Krieg gegen die Ukraine - Wo sich Menschen in der Region zu "Ostermärschen" sammeln

Sa 16.04.22 | 09:29 Uhr | Von Wolf Siebert
Symbolbild. (Markus Scholz/dpa)
Audio: Inforadio | 15.04.2022 | O. Soos | Bild: Markus Scholz/dpa

Während der Pandemie waren "Ostermärsche" nicht oder nur eingeschränkt möglich. In diesem Jahr ist das anders - und der Krieg Russlands gegen die Ukraine mobilisiert die Friedensbewegung. Von Wolf Siebert

In den vergangenen Jahren waren die "Ostermärsche" aufgrund der Pandemie limitiert, dieses Jahr ist es anders. Von Samstag bis Montag finden in Berlin und Brandenburg einige Veranstaltungen der Friedensbewegung statt. Thematisiert wird dabei zumeist der Krieg in der Ukraine. Die Demonstrationen finden in Form von Fußmärschen und Radtouren statt. Hier ein Überblick:

Sonnabend, 16. April:

  • Um 10 Uhr treffen sich in Brandenburg/Havel die Ostermarschierer. Unter dem Motto "Für Frieden und weltweite Abrüstung! Reden statt Schießen" haben verschiedene Parteien und die Evangelische Kirche zum Marsch aufgerufen. Treffpunkt ist der Steintorturm, anschließend geht es durch die Innenstadt.

  • Um 12 Uhr beginnt am Oranienplatz in Berlin der wohl größte Ostermarsch in der Region. Angemeldet sind 2.000 Teilnehmer. "Die Waffen nieder!" fordert der Veranstalter, die Berliner "Friedenskoordination". Das ist ein Dachverband verschiedener Friedensgruppen. Als Redner treten u.a. der frühere Vorsitzende der Berliner PDS Wolfram Adolphi, die linke Christin Monika Auener und Lühr Henken auf, der Sprecher des Bundesausschusses "Friedensratschlag". Gefordert wird ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und die Neutralität der Ukraine. Die Bundesregierung soll die geplante Aufrüstung und das 100 Milliardenprogramm für die Bundeswehr zurücknehmen.

Sonntag, 17. April:

  • Unter der Forderung "Die Waffen nieder!" versammeln sich um 14 Uhr Ostermarschierer an der Oderbrücke in Frankfurt (Oder). Aufgerufen hat das örtliche "Friedensnetz", der DGB unterstützt die Veranstaltung. Zu den Forderungen gehört ein weltweites Ende von Kriegen, nicht nur in der Ukraine. Die geplante Aufrüstung der Bundeswehr wird abgelehnt.
  • Um 14 Uhr beginnt in Neuruppin der Ostermarsch unter dem Motto "Frieden.Jetzt.Immer". Angemeldet hat den Marsch das Bündnis "Neuruppin bleibt bunt", ein Zusammenschluss von Vereinen, Politik, Wirtschaft und Initiativen, 2007 gegründet, um gegen Rechtsextremismus und für Toleranz zu kämpfen. Unter den Rednern ist ein Vertreter der Organisation "Internationale Ärzte zur Verhinderung des Atomkriegs". Treffpunkt ist der Bahnhof West. Das Bündnis will 2022 an die Ostermärsche der "Bürgerinitiative Freie Heide" anknüpfen. Sie hatte erfolgreich gegen die militärische Nutzung eines ehemaligen Truppenübungsplatzes in Wittstock gekämpft.
  • Ebenfalls um 14 Uhr beginnt der Ostermarsch in Brück/Mark, Treffpunkt ist das Amt Brück in der Ernst-Thälmann-Straße. Das Motto: "Für Frieden in der Ukraine und überall, gegen jegliche Aufrüstung, für eine zivile Nutzung des Truppenübungsplatzes Lehnin", Veranstalter ist die Bürgerinititiave, die sich für die zivile Nutzung des Truppenübungsplatzes einsetzt.

Montag, 18. April:

  • Um 10:30 startet an der Russisch-Orthodoxen Kirche in Berlin-Marzahn der "Osterweg" des bezirklichen "Bündnisses für Toleranz und Vielfalt". An vier Stationen sollen die Teilnehmer ins Gespräch darüber kommen, wie man Gewalt, Hass und den Krieg in der Ukraine beenden kann. Schirmherr ist der Bezirksbürgermeister Gordon Lemm von der SPD, auch die Linke-Politikerin Petra Pau wird sprechen.
  • Der Ostermarsch in Cottbus findet als Fahrraddemo statt. Aufgerufen hat der DGB. Die Fahrt beginnt um 14 Uhr auf dem Zentral-Campus der BTU, Platz der Deutschen Einheit 1. Nach einem Rundkurs durch die Stadt beginnt um 15 Uhr die Schlusskundgebung am "Bunten Bahnhof" in der Guterzufuhrstraße.

Sendung: rbb|24 Inforadio, 16.04.2022, 6 Uhr

Beitrag von Wolf Siebert

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