BrandenburgTrend | Ukraine und Sonntagsfrage - 63 Prozent der Brandenburger besorgt um Folgen des Kriegs

Mi 27.04.22 | 18:00 Uhr
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Grafik: Brandenburg Trend - Ukraine-Krieg. (Quelle: rbb)
Video: Brandenburg Aktuell | 28.04.2022 | A. König | Bild: rbb

Fast zwei Drittel der Brandenburger sind laut aktuellem BrandenburgTrend besorgt, dass Russland nach der Ukraine weitere Länder angreift. Zudem hat die SPD bei den Wählern in Brandenburg den mit Abstand stärksten Rückhalt.

Sechs von zehn Brandenburgerinnen und Brandenburgern sind wegen möglicher Energieengpässe infolge des Kriegs gegen die Ukraine besorgt. Das geht aus dem aktuellen BrandenburgTrend hervor, den infratest dimap für rbb24 Brandenburg aktuell und Antenne Brandenburg erstellt hat.

Eine Mehrheit (59 Prozent) macht sich Sorgen, dass sich die persönliche wirtschaftliche Situation verschlechtert. Dass Brandenburg mit der Aufnahme von Flüchtlingen überfordert sein könnte, ist für 58 Prozent der Befragten allerdings weniger oder nicht besorgniserregend. Nur die Anhänger der AfD sorgen sich mehrheitlich wegen einer möglichen Überforderung (65 Prozent). Dass Russland weitere Länder in Europa angreifen könnte, ist für fast zwei Drittel der Befragten in Brandenburg (63 Prozent) ein Szenario, das Anlass für große und sehr große Sorgen ist.

48 Prozent zufrieden mit Koalition

Mit der Koalition aus SPD, CDU und Bündnis90/Grüne sind zur Halbzeit der Wahlperiode 48 Prozent zufrieden, genauso viele Befragte zeigten sich unzufrieden mit der Kenia-Koalition. Bei der letzten Befragung im September 2021 war noch eine Mehrheit von 53 Prozent mit dem Dreierbündnis zufrieden. Vor allem SPD-Anhänger sehen die Landesregierung positiv (82 Prozent), auch Anhänger der Grünen (59 Prozent) zeigen sich zufrieden. Nur jeder zweite CDU-Anhänger reagiert positiv auf das Agieren der Landesregierung.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verliert im Vergleich zum Start der Kenia-Koalition Ende 2019 an Zuspruch, kann aber noch eine deutliche Mehrheit hinter sich vereinen. 57 Prozent halten ihn für einen guten Ministerpräsidenten, im November 2019 waren es 62 Prozent.

Brandenburg Trend April 2022 in Grafiken

Sonntagsfrage: SPD legt zu

Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, könnten die drei Koalitionsparteien ihr Ergebnis von 2019 halten oder verbessern. Die SPD käme weit vor allen anderen Parteien auf 30 Prozent. Das sind 4 Prozentpunkte mehr als zur Landtagswahl 2019, aber vier Punkte unter dem letzten Umfrageergebnis unmittelbar vor der Bundestagswahl im September 2021. Zweitstärkste Kraft bliebe mit deutlichem Abstand die AfD (19 Prozent), sie legt zu (plus zwei Punkte), liegt aber noch vier Punkte unter dem letzten Landtagswahlergebnis.

Linke verliert weiter

Die CDU stabilisiert sich nach dem Umfragetief von September 2021 (13 Prozent) wieder und käme auf 18 Prozent. Die Bündnisgrünen würden mit zehn Prozent auf dem Niveau der Landtagswahl landen. Die Linke verliert weiter und käme auf nur noch sieben Prozent. Dies ist der schlechteste Umfragewert für die Partei im BrandenburgTrend. BVB/Freie Wähler würde im Vergleich zu September drei Punkte verlieren und zöge mit 4 Prozent nicht wieder in den Landtag ein. Die FDP wäre mit 6 Prozent (minus ein Punkt) im Landtag vertreten. Die Tierschutzpartei käme auf 3 Prozent.

Für die repräsentative Umfrage hat infratest dimap vom 21. bis 25. April 2022 insgesamt 1.182 Brandenburger Wahlberechtigte in Telefon- und Online-Interviews befragt.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 27.04.2022, 19:30 Uhr

37 Kommentare

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  1. 37.

    Ich denke die rote Linie ist bereits überschritten und der Rest hängt nur noch davon ab, wer die besseren Nerven hat. Aber warum braucht die Ukraine immer größere Mengen an Kriegsgerät? Verschleißen die das zu schnell an der russischen Armee? Da die Ukraine schon länger eine NATO-Perpektive hatte, wurde sie schon länger von (wohl hauptsächlich) UK und den USA Richtung NATO-Standards aufgerüstet? Ist denn das ganze Material schon durch die russische Armee ausgeschaltet worden? Da immer mehr und sehr verschiedene Waffensysteme aus mehreren Ländern in die Ukraine geliefern werden, ist das auch ein gutes Testbett für die Hersteller für die Tauglichkeit des Kriegsgerätes gegen die Waffen der russischen Armee und durch den Ringtausch werden einige NATO.Mitgleider in dem Zuge auch waffentechnisch durch Deutschland modernisiert, was zukünfig für diese Länder ja auch wichtig ist.

  2. 36.

    Unbestritten ist, das der Angriff auf die Ukraine völkerrechtswidrig und nicht zu rechtfertigen ist, aber kann man die Konflikte z.B. in Afghanistan und der Ukraine überhaupt miteinander vergleichen?
    Erster war zweimal ein "Stellvertreterkrieg" in dem wechselseitig eine Großmacht die jeweilige Gegenseite "versorgte". Das geschah fernab der jeweiligen politischen und militärischen Territorien. Ähnliche Beispiele sind wohl zuhauf vorhanden. Aktuell stehen sich die "Mächte" aber fast offen gegenüber. Dies war in der Form bisher nicht so oft von Erfolg gekrönt. Aus diesem Grunde halte ich "Scharfmacherei" u.ä. für nicht zielführend.
    Ohne Frage braucht die Ukraine Ünterstützung, aber die rote Linie, die von keiner Seite überschritten werden sollte, ist sehr dünn.

  3. 35.

    "Also, als die UDSSR in Afhanistan einmaschiert ist," Warum ist die UdSSR in Afghanistan einmarschiert? So aus Spaß, weil dort Friede herschte? Warum hat später D am Hindukusch seine Freiheit verteidigt? Sie können auch weiter zurückgehen, die Britten waren auch schon mal in Afghanistan (warum?). Kennen Sie den Begriff Stellvertreterkrieg?

  4. 34.

    "Aber auch wir werden wirtschaftlich leiden." Warum tut es dann unsere Regierung, wenn es nicht im Interesse des deutsches Sataates ist? Das ist doch unlogisch.

  5. 33.

    Na dann können Sie mir sicher auch erklären, warum die Nato und EU Staaten Waffen in die Ukraine liefern, obwohl die Ukraine kein Mitgliedsstaat dort ist? Und wenn zwei das Gleiche tun ist es immer noch nicht das selbe? Hat Afghanistan damals auch soviel Unterstützung bekommen?

  6. 32.

    Der zweite Kommentar ergänzte nur den Titel für Herrn Obama,
    Friedensnobelpreisträger.

  7. 31.

    Also, als die UDSSR in Afhanistan einmaschiert ist, und 10 Jahre lang dort ihre kriegerische Handlungen "ausübte" wurde dies nie als ein Krieg der Warschauer Pakt Staaten qualifiziert..
    Wie allgemein bekannt ist, hat die UDSSR allerlei Kriege und Einmärsche in fremde Länder unternommen, und es war nie die Rede von Einmarsch und Überfall der Warschauer Pakt Staaten.

  8. 30.

    Und wie sehen Sie es selbst, wenn die Türkei (Nato Mitglied) im Nordirak Bomben abwirft und Teile Syriens besetzt? Und mit welchen Augen sehen Sie den 1. Irak Krieg? Mit welchen Augen sehen Sie den Krieg in Vietnam? Ach und dann waren da noch die Folterungen des treuen Verbündeten im Irak? Auf Kuba gibt es da noch Guantanamo? Schon mal von gehört? Und dann war noch die "Einladung" durch den amerikanischen Außenminister an die "Verbündeten" nach Ramstein zu kommen. Ich dachte Ramstein liegt in D und nicht im amerikanischen Texas? Ich verurteile jeden Krieg, egal wer der Aggressor ist und war. Nur die Scheinheiligkeit der Nato insbesondere der Amerikaner ist einfach nur zum k.....

  9. 29.

    Sehe gerade das ist mein erster Kommentar.
    Mein Hinweis bezieht sich auf den zweiten, den ich geschrieben habe, der aber noch nicht abgebildet ist.
    Damit wäre wiederum der Hinweis gar nicht nötig.

  10. 28.

    Ich habe den Überfall nicht ausgeschlossen, aber das der Putin sich für seine Fans in Deutschland so sehr interessiert, dass er deren Zeilen liest, das glaube ich nicht.

  11. 27.

    Perfekt Spreewälder.
    Ich ergänze mal nur noch mit dem Stichwort "Medienlandschaft"

  12. 26.

    Sie hätten auch schreiben können das alle Länder nach 1990 von den USA gezwungen wurden der Nato beizutreten. Merken Sie selbst was Sie argumentieren?
    Der Verbrecher sitzt in Moskau oder hat die Ukraine Russland überfallen?

  13. 24.

    @ Jo, Dagmar, der Überfall auf die Ukraine war ja auch auszuschließen.

  14. 23.

    Solchen Blödsinn würde der Putin gerne lesen, dass er es tut, ist wohl auszuschließen.

  15. 22.

    Die Sorgen von den 63% der Brandenburger sind berechtigt, Was, wenn der Wahnsinnige, der sich weder an das Völkerrecht, noch an die Genfer Abkommen und schon gar nicht an die Charta der Vereinten Nationen, deren Mitglied Russland nwv ist, in seinem Großmachtstreben auf die abstruse Idee kommt, Alska zurückerobern zu wollen?
    "Heulbojen" sind diejenigen, die sich nun infolge des Krieges in ihrem gewohnten Luxus einschränken müssen, weil z. B. die Spritpreise weiter steigen werden.

  16. 21.

    Auch durch dauernde Wiederholung wird Ihre Aussage nicht richtiger.
    Wenn die Aussagen von Clinton, Obama, Biden und ihrer Berater bekannter wären, wäre auch dem Letzten klar, dass es seit 1990 nur darum geht, die Vorherrschaft der USA zu verteidigen und das auch und vor Allem gegen Russland, China und Deutschland. Die Ukraine ist nur das Bauernopfer und muss mit viel Leid, Tod und Zerstörung dafür bezahlen. Aber auch wir werden wirtschaftlich leiden.

  17. 20.

    Na dann mal los. Lassen Sie sich eine Waffe geben, oder noch besser, Sie machen eine Ausbildung zum Panzerfahrer. Dann können Sie in der Ukraine an vorderster Front mitkämpfen und Putin die Zähne zeigen. Und das machen Sie dann alles "ohne Rücksicht auf Konsequenzen"? Oder sind Sie auch ein Wehrdienstverweigerer, der extra nach Berlin gezogen ist um den Wehrdienst zu umgehen und nun nach militärischer Härte ruft? Von denen haben wir schon genug in der Regierung. Kinderbuchautoren, Völkerrechtlerinnen und Ausbildungsabrecher, die am lautesten schreien und die Bevölkerung auf hohe Preise und Lieferengpässe einschwören.

  18. 18.

    „Also ich und meine Familie wurden nicht gefragt. Hätte definitiv was anderes gesagt.“

    Als der Mensch, der stattdessen gefragt worden ist? Woher wollen Sie das wissen?

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