Berlin - Kultusminister wollen Schulschließungen auch im nächsten Schuljahr vermeiden

Fr 24.06.22 | 11:57 Uhr
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Karin Prien (CDU) Bildungsministerin von Schleswig-Holstein und Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2022, kommt zu einer Pressekonferenz zum Abschluss der Kultusministerkonferenz (KMK). (dpa/Christoph Soeder)
Audio: rbb24 Inforadio | 24.06.2022 | Franziska Hoppen | Bild: dpa/Christoph Soeder

Die Kultusminister der Länder haben sich darauf geeinigt, Schulschließungen im kommenden Schuljahr zu vermeiden. Das teilte die Kultusministerkonferenz nach einer Tagung in Berlin mit.

Immer mehr Studien würden die gravierenden Folgen der Schulschließungen bestätigen: Sie hätten der psychischen und körperlichen Gesundheit der Kinder und Jugendlichen geschadet. Das sagte die Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Karin Prien. Deshalb müssten erneute Schulschließungen künftig ausgeschlossen bleiben.

Außerdem forderten die Kultusminister den Bund auf, weitere 500 Millionen Euro bereit zu stellen, um das Förderprogramm "Aufholen nach Corona" bis zum Ende des Schuljahres 2023-2024 zu verlängern. Darüber hinaus sollen Bund und Länder gemeinsam an langfristigen Aufholprogrammen arbeiten.

Die Kultusminister betonten auch die Notwendigkeit, dem Mangel an Lehrkräften entgegenzusteuern. Es reiche nicht, lediglich mehr junge Menschen zum Lehramts-studium zu motivieren. Denkbar sei etwa die gezielte Zuwanderung von Fachkräften und eine schnellere Eingliederung von ukrainischem Lehrpersonal.

Sendung: Inforadio, 24.06.2022, 13:00 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Dafür gibt es in den Vollkasko Sozialstaat Zuschüsse. Man kann sich auch gebraucht günstige Apple Produkte kaufen. Das braucht jedoch auch Eigeninitiative.

  2. 12.

    Dass das noch hervorgehoben oder überhaupt beschlossen werden muss, ist ein Armutszeugnis für Deutschland. Lasst endlich die Kinder normal leben und gut ist es!
    Jeder, der sich oder sein Kind impfen möchte, kann es tun. Aus die Maus!

  3. 11.

    Kann es sein, dass es Eltern gibt, die nicht die finanziellen Mittel haben?
    Klug reden ist einfach

  4. 8.

    Manche Eltern sind ja unfähig für eine entsprechende technische Ausstattung Zuhause zu sorgen.

    Ich erlebe es tagtäglich, dass viele Schüler kein entsprechendes Laptop ect haben.

    Wie soll ich als Lehrer unterrichten, wenn einige Schüler keinen Laptop oder kein vernünftiges Internet haben? Wir arbeiten mit der Software und den Produkten von Apple

  5. 7.

    Es steht jedem Erzieher frei, ein Lehramtsstudium aufzunehmen

    Erzieher mit Grundschullehrerrn gleichzustellen ist Unsinn. Völlig verschiedene Berufsinhalte

  6. 6.

    Die negativen psychisch-mentalen Folgen der Digitalisierung (lt. Prof. Manfred Spitzer, Uni Ulm/Dr. Michael Winterhoff) lassen sich seit 25 Jahren am Handeln der politischen Elite dieses Landes eindrucksvoll besichtigen:
    planerisches Unvermögen, Empathielosigkeit,eigene Überschätzung (BER und weitere Großprojekte, DB + Infrastruktur, realistischer Fachkräftebedarf in Bildungssystem/Verwaltung/Justiz, Durchführung von Wahlen in Berlin + aufgeblähter Bundestag, Migration + Asylrecht,...).

  7. 5.

    Einfach Weiterbildung vom Erzieher zum Grundschullehrer schaffen ... schon gäbe es viele neue Lehrer!
    In anderen Ländern sind Erzieher längst gleichgestellt mit Grundschul-Lehrern...

  8. 4.

    "Haben sich geeinigt", "forderten den Bund auf", "betonten die Notwendigkeit" - dann kann ja nichts mehr schiefgehen, wird ein tolles Schuljahr!

  9. 3.

    Die sind zusammengekommen um Nichts zu machen...
    Die "Wahl der Mittel" ohne Geld: Masken und Fenster auf...
    Frage: Erwachsene stehen vor lauter Ungeimpften in einem virusfreundlichen Umfeld? Was hat man wieder nicht getan, um das "Umfeld" anzupassen? Keine halben Klassen? Keine digitalen Medien/Voraussetzungen für Wechselunterricht? Es gibt so viel zu tun...
    "500 Millionen Euro bereit zu stellen, um das Förderprogramm "Aufholen nach Corona"" - so viel Geld für was genau? Wandertage? #rbb24: Ist das nicht einen Artikel wert? Oder mehr?

  10. 2.

    Wie wäre es mal endlich mit dem Digitalunterricht aus dem Keks zu kommen?
    Denn die Schließungen werden leider nicht zu vermeiden sein, da bereits aus dem Gutachten das die Regierung in Auftrag gegeben hatte durchgesickert ist, da genau das am effektivsten war.

  11. 1.

    "Die Kultusminister der Länder haben sich darauf geeinigt, Schulschließungen im kommenden Schuljahr zu vermeiden."
    Echt? Drauf muss man sich einigen? Sollte das nicht normal sein?

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