Interview | Historiker über Entschädigungsforderung - "Polen hat Reparationen erhalten - aber in Form von Waren"

Do 02.02.23 | 06:27 Uhr
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Kinder spielen 1945 zwischen zerstörten Häusern in Stettin (Quelle: Imago images)
Video: Die Reportage | 01.01.2023 | Team Kowalski & Magdalena Szaniawska-Schwabe | Bild: www.imago-images.de

1,3 Billionen Euro fordert Polen von Deutschland als Entschädigung für Kriegsschäden. Die Bundesregierung lehnt das ab: Polen habe auf Reparationen verzichtet. Der Historiker Krzysztof Ruchniewicz erklärt, wie es zu diesen zwei Ansichten kommt.

rbb: Herr Ruchniewicz, hat Polen von Deutschland überhaupt Reparationen erhalten?

Krzysztof Ruchniewicz: Bei der Potsdamer Konferenz 1945 wurde beschlossen, dass Polen Reparationen aus Deutschland über die Sowjetunion erhalten soll. Die polnischen Vertreter wurden in Potsdam über die Beschlüsse der vier Mächte informiert und haben sie zur Kenntnis genommen.

Zur Person

Portrait Professor Ruchniwicz.(Quelle:rbb)
rbb

Der Historiker Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz lehrt an der Universität Wrocław. Er ist auch Direktor des dortigen Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien (WBZ).

Zwei Wochen später, am 16. August 1945, hat die polnische Regierung aber ein Abkommen mit der Sowjetunion abgeschlossen. Sie hat die ersten Reparationen erhalten, das waren aber prozentuale Festlegungen, welche nicht in Form von Geld, sondern von Waren erfolgen sollten. Polen bekam über die Sowjetunion unter anderem Maschinen, Teile von Fabriken, Ausrüstung und Frachtschiffe. Wichtig ist aber noch: In der gleichen Vereinbarung vom 16. August 1945 hat sich Polen verpflichtet, der Sowjetunion Kohle zu niedrigen Preisen zu liefern, was sich aber überhaupt nicht rentierte.

Was hat Polen dafür bekommen?

Stalin willigte ein, dass die ehemaligen deutschen Ostgebiete an Polen übertragen werden. Die deutsche Bevölkerung sollte aus diesen Gebieten ausgesiedelt werden. Deutschland verlor ein Fünftel seines Gebietes.

Und wie ging es dann weiter?

Die polnische Regierung versuchte immer wieder, das Abkommen mit der Sowjetunion neu zu verhandeln. Man wollte die Kohlelieferungen reduzieren, weil man befürchtet hat, dass deren Wert am Ende höher wird als die Summe der Reparationen.

Dann brach der Volksaufstand in der DDR aus und die Sowjetunion setzte weitere Reparationen aus der DDR aus. Auch Polen kam der DDR entgegen und verzichtete auf die Reparationen aus ganz Deutschland, aus der DDR, aber auch aus Westdeutschland. 1957 hat Polen einen Vertrag mit der Sowjetunion unterzeichnet, der den Reparationstransfer beendete.

Gibt es Dokumente, die bestätigen, dass Polen auf Reparationen von ganz Deutschland verzichtet hat?

Es gibt eine Verzichtsdeklaration von der polnischen Seite. Die Völkerrechtler sind der Meinung, eine solche Deklaration sei gültig und nicht anfechtbar. Auch die späteren polnischen Regierungen haben diese Entscheidung nicht in Frage gestellt, auch nicht nach 1989.

Die Bundesrepublik hat 1990, nach der Wiedervereinigung, in einem Global-Abkommen Polen 500 Millionen D-Mark an Entschädigungen ausgezahlt. Die Industrie zahlte in einen speziellen Fonds. Vorher wurden die Opfer der medizinischen Experimente und die Zwangsarbeiter entschädigt. Viele Polen sind damit unzufrieden. Welche Lösung sehen Sie in dieser Situation?

Fundamental ist die Frage, ob beide Seiten gemeinsam an einer Lösung interessiert sind. Ich würde für eine sogenannte pragmatische Lösung plädieren. Man könnte einen Fonds aus deutschen Mitteln einrichten, um noch die letzten lebenden Opfer des "Dritten Reichs" zu unterstützen, durch Gewährleistung von verschiedenen Leistungen wie Kuren, Krankenhausaufenthalte oder Zuzahlung zu Medikamenten.

Vielen Dank für das Gespräch.

Sendung: Die Reportage "Streit um Reparationszahlungen: Soll Deutschland an Polen zahlen?" ist ab 1. Februar 2023, 22:00 Uhr, u.a. in der rbb-Mediathek abrufbar.

75 Kommentare

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  1. 75.

    Und wie konnte dann ein Dr. Globke als Mitverfasser und Kommentator der Nürnberger Rassegesetze (dessen Chef Staatssekretärs und SS-Obergruppenführers Dr. Wilhelm Stuckart ein Teilnehmer dieser Wannseekonferenz war) Chef des Bundeskanzleramts unter Bundeskanzler Konrad Adenauer in der BRD werden?

  2. 74.

    Ich würde gern auf diese Frage zurückkommen. Warum wird das nie aufgeschlüsselt dargestellt und immer nur diese riesige Gesamtsumme? Wenn man nur die Gesamtsumme sieht, ist doch der Widerstand vorprogrammiert und es werden damit auch jede Menge "nationale Gefühle" angeheizt (auf beiden Seiten).

  3. 73.

    "gerade in Anbetracht des immer fruchtbaren Boden" und der scheint in Europa gerade wieder besonders fruchtbar zu sein, nicht nur in Polen.

  4. 72.

    Das will ich doch gar nicht bestreiten und diese Rassenideologie verurteile ich genauso. Aber das war nicht das Interesse der Industrie, welche auch immer dahinter stand - der ging es um Rohstoffe und Land-/Arbeitskräftegewinn und das ist klassische Geopolitik. Vergessen darf man auch nicht, daß viel damals so drauf waren - was uns heute vollkommen unverständlig ud surreal vorkommt - viele Polen (bis in die Staatsspitze) wollte auch gern ihre Juden losweden und Stalin hat für die Juden sogar eine extra Republik ganz weit im entfernten Osten gegründet. Da ist vieles für uns heute vollkommen unverständlich, wie man so denken konnte.

  5. 71.

    Eine Diskussion über diese Frage stellt sich nicht, es sind Fakten, und die akzeptiert man, oder nicht.
    Tja, und wer bei dieser Frage die Fakten leugnet oder verdreht, der verfolgt bestimmte Absichten.

  6. 70.

    Ja wenn man weit genug in die Geschichte geht findet man immer etwas, aber was heißt das?! Und wir kennen ja die PIS und wissen um deren Narrativ um die Dinge richtig einzuordnen.
    Aber es kann trotzdem nicht schaden sich bei der Gelegenheit an die Gräueltaten der Nazis zu erinnern, gerade in Anbetracht des immer fruchtbaren Boden.

  7. 69.

    Damit hat @Dagmar definitiv recht. Es ging Adolf Hitler definitiv vorrangig um die weltweite Ausrottung der Juden und danach aller anderen „minderwertigen“ Rassen. Das hatte für ihn höchste Priorität und war seiner Schwarte „Mein Kampf“ so wie der gesamte Rest so nachzulesen.
    Und auf der Wannseekonferenz, wurde die gesamte weltweite Endlösung in genau 2 Stunden verhandelt und von den zuständigen Funktionären unter Leitung Heydrichs beschlossen.
    Diese, historisch verbriefte, Konferenz sucht an Menschenverachtung wirklich ihresgleichen und die Dialoge dazu sind abgrundtief kalt und wirklich kaum zu ertragen.
    Es ist mit normalen Verstand nicht fassbar, wie so eine Entartung von Menschen möglich war.

  8. 68.

    Sie meinen also, daß man bestimmte Sachen nicht mehr erwähnen sollte - also Selbstzensur üben soll - nur weil diese von Extremisten für ihre Ideologie misbraucht werden könnten? Das ist blöd, weil man dann kaum mehr sinnvoll über Geschichte reden kann, wenn man da dauernd alle Themen beschneidet.

  9. 67.

    Mit Verklärungsversuchen solcher Art kann man bei Neonazis punkten.

  10. 66.

    Sehr hypothetisch. Warum sollte sich D nicht erholen. Die Industrie war kaum zerstört und von der Ausstattung moderner als manche Konkurrenz beim Kriegsgegener - die Produktion hatte ihren Höhepunkt gegen Ende 1944 (!). Das Problem war eher nach dem Krieg und der Besatzung, wird es überhaupt wieder einen souveränen Staat Deutschland geben (was sich ja wohl erst mit dem 2+4-Vertrag halbwegs geklärt hat als de facto Friedensvertrag).

  11. 65.

    Und trotzdem würde ich diese Rassenideologie als Mäntelchen für die eigentliche Geopolitik begreifen, bei der es um Land und Rohstoffe für das Reich ging - die Industrie war ja immer dabei und hat da auch lenkend eingegriffen. Bei der Rassenideologie möchte ich an eine Ausspruch Hermann Görings erinnern: "Wer Jude ist, bestimme ich!" und in dem Zug an Görings Bruder Albert und ebenso an die Ernennung von Ehrenariern durch die Regierung - es gab da schon solche und solche Juden für die NSDAP-Granden. Ändert natürlich nichts am Ergebnis für die Masse der Juden im Reich und besonders in den besetzten Gebieten (z.Bsp. Auschwitz lag außerhalb des Reichs).

  12. 64.

    Damit haben sie natürlich Recht. Man kann nicht alles mit Geld aufwiegen bzw. entschädigen, weil sich wider besseres Wissens nicht alle Dinge in Geld abbilden lassen.
    Aber was mich zum Beispiel stört oder gestärkt hat, sind die Teils garnicht bis sehr zögerlichen Rückgaben (langwierige internationale Prozesse) jüdischen oder generell zwangsenteigneten Eigentums in Verbindung mit der Anerkennung dieser Gräueltaten und Entschuldigung bei den Opfern.
    Sowie Reue bei den Tätern.
    Inzwischen sind Opfer als auch Täter größtenteils verstorben, dass weiß ich sehr wohl.

  13. 63.

    Die Rassentheorien der Nazis war bitter Ernst gemeint und sollte als Begründung ihres "Feldzugs" dienen, sie wollten zunächst Europa judenfrei haben, und anschliessend wolten sie Europa ohne slawische Völker schaffen, selbsverständlich unter ihrer Herrschaft.
    Wer den Film "Wanseekonferenz", der die Nachstellung dieser Konferenz ist (laut vorhandenes Protokoll) gesehen hat, den wird vor Augen und Ohren geführt, was ihre "Sache" war.

    Das ist Das, was diesen Krieg fundemental von allen vorherigen Kriegen unterscheidet.

  14. 62.

    Es ist das gleiche Ansinnen zu erkennen, das auch anderswo greift und im Kern beinhaltet: Ohne eigene Anstrengungen und Leistung nehme ich weg, weil "Du hast ja": Jung/Alt; Arm/Reich; Stark/Schwach; Groß/Klein; Leicht/Schwer... usw.
    Wäre Dtl. ein nicht so armes Land, was sich nicht erholt hätte, würden die Forderungen nicht so auftauchen. Im Gegenteil, wäre Polen ein sehr reiches Land und müsste einem armen Deutschland helfen, mir EU-Ausgleichszahlungen, sie würden es machen, wie andere auch...?

  15. 61.

    "1,3 Billionen Euro fordert Polen von Deutschland als Entschädigung für Kriegsschäden." Welche Kategorien von Kriegsschäden rechnet denn da Polen eigentlich und mit wieviel Schaden werden die einzelnen Kategorien angesetzt. Wie verrrechnet Polen die erhaltenen Reparationen in Form von Geld, Sachmitteln und ehemals deutschen Gebieten (inkl. Bodenschätzen, Wirtschaftsbetrieben und Menschen). Gibt es das etwas mit mehr Detail?

  16. 60.

    "Schauen sie sich doch mal die Vermählungen in den Herrscherkreisen an, also wer war mit wem warum leiert. " Das wird ein großes Feld und zieht sich bis ins heutige englische Königshaus (mal die Verwandschaftverhälnis beim verstorbenen Prinz Philip nachsehen und sich dann fragen, warum D und UK gegeneinander Krieg führten). Auch das in NL immer noch regierende Haus Oranien wäre da ein Beispiel. Da wir hier bei Polen sind, wäre dort der sächsische König als gewählter Regent in der Geschichte Polens zu nennen.

  17. 59.

    Ich verstehe, was Sie meinen. Aber das Argument mit der Arierrasse ist etwas komisch, das kann doch kein anderes Volk verwenden. Z. Bsp. Slawische Völker haben Krieg geführt für die slawische Rasse, etc. Also wäre besser nur aus rassenideologischen Gründen zu sagen. Mir erscheinen diese im Rückblick aber nur vorgeschoben, es ging wohl eher einfach um Geopolitik (das paßt auch mehr zu 'Volk ohne Raum' und den Vorstoß in strategisch wichtige Rohstoffregionen). Mit den Juden hatten es allerdings auch die Polen und Russen nicht so und haben die gern mal in Ghettos abgeschoben - das war damals immer noch weitverbreiteter 'Zeitgeist' aus den vorherigen Jahrhunderten - auch UK und die USA wollten die flüchtenden Juden aus Deutschland nicht wirklich haben.

  18. 58.

    Weiter so, wann wird die Akropolis vergoldet?

    Scheinbar wiederholen sich verspätetet ähnliche Zustände wie beim Versailler Vertrag vor gut hundert Jahren. Einige "Sieger" erinnern sich allerdings etwas spät daran um Forderungen zu stellen. Nur, der Krieg ist schon einige Jahre vorbei und es wurden inzwischen alle Verträge geschlossen.

  19. 57.

    Es war ein Eroberungs- und Vernichtungskrieg den die Nazis von Anfang an geplant hatten. "Volk ohne Raum". "Lebensraum im Osten".

  20. 56.

    Sie sagen, die Geschichte Europas ist eine Geschichte der Kriege,
    Aber der II Weltkrieg der Nazis ist der Erste, der die Theorie der Arierrasse als Rechtfertigung erfand, und als "Befreingskrieg" hochstilisierte.

  21. 55.

    Ja, ja aber wer war denn beispielsweise das Frankreich. Schauen sie sich doch mal die Vermählungen in den Herrscherkreisen an, also wer war mit wem warum leiert.
    Dann sollte klar sein, wer die Kriege in Europa und warum geprägt hat.
    Länder haben Namen schön, aber die herrschende Monarchie war quer durch Europa verwandt und verschwägert. (mit Liebe hatte das wenig zu tun, dass war ausschließlich Machtpolitik)

  22. 54.

    Das passiert hier öfter, dass das System die falschen Kommentare zitiert...

  23. 53.

    Zweifellos ist es zutreffend, dass Polen Ende des 18. Jh. im Zuge der drei Teilungen Beutegut von Russland, Österreich-Ungarn und Preußen wurde und dass der 2. Weltkrieg mit dem Überfall der SS-Männer in polnischen Uniformen auf den Sender Gleiwitz begann. Im Verhältnis zu ALLEN anderen Staaten hat Polen im Vergleich zu seiner Bevölkerung die meisten Opfer im 2. Weltkrieg zu beklagen.

    Und es gehört zur Legendenbildung, Polen immer nur als friedliches Land zu sehen, das immer nur Opfer seiner feindseligen Nachbarn wurde. Unter der Piastenherrschaft wurde auf geistigen Wege eine Inspiration in Richtung Mitteleuropa eingebracht, im Zuge der Union Polen-Litauen waren es indes nicht nur Inspiration und Worte, sondern handfeste Waffen und Eroberungen, auch Grausamkeiten, die zur Unterwerfung der Nachbarn führten.

    Die P I S strickt an genannter Legendenbildung, die anderen sehen ihre Geschichte offener. Der vorgeschlagene Fonds wäre daher eine gute Lösung.

  24. 52.

    Die Hohenzollern spielen nur eine sehr kurze Zeit der Kriegsgeschichte überhaupt eine Rolle. Die Habsburger als Sachwalter des Hl. Römischen Reiches dt. Nation da schon eher - zumindest bis zu Napoléon. Frankreich und Rußland, aber auch Schweden hatten den unschlagbaren Vorteil gegenüber die dt. Staaten außerhalb des Habsburger Reiches, daß es große Ntionalstaaten waren und demensprechend dominierten sie das Kriegsgeschehen. Übrigens war Polen-Litauen auch mal ein recht großer Staat - daran erinnern sich Polen sicher auch (Stichwort Rzeczpospolita; Preußen, Kurland und Semgallen gehörten dort dazu damals) - der aber schon vor den Teilungen Zerfallserscheinungen zeigte (teils eigenverschuldet durch den nicht mehr zeitgemäßen Staatsaufbau).

  25. 50.

    "nur gehörten zu den Initiatoren bzw. Verursachern immer die selben Nationen" Sie spielen auf Frankreich und Rußland an, sowie vorher Schweden?
    Polen war nicht immer Opfer, wenn man schon so weit zurückgehen will - aber für die nähere Geschichte ja (ich würde aber die Zwischenkkriegszeit ausnehmen).

  26. 49.

    „ Die Geschichte Europas ist eine Geschichte der Kriege.“
    Das stimmt, nur gehörten zu den Initiatoren bzw. Verursachern immer die selben Nationen, nur im Laufe der Geschichte im andern Gewand durch Vermählung innerhalb der Monarchien und einhergehenden Bündnisse.
    Polen, hier stellvertretend für andere, war da nur Land, dessen man sich nach Belieben bediente.

  27. 48.

    "Wer will Angesichts dieses unermesslichen Leids den Polen irgendetwas verübeln." So richtig der Satz ist, er bringt nichts. Die Geschichte Europas ist eine Geschichte der Kriege. Den Topf sollte man zulassen und möglichst nichts mehr aufrechnen oder irgendwo an einer Grenze ziehen. Ich betrachte es mal als den aktuellen politischen Verhältnissen in Polen geschuldet und nicht vom Mehrheitswillen der Polen getragen.

  28. 47.

    Tja, die Korrektur dieser Behauptungen wird vom rbb24 nicht veröffentllicht obwohl historisch belegt.

  29. 46.

    Erst die Aufteilung Polens unter Russland, Preußen und Österreich im 18 Jahrhundert. Der zugesicherten Souveränität im Versailler Vertrag 1918 durch die Annektion des Deutschen Reichs und der Sowjetunion Anfang des 2. Weltkriegs wieder beraubt um schließlich gegen Ende des 2. Weltkriegs nach Westen verschoben zu werden.
    Mit dem Ergebnis der Greueltaten des Warschauer Gettos, Millionen toter Polen und Juden und dem größten Vernichtungslager Auschwitz Birkenau.

    Wer will Angesichts dieses unermesslichen Leids den Polen irgendetwas verübeln.

  30. 45.

    Stein:
    "Wir haben den Krieg begonnen, wir tragen die Schuld aber wir habe unsere Vergangenheit auch im Vergleich zu anderen Gräueltaten der Menschheit einigermaßen angemessen aufgearbeitet und auch dafür bezahlt."

    Diese Formulierung ist nicht richtig, insbesondere wo heute die überwiegende Mehrheit der Deutschen erst nach dem krieg geboren wurde.

    Nicht wir haben den Krieg begonnen, sondern Deutschland bzw. das Deutsche Reich hat den Krieg begonnen!

    Wir tragen keine Schuld, weil Schuld etwas persönlich Vorwerfbares ist. Wir tragen aber eine Verantwortung! Verantwortung gegenüber den Opfern und deren Hinterbliebenen und Verantwortung dafür, dass so etwas nie wieder passiert! Und auch Verantwortung dafür, dass an die Greuel erinnert wird, dass sie nicht vergessen werden.

    Ich will die NS-Zeit damit nicht relativieren, aber ich habe keine Schuld, sondern eine Verantwortung! (Schuld vererbt sich nicht, Verantwortung dagegen schon.)

  31. 44.

    Björn:
    "Antwort auf [Stein] vom 02.02.2023 um 13:10
    "Im Herbst 45, nach der Befreiung" Also meine Verwandten, die damals aus Schlesien raus mußten, haben das nie als Befreiung empfungen. Mein Opa hat auch bis zu letzt darauf gehofft, wenigsten mal für das kassierte Sparbuch bei der Sparkasse Breslau entschädigt zu werden."

    Die Befreieung vom Hitlerfaschismus, also das Ende der NS-Diktatur, war eine Befreiung, außer für Nazis und Menschen, die von Diktatur und Krieg profitiert haben.

  32. 43.

    Das Erlebnis,was hier beschrieben wird, soll das ausreichende Aufarbeiten der Nazi- Greultaten an Polen sein?
    Was war dan ein Menschenleben wert, in Besitz gemessen?

  33. 42.

    "zurückgebliebenen Zivilbevölkerung angetan wurde" Nicht nur das. Ich möchte da gern auch an den Bromberger Blutsonntag erinnern.

  34. 41.

    "Die polnische Bevölkerung hält das zum Großteil für Unfug und erkennt die Realitäten an." Das ist gut zu hören, dann das Faß sollte man in Europa möglichst nicht nochmal öffnen - da kämen noch ganz viele gegenseitige (wie auch immer begründete) Aufrechnungen, nicht nur von zwischen Polen und Deutschland (u.a. auch auf Polen zu, z.Bsp. für polnische Annektionen und Kriegsschäden in der Zwischenkriegszeit).

  35. 40.

    "Im Herbst 45, nach der Befreiung" Also meine Verwandten, die damals aus Schlesien raus mußten, haben das nie als Befreiung empfungen. Mein Opa hat auch bis zu letzt darauf gehofft, wenigsten mal für das kassierte Sparbuch bei der Sparkasse Breslau entschädigt zu werden.

  36. 39.

    "Er hat vorher die Tschechoslowakei zerschlagen und einkassiert" Da gab es ein Münchner Abkommen und da haben auch Frankreich und UK mitunterschrieben und das damit akzeptiert. Außerdem hat sich Polen in dem Zug auch gleich etwas von der Tschechei für sich annektiert.

  37. 38.

    "Dieses polnische Territorium annektierte Stalin und gehört bis heute zu Russland." Nicht ganz richtig. Stalin annektierte es für die UdSSR. Ein großer Teil davon ist z.Bsp. in der heutigen Ukraine und in Weißrußland bzw auch Litauen - die Ostgrenze Polens wurde im Prinzip auf die Curzon-Linie zurückgesetzt, sprich die Zugewinne aus der Zwischenkriegszeit sind wieder weg.

  38. 37.

    Polen kann Reparationsleistungen ehalten. Dann möchte ich aber auch meinen Hof, mein Land und meinen Wald in Schlesien zurückhaben.

  39. 36.

    "... wurden durch Flucht und Vertreibung nach 1945 dem Staat Polen bzw. den polnischen Bürgern übergeben." Das ist eine sehr diplomatische Formulierung. Polen hat die Gebiete annektiert als Sieger - dafür hat der Georgier Stalin Gebiete von Polen im Osten für die UdSSR annektiert - daraus folgte die Westverschiebung Polens im Saldo. Es wurden auch nicht gleich alle Vertrieben. Die Vertreibungen wurden kurz gestoppt, da man bemerkte, daß man die Arbeitskräfte noch für eine Weile vor Ort in den neuen Gebieten Polens braucht - diese werden erst später vertreiben (oder polonisiert). Ähnliches lief aber auch im ehemaligen Osten von Polen, welche von dort weg mußten.

  40. 35.

    Rückübertragung:
    "Antwort auf [Wessi] vom 02.02.2023 um 08:39
    Ich würde die geforderte Summe zahlen.
    Dafür erhalten wir Deutschen unsere gesamten Ostgebiete zurück, die uns nach 1945 enteignet wurden.
    Eine Nutzungsentschädigung sollte dann bei den Verhandlungen eine elementare Rolle spielen."

    Jetzt noch die Grenzen ändern, ist das Letzte, was Europa braucht! Ein Grenzverschieber (Putin) reicht völlig aus und ist schon zuviel für Europa!

  41. 34.

    Jürgen Homann:
    "Antwort auf [Dagmar] vom 02.02.2023 um 11:02
    "Polen hat mit der SU am schlimmsten unter der NS Gewaltherrschaft und Krieg gelitten."
    Kalauer des Tages. Zwei Jahre zuvor hat die UdSSR Hitlers Krieg erst ermöglicht, als Dankeschön durfte Stalin sich den Osten Polens unter den Nagel reissen."

    Ja, viele Sowjetbürger haben unter Hitler, aber auch unter Stalin gelitten!
    Die Sowjetunion war Opfer, Befreier und Täter: Opfer des deutschen Angriffskrieges, Mit-Befreier vom Hitler-Faschismus und Diktatur gegen die Ostblock-Bevölkerung einschließlich der Sowjetischen Bevölkerung sowie Landräuber an Polen.
    Die Sowjetunion war weder nur gut, noch nur schlecht, sie war beides, wobei es zur Einordnung wichtig ist, zu berücksichtigen, dass es viel mehr Opfer des Hitler-Faschismus gab als Opfer der Stalin-Diktatur bis zur Wende (auch wenn jedes Opfer eines zuviel ist!).

  42. 33.

    Johann:
    "Antwort auf [Thomas ] vom 02.02.2023 um 09:47
    Was für eine primitive Hetze!
    Thema verfehlt.
    UND DAS NENNT IHR AUSGEWEOGENEN JOURNALISMUS RBB?"

    Ein überflüssiger Kommentar mit bloßen abenteuerlichen Behauptungen ("Hetz"), aber ohne jegliche Argumente oder Belege.
    Thema verfehlt!

  43. 32.

    Was hat der sog. Marshall-Plan mit Reparationen von D gegenüber PL zu tun?

  44. 31.

    "Keine Erwähnung der Gebiete, die Polen an die Sowjetunion abtreten musste (die Hälfte des Landes)?" Das hat nichts mit Forderungen gegenüber Deutschland zu tun, dafür müßte sich Polen an die Nachfolgestaaten der UdSSR wenden.

  45. 30.

    Wessi:
    "Polen hat nach 1945 die ehemaligen deutschen Gebiete jenseits der Oder übernommen mit sämtlichen Gebäuden, Infrastruktur, Bodenschätzen und allem anderen ausser den Geflüchteten.
    Ein enormer Wert für Polen und ein unfassbare Verlust für die Vertriebenen."

    Dafür hat Polen große Ostgebiete an die Sowjetunion verloren und dort gab es auch große Vertreibungen.

    Das alles ist Folge des von Deutschland begonnen Krieges und des Hitler-Stalin-Paktes über die Aufteilung Polens unter Nazideutschalnd und der Sowjetunion. Ohne dem Krieg wäre es nicht zu diesen Grenzverschiebungen und Vertreibungen gekommen. Insofern ist Deutschland dafür hauptverantwortlich. Die Sowjetunion trägt auch einen Teil der Verantwortung bezüglich der annektierten polnischen Ostgebiete. Für alles (Krieg und Kriegsfolgen) ist aber auch Deutschland mindestens mitverantwortlich und hauptverantwortlich.

  46. 29.

    Heute sitzt da wieder einer, der sehr streng zensiert. Mode bin ich sowieso. So frei ist man hier.

  47. 28.

    Reparationen aus Deutschland über Sowjetunion (mit Stalin) und dann noch Steinkohle (fast) kostenlose Lieferung... da kann man nur lachen oder weinen!

  48. 27.
    Antwort auf [Sven] vom 02.02.2023 um 13:52

    Kalaschnikov steht heute für eine Waffengruppe, die der automatischen Maschinengewehre. Genauso wie Tempo für Papiertaschentücher steht.
    Dass hier dieser heute eingeführte Oberbegriff in der überlieferten Schilderung benutzt wurde, macht den Inhalt an sich nicht unglaubwürdig. Das war damals wirklich so in den sowjetisch eroberten Gebieten. Aus den Erzählungen von Geflüchteten ist dies tausendfach so überliefert. Und übrigens noch mehr, das der zurückgebliebenen Zivilbevölkerung angetan wurde. Was man den russischen Soldaten so gesehen auch nicht verübeln kann mit dem Hintergrund des Leids, das die Wehrmacht und deutschen Besatzungstruppen seinerzeit in den besetzten Gebieten angerichtet haben.

  49. 26.
    Antwort auf [Sven] vom 02.02.2023 um 13:52

    Ich denke er meinte ein SKS-45, das war der Vorläufer vom AK, nur ohne dem langen gebogenem Magazin

  50. 25.

    Nicht wirklich ernst gefragt: Müsste Polen nicht dann auch im Rahmen der Reparationen die 1945 an sie übertragenen Gebiete östlich der Oder an Deutschland zurück geben? Ich weiß, das ist eine alte Neonazi-Forderung, die ich nicht mal im Ansatz teile. Aber Fakt ist nun mal, dass Polen durch die Gebietsabtretungen bereits Reparationen in gigantischer Höhe erhalten hat, Zahlungen darüber hinaus bekommen hat und heute massiv von Subventionen der EU profitiert, die auch zum Großteil aus deutschen Steuergeldern finanziert werden. Kurz: Die Forderungen sind vollkommen irrwitzig und unsinnig und das weiß sogar die polnische Regierung. Sie ist aber weiterhin der irrigen Ansicht, dass man Deutschland als Gegner betrachten und stetig Stimmung machen müsse. Die polnische Bevölkerung hält das zum Großteil für Unfug und erkennt die Realitäten an.

  51. 24.

    Wir haben den Krieg begonnen, wir tragen die Schuld aber wir habe unsere Vergangenheit auch im Vergleich zu anderen Gräueltaten der Menschheit einigermaßen angemessen aufgearbeitet und auch dafür bezahlt.
    Meinen Großelter gehörte eine Mölkerei in Pommern. Im Herbst 45, nach der Befreiung, stand ein polnischer Mitbürger mit einer Kalaschnikow im Anschlag im Türrahmen. Sie hatte 5 Minuten um mit ihren 2 Kleinkindern zu Fuß zu fliehen und ein paar Habseligkeiten zusammenzuraffen. Wir haben bezahlt.

  52. 23.

    Polen ist der größte Nettoempfänger in der EU und Deutschland mit Abstand der größte Nettozahler, das will in Polen aber keiner hören. Dann doch lieber utopische Summen fordern, die jeglicher Grundlage entbehren.

  53. 22.

    Was habe ich bitteschön mit diesen Spruch zu tun, gar nichts.

    Seien sie sicher, dass Hitler diesen Krieg auf jeden Fall begonnen hätte.
    Er hat vorher die Tschechoslowakei zerschlagen und einkassiert, um noch schneller für "seinen" Krieg aufzurüsten, da schon vorher war sein bekannter Spruch, dass die Zukunft der Deutschen in Osten liege ein ernstgemeintes Vorhaben.

  54. 21.
    Antwort auf [Jan] vom 02.02.2023 um 12:06

    Aber im Namen meiner vertriebenen und enteigneten Vorfahren schon.
    Der Hass, der uns zur Zeit Polen entgegen schlägt, hat auch was mit der kranken grünlinken dt. Asylpolitik zu tun.

  55. 20.

    Deutschland sollte ordentlich Reparationen zahlen. Man könnte dafür das Geld nehmen, das in die Bundeswehr geschüttet werden soll. 100 Milliarden wären ein guter Anfang.

  56. 19.

    "Polen hat mit der SU am schlimmsten unter der NS Gewaltherrschaft und Krieg gelitten."

    Kalauer des Tages. Zwei Jahre zuvor hat die UdSSR Hitlers Krieg erst ermöglicht, als Dankeschön durfte Stalin sich den Osten Polens unter den Nagel reissen.

  57. 17.

    Die permanent aggressive Rhetorik des offiziellen Polens gegenüber Deutschland klingt in meinen Ohren wie eine endlose Kriegserklärung und lässt eine größere Nähe zu Moskau als zu Berlin erkennen. Offenbar müssen wir unser Verhältnis zu Polen grundsätzlich überdenken.

  58. 16.

    Die Westverschiebung betraf nicht nur die polnische Westgrenze (bis zur Oder-Neiße-Linie), sondern auch gleichzeitig die polnische Ostgrenze.
    Dieses polnische Territorium annektierte Stalin und gehört bis heute zu Russland.

  59. 15.

    Ja, so ist es, es ist eine "Rosinenpickerei" von deutscher Seite, auch hier in Kommentaren, die Nazivergangenheit ist ausgeblendet, und die Polen sind ......, dies ist ein Manko der Aufarbeitung, leider.

    Die Polen hatten nach dem Krieg kaum was zu melden, die UDSSR hatte das Sagen, und sie verfolgte auschließlich ihre imperialen Interessen, natürlich auf kosten ihrer Einflußzonen, diese hat sie von Westallierten eingefordert und bekommen, leider.

  60. 14.

    Was für eine primitive Hetze!
    Thema verfehlt.
    UND DAS NENNT IHR AUSGEWEOGENEN JOURNALISMUS RBB?

  61. 13.

    Bitte nicht so hochkochen. Die Polen sind im Wahlfieber. Und wer dem großen Nachbarn Paroli bietet, verspricht sich Sympathien.
    Am besten gar nichts machen...

  62. 12.

    Ich würde die geforderte Summe zahlen.
    Dafür erhalten wir Deutschen unsere gesamten Ostgebiete zurück, die uns nach 1945 enteignet wurden.
    Eine Nutzungsentschädigung sollte dann bei den Verhandlungen eine elementare Rolle spielen.

  63. 11.

    "Es gibt eine Verzichtsdeklaration von der polnischen Seite."
    Das könnte man auch nur als Absichtserklärung verstehen, wenn Deutschland davon keine Ausfertigung übergeben wurde.
    Die Forderung der Polen ist doch ein Zeichen, wie schwach Polen geworden ist, dass sie sich auf diesem Weg Geld besorgen müssen, weil sie ihren Wohlstand nicht erwirtschaften können.
    Griechenland kommt auch immer mal wieder mit der Forderung an D, wenn es Geld braucht.

  64. 10.

    Danke,dass man dazu einen auf Fakten bedachten Berufsstand mal hören/lesen konnte, zumal poln. Nationalität.
    Es ist also staatlich gelaufen, wie so vieles in den "sowjet.bestimmten Bruderländern" so von oben angeordnet wurde. Und ehrl., hat nicht mancher in P & in der ehem. DDR auf die seitenlangen Darstellungen in den Zeitungen nach so einem Parteitag nur danach gesucht, welche sozialpolit. Leistungen bald wirksam werden würden? Also, ich sehe das eh anders, denn ein Nachfragen, ein 'hinter den schweren Vorhang schauen', wurde recht kritisch "begleitet". Denn so viele Sozialmaßnahmen & dann die 'Konsumgüterproduktion', das warf doch etl. Fragen auf, jedenfalls bei mir, da sich herausstellte, was das für Ladenhüter waren.--Gut so, P soll den EUR einführen, der reguliert Weiteres. Augen zu & durch! Nur Mut! Wir habens auch überstanden! Dzekuje bardzo Pan Ruchniewicz

  65. 9.

    20 Prozent des deutschen Reichsgebietes inclusive Aller dort befindlichen Fabriken mit deren Maschinen, Schachtanlagen, andwirtschaftliche Nutzflächen, Wälder, Vieh, Städte mit deren Bebauung wurden durch Flucht und Vertreibung nach 1945 dem Staat Polen bzw. den polnischen Bürgern übergeben. Milliarden Euro via den Töpfen der Europäischen Union aus deutschen Zahlungen....... das sollte geschichtlich gesehen reichen für die Barbarei, die die Deutschen unter den Nazis den Polen angetan haben.

  66. 8.

    Ganz unabhängig von dem was Deutsche anderen Völkern angetan haben, die Nazis haben auch Deutschland zerstört. Um so schlimmer das immer mehr Menschen hier das vergessen wollen und die neue Brut wieder da ist. Die Forderungen von Polen sind dem Wahlkampf der PIS Partei geschuldet. Ressentiments schüren...wie es hier die AfD macht.

  67. 7.

    Die PIS in Polen schürt bewusst und massiv antideutsche Ressentiments und das mit zunehmendem Erfolg. Mittlerweile sind nach Umfragen zwei Drittel der Polen der Meinung, Deutschland muss zahlen. Damit wird auch die erreichte Aussöhnung nach dem 2.Weltkrieg zwischen beiden Völkern aufs Spiel gesetzt. Man sollte vielleicht darüber nachdenken, um ein Zeichen des guten Willens zu setzen, einige Projekte zu unterstützen, wie z.B. den Wiederaufbau des Sächsischen Palais in Warschau. Jedoch, wenn es bei der jetzigen antideutschen Politik Polens bleibt, auch zunehmend international gegen Deutschland vorzugehen, sollten auch wir die bisherige Politik überdenken. Was sind dann letztendlich alle Vereinbarungen und Verträge am Ende noch Wert?

  68. 6.

    Dieses sehe ich auch so zumal Deutschland und die DDR schon kräftig dafür gezahlt haben.

  69. 5.

    Keine Erwähnung der Gebiete, die Polen an die Sowjetunion abtreten musste (die Hälfte des Landes)? Keine Erwähnung der Vertreibungen der Polen aus diesen Gebieten? "Auch Polen kam der der DDR entgegen" - ist damit das Protokoll der Sitzung von 1953 gemeint? Warum ist der Druck Russlands bei dem Verzicht Polens auf die Reparationsforderungen nicht betont? Warum ist es nicht erwähnt, dass Russland dazu geführt hat, dass Polen weder die direkten Mittel vom deutschen Reparationsfonds noch vom Marshall-Plan bekommen durfte? Was ist das denn bitte für ein Witz!

  70. 4.

    Immer wieder beklagt die polnische Regierung, dass Deutschland zu wenig tue für gute deutsch-polnische Beziehungen. Dabei schürt eben diese Regierung mit solchen Ansinnen ein gegenseitiges Misstrauens- und Neidverhältnis.
    Alle Historiker sagen auch, dass dieses Thema schon längst durch Nachkriegsverträge und Abkommen abgeschlossen ist. Aber es ist bei Regierungen immer beliebt, mit einem Aufregerthema um die Ecke zu kommen, um von eigenen Problemen abzulenken. Auf einen vermeindlich Schuldigen zu zeigen, ist dabei gängige Spielart. Die polnische Regierung braucht dieses Thema offensichtlich gerade, um bei wichtigeren innenpolitischen Themen nicht hinterfragt zu werden.

  71. 3.

    Tja ich kenne das alles nur aus Erzählungen und die Wahrheit kennen eben nur die die auch dabei waren.
    Ich denke nach so langer Zeit sollte es endlich endgültig zu den Akten gelegt werden.
    Zumal es ja wohl eine Vereinbarung gegeben hat 1945 und 1957 dann bestätigt wurde.
    Also sonstige Fragen sollten dabei endlich beantwortet sein.

  72. 2.

    Polen hat nach 1945 die ehemaligen deutschen Gebiete jenseits der Oder übernommen mit sämtlichen Gebäuden, Infrastruktur, Bodenschätzen und allem anderen ausser den Geflüchteten.
    Ein enormer Wert für Polen und ein unfassbare Verlust für die Vertriebenen.
    Dass die Sowjetunion ihre Bruderstaaten ausgebeutet hat, liegt nicht in der Verantwortung von Deutschland, zumal auch die DDR davon betroffen war.

  73. 1.

    Schade, dieses Interview endet so abrupt und ist alles in allem sehr oberflächlich, dabei geht es um ein fundamentales Thema: Haben wir unsere europäischen Nachbarn im Osten annähernd 'ausreichend' für das entschädigt, was unsere Vorfahren durch Krieg und Besatzung zerstört und zugefügt hat?!

    Was ist mit den 500 Millionen DM passiert?
    Wie äußern sich deutsche Historiker dazu?
    Wie äußern sich die Philosophen?
    Welche Alternativen Angebote jenseits der materiellen Forderung der polnischen Regierung kann man anbieten?

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