200 Menschen demonstrieren für den Erhalt einer koreanischen "Friedensstatue" in Berlin-Moabit. (Bild: rbb/C.Toledo)
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Video: rbb|24 | 13.10.2020 | Material: Camilo Toledo | Bild: rbb/C.Toledo

Video | Streit mit Bezirksamt Mitte - 200 Menschen demonstrieren für Erhalt der "Friedensstatue"

9 Kommentare

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  1. 9.

    Vielen Dank, dass Sie an den Hiroshima-Nagasaki-Platz erinnern. Das ist "natürlich" unliebsam für jene, die ihr jeweiliges Land mit makelloser weißer Weste da stehen haben wollen. Eine Analogie fällt mir ein beim seinerzeitigen Bundestagsbeschluss zum Völkermord an den Armeniern. Auf Druck der Erdogan-Regierung hat dann die (deutsche) Regierung erklärt, dass es sich beim Bundestagsbeschluss um eine nicht rechtsverbindliche Äußerung des Parlaments handele, also ohne rechtliche Bindungswirkung.

    Stärker lässt sich die Legislative kaum desavouiren.

    Dass dem Druck der der gegenwärtigen japanischen Regierung nachgegeben wurde, empfinde ich geradezu als Einfallstor für all jene Regierungen, die sich Wählerprozente genau davon erhoffen, die Geschichtsschreibung ihres jeweiligen Landes im Glorienschein zu verkünden.

  2. 8.

    Ich finde es ein Skandal das mit der Begründung "Japan" fühle sich beleidigt, eine Community aus Korea in Berlin nicht an die systematische Verschleppung und sexuelle Versklavung als institutionalisierter Bestandteil der Kriegsführung Japans erinnern und gedenken können soll. Klar sind jene "beleidigt" die sich bis heute nicht mit der Verantwortung ihrer Väter, und Grossväter auseinandersetzen. Das will der Uropa im Wehrmachtsbordell von Minsk, Kiew oder in den Konzentrationslagern auch nicht. Der bosnisch-serbisch-kroatisch-kosovo-albanische nationalsoldatische Terrorist will es sicher auch nicht als Thema haben. Das ist eben die Perspektive der Täter oder der Verteidiger der Täter. Da weiss der eine immer von einem anderen, der es doch genauso gemacht hat.
    Ist nur uninteressant. Halt Perspektive der Täter.
    Es interessiert die Perspektive der Opfer, der Betroffenen und derjenigen die daran erinnern...weil sexualisierte Gewalt, Frauen als Kriegsbeute

  3. 5.

    In Potsdam gibt es seit Jahren Hiroshima-Nagasaki-Platz. Man gedenkt dort der Opfer der Atombombenabwürfe durch die USA. Bei der Aufstellung des Denkmals war ein Teil der US-Amerikaner in Deutschland dagegen, aber der Bürgermeister damals war dafür. Deshalb steht es immer noch da. Man sollte nicht vergessen, dass Japaner sowohl Täter als auch Opfer des Asia-Pazifischen Krieges gewesen sind. Aber die jetzige japanische Regierung will von der Täterrolle nichts erwähnt werden. Deshalb sollte sie mittels der Diplomatie auf das Bezirksamt-Mitte einen Druck ausgeübt haben. Die Statue muss bleiben, übrigens bin ich ein Japaner in Berlin.

  4. 3.

    Wo steht oder stand die Statue eigentlich?

  5. 2.

    Interessante Denkweise. Ihr zufolge sollte dann in Deutschland auf das Gedenken an einzelne Gruppen, die unter der Nazi-Herrschaft gelitten haben, verzichtet werden, denn es gab ja leider viele, viele Opfergruppen. Und wenn man sich mal (nicht immer) nur eine einzelne herausgreift und deren Leiden beschreibt und beklagt, dann wäre das irgendwie -istisch. Und "einseitig und instrumentalisierend".

    Auf eine solche Argumentation muss man erstmal kommen.

  6. 1.

    Es wirkt sexistisch.
    Unter der japanischen Herrschaft haben die Menschen in Korea gelitten so wie unter dem Terror des Koreakrieges.
    Frauen und Männer, Kinder und Greise.
    Nur Frauen zu gedenken ist einseitig und instrumentalisierend.
    Korea muss die Spaltung überwinden, die Besetzung beenden, Frieden finden und Versöhnung.
    Korea is One!

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