Abwahl gescheitert - Tobias Borstel bleibt Bürgermeister von Großbeeren

So 22.05.22 | 19:27 Uhr
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Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) im Mai 2022. (Quelle: rbb/Oliver Soos)
Bild: rbb/Oliver Soos

In Großbeeren ist das Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Tobias Borstel gescheitert. Nur 18,4 Prozent der Wahlberechtigten stimmten dafür. Nötig wären 25 Prozent gewesen.

Die Abwahl vonTobias Borstel (SPD) als Bürgermeister von Großbeeren (Teltow-Fläming) ist gescheitert.

25,4 Prozent der Berechtigten (1.918) stimmten am Sonntag gegen die Abwahl. Nur 18,4 Prozent (1.395) stimmten dafür. Insgesamt waren 7.500 Stimmberechtigte aufgerufen, ihr Votum abzugeben. Für eine Abwahl wären 25 Prozent der Stimmen (1.891) notwendig gewesen. Außerdem hätte es mehr Ja- als Nein-Stimmen geben müssen.

Opposition kritisiert Amtsinhaber Borstel

Borstel stand zuletzt stark in der Kritik. Die Gemeindevertreter von CDU, FPD, Grüne, Linke, "Unabhängiges Bündnis Großbeeren" und "Wir für Großbeeren" hatten ihm vorgeworfen, Beschlüsse nicht umzusetzen. In einem anderen Fall wiederum soll er eigenmächtig entschieden haben, ohne die zuvor angeforderten Vorschläge der Fraktionen zu berücksichtigen.

Der CDU-Gemeindevertreter Martin Wonneberger sagte in einer ersten Reaktion zur gescheiterten Abwahl, er respektiere die Entscheidung des Souverän. "Es ist schade, dass wir unsere Bürger und Bürgerinnen nicht mehrheitlich gewinnen konnten." Die Partei werde nun analysieren, wie es weitergeht.

SPD-Politiker Borstel weist die Vorwürfe weiterhin zurück. In den ersten vier Jahren seiner achtjährigen Amtszeit seien insgesamt knapp 500 Beschlüsse gefasst und die überwiegende Mehrheit umgesetzt worden. Der 40-Jährige sieht sich als Opfer einer Hetzkampagne.

Sendung: rbb24 Brandenburg Aktuell, 22.05.2022, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Bin kein SPD Fan aber viel Glück gegen diese Politmafia.

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