Brandenburger Landesflagge weht über der Oder bei Angermünde. (Quelle: imago/photo 2000)
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Namen für neue Landkreise gesucht - Dahmeland-Fläming? Oder doch Märkisch-Chantal?

Bis Ende des Jahres soll die Kreisreform in Brandenburg beschlossene Sache sein - trotz des erbitterten Protestes. Innenminister Schröter will die Kreise nun immerhin selbst über ihre neuen Namen entscheiden lassen. Aber auch rbb|24-Nutzer haben da Vorschläge.

In der Debatte um die Kreisreform in Brandenburg sollen die von Fusionen betroffenen Kreise und kreisfreien Städte noch vor der Entscheidung des Landtags selbst Vorschläge für ihre neuen Namen machen können. Dies geht aus einem Antrag der rot-roten Koalition hervor, der am Donnerstag in den Innenausschuss eingebracht wurde.

Schröter: Bisherige Namen nur "Arbeitstitel"

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte am Rande der Sitzung, die bisherigen Vorschläge seien lediglich Arbeitstitel. Sollten die künftigen Kreise nun selbst Vorschläge machen, werde man diese gerne aufgreifen. Die bisherige Regelung sah vor, dass die fusionierten Kreise gegebenenfalls selbst später ihren Namen ändern können. Dazu wären allerdings Zwei-Drittel-Mehrheiten in den Kreistagen notwendig, sagte Schröter.

Doch nicht nur die Kreise sollen Vorschläge machen dürfen - auf Twitter haben wir auch rbb|24-Nutzer aufgerufen, Vorschläge zu machen. Gleich der erste Vorschlag kam von Grünen-Urgestein Renate Künast: "Märkisch- Kevin".

Die Nutzerin Mila Bogumil schlägt "Uckermark - Mandy" vor.

Sturmer11 dagegen will mehr Anglizismen wagen und bringt "New Niederlausitz" in die Debatte ein.

Bisher kreisfreie Städte behalten ihre Rettungsdienste

Ein weiterer Änderungsantrag der Koalition sieht vor, dass die Rettungsdienste in den kreisfreien Kommunen Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel auch künftig bei den Städten bleiben und nicht an die Kreisebene übergehen. Damit soll erreicht werden, dass Synergien zwischen Leitstellen, städtischen Berufsfeuerwehren und Rettungsdiensten erhalten bleiben.

Im Oktober soll es mehrere Tage lang Anhörungen zur Kreisreform geben. Die Verabschiedung ist noch bis Ende des Jahres geplant. Mit der Reform soll die Zahl der Kreise reduziert werden, von den bislang vier kreisfreien Städten würde nur Potsdam diesen Status behalten.

Kreisreform Brandenburg (Stand: 11.04.2017, Quelle: rbb|24
So könnten Brandenburgs Landkreise bald aussehenBild: rbb|24

Sendung: Inforadio, 21.09.2017, 18:00 Uhr

Kommentar

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13 Kommentare

  1. 13.

    Sie liegen natürlich richtig. Der RBB hatte sich hier wohl auf den Referentenentwurf bezogen. Letztlich sollen TF und LDS nicht zusammengelegt werden. Asche über mein Haupt.

  2. 12.

    Schade, dass keine Landtagswahlen anstehen. Dann könnte diese selbstherrliche und beratungsresistente Truppe in Potsdam mal von ihrem hohen Ross herunterholen.

  3. 11.

    Die Verhöhnung der Brandenburger durch die Landesregierung in Potsdam geht also weiter. Der Meinungen von Bürgern und Experten hat die Durchdrücker dieser "Reform" von Anfang an nicht die Bohne interessiert und nun zum Schluss sollen die Betroffenen und Verarschten sich auch noch in die Haare kriegen, wie die nicht gewollten und unnötigen Gebilde heißen sollen. Das setzt der Arroganz der Macht wirklich die Krone auf. Um diesen Undemokraten das Handwerk zu legen: Volksbegehren unterschreiben!

  4. 10.

    Na dann schauen Sie sich doch die Karte noch einmal ganz genau und in Ruhe an. Wenn Sie dann irgendwann TF und LDS gefunden haben und feststellen, dass sie gleich eingefärbt sind und dazu noch den Aufhänger "Dahmeland-Fläming" in Betracht ziehen, wird Ihnen ein Licht aufgehen. ;)

  5. 9.

    Gefällt mir.
    Uckermark und Barnim wird dann Nordmark. Und mit der Hauptstadt Prenzlau statt Bernau, damit der Kreis überhaupt eine Chance hat.

  6. 8.

    Da der Süden so separat ist, sollte er auch so heißen. "Süd-Brandenburg" oder "Neu Süd-Brandenburg".

    Das gefällt mir.

  7. 7.

    Man kann ja dafür oder dagegen sein. Aber "Märkisch- Kevin"?? Wie diskriminierend und verachtend der dortigen Bevölkerung gegenüber ist das denn?

  8. 6.

    Leute... das mit dem Landkreisnamen ist ja noch das geringste Übel. Richtig haarig wird erst die Frage der jeweiligen Kreisstadt. Ich sehe schon Bürgerkrieg kommen und auch eine neidvolles Nichtzusammenwachsen der zusammengepressten Regionen, weil ein Teil immer neidisch auf den anderen schaut, der jetzt die Kreisstadt hat.

  9. 5.

    Ich hoffe das diese Entscheidung zur Kreisgebietsreform der rot roten Koalition nochmal richtig publik gemacht wird. Dann haben die Wähler die sich noch nicht entscheiden konnten einen weiteren Grund die Rechtpopulisten der AfD zu wählen, richtig klasse gemacht!

  10. 4.

    Teltow-Fläming und Landkreis Dahme-Spreewald bleiben doch eigenständig. Warum wird denn hier über irgendwelche Gemeinsamkeiten diskutiert?

  11. 3.

    Fast alle Brandenburger Landkreise grenzen schon jetzt an Berlin, weil sie radial wie Tortenstücke um Berlin herum geschnitten sind. Das ist von Anfang an Absicht, und daran wird sich nichts ändern.

  12. 2.

    Die Kreise in einem 2,5 Mio.-Land sollten am besten ganz abgeschafft werden. Dann könnten alle wichtigen Aufgaben zentral organisiert werden und alles Übrige würde an gestärkte Kommunen übertragen. Das wäre eine konsequent zukunftsorientierte und bürgernahe Lösung.

  13. 1.

    Warum nennen wir nicht einfach alle Kreise, die bisher an Berlin grenzen "Rand von Berlin" (RB) und den Rest "Rand von Brandenburg"(RBB).

    Ich überlege nach sinnvollen Alternativen, aber finde das ziemlich schwer. Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald hat wenig Verbindendes. Die einen haben weder Spree noch Dahme, die anderen keinen Fläming. Was will man daraus machen? Schon wieder einen Doppelnamen, der nicht allem gerecht wird? Mittelbrandenburg - was absolut nichtssagend ist? Da können wir uns aber auch gleich von jeglichem Sachbezug lossagen und kreativ werden. Irgendwas, was Leute anlockt und Lust auf einen Besuch macht, wie "Brandenburgisches Paradies".

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