Video | Youtube-Format "Jetzt mal konkret" - Geschäftsmodell Behindertenwerkstatt: Alle profitieren, außer Menschen mit Behinderung

Mi 23.03.22 | 17:36 Uhr
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Jetzt mal konkret: Geschäftsmodell Behindertenwerkstatt (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

Behindertenwerkstätten sollen Menschen mit Behinderung auf den regulären Arbeitsmarkt vermitteln. Doch nur die wenigsten finden einen echten Job. Woran das liegt, erklärt Teresa Bücker auf unserem Youtube-Channel.

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5 Kommentare

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  1. 5.

    ... und meinem Neffen dabei geholfen, aus der Werkstatt rauszukommen. Wer dort bleiben will, soll es ja auch können. Es kann aber einfach nicht sein, dass so ein System von allen hingenommen wird, in dem sich eine Seite unhinterfragt bereichern und sich eine andere Seite von sozialer Verantwortung entledigen kann. In anderen Ländern klappt es ja auch. Übrigens auch, weil Schwerstbehinderte dort von Beginn an mit Nichtbehinderten aufwachsen. Die haben auch Freunde. Und Wahlfreiheit.

  2. 4.

    Ich finde gerade in diesem Video die Sichtweise sehr differenziert. Natürlich ist es belastend, wenn Arbeit im gewohnten Maß nicht stattfindet und man zu Hause sitzen bleiben muss. Und es wird ja auch gesagt, dass Werkstätten für manche Menschen Orte sind, an denen sie sich wohl fühlen. Es ist ja auch gut, wenn es da Wahlfreiheit gibt. Die ist nur im derzeitigen System offensichtlich nicht gegeben. Ich kenne selbst einen anderen Fall. Der Sohn meines Bruders war Jahre lang in einer Werkstatt und hat sich dort überhaupt nicht wohl gefühlt. Eine Aussicht daraus zu kommen gab es von Seiten der Werkstatt überhaupt nicht. Da wurden Menschen einfach nur verwaltet und bevormundet. Jeder Versuch da raus zu kommen führte immer wieder zu Verunsicherungen. So frei nach dem Motto "du wirst an anderer Stelle untergehen" oder überlege mal "welche Sicherheiten du hier hast". Am Ende hat mein Bruder sich einen "anderen Leistungsträger" (in dem Video wird das mit einem Berliner Verein gezeigt) gesucht

  3. 3.

    Vollkommen richtig, ich weiß von Hallen, da ist alles automatisiert, nur in einer Ecke sind ein paar Behinderte. Die nehmen gar nicht am echten Arbeitsleben teil, es geht nur um das Abgreifen von Subventionen

  4. 2.

    Schade, dass es zunehmend Kampagnen gegen Behindertenwerkstätten gibt. Es fehlt eine differenzierte Sichtweise. Mein schwerstbehinderter Bruder, 56 Jahre alt, liebt seinen Arbeitsplatz in einer Behindertenwerkstatt. Als er während der Monate des Lockdowns nicht arbeiten gehen und seine Wohnstätte nicht verlassen konnte, ist er verkümmert. Mit dem ersten Arbeitstag ist er wieder aufgeblüht. Wie bei jedem nichtbehinderten Menschen findet ein Großteil seines gesellschaftlichen Lebens dort statt - Freunde treffen, musizieren, Sport, Geburtstage feiern. Also, bitte nicht alle Einrichtungen über einen Kamm scheren und beachten, dass es verschiedene Arten und Schwere von Behinderungen gibt.

  5. 1.

    Also ich habe vom Thema ja nicht so viel Ahnung.
    Aber ich habe schon mehrfach mit Personen, mit unterschiedlich starker Einschränkung, zusammengearbeitet und kann sagen, dass es funktioniert hat.
    Auch denke ich, dass von der Arbeitgeberseite her "Kennlern-/Begleitsysteme" interessant wären, besonders hinsichtlich der Beseitigung etwaiger rechtlicher Unsicherheiten und somit der Schaffung besserer unternehmerischer Planbarkeit.

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