Kommentar | Waldbrände und Klimapolitik - Brandenburgs weißer Elefant

Mo 20.06.22 | 17:16 Uhr | Von Hanno Christ
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Das Luftbild zeigt ein Areal des Waldbrandgebiets bei Treuenbrietzen (Quelle: Landkreis Potsdam-Mittelmark)
Audio: rbb24 inforadio | 20.06.2022 | Ivo Ziemann | Bild: Landkreis Potsdam-Mittelmark

Es ist nicht etwa Kalifornien oder Südeuropa, sondern Brandenburg: Wieder drohen Menschen per Waldbrand ihr Hab und Gut zu verlieren. Das Land dörrt aus. Statt über einen vorzeitigen Kohleausstieg wird lieber über eine Verzögerung debattiert. Von Hanno Christ

Es ist schon fast eine Art düsteres Ritual, das sich alle Jahre in Brandenburg wiederholt: Es ist heiß, Bäume brennen, die Waldbrandzentrale schlägt Alarm, hunderte Feuerwehrleute rücken aus und löschen, was das Zeug hält. Bundeswehr-Hubschrauber kreisen über Badeseen, um dort Löschwasser einzusammeln. Politiker fahren in die Waldbrand-Regionen, um sich dort ein Bild von der Lage zu machen und sich mit den Menschen zu solidarisieren.

So ist es auch wieder an diesem Wochenende geschehen, an dem sich viele an das Jahr 2018 erinnert sahen. Damals brannte es bei Treuenbrietzen schon einmal heftig. Auch damals fürchteten Hunderte Menschen um ihr Hab und Gut. Doch wie die Hubschrauber um die Brände kreisen, so tun es auch manche Politiker: Sie kreisen um Ursachen und Brandbeschleuniger dieser Katastrophen vor den Toren der Landeshauptstadt. Die Klimakrise scheint der große, weiße Elefant zu sein. Jeder sieht das Problem im Raum, vor Ort aber zählt erstmal anderes. Das Klima-Thema scheint zu groß, um es zwischen Einsatzfahrzeugen auf einem staubigen Parkplatz bei Beelitz aufzugreifen.

Klimakrise kommt zu kurz

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eilte am Sonntag zu den Feuerwehrleuten. Wieder einmal ging es um munitionsbelastete Flächen, über die man "dringend mit der Bundesregierung" sprechen müsse. Um eine "ganze Reihe von Lehren", die sie aus der Brandkatastrophe von 2018 gezogen hätten. Die Ausstattung etwa, die verbessert worden sei. Aber kein Wort zur Klimakrise.

Geht im Eifer der Brandbekämpfung die Frage verloren, warum die Lage eigentlich dramatischer und lebensbedrohlicher wird? Es stimmt, dass Brandenburgs karge Böden, die trockenen Kiefernwälder und Altbestände an Munition eine gefährliche Mischung bilden. Sie machen das Land so anfällig wie kein anderes Bundesland für Waldbrände. Es stimmt aber auch, dass eigene politische Entscheidungen dazu beitragen, dass sich daran so schnell nichts ändert. Im Gegenteil.

Versorgungssicherheit vor Klimaschutz

Die klimaschädliche Braunkohle-Verstromung zählt zu den Hauptverursachern der globalen Erwärmung. In China, Indien, den USA vor allem. Aber eben auch in Deutschland. Nirgendwo wird hierzulande mehr in die Atmosphäre gepumpt als in Brandenburg. Und es ist dessen Landesregierung, allen voran SPD und CDU, die sich anschicken, damit in die Verlängerung gehen zu wollen.

Woidke gehörte zu den ersten, die nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine den im Ampel-Koalitionsvertrag angedeuteten Kohleausstieg bis 2030 in Frage stellten und die Versorgungssicherheit einmal mehr über den Klimaschutz stellten. Der eigentliche Ausstieg war einst – unter Zähneknirschen von Klimawissenschaftlern – für 2038 vereinbart worden. Daran wird nun festgehalten. Verhandelt sei eben verhandelt. Dazu kommt: Die Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine, der Umbau der Energieversorgung weg von Gas und Öl verleihen der Braunkohle zusätzliches Gewicht. Es sind schlechte Rahmenbedingungen für einen besseren Klimaschutz.

Es geht um mehr als Feuerwehrausrüstung

Das Perfide an der Klimakrise ist ihr – für den Menschen scheinbar langsamer – Verlauf, die Komplexität, die es schwer bis unmöglich macht, jeder Wirkung eine klare Ursache zuzuschreiben. Was kann da der oder die Einzelne oder gar ein Bundesland alleine ausrichten? Der Finger, der auf die anderen zeigt, ist in der Klimakrise weit ausgestreckt. Bei den Anderen ist es immer schlimmer, warum sollten wir damit anfangen? Für Politiker zahlen die leisen Erfolge im Kampf gegen die Klimakrise kaum ein, die Schaffung oder der Erhalt von Arbeitsplätzen schon viel eher.

Doch wie wichtig kann Versorgungssicherheit sein, wenn Brandenburger durch die Auswirkungen der Klimakrise nicht mehr nur um Arbeitsplätze, sondern womöglich auch um Leben und Existenz fürchten müssen? Wenn das Land langsam ausdörrt und Lebensgrundlagen verloren gehen? Es geht um mehr als um eine bessere Ausrüstung der Feuerwehren, Waldumbau und Brandschneisen. Das Wochenende hat einmal mehr gezeigt wie sehr Brandenburg im Fokus der Klimakrise steht. Und dass es eine Landesregierung verdient, die entschlossen dagegen handelt.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 20.06.2022, 19:30

 

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Beitrag von Hanno Christ

49 Kommentare

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  1. 49.

    Huch! Hab jetzt erst festgestellt, dass die Franzosen tatsächlich überwiegend mit Strom heizen. *facepalm*

  2. 48.

    Für langfristig 40 Grad Celsius darf aber keine weitere Emission der Treibhausgase mehr erfolgen oder mittelfristig stark reduziert werden, dann wird’s aber später trotzdem noch wärmer.
    Denn das Ganze besitzt durch die riesigen Energiespeicher noch eine nicht unerhebliche Verzögerungszeit.

  3. 47.

    Auch wenn das in der Sache wenig weiterhilft aber was haben die Berliner Regierungen der letzten Jahrzehnte Incl. der aktuellen bislang aktiv gegen den Klimawandel gemacht?
    BB kann ja wenigstens einen nennenswerten Teil der Energieversorgung halbwegs sauber vorweisen. Die große Kohleverstromung wäre energetisch für Brandenburg allein kaum notwendig, genauso auch >50% der PCK-Raffinerie.
    Strom, Diesel, Stahl, Bauholz, Nahrungsmittel etc. nimmt man gerne an in der Hauptstadt.
    Viele Regionen in BRB haben die Ausbauziele erneuerbare Energien für 2045 bereits jetzt bzw. zeitnah erreicht, wo man in Berlin anfängt darüber nachzudenken, wie man anfängt.
    Also so träge wie unsere Landesregierung häufig ist, aber die im Kommentar gemachten Vorwürfe sind doch ziemlich einseitig.
    100% regionale Medien berichten demgegenüber über die deutlich bessere technische Ausstattung unserer Feuerwehren und Forstbetriebe im Vergleich zu 2018, die auch nach dem Kohleausstieg dringend notwendig bleiben.

  4. 46.

    Physikalisch mit der Strahlungslehre (Absorption, Emission, ohne Transmission), der Sonnenstrahlung, dem Vakuum um die Erde und den dafür benötigen Treibhausgasen wie CO2, Methan und Wasserdampf etc. in der Atmosphäre.
    Der Rest ist Mathematik. Steigt die Konzentration der Treibhausgase steigt die Erderwärmung.
    Zusätzlich kommen nun die Mitkopplungen ins Spiel. Durch die Erwärmung werden Prozesse angeschoben, die wiederum die Eigenerwärmung weiter anregen.
    Und so weiter und so fort.

  5. 45.

    Sie kennen natürlich die Kernfusions-Konstante: Es dauert immer nur noch 25 Jahre bis zum ersten brauchbaren Reaktor. Egal wann man fragt. Bei uns in der Kneipe war früher ein Schild: Freibier gibt's morgen!

  6. 44.

    "Wir müssen Vorreiter werden. Anderen Ländern zeigen, dass es gehen kann."
    Aha, ich stelle mir grad mal vor der franz. Präsident stellt sich hin und sagt nach dem nächsten Winter, indem die Deutschen schön gefroren haben, wir gehen auch den deutschen Weg und schalten unsere 56 Reaktoren ab.
    Was denken sie was dann in Frankreich los ist?
    Kein Land der EU, geschweige in der Welt, wird seinen Bürgern zumuten im Winter nen kalten A.... zu haben.....so ganz nach deutschem Vorbild!

  7. 43.

    Machen es 40 Grad irgendwie besser???
    Langsam nerven die Provokationen der Kohlerüpel.

  8. 42.

    Ob die Menschen in dreißig Jahren, wenn alles zu spät ist auch so sehen?
    Wir laufen auf eine Katastrophe mit Ansage zu, versuchte Diffamierung aus der Kohle Ecke braucht keiner.

  9. 41.

    Was bringt ein FNP? Es gibt acht Themenbereich, die in Aussenbereichen privilegiert sind. Das fängt bei der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung an und geht über die Nutzung von Wasser- und Windkraft hin bis sogar zur friedlichen Nutzung der Kernenergie samt Entsorgung der derer Abfälle. Für die bedarf es keines Bebauungsplanes.

    Das Baurecht sieht aber nicht vor, Bauer Harms vorzuschreiben, was für Bäume er zu pflanzen hat, sofern nicht weitere Regelwerke das einschränken. Da wachsen dann oft halt brandgefährliche Kiefernmonokultur von geringer ökologischer Qualität als Ersatz für die Preußenbäume wie auch der Forstwirt daraus auch nicht zu Kampfmittelräumung verpflichtet werden kann.

  10. 40.

    "Ja, wir haben speziell durch die CDU jeglichen Vorsprung verloren: Bei der Photovoltaik, bei der Windkraft, beim eAuto und bei allen alternativen Technologien." Bei der Forschung zu Fusionskraftwerken steht Deutschland aber sehr gut da (Wendelstein 7-X in Greifswald).

  11. 39.

    Der Waldumbau läuft ja deshalb auch schon. Das geht aber nicht so schnell - da braucht es schon noch ein Konzept für die Zwischenzeit. Das nächste Problem kommt mit weiter fortschreitendem Umbau vielleicht beim Nutzholz. Die Kiefernwälder sind ja zumeist keine Wälder sondern Nutzforst mit einem schnellwachsenden Baum - was wird der Nachfolger der Kiefer als schnellwachsendes Nutzholz werden, wenn man nicht auf die Holzwirtschaft dazu verzichten will (oder nur noch Sparflamme betreiben will und mehr importiertes Holz (was und woher eigentlich) nutzt)?

  12. 38.

    Vernünftiger Vorschlag, die Munitions-Altlasten aus dem Boden zu holen, auch mit Hinblick auf die Gelder, die Deutschland für anderes verpulvert.

    Der Haken dabei:
    Deutschland, also der Bund, kommt nur für die Beräumung von Munition und anderem Kriegszeug auf, das ein Hinterbleibsel Deutschlands ist, also quasi als Rechtsnachfolger von Wehrmacht usw.
    Alles andere, von Alliierten oder Besatzern, fällt zu Lasten des Eigentümers, oder des Landes, wenn der Eigentümer Glück hat.
    Womit sich wieder neue Fragen ergeben, nach dem Geld.

  13. 36.

    "Woidke....dem fällt zuerst nach Kriegsbeginn ein weiter Kohle zu verfeuern. "
    Hmm, das Ihr grüner Habeck seit Ende April an einem derartiges Gesetz bastelt, ist in Ihrer Welt noch nicht angekommen.
    Woitdke hat es wohl schon vorhergesehen...schlauer Kerl

  14. 35.

    Lieber Herr Christ,

    Ich glaube, Sie haben zwei englische Redewendungen vermischt oder verwechselt - ein 'white elephant' ist eine kostspielige, sinnlose Fehlinvestition (der BER?) und ich denke, darum geht es in Ihrem Artikel nicht.

    Der 'elephant in the room' ist dagegen ein offensichtliches Problem, über das niemand spricht oder sprechen will, also der 'Elefant im Raum' , ohne das Adjektiv " weiß". 'Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen' geht natürlich auch. Beste Grüße

  15. 34.

    ""auch um Leben und Existenz fürchten""
    Bei aller Ernsthaftigkeit zum Thema lieber @rbb, aber dies ist astreines Boulevardniveau!

  16. 33.

    "Zahlreiche sichere Atomkraftwerke könnten die Lösung für die Klimakrise sein"

    Und wo sollen die auf absehbare Zeit herkommen?

  17. 32.

    Was bringt ein FNP? Es gibt acht Themenbereich, die in Aussenbereichen privilegiert sind. Das fängt bei der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung an und geht über die Nutzung von Wasser- und Windkraft hin bis sogar zur friedlichen Nutzung der Kernenergie samt Entsorgung der derer Abfälle. Für die bedarf es keines Bebauungsplanes.

    Das Baurecht sieht aber nicht vor, Bauer Harms vorzuschreiben, was für Bäume er zu Pflanzen hat, sofern nicht weitere Regelwerke das einschränken. Da wachsen dann oft halt brandgefährliche Kiefernmonokultur von geringer ökologischer Qualität als Ersatz für die Preußenbäume wie auch der Forstwirt daraus auch nicht zu Kampfmittelräumung verpflichtet werden kann.

  18. 31.

    Zitat:"Versorgungssicherheit vor Klimaschutz"

    Was gibt es daran auszusetzen, so lange keine andere Alternative zur Verfügung steht und die Lücke auch vollständig abdeckt?

    Der Aufschrei in D wird gewaltig, wenn im Winter die Stromversorgung evtl. für mehrere Stunden am Tag einfach abgeschaltet wird wegen Rationierung.
    Und wer wird dabei auch mit ganz vorn dabei sein? Die Kritiker hier.
    Jeder hier will weiter seine (mind) 21°C Zimmer-Temperatur im Winter haben und auch durchgehende Stromversorgung für ALLE.
    Oder nicht?
    Wo sind die Alternativvorschläge, die bis zum Winter das Problem lösen werden?
    Ich sehe die weder im Beitrag noch in den Kommentaren der (teils fanatisch erscheinenden) Kritiker.

    Lade-Verbot für E-Kfz im Winter wegen fehlender Stromversorgung wird auch niemand hinnehmen wollen, oder?
    Und E-Bike-Akkus müssen auch dran glauben, damit wenigstens U+S-Bahn noch fahren können?
    Einverstanden?
    Alternativen sind gefragt, anstatt fanatischer Kritik.

  19. 30.

    Ja. Und Mischwald würde den Boden verbessern und Feuchtigkeit halten. Monokulturen sind in jedem Fall ungünstig für die Bodenbeschaffenheit.

  20. 29.

    Ja, natürlich gewagt, weil das Baurecht immer auch ein ...und... fordert. Der Gesetzgeber will, dass ein Ausgleich hergestellt wird!!! Dass die eigentlichen Fachplanungen da recht schwer daherkommen, ist sehr bedauerlich, aber das Baurecht ist ein ziemlich starkes Recht, was man so erfahren hat. Also kommt es darauf an, was mit dem...und...passiert. Ich habe keine Ahnung, wie es in dieser Gegend damit bestellt ist. Deshalb frage ich ja.
    Vor allem auf den nicht munitionsbelasteteten Flächen müsste etwas(?)passieren. Sie haben es ja gelesen. --Dennoch sieht es mit Forsten auf den Böden der Urstromtalungen echt nicht gut aus. Aber würde man "die Segel streichen", dürfte man auch nicht die Kippen des Bergbaus aktiv bewalden können. -- Nur stelle ich mir das südlich von Drebkau/Steinitz auf der "Buckelpiste" recht schwierig vor. Ohne Gedanken und Gefühl? Wie soll da mal Landschaft entstehen? Nächste Frage??? Wann rücken da die Kultivierer an?

  21. 27.

    ...dem kann ich mich nur anschließen: BRAVO! ...dank unserer Beiträge zu unabhängigen Medien.

  22. 26.

    Sie können sich nicht dauerhaft an den Klimawandel anpassen. Spätestens bei Außentemperaturen um die 50 °C ist "Schicht im Schacht".
    Wenn wir weiter in dem Tempo Treibhausgase erzeugen, dann dauert es vielleicht bestenfalls noch 30 Jahre bis wir sämtliche Tipping-Points überschritten haben, denn der Klimawandel befindet sich bereits in einer Mitkopplung. Und wenn wir die Tipping-Points erreicht haben, gibt es auch kein zurück mehr, egal was wir dann veranstalten.

  23. 25.

    Hallo Herr Hano Christ, zur Wahrheit gehört auch, daß Berlin sowohl mit Öl und Benzin zu 100% aus BB beliefert wird. Rund 80% Strom und Gas kommt aus BB nach Berlin. BB regeneriert ca. 65% seines Stromes aus Windkraft. BB beliefert Berlin zu 70% mit regionalen Produkten. BB hat kaum energiefressene Industrie. Was wollen Sie Herrn Woidke eigentlich vorwerfen. Was macht eigentlich Berlin für Brandenburg? Berlin könnte sich doch an der Munitions- und Totholzräumung finanziell mitbeteiligen.

  24. 24.

    „Jede Kommune muss einen Flächennutzungsplan haben“ - Sehr gewagt...
    Glauben Sie nicht, dass das gerade nicht der Fall ist? Kostet Geld und schränkt den Gestaltungsspielraum von (Nicht-)Genehmigungen ein. Bis der Wildwuchs ein Eingreifen erfordert...

  25. 23.

    Danke Herr Christ, ein Kommentar auf den Punkt!!!
    Woidke....dem fällt zuerst nach Kriegsbeginn ein weiter Kohle zu verfeuern.
    Als gelernter Bauer sollte der MP mehr Verstand haben. Als Kohlelobbyist zählt Verstand nicht und mehr als immer nur von anderen zu fordern kann er nicht.
    Die Situation wird immer schlimmer und diese Versager kuschen vor der AfD.
    Einige hier die Anpassung fordern sollen mal darlegen wie die aussieht wo bei unerträglicher Hitze, ohne Wasser nichts mehr wächst.

  26. 22.

    Ein flinker Kohleausstieg und Munitionsberäumung in großem Stil hört sich nach ner coolen Kombi an.

  27. 21.

    "So wirkt es "schlaumeierisch" ohne Bezug." Glashaus, Steine und so... Selbstverständlich ist der menschgemachte Klimawandel daran schuld, dass Brandenburgs Wälder brennen. Wir vermelden ein Dürresommer nach dem anderen und die (Landes-) Politik macht bestenfalls Nichts! Oder man biedert sich den Unternehmen der Kohleförderung und -verbrennung an.

  28. 20.

    Mich würde echt mal interessieren, was die zahlreichen Umweltplanungen in den von den Kreisen ausgewiesenen Flächen so erforscht & "aufgeschrieben" haben.Jede Kommune muss einen Flächennutzungsplan haben. Wenn selbst das Baurecht, was ja stellenweise "sehre" kon-servativ "daherkommt" formuliert, was in den Planungen, an- ich sags mal so-Verbindungs"linien" zum Umweltrecht hergestellt werden muss! Es ist ganz nicht das Fachrecht für den Umweltschutz! Aber ich frage mich, was da - & wir haben diese Gesetzgebung seit 1990 mit mehreren Aktualisierungen in der Bauleitplanung u. im Umweltrecht,--& wie da `was umgesetzt wurde? Es muss doch möglich sein, mit kleineren Maßnahmen, die nicht zwingend viel Geld kosten müssen, Schritt für Schritt endlich mal vorwärts zu kommen! Bekämpfung ist gut & richtig! Gr. Lob! Aber Vorbeugung wäre wesentl. besser!!! V.a., was passiert auf nicht munit.-belasteten Flächen??? Schutzwald ???

  29. 19.

    Kein weisser Elefant sichtbar. Die Fachleute sehen die Hauptprobleme in den Kiefer-Monokulturen. " Die Kiefer habe einen sehr hohen Totholzanteil auf dem Boden, der austrocknen kann, sagte Tanja Sanders vom Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde . Die Nadeln verrotten sehr langsam und seien sehr leicht entflammbar. "Mit 70 Prozent Fläche von Nadelwald in Brandenburg ist das natürlich ein riesiges Risiko." In den Statistiken sehe man, dass über 70 Prozent der verbrannten Flächen aus Nadelwald bestanden.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/waldbraende-in-brandenburg-landkreis-gibt-entwarnung-wirklich-keine-gefahr-mehr-fuer-brandenburger-ortschaften/28435536.html

  30. 18.

    Danke für den Artikel. Vielleicht kann man ja irgendwann anderen zeigen wie es geht anstatt mit dem Finger auf sie zu zeigen. Die Kosten die uns der Klimawandel aufbürden wird werden immens sein und immer weiter ansteigen, je länger wir abwarten etwas zu ändern.

  31. 17.

    Richtig, leider begreifen es die Menschen in diesem Lande nicht und denken immer noch das Deutschland das Weltklima rettet! Wir sollten uns auf den Klimawandel einstellen und lernen mit ihm zu leben.

  32. 16.

    Zahlreiche sichere Atomkraftwerke könnten die Lösung für die Klimakrise sein - nur wollen das die Grünen nicht.
    Dann könnten sogar die Kohlekraftwerke weiterlaufen.
    Dann hätte man auch mehr Geld für Naturschutz und Feuchtbiotope.
    Deutschland zu verarmen jedoch, wird dazu führen, dass sich niemand mehr für Unweltschutz interessiert.

  33. 15.

    "Wir können in Deutschland am Klimawandel nichts machen..." Das hört man hier immer wieder. Ja, wir haben speziell durch die CDU jeglichen Vorsprung verloren: Bei der Photovoltaik, bei der Windkraft, beim eAuto und bei allen alternativen Technologien. "Diesel dir leb' ich, Diesel dir sterb' ich" war die Devise. Ja, konservative Politik lässt auch nichts anderes erwarten. Jetzt werden aber leider die Grünen auch konservativ. Die ehemals jungen Grünen sind jetzt leider auch 70 und konservativ.

    Natürlich können wir gegen den Klimawandel was machen: Wir müssen Vorreiter werden. Anderen Ländern zeigen, dass es gehen kann. Wir müssen aufhören auf fossile Halunken zu hören. Wer nicht anfängt aufzuhören, der macht immer weiter. Ein konservatives Leben ist unangepasst und geht immer zu Lasten der nachfolgenden Generationen.

  34. 14.

    Kampfmittel-Räumung ist, wie der Name erahnen lässt, kein ungefährlicher Job und führt mithin zum Verlust der Gesundheit und manchmal auch Gliedmaßen.
    Danke, dass SIE für die Kohlekumpel und Raffineriemitarbeiter mit gutem Beispiel vorangehen und mit Metallsonde und Schippe für sichere Wälder sorgen.
    Oh, dass war gar keine Bewerbung?
    Dann habe ich "Ein Radfahrer" missverstanden. Mein Fehler.

  35. 13.

    Erst einmal fängt ein Wald nicht einfach so an zu brennen, auch nicht bei Temperaturen jenseits der 40 Grad. Da wäre es im Bericht schon hilfreich zu erfahren, ob sich die vermutlich unter der Erde verbliebene Munition durch Hitze selbst entzündet oder aber der Brand durch Zigaretten, Glas oder ähnliches entstanden ist.

    Außerdem würde mich interessieren womit Herr Christ gedenkt im Winter zu heizen, wenn er Kohle und (Fracking-)Gas aus den USA und Russland sowie vermutlich auch Atomstrom ablehnt. Die letzten Wochen war es gefühlt nahezu windstill und die Mengen an benötigter Photovoltaikflächen können weder in den nächsten Jahren produziert noch installiert werden.

  36. 12.

    Wir haben in D nur eine Energiequelle, die klimaneutral ist und genügend Power hat, um uns aus der Abhängigkeit von den Fossil-Halunken heraus zu bringen: Die Windenergie. Wenn wir den Klimawandel bekämpfen wollen, benötigen wir mehr Windräder. Natürlich auch Photovoltaik und das private Speichern von Strom muss sich lohnen.

    Wenn man heute mit Glück für eine eingespeiste kWh 8 ct bekommt und dann 30 ct bezahlen muss, wenn man sie gleich wieder abruft, dann ist Strom-Speichern nicht sinnvoll (also Strom bei Überfluss preiswert kaufen und speichern, dann bei Dunkelflaute wieder zum höheren Pries einspeisen).

  37. 11.

    Ein ganz wunderbarer und weitsichtiger Kommentar. Die langen Dürreperioden und die für unsere Region viel zu hohen Temperaturen sind nur die Spitze des Eisbergs. Die gesamte Bebauung nimmt auf eine klimagerechte und ökologische sinnvolle Bebauung keinerlei Rücksicht. Monokulturen in der Landwirtschaft, Aufforstung der Nadelwälder auf dem trockenen Sandboden, entweder Gartenbepflanzung die ökologisch nutzlos ist und viel Wasser verbraucht wie ein Zierrasen oder zu betonierte, versiegelte Grünflächen ohne eine Chance auf eine natürliche Regeneration. Brunnen auf den Privatgrundstücken, die den Grundwasserspiegel "kostenlos" belasten und riesige Poollandschaften, die 1 mal im Monat "genutzt" werden. Die "Gäste" und die Anwohner dieser wunderschönen Region, lassen ohne Rücksicht auf Verluste - Zigarettenkippen fallen, Glasscherben am Wegesrand liegen und zerstören durch Ihre "Wanderungen" den Schilfgürtel des Seddiner Sees.






  38. 10.

    Sehr geehrter Herr Christ, gestern ging es um die Brandbekämpfung und nicht um den Klimawandel. Darüber haben Ihre Kollegen und Kolleginnen sehr gut berichtet. Eine Diskussion in Treuenbrietzen und Beelitz gestern Abend zum Klimawandel wäre fehl am Platze. Das ist wieder Thema in nächster Zeit.

  39. 9.

    Klimakrise - Waldbrände - politische "Verharmlosung" der Ursachen ... weitete Kohleförderung ? (Grund: Auswirkungen des Ukrainekrieges...) ; Dagegen stehen :
    Klimaschutz - schneller Ausstieg aus der Kohleförderung - deutliche Einschränkungen im täglichen Leben... Das ist ein Dilemma !!!
    Alle Lösungen haben negative Folgen. Die Frage ist, wer, wann, welchen Preis zahlt. Unsere Generation ? Das wäre fair, denn wir haben die Ausbeutung der Erde verschuldet und alle Vorteile genossen.

  40. 8.

    " Für Politiker zahlen die leisen Erfolge im Kampf gegen die Klimakrise kaum ein, die Schaffung oder der Erhalt von Arbeitsplätzen schon viel eher."

    Damit ist das Grundproblem - eigentlich sogar jeder Politik - treffend benannt. Was verhindert worden ist, ist ja nicht zu sehen und was sich erst in zehn oder zwanzig Jahren zeigt, kommt erst der nächsten Generation Politiker zugute. Wird aber von Heute auf Morgen ein Betrieb und eine Anlage zugemacht, fällt das den heute Agierenden auf die Füße.

    Politische Gestaltung lässt sich weder auf Legislaturperioden beschränken, erst recht lässt sie sich nicht darin einsperren. Das sollte jeder recht vordergründigen Parteitaktik entgegenstehen.

  41. 7.

    Mit der Kampfmittelräumung könnte man auch den Kohlekumpel und den Raffineriemitarbeitern zukunftssichere Arbeitsplatze bieten. Nur wollen das SPD, CDU, Linke und AfD nicht.

  42. 6.

    Da war soviel Munition aus den vergangenen Kriegen in der Gegend im Boden. Jetzt sollte man hier auf der frei gewordenen Fläche Platz zur Verfügung haben, der jetzt für neue Wohnquartiere zur Verfügung steht. In nur ca. 1h mit dem ÖPNV nach Berlin rein, ist doch bei hybridem Arbeiten okay. Hier sollte also zeitnah ein Flächennutzungsplan erstellt und WOhnraum geschaffen werden. Von dort kann man dann auch gut mit dem Auto zum TESLA-Werk oder zum neuen geplanten ICE-Werk in Stahnsdorf.

  43. 5.

    Ja, das Land wird weiter ausdörren. Aber auch Teile Sachsen-Anhalts und Niedersachsen.
    Ja, die Politik sieht regional noch immer nur die lokalen Bedürfnisse und schaut darüber hinweg, dass wir in eine existentielle Krise stolpern.
    Was tun?
    Beginnen wir doch damit, Landwirtschaft und Forsten dazu zu bewegen, die verdunstungsaktiven Monokulturen auf Feldern und in Wäldern viel schneller umzuwandeln.
    Lassen wir es nicht zu, dass Kohle statt massivem Ausbau der Erneuerbaren das Thema ist.

  44. 4.

    Der Kohleausstieg in Brandenburg/Deutschland/Europa wird nichts am Klimawandel ändern..insofern verstehe ich die Intension dieses Artikels nicht. Wir werden mit den Folgen des Klimawandels leben müssen..und dazu zählt auch eine bessere Feuerwehrausrüstung

  45. 3.

    Klar, die Klimakrise kommt zu kurz. Wir müssen so schnell es geht aus der Kohle raus. Aber ein Kohleausstieg bringt gegen die Trockenheit nur sehr bedingt etwas. Zusätzlich müssen zahlreiche weitere Maßnahmen zur Anpassung an die Trockenheit gemacht werden. Selbst wenn wir weltweit heute aufhören würden CO2 zu erzeugen, würde das Klima sich noch einige Jahrzehnte weiter anheizen, einfach durch die Emissionen, die schon in der Luft sind.

  46. 2.

    Der Kohleausstieg ist beschlossen und kommt. Eine Chance, dass er schneller kommt besteht nur dann, wenn Herr Christ hier, statt zu suggerieren, einen Zusammenhang zwischen weniger Waldbrände in Brb. und dem Kohleausstieg herstellen und die Alternative zum Erdgas aufzeigen kann. So wirkt es "schlaumeierisch" ohne Bezug.

  47. 1.

    Es wäre ja nach 30 Jahren mal an der Zeit diesen ganzen Mist aus der Erde wegzuräumen, das riesige Gelände vernünftig aufzuforsten und dabei so zu gestalten das in Zukunft ein Brand leichter bekämpft werden kann!
    Wie lange soll dieses Gebiet denn noch Sperrgebiet bleiben?
    Ja es kostet Geld, aber wenn ich sehe wie in Deutschland jährlich Milliarden unnütz "verbrannt" werden, wäre es hier gut angelegt......für Tiere, Pflanzen und Menschen!

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