Ostprignitz-Ruppin - SPD bleibt größte Partei im Kreistag

Die CDU kann sich in Ostprignitz-Ruppin an der Linken vorbeischieben und wird so zur zweitstärksten Kraft nach der weiter führenden SPD. Kreisbauernband und Grüne legen weiter zu, während die FDP fast auf die Hälfte ihres Ergebnisses von 2008 schrumpft.

Ergebnisse Kreistagswahl

  2014 2008
Anzahl % Anzahl %
Wähler/Wahlbeteiligung* 36.328 41,9 41.519 46,2
SPD 25.493 24,5 27.258 23,4
DIE LINKE 20.724 19,9 27.069 23,3
CDU 23.322 22,4 21.156 18,2
FDP 4.481 4,3 9.772 8,4
WG KBV 10.224 9,8 9.006 7,7
GRÜNE/B 90 7.596 7,3 7.848 6,7
FWG e. V. 2.749 2,6 4.709 4
BG Ruppin 2.770 2,7 4.385 3,8
BVB/FREIE WÄHLER 4.393 4,2 3.563 3,1
Pro Ruppin 1.937 1,9 1.534 1,3
PIRATEN 496 0,5 x x

Inmitten von viel Landwirtschaft gibt es in Ostprignitz-Ruppin ein paar industrielle Kerne: In Heiligengrabe zum Beispiel stellt ein großer Holzverarbeiter quadratkilometerweise Laminat her. Außerdem verarbeiten eine ganze Reihe von Betrieben Nahrungsmittel. Wichtiger Faktor für die Wirtschaftskraft ist aber vor allem der Tourismus: Rund um Rheinsberg übernachten jährlich mehr Menschen als im gesamten Saarland. Kreisstadt und größte Stadt ist Neuruppin mit mehr als 30.000 Einwohnern.

Im Norden grenzt die Mecklenburger Seenplatte an

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin umfasst eine Fläche von mehr als 2500 Qudratkilometern und liegt im Nordwesten Brandenburgs. Entstanden ist er 1993 durch die Zusammenlegung der ehemaligen Landkreise Kyritz, Neuruppin und Wittstock.

Ostprignitz-Ruppin setzt voll auf Tourismus in den Regionen Prignitz, Ruppiner Platte, Ruppiner Land und im Ländchen Bellin des Havellandes. Im Norden geht der Landkreis in die Mecklenburgische Seenplatte über. Mit 80 Kilometern Entfernung bis nach Berlin gilt er auch als Naherholungsgebiet für die Hauptstädter.

Der größte Teil der Bevölkerung von knapp 100.000 Bewohnern lebt vom Tourismus und von der Landwirtschaft.

Bundeswehr hat sich vom Bombodrom verabschiedet

Bekannt ist der Landkreis auch wegen des ehemals von der Sowjetarmee genutzten Truppenübungsplatzes Bombodrom. Die Bundesregierung wollte ihn durch die Bundeswehr weiternutzen lassen. Allerdings waren die Pläne seit 1993 juristisch und politisch umstritten. 2009 hatte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung dann vollständig auf das Gelände verzichtet.

Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2008 konnte sich die SPD mit 23,4 Prozent ganz knapp vor der Linken behaupten. Die CDU folgte mit größerem Abstand. In vier Wahlkreisen werden am 25. Mail dieses Jahres 46 Volksvertreter für den Kreistag neu gewählt.

Weitere Landkreise und kreisfreie Städte im Porträt

RSS-Feed
  • Barnim 

    Kunstwerke 'Tanzende Frau und sitzender Mann', des Künstlers Paul Wunderlich zu sehen. Der nach dem 1927 in der Stadt geborenen Künstler Paul Wunderlich benannte Komplex wird mit Erdwärme versorgt. Quelle: dpa/ REPORT
    dpa-Zentralbild

    - LINKE vorn, SPD mit deutlichen Verlusten

    Die LINKE im Landkreis Barnim bleibt trotz Verlusten weiterhin stärkste Kraft im Kreistag. Die CDU kann 5 Prozentpunkte zulegen und überholt die SPD deutlich – die Sozialdemokraten kommen nur noch auf 18,6 Prozent. Vierstärkste Kraft sind die Freien Wähler, die sich vor den Grünen platzieren. Die AfD kann kaum punkten und landet lediglich bei 1,2 Prozent.

  • Brandenburg an der Havel 

    - Alte Industriestadt wieder CDU-Hochburg

    Trotz Korruptionsskandal bei den Stadtwerken: Die Wähler bescheren der CDU in Brandenburg an der Havel einen überraschend klaren Wahlsieg. Viele Federn lassen muss dagegen die LINKE, während Grüne und AfD punkten können.

  • Cottbus 

    - SPD und Linke stürzen regelrecht ab

    Parteienbeben in Brandenburgs zweitgrößter Stadt: SPD und Linke verlieren beide jeweils rund 10.000 Wählerstimmen. Von dem Absturz profitiert vor allem die CDU. Und auch die AfD kann sich in Cottbus aus dem Stand vor die Grünen setzen.

  • Dahme-Spreewald 

    Gurkenernte im Spreewald, Quelle: picture alliance / dpa
    dpa-Zentralbild

    - CDU kann die Linke überholen

    Deutlicher Dämpfer für die Linke: In Dahme-Spreewald muss die Partei auf fünf Prozent verzichten. Die Sozialdemokraten behaupten ihre führende Stellung, die CDU legt leicht zu, ebenso wie die Grünen. Und auch hier findet die AfD aus dem Stand viele Wähler.

  • Elbe-Elster 

    - CDU holt mehr Stimmen als SPD und Linke zusammen

    Vor sechs Jahren schon waren SPD und Linke gleichauf und sind es auch diesmal wieder - beide verlieren rund vier Prozent. Auch die Bauernvereinigung LUN bleibt zweistellig und legt noch einmal zu. Doch zum eigentlichen Paukenschlag hat die CDU ausgeholt.

  • Frankfurt (Oder) 

    - AfD-Hochburg im Osten

    In der einstigen Solar-Hochburg ist die LINKE mit 30,5 Prozent zwar immer noch deutlich stärkste Kraft, büßt aber fast 7 Prozent ein. Die CDU löst die SPD als Nummer zwei ab. Sorgen muss allen etablierten Parteien das Abschneiden der AfD machen: Sie holt aus dem Stand 11,6 Prozent.

  • Havelland 

    - Rot und Schwarz Kopf an Kopf

    Im Havelland liegt die SPD zwar vorn, doch die CDU folgt ihr nun dicht auf den Fersen. Zugewinne verzeichnen auch die Grünen, die mit 8,4 Prozent deutlich stärker als im Landesdurchschnitt sind. Die AfD kommt aus dem Stand auf 6,5 Prozent.

  • Märkisch-Oderland 

    - MOL bleibt Links

    Knapp 12.000 Stimmen für die AfD: Auch in Märkisch-Oderland kann die Partei massiv punkten. An der Spitze steht weiter die Linke, die aber auf fünf Prozent verzichten muss. Gefolgt wird sie von der SPD und der erstarkten CDU.

  • Oberhavel 

    Schloss Oranienburg mit Oldtimerclub Oberhavel (Quelle: rbb)

    - CDU schießt auf Platz zwei

    Mehr als sechs Punkte kann die CDU in Oberhavel dazugewinnen. Nicht viel und die Christdemokraten hätten die SPD vom ersten Platz verdrängt. Die Grünen bleiben hier vergleichsweise stark. Auch die Freien Wähler können zulegen.

  • Oberspreewald-Lausitz 

    Seenland, Quelle: rbb/Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV)

    - NPD erringt mehr Stimmen als die Grünen

    Die rechtsextreme NPD kommt in Oberspreewald-Lausitz aus dem Stand auf 4,3 Prozent - und erringt damit über 400 Wählerstimmen mehr als die Grünen. Stärkste Kraft bleibt die SPD, doch die Christdemokraten holen deutlich auf.

  • Oder-Spree 

    - SPD-Hochburg im Osten

    Im Landkreis Oder-Spree ist die SPD trotz leichten Verlusten klarer Wahlgewinner. Die LINKE verliert dagegen über 6 Prozent und liegt nur noch knapp vor der CDU, die sich um über 5 Prozent verbessern kann. Gleich sechs Parteien landen zwischen 4 und 6 Prozent, darunter auch AfD und NPD.

  • Potsdam 

    - Landeshauptstadt bleibt Links

    Obwohl die Linke deutliche Verluste hinnehmen muss, bleibt die Partei stärkste Kraft in Potsdam - gefolgt von der SPD. Die CDU kann hier zwar leicht zulegen, doch die eigtentlichen Gewinner sind vor allem kleinere Parteien.

  • Potsdam-Mittelmark 

    - CDU löst SPD als stärkste Kraft ab

    In Brandenburgs florierendstem Landkreis war die CDU schon länger stark. Nun legt sie noch eins drauf und schwingt sich an die Spitze. Große Verlierer in Potsdam-Mittelmark sind Linke und FDP -  während die Grünen weiter zulegen und die AfD auf mehr als vier Prozent kommt.

  • Prignitz 

    - Alles beim Alten

    Wechselwähler? Nicht hier: Der Wahlzettel in der Prignitz war mit nur acht Parteien nicht besonders lang. Und auch deren Rangfolge in der Wählergunst ist so gut wie unverändert: CDU vor SPD und Linken und einem starken Bauernverband.

  • Spree-Neiße 

    - CDU ist nun klar stärkste Kraft

    Die CDU baut ihren Vorsprung in Spree-Neiße noch einmal deutlich aus und ist jetzt klar stärkste Partei. SPD und Linke dagegen verlieren tausende Wählerstimmen - bei vergleichsweise hoher Wahlbeteiligung. Die vielen kleinen Parteien haben kaum eine Chance.

  • Teltow-Fläming 

    - Deutlicher Dämpfer für SPD und Linke

    Linke und SPD können sich im Wirtschaftswunderkreis Teltow-Fläming zwar behaupten, müssen aber beide schmerzhafte Verluste hinnehmen. Profitieren können die CDU, aber auch Freie Wähler und AfD, während die FDP fast die Hälte der Wählerstimmen verliert.

  • Uckermark 

    - SPD und CDU fast gleichauf

    Um satte sieben Prozent legt die CDU in der Uckermark zu und zieht damit fast gleichauf mit den Sozialdemokraten. Wie in vielen anderen Landkreisen muss die Linke Verluste hinnehmen, wenn auch nicht so große. Die kleinen Parteien spielen hier kaum eine Rolle.