Bürgermeisterinnenwahl in Werder/Havel - Saß und Lorentz treten am Sonntag zur Stichwahl an

So 26.06.22 | 10:40 Uhr
Ein Boot legt an einem Steg in Werder (Havel) an (Bild: imago iamges/Stefan Laws)
Audio: Antenne Brandenburg | 26.06.2022 | Bild: imago images/Stefan Laws

Die Bürgerinnen und Bürger von Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) entscheiden am Sonntag über ihr künftiges Stadtoberhaupt. Amtsinhaberin Manuela Saß (CDU) und Herausforderin Anika Lorentz (parteilos) treten zur Stichwahl gegeneinander an.

Werder/Havel gilt seit Jahrzehnten als CDU-Hochburg. Bürgermeisterin Saß holte bei der Wahl am 12. Juni 43,4 Prozent und damit die meisten Stimmen. Die absolute Mehrheit hat sie aber verpasst. Lorentz bekam auf Anhieb mehr als ein Viertel der abgegebenen Stimmen.

Saß geht damit zwar als Favoritin in die Stichwahl, aber chancenlos scheint ihre Herausforderin nicht zu sein. Denn das Ergebnis für Saß ist nicht mehr so eindeutig wie noch bei der Wahl 2014. Damals war sie im ersten Anlauf mit fast zwei Dritteln der Stimmen gewählt worden.

Werder braucht mehr Wohnraum

Unter Saß als Bürgermeisterin wurde unter anderem die historische Innenstadt fertig saniert und in den Neubau von Schulen und Kitas investiert. Das Großprojekt Haveltherme wurde nach vielen Schwierigkeiten, Verzögerungen und einem Bauträgerwechsel zu Ende gebracht.

Doch die Herausforderungen in der Stadt mit ihren 27.000 Einwohnern bleiben groß: Auch hier werden mehr bezahlbarer Wohnraum sowie weiterhin Schul- und Kitaplätze benötigt. Zudem gibt es in der wachsenden Stadt mit ihren engen Straßen immer häufiger Stau.

Die neue Bürgermeisterin übernimmt ihr Amt ab 1. Oktober.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26. Juni 2022, 7 Uhr

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