Berliner Feuerwehr - Wenn der Rettungsdienst zum Notfall wird

Mi 17.11.21 | 13:02 Uhr | Von Ute Barthel
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Archivbild: Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr bei einem Großeinsatz. (Quelle: dpa/P. Zinken)
Video: Abendschau | 17.11.2021 | Ute Barthel | Bild: dpa/P. Zinken

Schon 149 Mal wurde in diesem Jahr beim Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr der Ausnahmezustand ausgerufen. Mehr als doppelt so häufig wie im vergangenen Jahr. Es fehlt an Personal - mehr als 500 Stellen sind unbesetzt. Von Ute Barthel

Bei Dienstbeginn um 6:30 Uhr denken Marcel Fahrenholz und Leonard Bölke noch, dass ihre Schicht etwas ruhiger verlaufen könnte, nachdem an diesem Morgen bundesweit die Notrufnummern ausgefallen waren. Doch als der Notruf wieder funktioniert, ist es wie immer - und die beiden Notfallsanitäter von der Feuerwache Urban in Kreuzberg rücken gleich zu ihrem ersten Einsatz aus: In der Oranienstraße ist bei einem Mann eine Krampfader geplatzt.

Nachdem sie die Blutung gestoppt haben, liefern sie ihn in der Notaufnahme im Urban-Krankenhaus ein. Kurz danach kommt der nächste Alarm: Ein älterer Herr ist in der Dusche ohnmächtig geworden, seine Frau ruft den Rettungsdienst. Kaum ist der Patient versorgt, müssen sie zu einer hilflosen Person auf dem Bahnhof Friedrichstraße.

Doppelt so viele Einsätze wie vor 15 Jahren

"Wir sind ständig unter Strom, fahren von einem Einsatz zum nächsten, ohne mal zwischendurch zur Ruhe zu kommen", erzählt Leonard Bölke. "Manchmal kehren wir gar nicht mehr zurück auf die Wache, werden gleich weiter zum nächsten Patienten gerufen. Und das zwölf Stunden hintereinander", ergänzt sein Kollege Marcel Fahrenholz.

Fahrenholz ist seit 2006 beim Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr. Damals hatten sie in ganz Berlin durchschnittlich 800 Einsätze am Tag. Jetzt sind es bis zu 1.600 - also doppelt so viele.

Zu den ernsten Notfällen kommt eine Vielzahl kleinerer Einsätze: "Manchmal rufen uns die Leute wegen eines eingerissenen Fingernagels oder kleiner Schnittwunde, die sie selbst verbinden und dann zum Arzt fahren könnten." Wenn dann ein Notruf eingeht, müssen oft Rettungswagen aus weiter entfernten Wachen kommen.

Leonard Bölke erinnert sich, dass er einmal zu einem Einsatz nach Pankow gerufen wurde: "Das Stichwort war: Reanimation eines Kindes. Da zählt eigentlich jede Sekunde. Aber die Rettungswagen in Pankow waren alle im Einsatz. Und wir brauchten dann 20 Minuten. Zum Glück stellte sich vor Ort heraus, dass das Kind nur einen Fieberkrampf hatte."

In diesem Jahr schon 149 Mal im Ausnahmezustand

Um 10 Uhr erklärt der Lagedienst an diesem Tag ein weiteres Mal den Ausnahmezustand im Rettungsdienst. Bis zum 15. November passierte das 149 Mal - mehr als doppelt so oft wie im gesamten Vorjahr. Das geht aus der Antwort der Feuerwehr auf eine Anfrage von rbb|24 hervor.

Der Ausnahmezustand wird dann erklärt, wenn die Rettungswagen zu 80 Prozent ausgelastet sind und die vorgegebene Eintreffzeit von zehn Minuten bei den Patienten kaum noch eingehalten werden kann.

"Wir haben einfach zu viele Notrufe, die uns erreichen und viel zu wenige Fahrzeuge im Einsatz", erklärt der Sprecher der Berliner Feuerwehr, Thomas Kirstein. "Wenn wir das dann feststellen und den Ausnahmezustand ausrufen, nehmen wir zusätzliche Rettungswagen in den Dienst." Die Besatzung von Löschfahrzeugen muss dann auch Rettungseinsätze fahren. Doch wenn es auch da an Personal fehlt, bleiben Rettungswagen einfach unbesetzt: An diesem Tag sind es 14. Es mangelt an qualifizierten Notfallsanitätern – und nicht erst seit diesem Jahr.

536 Stellen nicht besetzt

Aktuell sind 536 Stellen bei der Feuerwehr nicht besetzt, 275 davon im Rettungsdienst. Der dringend benötigte Nachwuchs wird an der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie ausgebildet. Seit 2019 haben 97 Bewerber:innen dort ihre Ausbildung abgeschlossen, aber nur 75 wollten bei der Berliner Feuerwehr bleiben. "Die Ausbildung dauert drei Jahre und es geht gar nicht so schnell, dass wir genug Einsatzkräfte ausbilden können, die wir vielleicht jetzt schon benötigen", erklärt der Sprecher der Feuerwehr das Problem.

Gewerkschaft: Die Politik hat geschlafen

Dabei war es schon vor einigen Jahren absehbar, dass der Rettungsdienst dringend Verstärkung benötigt, sagt Micha Quäker von der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft "Da muss man ganz klar sagen, dass in den letzten 10 Jahren einfach mal gepennt worden ist", meint er und sieht das Versäumnis bei den zuständigen Berliner Politikern. "Es ist keine ordentliche Bedarfsplanung gemacht worden. Es ist offensichtlich vergessen worden, dass Neubauten in Berlin entstehen und damit auch Leute hinzuziehen. Das ist offensichtlich in der Politik vergessen worden. Sie haben jetzt versucht, in den letzten fünf Jahren nachzuziehen. Das war leider zu spät. Und wir sind das jetzt diejenigen, die das ausbaden müssen." Und es wurde vor allem vergessen, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Die Folgen zeigen sich jetzt.

Schon vor drei Jahren hatten die Gewerkschaften mit der Protestaktion "Berlin brennt!" auf die Notsituation in der Feuerwehr aufmerksam gemacht. Die Senatsverwaltung für Inneres sagte daraufhin eine bessere Bezahlung und fast 1.000 neue Stellen zu. Doch bis heute fehlen die Menschen, die diese Stellen besetzen könnten. "Im Grunde sind wir wieder an demselben Punkt, wie vor drei Jahren. Die Kollegen sind maximal gefrustet und sie sind sauer, weil die Belastung so groß ist", so der Gewerkschaftsvertreter. Eine schnelle Lösung ist nicht Sicht.

Entlastung durch mehr Ausbildungsplätze

Janosch Dahmen war selbst als Notarzt im Berliner Rettungsdienst im Einsatz bevor er als Abgeordneter der Grünen in den Bundestag zog. Gemeinsam mit seinem Parteifreund Benedict Lux hat er einen Plan zur Reform des Berliner Rettungsdienstes vorgelegt. "Mit hoher Priorität müssen die Ausbildungskapazitäten im Rettungsdienst gerade für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ausgeweitet werden, um die nötige Anzahl an Kräften für die Zukunft auszubilden", fordert Dahmen deshalb. Auch müssten die Aufstiegsmöglichkeiten für die Rettungskräfte erhöht werden. Und mit flexibleren Arbeitszeitmodellen, zum Beispiel Sechs- bis Acht-Stunden-Schichten ließen sich dann auch mehr Kolleginnen und Kollegen mit Kindern im Rettungsdienst einsetzen.

Über diese Vorschläge diskutieren Vertreter der Feuerwehrleitung, der Senatsverwaltung für Inneres und der Gewerkschaften in der Task-Force Rettungsdienst. Die Zahl der Ausbildungsplätze wird in den nächsten beiden Jahren erhöht, von 120 Plätzen im Jahr 2021 auf 180 Plätze im Jahr 2023. Allerdings werden die neuen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter dann erst drei Jahre später den Rettungsdienst verstärken können. Frühestens 2024 könnte es dann eine leichte Entlastung geben.

Reaktion

Der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr ist nach Ansicht seiner Gewerkschaft durch zu viele Einsätze überlastet. Wie der Vorsitzende der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft Berlin-Brandenburg, Micha Quäker, dem rbb am Mittwoch sagte, sei unter anderem die Versorgung durch die Haus- und Fachärzte mittlerweile so schlecht, dass eher der Feuerwehr-Rettungsdienst gerufen werde. Auch sei der Kassenärztliche Versorgungsdienst 116117 nicht mehr "so schlagkräftig wie früher". "Da kommt es teils vor, dass ein Patient drei bis sechs Stunden auf das Eintreffen eines Arztes warten muss. Wenn man sich schlecht fühlt, hat man nicht diese Zeit oder möchte man nicht warten- und dann wird auf die Feuerwehr ausgewichen." Außerdem sei derzeit der Mythos wieder populär, dass man im Krankenhaus schneller behandelt werde, wenn man mit der Feuerwehr komme. Die Feuerwehr werde aber beispielsweise auch gerufen, weil die Corona-Hotline überlastet ist und Menschen Beratung bräuchten.

 

Sendung: Abendschau, 17.11.2021, 19:30 Uhr

49 Kommentare

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  1. 49.

    Die KV ist und war zu keinem Zeitpunkt für die Vergabe von Impfterminen zuständig.

  2. 48.

    Sie merken selbst, dass Sie hier mit ihrer Schwarz-Weiss-Malerei maßlos übertreiben, oder fehlt Ihnen die Selbstreflektion?

  3. 47.

    "Somit wurde mit stark qualifiziertem Wissen und Erfahrung ausgefiltert. Heute sitzen zum Teil sehr unerfahrene Kollegen am Notruf und fragen und klicken sich eben durch diese Protokoll."

    "SNAP" kann heute jeder normal denkende und seiner Sinne mächtig abarbeiten.
    Die Berliner Feuerwehr hat dies so gewollt!
    Wenn es dann hilft?

  4. 46.

    Fakt ist, dass mit Einführung des neuen Standardisiertem Abfrageprotokoll die nicht ganz so qualifizierten Rettungsdiensteinsätze Sprunghaft angestiegen sind. Vorher saßen, zum damaligen Zeitpunkt, sehr gut ausgebildet Feuerwehrleute am Notruf, die vorab ihre Expertise mit einfließen lassen konnten. Somit wurde mit stark qualifiziertem Wissen und Erfahrung ausgefiltert. Heute sitzen zum Teil sehr unerfahrene Kollegen am Notruf und fragen und klicken sich eben durch diese Protokoll. Das Ergebnis sehen wir jetzt. Frage: warum darf die Feuerwehr wenn sich jmd minimal in den Finger geschnitten hat, nicht die Empfehlung aussprechen sich selber in eine Rettungsstelle zu begeben. Geht in anderen Bundesländern auch.

  5. 45.

    "Wenn der Rettungsdienst zum Notfall wird"

    Sehr guter Beitrag, der uns Berlinern einmal zum Denken anregen sollte.....

  6. 44.

    "Die Behörde (Stab Rettungsdienst) entscheidet, zu welchem generierten Code welches Auto fährt."
    FALSCH, SNAP entscheidet!!!
    Ansonsten, viel Spaß bei der täglichen Leitstellenarbeit.
    Erfahrung wird da nicht mehr verlangt - nur noch Standardabfrage - ein bestimmtes Wort des Anrufers/Hilfesuchenden - schon ist das NEF alarmiert......



  7. 43.

    Nachtrag zu Beitrag 37
    Auch das habe ich Live erlebt,das ein Zahnarzt kommt,obwohl es nicht zum Krankheitsbild passte.
    Mir wurde da gesagt,er hat halt Bereitschaft.Ehrlich was nützt diese Bereitschaft,die überwiegend aus Gut Gemeinter Unkenntnis beruht?An sich vlt.Lobbenswert die Bereitschaft der Ärzten,da Freiwillig,aber ganz ehrlich,das ist ein Witz.Man nennt Krankheiten und Vorerkrankungen und dann kommt ein HNO Arzt? Das Sterben meiner Mutter hätte verhindert werden können.Im Nachgang,war keiner Verantwortlich...
    Daher gleich 112 ,kann ich nur jedem empfehlen.

  8. 42.

    Also „SNAP“, das Standardisierte NotrufApfrageProtokoll, das jedem Anrufer eine gleichbleibende Abfrage/Qualität und für jeden nachvollziehbare weitergehende Fahrzeugalarmierungen automatisch vom Program generiert, ist nicht unbedingt für die Fehleinsätze verantwortlich. Die Behörde (Stab Rettungsdienst) entscheidet, zu welchem generierten Code welches Auto fährt. Da besteht auch ausserhalb der Leitstelle Handlungsbedarf. Gesetzlich dürfen Krankentransporte laut ASOG nicht tätig werden.

  9. 41.

    Das Problem fängt doch in der Leitstelle an. Und am Bürger, der nicht mal annähernd fähig zwischen Notfall und Bagatelle zu unterscheiden. Wenn dann die 112 gewählt wird, diese ach so tolle Abfrageprotokoll Snap einfach den "Rotz" nicht erkennt und dem erfahrenen Disponenten es aber aufgrund möglicher disziplinarischer Maßnahmen quasi nicht möglich ist, einen Einsatz abzulehnen, dann gondelt ein RTW mal wieder zu einem sinnlosen Einsatz raus. Das Personal ist gefrustet, weil soviel Blödsinn (aus rettungsdienstlicher Sicht) gefahren wird und dann für echte Notfälle kein Wagen da ist.
    Die Feuerwehrt ist halt eine Behörde. Und die Führung scheint nur bedingt gewillt zu sein, diese Probleme mal sinnvoll anzufassen.
    Gern möchte ich mal noch ein "normales" (Vor-Corona-)Wochenende erwähnen, an denen viele Veranstaltungen ehrenamtlich abgesichert werden und viele überflüssige Transporte verhindert werden und der Rettungsdienst sogar noch unterstützt wird. EHRENAMTLICH!

  10. 40.

    "Eigentlich hieß es mal, dass am 112er, durch das „neue“ Abfrageprotokoll auch „Hausfrauen“ sitzen könnten."

    War der Anfang vom Ende.....SNAP hat sich nicht einmal finanziell gelohnt. Diese ganzen Notarzteinsätze -NAW/NEF hat dieses Systhem erst in die Höhe getrieben - zahlt wohl alles die Krankenkasse.......


  11. 39.

    "Und wieder wird kein einziges Wort über das Notrufabfrageprotokoll "Snap" verloren."

    Ich habe mir das nach über 30 Jahren aktiven Dienst einmal auf der Leitstelle probeweise angetan......
    War für mich, SORRY - der Weg zum Hausfrauenjob......
    Das hatte nichts mehr mit Erfahrung und jahrzehntelangem Einsatzdienst zu tun. NAW/NEF lässt grüßen....

  12. 38.

    "Die Ursachen für diese Zustände verrät der rbb dem interessierten Leser wohl nicht?"

    Lieben Gruß von jemandem - 35 Jahre Berufsfeuerwehr Berlin.
    Natürlich kann der RBB keinen Einblick haben.
    Das ganze Drama war schon mit Sparmaßnahmen vor Jahrzehnten vorprogrammiert.
    RTW zu dritt - abgeschafft
    Der Posten "Melder" auf dem Löschfahrzeug abgeschafft
    Dass der Posten des "Fernmelderaums" = Immer jemand 24/7/365 auf der Wache abgeschafft wurde, war dann der absolute Gipfel - meiner Meinung.
    Lieben Gruß

  13. 37.

    Die KV kann man vergessen!Angerufen wegen meiner Mutter,Schmerzen etc. alles Aufgezählt!Nach gut einer 1 Stunde kam ein älterer Herr so um die 60.Wie sich herausstellte ein HNO Arzt,also einer der vor 20-30 Jahren Grundkenntnisse der Allgemein Medizin erlernte.Dieser Rufte KT,ohne die Dringlichkeit zu nennen o. zu kennen.Der KT kam weitere 30 Minuten später u.sagte sie dürfen wie in dem Zustand nicht mitnehmen!Dann musste der KT Reanimieren.Weitere 15 Minuten vergingen.Man darf dazwischen nicht die "Behandlung"vergessen
    Dann kam der RTW.Man konnte nur noch den Tod feststellen.Alles Live miterlebt,den Tod meiner Mutter.KV ist ein Witz!Ein Bsp.das ich erlebt habe.Im schlimmsten Fall kommt ein Zahnarzt,einfach weil Ärzte Medizinische Grundkenntnisse haben!

  14. 36.

    Und was soll der Rettungsdienst tun, wenn sich "beim Patienten" herausstellt, dass der Notfall nur "dringlich" ist?
    Den Kranken, der sich in einer akuten Notlage sieht, an den nächsten Taxistand verweisen?
    Oder 50€ abnehmen, weil er sich bei seiner laienhaften Diagnose geirrt hat?

    Und woher soll ich - als medizinischer Laie - Freitag Nacht um 23 Uhr WISSEN, ob meine ungewöhnlichen Schmerzen im Unterbauch nur versetzte Blähungen oder ein Blinddarmdurchbruch sind?
    Erst NACH einer ärztlichen Untersuchung weiß ich, wo meine Beschwerden liegen, ob die Behandlung auch Zeit bis Montag gehabt hätte oder ob nur eine sofortige Operation mein Leben gerettet hat.

    Lieber bin ich einmal zu oft in der Notaufnahme, als dass ich - aus verständlicher Rücksicht auf die überlasteten Notaufnahmen - abwarte, um dann Montag früh bereits meiner unbehandelten Erkrankung erlegen zu sein.
    Gleiches gilt ggf. auch beim ärztlichen Notfalldienst, dessen Reaktionszeiten vielfach zu lang sind...

  15. 35.

    Dieses Problem besteht in jeder Großstadt in Deutschland (und darüber hinaus). Das meiste, was in den Kommentaren angeführt wird, stimmt leider auch.
    Aber auch dies stimmt: Von allen Neueinsteigern in der hauptberuflichen Notfallrettung bleibt der größte Teil im Durchschnitt acht Jahre im Beruf. Das reguläre Rentenalter schafft gerade mal ein Prozent.
    Notfallrettung ist einer der schönsten Berufe, die man sich denken kann. Selten, dass einem so viel Befriedigung geboten wird. Nur schade, dass man fast zwangsläufig daran kaputt geht.
    Und ja, ich weiß, wovon ich rede.
    Seit gut einem Jahr bin ich berufsbedingt mit ruinieter körperlicher und psychischer Gesundheit zu Hause.
    Nach 27 Jahren in der hauptberuflichen Notfallrettung.

  16. 34.

    Warum wird ein fast kompletter frisch ausgebildeter Lehrgang an Feuerwehrmännern auf die Leitstelle versetzt, obwohl diese eigentlich für die Wachen versprochen waren und vor allem da dringendst benötigt werden??? Das sind ausgebildete Feuerwehrmänner und KEINE Leitstellendisponenten!! Eigentlich hieß es mal, dass am 112er, durch das „neue“ Abfrageprotokoll auch „Hausfrauen“ sitzen könnten.

  17. 33.

    Das Anforderungsportfolio in Hard und -software ist zu hoch.

    Es fehlt ein positiver Chorgeist. Ich denke, der Beruf insgesamt wird hoch angesehen. Löhne sind ok?

  18. 32.

    Trostloses Berlin!
    Man liest nur noch Artikel, dass in dieser Stadt kaum noch was normal funktioniert, Dreck sich stapelt, Leute verarmen (sowohl geistig als auch finanziell), dazu Straßen- und U-Bahngewalt.
    Überall Menschen mit psychischen Problemen, marode Schulen, Einbrüche, Organisiertes Verbrechen, immer mehr Junge ohne Lehrstelle.
    Adressieren Sie doch mal an den Senat, dass Berlin runtergewirtschaftet wurde!

  19. 31.

    Die Ursachen für diese Zustände verrät der rbb dem interessierten Leser wohl nicht?

  20. 30.

    Falsch, wer möchte denn freiwillig bei der Berliner Feuerwehr für den geringen Lohn arbeiten, weshalb verliert die Feuerwehr ihre Azubis nach der Ausbildung wohl? In anderen Bundesländern verdient ein Feuerwehrmann weit mehr bei weniger Arbeit und weniger Stress.

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