Berlin-Neukölln - Senat plant "mitlaufendes Licht" in der Hasenheide

Do 24.03.22 | 12:43 Uhr
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Symbolbild: Radfahrer in der Kreuzberger Hasenheide. (Quelle: imago images/R. Kremming)
Audio: rbb 88,8 | 24.03.2022 | Anke Fink | Bild: imago images/R. Kremming

Die Berliner Umwelt- und Verkehrsverwaltung will in der Neuköllner Hasenheide Straßenlaternen installieren, die nur dann leuchten, sobald sich ihnen Radfahrer und Fußgänger nähern.

Geplant sei dieses "mitlaufende Licht" im Rahmen eines Pilotprojekts, wie die Senatsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Felix Reifschneider antwortete. Zunächst hatte die "B.Z." berichtet.

Beitrag zum Energiesparen

Demnach sollen die modernen und miteinander kommunizierenden Leuchten am breiten Radweg zwischen Graefe- und Boddin-Kiez stehen. Ein Zeitpunkt wurde nicht genannt.

Die Leuchten seien "mit moderner Sensortechnik" ausgestattet, heißt es im Antwortschreiben der Senatsverwaltung. "Erkennt ein solcher Radarsensor (Reichweite bis zu 100 m) eine Bewegung, kann er sowohl den Ort, die Geschwindigkeit und die Größe des sich bewegenden Objekts registrieren." Die Anlage könne damit feststellen, welche Leuchten auf dem prognostizierten Weg liegen und diese Leuchten entsprechend schalten. Sobald die Person den beleuchteten Bereich verlassen habe, dimme die Anlage wieder auf das vorherige Level.

Die Senatsverwaltung verspricht sich davon eine deutliche Energieeinsparung – zum Einsatz kommen sollen 20-Watt-LED-Leuchten anstatt der bislang eingesetzten 70-Watt-Leuchten. Zudem komme es besonders in den frühen Morgenstunden zu weniger Lichtverschmutzung, wovon auch Insekten profitierten.

14 Kommentare

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  1. 14.

    Siegmund Bergmann, OSRAM-Gründer und Werner von.iiemens sind keine Berliner, lediglich Emil Rathenau, AEG-Gtünder ist hier geboren
    Firmen haben einen Gründungsort, keine Geburtsstadt.

  2. 12.

    Keine Ahnung, ob ich das gut Finde, wenn mich da Nachts die Lichter verfolgen würden, so daß einen dritte potentiell einfach abpassen können...

    Am Stadtrand wäre es sicherlich ein gute Idee, die Lichtverschmutzung weiter runterzuschrauben, aber die Innerstädtischen Parks, sollten besser gut ausgeleuchtet sein, gerne auch von unten mit Farben.

    Das macht sie gemütlicher, man fühlt sich wohler, und das ist sicherer!

  3. 11.

    Also der bei mir in der Wohnung läuft seit 2 Jahren mit Knopfzelle und funkt auch noch zur Zentrale. Nebenbei misst er sogar die Temperatur wozu auch immer.
    Selbst wenn man das auf draußen und mehr Reichweite hochrechnet würde ich sagen ein paar Milliwatt für den Radar der ja nur durch den Dämmerungsschalter aktiviert wird. Radar in der Messtechnik liegt im Milliwattbereich. Infrarot braucht sicher etwas mehr.
    Demgegenüber 20W der LED macht also schon einiges aus, wenn man von einigen dutzend Leuchten in der Hasenheide ausgeht. Vereinfacht 100 Leuchten mind. 4-5 Stunden weniger/Nacht macht 10kWh weniger pro Nacht. Rettet sicher nicht die Welt, aber als Versuch für weitere Objekte interessant. Dann ist man schnell bei einigen 100kWh/Nacht für Anwendungen. Merke nachts sieht es mit Ökostrom schwieriger als tagsüber aus.
    Mehrkosten der Investition, Peanuts wenn integriert in die Leuchte.
    Interessanter ist aber die geringere Lichtverschmutzung für die Insekten gerade in einem Park.

  4. 10.

    Das sagen Menschen, die aus der Geburtstadt von Siemens, AEG und Osram kommen.
    Kennzeichnend was im Auge dieser Mitbürger alles nicht geht und nicht gemacht werden soll oder sinnlos erscheint.
    Was ist nur aus dem Technikland Deutschland geworden, ein Land der Bedenkenträger, Zweifler und Bremser.
    Um die Frage zu beantworten, üblicherweise wird elektrische Beleuchtung durch Elektriker installiert, wahrscheinlich diejenigen, die den Wartungsvertrag für die öffentliche Beleuchtung gewonnen haben.
    Vielleicht für einige Mitbürger Raketentechnik aber es ist nur elektrisches Licht.
    Wenn Sie ihrer Stadt nichtmal das zutrauen, sollten Sie vielleicht umziehen.

  5. 9.

    Nur so über den Daumen. 20 Watt LED sind etwa 1500 Lumen 1 Kerze sind etwa 10 Lumen Macht also rd. 150 Kerzen pro Weglampe. Über die Größe der Outdoor-Kronleuchter wird noch gestritten.

  6. 8.

    Dieser Kommentar spricht von keine Ahnung. Eine 5W LED Beleuchtung entspricht 40W Glühbirne, rein rechnerisch entsprechen 20W dann 160W. Also nichts mit Kerze.

  7. 7.

    Ich habe eine 20 W-LED-Leuchte, die nicht auf kleine Tiere reagiert, am Haus. Sie kommt aus der Schweiz, ist nicht gerade ein Schnäppchen. Sie ist erstaunlich hell und funktioniert sehr gut. Auf die Dauer spart sie trotz des Preises Geld, denn sie brennt schon 6 Jahre. Sie beleuchtet den Vorgarten und die Straße bis zur anderen Seite. Ich kann einen Versuch nur empfehlen.

  8. 6.

    Geht nicht. Ruß erzeugt Feinstaub.
    Machen Sie bitte Vorschläge, welche die Grünen voraussichtlich zustimmungsfähig finden.
    Glühwürmchenterrarien beispielsweise.

  9. 5.

    Zusatzfrage:
    Wie wirkt sich das An-und-Ausschalten auf die Lebendauer der Leuchtmittel aus?

  10. 4.

    Solche Laternen stehen seit Jahren bei uns im Wilhelm von Siemens Park (Siemensstadt). Die Laternen sind sehr hell, auf die Wattzahl kommt es nicht an.

  11. 3.

    Ob solche sensoren, die ja im Dunkeln schließlich auch im Dauerbetrieb sein müssen, überhaupt irgeneine stromersparnis bringen? Von den Umrüstungskosten ganz zu schweigen?

  12. 2.

    20W Leuchten? Man könnte ebenso alle fünf Meter jemanden mit ner Kerze hinstellen, die nur angezündet wird wenn sich ein Mensch nähert.

  13. 1.

    Könnte der Senat bitte aufhören, sich mit solchen IDEOLOGIE-Themen zu befassen?
    Welches Personal soll diese TRÄUMEREIEN eigentlich in die Realität umsetzen?

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