Investitionen in erneuerbare Energien - Umweltsenatorin Jarasch will Berlin von russischer Energie unabhängiger machen

So 13.03.22 | 11:31 Uhr
  37
Archivbild: Das Heizkraftwerk Klingenberg des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall im Berliner Ortsteil Rummelsburg. (Quelle: dpa/F. Juarez)
Bild: dpa/F. Juarez

Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) will angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine noch stärker in erneuerbare Energie investieren.

Nahezu 100 Prozent aus russischen Importen

Da Berlin eine östlich gelegene Stadt sei, hänge man bei den fossilen Energien zu fast 100 Prozent von russischen Importen ab. "Also Gas, aber auch Öl und Kohle beziehen wir vor allem aus Russland", sagte Jarasch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Wegen dieser Abhängigkeit müsse man sich nun "ranhalten" und noch gezielter auf erneuerbare Energie setzen, "das sei der einzige Weg nach vorne".

Jarasch sagte, sie erwarte dafür auch Unterstützung vom Bund. Es sei vereinbart worden, neben den 100 Milliarden für die Sicherheit in den nächsten Jahren auch 200 Milliarden für Klimaschutzinvestitionen auszugeben.

Sendung: Inforadio, 13.03.2022, 09:40 Uhr

37 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 37.

    Die Grünen versuchen genau wie bei der Pandemie jetzt die Verzweiflung um die Kriegsfluechtlichtlinge, aber auch die damit verbundene Verknappung von Rohstoffen durch den Krieg, um ihre sagen, wirmal höflichst, Idealvorstellungen durchzudruecken. Ob es andere Meinungen gibt oder......

  2. 36.

    Da wird wieder mit Milliaren Euro nur so um sich geschmissen. Wo soll denn das ganze Geld herkommen? Bekanntlich finanzieren wir die EU und nicht die EU uns.

  3. 35.

    Jarasch träumt offenbar noch immer von Bullerbü ohne Kohle- und Kernkraftwerke.
    Und sie erkennt wohl noch immer nicht, dass der gleichzeitige Ausstieg aus Kohle- und Kernenergie zu ambitioniert war.

  4. 34.

    Es geht nicht immer nur um das eine. Diese diktatorische Denkweise kann man nicht mehr hören bzw. lesen. Vorhandene Radwege erst mal nutzen und nicht die Fussgängerwege, die ohnehin zu schmall si d. Diese sollten erstmal verbreitert werden. Mehr AC Ladesäulen in jeder Strasse. E Autos nehmen zu, aber Ladestationen nicht. Die vorhandenen werden von Mietautos gänzlich blockiert.

  5. 33.

    Zu Ihren Vogelschreddern
    Es ist bewiesen, es gibt Studien, in denen steht das speziell Greifvögel,aber auch Singvögel durch Auto/LKW Verkehr, Bahn und Flugverkehr deutlich häufiger ums Leben kommen als durch Windräder . Das gleich gilt auch für Fledermäuse
    Wenn alle so denken wie sie, Müssen wir alles stehen und liegen lassen, uns nur noch im Wohnzimmer aufhalten, Homeoffice machen und verhungern, das ja kein Vogel ums Leben kommt
    Denn alles das brauchen wir im täglichen Leben
    Wenn mann täglich auf der Autobahn unterwegs ist, sieht mann meistens Tote Greif oder auch Singvögel

  6. 32.

    Nachts bei Windstille braucht man Kraftwerke, und einen großen Teil der übrigen Zeit auch. Mit Solar und Wind kann niemand "autark" werden.

  7. 31.

    Ich habe große Zweifel, dass eine Frau Jarrasch dafür die richtige Person ist dies auf den Weg zu bringen.
    Es klappt doch schon bei den anzulegenden Radwegen nur unzureichend.
    Für sie zählt doch nur eins: "Autos raus aus Berlin".
    Leider vergisst sie, dass Berlin kein Dorf ist sondern eine Großstadt.

  8. 30.

    Leute, die sich an die Straße kleben kann man wohl weniger überzeugen etwas anderes zu wählen. Da fehlen einfach die Realitäten.

  9. 29.

    Das geht so: weniger Autos, mehr Radwege ?

  10. 28.

    Stellt doch erstmal 3 Windanlagen aufs Tempelhofer Feld und Tegel is ja auch zu, sind es schon 6 oder 8.. sind wir schon bei rund 15 - 20 MW. Dann sehe ich die ganzen Supermarktdächer, Sporthallen, Schulen...
    Ich wohne hier neben Stadler Zweiradcenter in Friedrichshain. Dachfläche rund 1,5 Hektar ! (wenn das Maps richtig errechnet hat) Ein Supermerktdach hat im Schnitt 1000m². Sport und Lagerhallen, Schwimmbäder. BVG Depots bis zu den Fassaden und Balkonbrüstungen der Plattenbauten.
    Fliege ich über die Satellitenbilder, gibt es Potenzial ohne Ende. Man könnte fast denken, Berlin könnte autark werden. Was hat RRG die ganzen Regierungsjahre erreicht? Selbst Wohnungen über Supermärkten sind Mangelware.

  11. 27.

    Wir brauchen in Berlin viel mehr Photovoltaik und in ganz Deutschland viel mehr Windräder. "Vogelschredder" wurden sie hier unten im Kommentar 1 genannt. Das entspricht nicht mehr dem aktuellen Wissensstand. Laut einem aktuellen EU-Forschungsprojekt kommen z.B. die Rotmilane hauptsächlich durch Giftköder und den Starßenverkehr um. Rotmilane werden nur „extrem selten“ von Windrädern erschlagen, so die Studie. Windkraft und dezentrale Speicher sind unsere einzige Chance. Die Photovoltaik kann das sinnvoll unterstützen.

  12. 26.

    Fällt Fr.Jarrsch wohl schwer zuzugeben, aber die Lausitzer Braunkohlekraftwerke beliefern Berlin schon immer zuverlässig und exportunabhängig mit fossiler Energie.
    Und dass auf kurzem Weg steuerwirksam mit eigener Wertschöpfung.

  13. 25.

    Nun beinhalten die Gasvorkommen in Deutschland aber einen hohen Anteil an Schiefergas. Man muss kein ideologisches Brett vorm Kopf haben um zu erkennen, das die Förderung in hohem Maße umweltgefährdend sein kann. Selbst die WiWo, nicht gerade ein "Öko-Blättchen", hat dazu einen schönen Artikel, in dem übrigens auch Videos über Schäden etc. enthalten sind.
    https://www.wiwo.de/technologie/umwelt/schiefergas-foerderung-wie-funktioniert-fracking/7603738-2.html
    Einen differenzierten Artikel dazu, der beide Seiten beleuchtet, finden sie hier
    https://www.spektrum.de/news/deutschland-und-das-schiefergas/1179965

  14. 24.

    Vorrangig sollte man durch Wählerentscheid die Grünen aus der Politik entfernen. Wer wählt denn sowas? Ob nun Jarrasch. bar jeder Sachkenntnis die noch mehr Streuergelder in die Sackgasse "Erneuerbare" verpulvern will oder die Grüne Ministerin Spiegel, die jämmerlich bei der Flutkatastrophe im Ahrtal als zuständige Ministerin versagt hat, Ihr Team wies Spiegel an: „Bitte noch gendern: Campingplatzbe-treiberInnen. Ansonsten Freigabe.“

  15. 23.

    Wollen wollten schon viele und das Frau Jarasch was kann, bezweifele ich.

  16. 22.

    Es gibt nur einen Weg, und zwar nur erneuerbare Energie aus Russland kaufen...

  17. 21.

    Man sieht jetzt deutlich, wie erfolgreich, vorauschauend und klug die poltitischen Entscheidungen in den letzten Jahren
    waren. Kritische Stimmen hat man zu recht ignoriert.

  18. 20.

    Ein Problem nur auch mit ihren PV Anlagen hängen sie am nächsten tollen Land! An China ! Da kommt mir die Frage was ist schlimmer! Ja der Krieg ist zu verurteilen ganz sicher! Aber das mit den PV Anlagen ist nun nicht so super hat Deutschland ja wieder verschlafen die Produktion aufzubauen. Grüne Träume mehr nicht wie immer aber wie wurde schon sinngemäß geschrieben „gewählt und bekommen!“

  19. 19.

    "hänge man bei den fossilen Energien zu fast 100 Prozent von russischen Importen ab." - ja ist klar. Dieses Land hier sitzt auf 2000 Mrd qm Gas und verbraucht etwa 90 Mrd im Jahr. Wenn man aber ideologische Bretter vorm Kopf hat und die Welt retten will zieht man sowas gar nicht in Betracht, wohnt lieber in der Höhle und friert für die Freiheit....

  20. 18.

    Na da kann sie ja ihren Worten gleich mal Taten folgen lassen und die neue Gasfernleitung zum Heizkraftwerk in Spandau auf Eis legen!

  21. 17.

    Genau, wir haben „Wandel“. Und wir hatten Wandel, und wir werden Wandel haben. Wer sich nicht verändert, sich nicht darauf einstellen kann, wer Angst vor Veränderungen hat und sich lieber „festklebt“, der wird zu den Verlierern gehören. Und dann kann Grundsicherung sogar unsozial werden. Das Gegenteil von sozial heißt?

  22. 16.

    Es wird sicherlich innerhalb des Senates erheblichen Diskussionsbedarf geben, so dass kurzfristig mit Sicherheit nicht viel passieren wird außer dass Papier vollgeschrieben wird.

  23. 15.

    Gut geschrieben, war aus dieser „Ecke“ nicht zu erwarten.
    „ranhalten“ hat sie gesagt... jeder weiß, was sie damit meint... der diese Einstellung bewerten kann....

  24. 14.

    Dass man sich von russischem Gas unabhängig machen muss ist inzwischen jedem klar. Aber wie soll man das so kurzfristig bewerkstelligen. Durch die erneuerbaren geht das eher langfristig. Vielleicht sollte man es schrittweise versuchen. Das ist ja auch schon ein unübersehbares Zeichen nach Moskau. Natürlich nur, wenn andere europäische Länder auch mitmachen!

  25. 13.

    Haben Sie eigentlich ganz konkret etwas gegen das Vorhaben, sowohl Berlin als auch die gesamte Bundesrepublik unabhängig von russischen fossilen Brennstoffen – und damit nicht nur klimafreundlich, sondern auch weniger (von Putin) erpressbar – zu machen, oder ist das Ihr bloßer Beißreflex gegenüber Frau Jarasch, der sich hier Bahn bricht? Ich tippe ja eher auf Letzteres …

  26. 12.

    Sie fordert. Fehlt in der Aufzählung.
    Aber immer daran denken: Ihr habt sie gewählt, zumindest ein kleiner Kreis.

  27. 11.

    Wo die Füllhörner liegen zeigen einmal die monatlichen Kassenstatistiken der Kernhaushalte der Länder die auf der Webseite des BMF veröffentlicht werden. Für die Extrahaushalte, wo die Schätze gebunkert werden gibt es bei Destatis die Veröffentlichungen der vierteljährlichen Kassenstatistiken. Hier ist die sogenannte Auslaufperiode interessant, die mit dem 1.Quartal des Folgejahres veröffentlicht wird. Die na dort sieht man, das die Länder große Reserven besitzen, für die eigene Klientel!

  28. 10.

    Ja anpacken ist jetzt gefragt. Es liegt nicht am öffentlichen Geld sondern an der Umsetzung in der Breite. Privates Kapital ist ausreichend vorhanden.
    Genehmigungen, Baukapazitäten, Materialabhängigkeit alles Dinge, die in Deutschland über Jahrzehnte vernachlässigt wurden und uns jetzt auf die Füße fallen.
    Steuergelder gezielt an den Stellen einsetzen die nicht selbst aktiv an der Energiewende teilhaben können. Mieter etc. Die Energiewirtschaft schafft den technischen Teil aus eigener Kraft.

  29. 9.

    Auch in Berlin sieht man kaum Solardächer. Aber unsere Landschaft wir durch Windmühlen und riesige Solaranlagen verschandelt. Was ist mit dem Tempelhofer Feld und Windühlen im Tiergarten.

    Ein Großteil der Energiepreise werden durch Spekulanten verursacht. Das Geld soll kommt vom Normalbürger, nicht von den Reichen. Ist aber kein Thema in den Medien.

  30. 8.

    Ich finde es schon beachtlich,russisches Erdgas durch solches aus Katar zu ersetzen.Es ist richtig Katar führt keinen Krieg gegen ein anderes Land,es führt nur Krieg im eigenen Land und bringt nur Bauarbeiter in der Größenordnung des Ukraine Krieges beim Bau von zivilen WM Stadien um.Und dazu hat es nicht Putin verpflichtet, sondern den Fifa Vorsitzenden Infantino im Land angesiedelt.Der Ukraine Krieg ist schlimm,aber westliche Verlogenheit bei allem was nicht mit Rußland zusammenhängt ebenso.

  31. 7.

    Das Problem ist derzeit einfach, dass es mittlerweile drei Weltkrisen mit Klimawandel, Corona und Krieg gibt.

    Lieferketten-, Produktionsausfälle und Personalmangel werden in nächste Zeit zunehmen. Zudem gibt es aktuell eine Kostenexplosion in allen Bereichen.

    Einfache Lösungen sind gefragt und die Grundsicherung muss beibehalten werden. Das Problem ist man hört von Frau Jarasch, wie üblich von den Grünen, keine Lösungen, sondern man schafft eher neue Probleme.

    Wir sind nunmal auf Gas langfristig angewiesen und Deutschland sitzt auf viel Gas. Da muss man mal ran und selber Initiative ergreifen. Ein Umdenken ist gefragt, wir haben nicht nur den Klimawandel.

  32. 6.

    Prinzipiell gebe ich Ihnen recht
    Allerdings müsste die typisch deutsche Bürokratie etwas einfacher gemacht werden
    Mit Vogelschredder meinen sie bestimmt Windräder
    Ist ein großes Streitthema, gehört meiner Meinung aber zum Energieplan dazu
    Ist ein notwendiges Übel, auch wenn ich nicht uneingeschränkt dafür bin

  33. 5.

    Sie will, möchte, würde, erwarte usw usw!
    Und dann 100 Milliarden hier, 200 Milliarden dort, es scheint beim Fiskus ein Füllhorn ohne Ende zu geben.
    Dazu kommt marode Infrastruktur, Bildung, Migration, KI, die EU, Pandemie, Digitalisierung und erhöhte Sozialkosten.
    Die Generation der Zukunft hat einiges vor sich, schön wird das nicht!

  34. 4.

    "Beziehen fossile Brennstoffe -Kohle- aus Russland" Nun, was ist mit der Lausitzer Braunkohle? Ökologisch sicherlich eine Katastrophe, aber im Land verfügbar. Aber hier wurde, z.B. Klingenberg, auf Gas umgebaut, um weniger CO2 auszustossen. Nun fällt das Gas weg oder ist zu teuer. Benötigt Berlin keinen Strom oder Wärme? Wenn der Ausstieg aus der Kohle vollzogen wird, wird sicherlich in kurzer Zeit alles verschrottet. Gedanken an eine Zukunft, in der die Kohle als Ersatzbrennstoff gebraucht wird, gibt es nicht. Förderanlagen und Kraftwerke sollten dafür erhalten bleiben. Oder wir gehen selbst mit Schaufel und Eimer buddeln. Willkommen in der Zeit vor der Elektrifizierung.

  35. 3.

    Schön, wenn man Träume hat! Das kann von den üblichen Problemen manchmal ablenken, aber wehe, wenn man wieder aufwacht!

  36. 2.

    Ach so!! Na da sind wir ja Mal gespannt!! Realitätsfremd die Dame!!!

  37. 1.

    Dächer zu Photovoltaikanlagen umrüsten: ertüchtigen, verstärken inkl. der Steigeleitungen und rauf mit den Paneelen. Handeln ist gefragt, nicht jahrelanges labern. Dann bräuchte es auch nicht so viele Vogelschredder. Die Stadt als PV-Dachland liegt schon zu lange brach. In unserm Garten nutzen wir längst PV mit Batterien als Speicher, Wechselrichter, Ladewächter und bin unabhängig vom Stromnetz.

Nächster Artikel