Potsdam-Mittelmark - CDU löst SPD als stärkste Kraft ab

In Brandenburgs florierendstem Landkreis war die CDU schon länger stark. Nun legt sie noch eins drauf und schwingt sich an die Spitze. Große Verlierer in Potsdam-Mittelmark sind Linke und FDP -  während die Grünen weiter zulegen und die AfD auf mehr als vier Prozent kommt.

Ergebnisse Kreistagswahl

  2014 2008
Anzahl % Anzahl %
Wähler/Wahlbeteiligung 91.651 52,4 92.956 54,4
SPD 69.822 26,7 68.965 26,2
CDU 74.114 28,3 61.968 23,6
DIE LINKE 39.065 14,9 53.117 20,2
FDP 10.964 4,2 22.614 8,6
FBB 14.930 5,7 21.557 8,2
GRÜNE/B 90 25.093 9,6 19.147 7,3
BVB/FREIE WÄHLER 7.478 2,9 4.528 1,7
Liste BiK-BiT 2.769 1,1 3.516 1,3
AfD 12.059 4,6 x x
NPD 2.896 1,1 x x
PIRATEN 2.590 1,0 x x

Brandenburg an der Havel im Nordwesten, Potsdam und Berlin im Nordosten: Gleich drei große Zentren grenzen an Potsdam-Mittelmark und befeuern das Leben im Kreis. Die Arbeitslosenquote ist die niedrigste in Brandenburg. Im April 2014 lag sie bei nur 6,3 Prozent - rund drei Prozent weniger als im märkischen Schnitt, und damit selbst besser als manchen westdeutschen Landkreisen.

Anders als in vielen Regionen im Osten Brandenburgs blieb die Bevölkerungszahl in Potsdam-Mittelmark zuletzt stabil. Derzeit leben rund 204.000 Menschen im Kreis, der von Bad Belzig aus regiert wird.

Vor allem der nördliche Teil - ein kräftiges Stück Berliner Speckgürtel mit Orten wie Kleinmachnow, Stahnsdorf oder Werder - floriert. Neben Alteingesessenen leben in Potsdam-Mittelmark inzwischen eine Menge Berliner, die rausgezogen sind - die Einwohnerschaft hat sich in den vergangenen 20 Jahren mancherorts fast komplett ausgetauscht.

Spargel aus Beelitz

Dabei resultiert der Wohlstand des Kreises eher aus der Nähe zu den Boomtowns Potsdam und Berlin, als aus der eigenen Wirtschaftsstärke. Große Industrie gibt es im Kreis kaum, kleine und mittelständische Unternehmen dominieren. Land- und Forstwirtschaft wird dafür groß geschrieben - Stichwort Obst aus Werder und Spargel aus Beelitz.

Entsprechend größer die Probleme, je weiter man sich von den Metropolen entfernt. Während im Nordosten des Kreises neue Wohn- und Gewerbegebiete wie Pilze aus dem Boden schießen, verliert der Südwesten Einwohner. Vor allem aus der Region rund um die Stadt Ziesar ziehen die Menschen weg. Mit den bekannten Problemen: Überalterung, Lücken in der Infrastruktur.

Bei der letzten Kommunalwahl schnitt die SPD am besten ab (26,2 Prozent). Auf Platz zwei folgte die CDU, Platz drei die Linke. In diesem Jahr werden in fünf Wahlkreisen 56 Volksvertreter für den Kreistag bestimmt.

Weitere Landkreise und kreisfreie Städte im Porträt

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  • Barnim 

    Kunstwerke 'Tanzende Frau und sitzender Mann', des Künstlers Paul Wunderlich zu sehen. Der nach dem 1927 in der Stadt geborenen Künstler Paul Wunderlich benannte Komplex wird mit Erdwärme versorgt. Quelle: dpa/ REPORT
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    Vor sechs Jahren schon waren SPD und Linke gleichauf und sind es auch diesmal wieder - beide verlieren rund vier Prozent. Auch die Bauernvereinigung LUN bleibt zweistellig und legt noch einmal zu. Doch zum eigentlichen Paukenschlag hat die CDU ausgeholt.

  • Frankfurt (Oder) 

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    In der einstigen Solar-Hochburg ist die LINKE mit 30,5 Prozent zwar immer noch deutlich stärkste Kraft, büßt aber fast 7 Prozent ein. Die CDU löst die SPD als Nummer zwei ab. Sorgen muss allen etablierten Parteien das Abschneiden der AfD machen: Sie holt aus dem Stand 11,6 Prozent.

  • Havelland 

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    Im Havelland liegt die SPD zwar vorn, doch die CDU folgt ihr nun dicht auf den Fersen. Zugewinne verzeichnen auch die Grünen, die mit 8,4 Prozent deutlich stärker als im Landesdurchschnitt sind. Die AfD kommt aus dem Stand auf 6,5 Prozent.

  • Märkisch-Oderland 

    - MOL bleibt Links

    Knapp 12.000 Stimmen für die AfD: Auch in Märkisch-Oderland kann die Partei massiv punkten. An der Spitze steht weiter die Linke, die aber auf fünf Prozent verzichten muss. Gefolgt wird sie von der SPD und der erstarkten CDU.

  • Oberhavel 

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  • Oberspreewald-Lausitz 

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    Im Landkreis Oder-Spree ist die SPD trotz leichten Verlusten klarer Wahlgewinner. Die LINKE verliert dagegen über 6 Prozent und liegt nur noch knapp vor der CDU, die sich um über 5 Prozent verbessern kann. Gleich sechs Parteien landen zwischen 4 und 6 Prozent, darunter auch AfD und NPD.

  • Ostprignitz-Ruppin 

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  • Potsdam 

    - Landeshauptstadt bleibt Links

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    - Alles beim Alten

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