Niederlausitz (Quelle: rbb|24)
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Änderungen bei Kreisreform möglich - Kommt der Lausitzer Super-Landkreis doch nicht?

Aus 4 wird 1: Wenn die umstrittene Kreisreform kommt, könnten im Süden Brandenburgs eine Stadt und drei Kreise zur "Niederlausitz" verschmelzen. Finanzminister Görke könnte sich auch eine Alternative vorstellen, stellt dafür aber Bedingungen.

Brandenburgs Landesregierung würde nach den Worten von Finanzminister Christian Görke (Linke) auch zwei statt nur einen Kreis für den Raum Niederlausitz akzeptieren. Es spreche vieles für den gemeinsamen Kreis aus Cottbus und drei Landkreisen, sagte Görke in einem Interview der "Lausitzer Rundschau" (Freitag).

"Wenn es allerdings in den Regionen vor Ort Überlegungen gibt, freiwillig leitbildgerechte Strukturen zu bilden - also zwei Zweierkreise als Alternative - dann wird sich die Landesregierung dem sicherlich nicht verschließen können", sagte Görke. In einem sogenannten Leitbild hatte der Landtag festgelegt, dass Kreise zum Beispiel eine gewisse Mindestgröße haben müssen.

"Niederlausitz" wäre ein Schwergewicht

Er habe aber den Eindruck, dass unter den Reformgegnern die Mehrheit Veränderungen grundsätzlich ablehne, sagte Görke. Er und Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatten vorgeschlagen, die Zahl der Kreise und Kreisfreien Städte von 18 auf 10 reduzieren. Das Kabinett und danach der Landtag müssen noch zustimmen.

Als Argumente für den Niederlausitzkreis nannte Görke, dass damit die Kulturlandschaft abgebildet werde und auch Gerichte oder die IHK schon so aufgestellt seien. Der Niederlausitzkreis - die Landesregierung würde ihn nach bisherigen Plänen "Niederlausitz" nennen - wäre dann einer der größten Kreise in Deutschland und laut Görke mit jährlich rund zwölf Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt auch ein Schwergewicht in Brandenburg.

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