Giffey in Frankreich - Was Berlin von Paris in Sachen Verkehr lernen kann

Di 12.07.22 | 06:01 Uhr | Von Jan Menzel
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Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo mit Christian Prudhomme, Olivier Schneider am 21. Mai 2021 auf Fahrrädern. (Quelle: dpa/Marechal Aurore)
Audio: rbb24 Inforadio | 12.07.2022 | Jan Menzel | Bild: dpa/Marechal Aurore

Wenn Franziska Giffey in dieser Woche Paris besucht, kommt sie in eine Metropole, die sich neu erfindet. Giffeys Amtskollegin Anne Hidalgo baut die Stadt in einem Tempo um, von dem Berlins rot-grün-roter Senat nur träumen kann. Von Jan Menzel

Vielleicht ergeht es der Regierenden Bürgermeisterin bei ihrem Paris-Besuch wie Berlins bekanntester Radlerin Ragnhild Sørensen. Die Sprecherin der Initiative "Changing Cities" war zuletzt im Mai in der französischen Hauptstadt und der Kurztrip wirkt noch immer nach. "Da passiert irrsinnig viel und man merkt total, dass überall umgebaut wird", schwärmt Sørensen.

Die Aktivistin hatte extra ihr eigenes Fahrrad mitgenommen, um damit den Praxistest in der Berliner Partnerstadt zu machen. Acht Kilometer von einer Bahnstation zur anderen ist sie quer durch die Pariser Innenstadt geradelt. "Fast auf der gesamten Strecke gab es separate Radstreifen." Einige davon seien nur provisorisch eingerichtet und längst nicht alle mit Pollern abgetrennt gewesen. Aber der Plan dahinter ist für Sørensen klar erkennbar: "Man sieht, wie konsequent die Autos zurückgedrängt werden."

Tempolimits und Radstraßen

Die Frau hinter diesem groß angelegten Stadtumbau ist die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Sie hat ähnlich wie einige Berliner Bezirke mit den Pop-Up-Radwegen die Corona-Pandemie genutzt, um die Verkehrswende zu beschleunigen. Eines ihrer Vorzeige-Projekte ist die Rue de Rivoli, eine rund drei Kilometer lange Achse, an der das Rathaus und der Louvre liegen. Seit anderthalb Jahren ist die einst stark befahrene Hauptstraße autofrei. Der Straßenraum gehört den Fußgängern und Radlern.

Hidalgo hat, seit sie vor acht Jahren das Rathaus der französischen Hauptstadt übernommen hat, die Verkehrswende zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht und sich dabei von harscher Kritik nicht beeindrucken lassen. Als "groteske und dumme Maßnahme, die die Bürger gegeneinander aufbringt" bezeichnete der Verein "40 Millionen Autofahrer" das von Hidalgo versprochene generelle Tempolimit in der Stadt. Seit einem Jahr gilt Tempo 30 nun in der Stadt, abgesehen von den Champs Elysées, den Seine-Uferpromenaden und der Stadtautobahn, auf der die Höchstgeschwindigkeit weiter bei 70 km/h liegt.

Pariser Fahrradfahrer:innen fahren am 16.09.2020 über die Rue de Rivoli in Paris, die die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo für den Autoverkehr gesperrt hat. (Quelle: dpa/Daniel Pier)Die Rue de Rivoli, eine einst stark befahrene Hauptstraße, ist seit eineinhalb Jahren autofrei.

Olympische Spiele als Ansporn

Mit einem guten Gespür für Jahreszahlen und passende Großereignisse geht die Pariser Rathaus-Chefin die nächste Etappe der Verkehrsberuhigung an. 2024 soll pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen ein faktisches Verbot für Dieselfahrzeuge in der Innenstadt greifen. Zusätzlich wird ein großer Bereich der City zur verkehrsberuhigten Zone. Freie Bahn sollen nur noch Fußgänger, Radfahrende, Busse und Lieferwagen haben. Der Durchgangsverkehr muss draußen bleiben.

All das ist deutlich radikaler und größer dimensioniert als alles, was Berlin derzeit auf die Straße bringt. Erst kürzlich war die SPD im Bezirk Mitte mit dem Vorschlag vorgeprescht, autofreie Kieze in Moabit oder im Scheunenviertel einzurichten, wofür es prompt einen Rüffel von oberster Stelle gab. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) gab ihren Parteifreunden mit auf den Weg, dass das so einfach nicht gehe und man die Autos nicht in die umliegenden Straßen wegdrücken könne.

Durch Paris mit dem Auto? – "Muss man vergessen"

Obwohl beide Bürgermeisterinnen – die Sozialdemokratin Giffey und die Sozialistin Hidalgo – Mitglieder der gleichen europäischen Parteienfamilie sind, fallen ihre Antworten auf die Zukunftsfragen von Mobilität und Klimaschutz recht unterschiedlich aus. Undenkbar, dass Giffey so etwas wie "Es gibt kein Recht darauf, mit dem Auto über die Straße des 17. Juni zu fahren" über die Lippen kommen würde. Von Hidalgo ist dagegen der Satz überliefert: "Paris im Auto von Westen nach Osten zu durchqueren, ist nicht mehr möglich. Das muss man einfach vergessen."

Dieses Konzept stößt erwartbar bei der Berliner Rad-Aktivistin Ragnhild Sørensen auf sehr viel Gegenliebe: "Anne Hidalgo hatte von Anfang an eine klare Vision" lobt sie und verweist darauf, dass in den nächsten Jahren die Hälfte aller oberirdischen Parkplätze in Paris wegfallen soll. "In Berlin weiß man ja nicht einmal, wie viele Parkplätze wir überhaupt haben", schüttelt Sørensen den Kopf.

Gewählt für weniger Autoverkehr

Auch die Mobilitätsforscherin Dagmar Köhler vom Deutschen Institut für Urbanistik (difu) sieht Paris bei den Weichenstellungen für die Mobilität der Zukunft inzwischen vorn. Ein entscheidender Faktor sei, dass die Verkehrswende in Paris Chefsache sei. "Das ist Ausdruck von political leadership und es ist besonders bemerkenswert, dass die Pariser Bürgermeisterin ausdrücklich mit einem Plan für eine lebenswerte Stadt mit weniger Autos wiedergewählt wurde", stellt Köhler fest. Beachtlich findet die difu-Wissenschaftlerin auch das Tempo, das Hidalgo beim Stadtumbau vorlegt.

"Berlin hatte schon vor 10 Jahren viele Radwege. Paris hat beim Radverkehr praktisch bei Null angefangen", sagt sie. Ragnhild Sørensen hat bei ihrer Radtour durch Paris auch registriert, dass es dort inzwischen feste, zugewiesene Stellplätze für Leihräder und E-Scooter gibt, während an der Spree immer noch diskutiert wird, wie man das Wildparken dieser Zweiräder in den Griff bekommen kann. Und Lutz Kaden von der Berliner Industrie- und Handelskammer IHK blickt etwas sehnsüchtig auf die "echten Lieferzonen", in denen nur das Be- und Entladen und sonst nichts erlaubt ist. "Das könnten wir uns von Paris abgucken."

Hidalgo hat es leichter als Giffey

Allerdings hat Anne Hidalgo es mit ihrer Politik an einer entscheidenden Stelle deutlich leichter als die Regierende Bürgermeisterin: Sie ist "nur" für die Stadt Paris mit ihren gut 2 Millionen Einwohnern und nicht für den gesamten Ballungsraum zuständig. Diese Kernstadt ist vergleichbar mit dem Gebiet innerhalb des Berliner S-Bahn Rings. Franziska Giffey muss dagegen die ganze Stadt mit ihren Außenbezirken und fast doppelt so vielen Einwohnern sowie die Interessen der Pendler im Blick behalten.

Auch deshalb findet sich im rot-grün-roten Koalitionsvertrag nur die vage Aussage, dass innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings "mittelfristig" eine Zero-Emission-Zone eingerichtet werden soll. In Paris ist das Jahr 2030 als festes Datum für ein Verbot von Autos mit Verbrennungsmotor schon gesetzt. Die französische Hauptstadt setzt auch hier im Metropolen-Vergleich den Standard. Doch abschreiben will Verkehrsforscherin Köhler Berlin deswegen nicht.

Berlin hat bessere Voraussetzungen

Zuletzt lag der Anteil des Radverkehrs am Berliner Gesamtverkehrsaufkommens bei 18 Prozent, Tendenz steigend. Von dieser Marke ist Paris trotz aller Fortschritte noch ein gutes Stück entfernt. Außerdem seien mit den vielen breiten Straßen die Voraussetzungen hier sehr viel günstiger als im engen Innenstadtbereich von Paris, urteilt Dagmar Köhler vom Deutschen Institut für Urbanistik. "Von daher wäre es in Berlin von der Sache her ein Leichtes den Verkehrsraum anders zu verteilen. Davon kann Paris nur träumen."

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Beitrag von Jan Menzel

37 Kommentare

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  1. 37.

    „Kein Wort zu den Problemen: Radfahrer vs. Fußgänger.“

    Dass sich Radfahrer:innen und Fußgänger:innen teilweise sehr nahe kommen, liegt einzig und allein daran, dass ihnen aufgrund der jahrzehntelangen Bevorzugung des Autoverkehrs leider nur ein Platz am Rand der Verkehrsführung eingeräumt worden ist. Mit mehr deutlich – und dort, wo möglich am besten auch baulich – vom Autoverkehr abgetrennten und dadurch (auch für Kinder) sichereren Radwegen dürfte sich dieses Problem dann auch merklich verringern.

    „Kein Wort zum Lieferverkehr, der wesentlich kleiner als in Berlin ist.“

    Wenn Sie noch mal genau nachlesen, werden auch Sie entdecken, dass dazu in Paris anscheinend sehr wohl eine praktikable Lösung gefunden worden ist. Zumindest scheint Herr Kaden von der IHK das so zu sehen.

  2. 36.

    Die Wählerschaft sind alle, da es Fahrrad Enthusiasten in allen politischen Lagern gibt. Vermutlich sogar mehr bei der SPD als bei den Grünen. ( ist eine Vermutung, keine Behauptung)
    Es wird hier immer ein extrem gesucht, statt nach einem gemeinsamen miteinander. Es fehlt ein ganzheitliches Verkehrskonzept! Die Politik versucht immer die Autofahrer gegen die Radfahrer auszuspielen um von eigentlichen Problemen abzulenken und am Ende verlieren alle. Ist halt schöne populistische Politik und dann muss man sich nicht um Lösungen kümmern. Noch zu Bismarcks Zeiten gab es Verkehrskonzepte die stärker auf ein ÖPNV gesetzt haben. Leider wurde seither nichts davon umgesetzt und auch nichts wirklich Neues entwickelt.
    Es geht mir nicht darum die Radfahrer zu verdammen, sondern vielmehr darum die Bedürfnisse ALLER zu berücksichtigen. Miteinander statt gegeneinander!

  3. 35.

    Sie stellen den Ausbau des Radverkehrs mit der totalen Verdrängung des MIV gleich. Das ist populistisch und typisch für die Ansprüche vieler (hier kommentierender) MIV-Nutzer. Einfacher wird der Prozess durch Einsicht.

  4. 34.

    In Paris kommt man im Gegensatz zu Berlin mit dem RER auch abends mit dichten Takten ins Umland.

  5. 33.

    Das Titelbild zeigt Fußgänger, die nur noch ein ganz schmalen, zudem noch per Zaun versehenen Gehbereich haben (obwohl von der mehr als breiten Fahrbahn eigentlich gut etwas abgezwackt werden könnte, um einen vernüftigten Gehweg draus zu machen). Da kann kaum jemand aneinander vorbeigehen geschweige denn mit Kind an der Hand oder mit Kinderwagen unterwegs sein. Wenn so die Pariser Lösung aussieht, dann kann ich in Berlin drauf verzichten. Fußgänger dürfen nicht auf enge und schmale Randbereiche verdrängt werden!

  6. 32.

    „Radfahren ist ja ganz nett, wenn sich diese auch mal an Vorschriften halten würden.“

    Die allermeisten Radfahrenden halten sich an Vorschriften, genauso wie es die überwiegende Zahl der Autofahrenden tut – aber auch unter denen eben leider längst nicht alle.

    „Aber was ist mit dem Lieferverkehr? Denkt da jemand dran, dass unsere große Hauptstadt auch versorgt werden muss?“

    Wie Sie dem Artikel entnehmen können, wurde daran in Paris selbstverständlich gedacht. Und auch in Berlin wird das mit absoluter Sicherheit getan werden. Einschränkungen beziehen sich ausschließlich auf den Individualverkehr, der die Stadt verdreckt, verstopft und für schwächere Verkehrsteilnehmer (ja, auch Kinder) unnötig gefährlich macht. Dass immer wieder Leute davon ausgehen, dass der Lieferverkehr, Polizei und Krankenwagen nicht berücksichtigt werden könnten, zeugt eher davon, dass diese selbst wohl nicht soweit denken können, dass es natürlich absoluter Unsinn wäre, das nicht zu tun.

  7. 31.

    Sie und Ihre Bekannte sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Gesamtbevölkerung. Dabei sind in Berlin viele Radfahrer froh über einen gut ausgebauten ÖPNV. Bei kühler oder feuchter Witterung lassen die nämlich gerne das eigenen Fahrzeug stehen und nehmen stattdessen Busse und Bahnen. RRG bedient sich dazu im aktuellen Nahverkehrsplan des Bildes von den kommunizierenden Röhren, während der MIV-Anteil im Jahresgang auf konstant zu hohem Niveau bleibt.

  8. 30.

    "alle Einwohner sind mittlerweile raus nach Brandenburg gezogen..." - ja das ist so. Deshalb hat Paris im Kern nur 2 Mio. EW und drumherum schon 5 Mio. Der "Kern" ist so klein, dass man ihn mit München vergleichen kann, wo auch die Innenstadt fast zu Fuß durchlaufen werden kann.
    Der Artikel ist tendenziös und wird einem höheren Anspruch nicht gerecht. Kein Wort zu den Problemen: Radfahrer vs. Fußgänger. Kein Wort zum Lieferverkehr, der wesentlich kleiner als in Berlin ist. Kein Wort zum Wetter, wieviel Monate im Jahr man nicht Radfahren kann. Verschleiert wird auch die Durchschnittsgeschwindigkeit. Denn es ist leicht mit über 70 km/h eine kleine Stadtumfahrung zu machen, wenn innerhalb 30 km/h gilt... Die Wichtungen passen nicht zum Anspruch der Bürger.

  9. 29.

    Sehr gut kommentiert. Auch wenn ich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr Fahrradfahrer bin, so weiß ich sehr wohl wie schön und sehr nützlich ein Tretesel doch sein kann.

  10. 28.

    "10 % laut schreiende Fahrrad Enthusiasten sind nicht die Wählerschaft. "

    Welche Wählerschaft sollen denn diese 10% sein? Der Senat setzt sich aus SPD (21,4%), Grüne (18,9%) und Linke (14,1%) zusammen.

  11. 27.

    Wie ist die Delegation nach Paris gereist? Doch wohl sicherlich mit dem Zug. Sørensen hat hoffentlich nicht nur eine Radtour gemacht, sondern nutzt auch dort ausschließlich den Umweltverbund. Wasser predigen ist leicht, wenn man genügend Wein zum Trinken hat.

  12. 26.

    Zitat Changing Cities und Frau Soerensen:
    "Und im Gegensatz dazu, was macht eine Stadt weniger attraktiv?
    Vor allem die Tatsache, dass alle Recht haben wollen, macht das Leben schwer, wenn man eng zusammenlebt."
    Sie selbst lebt in Prenzlauer Berg, ist Teil einer Gentrifizierergeneration und will die Stadt umbauen. Soso......

  13. 25.

    "Von neuen U-Bahnen wagt man ja gar nicht mehr zu träumen."
    Doch, die eine Station der U3 bis zum Mexikoplatz, und das in nur ganz wenigen Jahren (na gut, weil dort auch schon das meiste angelegt und freigehalten ist).
    Mehr kann man doch nun wirklich nicht verlangen!!!!!

  14. 24.

    „Das Fahrad ist nicht das Verkehrsmittel der Wahl für Berlin , wir brauchen hier einen dichten und modernen Nahverkehr und der muss da sein BEVOR alle Autos verboten werden damit man auch eine Alternative hat!“

    Für mich selbst ist das Fahrrad schon seit ca. 20 Jahren das Verkehrsmittel der Wahl in Berlin. Und bei den allermeisten meiner Freunde und Bekannten ist das ganz ähnlich. Das IST bereits die (zudem auch noch sehr gesunde) Alternative, die Sie aber offenbar ganz einfach nicht sehen wollen. Davon, „alle Autos verbieten“ zu wollen, ist außerdem überhaupt gar keine Rede. Also hören Sie doch auf zu dramatisieren und arbeiten Sie stattdessen lieber mal ein bisschen an Ihrer Flexibilität … Oder sind Sie und Ihre Denk- und Bewegungsmuster tatsächlich schon so alt und verkrustet? In dem Fall sollten Sie sich dann vielleicht doch lieber aus der Planung für eine gesündere und lebenswertere Stadt der Zukunft heraushalten.

  15. 23.

    Die Regierung wurde gewählt um die Interessen der Wählerschaft zu vertreten. Was will aber die Wählerschaft? 10 % laut schreiende Fahrrad Enthusiasten sind nicht die Wählerschaft. Will denn die Mehrheit der Bürger überhaupt eine autofreie Stadt, Oder ist es nur eine Gruppe von Schreihälse? Weiterhin sollte eine solche Entscheidung nicht wieder bloß die Pendler aus dem Umland betreffen, sondern konsequent umgesetzt werden. Das soll heißen, wer in Berlin wohnt, darf auch in Berlin kein Auto fahren. Keine Sonderregeln für Leute die in Berlin wohnen! Gleiches Recht für alle!
    Vielleicht sollte man mal eine Volksabstimmung darüber machen, wie und mit welchem Verkehrskonzept die Bürger die Zukunft Berlins sehen. Ach ja ich vergaß, es gibt ja keine Verkehrskonzepte, nur wilden Aktionismus.

  16. 21.

    „Selbst Frau Jahrisch hat das schon erkannt.“

    Wer ist denn „Frau Jahrisch“, liebe:r Herr / Frau Hahnson?

  17. 20.

    km: Kilometer
    Bhf: Bahnhof
    M29: Kraftomnibus der als M29 bezeichneten Buslinie der Berliner Verkehrsbetriebe - Anstalt des öffentlichen Rechts
    TGV; Zuggattung der staatlichen französischen Eisenbahn, ähnlich den Hochgeschwindigkeitszügen Intercity-Express der Deutschen Bahn Aktiengesellschaft, die vielfach auf eigenen Trassen mit 300 Kilometern pro Stunde und mehr verkehrt
    E-Stehroller: Mit einem Elektromotor angetriebenes, einspuriges Kraftfahrzeug mit einer bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 6 bis 20 Kilometern pro Stunde ähnlich einem Tretroller
    F.; Frankreich
    D.; Deutschland
    NVP: Nahverkehrsplan
    ÖPNV: Öffentlicher Personennahverkehr
    MIV; Motorisierter Individualverkehr mit zu 100 Prozent durch Motorkraft angetriebenen Kraftfahrzeugen wie unter anderem Personenkraftwagen und Motorrädern.

  18. 19.

    Radfahren ist ja ganz nett, wenn sich diese auch mal an Vorschriften halten würden. Aber was ist mit dem Lieferverkehr? Denkt da jemand dran, dass unsere große Hauptstadt auch versorgt werden muss?

  19. 18.

    Straßenbahn??? Wo sollen denn dann die ganzen Autos hin, die MÜSSEN doch irgendwo fahren und natürlich weiterhin immer mehr werden, denn die sichern doch Arbeitsplätze und somit unser aller Wohlstand.

    Im Ernst: Auch wenn es in den Kommentaren hier leider immer wieder nahegelegt wird, schließen sich der Ausbau des Radwege- und des ÖPNV-Netzes keineswegs gegenseitig aus. Daher gerne mehr Straßenbahnen UND mehr Radwege. Aber Giffey redet lieber noch weitere zehn Jahre über die U7 zum BER, die ein ungleich schlechteres Kosten-Nutzen-Verhältnis als jede Straßenbahn hat und sowieso niemals kommen wird.

    Bin mir aber sehr sicher, dass Giffey in Paris das Thema Verkehrspolitik sowieso vermeiden wird, so gut es geht.

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