Verdrängung in Berlin - "Seit wir in Deutschland sind, sind wir ungefähr zehn Mal umgezogen"

Mi 09.02.22 | 06:06 Uhr
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Familie aus Syrien (Quelle: rbb/Jana Göbel)
rbb/Jana Göbel
Video: Abendschau | 09.02.2022 | Ute Barthel, Jana Göbel | A.Geisel, Stadtentwicklungsenator im Studio | Bild: rbb/Jana Göbel

Das Rollberge-Viertel in Berlin-Reinickendorf verkommt seit Jahren. Die frühere Mischung ist verloren gegangen. Das merken Bewohner wie die Assafs, Frau Bräunlich oder Marc und Hasan. Protokolle aus einem absteigenden Kiez.

Das Rollberge-Kiez im Norden von Berlin-Reinickendorf hat bessere Tage erlebt. Viele der fast 6.000 Bewohner fühlen sich im Stich gelassen. Eigentlich wünschen sie sich nichts Besonderes, nur dass ihre Häuser nach Jahrzehnten endlich saniert werden, die Fahrstühle funktionieren, die Fenster dicht sind, die Wege beleuchtet, etwas mehr Grün und Spielflächen für die Kinder.

Doch das Viertel verkommt, gut Verdienende und gut Ausgebildete ziehen fort. Die neuen Mieter sind vor allem arme Menschen, viele von ihnen konnten die Mieten in der Innenstadt nicht mehr bezahlen. Hier schildern alte und neue Anwohner, wie sie ihren Kiez erleben.

"Hätte ich mehr Geld, würde ich am Kudamm, Potsdamer Platz oder so wohnen"

Marc und Hasan, 20 Jahre

Marc: Wir sind hier in der Rollbergesiedlung großgeworden. Aber Rollberge sagt eigentlich keiner, wir kommen aus Titisee, wegen der Titiseestraße, da weiß jeder hier in Reinickendorf Bescheid.

Hasan: Der Start ins Leben ist hier schwieriger als da, wo die Reichen wohnen. Ich hab' oft die Schule geschwänzt, so ungefähr ab der 8. Klasse, stattdessen draußen rumgehangen, mich mit anderen getroffen, die auch geschwänzt haben. Meine Eltern sind in den 90ern aus Palästina hergekommen, mein Vater ist Lagerarbeiter, meine Mutter arbeitet im Jobcenter. Ich bin morgens losgegangen zur Schule, war manchmal sogar bei der ersten Stunde. Aber wenn die Eltern weg waren, bin ich wieder nach Hause.

Marc und Hasan (Quelle: rbb/Ute Barthel)
Hasan und Marc | Bild: rbb/Ute Barthel

Ich hab den Abschluss verpasst, über die Zukunft nicht nachgedacht. Irgendwann dachte ich, jetzt musst du mal langsam klarkommen, Geld verdienen. Ich hab dann als Sozialhelfer angefangen, das kannte ich hier aus dem Viertel, fand ich gut. Kindern bei den Hausaufgaben helfen und mit ihnen reden, damit sie nicht den gleichen Scheiß machen wie wir. Jetzt hab ich einen Abschluss, fange eine Erzieher-Ausbildung an. Wenn Kinder Hilfe brauchen, akzeptieren sie mich, weil ich von hier bin. Das ist hier wie ein Dorf, jeder kennt sich. Aber wenn ich mehr Geld hätte, würde ich lieber in der Innenstadt wohnen, Kudamm, Potsdamer Platz oder so.

Marc: Hasan und ich waren in der gleichen Schule, ich hab auch oft geschwänzt. Einmal hatte ich 200 versäumte Schulstunden. Als meine Noten immer schlechter wurden, gab es Stress zu Hause. Aber ich hatte keine Lust auf Schule, wollte lieber mit anderen rumhängen. Hab dann nicht mal die 9. Klasse geschafft. Dann gings zum Oberstufenzentrum, aber da hab' ich weiter geschwänzt. Eigentlich hätte ich schon mit 18 eine Ausbildung fertig haben können, jetzt mache ich auch eine Ausbildung zum Sozialhelfer wie Hasan. Ich hab das bereut, dass ich die Schule nicht geschafft habe. Wir sind zu Hause drei Kinder. Bei meinem kleinen Bruder achte ich jetzt darauf, dass er nicht die Fehler macht wie ich, der ist jetzt in der 8. Klasse.

Renate Bräunlich (Quelle: rbb/Jana Göbel)
Renate Bräunlich | Bild: rbb/Jana Göbel

"Wir fühlen uns hier vergessen"

Renate Bräunlich, 73 Jahre

Mein Mann und ich wohnen hier seit 1984. Da sind wir mit unseren beiden Kindern hergezogen. Mein Sohn ist inzwischen verstorben. Meine Tochter hat jetzt eine eigene Wohnung, auch hier im Viertel.

Ich bekomme nur eine kleine Rente, weil ich mehrere Jahre meinen behinderten Sohn gepflegt habe. Nach seinem Tod habe ich als Verkäuferin gearbeitet, auf selbständiger Basis beim KaDeWe und bei Wertheim. Da konnte ich nur wenig für die Rente einzahlen. Mein Mann war Textilmeister bei der Kammgarnspinnerei in Reinickendorf. Nach dem Mauerfall haben viele Firmen die Stadt verlassen, weil es keine Berlin-Förderung mehr gab. Und da hat er auch seinen Job verloren. Er war schon 53 Jahre alt. Da war es nicht mehr so einfach, eine neue Arbeit zu finden.

Wir zahlen für unsere Wohnung 800 Euro Miete, das sind 45 Prozent von unserer Rente. Da müssen wir uns bei anderen Ausgaben schon einschränken. Es ist nicht so, dass wir hungern, aber wir müssen schon mit jedem Pfennig rechnen. Beim Einkaufen achte ich zum Beispiel immer auf die Sonderangebote.

Ich bin der Meinung, dass die Siedlung gewaltig am Kippen ist. Es verkommt alles. Es wird nichts mehr gemacht. Früher gab es auch eine bessere Mischung. Wir hatten schon immer Nachbarn mit Migrationshintergrund im Haus – Vietnamesen, Iraner, Iraker, Türken. Das waren aber Leute, die sich auch eingebracht haben. Da war das Haus auch sauber.

Und jetzt? Da fliegen Müllbeutel aus dem 12. Stock aus dem Fenster. Aber das machen nicht nur die Nachbarn mit Migrationshintergrund, da sind auch Deutsche dabei. Im Moment haben wir viele Rohrbrüche im Haus. Das liegt bestimmt daran, dass die Leitungen so alt sind. Aber es wird immer nur stückweise repariert, Flickschusterei. Als ich mich bei der Wohnungsbaugesellschaft über den vielen Müll in der Siedlung beschwert habe, bekam ich erst nach acht Wochen eine Antwort. Ich wünsche mir mehr Unterstützung durch die Wohnungsbaugesellschaft. Wir fühlen uns hier vergessen.

Supermarktinhaberin (Quelle: rbb/Jana Göbel)

"Wir hatten ständig Ärger mit Jugendlichen"

Thi Thu Trang Pham, Geschäftsführerin des Supermarkts

Ich bin selbständig und betreibe seit 2007 den Supermarkt "Nahkauf" hier. Damals haben wir auch noch hier gewohnt – gleich nebenan in dem Hochhaus. Da hat es uns hier auch noch gut gefallen. Die Miete war günstig. Die Kita war vor der Tür und auch die Schule. Aber vor sechs Jahren kamen viele Familien mit Kindern, die sehr frech waren, in die Siedlung. Die haben in der Schule andere Kinder beleidigt und schlimme Worte benutzt. Ich wollte nicht, dass meine Kinder auch so werden. Deshalb sind wir weg. Wir wohnen jetzt in Schmargendorf und zahlen da fast doppelt so viel Miete.

Wir hatten im Laden ständig Ärger mit einigen Jugendlichen. Die haben die Waren absichtlich in die falschen Regale gestellt, die Schokolade aufgerissen und kaputt gemacht. Die Überraschungseier zum Beispiel waren immer kaputt. Die mussten wir dann wegschmeißen. Und sie haben viel geklaut.

Es gibt einen Jugendlichen, der ist vielleicht 14 Jahre alt, der immer extra ohne Maske in den Supermarkt gekommen ist. Wenn wir ihm gesagt haben, dass er eine Maske aufsetzen soll, weigerte er sich. Er hat dann draußen auf meine Mitarbeiterin gewartet und sie auch bedroht und geschlagen. Da haben wir die Polizei gerufen und ihn angezeigt. Das hat offenbar gewirkt, denn jetzt ist es etwas besser geworden. Einer von den Jugendlichen war sogar hier und hat sich entschuldigt.

In unserem Supermarkt verkaufen wir meistens Lebensmittel von der billigen Eigenmarke. Bio-Produkte oder vegane Lebensmittel hingegen fast gar nicht. Das Geschäft läuft zwar insgesamt nicht so gut, aber wir haben auch viele nette Stammkunden und wollen hierbleiben.

Cornelius Prade (Quelle: rbb/Jana Göbel)Cornelius Prade

"Mit jedem weiteren Verkauf des Viertels hat sich die Situation verschlechtert"

Cornelius Prade, Inhaber Titisee-Apotheke

Wir sind hier seit 1970, also von Anfang an. Da hat mein Vater die Apotheke eröffnet und ich habe als Zehnjähriger schon geholfen und Medikamente ausgeliefert. Damals gehörte das ganze Viertel der GSW. Aber die Siedlung hat ja mehrmals den Eigentümer gewechselt und mit jedem Verkauf wurde es schlechter. Es wurde wenig investiert, sondern man wollte nur die Mieten rausziehen und das Viertel dann möglichst gewinnbringend verkaufen. Und das hat sich auch auf die soziale Struktur ausgewirkt. Es wohnen immer mehr Menschen hier, die auf staatliche Förderung angewiesen sind.

Früher gab es hier nebenan noch einen Blumenladen, eine Reinigung, ein Frisörgeschäft, eine Bäckerei und einen kleinen Schreibwarenladen. Über die Jahrzehnte sind alle verschwunden. Zum Teil aus Altersgründen, zum Teil aus gesundheitlichen Gründen haben die Inhaber die Geschäfte aufgegeben. Sie wurden nicht wieder neu vermietet, weil kein Nachfolger zu finden war.

Dieses Nahversorgungszentrum fehlt jetzt hier, gerade für die Älteren. Ich wünsche mir, dass vielleicht wieder ein Bäcker herkommt oder ein anderer Dienstleister. Und die Wohnungsbaugesellschaft sollte die Häuser sanieren und auf eine bessere Mischung bei der Vermietung achten. So wie es früher mal war: Wir hatten sozial Schwächere und wir hatten Bessergestellte und das war ein wunderbares Miteinander.

Familie aus Syrien (Quelle: rbb/Jana Göbel)Ahmad und Hiba Assaf

"Ich möchte lieber arbeiten und nicht mehr vom Jobcenter leben"

Ahmad und Hiba Assaf aus Syrien

Meine Frau und ich wohnen hier in der Titiseestraße seit September 2020 mit unseren vier Kindern: Mahmud, elf Jahre, Aja, 9 Jahre, Mohamed Nour, 6 Jahre und Mohannad, 4 Jahre. Unser jüngster Sohn ist hier in Berlin geboren. Wir sind 2016 aus Syrien geflohen. Es gab fast jeden Tag Bombenangriffe. Meine Frau wollte, dass wir unsere Kinder in Sicherheit bringen. Deshalb haben wir unsere Heimat verlassen.

Wir sind erst in die Türkei und dann mit dem Schlauchboot über das Meer nach Griechenland. Seit wir in Deutschland sind, sind wir ungefähr zehn Mal umgezogen. Wir haben in Wohnheimen in Hellersdorf gewohnt, in Lichtenberg, Weißensee und Moabit. Deshalb waren wir sehr froh, als wir diese Wohnung gefunden haben. Hier haben die Kinder eigene Zimmer. Die Miete beträgt 890 Euro für 94 Quadratmeter. Das bezahlt das Jobcenter. Und wir bekommen auch Arbeitslosengeld II und Kindergeld. Das ist für uns genug zum Leben.

Aber trotzdem möchte ich lieber arbeiten und nicht mehr vom Jobcenter leben. Ich habe schon versucht, als Paketlieferant zu arbeiten, aber das hat noch nicht geklappt. Mein Ziel ist es jetzt, noch besser Deutsch zu lernen. Und dann möchte ich gern meinen LKW-Führerschein machen. Mein Vater hatte einen LKW, und ich habe bei ihm gelernt. Aber mein syrischer Führerschein gilt hier nicht und ich muss eine neue Fahrerlaubnis machen. Als LKW-Fahrer kann man gut verdienen, mindestens 2.000 bis 2.500 Euro netto. Meine Frau lernt auch Deutsch und will vielleicht einmal als Erzieherin arbeiten.

Unsere Kinder haben es nicht leicht in der Schule, sie haben leider nicht so viele Freunde. Wir haben auch nicht so viel Kontakt mit den deutschen Nachbarn. Bei den Schularbeiten können wir nicht immer helfen, weil wir selbst nicht so gut Deutsch können. Außerdem sind wir beide in Syrien nur sechs und sieben Jahre zu Schule gegangen. Mein Vater hatte damals gefragt, ob ich bei ihm arbeiten will. Und das wollte ich lieber, als weiter zur Schule zu gehen. Ich möchte, dass meine Kinder eine gute Ausbildung machen. Denn wir wollen hier in Deutschland bleiben.

Gesprächsprotokolle: Jana Göbel und Ute Barthel

Sendung: Abendschau, 09.02.2022, 19:30 Uhr

21 Kommentare

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  1. 21.

    Guter Artikel. Dass arme Bevölkerungschichten in eignen Gettos leben ist aber beileibe nichts neues. Und die resultierenden Probleme auch nicht. Ich kenne das noch aus den Arbeiter-Siedlungen der "neuen Heimat". Ein Viertel, wo wir nachts ungern lang gelaufen ist. Ausländer gab's da übrigens nicht. Aber auch ein Unterschichtenproblem. Und das gepaart mit ausbeuterischen Vermietern.

  2. 20.

    Nach 6 Jahren immer noch kein gutes Deutsch zu können, ist wirklich keine Schande, gerade für Menschen mit wenig Schulerfahrung. Versuchen Sie mal in 6 Jahren Arabisch zu lernen.
    Ich bin Lehrerin Deutsch und kann sagen, dass die wenigsten Flüchtlinge "faul" sind. Sie wollen lernen und arbeiten, aber da kommt das Jobcenter und sagt, sie dürfen erst arbeiten wenn sie eine bestimmte (ziemlich hohe) Stufe in Deutsch geschafft haben. Und dann kommen noch Nachbarn, Menschen im Supermarkt, auf der Straße und überall hinzu, die sie schräg angucken oder anfeinden, weil sie "nichts tun und trotzdem alles bekommen", da trauen sie sich gar nicht mehr raus und sich in die Gesellschaft einzubringen.

  3. 19.

    Die potenzielle Wählerschaft besorgt sich die Politik im Ausland. Wenn die syrische Familie im eigenen Land geblieben wäre und keiner Arbeit nachgehen würde, wäre ihnen die bittere Armut nicht erspart geblieben. Sie leben 6 Jahre in D und haben es noch nicht einmal geschafft die deutsche Sprache zu erlernen, obwohl sie gerne in D ihre neue Heimat sehen. In keinem anderen Land auf der Welt wurde Nichtstun so gefördert wie in D. Aber es gibt auch genug andere Menschen mit ausländischen Wurzeln, die sich nicht in die Hängematte legen. Ohne diese Menschen würde es im Dienstleistungssektor sehr traurig aussehen, wie das Beispiel der Geschäftsführerin im Nahkauf beweist.

  4. 18.

    Dieses syrische Ehepaar hat solch illusorische Zukunftsvorstellungen, daß man nur mit dem Kopf schütteln kann. Beide haben sechs und sieben Jahre in Syrien die Schulbank gedrückt, weitere Qualifikationen - Fehlanzeige, außer vier Kinder. Nach mehreren Jahren in der BRD halten sich ihre Deutschkenntnisse in einem bescheidenen Rahmen, so daß ihre Berufswünsche "Erzieherin" und "Kraftfahrer" derzeit Traumschlösser sind. Das nach jahrelangem Aufenthalt.

  5. 17.

    "...Vietnamesische Nahrkauf Besitzerin..."
    Die teureren Lebensmittel gibt es 200m weiter beim Edeka (früher Reichelt) am Zabel-Küger-Damm

  6. 16.

    Ein Lob und meine Verehrung an die Vietnamesische Nahrkauf Besitzerin das sie trotz des täglichen terrors und ärgern der dort rumhängenden jugendlichen dort weiter arbeitet. Sie hat ja selber mit ihrer Familie in einem der Hochhäuser im Rollberge Viertel mal gewohnt. Bis sich sich die Atmosphäre in der Schule durch neu zugezogene freche Kinder sich verändert hat. Sie wollte das ihre Kinder nicht von den frechen Kids beeinflusst werden und ist weggezogen. Das Nahkauf hat erkannt das mit hochwertigen Sortiment dort nicht verkaufen kann und ist gut daa sie mit günstigen Eigenmarken dort für die Menschen da sind!!!

  7. 15.

    Schließe mich ihrer Meinung an. Ich habe auch keine Lust mehr, hier Steuern zu zahlen....

  8. 14.

    Aber die Menschen hier sollten sich auch einbringen. Das beginnt mit deutsch lernen uns sich vielleicht auch mal aus den Haus wagen und sozial einbringen. Hier in Lichtenberg sieht es nicht anders aus. Man muß nur einmal ein Blich auf das Klingeltableu machen . Auch hier im Frankfurter Kiez hat sich vieles negativ verändert.

  9. 13.

    Bei deinem Kommentar geht es mir ähnlich,weil er einfach weltfremd ist und nichts mit der Realität zu tun hat. Natürlich sollte niemand hungern oder Krieg ertragen müssen,aber so ist nun mal leider nicht. Also was tun? Alle her holen? Das ist jedenfalls garantiert nicht die Lösung. Es müssten endlich mal Ursachen angegangen werden.

    Nüchtern betrachtet hätte Deutschland mit dem Geld,was es hier für wenige ausgegeben hat,woanders für viel mehr mindestens das Gleiche erreichen können.

  10. 12.

    Danke für die beiden Artikel!
    Hier werden viele Themen angesprochen,die viel häufiger Aufmerksamkeit bekommen sollten.

  11. 11.

    Um es gleich vorweg zu nehmen, das ist kein Neid oder sonst was. Aber das eine Beispiel zeigt, das hier was falsch läuft. 890Euro Miete zahlt Jobcenter, dann ALG und für 4Kinder fast 900E Kindergeld. Wer soll das alles bezahlen, da ja das Ende der Aufnahme von, "Geflüchteten " noch längst nicht vorbei ist? ICH BIN KEIN RECHTSWÄHLER !

  12. 10.

    Eine mutige Familie die es verdient hat, hier in Frieden zu leben. Wenn ich einige Kommentare hier lese, kommt mir im wahrsten Sinne der Hut hoch. Kein Mensch sollte im Krieg leben müssen. Vielleicht findet sich ein Arbeitgeber, der dem motivierten Vater eine Chance gibt und ihn einstellt. Ich wünsche der Familie alles Gute.

  13. 9.

    Klarer Befund:
    "Ich bin der Meinung, dass die Siedlung gewaltig am Kippen ist. Es verkommt alles. Es wird nichts mehr gemacht. Früher gab es auch eine bessere Mischung. Wir hatten schon immer Nachbarn mit Migrationshintergrund im Haus – Vietnamesen, Iraner, Iraker, Türken. Das waren aber Leute, die sich auch eingebracht haben. Da war das Haus auch sauber. "

    Eine Bekannte ist überzeugte Grünwählerin. Jetzt kommt ihr Kind in die Kita, und die deutsche Familie flüchtet in eine in Berlin noch existierende Gegend, wo das Kind nicht die einzige Deutsche ist. Ob sie weiter grün wählen wird, da bin ich mir nicht sicher.
    Wohlfühlen kann sich der Syrer mit seinen vier Kindern, die Familie lebt seit sie hier ist, also seit sechs Jahren von der Öffentlichen Sozialfürsorge, und, soweit ich das deuten darf, massiv eilig mit Erwerbstätigkeit hat er es nicht. Denn er müßte schon zu den Besserverdienenden gehören, um das zu verdienen, was er jetzt bekommt.

  14. 8.

    Hasan und Marc wünsche ich alles Gute für die berufliche Zukunft. Beide haben erkannt, dass sie mit ihrem Verhalten zur Schulzeit (Schwänzen) einen großen Eigenanteil an ihrer Situation haben. Wenn beide es schaffen, diese Erkenntnis an Schüler und Schülerinnen weiter zu geben, dann ist viel erreicht. Gut, dass unser Bildungssystem für alle offen und durchlässig ist, die es nutzen möchten und ggf. von Unterstützungsangeboten Gebrauch machen. Ohne den eigenen Willen und die Selbsterkenntnis sich bemühen zu müssen, werden Hilfsangebote fruchtlos verpuffen. Menschen wie Hasan und Marc können eine wirkliche Hilfe und Unterstützung auf diesem Weg sein und mehr erreichen als politisch-soziale Beteuerungen. Danke.

  15. 7.

    Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben die Immobilien auf den Markt geworfen und zur Spekulation freigegeben,in ganz Berlin.Jetzt ist der Senat froh dass er überhaupt noch Wohnungen findet um all die Menschen in Not ,auch die Masse an Einwanderern ,Asylsuchenden,den gut verdienenden aus dem ehemaligen Ostblock die sich hier gute Wohnungen leisten können .Die anderen verdienen zu wenig durch ihre Arbeit und werden nicht voll alimentiert wie die syrische Familie.Keiner fühlt sich hier zuständig und fühlt sich verantwortlich für diesen Staat oder die Gesellschaft was zu tun weil sie sich nicht identifizieren.Der Syrer mit Frau und Familie bekommt die Wohnung bezahlt,Arbeitslosengeld und Kindergeld.Wer soll das bezahlen.Er träumt von LKW Fahrer,spricht kein Deutsch.Sie kein deutsch .Alles ist so selbstverständlich.Berlin wird der Anfang einer Entwicklung sein wie wir sie bereits in Paris und Marseille erlebten in den Banlieus.

  16. 6.

    Fürs Schulschwänzen ist also die Wohngegend verantwortlich. Wieder was dazu gelernt.

    Vielleicht sollte man sich den Mitteln der Bewohner in den reicheren Wohngegenden bedienen. Ohne Leistung kein Geld sprich Sozialleistungen oder Kindergeld. Auch wenn immer mehr Reichtum ohne Leistung vererbt wird, so kommt die Mehrheit immer noch durch Leistung und Fleiß zu ihrem Wohlstand. Wie lange wird der arbeitenden Mittelstand noch bereit sein immer mehr von seinem Gehalt ohne Gegenleistung anzugeben?

  17. 5.

    Und nicht nur das, es wurde ja vor kurzen auch von vielen Berliner bei der Wahl wieder bestätigt, dass sie den Verfall der Stadt und den Verfall des Wertesystems wollen! Hinterher meckern ist immer das gleiche, wie bestellt so bekommen! Wenn ich mehr Geld hätte wäre ich auch sofort weg und wenn ich richtig viel hätte, wäre ich aus der Bananenrepublik raus. Vielleicht schaffen es meine Kinder, das sinkende Schiff rechtzeitig zu verlassen!

  18. 4.

    Wie immer gibt sich die Politik nicht die Schuld na wer denn dann?

  19. 3.

    In diesem Bericht jammert doch keiner. Die Befragten zählen doch offenbar vielmehr zu denjenigen, die sich nicht unterkriegen lassen und sich allen von anderen verschuldeten Widrigkeiten zum Trotz große Mühe geben. Dieser Bericht informiert, und das vielseitig und gut. Warum also jammern, dass über Missstände und Fehlentwicklungen in der Gesellschaft berichtet wird?

  20. 2.

    Vielen Dank für diese Einblicke.

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