Barometer für Hygiene - Berliner Gastronomen und Bezirke kritisieren "Saubere-Küchen-Gesetz"

Sa 14.01.23 | 08:17 Uhr | Von Anja Herr
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Symbolbild: Ein Lebensmittelkontrolleur überprüft bei einer Betriebskontrolle die Küche eines Restaurants. (Foto: Uwe Anspach/dpa)
Video: rbb24 Abendschau | 13.01.2023 | Anja Herr | Bild: Uwe Anspach/dpa

Schluss mit Ekel-Küchen, her mit Transparenz bei Restaurant-Besuchen: Das verspricht das sogenannte Lebensmittel-Überwachungs-Transparenzgesetz. Eine Rot-Gelb-Grün-Skala am Einlass soll für Klarheit sorgen. Nicht umsetzbar, klagen die Bezirke. Von Anja Herr

Die Blechbilder-Bar in Friedrichshain. Inhaberin Leyla Köprüglügil spült Gläser und schüttelt den Kopf. "Nein", sagt sie, "das glaube ich nicht, dass die "Transparenz-Barometer" eine gute Sache sind", sagt sie. Die Idee dahinter sei vielleicht gut, aber nicht realisierbar. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bezirk dafür Personal hat. Die kommen doch ihren Aufgaben jetzt schon nicht nach. Wie sollen sie jetzt noch mehr Aufgaben schaffen?", fragt sie in den leeren Raum. Geöffnet wird erst in einer Stunde.

Nicht, dass sie es den Gästen nicht gönnen würde. Aber bis alle Läden im Bezirk – Cafés, Imbissbuden, Supermärkte, Restaurants, Bäckereien – kontrolliert seien und mit dem Farbbalken im Eingangsbereich ausgestattet, "das dauert ewig", ist sie sicher. Berlinweit seien es 50.000 Betriebe. Ungerecht sei es auch: Weil einige dann schon kontrolliert würden und mit Barometern ausgestattet, andere aber noch nicht. "Das führt zu Wettbewerbsverzerrung", stellt sie fest.

Es geht um das "Saubere-Küchen-Gesetz", das der Senat vor 1,5 Jahren für Restaurants und Co. beschlossen hatte. Ein "Transparenz-Barometer" in den Farben von Grün über Gelb bis Rot soll anzeigen, wie die Hygiene-Kontrolle des Gesundheitsamtes in einem Betrieb ausgegangen ist. Die Betreiber müssen dieses Ergebnis in Zukunft gut sichtbar für die Kunden aushängen, es wird auch im Internet veröffentlicht.

Stadträtin Schrod-Thiel: "Wir können nicht loslegen"

Was Kneipenbesitzerin Leyla Köprüglügil mutmaßt, bestätigen die Bezirke. Aus Friedrichshain-Kreuzberg heißt es, das Gesetz könne aus personellen Gründen nicht umgesetzt werden. Man warte auf Nachbesserungen seitens der Senatsverwaltung, um tätig werden zu können. Es existiere noch immer keine gültige Verordnung zur Durchführung des Gesetzes.

Auch die Bezirke Pankow, Treptow-Köpenick und Charlottenburg-Wilmersdorf kritisieren die Senatsverwaltung dafür, nicht die notwendigen Voraussetzungen geschaffen zu haben. "Wir können nicht loslegen", beklagt auch Julia Schrod-Thiel, die zuständige Stadträtin in Reinickendorf. Zugesagte Gelder für Personal und Sachleistungen seien nicht im Bezirk angekommen. Notwendige Schulungen für Mitarbeiter habe es auch noch nicht gegeben.

Senatsverwaltung sieht keine Probleme - erste Barometer sollen noch im Januar hängen

Die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz widerspricht. Man habe seit 2017 den Bereich der Lebensmittel- und Veterinärämter in den Bezirken um 37 Prozent aufgestockt - das seien ungefähr 75 Stellen, sagt Verbraucherschutz-Staatsekretär Markus Kamrad der rbb24 Abendschau. Richtig sei, dass das Gesetz bereits im Juni 2021, noch unter der vorherigen Regierung und dem damaligen Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt (Grüne), beschlossen wurde.

Kamrad könne die Aufregung jetzt nicht nachvollziehen. So habe aus rechtlichen Gründen das Gesetz erst inkrafttreten müssen, bevor die dazu passende Durchführungs-Verordnung an den Start gehen könne. Andersherum wäre sie ungültig gewesen, betont der Staatssekretär.

Zum 15. Januar soll sie nun kommen. Kamrad betont, dass die Verordnung mit den Bezirken besprochen, das Personal bereits in der vergangenen Legislaturperiode zur Verfügung gestellt und die Gastronomen informiert worden seien, so der Staatssekretär weiter. Seiner Ansicht nach ist die Verordnung auch nicht kompliziert. Lebensmittelkontrollen fänden ohnehin statt - nur mache man die jetzt transparent. Und wenn es eine Gesundheitsgefährdung gebe, werde der Betrieb ohnehin geschlossen. Die ersten Barometer sollen nach Kamrads Dafürhalten "im Laufe des Januars ausgehängt werden".

Hotel- und Gaststättenverband: "Gesetz ist nicht zu Ende gedacht"

Thomas Lengfelder, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands, überzeugt dies aber nicht. Schon bei Gesetzbeschluss habe es damals viele Gespräche gegeben. Lengfelder verbirgt nicht, dass er sauer ist. Denn der Verband hatte damals darauf gedrängt, dass Unternehmen das Recht auf eine Nachkontrolle haben, bevor ein Negativ-Ergebnis veröffentlicht wird. Das Gesetz sieht zwar vor, dass gegen Bezahlung eine Nachkontrolle beantragt werden kann, die innerhalb von zwei Monaten erfolgen soll. Zunächst einmal hängt aber das schlechte Ergebnis im Eingang. Schwarzer Pfeil auf Rot.

"Für einen Unternehmer und für Arbeitsplätze ist das schädlich", sagt Lengfelder. Eine Kontrolle sei ja nur eine Momentaufnahme. "Eine Kennzeichnung bringt dem Verbraucher meines Erachtens nicht viel. Man kann daraus nicht schließen, wie in dem Unternehmen langfristig gearbeitet wird."

Zu wenige Kontrollen

Viel wichtiger als die Einführung eines Barometers sei es, dass flächendeckend Kontrollen stattfinden. Das sei aber nicht gegeben. "Wir wissen, dass wegen Personalmangel in vielen Bezirken über längere Zeiträume gar keine Kontrollen stattfinden", sagt Lengfelder.

So sieht es auch Gastronomin Leyla Köprüglügil. "Bei manchen Läden frage ich mich schon, warum da nicht mal kontrolliert wird", sagt sie. Wichtig fände sie, dass Restaurantbetreiber regelmäßig zu Hygiene-Schulungen verpflichtet würden. "Das würde Sinn ergeben", sagt sie. Aber Transparenz-Barometer? Grün, Gelb, Rot. Sie habe jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken. Es ist gleich 15 Uhr, dann macht sie das Lokal auf. Dann kommen die ersten Gäste.

Sendung: rbb24 Abendschau, 13.01.2023, 19:30 Uhr

Beitrag von Anja Herr

47 Kommentare

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  1. 47.

    Einfach das dänische System übernehmen, Smileys mit dem Ergebnis sichtbar am Eingang. Ist bestens bewährt und sorgt für saubere Küchen. Wer Hygiene als Empfehlung ansieht, die man nur mal kurz macht, weil eine Nachprüfung stattfinden soll, hat dann eben Pech. Dann kann die Kontrolle auch gleich vorher angekündigt werden, damit man noch schnell putzen kann. Wegen der Übergangszeit nimmt man einfach die vorhandenen Ergebnisse der letzten Prüfung und startet die Aushangpflicht in einem Jahr. Bis dahin kann man Betriebe mit Mängeln noch mal nachkontrollieren. Die Branche sollte selbst das größte Interesse daran haben, das schwarze Schafe sich nicht mehr hinter Datenschutz verstecken können.

  2. 46.

    Ich hatte nicht von mehr Gestzen geschrieben sondern von mehr Hygiene Kontrollen und zwar unangemeldet ich weiß von was ich schreibe habe fast 50 Jahre in der Gastronomie und Lebensmitteln Industrie gearbeitet.

  3. 45.

    @ Daniel, ein Schreibtisch sieht nach Feierabend anders aus, als 8 h vorher. Wenn das die Leute wissen, ist alles kein Problem. Aber viele wissen ja gar nicht wie ihre Küche zu Hause aussieht weil der/die Partner/in sie nutzt.
    P.S. Ich bin kein Gastronom sondern bestenfalls nur Gast. Aber inzwischen glaube ich (auch durch das lesen vieler Kommentare hier bei rbb24) das Urteilsvermögen anderer zu kennen.

  4. 44.

    Viele Spätis akzeptieren ja schon Kartenzahlung ab einem gewissen Betrag, da es sich sonst nicht lohnt. Dieser liegt bei meinem Haus- und Hof-Späti bei 10€. In Restaurants dürfte dieser Betrag recht schnell erreicht sein, bei Dönerbuden o. ä. vielleicht nicht unbedingt. Es dürfte aber auch im Interesse von Restaurantbetreibern sein, Kartenzahlung zu akzeptieren. Denn mal ab von der Pandemiezeit, die ja ein ziemlicher Downer für das Gastrogewerbe war und auch einige Gäste ob des Wechselgeld Hin-und-her-Geschiebes abgeschreckt haben dürfte, sind internationale Gäste, von der die Berliner Gastro ja auch zu gutem Teil lebt, oftmals K-Zahlung gewohnt.

    Zur Hygiene-Ampel meine ich, dass diese als Konzept sicher gut gedacht ist. Nur muss man dann eben auch regelmäßig kontrollieren und ggf. umampeln. Und dahingehend habe ich doch Zweifel, ob das in Berlin ähnlich wie in hier schon mal genannte beschaulichen Dänischen Städtchen umzusetzen ist. Aber gut, irgendwo muss man ja mal anfangen.

  5. 43.

    Kontrollen sind grundsätzlich unangemeldet, so ist es von der EU vorgegeben. Und die Rückrufe sind vorbeugender Verbraucherschutz, die Zunahme ist ein Zeichen der verbesserten Überwachung seitens der Industrie.

  6. 42.

    Es gibt genügend Regelungen, und zwar:

    - EU Verordnung (EG) Nr. 852 / 2004 zur Gesetzesgrundlage für Hygienevorschriften (seit 2006)
    - ergänzt in Deutschland seit 2007 durch die Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln

    Es macht einfach keinen Sinn, immer wieder neue Gesetze und Verordnungen zu erlassen, wenn die bisherigen nicht mal umgesetzt werden. Laut Wikipedia gab es 2022 in der BRD insgesamt 1.773 Bundesgesetze mit 50.738 §§ und 2.795 Bundesrechtsverordnungen mit 42.590 §§, dazu Gesetze und Rechtsverordnungen der Bundesländer.
    Nur immer noch neue Gesetze aufzusetzen, schafft nur mehr Intransparenz, weil kein Mensch mehr durchsieht. Gut für Juristen, schlecht für den Bürger. Das ist so, als würde ich nie aufräumen, sondern immer noch was oben drauf packen. Wichtiger wäre es, bestehende Gesetze zu überprüfen, die heutigen Maßstäben nach nicht mehr genügen.

  7. 41.

    Die Gastronomin hat nicht behauptet, Sie hätte keine Zeit über Transparenz in der Hygiene oder überhaupt Hygiene nachzudenken, sondern über das geplante Barometer. Was war denn an diesem Satz falsch zu verstehen? "Aber Transparenz-Barometer? Grün, Gelb, Rot. Sie habe jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken." Und selbst wenn sie darüber nachdenken würde, was würde es ihr bringen? Ihr wird eine neue Verordnung vorgesetzt und sie muss sich dran halten, egal wieviel sie drüber nachdenkt.

  8. 40.

    Genau das muss ein Gastronom aber heute schon befürchten. Die Anforderungen der Hygiene und der gesetzlichen Regelungen wie der Lebensmittelhygiene-Verordnung LMHV sind sehr hoch und es muss jederzeit mit Kontrollen gerechnet werden. Scheinbar finden die nicht statt. Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass es vielleicht manche Gastronomen nicht so genau mit der Sauberkeit nehmen? Was wird sich durch einen Aufkleber an der Tür daran ändern, dass es kein Personal für Kontrollen gibt? Nichts vermutlich. Wie sieht es außerdem mit Bestechung aus? Wird der eine oder andere sich sein Schildchen vielleicht erkaufen können? Etikettenschwindel im wahrsten Sinn des Wortes. Es gibt so viele Probleme in der Stadt und die Politik serviert uns alten Wein in neuen Schläuchen.

  9. 39.

    Ganz genau so sehe ich es auch das Problem ist das Kontrollpersonal was nicht vorhanden ist.

  10. 38.

    Ich finde dieses Gesetz super Sauberkeit und Hygiene sind das A und O in der Gastronomie. Dort werden Gäste bewirtet mit Speisen und Getränken da haben Dreck und Keime nichts zu suchen. Es müssten viel mehr Hygiene Kontrollen in der Gastronomie und Lebensmitteln Industrie sowie Verkaufsstellen durchgeführt werden UNANGEMELDET denn hätten wir auch nicht immer wieder Rückruf Aktionen.

  11. 37.

    Im Prinzip gute Idee! Aber: Eine
    temporäre Kontrolle bringt es nicht. Die schafft nur Ungerechtigkeit. Für mehr fehlen die Mitarbeiter. Es ist höchste Zeit das endlich mal die Grundvoraussetzungen zur Eröffnung eines gastronomischen Betriebes geändert werden. Aktuell setzt sich der zukünftige Gastronom in eine ca. Einstündige Schulung bei der IHK. Es ist völlig egal was der oder die vorher gemacht hat. Es gibt keine Prüfung und es ist völlig egal ob derjenige überhaupt deutsch spricht und somit versteht was ihm da vermittelt werden soll. Da ist die DEHOGA, Senat und ggf. der Bund gefordert dies dringend zu ändern!

  12. 36.

    Welch ein Schwachsinn mit einem blödsinnigen Gesetz das wieder einmal ohne Sinn und Verstand in die Welt gesetzt wurde. Wenn es kein Personal zur Durchführung gibt was soll das?
    Wenn durch die Prüfung eine Küche als unhygienisch erkannt wurde ist sie zu schliessen. Alles andere ist Augenwischerei.

  13. 35.

    Es genügt eine Registrierkassen mit Bonpflicht. Wurde so vor Jahren in Italien eingeführt. Die kleinen Kneipen mit ihrer "Zettelwirtschaft" müssten dann etwas transparenter arbeiten.

  14. 34.

    Und aufgrund welcher Rechtsgrundlage möchten sie das?
    Kartenzahlung kosten den Geschäftsinhaber jedesmal Abgaben, was macht also jemanden der das nicht möchte in ihren Augen verdächtig?

  15. 33.

    Stimmt, jede Prüfung ist eine Momentaufnahme. Ich denke jedoch, jeder Prüfer ist in der Lage zu unterscheiden, ob der Schmutz in der laufenden Arbeitssituation entstanden ist oder ob die Küche schon länger versifft ist. Fleisch vergammelt schließlich nicht innerhalb von Stunden in der Kühltruhe. Bezüglich des Punktesystems sind wir uns ja offenbar einig: statt einen roten Punkt zu vergeben, kann man auch gleich (zumindest bis nachgebessert wurde) schließen.

  16. 32.

    Wäre auch schön wenn Restaurants mit "nur Barzahlung" vom Finanzamt unter die Lupe genommen werden.

  17. 31.

    "Typisch grünes Politikverständnis. Wunschdenken mit Sprachregelung und dabei die eigenen Möglichkeiten, den Wunsch zu realisieren, einfach ausblenden. Wie unsinnig sind denn Vorschriften, deren Einhaltung man nicht kontrollieren kann!?!?"

    Die Bezirke hatten 1,5 Jahre Zeit sich vorzubereiten, die Zeit hat man verstreichen lassen. Interessant ist wer hier protestiert und behauptet man wäre überlastet.

    Julia Schrod-Thiel, Reinickendorf, cDU
    Manuela Anders-Granitzki. Pankow, cDU
    Bernd Geschanowski, Treptow-Köpenick. AfD
    Oliver Schruoffeneger, Charlottenburg-Wilmersdorf, Bü90/Grüne

    Was fällt auf? Wir sind mitten im Wahk(r)ampf den cDU Bezirksfürsten auf Kosten der Bürger spielen, der Bezirksstadtrat der rechtesextremen AfD hat sich schon früher als unfähig erwiesen und Charlottenburg-Wilmersdorf spiel eine Sonderrolle, da dort berlinweit die meisten Restaurants zu finden sind.

  18. 30.

    "Wenn eine gastronomische Einrichtung nicht den Hygienestandards entspricht, muss sie sofort geschlossen werden." Nein! Die Prüfer kommen ja auch mal im dicksten Geschäft und dann ist mal nicht alles pikobello. Normalerweise gibt's dann eine Verwarnung und eine zeitnahe Nachprüfung. Die Prüfung ist eine Momentaufnahme, es soll auch Unternehmer geben, die ihre Standarts verbessern und denen kann man nicht einfach die Existenzgrundlage entziehen. Da hängt dann jahrelang n roter Punkt an der Tür? Das kommt der Schließung gleich.

  19. 29.

    Na da hat wohl jemand was zu verbergen ansonsten wenn man sauber ist und ein reines Gewissen braucht man doch nichts befürchten.

  20. 28.

    Genau, dann wählen wir einfach eine Partei, die alle Gesetze unwirksam macht, die kontrolliert werden müssen. Welche wäre das?

  21. 27.

    Probleme dürften nicht zu übersehen sein. Vorbereitung fehlt. Personal fehlt.
    Wie meinte eine männliche Person im Fernsehen? Es sei ihm egal, wie es hinten aussieht. Wenn er Hunger hat, will er nur essen.
    Mal ehrlich, wer schon einmal dienstlich "hinten" rein musste, Danke.
    Und es sind beileibe nicht nur Mitstreiter mit Migrationshintergrund, aber sehr viele in Berlin, wo man nicht schauen möchte.

  22. 26.

    Genauso ist es. In Dänemark klappt das mit den Smileys seit Jahrzehnten. Es ist auch zu sehen wann die Kontrolle stattgefunden hat. Jede Würstchenbude hat einen Aufkleber, alle die mit offenen Lebensmitteln handeln.

  23. 25.

    Zitat "Für einen Unternehmer und für Arbeitsplätze ist das schädlich", sagt Lengfelder ". Das sagt schon alles.Um die Interessen des Kunden geht es überhaupt nicht. Da fällt mir nur ein " verdorbene Speisen zu überhöhten Preisen sind zurück zu weisen ".

  24. 24.

    Wozu ein Punktesystem? Wenn eine gastronomische Einrichtung nicht den Hygienestandards entspricht, muss sie sofort geschlossen werden. Wer würde denn in ein Restaurant gehen, das einen roten Punkt hat? Da helfen nur eingehende Schulungen, die bereits vor Lizenzvergabe ein Bewusstsein dafür schaffen, dass man diese sofort verliert, wenn man die Standards nicht einhält. Und selbstverständlich regelmäßige Kontrollen. Aber genau das ist das Problem. Was nützt eine Vorgabe, wenn sie nicht kontrolliert wird? Es wird kein neues Gesetz benötigt, sondern Kontrollpersonal.

  25. 23.

    "Berliner Gastronomen und Bezirke kritisieren "Saubere-Küchen-Gesetz" "
    Das geht ja auch gar nicht. Wo kommen wir dahin, wenn Küchen.sauber sein sollen.

  26. 22.

    Das wäre wirklich sehr gut, wenn außen an jedem Restarant, jeder Gaststätte, Kneipe, Bar usw. so ein Transparenzbarometer hängen und wie bei Autos oder Fahrstühlen mit einer „TÜV“-Plakette versehen würde, da meckert ja auch keiner. Eigentlich müssten die Besitzer das von alleine wollen.
    Also, wo nix hängt und gemeckert wird da geht man einfach nicht mehr rein, weil die Küchen wahrscheinlich zum ko….. sind!

  27. 21.

    In sauberen Restaurants wird vom Spüler und dem Beikoch nach Küchenschluss die Küche gereinigt. Es werden neue Tischdecken und ggf. frische Untertischdecken nach Bedarf neu aufgedeckt. Der Tresen und die Kaffeemaschine müssen auch gereinigt werden. Selbstverständlich müssen auch die Toiletten gereinigt werden. Dieser Arbeitsaufwand muss mitbezahlt werden. Ein Koch, ein Beikoch, ein Spüler, eine Tresenkraft, Kellnerin und Kellner; Wareneinkauf der auch Zeit kostet, Pacht, Gas, Strom, Kerzen, all das muss bezahlt werden. Daher kosten eine Flasche Selter, ein Bier, ein Glas oder eine Flasche Wein auch das Fünffache wie im Supermarkt. Sauberkeit, Service und Qualität müssen bezahlt werden.

  28. 20.

    Typisch grünes Politikverständnis. Wunschdenken mit Sprachregelung und dabei die eigenen Möglichkeiten, den Wunsch zu realisieren, einfach ausblenden. Wie unsinnig sind denn Vorschriften, deren Einhaltung man nicht kontrollieren kann!?!?

  29. 19.

    Das Gesetz hat eine zielführende Funktion. Nur in einer abgerockten Stadt, wo die Verwaltungen nicht mal existenzielle Aufgaben bewältigen, kann das nichts werden. Also laufen lassen, wie alles Andere auch.

  30. 18.

    Das "Saubere-Küchen-Gesetz" ist schon ein sehr eigenartiger Titel. Sie bemängelten wohl auch das seltsame Sprachniveau & dass die zu regelnden Fachthemen/Begriffe in den Titel gehören! Ich mag mir gar nicht vorstellen, was noch an "guten" oder "braven" /"Bürger" "aufgeräumte"- Gesetze kommen sollen! Welches Sprachniveau ist das denn?
    Und zum Anlass: Keine Küche funktioniert gut, wenn Ordnung, Sauberkeit/Hygiene & Leistungswillen fehlen! Also können sich doch darüber nur Personen aufregen, die das etwa anders sehen? Also, in der Ausbildung auf IHK-Niveau gehören Sauberkeit/ Hygiene & Organisation u.v.a.m. sozusagen zum Grundgedeck! Und das muss nicht/soll etwa m. Aufschlag bezahlt werden! Wenn ja, möchte ich nicht die eig. Haushalte sehen? -- Allerdings habe ich das "Saubere-Küchen-Gesetz" nicht durchgearbeitet, weil es mich nicht betrifft, weil ich meinen Verantw.-Bereich selber clean halte. Ich! - will mich wohl fühlen! Ansonsten, sind die roten/rosa Scheine zu qualifizieren!

  31. 17.

    Saubere-Küchen-Gesetz
    Soso.
    Warum schließt man nicht die Ekelküchen einfach?
    Anstatt jetzt auch noch irgendwelche Schein-Zertifizierungen für alle Gastronomen zu starten.
    Zumal man mit sauberer Küche und minderwertigem Essen jetzt den Grünen Punkt bekommen kann?
    Unter Rot-Grün-Rot muss man befürchten, dass Personaleinsatz, Dauer, Kosten, Durchführung und Erfolg auch bei dieser Aktion in völligem Missverhältnis zueinander stehen.
    Aber ich glaube, einige Menschen brauchen einfach den täglichen Erklär-Bär und können selbst ohne Hilfe und Bewertungen nichts mehr verantwortlich entscheiden.

  32. 16.

    Eine Abwahl wäre das Schlimmste, was Berlin passieren kann. Das würde Stillstand für die nächsten 4 Jahre bedeuten. Soll der jetztige Senat erstmal alles Begonnene umsetzen und die versprochenen Gelder wirklich zur Verfügung stellen.

  33. 15.

    Gerade weil so ein Barometer eine deutliche Auswirkung auf den Umsatz bzw die Existenz eines Gastronomen hat, wäre eine solche Einrichtung sinnvoll.
    Denn jeder Gastronom muss jederzeit befürchten, dass ein Prüfer kommt und den Laden mit einer negativen Bewertung quasi dichtmacht. Und das kann sich keiner leisten.
    Das Ziel ist ja schließlich, dass jeder Gastronom hygienisch ordentlich arbeitet, das mit einer Kontrolle und dem für jeden sichtbaren Barometer besser erreicht wird als dass es im Intransparenten verborgen bleibt. Daher wird das schwebende Damokles-Schwert über jedem schon mal für mehr Hygiene in den Betrieben sorgen.
    Dass es nicht genug Personal zur Kontrolle gibt, ist eine andere Geschichte. Die theoretische Möglichkeit einer Kontrolle wird aber ganz automatisch den Hygiene-Standard erhöhen.

  34. 14.

    Richtig. So, wie es auf der Toilette aussieht, sieht es auch in der Küche aus. Das ist ein guter Indikator.

  35. 13.

    Hallo Thomas! Glaubst du wirklich,daß sich was ändern wird, wenn du den jetzigen Senat abwählst? Wann lernen die Menschen aus der Geschichte!?!

  36. 12.

    "Am 12.02. ist Abwahl!"

    Diese Option gibt es bei Wahlen nicht. Man kann nur andere Parteien wählen. Stellt sich die Frage, wer diese Probleme (der Verwaltung) lösen sollte. Von den 6 Parteien im Abgeordnetenhaus waren in den letzten Jahren 4 Teil des Senats. Die anderen 2 traue ich es zumindest nicht annähernd zu. Wer bleibt?

  37. 11.

    Egal ob Saubere Gesetz oder Gute Gesetz usw. Es suggeriert etwas bevor man die Ergebnisse kennt. Und da ist bei Kitas und Schulen so einiges zu sagen. Bei Gaststätten sollen andere was tun. Bei Schulen müsste man selber ran. Eigenschaften haben in der Bezeichnung für Gesetze nichts zu suchen. Man will sich überhöhen...

  38. 10.

    Da möchte ich Ihnen widersprechen. Gesetze, die verabschiedet aber nicht umgesetzt werden und deren Einhaltung keiner kontrolliert, führen zu (noch mehr) Politikverdrossenheit und höhlen damit den Staat und die Demokratie aus. Und deshalb ist es richtig zu meckern. Dieses Gesetz ist wieder ein schönes Beispiel dafür, wie hilflos und unüberlegt die Berliner Politik handelt. Die da oben feiern sie haben was getan und auf die völlig unterbesetzten und -bezahlten Verwaltungen wird eingeprügelt.

  39. 9.

    Es gibt jetzt schon zahlreiche Regelungen und Verordnungen, die eigentlich ausreiche? wenn sie kontrolliert werden würden. So ein Transparenz-Barometer ist nicht ausssagekräftig und wiegt den Gast in falscher Sicherheit. Die Gaststätte entsprach zum Zeitpunkt der Vergabe den hygienischen Anforderungen, aber das kann schon wenige Tage später anders aussehen. Wer wird und wer kann das regelmäßig kontrollieren. Es ist wieder so eine Pseudo-Maßnahme, die Personal bindet (welches ja jetzt schon in den Ämtern fehlt) und unnütz Geld kostet. Mir ist das als Gast komplett egal, welche Zertifikate in einer Gaststätte hängen. Meistens sieht man doch schon auf den ersten Blick, wie es mit der Hygiene gehalten wird. Außerdem hat man doch die freie Wahl bei der großen Konkurrenz in Berlin.

  40. 8.

    Abwahl ! Was für ein wunderbares Wort ! Leider haben auch bildungsferne und Ideologisch Verblendete das Wahlrecht.

  41. 7.

    Die Gastronomin Leyla Köprüglügil hat jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken. Das ist ein Armutszeugnis und zeigt die ganze Misere in einem kurzem Statement auf. Warum muss man über Transparenz bei Sauberkeit und Hygiene nachdenken?
    Dann auch noch anscheinend länger ? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ! Vorne hui und hinten pfui.....Von einem Arzt mit einem dreckigen Kittel läßt sich auch niemand gern behandeln.

  42. 6.

    Also die die rumheulen sind genau die Läden wo man nicht hingehen sollte. Wenn einer nichts zu verbergen hat und jeder Gast jederzeit in die Küche darf, der wird auch kein Problem mit dem Schild haben, weil es eh grün ist.

  43. 5.

    Eine Kontrolle in 3 Jahren klingt wenig, geht aber an der Realität vorbei. Manche Betriebe werden 10 Jahre nicht kontrolliert, weil kein Personal da ist. Besserung ist trotz freier Stellen nicht in Sicht, denn es finden sich kaum Lebensmittelkontrolleure, die für den Hungerlohn, den Berlin ihnen zahlt, arbeiten wollen. Wer privat ungebunden ist wandert in andere Bundesländer aus.

  44. 4.

    Es ist wie mit allen Regeln und Gesetzen. Es muss Irgendjemand geben der kontrolliert. Dies wird an die Bezirke abgewälzt und diese können die Aufgabe schlicht weg nicht stemmen. Dieses Konstrukt zieht sich seit Jahren quer durch Berlin und den Bund. Nur Gesetze erlassen ist schlicht weg wirklich nicht zu Ende gedacht. Gleiche Themen liegen bei Tempo 30 Zonen, Raserei, Ausschank, Nachtruhe, Antisemitismus in Neukölln, Schöneberg, Reinickendorf ! Am 12.02. ist Abwahl!

  45. 3.

    Was ist nur los in diesem Land. Da kommen gute Ideen auf den Tisch und schon sind wieder welche dagegen und jammern. Fangt einfach an!

  46. 2.

    Keine Kontrollen wegen fehlenden Personals kennt man ja auch noch aus anderen Bereichen. Tiermast zum Beispiel. Man könnte fast meinen das sei erwünscht. Regeln einhalten kostet ja Geld und nichts hasst der Bürger mehr als wenn das Essen kein Schnäppchen mehr ist.

  47. 1.

    Die, die zurecht befürchten, schlecht wegzukommen, plärren jetzt von Wettbewerbsverzerrung.
    Jeder, der gerne mal ins Restaurant geht, der kennt "seine" Pappenheimer und weiß was ihn erwartet.
    Wenn ich zufällig in einer Gegend bin, die mir nicht so geläufig ist, dann gehe ich nie in Laden, die z.B. total leer sind oder von außen schon nicht sonderlich einladend wirken. Ist doch logisch.
    Unsaubere Toiletten deuten auf mangelnde Einstellung zur Hygiene hin und lassen Rückschlüsse zu, wie es vielleicht in der Küche aussieht.
    Dazu brauche ich keine Ampel.
    Daß das alles außerdem schwer zu realisieren ist, ist auch klar.
    Zudem sind das alles nur Momentaufnahmen. Wer sagt mir denn, daß morgen noch alles o.k. ist trotz grüner Ampel.

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