste noch gar nicht, dass das Durchschnittseinkommen der Schweiz mehr als drei Mal so hoch ist wie in Deutschland. Ich dachte immer, dass BIP/Kopf (KKP) in der Schweiz etwas über $70.000 und in Deutschland etwas über $50.000 ist, also nichtmal 50% mehr, statt mehr als das Dreifache Auch ist mir neu, dass Botswana für seinen gut funktionierenden ÖPNV bekannt ist.

  2. 111.

    Da haben Sie den Artikel vom RBB wohl nicht aufmerksam genug gelesen. Radfahren hat einen positiven Effekt für die Volkswirtschaft, steht da drin. Mit anderen Worten: Jeder Radelkilometer spart der Gesellschaft aktiv Geld. Nach einer Fahrradsteuer zur "fairen" Kostenverteilung zu rufen ist widersinnig, weil die Steuer mehr Kosten verursacht als sie Einnahmen generiert. Eher sollte den Radfahrern Geld gezahlt werden, damit mehr Menschen aufs Rad umsteigen.

  3. 110.

    " es wäre an der Zeit eine Fahrradsteuer einzuführen "

    Ich habe von Ihnen auch schon mal Sinnvollere Kommentare gelesen aber das ist doch wohl nicht Ihr ernst oder !!??

  4. 109.

    Sie wissen gar nichts...und das Sie ein Hasser von Autos sind ist mir bekannt. Aber vielleicht sollten Sie mal Kommentare nicht nur überfliegen sondern auch lesen.
    In diesem Sinne auch Ihnen einen schönen Abend:-)

  5. 108.

    Immer diese dummen Vergleiche mit nicht vergleichbaren Ländern. 400 Euro kann auch hier von jedem ausgegeben werden, das Einkommen ist halt nicht annähernd wie in der Schweiz um dies zu realisieren.
    Wie sieht es denn eigentlich in Botswana oder Bangla Desh aus? Nur so zum Vergleich. Mann oh Mann!

  6. 107.

    Mein nächster Supermarkt ist leider 12 km entfernt. Super erreichbar ohne Auto.

  7. 106.

    Hahaha, noch so ein allwissender Weltverbesserer:-)

  8. 105.

    Ein langer Artikel über "wir müssen" und "wir brauchen" und Verweisen auf ein ja offenbar schon längst beschlossenes und bekanntes Ausbauprojekt - und alles nur, damit die Verkehrsbetriebe zum Schluss ihre Forderung nach mehr Geld loswerden können.
    Und selbst dazu heißt es "das haben sie schon vor Wochen angekündigt".
    Ich bin also nach diesem langen Artikel eigentlich genauso schlau wie vorher...

  9. 104.

    Ich kann das mit dem Zuschußgeschäft ÖPNV nicht mehr hören. Was kostete z. B.der Abbruch der Tram in Westberlin zu Lasten der Fahrgäste, der Bilanz der BVG,zu Gunsten des Autoverkehrs.Was sind die Gesamtkosten einschließlich Umleitung auch bezüglich der Gesundheit der betroffenen Bevölkerung der einstürzenden Brücken im Sauerland weil man eben keine Güter auf der einst vorhandenen Schiene fährt sondern selbst DB Schenker auf der Straße selbst wo noch Schienen liegen..Da spielt Geld keine Rolle.

  10. 103.

    Warum kann man eigentlich bei jeden thread zum Thema Verkehr darauf warten, dass ein Radfahrerhasser auftaucht und die immer wieder gleiche dumme Forderung erhebt?

  11. 102.

    Die Leute die sowas behaupten sind keine Klimatologen, sondern Politiker und Aktivisten. Und selbst den unwahrscheinlichen Fall unterstellt sie hätten Recht, würde daraus nicht folgen dass man durch Bau einer S-Bahn schönes Wetter herstellen kann. Es wird immer Unwetter geben.

  12. 101.

    Ob es nun kontraproduktiv ist oder nicht, es war meinerseits ein Vorschlag die Kosten gerechter zu verteilen. Das es so nicht kommt und auch die KfZ Steuer nicht drastisch erhöht wird, ich glaube das wissen wir beide....:-)

  13. 100.

    Mehr wollte ich damit auch gar nicht sagen.
    m.M. bedarf es bei einer solchen Diskussion mehr als nur der Austausch persönlicher Erfahrungen, die dann als Beweis des Machbaren für Alle gelten sollen.
    Des Weiteren halte ich auch nichts davon die Leute mittels Verbote und Zwang zu einem Umdenken bewegen zu können.
    Nachhaltig wird sich nur was durch eine persönliche Überzeugung ändern und dafür bedarf es a) Aufklärung und b) die Schaffung von gewissen Strukturen/Voraussetzungen

  14. 99.

    Ja gut. Und wer schonmal von einem Auto angefahren wurde hat halt Angst auf der Straße. Das ist ganz natürlich, man darf aus persönlichen Erfahrungen keine Basis für Politik machen. Da müssen schon etwas belastbarere Datengrundlagen her.

  15. 98.

    Na wenn Sie den Bericht kennen und trotzdem eine Fahrradsteuer fordern lohnt es sich vielleicht doch nochmal drüberzulesen. Da wird ja erklärt warum eine Fahrradsteuer kontraproduktiv wäre.

  16. 97.

    Autsch.. zitieren Sie mich bitte, wo ich Ihnen das Recht abspreche Ihre eigene Meinung zu äußern.
    Ich traf lediglich die Aussage, dass man von einer persönlichen Erfahrung nicht auf die Allgemeinheit schließen sollte und habe dazu ein etwas überspitztes Bsp angebracht.

  17. 96.

    Au weia, ich darf also keine persönlichen Erfahrungen teilen, Sie aber schon. Alles klar. Im Übrigen habe ich niemandem das eigene Auto abgesprochen sondern mur gezeigt, dass es auch ohne geht.

  18. 95.

    Nein, eine selbst erfahrene Wahrheit.
    Mir ging es auch nicht um eine bewiesene Statistik, sondern um persönliche Erfahrungen.
    Und die reicht mir aus um mich in gewissen Situationen bewusst gegen die Öffis zu entscheiden.
    Wer damit bisher noch nie in Berührung gekommen ist, obwohl er täglich und insbesondere zu jeder Tages und Nachtzeit die Bahn nutzt, kann froh sein. Und das meine ich wirklich ernst.

  19. 94.

    Worauf ich hinaus möchte, vllt sollten Sie nicht immer von einer persönlichen Erfahrung auf andere schließen.
    Nur weil Sie alles mit der Bahn erledigen können, muss das nicht auch auf andere zutreffen.
    Es gibt auch Leute, die sich bewusst für ein Leben auf der Straße, Wildnis etc entscheiden oder sowas wie eine Wohnung/Haus und Besitz generell für nicht nötig empfinden.
    Dann müsste das ja auch für Sie machbar sein. Für die Umwelt und Klima wäre das das Beste

  20. 93.

    Ich habe nicht gefragt warum es keine Fahrradsteuer gibt, den Bericht kenne ich. Ich habe gesagt, es wäre an der Zeit eine Fahrradsteuer einzuführen.
    Dazu die KfZ Steuer und der ÖPNV ist gerettet.

  21. 92.

    Habe ich geschrieben, dass ich nicht mehr vor die Tür gehe? Sogar öfter als früher, da ich nun morgens, mittags, abends mit dem Hund draußen bin.
    Ich bin nur nach Ihrer Logik gegangen. Und auch ich kann sehen, wie an den elektronischen Anzeigen steht, dass die Bahn Mal wieder verspätet oder gar nicht kommt.
    Jetzt hat jeder seine persönliche Erfahrung geteilt und dann auch noch die negativen. Sie sehen jeweils immer nur eine Person im Auto. Ich sehe immer nur die Pobler in der Bahn. Hilft das?

  22. 91.

    Welche zunehmende Gewalt? Haben Sie da Kriminalitätsstatistiken zur Hand oder ist das eine gefühlte Wahrheit?

  23. 90.

    Nüja... mit den Bussen schon.
    Mit welchen Fahrzeugen noch?
    Und ein ANSCHEINEND höheres Verkehrsaufkommen könnte auch auf Änderungen im Straßennetz (zusätzliche Fahrradwege und verkehrsberuhigte Zonen bzw. Spielstraßen, Baumaßnahmen, Umleitungen etc.) zurückzuführen sein.
    Ohne genaue Analyse hielte ich jede Gegenmaßnahme für Aktionismus.
    Aber um meinen Standpunkt mal zu bekräftigen:
    Da viele Menschen (und besonders: bedürftige) auf die Öffis angewiesen sind und praktisch alle davon profitieren, sollte er auch zu hundert Prozent aus Abgaben ALLER erwachsenen, noch nicht im Rentenalter befindlichen Verkehrsteilnehmer finanziert werden.

  24. 89.

    Danke für die Erläuterung.
    Doch kenne ich viele Grundstücke, die über lange Jahre brach lagen und erst in den letzten bebaut wurden.
    Und auch geht mir mancherlei Kleingartenkolonie durch den Kopf, die demnächst keine mehr sein wird.
    Da fällt es mir schwer, gedanklich keinen Zusammenhang zwischen regen Baumaßnahmen (zu denen der Senat wodurch genau motiviert wurde?) und diversen Neuankömmlingen zu entwickeln und stattdessen uneingeschränkt an das zufällige Ende eine Zwangspause zu glauben.
    Und keine Sorge:
    ich gebe verantwortungslosen Politikern weiter eher die Schuld als Menschen, die sich ein besseres Leben erhoffen.

    Mein Vorschlag, was das Thema ÖPNV betrifft, wäre:
    Zwangsbeiträge zu erheben und die Benutzung dafür kostenlos zu machen.

  25. 88.

    Schon eigenartig, wie lebensfremd einige in dieser Stadt sind. Ohne selbst am Straßenverkehr teilzunehmen kann jeder erkennen, dass der Verkehr immens zugenommen hat. Es gibt immer mehr starken Verkehr weshalb die BVG mit ihren Fahrzeugen oft im Stau stecken bleiben.
    Warum muss man die Schuld dann immer der BVG geben? Eigenes Nachdenken ist gefragt.

  26. 87.

    Sie gehen also seit zwei Jahren nicht mehr vor die Tür? Tja, dann muss man natürlich mit dem Auto einkaufen fahren. Oder im Internet bestellen und liefern lassen, um wenigstens irgendwie zum motorisierten Verkehr beizutragen... Den Stau sehe ich allmorgendlich direkt vor meiner Tür, immer schön mit nur jeweils einer Person im überdimensionierten Auto oder auch vor der Schule meines Sohnes, weil es ja viel sicherer ist, die Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren (vor allem für die Kinder, die ihre Füße oder das Fahrrad benutzen). Ab und zu stehe ich aber auch selbst mal drin, da ich wie gesagt, gelegentlich ein Auto miete, sicherlich öfter, als die Herrschaften den ÖPNV nutzen, die ihm hier die Qualität absprechen.

  27. 86.

    Es gibt wohl eher keine Millionenmetropole, wo zur Rushhour die Züge nicht brechend voll sind. Ich kenne es aus, London, Moskau, wo ein Zug direkt nach dem anderen fährt, vom Hörensagen aus NewYork (wo ich Leute kenne, die beim Umzug in die Stadt ihr Auto abgeschafft haben). Dieses Problem erscheint bei derVerteilung von Wohngegenden - Arbeitsstellen kaum lösbar.

  28. 85.

    Und jetzt im Ernst:
    Was bei der ganzen Diskussion hier oftmals untergeht, es geht ja bei der Entscheidung Auto vs Öffis nicht immer nur Faulheit, Bequemlichkeit etc.
    Ich für meinen Teil bin den Großteil meines Lebens immer gut mit den Öffis gefahren.
    Aber die zunehmende Gewalt in Öffis ist auch nicht wegzureden. Und im eigenen Auto wurde ich noch nie angegriffen oder Zeuge einer Straftat. In der Bahn schon und das mehrfach (letzteres)

  29. 84.

    Ich versuche es Mal nach Ihrer Logik.
    Ich (30j.) in Berlin geboren und aufgewachsen, bin sowohl ÖPNV + Fahrrad + Auto Nutzer.
    Sie als nicht Auto Besitzer dürften ja gar nicht wissen, ob es Staus gibt (denn nicht ÖPNV Nutzer können ja auch die Pünktlichkeit beurteilen)..
    Hmm einkaufen auf dem Heimweg. Ich wäre wohl schon verhungert, da ich seit 2 Jahren im Home-Office arbeite und somit nie aufm Heimweg bin.
    Ironie Ende

  30. 83.

    Ich hab mich auch schon oft über auf Bahnhöfen geklaute Lebenszeit geärgert. Aber man kann die auch umwidmen - immer ein Buch in der Tasche, emails erledigen, Leute beobachten, den Nachtigallen lauschen... Dann ist es auch schon mal geschenkte Lebenszeit.

  31. 82.

    Zwangsabgabe, nur wenn es eine Fahrradsteuer inkl. verpflichtende Führerscheiprüfung und Nummernschild gibt...

  32. 81.

    Was Sie an reiner Auto-Fahrzeit gegenüber dem ÖPNV einsparen, brauchen Sie dannach zur Parkplatzsuche. (@Lukas Lokführer: Da muß man ggf. seine Einkäufe auch weit schleppen... Aber es soll ja sowas wie Taschen mit Rädern drunter geben ; ) Es sei denn, Sie gehören zu den liebenswerten Falschparkern.

  33. 80.

    So, ein dritter Versuch:

    Das ÖPNV-Netz in Berlin ist gut. Es krankt mMn besonders an folgenden Dingen: 1) Takte, 2) Sauberkeit & Sicherheit.
    Seit dieser Woche fährt die BVG wieder im Normalbetrieb. Montagmorgen auf der U7 5 Minuten zu warten reicht einfach nicht in einer fast 4-Millionen-Stadt. Das Ergebnis sind selbst unter "Normalbetrieb" völlig überfüllte Züge zur Rush Hour.
    Hinzu kommt die sich stetig verschlechternde Sauberkeit in den Zügen und auf den Bahnsteigen. Die Bahnhöfe verkommen zu Trinker- und Obdachlosenhallen. Die halbe U8 ist nicht erst seit gestern eine riesiger Drogenumschlagsplatz und auch die U7 verkommt mehr und mehr und nähert sich dem U8-Niveau an.
    Die (linke) Berliner Politik scheut sich vor solchen Themen, denn all zu gern wird das "law and order" wahrgenommen, was sehr negativ konnotiert ist.

  34. 79.

    Warum gibt es keine Fahrradsteuer? Beantwortet vom RBB: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/09/berlin-fragen-antworten-fahrrad-steuer-radweg.html

  35. 78.

    Schön für Sie, dass Sie offenbar damit kein Problem haben. In diesem Falle allerdings ging es um die Fahrt zur Physiotherapie, und zwar mit der 84jährigen Mutter, die die Strecke vor ihrem Sturz problemlos bewältigt hätte, nun aber kaum noch gehen konnte.
    Sollten Sie deutlich älter geworden sein oder sich erhebliche Verletzungen zufügen, werden Sie das sicher anders bewerten (fragen Sie doch mal jemanden, der sich ein Band in Fuß oder Knie gerissen hat, wie es mit zwei Stationen laufen aussieht).

  36. 77.

    Da spielt die Auto Lobby leider nicht mit. Deren Einfluss ist immer noch viel zu groß auf unsere Politiker. Und genau das wird auch der Grund bleiben warum wir niemals eine richtige Verkehrswende erleben werden.

  37. 76.

    Sie wollen das der ÖPNV mit erhöhten KfZ Steuern bezahlt wird. Bluten sollen die Menschen die mit einem Protz-SUV durch die Gegend fahren??
    Da werden aber viele Rentner angepisst sein...Sie sollten mal in die Autos schauen, wer da so in den großen SUV- Mobilen sitzt. Angeber- Rentner ohne Ende.
    Aber da ja so auf das fahren mit dem Fahrrad gesetzt wird und so wundervolle neue Radwege entstehen, sollten diese Menschen auch zum zahlen einer Steuer und einer Zwangsversicherung für das Rad verpflichtet werden. Diese Gelder und die Gelder der KfZ Steuer....das wird ein Super ÖPNV.

  38. 75.

    Ihre Feststellung kann vielleicht für die Stadt gelten. Ich wohne auf dem Land und da fährt zweimal am Tag ein Bus. Ich brauche mein Auto um Lebensqualität zu haben. Wenn ich dann doch einmal die U oder S Bahn benutze, muss ich feststellen, dreckig, auf den Bahnhöfen riecht es nach Urin, die Bahnen sind voll und nicht zuverlässig (zu viele Ausfälle und Schienenersatzverkehr), sicher fühle ich mich auch nicht. So einen Nahverkehr möchte ich auch nicht

  39. 74.

    Ja natürlich wird ihnen öffentlichen Personennahverkehr noch zu bezahlt. Allerdings ist das beim Individualverkehr noch viel mehr. Kfz-Steuer, kraftstoffsteuer, etc. reichen ebenso bei weitem nicht für eine vollständige Deckung der Aufrechterhaltung der Straßen. Pro Person ist der ÖPNV deutlich günstiger als der Individualverkehr und zudem inklusiver.

  40. 73.

    Ich würde es schon großartig finden, wenn die S5 am Abend nicht nur alle 20 Minuten Richtung Strausberg Nord fahren würde. So viel verschwendete Lebenszeit nach Feierabend auf einem Bahhof.

  41. 72.

    Was hat das mit Faul und bequem zutun?
    Es gibt Leute die haben was besseres mit ihrer zeit zutun als auf das Jahr gesehen sinnlose Std auf dem Bahnhof zu stehen und auf irgendwelchen Zügen zu warten.

  42. 70.

    In Berlin geboren und aufgewachsen, nutze jeden Tag den ÖPNV, habe inzwischen zwei Kinder und immer noch kein eigenes Auto. Einkaufen geht auch mit dem (normalen) Fahrrad, kauft man eben nicht am Wochenende den ganzen Laden leer, sondern auf dem Heimweg immer mal das, was fehlt. Ich finde es bezeichnend, dass die Autofahrer der Meinung sind, sie könnten beurteilen, wie (un?)zuverlässig der ÖPNV ist, wenn sie ihn nie nutzen. Klar fällt mal 'ne Bahn aus, aber von regelmäßig oder ständig kann nicht die Rede sein. Mit dem Auto stehen sie im Stau (wer da wohl dran Schuld ist...), kostet auch Lebenszeit und dabei kann man noch nicht mal was lesen. Wundert mich, dass noch keiner gejammert hat, was mit der armen Autoindustrie passiert, wenn die Menschen vielleicht doch irgendwann verstehen, dass nicht jeder ein eigenes Auto braucht. Ich leihe mir jedenfalls lieber eins wenn es nötig ist, da überlegt man wenigstens, ob es wirklich nicht anders geht.

  43. 69.

    Noch nicht mitbekommen? Klimatologen warnen: Extremwetterereignisse und Extremwetterlagen nehmen zu in Quantität und Qualität infolge anthropogener Erderwärmung! Versicherungsunternehmen und Rückversicherer haben das längst erkannt, nur Aluhutträger kriegen davon nichts mit.
    Die Mittel, die jetzt für Energie- und Verkehrswende eingesetzt werden, verhindern spätere Kosten für Notfallmaßnahmen und Schadensbeseitigung, die um ein Vielfaches höher sein werden.

  44. 68.

    ""in den lezten 20 Jahren hat sich die BVG wesentlich verschlechtert ! " Ich sage doch, Einbildung. "

    Sie meinen damit die BVG war schon immer in so einem miesen Zustand ?
    Damit tut man der BVG aber nun wirklich Unrecht ...

  45. 67.

    Und ich habe keine Lust für ihre Faulheit und Bequemlichkeit zu zahlen. Und nu?

  46. 66.

    "Wir sind uns ja - was die externen Kosten und die Kosten insgesamt angeht - sehr wohl einig."

    Ja, ich denke sogar was den MIV und ÖPNV angeht auch. Wir kommen nicht umhin den MIV massiv einzuschränken, nur das Wie muß sozialverträglich passieren. Die Zeche muß der unverantwortliche Angeber mit 300 PS Protzkarre bezahlen und nicht der kleine Rentner, um es mal sehr plakativ auszudrücken.

    "Für eine allgemeine Abgabe - jedenfalls in den Städten - wäre ich schon und das aus lauter Überzeugung. Ich denke allerdings, das wird allgemeine Überzeugung brauchen. "

    Wie gesagt, ich hätte eine Lösung. Einfach umzusetzen und sozial verträglich. KfZ Steuern verzehnfachen und an Hubraum und PS koppeln. Ab einer bestimmten Größe die KfZ Steuer progressiv ansteigen lassen.

  47. 65.

    "Es gibt Leute die haben noch keine Lust sinnlose Lebenszeit am Bahnhof mit warten zu verbringen. "

    Na als Alternative können diese dann "sinnlose Lebenszeit" im Auto auf den verstopften Straßen verbringen. Jedem wie's recht ist.

  48. 64.

    Es gibt Leute die haben noch keine Lust sinnlose Lebenszeit am Bahnhof mit warten zu verbringen.
    Und denn erst recht nicht dafür zahlen, solange wie man 2x im Jahr eine Erhöhung machen kann, hat man auch genug für Baumaßnahmen.

  49. 63.

    Ich stimme Ihnen hier sehr wohl zu:
    Fahrplantreue scheint nur eine abgeleitete Größe zu sein innerhalb der Kalkulation, Materialien bis zum Letzten hin auszureizen. Das gilt für alle nichtsicherheitsrelevanten Bereiche. Ausschließlich bei Sicherheitsrelevanz wird vorsorgende Instandhaltung betrieben, alles andere ist nachträgliche Defektbehebung.

    Die Smartphones mit ihrer Warn-App und ihrer zeitnahen Information, was Störfälle angeht, machen es ja möglich. Da bleibt jeder Bahnkunde am Ball und auf dem Laufenden.
    ;-

    Solider ÖPNV und Zeitsouveränität der Fahrgäste sieht anders aus.

  50. 61.

    Statt einer Steuer könnte man das Ganze auch einfach "Abgabe" nennen.
    Wenn mir dafür nur ein Beispiel einfiele... hmmm... muss wohl an der Gegend liegen...

  51. 60.

    "in den lezten 20 Jahren hat sich die BVG wesentlich verschlechtert ! " Ich sage doch, Einbildung.

    "Dass es auf den Bahnhöfen kein Personal mehr gibt, ist keine Einbildung." Nein und darauf habe ich geantwortet. Mehr Personal - Mehr Kosten. Ich hätte dafür eine Lösung, die aber unter Autofahrern sehr unpopulär wäre. KfZ Steuern verzehnfachen und an Hubraum und PS koppeln. Ab einer bestimmten Größe die KfZ Steuer progressiv ansteigen lassen.

    Um es vereinfacht auszudrücken, der immer wieder angeführte Rentner oder Schwerbehinderte mit Kleinwagen zahlt weniger wie der Angeber mit seiner 300 PS Protzkarre.

    Die damit mehr anfallenden Steuern ausschließlich zur Finanzierung des ÖPNV nutzen. Eine Win-win-Situation.

  52. 59.

    Danke für die Zustimmung.
    Ich vermute mal, dass es wohl hauptsächlich von den Gegebenheiten abhängt, ob Privat-PKWs eher Notwendigkeit oder Luxus sind:
    Dass Pendler, Schichtarbeiter und Peripheriebewohner eigene Fahrzeuge brauchen, leuchtet ein.
    Wer aber eigentlich nur innerstädtisch und zu ganz normalen Zeiten unterwegs ist, kann sicher genausogut die Öffis nehmen.
    Und wenn ich auf Berlins Straßen Sport- und Geländewagen sehe (oder mal wieder Meldungen über Raser lese), ist die Sache für mich dann und wann schon klar.

  53. 58.

    Wir sind uns ja - was die externen Kosten und die Kosten insgesamt angeht - sehr wohl einig. Ich habe die Aussage deshalb mutigerweise so getroffen, um die Milchmädchenrechnung von Autofahrenden zu entkräften, die ihre Arbeit hinterm Lenkrad mit 0,0 Euro bewerten. Insofern gibt es zwei Rechnungen: Eine gesamtgesellschaftliche Rechnung, die allerdings für Viele leider zu weit weg ist und eine persönliche Rechnung, die direkt erfahrbar ist. Auch auf der letztgenannten Ebene stimmt es schon nicht, auf der erstgenannten Ebene erst recht nicht.

  54. 57.

    "Kann der Öffentliche Nahverkehr nicht per Zwangsabgaben aller Bürger finanziert werden? "
    Das ist schon der Fall, nennt sich Steuer.

  55. 56.

    Für eine allgemeine Abgabe - jedenfalls in den Städten - wäre ich schon und das aus lauter Überzeugung. Ich denke allerdings, das wird allgemeine Überzeugung brauchen. Vor allem aber braucht es Ehrlichkeit, dass jeder Mensch selbst es ist, der zum Stau beiträgt, anstatt reihum andere auszumachen, die dafür verantwortlich seien, vom Stau gefangengenommen zu werden.

    Wer das eigene Verhalten reflektiert, wird es dann auch bei Benutzung des ÖPNV (oder des Fahrrades)reflektieren. Ich gebe zu, dass das sehr nach Wunschdenken klingt, aber ohne diese umgangskulturelle Veränderung wird es nicht gehen. Da bin ich garnicht so pessimistisch.

    Beim gegenwärtig besetzten Bundesverkehrsministerium habe ich allerdings wenig Hoffnung, dass diese umgangskulturelle Veränderung angeschoben wird; eher läuft es rein technisch auf telematische Verfahren hinaus, Engstellen rein computergestützt zu überwinden.


  56. 55.

    Es war tatsächlich früher besser. Die Qualität im ÖPNV ist in den letzten ~20 Jahren rapide gesunken. Permanente Ausfälle und Farplan-Nichteinhaltung machen das System annähernd unbrauchbar. Die Lösung ist nicht mehr Geld, sondern klare Orientierung auf Fahrplantreue.

  57. 54.

    In Lichtenrade gibt es Ortsteile die keinen Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr haben. Der Pendelbus wurde Mitte der 70er Jahre abgeschafft. Wenn so ein kleiner Bus wenigstens zweimal in der Stunde in Richtung S-Bahnhof fahren würde- aber das lohnt sich nicht, heisst es.

  58. 53.

    Seien Sie versichert, es wird immer Herbsttürme, Frühjahrsstürme, Starkregen und Überschwemmungen geben. Man kann kein Blümchenwetter "herbeienergiewenden".

    "Stürmer wie in den letzten Tagen, kosten? Die Flut im Ahrtal"

  59. 52.

    Der Maßstab ist: Was wollen die Leute. Daraus ergibt sich das Ziel. Abgesehen davon, dass ÖPNV nicht für jedes "weiße Kleidchen" zu jeder Uhrzeit gemacht ist (man denke nur an die Sitze und wer da was zulässt), vermisst man schon das Entscheidende, um das Ziel zu erreichen: Was genau ist nötig, damit...das und das passiert...
    "Wir machen was, stellen bereit, der Bund ist gefordert" - die Schwarmintelligenz weiß: Es scheitert, muss scheitern.
    Was war noch mal das Ziel? (Klima?) Wie misst man das? Man kann für viel oder wenig Wetter sein, aber genau formulieren statt verschleiern hilft, um Mehrheiten zu bekommen.

  60. 51.

    Der Öffentliche Nahverkehr ist mir zu unpünktlich , unsicher und unsauber .
    Ich fahre höchstens mal Bus , wenn es sich nicht vermeiden lässt , die UBahn betrete ich nicht , das ist mir zu gefährlich , seit es kein Personal auf den Bahnhöfen gibt und immer mehr gewaltbereite Typen unterwegs sind .

  61. 50.

    "... Dennoch werden die Verkehrsminister der Länder für den Ausbau ihres Schienenangebots zusätzliches Geld vom Bund verlangen, ..." Was heißt "zusätzliches Geld"? Die DB AG befindet sich zu 100% im Eigentum der Bundesrepublik. Da ist der Bund ohnehin für Investitionen zuständig. Nur blöd, dass das BMDV von den Liberalen besetzt wurde, denen eher der Ausbau des Straßennetzes wichtiger ist. Ich hab da nicht viel Hoffnung, dass Wissing seine Aufgabe besser macht, als seine Vorgänger von der CSU. Wenn doch, sollte der Slogan in Zukunft vlt so lauten: "Freie Bahnfahrt für freie Bürger!"?!

  62. 49.

    in den lezten 20 Jahren hat sich die BVG wesentlich verschlechtert !
    Dass es auf den Bahnhöfen kein Personal mehr gibt, ist keine Einbildung. Wer sich die Bahnhöfe ansieht, kann noch die Kabinen sehen, wo das Abfertigungspersonal untergebracht war. Die Scheiben sind jetzt verspiegelt.
    Wer in Berlin aufgewachsen ist und mit der U Bahn unterwegs war, kennt auf jeden Fall das "Zurück bleiben bitte" wenn der Zug ausfahren sollte.
    Das ist kein Märchen und belegbar !

  63. 48.

    Gut, dass genau niemand Ihnen das Autofahren kategorisch verbieten möchte. Das brauchen Sie sich als keine Sorgen zu machen!

  64. 47.

    Das bräuchte eine neue Steuer zur Finanzierung. Für neue Steuern ist der Bund zuständig. Für den ÖPNV sind die Länder zuständig. Folglich ist es sehr schwierig das umzusetzen. Zumal da natürlich sofort eine Diskussion ausbrechen würde warum Menschen aus Dörfer wo nur Weihnachten und Ostern mal ein Bus vorbeikommt sich am ÖPNV in Berlin beteiligen sollen. Wenn Berliner, die gar kein Auto haben, Steuern für den Ausbau von Landstraßen und Autobahnen zahlen ist das natürlich was ganz anderes.

  65. 46.

    Diese Früher-war-alles-besser! Märchen haben alle eines gemeinsam. Sie sind ein Produkt der Einbildung und Fantasie. Wann soll das denn gewesen sein? Selbst wenn es so wäre, wie könnte man das ändern?

    Durch mehr Personal. Das kostet. Da bezuschussen wir doch lieber weiter den MIV.

    @Fragezeichen "Die Rechnung, dass Bus und Bahn günstiger sind, bedingt immer, dass man kein Auto hat." Weil die Mehrheit ihre Rechnung bezahlt ohne etwas davon zu haben, im Gegenteil.

  66. 44.

    Interessante These. Diametral im Gegensatz zum hier bei ähnlichen Artikeln angeführten Argument, dass es vor allem die "auf das Auto angewiesenen" sind.

    Aber vielleicht ist Ihr Argument der Wahrheit sogar ein Stück näher.

  67. 43.

    Preiswert sollten Bus und Bahn natürlich auch sein. Testhalber hatten wir kürzlich mal das Auto stehen lassen für zwei Stationen Bus. Vier Kurzstreckenkarten für eine Fahrt, die mit dem Auto zweimal zwei Minuten gedauert hätte, fand ich ganz schön heftig.
    Die Rechnung, dass Bus und Bahn günstiger sind, bedingt immer, dass man kein Auto hat.

  68. 42.

    Wenn der Nahverkehr oft fährt und pünktlich/zuverlässig ist, wenn man in vergleichbarer Zeit wie mit dem Auto ans Ziel kommt, und wenn man in sauberer Umgebung ohne permanente Belästigungen reisen könnte, dann würde man sicher freiwillig das Auto stehen lassen, wenn es geht. Aber selbst unter diesen Umständen würde man hin und wieder das Auto nehmen müssen, weil man viel zu tragen hat oder hilfsbedürftige Leute mitnimmt. Insbesondere letzteres sollten die Leute, die ihren Mitmenschen das Autofahren kategorisch verbieten wollen, auf dem Schirm behalten.
    Solange wie man dem Fahrplan allenfalls die vorgesehene Taktung entnehmen kann, die Bahnen ekelhaft dreckig sind, man durch rumkullernde Bierflaschen, laute Musik und Möchtegern-Künstler belästigt wird, die Fahrzeit selbst planmäßig erheblich länger ist als mit dem Auto, solange verzichtet man sicher darauf auf Bus und Bahn, wenn man kann.

  69. 41.

    "Der öffentl. Nahverkehr wird immer "ein Zuschussgeschäft" bleiben und das ist auch sinnvoll. "

    Es ist eben KEIN Zuschussgeschäft wie hier vom rbb fälschlich behauptet wird, wenn man die tatsächlichen Kosten zu Grunde legt. Das ist eine ähnliche Milchmädchenrechnung wie beim achso billigen Atomstrom. Das tatsächliche Zuschussgeschäft ist und bleibt der MIV, auf deren Kosten die Allgemeinheit sitzen bleibt. Da sind unmittelbare Folgen wie Umweltverschmutzung, verursachen von Krankheiten bis hin zu Folgen von Unfällen noch gar nicht einberechnet.

  70. 40.

    Die BVG kommt für mich in ihrem aktuellen Zustand nicht in Frage.
    Ich bin früher gerne mit der U Bahn gefahren, aber einerseits hat sich das Publikum auf den Bahnhöfen extrem verschlechtert, d.h. man fühlt sich einfach unsicher. Auch das "Sicherheitspersonal" und die Kontrolleure sind in der Regel auch Leute, denen ich nicht im Dunkeln begegnen möchte.
    Andererseits sind die Bahnhöfe derart runtergekommen, dass der Aufenthalt zur Qual wird. Ständig wird auf die Erde gerotzt, die Eingänge (z.b. Nollendorfplatz, Hochbahn) sind vollgepinkelt, sodass man erstmal durch eine Urinlache waten muss, um auf den Bahnhof zu gelangen.
    Früher (ausnahmsweise) war das tatsächlich besser. Es gab nicht diese Geisterbahnhöfe ohne Personal, sondern die Züge wurden abgefertigt, sodass wenigstens ein BVG Mitarbeiter vorort war. Gereinigt wurde auch, etc.
    Und wenn man sich nur noch kriechend bewegen dürfte, würde ich die BVG in ihrem aktuellen Zustand meiden.

  71. 39.

    PKW sind in der Tat teurer als die meisten Autofahrer meinen. Da viele Menschen aber ohnehin ein Auto haben ist es nicht ganz falsch sich die marginalen Kosten einer Fahrt anzukucken, statt den Gesamtkosten. Und Benzin und Verschleiß allein, ggf noch eine Parkgebühr am Zielort, sind oft billiger als ein Ticket. Ein guter Teil der Kosten einer Autofahrt sind ja externalisiert und werden von der Gesellschaft getragen.

  72. 38.

    "Mir scheint es nur so, dass besonders seit 2015 praktisch jede freie Fläche bebaut wird, was zuvor halt nicht der Fall war. "

    Das täuscht. Den Bauboom gab es schon lange vorher - wurde nur abrupt durch die Finazkrise 2008/2009 kurzzeitig unterbrochen. Dann war da noch der Berlin Senat unter der Groko, der massive Baumassnahmen beschlossen hat. Und zu guter letzt war da noch die weltweite Zinspolitik, die zu einer "Flucht ins Betongold" führte.

    Kurz: Die Ausländer von außerhalb Europas sind nicht schuld.

  73. 37.

    Was ich nicht so ganz verstehe:
    Kann der Öffentliche Nahverkehr nicht per Zwangsabgaben aller Bürger finanziert werden?
    So ziemlich jeder profitiert davon.
    Also warum sollte nicht auch so ziemlich jeder dafür bezahlen?
    Zudem könnte das viele Menschen zu einem Umdenken bewegen ("ich zahle ja eh schon dafür, also warum sollte ich es da nicht nutzen?").

  74. 36.

    "Eine Ursache ist der Fahrpreis, der ca. um ein Drittel höher ist als die Kosten für die Autofahrt. "

    Weil Autofahren immer noch hoch subventioniert ist und von allen bezahlt wird, auch von denen die gar kein Auto besitzen.

    "Ich möchte z.B. meinen Einkauf nicht im Bus nach Hause schleppen. " Und für ihre Faulheit zahlen auch die Vernunftbegabten. Das muß sich als erstes ändern.

  75. 35.

    Also ich gönne jedem sein Auto aber das sollte eben teurer werden, denn ÖPNV Nutzer verhalten sich halt Klimaneutral.
    Ich weiß echt nicht was sich ständig die Leute denken die nun unbedingt Auto fahren müssen.

  76. 34.

    Der öffentl. Nahverkehr wird immer "ein Zuschussgeschäft" bleiben und das ist auch sinnvoll. Der Grund liegt allein schon darin, dass die Person, die Bahn u. Bus fährt, bezahlt werden muss, während derj. Mensch, der das Auto fährt, seine tatsächl. Arbeit unbezahlt kalkuliert. Gerechtfertigt wird das mit der Freude am Fahren, von der innerh. einer Stadt nun wirklich nicht die Rede sein kann - quasi eine Projektion auf staatl. u. städt. Träger, die dafür verantwortlich wären, dass sich Freude nicht einstellen könne, es aber nicht an der hohen Zahl und hohen Dichte an Kfz. liegen würde, dass hinterm Lenkrad knallharte, nervenaufreibende Gratis-Arbeit verrichtet werden muss.

    Es braucht wieder eine Besinnung auf den FahrGAST, das passive Gefahren-Werden. Und es braucht Solidität im Betriebsablauf. Bei einer nachträglichen Defektbehebung ist die nicht gegeben, nur durch tats. Instandhaltung, entlang eines Prüfzyklus. Sonst führen mehr Bahnen nur dazu, dass auch mehr liegenbleiben.

  77. 33.

    Eine Ursache ist der Fahrpreis, der ca. um ein Drittel höher ist als die Kosten für die Autofahrt. "
    Ich wundere mich immer über die Selbstgewissheit solcher Aussagen und frage mich, ob wirklich alle Pkw-Kosten dabei berücksichtigt sind.
    Also zB. Anschaffungskosten, Steuern und Versicherung, Reparaturkosten, Parkgebühren, Garagenkosten, Betriebskosten u.ä. Und alles das umgelegt auf die gewöhnlich insgesamt gefahrenen km dürfte einen Fahrpreis ergeben, der deutlich höher ist als der Preis für den ÖPNV.
    Bleibt noch die Sache mit dem Einkauf.
    Ist halt ne Sache der Organisation.

  78. 32.

    In einem Land, in dem die Idelogien "Freie Fahrt für freie Bürger" und der "autogerechten Stadt" tief in der Politik und Gesellschaft verankert sind, ist es kein Wunder, dass es mit dem ÖPNV nicht so gut aussieht und die Investitionen sich vergleichsweise in grenzen halten.

  79. 31.

    "Dann strömen massenhaft Migranten ins Land und schwupps... schon sprießen überall Neubauten aus dem Boden. "

    Vor allem sprießen hier rechtsextreme Narrative der immer gleichen rechtsextremen Verschwörungsverschwurbler.

    "Dann wird behauptet, dass das Klima kippt, der Mensch daran Schuld sei und Deutschland das ändern müsse und zack..."

    Wie zum Beweis...

  80. 30.

    Das Seniorenticket gibt es in Berlin auch deutlich günstiger. Trotzdem ist es natürlich bezeichnend, dass sofort nach Subventionen gerufen wird wenn das Benzin über zehn Jahr zwei Cent teurer wird, aber die ÖPNV Tickets in der selben Zeit regelmäßige Preiserhöhungen erfahren haben, ohne dass sich die Politk groß darum geschert hat.

  81. 29.

    Zunächst einmal hinkt der Vergleich eines Flächenlandes mit einer Metropole. Gerade in der Fläche explodieren schnell die Kosten bei vergleichsweise geringer Bevölkerungsdichte. Wer an der Tarifstruktur des VBB interessiert ist, kennt auch das Abo65 Plus für 605 Euro imJahr. Dazu gibt es noch stark ermäßigte Ticket für sozial Schwache. Viele Kraftfahrer vergessen gerne die Sowieso-Kosten. Dabei wäre das erwähnte Rentner-Abo mit Sicherheit preiswerter als der Unterhalt eines eigenen Fahrzeuges.

  82. 28.

    Danke, doch um welche Gemeinde handelt es sich?
    Und relativiert sich der preisliche Abstand nicht, wenn man auch noch die übrigen Kosten eines Autos (Versicherung, Reinigung, Wartung, Reparatur) hinzuzählt?
    Das mit den Einkäufen mag sehr von den Umständen abhängen.
    In meinem näheren Umfeld (= weniger als einen Kilometer entfernt) befinden sich vier Supermärkte, was mir natürlich eine bequeme Ausganssituation bietet.

  83. 27.

    Das ist ja lustig! Zwischen Schöneweide und Adlershof gibt es ca. 100 Haushalte. Ich denke da sollte man gleich eine U - Bahn verlegen. :))))
    Auf der anderen Seite gibt es jetzt tausende Haushalt und dort wurde zwischen Adlershof und Schöneweide eine Straßenbahn gebaut. Und die Anwohner meckern auch.

  84. 26.

    Letzten Sonnabend kam die RE 3 den ganzen Tag nicht.
    Es war Wind.

  85. 25.

    Also mal ehrlich, wer glaubt denn an all den Versprechungen noch?
    Dem Märkischen Viertel, Spandau Nord mit Falkensee hat man seit soooo vielen Jahren versprochen bessere Anbindungen zu schaffen. Aber immer, wenn es dann ans Eingemachte geht, kommen die Rückzieher. Und diese beiden Regionen sind sicher nicht die Einzigen, die hohle Versprechungen bekommen haben.

    Es wird zwar immer wieder gesagt, dass es einen großen Mangel an ÖPNV gibt aber wenn es um die Finanzierung geht, dann machen alle einen Rückzieher. Würde mich schon sehr wundern, wenn es dieses Mal anders wäre. Es sei denn, irgendein Politiker sieht es als sein eigenes Prestige-Objekt, um sich 'unsterblich' zu machen. So wie der Herr Wowereit mit dem Pleitegeier BER! Da lacht ja die ganze Welt drüber.

  86. 23.

    Ist es in diesem Zusammenhang wichtig, wo Migranten wohnen?
    Mir scheint es nur so, dass besonders seit 2015 praktisch jede freie Fläche bebaut wird, was zuvor halt nicht der Fall war.
    Dass DIESER Senat die angeblichen Notlagen angeblicher Flüchtlinge leugnet, glauben Sie doch sicher nicht ernsthaft.
    Daher bleibe ich bei meinem Standpunkt:
    Das Was ist wichtig, das Wie ebenfalls. Aber auch das Warum sollte nicht ignoriert werden.

  87. 22.

    "Eine Ursache ist der Fahrpreis, der ca. um ein Drittel höher ist als die Kosten für die Autofahrt. "

    Weil Autofahren immer noch hoch subventioniert ist und von allen bezahlt wird, auch von denen die gar kein Auto besitzen.

    "Ich möchte z.B. meinen Einkauf nicht im Bus nach Hause schleppen. " Und für ihre Faulheit zahlen auch die Vernunftbegabten. Das muß sich als erstes ändern.

  88. 21.

    Es würde nicht schaden, wenn mehr über Städte wie Wien, Kopenhagen oder Paris gesprochen wird. Diese Städte haben den ÖPNV massiv ausgebaut oder sind wie Paris mit der Verdopplung des Metronetzes bis 2030 gerade dabei. Hier haben wir Linksgrüne, die selbst nach zig Jahren der Diskussion noch Diskussionsbedarf zur Verlängerung der Tram zum Herrmannplatz sehen und selbst Busspuren kaum auf die Fahrbahn gemalt bekommen.

    Der ÖPNV mag ein betriebswirtschaftliches Zuschussgeschäft sein. Nur muss der Staat im Rahmen der Daseinsfürsorge die volkswirtschaftlichen Effekte betrachten. Das tut er bereits seit langem bei der Ermittlung der Förderwürdigkeit anhand des Nutzen-Kosten-Verhältnisses. Das hat sich wohl noch nicht bei jedem lokalen Radiosender herum gesprochen.

  89. 20.

    Das halte ich schon deshalb für fragwürdig, weil das Auto für viele Menschen eher Hobby, vielleicht gar Leidenschaft und/oder Statussymbol als eine Notwendigkeit ist.
    Und ist das Emissionsargument heutzutage wirklich noch eines?
    Wieviele Menschen sind in den letzten Jahren an Autoabgasen gestorben?
    (Und das frage ich als Nicht-Autofahrer, der PKWs für furchtbar ineffiziente Transportmittel hält.)
    Was ich für sinnvoller hielte, wären Expressverbindungen, durch welche die weitesten Strecken eventuell sogar die schnellsten wären.

  90. 19.

    Es ist nicht nur eine Frage der Taktung und der vorhandenen Strecken. Vorrangig ist es auch eine Frage des Fahrpreises,
    Die ständig steigenden Fahrpreise sind kontraproduktiv.
    Der Staat kassiert allein von den Autofahrern, KfZ Steuer, Mineralsteuer, Ökosteuer, CO2 Abgabe, Maut, Energiesteuer udn MWSt. Wenn diese Einnahmen zielgerichtet in den ÖPNV fließen würden und nicht für andere sinnlose Projekte verschleudert würden, hätten wir in Deutschland längst einen attraktiven ÖPNV zu attraktiven Preisen. Nur so als Beispiel, in Prag fahren alle Bürger ab 70 kostenfrei und alle über 65 zahlen nur die Hälfte. Aber wir Deutsche kümmern uns lieber um Gendern oder ob eine Politik feministisch ist usw.

  91. 18.

    Ich verstehe nicht, warum man immer wieder darauf herum reitet, was Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen, kosten! Ist es noch nicht angekommen, was die Folgen solcher Stürmer wie in den letzten Tagen, kosten? Die Flut im Ahrtal war schlimm für alle Betroffenen und teuer für sie, Versicherer, Kommunen etc... Solche Stürmer, Hochwasser durch Starkregenereignisse werden immer häufiger, da werden die Augen verschlossen, was da - eben auch finanziell - auf uns zukommt! Und die einzige Maßnahme zum Umweltschutz, die gänzlich kostenlos ist, wurde gänzlich abgesagt: das Tempolimit!

  92. 17.

    Ein langer Artikel über "wir müssen" und "wir brauchen" und Verweisen auf ein ja offenbar schon längst beschlossenes und bekanntes Ausbauprojekt - und alles nur, damit die Verkehrsbetriebe zum Schluss ihre Forderung nach mehr Geld loswerden können.
    Und selbst dazu heißt es "das haben sie schon vor Wochen angekündigt".
    Ich bin also nach diesem langen Artikel eigentlich genauso schlau wie vorher...

  93. 16.

    Fällt auch nur ein Regentropfen, bricht jedesmal alles zusammen. Sowohl ÖPNV als auch Straßen sind dann immer vollkommen überlastet. Gehen und Radeln die meisten Menschen also eigentlich sonst zur Arbeit? Also kostet jeden Steuerzahler oder Einwohner das System jährlich 240€?! Dann könnte man jedem zugelassenen Lkw und Pkw 360€/a dafür abziehen und dem Halter die Freikarte geben. Jedem, der im Umland wohnt und hier arbeitet, sollte man 480€/a abziehen, und Freikarte geben. Vielleicht hilft dies?

  94. 15.

    Guter Kommentar, hätte ich nicht besser sagen können. Nur noch so viel: In unserer Gemeinde ist der ÖPNV gar nicht so schlecht aufgestellt aber ich beobachte häufig, dass er außerhalb der Schulzeiten nur von wenigen Menschen benutzt wird. Eine Ursache ist der Fahrpreis, der ca. um ein Drittel höher ist als die Kosten für die Autofahrt. Eine andere die Entfernung zum Supermarkt oder zum Arzt. Ich möchte z.B. meinen Einkauf nicht im Bus nach Hause schleppen.

  95. 14.

    Ich würde dieses teure Ticketsystem auch gleich abschaffen und die Kontrolletis als Sicherheitsleute im letzten Wagenabschnitt zu Viert mitfahren lassen. Ein Fahrkartenautomat „frisst“ Unsummen an Geld, nicht die Einnahmen, sondern Ausgaben.
    Große Bezirke, wie Pankow und Spandau sollten besser mit den Bahnen versorgt werden, das ist ja bereits in Planung. Mehr Bahnen und Busse an die Stadtränder, wo Berlin wachsen soll! Im Inneren sollten, aufgrund des Aufheizens, keine Häuser mehr gebaut werdn

  96. 13.

    Viele Autofahrer werden nicht auf die Öffis umsteigen, solange man sich da nicht wirklich wohlfühlen kann. Und das kann man nicht. Wenn man sich die Entwicklung in den letzten 30 Jahren mal anschaut, da war es noch angenehm mit Öffis unterwegs zu sein. Die Menschen hatten einfach mehr Respekt voreinander, es war sauber. Es ist aber so, dass es immer schlimmer wird und nicht besser. Wer ständig mit den Öffis unterwegs ist der weiß das auch.

  97. 12.

    Die Anwohner zwischen Schöneweide und Adlershof warten seit Jahrzehnten auf eine "schnöde" Buslinie auf dem Adlergestell in Richtung Ring. Wenn die S45 / S46 (mal wieder) ausfällt, dann sollte man ein Auto besitzen. Das Geld und Interesse geht komplett auf die andere Seite der S-Bahn - in das neue (teure) Wohn-und Gewerbeviertel " adlershof. science at work."

  98. 11.

    Nicht nur das Angebot spielt eine Rolle, auch Zuverlässigkeit und vor allem die Fahrpreise. Als vor Jahren günstige Tickets angeboten wurden, sind auch viele auf die Bahn umgestiegen. Aus dieser Zeit stammt der Name des Umwelttickets, die Idee gab es vor vielen Jahren schon. Seitdem gingen die Preise immer nur in eine Richtung und heute verdient dieses Ticket den Namen nicht mehr. Wer möchte schon für immer mehr Geld in überfüllten Fahrzeugen kuscheln oder sich die Karten legen, ob es bei der S-Bahn gerade einen Weichenschaden oder Polizeieinsatz gibt, der die Bahn nicht kommen lässt.

  99. 9.

    Es ist eine Illusion , den Nahverkehr auf dem Land mit Bus und Bahn zu bewältigen.

  100. 8.

    Bekanntlich wohnen ja alle Migranten ja auch für 16 €/qm in bester Wohnlage… soll das ihr kausaler Zusammenhang sein? Richtig ist, dass vielmehr vom Berliner Senat verleugnet wird, dass Menschen aus Deutschland, Europa UND Krisengebieten in die Stadt ziehen. So lang man dies aus falsch verstandener Political Correctness verleugnet und nicht in die Stadtplanung einarbeitet, werden die Ressourcen für Wohnraum, ÖPNV, Bürgerämter, Soziale Dienste nicht ausreichend zur Verfügung stehen.

  101. 7.

    ÖPNV-Ausbau mit dem Ziel, den Autoverkehr zu verringern und damit die Emissionen des Verkehrs scheint mir das Richtige aus einem nachvollziehbaren Grund. Viel zu spät, aber immerhin.

  102. 6.

    Peanuts im Vergleich zu wahnsinnig wichtigen Projekten wie Stuttgarter Hbf, BER oder dem Autobahnbau in der Innenstadt und in der Fläche. "Länge des Autobahnnetzes nahm in den östlichen Bundesländern von 1995 bis 2019 um 57 % zu. (...) Die Stadtstaaten weisen – aufgrund unterschiedlicher infrastruktureller Gegebenheiten wie etwa dem überwiegend gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) – die geringste Pkw-Dichte auf. In Berlin gibt es mit Abstand am wenigsten Pkw pro 1 000 Einwohner (335), gefolgt von Bremen (430) und Hamburg (434)."
    Gibt es auch schon einen Plan für 2050?! Klimaneutralität ;)
    www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/09/PD20_N055_461.html

  103. 5.

    Peanuts im Vergleich zu wahnsinnig wichtigen Projekten wie Stuttgarter Hbf, BER oder dem Autobahnbau in der Innenstadt und in der Fläche. "Länge des Autobahnnetzes nahm in den östlichen Bundesländern von 1995 bis 2019 um 57 % zu. (...) Die Stadtstaaten weisen – aufgrund unterschiedlicher infrastruktureller Gegebenheiten wie etwa dem überwiegend gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) – die geringste Pkw-Dichte auf. In Berlin gibt es mit Abstand am wenigsten Pkw pro 1 000 Einwohner (335), gefolgt von Bremen (430) und Hamburg (434)."
    Gibt es auch schon einen Plan für 2050?! Klimaneutralität ;)
    www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/09/PD20_N055_461.html

  104. 4.

    Liebe schreibende Person. Der Kfz Verkehr ist ein teures Zuschussgeschäft. Zeit Online hat vor ein paar Wochen einen Artikel dazu gebracht.
    Daher ist das Framing hier ziemlich fehl am Platz.

  105. 3.

    Ich hätte weiß Gott nichts gegen einen Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und gehe so manchen Weg lieber zu Fuß, statt mich in überfüllte Busse und U-Bahnen zwängen zu müssen.
    Aber ich finde es wichtig, dass man Dinge aus den richtigen Gründen tut.
    Menschen sitzen auf der Straße, Wohnraum ist knapp & teuer?
    Kein Grund für irgendwelche Maßnahmen.
    Dann strömen massenhaft Migranten ins Land und schwupps... schon sprießen überall Neubauten aus dem Boden.
    Leute (auch ältere und ganz junge) kommen nur schwer und umständlich von hier nach da?
    Egal.
    Dann wird behauptet, dass das Klima kippt, der Mensch daran Schuld sei und Deutschland das ändern müsse und zack... her mit neuen Linien bzw. deren Verlängerungen, Fahrzeugen und Personal!
    Dass man also selbstgemachte und angebliche Probleme mit reichlich Steuergeldern bekämpfen will, wird dabei geflissentlich ausgeblendet.

  106. 2.

    Ganz genau, es braucht mehr Trassen. Denn so lange die Außenbezirke Berlins nicht untereinander verbunden sind, wird das nie was. Denn niemand fährt erst rein in die Stadt um dann alles wieder zurück zu fahren. Ohne den S-Bahn Außenring kann es nix werden. Denn die Fahrzeit muss zumindest annähernd wie mit dem PKW sein und nicht wie jetzt 3,5 mal so lange.

  107. 1.

    Erstmal müßte die S75 ins Zentrum durchfahren und durch mehrere Wagen verlängert werden.

    Die M4 Falkenberg sollte ab dem frühen morgen und sonntags alle 10 Min. fahren. Generell ist die M4 total überlastet und auch zu Corona-Zeiten überfüllt, egal ob nach Falkenberg oder Zingster Str.

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