Neubauziele der Koalition - Geisel: 20.000 neue Wohnungen pro Jahr sind zurzeit "nicht realistisch"

Fr 27.05.22 | 18:41 Uhr
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Archivbild: Gut gelaunt zeigt sich Andreas Geisel (SPD), Berlins Bausenator, beim Baustellenrundgang auf dem Gelände der Buckower Höfe. (Quelle: dpa/P. Zinken)
Video: rbb24 Abendschau | 27.05.2022 | Tina Handel | Bild: dpa/P. Zinken

200.000 neue Wohnungen in zehn Jahren will die rot-grün-rote Koalition in Berlin bauen lassen - im Schnitt 20.000 pro Jahr. Doch davon ist Berlin aktuell weit entfernt. Bausenator Geisel hofft, dieses Rückstand später aufholen zu können.

Wann Berlin erstmals wieder die Marke von 20.000 neugebauten Wohnungen im Jahr erreicht, ist nach Einschätzung von Bau- und Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) noch offen. Der Senat halte, so Geisel, aber an dem im Koalitionsvertrag festgelegten Ziel, in zehn Jahren auf 200.000 neue Wohnungen zu kommen, trotz steigender Inflation und stark anziehender Baupreise, fest.

"Wir haben für die 200.000 Wohnungen den Bedarf in Berlin und die freien Flächenpotenziale. Jetzt ist die Frage, wie wir da zeitlich hinkommen", sagte Geisel der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. "Linear geht es bestimmt nicht, also immer 20.000 pro Jahr - schon deshalb, weil die Instrumente, die wir jetzt neu einführen, erst später ihre Wirkung entfalten", sagte er weiter.

Geisel: Preise hoch, Material und Personal knapp

Die Baubranche kämpfe mit unkalkulierbaren Preissteigerungen, Materialknappheit und teilweise auch mit Personalmangel. "Aber klar ist: Wir werden diese Zielstellung nicht aufgeben, gar nicht aufgeben können. Die Preisentwicklung, vor allem die Inflationsentwicklung in den letzten Wochen, sei dabei aber alles andere als hilfreich. "Man muss aber irgendwann an dem Punkt kommen, wo die Zahl der Wohnungen über 20.000 im Jahr liegt, das ist auch kein Hexenwerk. Das haben wir in den 90er Jahren mehrere Jahre hintereinander geschafft", so Geisel.

Nur 15.870 Wohnungen im Jahr 2021 fertiggestellt

Im vergangenen Jahr wurden nach den Daten des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg allerdings nur 15.870 Wohnungen fertig. Und auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen geht zurück: In den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 2.900, fast ein Drittel weniger als im gleichen Zeitraum im Jahr davor.

Aus Geisels Sicht gibt es zu mehr Neubau aber keine Alternative. "Ich bin überzeugt, dass die 200.000 Wohnungen gebraucht werden", so der SPD-Politiker. "Die Frage, ob man sich künftig mit durchschnittlichem Einkommen noch eine Wohnung in Berlin leisten kann, wird heute beantwortet." In zehn Jahren sei es zu spät. "Wir können an der Entwicklung in Frankfurt, München, Paris oder London genau sehen, wo der Weg hingeht."

Das sei in Berlin noch anders, sagte Geisel. "Wenn wir diese Berliner Mischung halten wollen, müssen wir Mieterinnen und Mieter vor Verdrängung schützen, die Stadt sozial zusammenhalten und bezahlbaren Wohnraum schaffen."

Fluchtbewegung aus der Ukraine erhöht den Druck

Zusätzlich Handlungsbedarf sieht Geisel durch die Entwicklung nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. "Wir haben etwa 100.000 Ukrainerinnen und Ukrainer zusätzlich in der Stadt, 55.000 davon haben bisher einen Antrag auf dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung gestellt", sagte er.

Derzeit lebten sie in Notunterkünften. "Es ist klar, dass wir sie irgendwann in normalen Wohnverhältnissen unterbringen müssen. Das heißt, dass wir Wohnraum schaffen müssen, nicht nur für die ukrainischen Flüchtlinge."

Opposition wirft Rot-Grün-Rot Versagen vor

Angesichts der anhaltenden Probleme beim Wohnungsbau plädierte der Bauexperte der Linken-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Niklas Schenker, dafür, eine öffentliche Bauwirtschaft aufzubauen. Es müsse darum gehen, sich unabhängiger vom Weltmarkt zu machen, sagte Schenker dem rbb. Traumvorstellung sei es, vom ersten bis zum letzten Schritt beim Bauen landeseigene Leistungen bieten zu können, also von der Planung bis zu Fertigstellung, so Schenker.

In seiner Partei gibt es bereits seit einigen Jahren solche Ideen. Dazu gehört unter anderem, dass Berlin ein eigenes Zementwerk aufbaut. "Auf diese Weise könnten wir uns von Marktdynamiken weniger beeindruckt zeigen", argumentierte der Linke-Politiker.

Der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Dirk Stettner, sieht die gestiegenen Baustoffpreise dagegen nach eigenen Angaben nicht als Problem für Berlin. Weder die Folgen der Pandemie noch der Krieg in der Ukraine hätten mit den sinkenden Fertigstellungszahlen zu tun, sondern einzig die Politik der rot-grün-roten Koalition, sagte er dem rbb.

Die Wohnungen, die jetzt fertiggestellt würden, seien vor Jahren geplant worden, sagte Stettner weiter. Derzeit würden zu wenige Wohnungen genehmigt, das sei ein Versäumnis der jetzigen Regierung und "ganz klar ein spezifisches Berliner Problem".

Verband BBU: Gründe sind Fachkräftemangel, Pandemie und Krieg

Ähnlich argumentierte der stadtentwicklungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Jotzo. "Das Eingeständnis des Bausenators, dass die Neubauziele bis 2030 nicht mehr erreichbar seien, ist eine Kapitulation vor der eigenen Politik der Bauverhinderung dieser Koalition", so Jotzo. Jetzt räche es sich bitter, dass die rot-grün-rote Koalition wertvolle Zeit und Energie der letzten Jahre "ausschließlich darauf verschwendet" habe, Bauwillige und Vermieter mit "teilweise verfassungs- und rechtswidrigen, aber auf jeden Fall kontraproduktiven Instrumenten" vom Schaffen von Wohnraum abzuhalten.

Der Sprecher des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), David Eberhart, sagte dem rbb, der Staat müsse jetzt zwar seine Spielräume nutzen, um die Kosten beim Wohnungsbau zu dämpfen. Als Hauptgründe für den Einbruch der Wohnungsbauzahlen sieht er nach eigenen Angaben aber die Folgen von Pandemie und Krieg. "Wir haben einen erheblichen Fachkräftemangel bei den Bauunternehmen", so Eberhart.

Dies habe sich schon während der Hochphase der Corona-Krise gezeigt. Schon da seien die Unternehmen an den Kapazitätsgrenzen gewesen, sagte Eberhart weiter. Nun kämen seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine noch erhebliche Preissteigerungen und Materialknappheit hinzu, auch bei Baustoffen, die aus China kämen. Dort führe der Lockdown in Shanghai zu neuen Beeinträchtigungen.

Sendung: Abendschau, 27.05.2022, 19:30 Uhr

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50 Kommentare

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  1. 50.

    "Zwischen Goldfink- und Luchsweg, westlich der Clayallee, wohnten einst US-Offiziere. Die ganze Siedlung stand in den letzten Jahren leer und war ein beliebtes Ziel für Urban Explorer, die stets auf der Suche nach leerstehenden Gebäuden sind. " Also nicht nur ein Straßenzug, sondern eine ganze Siedlung. Aber sie betreiben Wortklaubereien. Es ist im Endeffekt ziemlich egal ob wortgenau "ganze Straßenzüge" leerstehen oder entsprechend soviele Häuser. Aber ihre Wortklauberei soll nur vom eigentliche Fakt ablenken das tausende von Wohnungen leerstehen oder zweckentfremdet werden.

    Weitere Beispiele: https://www.tip-berlin.de/stadtleben/architektur/leerstehende-haeuser-in-berlin-geistervillen-schrottimmobilien/

  2. 49.

    Ich teile Ihre Radikalität überhaupt nicht.

    Es braucht neben günstigem Wohnraum durch Neubau vor allem eines, nämlich eine höhere Eigentumsquote.

    Die städtischen Wohnbaugesellschaften schlagen derzeit genau das vor.

    Eigentum, das mag die LINKE gar nicht.

    Es sei denn, es gehört ihnen selbst und wurde Dritten gestohlen.

    Die LINKE ist doch eh klinisch tot, nur Minderheiten können sich noch mit ihr identifizieren.

  3. 48.

    Wieviel hat die von Ihnen sogenannte "Betonmafia" Ihren Idolen für Stadtentwicklung gespendet, als die das Gesetz 2018 überarbeitet hatte?

  4. 47.

    Wenn doch die Welt so einfach wäre, wie Sie es und suggerieren möchten.

  5. 46.

    Selbst die Neubaumieten sin bei den LWU auf max rd. 10 Euro kalt gedeckelt. Sie können aber ja mal vorrechnen, wie man da auf mehr als 1000 € inkl. Nebenkosten für eine Zwei-Zimmer--Wohnung kommt

  6. 45.

    Die Regierung Wowereit, also SPD geführte Regierung, hat es eingeführt. Man kann nicht behaupten, dass er er Immobilienlobbyist war.

    Das Problem mit Verboten und Reglementierungen ist, dass man meistens irgendwelche Schlupflöcher lässt.

    Wie man immer alles dreht und wendet, es fehlt einfach an Wohnraum. Der Senat selber hat vor 2017 so gut wie keinen bezahlbaren Wohnraum geschaffen.

    In den letzten 10 Jahren gerade mal 20.000 Wohnungen von den landeseigenen Baugesellschaften.

    Dies ist viel zu wenig für den Berliner Markt.

    Somit ist de Senat seiner Verpflichtung für die Schaffung bezahlbarem Wohnraum nicht nachgekommen. Jedoch von der Mieterstadt (über 80 % Mieter) über all die Jahre wiedergewählt worden.

    Jetzt ist das Dilemma groß.

  7. 44.

    Das mag unbestritten für einzelne Häuser/Grundstücke sein, darum ging es mir aber nicht.

    Es ging mir mir nur um die prinzipielle Klarstellung hinsichtlich der verwendeten, bewussten Übertreibung „Straßenzüge“ durch den beteiligten User.

    Kennen Sie in Berlin ganze Straßenzüge, die spekulativ leer stehen, ohne das der Investor bauen wollen würde? Ein Ja oder nein wäre zielführend als Antwort wäre zielführend - wenn ja, wo befindet sich dieser Straßenzug?

  8. 43.

    Das Problem des fehlenden Personals scheint auch in der Politik nicht angekommen zu sein.
    Weiterhin will man, dass möglichst jeder studiert anstatt einen handwerklichen Beruf zu erlernen.
    Dazu werden immer neue Lifestyle-Jobs erfunden.
    Quasi gibt es zu allem, was irgendwie entfernt mit Bau und Wohnen zu tun hat irgendwelche "EXPERTEN", aber können die auch eine Wand streichen oder ein Bad fliesen?
    Zudem explodieren jetzt die Preise. Somit werden sich noch weniger Menschen hohe Mieten leisten können.

  9. 42.

    Wenigstens ist er ehrlich.
    Leider ist die Politik der Parteien, die heute und in den letzten Jahren regiert haben, nicht Lösung sondern OFTMALS GENAU URSACHE der katastrophalen Zustände auf der UNTEREN ETAGE des Berliner Wohnungsmarktes.
    Und diese haben die Politiker*innen mit ihrer katastrophalen Politik auf zahlreichen Feldern herbeigeführt.
    Der Wohnungsmarkt für Reiche hingegen wächst und gedeiht.

  10. 41.

    "Berlin hat für diese Fälle extra ein „Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum“, das sogenannte Zweckentfremdungsverbot, erlassen.

    Rechtlich kann man ohne weiteres dagegen vorgehen." Der RBB hat darüber berichtet wie man das mit hoher krimineller Energie erfolgreich umgehen kann.

    Kein Wunder haben sich doch die Immobilienlobbyisten die Gesetze von gekauften Parteien auf den Leib schneidern lassen.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/die-grossspender-der-parteien-1-25-millionen-euro-aus-der-immobilienbranche-fuer-die-cdu/26787686.html

  11. 40.

    Wahrhaftigkeit und Realitätsanerkennung sind überfällig.
    " Die deutsche Wirtschaft steuert als Folge chinesischer Lockdowns und weltweiter Schiffsstaus auf eine Verschärfung der Lieferprobleme zu." (tagesschau.de heute 10:48)
    Die zunehmende Kommerzialisierung des Wohnungswesens ist wie die des Gesundheitssystems ein falscher politischer Weg.

  12. 39.

    "Guter Wille und hochfliegende Pläne allein bauen keine Wohnungen. " Sie fallen auf die Hütchenspiele der sPD herein. Neubau stabilisiert keine Bestandsmieten, im Gegenteil, Neubau treibt die explodierten Mieten in weitere schwindelerregende Höhen.

    Wir müssen endlich den Leerstand und Zweckentfremdung effektiv bekämpfen aber da müssen sie die sPD zum Jagen tragen. Genau wir wie einen Mietendeckel brauchen und Enteignungen. Nur daran traut sich diese sPD nicht heran. Da gibt es in Berlin leider eine unrühmliche Tradition. Man hätte das wichtige Amt des Bau- und Stadtentwicklungssenator niemals der sPD überlassen dürfen, denn das bedeutet weitere Jahrzehnte an Stillstand und Filz.

  13. 38.

    In der Stadt stehen tausende von Wohnungen zwecks Spekulation oder Zweckentfremdung leer. Darunter befinden sich auch Häuser eines berüchtigten "Investors".

    Leider ist die Seite beim RBB nicht mehr verfügbar.

    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/04/gefluechtete-miethaeuser-ausbeutung-berlin-padovicz-werttax.html

  14. 36.

    Ich habe nur die "Träume" von #Motte kommentiert, und wer meinen Kommentar genau liest, der merkt, dass ich überhaupt nicht für die Politik der Linke bin, und das auch die Modalitäten zu GG-Änderung aus menen Text hervor.gehen.

  15. 35.

    Bei den "freien Flächenpotenziale" kommt garantiert immer einer um die Ecke, der einen guten Draht zu Boulevardpresse. Die filmt dann die Herrschaften, wie sie darüber lamentieren, dass in ihrer Nähe neue gebaut werden soll. Selbst Schulen sorgen schon für große Ablehnung.

  16. 34.

    "1.000 Euro für 2 Zimmer an Miete" Bei den LWU müssten das aber sehr große zwei Zimmer sein.

  17. 33.

    Sie würden sich übrigens wundern, wieviele Ihrer und meiner Berliner Mitbürger Zweitwohnsitze (Eigentum) im Ausland unterhalten, der überwiegend leer steht.

    Das betrifft übrigens auch Leistungsbezieher in BRD.

  18. 32.

    „B. eine Verkäuferin oder ein Bauarbeiter, von denen sich bestimmt nicht viele über 1.000 Euro für 2 Zimmer an Miete leisten können.
    Ein "REICHER" zieht sicher nicht in solche Wohnblöcke wie sie heute gebaut werden.“

    Demnach würde derzeit also komplett am Bedarf vorbei gebaut ?

    Weder „Reiche“ noch „Normalverdiener“ beziehen derzeit also die neuen Wohnungen in Spandau & Co, stehen diese leer?

    Die Verkäuferin gehört sicherlich zu den Personen, die eher geringer verdienen - normal - das unterstelle ich - bedeutet demnach Durchschnittsverdienst?

    Dieser liegt statistisch gesehen in Berlin nicht so schlecht, im Vergleich zu anderen Bundesländern.

  19. 31.

    Sie selbst erwähnen „leerstehende Straßenzüge“ in Berlin, welche Straßenzüge meinen Sie also genau?

    Das es leerstehende Häuser und Wohnungen gibt, ist unbestritten.

    Ich kenne aber keinen ganzen Straßenzug, der leer steht und wo der Eigentümer nicht bauen möchte.

  20. 30.

    Viele Zweitwohnsitze von Deutschen im Ausland (z. B. Mallorca, Toskana) stehen auch überwiegend leer, das ist dann die andere Seite der Medaille.

    Die in Eigentum stehende Wohnung meiner italienischen Frau in Italien steht überwiegend auch überwiegend leer, meine Frau lebt mit mir gemeinsam in Berlin.

    Wir nutzen diese italienische Wohnung nur für die Ferien und besuchen gerne die Familie, die in der Stadt wohnt und sich über unseren familiären Besuch freut.

    Die italienische Wohnung wurde übrigens vor ca. 60 Jahren durch den Großvater meiner Frau, der seinerzeit Landwirt war, neben seiner eigentlichen Tätigkeit vom Munde abgespart und selbst erbaut.

    In diese italienischen Stadt gibt es übrigens mittlerweile ein Mangel an bezahlbaren, gutem Wohnraum.

    Ist dieser Leerstand hier nun Ihres Erachtens verwerflich ?

    Teile meiner südlichen Familie unterhalten auch Zweitwohnsitze in Deutschland, die unregelmäßig genutzt werden.

    Ich bin für die EU.

  21. 29.

    „SabineBerlinFreitag, 27.05.2022 | 13:59 Uhr“

    Bitte melden sie die Ihnen bekannten 150.000 leerstehenden Wohnungen der Stadt.

    Berlin hat für diese Fälle extra ein „Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum“, das sogenannte Zweckentfremdungsverbot, erlassen.

    Rechtlich kann man ohne weiteres dagegen vorgehen.

  22. 28.

    Sie sind derjenige, der etwas behauptet, also obliegt Ihnen die Beweisführung.

    Machen Sie es sich also nicht so einfach.

    Welche leerstehenden Straßenzüge (keine einzelnen Wohnungen oder Häuser) in Berlin meinen Sie genau?

    Die Haabersathstr. scheidet bekanntlich aufgrund prozessualer Hindernisse aus, der Eigentümer möchte bekanntlich bauen, der Leerstand ist hier also nicht spekulativ im engeren Sinne.

  23. 27.

    Hallo Besserwisser,
    ein Normalverdiener ist für mich z.B. eine Verkäuferin oder ein Bauarbeiter, von denen sich bestimmt nicht viele über 1.000 Euro für 2 Zimmer an Miete leisten können.
    Ein "REICHER" zieht sicher nicht in solche Wohnblöcke wie sie heute gebaut werden.

  24. 26.

    Herr Geisel, setzen Sie doch mal dafür ein, dass längerer Wohnraum-Leerstand gesetzlich verboten, zeitnah strafrechtlich verfolgt wird und eine Zwangsverwaltung eingesetzt wird, die eben diese leerstehenden Wohnungen vermietet, ZB Riemers Hofgarten ggü. vom Rathaus Kreuzberg. De illegalen Vermietung von Wohnungen an Touristen sollte auch Einhalt beboten werden, durch Recherche und empfindlichen Geldstrafen. Das könnte doch der Zoll in Hinsicht auf Steuerhinterziehung verfolgen.

  25. 25.

    Wahrscheinlich braucht man auch gar keine 200.000 neue Wohnungen in 10 Jahren. Wenn man etwa 1,5 Einwohner pro Wohnung rechnet, wären das ein Netto-Anstieg der Bevölkerung, von ca. 300.000 Neu-Berlinern. Der aktuelle Trend gibt das allerdings gar nicht her. Die Bevölkerung in Berlin stagniert eher. Sollte sich die Stadtflucht der gutverdienenden Mittelschicht jedoch fortsetzen, wird das Stadtbild nur noch schärfer gertrennt. In wohlhabende Innenstädter in Luxuswohnungen und sanierten Kiezen und eher ärmeren bzw. sozialleistungsempfangenden Bevölkerungsschichten am Rand, oder in Brennpunktkiezen. Beides ist nicht unbedingt attraktiv. Die Politik, speziell in Berlin, hat darauf keine Antwort. Politik in Berlin ist immer: A vs. B , bis einer verliert.

  26. 24.

    Zitat - „In einem der reichsten Länder“

    Zur Klarstellung des durch Ideologen inflationär verwendeten Begriffs des Reichtums der BRD folgende widerlegende, empirische Daten/Informationen.

    Demnach sollten Sie aufhören, von einem reichen Land (mit riesigem Investitionsstau) zu sprechen.

    Sie meinen sicherlich mit Ihrer Aussage zielführender, dass die BRD ein weniger hoch verschuldeter Staat ist, hier stimme ich zu.

    Reich trifft den Punkt gar nicht, nur bei linkeren Ideologen.

    „Öffentliche Schulden steigen zum Jahresende 2021 auf neuen Höchststand von 2,3 Billionen Euro“

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Oeffentliche-Finanzen/Schulden-Finanzvermoegen/_inhalt.html

  27. 23.

    Bitte melden sie die Ihnen bekannten 150.000 leerstehenden Wohnungen der Stadt.

    Berlin hat für diese Fälle extra ein „Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum“, das sogenannte Zweckentfremdungsverbot, erlassen.

    Rechtlich kann man ohne weiteres dagegen vorgehen.

  28. 22.

    Die Beweisführung obliegt schon Ihnen, welche leeren Straßenzüge in Berlin meinen Sie?

    Ich frage Sie, der behauptet, also nochmal.

  29. 21.

    GG Änderungen nur mit 2/3 Mehrheit im Bundestag.
    Oder träumen Sie noch der Volkskammer hinterher?

  30. 20.

    Enteignung und Umverteilung ist nicht die Lösung, und die Linke schon garnicht.

  31. 19.

    Typisch RGR.
    Nix klappt. Absolut nichts.

  32. 17.

    Tja, da wir in einer Demokratie leben, und darüber hinaus das Grundgesetz für hiesege Regierungen bindend ist, bleiben diese Vorstellungen derweil nur ein ein Traum. Die LInke müsste bei Bundestagswahlen die absolute Mehrheit "einfahren" und dann das Grungesetz ändern, dann könnte es klappen mit enteignen und umverteilen.
    Bei der letzten Bundestagswahl blieb die LINKE unter 5%, ergo kaum einer will diese Träume verwirklicht wissen.

  33. 16.

    Wie viele Wohnungen werden gerade zusätzlich benötigt? Und es wird bekanntlich versprochen, dass für Zuzöglinge Wohnraum da ist, in Kürze versteht sich. Egal, wie viele Neubauten in Koalitionsverhandlungen geschrieben werden, solch Politik führt wohl nie zur Beseitigung von Problemen.

  34. 15.

    Bereits der große Philosoph Louis de Funès konstatierte in einem sehr passenden Dialog: "Nein!" - "Doch." - "Ohh!"

  35. 14.

    Sie machen es sich sehr einfach, informieren Sie sich doch über die Kampagne Leerstand in Mitte, zunehmender spekulativer Leerstand, weiß doch eigentlich jeder Spatz auf den Bäumen, man spricht von 150.000 leerstehenden Wohnungen, nicht gewusst? Bei Bedarf sende ich gern noch Straßennamen und Hausnummer. Immer gerne.

  36. 13.

    „https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/103-2022“

    Die meisten Neubauten für „Reiche“ wurden demnach amtlich belegt in Spandau, Pankow, Treptow-Köpenick, Marzahn und Lichtenberg realisiert.

    Berlin 15.870 16.337 14.433 14.719
    Mitte 1.226 1.786 992 1.666
    Friedrichshain-Kreuzberg 688 1.371 565 1.172
    Pankow 2.334 1.775 2.090 1.595
    Charlottenburg-Wilmersdorf 795 1.715 696 1.554
    Spandau 1.668 688 1.622 502
    Steglitz-Zehlendorf 360 479 258 331
    Tempelhof-Schöneberg 1.369 1.025 1.238 859
    Neukölln 780 608 665 508
    Treptow-Köpenick 2.806 1.816 2.619 1.759
    Marzahn-Hellersdorf 1.720 1.979 1.715 1.948
    Lichtenberg 1.480 2.106 1.387 1.964
    Reinickendorf 644 989 586 861

  37. 12.

    So entmutigend und traurig die Aussage von Herrn Geisel vor allem für Wohnungssuchende ist, es ist die bittere Realität. Guter Wille und hochfliegende Pläne allein bauen keine Wohnungen. Wenn man sich die aktuelle Situation in der Wirtschaft anschaut, werden wir, zumindest in nächster Zeit, kleinere Brötchen backen müssen(bzw. weniger Wohnungen bauen können). Ich frage mich oft, was wäre in Berlin los, wenn wir nicht die so geschmäten Plattenbausiedlungen hätten?

  38. 11.

    Im Umkehrschluss unterstellen Sie, dass 90 Prozent der Wohnungen für Reiche gebaut würden?

    Vielleicht sollten Sie Ihre Definition von Normalverdienern etwas überdenken.

  39. 10.

    Ich sehe das alles nich Typ pessimistisch.

    Gehen die einen, kommen die anderen.

    Wir alle sind ersetzbar.

  40. 8.

    „Vielleicht sollten Menschen, denen ganze leerstehende Straßenzüge ihr eigen nennen und nicht ständig in Deutschland leben“

    Welche Eigentümer und welche leer stehenden Straßenzüge genau meinen Sie ?

    Haben Sie keine belegbaren Quellen, so bleiben Ihre Aussagen bloß populistische Unterstellungen / Mutmaßungen.
    .

  41. 7.

    Manchmal frage ich mich, ob die Stadt übe eh Quote überleben kann, wenn normalverdiende sich kaum eine Wohnung leisten können. Da wird dringende Fachkräfte auch irgendwann aus der Stadt weg ziehen müssen und was machen dann die ganzen gut verdienenden, wenn die einfachen Berufe nicht mehr bedient werden können.
    Dazu sollte man auch mal darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist so viele Studenten in die Stadt zu holen, die dann auch nicht mehr wissen wo man wohnen soll. Das wird auf Dauer den Standort Berlin dafür auch schädigen.

  42. 6.

    Deutschland erlebt ein Konglomerat zahlreicher Ereignisse der letzten zwei Jahre:
    Coronamaßnahmen, Energieerzeugungswende, Krieg, erneute Flüchtlingswelle, Sanktionen, Gegensanktionen, Preisspekulationen. Rohstoffe und Materialien werden rar und teurer. Energie wird rar und erheblich teurer.
    Handwerksleistungen werden rar und teurer. Wir laufen in eine galoppiernde Inflation. Die Staatsverschuldung ist exorbitantant gestiegen.
    Es ist überfällig den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land - nicht nur im Bau- und Wohnungswesen - realistisch
    zu sagen was möglich ist. Es ist überfällig den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land nur das zu versprechen was realistisch umsetzbar ist. Wenn weiter mehr Menschen in diese Stadt kommen wird begehrter bezahlbarer Wohnraum weiterhin sehr knapp und teurer.

  43. 5.

    Typisch Berlin!

    Den Bauboom der letzten 15 Jahre komplett verschlafen. Dann so getan als wollte man doch ein bisschen bauen. 1 Jahr später direkt der Rückzug, aufgrund höherer Gewalt.

    Die Mieter der Stadt müssen die fatale Wohnungspolitik ausbauen.
    Die einzige Möglichkeit, die die Mieter haben ist es in Ihren Wohnungen zu bleiben. Ein Umzug so gut wie ausgeschlossen.

  44. 4.

    In Berlin wurden im Jahr 2021 nur 15.870 Wohnungen fertiggestellt.
    Jetzt frage ich mich, wieviele sind davon für NORMALVERDIENER ???
    Bestimmt noch nicht einmal 10 Prozent.

  45. 3.

    In einem der reichsten Länder ist es nicht möglich, bezahlbare Wohnungen für die Bürger zu schaffen. Es ist aber möglich, viele Aktiengesellschaften an vorhandenem Wohnraum mitverdienen zu lassen. Das Aushöhlen der Demokratie wird von oben beklagt, aber trotzdem hilft man beim Entwerten der Rechte auf sicheres und bezahlbares Wohnen. Nicht ganz Unrecht haben Bürgerproteste, die das sinnlose Zupflastern der Innenstädte mit Beton beklagen. Vielleicht sollten Menschen, denen ganze leerstehende Straßenzüge ihr eigen nennen und nicht ständig in Deutschland leben, diese Wohnungen abgeben, denn diese dienen oftmals nur als Kapitalanlage der global agierenden Eliten. Und hier kommt die Frage der Demokratie ins Spiel, gilt die Demokratie nur für Reiche? Zum Schutz der Demokratie müssen wir endlich mit der Umverteilung beginnen, denn Ungleichgewichte führen zu Disharmonien.

  46. 2.

    Komisch das o.g. Herr das jetzt erst merkt.
    Hauptsache man setzt sich medienwirksam in Szene und klopft sich auf die Schulter.
    Ich hoffe das man die Regierung daran bemessen tut was sie wirklich ( nämlich nichts ) bis jetzt realisiert hat und nicht an dem was ständig angekündigt wird.
    Der Berliner Senat zeigt es aller Welt wie es nicht geht.

  47. 1.

    Ist eine Stadt voll, profitiert die nächste Umgebung...

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