Parkende Autos auf der Fischerinsel in Berlin-Mitte (Quelle: dpa/Kalaene)
Audio: rbb 88,8 | 20.03.2019 | Anke Michel | Bild: dpa/Kalaene

Innerhalb des S-Bahn-Rings - Hier planen die Berliner Bezirke neue Parkgebühren

Die Berliner Innenstadt soll zu 75 Prozent ticketpflichtig für Parker werden - bei steigenden Gebühren. So will es Verkehrssenatorin Günther. Die Bezirke feilen an den Details: Wo man schon bald fürs Parken zahlen muss, wird bereits geplant.

Die Berliner Luft muss besser werden: Da sind sich Verwaltungsgericht, Senat und Deutsche Umwelthilfe einig. Jetzt hat die Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos) ihren Luftreinhalteplan vorgelegt. Eine überraschende Maßnahme: Die Parkraumbewirtschaftung soll massiv ausgeweitet werden und die Parkgebühr von zwei auf durchschnittlich drei Euro pro Stunde angehoben werden.

rbb|24 hat bei den Innenstadtbezirken nachgefragt, was sie genau planen.

Alle geplanten Parkraumbewirtschaftungsgebiete sehen Sie auf einer Karte:

Wenn Sie diese Karte nicht sehen, klicken Sie bitte hier.

Quelle: rbb24-Recherche/Bezirksämter

Tempelhof-Schöneberg

Bereits am 1. April startet Tempelhof-Schöneberg mit der Parkraumbewirtschaftung in der Zone 55 im Norden des Bezirks. Zwischen Gleisdreieckpark, Kurfürstenstraße, Hohenstaufenstraße, Goebenstraße und Martin-Luther-Straße muss man bald fürs Parken zahlen. Die Automaten stehen schon, aber weil noch viele Anwohner auf ihre Parkvignette warten, werden die Kontrollen erst im Mai beginnen.

Außerdem werden auch neue Zonen außerhalb des S-Bahn-Rings konkret geplant: Links und rechts des Tempelhofer Damms soll die Parkraumbewirtschaftung eingeführt werden. Begrenzt wird das Gebiet durch die A100, die Komturstraße im Osten, die Ullsteinstraße, Arnulfstraße und Allarichstraße im Süde sowie den Alboinplatz im Westen.

Konkrete Planungen gibt es auch schon in Friedenau, wo südlich der A100 das Gebiet nord-westlich des Friedrich-Wilhelm-Platzes bald als Parkraum bewirtschaftet werden könnte.

Nördlich des S-Bahn-Rings in Tempelhof-Schöneberg ist auch die Parkraumbewirtschaftung in Diskussion. Wie schnell, hängt aber auch von den Förderungen der Senatorin ab. Denn üblicherweise werde der Ausbau der Parkraumbewirtschaftung aus den Einnahmen fürs Parken bezahlt, heißt es aus dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Um dies zu beschleunigen und den Liquidätsengpass zu schließen, braucht es Förderung aus dem Landesbudget.

Allein für den jetztigen Ausbau der Parkraumbewirtschaftung sind in dem Bezirk vier bis fünf Millionen Euro einkalkuliert. Denn Anfangs fallen hohe Investitionen an: Machbarkeitsstudie, Schilderpläne, Schilder und Automaten kaufen sowie aufstellen, Personal einstellen und Pausenräume dafür finden. In den Folgejahren wirft die Parkraumbewirtschaftung aber in der Regel Geld für die Bezirke ab.

Friedrichshain-Kreuzberg

Die Bezirsverordnetenversammlung hat bereits die Einführung von Parkraumbewirtschaftung im gesamten Bezirk beschlossen, momentan laufen die nötigen Gutachten für die weißen Flecken in Kreuzberg. "Die Untersuchung wird Ende des Jahres beendet sein. Im nächsten Jahr kann dann mit der Umsetzungsplanung begonnen werden", sagte Pressesprecherin Sara Lühmann rbb|24 auf Anfrage.

"Die neuen Zonen können dann 2021 in Betrieb genommen werden. Für die noch nicht bewirtschafteten Bereiche Friedrichshains erfolgt die Ausschreibung des Gutachtens in diesem Jahr." Zuletzt gab es in dem Bezirk ja massive Probleme bei der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung im Bergmannkiez und rund um den Viktoriapark.

Neukölln

In Nord-Neukölln innerhalb des S-Bahn-Rings soll früher oder später die Parkraumbewirtschaftung kommen. "Wir wollen sehr detailiert planen und wir wollen aus den Erfahrungen der anderen Bezirke lernen", sagt Christian Berg, Pressesprecher des Neuköllner Bezirksamts. Momentan läuft die Machbarkeitsuntersuchung, die auch klären sollen in welchen Kiez die gestaffelte Einführung erfolgen soll.

Mitte

Der Bezirk Mitte prüft überall innerhalb des S-Bahn-Rings die Einführung von Parkraumbewirtschaftung. Die dafür nötigen Gutachten sollen noch im zweiten Quartal 2019 fertig werden.

Pankow

Schon jetzt muss man in fast allen Teilen von Pankow, die innerhalb des S-Bahn-Rings liegen, zahlen. Laut Senatsverwaltung ist dort momentan keine Ausweitung geplant.

Charlottenburg-Wilmersdorf

Laut Senatsverwaltung gibt es momentan keine Pläne zur Ausweitung der Bezahlparkens, da es vor einiger Zeit einen negativen Volksentscheid dazu gab. Sollte der Bezirk neue Pläne fassen, würde das Land den Bezirk aber untersützen.

Beitrag von Dominik Wurnig

Kommentar

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55 Kommentare

  1. 55.

    Und wenn den Anderen der Kragen platzt, weil sie diesen Horror-Verkehr nicht mehr hinnehmen wollen? Das sind dann alle wieder grüne Spinner? Wer jetzt nicht langsam anfängt zu verstehen, dass Lösungen gefunden werden müssen, die langfristig dahin führen, dass diese Stadt nicht im Verkehrsinfarkt versinkt und die Lebensqualität für alle wieder besser wird, der wird weiter nur auf sein Recht pochen Auto zu fahren, egal um welchen Preis. Autofahren wird nicht mehr lange oberste Priorität in Berlin haben. Gewöhnt Euch dran.

  2. 54.

    Die arme Putzfrau darf „dann“ mit dem Bus fahren? Das ist völlig weltfremd. Die arme Putzfrau ist froh, wenn sie sich die Umweltkarte leisten kann. Ein Auto liegt jenseits aller finanziellen Möglichkeiten. Es fahren Hunderttausende täglich ohne Auto zur Arbeit. Seit Jahren und Jahrzehnten. Und Kinder zur Schule. Und Teenies zum Sport. Auch abends. Und in Clubs und zu Freunden. Sicherheitslage hin oder her. Mir fehlt es an Mitleid, dass andere ab jetzt möglicherweise auch umsteigen müssen. Auf einmal jammern so viele über die schlimme Verbrecherstadt. Das halte ich für Heuchelei, sorry!

  3. 53.

    Ich hoffe, den Leuten platzt irgendwann mal der Kragen. Die Sicherheitslage in Berlin verschlechtert sich zusehends, aber wir sollen alle unsere privaten Kfz abschaffen. Zudem würde mich interessieren, wie die Modalitäten Ausnahmebescheinigungen für Parkplätze am Arbeitsort aussehen. Soweit ich das mitbekommen habe, wurden die Konditionen in den letzten Jahren derart verschlechtert, dass es kaum noch möglich ist, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, d. h. ich bezahle an meinem Arbeitsort täglich volle Parkplatzgebühren. Ich kann es tun, schlage es halt auf die Preise auf, aber das bedeutet: Parken für Reiche ja, die arme Putzfrau darf dann mit dem Bus fahren.

  4. 52.

    Das ist jetzt zwar ein weiter Bogen aber der Vergleich hinkt durchaus nicht, erst recht bei diesem Kommentator.

    Ob nun Sympathisanten des blau/braunen Sumpfes oder das heißgeliebte Auto, statt JA! Ich will Autofahren, der Rest ist mir egal! versteckt man sich hinter Ausreden und Ausflüchten. Das nervt. Das ist feige.

  5. 51.

    Wär ja auch echt blöd, ein Auto braucht‘s, um sich vor Mördern zu schützen, um dann ’nem Herzkaschper zu erliegen... ;-) Im Ernst: Natürlich hat man an manchen Strllen Berlins Bilder im Kopf. Aber nun ständig Panik vor Verbrechern zu schieben, ist wirklich kindisch. Zum Thema: doch, man kann abends und nachts die U-Bahn nehmen. Viele müssen das sogar. Weil es zuhauf Menschen gibt, die sich kein Auto leisten können und verantwortungsbewußte Leute gibt, die sich keines leisten wollen. Und fast alle überleben ihre Fahrten. Man kann auch mit dem Fahrstuhl abstürzen oder Giftpilze im Restaurant serviert bekommen. Ich glaube dem Herrn seine Ausreden auch nicht^^ Er sollte eher dazu stehen, dass er nicht auf‘s Auto verzichten mag. Blöd, aber ehrlich!

  6. 50.

    Und wie immer haben Sie recht. Aber nur wenn Sie versprechen, sich nicht mehr so aufzuregen. Nicht gut für's Herzchen^^

  7. 49.

    Ihr Verniedlichungsgerede bei Morden ist ja allerliebst. Ich jede von den unmittelbaren Wegen zu unserer Wohnung und der Alex ist bei Überfällen und Gewaltstraftaten bis hin zu Morden ein krimineller Schwerpunkt. Deswegen musste ja dort eine neue Polizeiwache aufgebaut werden, die das problem aber nicht beseitigt hat. Das kann man doch nicht ernsthaft "nicht mitbekommen" haben wollen. In welcher realitätsfremden Welt leben Sie denn?! Die Bronx ist auch schon ewig nicht mehr so kriminell wie früher, das war mal vor 30 Jahren. Da sind Sie genauso wenig up to date.

  8. 48.

    "Man kann auch von niemandem verlangen, abends die U-Bahn benutzen zu müssen, wenn laufend Leute direkt vor den Bahnhöfen erstochen werden. Autofahren gehört hier mittlerweile zur Eigensicherung dazu."

    Alle Achtung, entweder sie holen zum verzweifelten Versuch aus ihr Leben auf Kosten der Mehrheit, koste was wolle, zu verteidigen oder sie meinen das ernst. Dann sollten sie m.E. einen guten Therapeuten aufsuchen, solche verzerrte Wahrnehmung und unbegründete Angstattacken sollte und kann man behandeln lassen.

  9. 47.

    Bei allem Respekt...aber das grenzt schon an Panikmache. Das Auto als "Eigensicherung" für den Alex... Vielleicht für alleinstehende Frauen nachts in der Bronx. Ich interpretiere das als Ausrede, sorry.

  10. 46.

    Natürlich ist das so. Und es geht nicht um "Steuern zahlen", das machen die ja längst, müssten Sie sich mal drüber informieren, sondern um ein immer höheres Abkassieren der Leute, was immer die mit unterem Einkommen am stärksten trifft, während die heruntergewirtschaftete BVG für viele gar keine Alternative sein kann. Man kann auch von niemandem verlangen, abends die U-Bahn benutzen zu müssen, wenn laufend Leute direkt vor den Bahnhöfen erstochen werden. Autofahren gehört hier mittlerweile zur Eigensicherung dazu. Mich hat z. B. jemand oft abends am Alex abgesetzt - diese Woche schon wieder ein Toter. Da kann man auf die als böse hingestellten Autofahrer schimpfen wie man will - abends die beste Alternative, bei uns kann man nachts parken.

  11. 45.

    Parkraumbewirtschaftung ist gut, nur meistens hat die keinen Sinn, da die Vignetten-Anwohner nicht wegfahren und nichts zum Parken gibt, zumindest rund um City West...

  12. 44.

    "Lächerlich, wie in diesem Forum fahrradfahrende Umwelterzieher mit Polemik andere nieder“schreien“."

    Nein, es ist im höchsten Grade lächerlich wie sie sich hier aufführen, wie ertappte Kinder nach dem Kekseklau.

    "Schreien" tun hier nur die ertappten Autofahrer, die weiter um das goldene Kalb tanzen wollen. Könnt ihr gerne machen aber ihr sollt eben nicht mehr euren Luxus schmarotzerhaft von der Mehrheit ohne Auto bezahlt bekommen.

  13. 43.

    Ich glaube hier geht es eher um persönliche Interessen als um die alleinerziehende Mutter, für die in der Regel -wenn wirklich Bedarf besteht- auch ein Weg gefunden wird ...

  14. 42.

    Es würde auch helfen mehr Grünflächen zu erhalten. Und davon haben alle etwas. Allein in Tempelhof werden 10 der 15 zu schließenden Kleingärtensiedlungen liegen.

  15. 41.

    Das kann ja spannend werden. Werden dann die Preise für den kommerziellen Personentransport erhöht? Frei nach dem Motto „Angebot und Nachfrage“ ? Für Menschen, die auf motorisierte Fortbewegungsmitteln angwiesen sind (körperlich eingeschränkt, Schichtarbeiter mit Arbeitszeiten außerhalb der Kernzeiten des ÖPNV), dürften die Argumente „fahr doch Fahrrad oder Bus und Bahn“ etwas fragwürdig erscheinen. Bleibt zu hoffen, dass die Parkraumbewirtschaftung auch darauf Rücksicht nimmt. Der Ausbau des ÖPNV muss dringend forciert werden. Wenn z.B. eine U-Bahnlinie aufgrund dringender Sanierungen ausfällt, verdoppeln sich teilweise die Fahrtwege. Aber man nimmt ja gerne heimische Abwesenheiten von mehr als 14 Stunden in Kauf. Lächerlich, wie in diesem Forum fahrradfahrende Umwelterzieher mit Polemik andere nieder“schreien“.

  16. 40.

    Auf zur Protestdemo in gelben westen gegen diese unfähige Senatorin von den Grünen!

  17. 39.

    Oha, jetzt schießen Sie aber aus allen Kanonen^^ Seine Meinung zu äußern ist also im Zweifelsfall Sozialneid? Und gerade Sie schreiben von einer „Bestrafungstendenz“? Wo Sie so oft auf Recht und Ordnung beharren? Es soll keiner gemolken werden. Die Deutschen wollen aber alles in puncto Auto billig billig und wie selbstverständlich. Die Zeiten sind aber vorbei, das wissen Sie ganz genau. Als wenn man Kindern das Spielzeug wegnehmen will...@T. Marquard hat doch recht. Wer Auto fahren kann, muss dafür entsprechende Steuern zahlen. Wer Kinder hat, zahlt mit jedem Stück für Mehrpersonenhaushalte täglich viele Steuern. Wer Single ist, zahlt den höchsten Steuersatz. Alle könnten sich „gemolken“ fühlen. Bleiben Sie bitte sachlich. P.S.: Ich habe ein Auto und auch kein Geld zu verschenken, sehe aber die Maßnahmen ein. Weil wir nicht alleine auf diesem Planeten leben. Einen schönen Abend.

  18. 38.

    Sozialneid? Scheint irre modern zu sein, dieser "Begriff". Nee, gewiss kein Sozialneid. Kopfweh vom Gejallere der armen, gebeutelten Autofahrer, das trifft's eher^^

  19. 37.

    Einfach unsozial für eine vermeimtlich Linke Regierung. Der es sich leisten kann fährt und parkt weiter schön in der Innenstadt. Eine z.B. Alleinerziehende Mutter die das Auto unbedingt benötigt weil sie sind Job, Kinder zeitlich ohne Auto nicht unter den Hut bekommt muss dann sehen wo sie bleibt. Auch derjenige der nicht gut zufuss ist. Mal davon abgesehen, dass unser ÖPNV völlig überlastet ist und mir keiner erklären kann wo in die überfüllten Züge noch die ganzen Autofahrer reinpassen sollen. Erstmal ÖPNV ausbauen und dann den Rest angehen. Und Wohnungen zu bauen schafft dieser Senat nicht, aber für die nicht so wichtigen Dinge haben die Zeit.

  20. 36.

    Das ist Unsinn, die Autofahrer zahlen schon auf mehreren Ebenen Steuern für den Verkehr, der Nichtautofahrer mit seinem normalen Steueranteil auch. Beim Autofahrer ist das allerdings mehrfach höher. Sie reden davon, dass das "Zahlvieh" immer höher und extremer gemolken werden soll, läuft dann nur auf Bestrafungstendenz, Sozialneid o. ä. hinaus.

  21. 35.

    Es geht nur um die Erschließung neuer einfacher Geldquellen, da der Verkehr sich nicht vermindert. Schwieriger würde es, für die Ordnungsbehörden, wenn sie es erst nehmen würden mit den massenhaften Falschparkern in zweiter Reihe. Insbesondere in Innenstadtbereichen von Kreuzberg, Neukölln bis Moabit Wedding.

  22. 34.

    Unsinn. Der Spruch passt letztendlich auf alles. Eltern, Autofahrer, Singles, Raucher...Wer Auto fahren und Straßen nutzen möchte, muss dafür etwas zahlen. Das ist doch kein "gemolken" werden. Quatsch.

  23. 33.

    Die Autofahrer finanzieren die Radwege sehr wohl, nämlich durch die Kfz-Steuer. Der Autofahrer ist eh die Melkkuh der Nation.

  24. 32.

    Aber gerade dann müßten Sie doch ein Interesse an der Parkraumbewirtschaftung haben. Nur halt eben nicht so halbherzig wie sie jetzt umgesetzt wird. "Wer ein Auto in Berlin an- oder ummeldet muß einen (kostenpflichtigen) Parkplatz nachweisen können." Handwerker, Ärzte etc. bekommen Ausnahmeregelungen. Handwerker, Behinderte etc. sind auf das Auto angewiesen, die anderen sind nur zu faul und zu bequem.

  25. 31.

    "Die Autofahrer bezahlen die Radwege. Was ist, wenn wir für eine Woche alle das Auto stehen lassen? Ich hoffe das die Grünen bald unter 5% kommen."

    Oh ja, bitte! Dann merken noch mehr Leute, dass die meisten Menschen privat kein Auto brauchen.

  26. 30.

    Grundsätzlich erscheint die Maßnahme sinnvoll. Allerdings bereitet mir die aktuelle Lage bereits Kopfschmerzen, da ich als Gewerbetreibender täglich viel Zeit investiere von und zu meinem Wagen zu laufen, für den ich an meinem Laden keine Plakette bekomme, da ich die erforderlichen Handwerker-Voraussetzungen nicht erbringe und mein Wohnsitz nicht im selben Bezirk ist.
    Das ich als Gewerbe allerdings darauf angewiesen bin 2-3 Mal pro Woche "auch mal" Dinge mit dem Auto zu transportieren, wie Ware, Inneneinrichtung o.ä. scheint der Behörde vollkommen fremd zu sein.

  27. 29.

    Um ihre Märchenstunde mal zu unterbrechen, kein Autofahrer bezahlt Radwege. Radwege dienen der einseitigen Förderung des motorisierten Verkehrs, nach dem Motto "Runter von meiner Straße". Deshalb ist die Radwegebenutzungspflicht flächendeckend aufzuheben. Gute Radwege brauchen keine Benutzungspflicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist innerorts auf 30 km/h zu begrenzen, das hat gleich mehrere Vorteile.

    Und zu ihren Wunschträumen sage ich nur Träumen sie weiter!

  28. 28.

    In Gebieten, wo bis mindestens 22 Uhr reger Betrieb herrscht sollten die Gebühren auch bis 22 Uhr erhoben werden, sonst haben die noch am Abend arbeitenden Anwohner Pech. Sinnvoll sind bestimmt auch höhere Gebühren in solchen Bereichen.

  29. 27.

    Deshalb sollte man die Parkgebühren min. verzehnfachen. Wer ein Auto in Berlin an- oder ummeldet muß einen (kostenpflichtigen) Parkplatz nachweisen können. Fertig.

  30. 26.

    Die schlechte Anbindung ist doch eh nur vorgeschoben. Man ist freiwillig in den Speckgürtel gezogen, also wußte man das vorher. Man ist nur nicht bereit 5 Minuten Fußweg in Kauf zu nehmen.

  31. 25.

    Vielleicht ist das auch einfach die Mehrheit der Berliner, die nämlich kein Auto haben und denen Lärm, Gestank, Verkehrstote und an Parkplätze und Straßen verschenkten Platz in der Stadt aus dem Hals raushängen.

  32. 24.

    Die Autofahrer bezahlen die Radwege. Was ist, wenn wir für eine Woche alle das Auto stehen lassen? Ich hoffe das die Grünen bald unter 5% kommen.

  33. 23.

    dem schließe ich mich an.
    Wenn der Senat wirklich etwas erreichen will, muss der ÖPNV ausgebaut werden. Doch da passiert nichts. BVG und S-Bahn sind täglich überlastet. Neu- oder wenigstens Ausbau Fehlanzeige. - Wenn Arbeitsplätze in der Stadt entstehen sollen, wird eine funktionierende Infrastruktur gebraucht, da gehört die vorhandene ausgebaut. Doch dieser Senat kann nur den Autofahrer behindern und abkassieren, mehr fällt ihm nicht ein.
    Aber das hat der Berliner verdient, er hat diese Politiker schließlich gewählt.

  34. 22.

    Den Umfragen zufolge wollen immer noch diesen Senat. Sogar noch mehr als damals. Ich vermute mal, es sind hauptsächlich Wähler die keine Partei von RRG gewählt haben.

  35. 20.

    Parkhaus. Dauermiete oder Tagesticket. Da ich leider zum Dienst in die Innenstadt muss, vom Außenbezirk mit den Öffentlichen die doppelte Zeit (ca. 50 min pro Strecke, danke zweimaligem Umsteigen und Laufen) benötige, sind Sie keine Alternative zum Auto. BVG Jahreskarte abgeschafft und dafür Parklplatz gemietet.

  36. 18.

    Hier fehlt die Logik: Die Parkkosten haben ja keinen Zusammenhang zur "besseren" Luft. Die Anwohner haben Plaketten und fertig. Es ist nur ein zusätzliches Abkassieren, dass viel Ärger verursacht, aber wenig nützt. Es werden eh nur die Personalkosten der vielen Überwacher bei Ortsfremden wieder hereingeholt. Das Ordnungsamt sollte mal so engagiert gegen das Versiffen in Berlin eingesetzt werden, nichts passiert. Bei uns waren die "freien Parkflätze" nach 4 M. nach Einführung schon wieder gefüllt. Außer Aufwand in Form von Abkassieren ohne echte Einnahmen hat sich gar nichts geändert.

  37. 17.

    Wenn hier über demnächst teure Parkgebühren und Verdichtung der Stadt meckert und sauer ist muss sich mal an die eigene Nase fassen, die Wähler wollten doch solch einen Senat. Soll man da Mitleid haben ?

  38. 16.

    Bei 27 Euro pro Tag lohnt sich doch schon das BVG Ticket? Man muss ja mit dem Auto nicht bis zum Potsdamer Platz fahren wenn man in Posemuckel wohnen bleiben möchte.

  39. 15.

    Parkraumbewirtschaftung ist ein guter Start, aber die Preise sind viel zu niedrig. Fünf Euro die Stunde wie in Kopenhagen oder Amsterdam wären angemessen. Natürlich funktionert das nur wenn Falschparken und Parken ohne Parkschein auch entsprechende Strafen nach sich ziehen.

    Außerdem müssen die Anwohnerparkausweise endlich auf normale europäische Niveaus angehoben werden. Berlin: 10 Euro. Amsterdam: 535 Euro, Stockholm 827 Euro. Ein Parkplatz nimmt rund 12 Quadrameter Stadtfläche weg. Bei vier Stockwerken also schon eine mittelgroße Wohnung.

  40. 14.

    Verdichtung ist gut für die Stadt. Je enger die Leute zusammenwohnen, desto kürzer sind die Wege, die zurückgelegt werden müssen. Wie es in Städten aussieht, die explizit nicht dicht gebaut sind, kann man schön z.B. in Los Angeles sehen. Da läuft überhaupt nichts mehr, Leute stehen mehr als eine Stunde im Stau auf dem Weg zur Arbeit.

  41. 13.

    Ihr schreibt hier nur über bessere Möglichkeiten für Anwohner, habt Ihr mal an die Berufstätigen gedacht. Da gibt es genügend, die Pendler sind und am Stadtrand katasrophale bis keine Möglichkeiten haben, zur Arbeit zu kommen oder zurück. Bei 27€ Gebühren pro Tag ist das bedingungslose Grundeinkommen die bessere Alternative!

  42. 12.

    Parkraumbewirtschaftung hat seine positiven Seiten, man hat eine Chance als Kurzzeitparker einen Platz zu finden.
    3€ pro Stunde ist eine Erpressung der Autonutzer. Die Besserverdienenden werden darüber lachen, ich als Rentner nicht!

  43. 11.

    Meine die bisherige Erfahrung mit der vor einiger Zeit eingeführten Parkraumbewirtschaftung: Gut für die Anwohner, weil mehr freie Parkplätze. Gut für die klamme Kasse der Stadt/Bezirke (Parkgebühren + Knöllchen).

    Und grundsätzlich: Sollte doch jeder Autofahrer so allmählich gemerkt haben, dass für den Individualverkehr durch PKWs der Platz nicht ausreichend ist. Siehe die unzähligen Staus und die nervige Parkplatzsuche.

  44. 10.

    In meiner Straße im Friedrichshain gibt es jetzt seit einigen Jahren die PRB. Der Parkraum ist knapp, ab 18.00 Uhr ist Parken für Anwohner wg. der einfallenden Kneipenbesucher nicht mehr möglich. Solange das Parken einen Euro/h kostet kommt von denen noch nicht einmal jemand mit sowas wie Ridesharing. Immernoch zu teuer. Ergo: Ticketpreise hoch, um dieses Herumkutschieren zu reduzieren. Zugleich gibt es weniger Besoffene am Steuer. Bisher reguliert die PRB defacto gar nichts

  45. 9.

    Statt sich mit der Autolobby und der Autoindustrie, um umwelfreundlichere Dieselfahrzeuge zu bauen, effektive Nachrüstungen für die Autos einzufordern, hält man sich lieber an die jetzt schon gebeutelten Autofahrer.
    Letztlich wird der Autofahrer zum Symbol einer gescheiterten Umweltpolitik.

  46. 8.

    Die Kommentare sind Stammtischniveau. Ich würde mich über etwas mehr Sachlichkeit freuen.
    Beim Parken und Fahren denkt jeder nur an sich und keiner sieht das Ganze. Die Stadt wächst! Bemerkt denn keiner das? Man kann doch nicht so tun, als wären wir noch im Berlin Anfang der 90-er! Berlin ist eine Metropole geworden, und es braucht Maßnahmen für eine solche Großstadt. Im Vergleich zu deutlich kleineren Städten, wie Stuttgart, München oder Frankfurt, sind die Parkgebühren hier sehr niedrig und die Parkgebiete auch. Es ist zu einfach immer die Politik zu beschuldigen. Das Verfassungsgericht Wiesbaden hat auch nicht ohne Grundlagen die Parkraumbewirtschaftung als Luftreinhaltemaßnahme nahegelegt. Wir haben übrigens gar kein Geld für ein Auto.

  47. 7.

    Statt immer mehr zu verbieten oder für Autofahrer alles teurer zu machen, sollte man meiner Meinung nach den umgekehrten Weg gehen und darüber nachdenken, wie man die Alternativen zum Auto einfach attraktiver macht. Aber so lange der öffentliche Nahverkehr weiterhin so unattraktiv bleibt, mit Regelmäßigkeit verspätete, ausgefallene und völlig überfüllte Züge zur Hauptverkehrszeit, bei regelmäßig weiter steigenden Ticketpreisen, so lange werde ich zumindest in der kalten Jahreszeit nicht auf mein Auto beim täglichen Weg zur Arbeit verzichten.

    Auch sollte man meiner Meinung nach nicht jede sich bietende Freifläche weiter mit Häusern zubauen, das verdichtet die Stadt noch mehr, sondern auch die weitere Begrünung der Stadt, zum Beispiel auch auf Dächern fördern.

  48. 6.

    Es geht einerseits ums reine Abzocken der Bürger, damit der rot-rot-grüne Senat weiterhin kräftig umverteilen kann. Andererseits geht es um eine massive Einschränkung des Individualverkehrs, der den Linksgrünen aus ideologischen Gründen ein Dorn im Auge ist (alle müssen ÖPNV und Fahrrad fahren). Ich bin gespannt, wie lange die Parkautomaten funktionsfähig bleiben. Ganz nebenbei: So schaffen Sozialisten neue Arbeitsplätze: Durch Drangsalieren der Bürger und Zwangsmaßnahmen, die überwacht werden müssen. Dafür dürfen die Bürger dann noch bezahlen. DDR 2.0

  49. 5.

    Ganz toll.... Wer muss für den Pfusch der Autohersteller und für irgendwelche Irrsinnis-Grenzwerte zahlen? Der kleine Bürger, jetzt auch noch durch höhere Parkgebühren.... ganz toll Frau Günther, können Sie sich schön auf die Schulter klopfen.

  50. 4.

    Meine Güte. Mir geht dieses “Klein-Klein“ wirklich auf die Nerven. Einfach für die ganze Stadt kostenpflichtiges Parken einführen und alle Einwohner und “Besucher“ benötigen eine Plakette oder ähnliches. (Wobei mir hierzu 1000 Digitalisierungsprojekte einfallen...) Dann können auch diese komischen Parkscheinautomaten abmontiert werden und Wartung und Betrieb durch irgendwelche dubiosen Firmen fallen weg. Der Raum in Berlin ist begrenzt und irgendwie ist es unverständlich, wenn auch vom Gesetzgeber derzeit legitimiert, dass die Mieten in die Höhe schießen, öffentlicher Raum für des Dt. liebstes Kind so ganz umsonst ist. Eigentlich sollte hier niemand mehr einen Wagen anmelden können, der keinen eigenen Parkplatz nachweisen kann. Nutzung eines knappen Guts kostet halt etwas bei mehreren millionen Einwohnern...sagt ein (Teil-) Autofahrer...

  51. 3.

    Ich finde das super. Bitte Mindesgebühr von 2 Euro pro Stunde, dann kriege ich als wohlhabender SUV-Fahrer endlich wieder Parkplätze, da es sich Normalsterbliche nicht mehr leisten können, in der Stadt zu parken, Weiter so RRG! Raus mit dem verarmten Pack aus meiner Einkaufs- und Restaurantmeile.

    --- Ende Satire ---

  52. 2.

    Guter Ansatz, aber die Preise sind ja noch immer viel zu niedrig. Fünf bis zehn Euro die Stunde wäre angemessen. Natürlich muss auch das Problem der viel zu günstigen Anwohnerparkausweise angegangen werden. Die werden in Berlin ja praktisch gegen eine Verwaltungsgebühr abgegeben, wohingegen sie in anderen Städten Eurpas mehrere hundert Euro im Monat kosten. Also etwa so viel, wie sie tatsächlich an Platz wegnehmen. Ein Parkplatz sind ja im Schnitt 10-12 Quadratmeter. Bei der Berliner Bauhöhe von vier Stockwerken ist da also schon eine kleine Wohnung weg. So viel Platz für einen Appel und ein Ei zu verscherbeln ist nicht in Ordnung.

  53. 1.

    Hoffen wir, dass aus den Fehlern in 61 gelernt wurde und es mit der flächendeckenden Einführung im Bezirk jetzt schneller geht. Bitte auch die Fußgängerfurten an ALLEN Kreuzungen markieren und konsequent freihalten. Es nervt extrem und - ist für Kinder lebensgefährlich -, sich als Fußgänger an jeder Ecke durch die geparkten Autos zu quetschen. Was passiert mit Bereichen, wie z.B. den Ladezonen in der Oranienstraße, in denen absolutes Parkverbot ausgeschildert ist, die aber andauernd von Langzeitparkern blockiert werden??? Hier wird seit Jahren der angeblich VORRANGIGE ÖPNV durch Zweitereiheparker auf beiden Seiten massiv behindert und verlangsamt. Kommt der VORRANG für den ÖPNV noch? Werden dann auch die Bushaltestellen von Langzeitparkern befreit, z.B. am Kottbusser Tor und in der Adalbertstraße (140), in der Oranienstraße und Oranienplatz, Heinrichplatz ...(M29) ???

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