09.11.2019, Berlin: Zuschauer stehen bei der Feier anlässlich der Festivalwoche "30 Jahre Friedliche Revolution - Mauerfall" am Brandenburger Tor (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
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Video: Abendschau | 09.11.2019 | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

30. Jahrestag - Zehntausende feiern Mauerfall-Jubiläum am Brandenburger Tor

Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer. Um an diese Zeitenwende zu erinnern, kamen am Samstagabend Zehntausende ans Brandenburger Tor. Es gab Musik von Dirk Michaelis bis Trettmann und ein Feuerwerk. Doch es war auch einen Moment lang still.

Zehntausende haben am Samstagabend am Brandenburger Tor in Berlin eine Bühnenshow zum 30. Jahrestag des Mauerfalls verfolgt. Die Veranstaltung war der Höhepunkt der Festivalwoche zum Mauerfall in der Hauptstadt.

Bei der mehr als zweistündigen Show traten Musiker wie Anna Loos, Trettmann, Die Zöllner und Dirk Michaelis auf, der sein Lied "Als ich fortging" am Piano sang, das 1989 als "Wendehmyne" bekannt wurde. Die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim spielte Beethovens "Schicksalssinfonie", das Rapduo Zugezogen Maskulin setzte mit seiner Bühnenshow samt viel Kunstnebel einen Kontrapunkt. Mit einem Feuerwerk endete das Programm. Die After-Show bestritt Techno-DJ und Elektromusiker Westbam.

Mehrere Eingänge zum Festgelände geschlossen

Der Andrang war sehr groß. Laut Polizei hatten sich bereits zu Beginn des Programms Zehntausende auf dem Festgelände, der Straße des 17. Juni, versammelt. Die Zahl der Gäste war nach Veranstalterangaben jedoch aus Sicherheitsgründen auf 100.000 beschränkt. Die Polizei sagte rbb|24 am Sonntagmorgen, dass mehr als 100.000 zu der Feier gekommen seien.

Wegen des großen Andrangs wurden laut Polizei mehrere Eingänge zum Festgelände zeitweise geschlossen, obwohl auf dem Gelände selbst noch Platz war: die Zugänge an der Ebertstraße und an der Seite zum Reichstagsgebäude. Auch an der S-Bahn-Station Brandenburger Tor gab es Einschränkungen. Auf Anordnung der Bundespolizei seien wegen zu großen Andrangs die Ein- und Ausgänge Wilhelmstraße und Pariser Platz geschlossen worden, sagte ein S-Bahn-Sprecher rbb|24. 

Bereits vor dem Start der Show wurden mehrere Eingänge der S-Bahn-Station 

Stille legte sich über den Platz, als die einstige DDR-Oppositionelle Marianne Birthler sprach. Sie erinnerte an die Menschen, deren Leben durch die SED-Diktatur zerstört wurde oder die starben. Aber auch sie schlug einen Bogen zum Heute: "Wer Menschen in Schutz nimmt, die
ausgegrenzt, gehasst und gedemütigt werden, der hat verstanden, was wir mit den Kerzen in unseren Händen ausdrücken wollten." Wer sich heute für Klimaschutz einsetze und gegen weltweites Unrecht, Hass und Ausgrenzung seine Stimme erhebe, stehe in der Tradition der "89er", sagte Birthler.

09.11.2019, Berlin: Zuschauer stehen bei der Feier anlässlich der Festivalwoche "30 Jahre Friedliche Revolution - Mauerfall" am Brandenburger Tor. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Bild: dpa

"Neue Mauern" einreißen

Zur Eröffnung der Show appellierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die Deutschen, seit 1989 neu entstandene Mauern in der Gesellschaft wieder einzureißen. Die Berliner Mauer sei weg. Aber in Deutschland seien "neue Mauern entstanden, Mauern aus Frust, Mauern aus Wut und Hass, Mauern der Sprachlosigkeit und der Entfremdung." Jeder Mensch im Land könne dazu beitragen, sie wieder einzureißen. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen ausgegrenzt und angegriffen werden", dass die Demokratie verhöhnt werde, so der Bundespräsident.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), rief dazu auf, die Werte des Friedens, der Freiheit und der Demokratie zu verteidigen. Man müsse damit "Populisten, die Hass und Hetze verbreiten", entgegen treten. Müller erinnerte zugleich an die Opfer der SED-Diktatur und die Menschen in der früheren DDR, die für ihre Freiheit gekämpft haben. Die friedliche Revolution sei eine unglaubliche Leistung gewesen, die großen Mut erfordert habe.

Während der Show schwebte über den Köpfen der Zuschauer auf der Straße des 17. Juni die 150 Meter lange Kunstinstallation "Visions in Motion": Auf rund 100.000 bunte Stoffstreifen hatten Berliner ihre Wünsche und Hoffnungen geschrieben. Die Kunstinstallation war abends beleuchtet und von weitem zu sehen, genau wie die Bühne mit mehreren Großleinwänden, auf denen die Zuschauer das Geschehen verfolgen konnten.

Mauerspalten voll Rosen, Erinnerungen auf Stoff

Rosen im Mauerspalt

Vor der Show am Brandenburger Tor fanden in Berlin weitere Veranstaltungen zum Mauerfall-Jubiläum statt. Bei einer zentralen Gedenkfeier auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße wurde am Vormittag der Maueropfer gedacht. Mehrere Hundert Menschen nahmen teil, auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kamen. Zur Erinnerung an den Mut der DDR-Opposition im Herbst 1989 wurden Kerzen angezündet - Symbole des gewaltlosen Widerstands in der DDR. In einen Spalt der Mauer wurden zudem zahlreiche Rosen gesteckt.

09.11.2019, Berlin: Jugendliche aus Norwegen blicken bei der Gedenkveranstaltung der Stiftung Berliner Mauer an der Bernauer Straße durch einen Mauerspalt. (Quelle: dpa/Nietfeld)

Osteuropäische Staatspräsidenten zu Gast

Auch ausländische Gäste wie die Staatspräsidenten der Slowakei, Polens, Tschechiens und Ungarns, Zeitzeugen und Schüler nahmen an den Feierlichkeiten in der zentralen Mauer-Gedenkstätte teil. Bundespräsident Steinmeier dankte den Menschen in diesen Ländern für ihren Beitrag zur Wiedervereinigung. Ohne deren Mut und Freiheitswillen wäre etwa die deutsche Einheit nicht möglich gewesen, sagte er. 

Bundeskanzlerin Merkel rief bei einer Andacht in der Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße dazu auf, Hass, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten. Der Tag sei ein Schicksalstag für die Deutschen und vereine mit den Novemberpogromen von 1938 und dem Fall der Mauer 1989 die "fürchterlichsten und glücklichsten Momente in der deutschen Geschichte", so Merkel. Zugleich forderte die Kanzlerin die Menschen auf, sich nicht entmutigen zu lassen. "Keine Mauer, die Menschen ausgrenzt und Freiheit begrenzt, ist so hoch oder so breit, dass sie nicht doch durchbrochen werden kann."

Zitate von der Gedenkfeier an der Bernauer Straße

  • Markus Dröge, evangelischer Bischof

  • Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer

  • Hildigund Neubert, Verein Bürgerbüro für Opfer der SED-Diktatur

Eine Mauer mit der Aufschrift "Zusammen gegen Mauern, zusammen für Berlin" steht am 09.11.2019 vor dem Bundesliga-Spiel Hertha BSC gegen RB Leipzig auf dem Rasen im Berliner Olympiastadion. (Foto: dpa/Soeren Stache)
Die symbolische Mauer im Olympiastadion vor dem Hertha-Spiel gegen Leipzig | Bild: dpa/Soeren Stache

Symbolische Mauer durchs Olympiastadion

Auch der Berliner Fußballverein Hertha BSC zollte am Samstag dem Mauerfall-Jubiläum vor 30 Jahren Tribut: Vor dem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig am Nachmittag hatte der Verein mit seinen Fans die Vergangenheit aufleben lassen. Auf der Mittellinie im Olympiastadion baute der Verein symbolisch den einstigen Grenzwall nach. Vor der Kurve der Hauptstadt-Fans war eine weitere kleine Mauer aufgebaut.

Kurz vor dem Anpfiff wurden die Bauwerke dann eingerissen. Zudem liefen auf den Leinwänden historische Bilder, über Lautsprecher knatterte ein Trabi-Motor durch das Berliner Olympiastadion. Dazu trugen die Berliner in der Partie ein Sondertrikot mit einem Berliner Bären anstatt Werbung.

"Erzähle deine Geschichte"

Der rbb hat zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November ein Projekt gestartet, bei dem Bürgerinnen und Bürger berichten konnten, was sie seitdem erlebt haben - mit dem Titel "Erzähle deine Geschichte - vom Mauerfall bis heute". Zum Auftakt am Samstag gab es im Sony-Center am Potsdamer Platz auch Talkrunden und Live-Musik. 

Bis zum 3. Oktober 2020, dem 30. Jahrestag der Wiedervereinigung, ist das Erzählmobil, ein rollendes Mini-Studio, dafür in Berlin und Brandenburg unterwegs. Die Interviews sind auf www.rbb-deine-geschichte.de zu sehen.

Veranstaltungen an sieben historischen Orte

Bereits seit dem 4. November, dem 30. Jahrestag der größten Demonstration im Wendeherbst auf dem Alexanderplatz, war in der Hauptstadt gefeiert worden. An sieben Orten in Berlin wurde in der Festwoche besonders an die Ereignisse erinnert, die zum Mauerfall führten. Am Alexanderplatz, der Gethsemanekirche, am Brandenburger Tor, dem Kurfürstendamm, der ehemaligen Stasizentrale in der Ruschestraße, der East Side Gallery und dem Humboldt-Forum waren etwa nach Einbruch der Dunkelheit Videoprojektionen zu sehen. Die "sprechenden Fassaden" erzählten ortsspezifische Geschichten mit historischen Filmaufnahmen. 

Karte mit Orten der Festivalwoche (Quelle: Kulturprojekte Berlin GmbH)
7 Tage - 7 Orte: die Feierlichkeiten zum Mauerfall-Jubiläum | Bild: Kulturprojekte Berlin GmbH

Bernauer Straße als Symbol der Teilung

Mit dem 9. November 1989 ging die deutsche Teilung nach rund 40 Jahren zu Ende, die Berliner Mauer selbst hatte mehr als 28 Jahre Bestand. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der etwa 160 Kilometer langen Mauer in der Hauptstadt mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime.

Die Bernauer Straße gilt als Symbol der deutschen Teilung. Als die Mauer 1961 hochgezogen wurde, lag die Häuserfront der Straße im Osten, der Bürgersteig im Westen.

Sendung: Inforadio, 09.11.2019, 10 Uhr

Kommentar

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57 Kommentare

  1. 57.

    Zuerst einmal danke für Ihre Antwort. Ich kann ein gutes Beispiel benennen über meinen ehem. Arbeitgeber Deutsche Post in Berlin. Als ich 1991 meine Stelle antrat, begann ein schleichender Wechsel nicht nur in den Führungsetagen. Die älteren Beamten verließen das sinkende Schiff, denn sie wurden nicht mehr gebraucht. Unsere direkten Vorgesetzten waren auf einmal Ostdeutsche. Der Ton wurde noch schärfer, als er ohnehin schon war. . Das war in vielerlei Hinsicht kein gutes Arbeitsklima mehr. Es entstanden plötzlich zwei Welten. Wer von uns nicht kuschte, bekam die volle Härte zu spüren, bis zur Entlassung. Heute stellt die Post AG überwiegend nur noch Befristete Kräfte ein. Mein Vorurteil gegenüber Ostdeutsche wurde durch meine Arbeit geschürt. Erst jetzt im Rentenalter entdecke ich, wie schwierig es besonders für Ostdeutsche war und ist, auf dem Arbeitsmarkt den „Druck“ von außen standzuhalten. Privat hatte ich wenig das Vergnügen Ostdeutsche näher kennenzulernen.

  2. 56.

    Guter Kommentar von Ihnen und es muss auch Gerechtigkeit bei der Rente und Bezahlung sein ohne wenn und aber. Sie schreiben da schon das richtige- es waren andere Zeiten.

    Ich bin jedenfalls froh das die Mauer weg ist und ich nun seit 30 Jahren wieder mit meiner Familie zusammen bin.
    Ich mag mir nicht auszudenken was passiert wäre wenn die Mauer geblieben wäre.

  3. 55.

    Aber genau darum geht es doch, Tosca! Wer vorher mit weniger Arbeit ein gutes Auskommen hatte, regt sich nun natürlich (immer noch) auf. Würden wir ja auch tun :-) und ja, im Westen wehte schon seit den End-70ern ein anderer Wind, als es tatsächlich Arbeitslose gab, Zechen geschlossen wurden, Stahl- und Ölkrise, das traf dann geballt auf die ehem. DDR. Wenn einen sowas ohne Vorwarnung und ohne "Entwicklung" trifft, ist es schon heftiger, als wenn man so da rein rutscht, langsam, wie der Westen der Republik.

    Wer mit diesen "Verhältnissen" aufgewachsen ist, Jüngere zumeist, meckert nicht und sagt zu jeder sozialen Härte ja und Amen. Aber selbst ich sage, dass ab einer gewissen Zeit (Agenda 2010 spätestens) ein Grat überschritten wurde, der nicht mehr tragbar und erträglich ist! Weder für Ost, noch für West.

  4. 54.

    Ich glaube nicht das dar durch Vorurteile abgebaut werden ein wenig eventuell, ich musste 1972 ganz schnell lernen wie die Spielregeln im Westen waren. Was mich immer stört das Gemecker über zu wenig Bezahlung. Ich sage es ganz ehrlich tot gearbeitet haben sich die Leute in der DDR nicht und dazu gehörte ich auch bis 1972, im Westen ging anders lang.

  5. 52.

    Nachdem ich alle 50 Kommentare gelesen habe glaube ich, wir brauchen noch mehr als eine Generation, um die Mauern in den Köpfen loszuwerden. Am Arbeitsplatz sind es vornehmlich die älteren Kollegen/innen , die sich völlig ungefragt als "Ossis" geoutet haben. Bei den Jüngeren spielt das zu Glück keine Rolle mehr. Nach meinem Empfinden stellen sich Viele aus den östlichen Bundesländern durch ihre eigene Selbstdarstellung in die Verliererecke, obwohl es in etlichen west- nord- südlichen Bundesländern auch ne Menge abgehängte Gegenden gibt. Schade, dass 30 Jahre in Freiheit, Frieden und selbstbestimmtem Leben nicht mehr Zufriedenheit bewirken. Wir alle sind unseres eigenen Glückes Schmid und nein, es sind nicht immer nur die anderen Schuld, wenn nicht alles klappt.

  6. 51.

    Ich weiss nicht wirklich wer "WestBam" ist, habe aber gerade ein Lied im Ohr.
    https://www.youtube.com/watch?v=A3yCcXgbKrE (Satchmo)

  7. 50.

    Mal ein kleiner wohlgemeinter Tip von mir, lesen Sie bitte richtig ! die Kommentare durch und antworten erst dann bitte darauf.
    Unterstellungungen und Bösartigkeiten unterlassen Sie bitte.
    Und so nebenbei weiss ich was in der ehemaligen DDR ablief ich habe dort bis 1971 gelebt und kannte die sogenannte "Planerfüllung". 1972 bin ich ausgereist.
    Genau Ihr Kommentar trägt dazu bei dass es heute immer noch eine Mauer gibt und zwar in Ihren Kopf und im Kopf vieler anderen.

  8. 48.

    Stimmt - Regine Hildebrandt fehlt immer noch, es fehlen Menschen in der Politik, die die Erfahrung "DDR-Jahre" haben und gleichzeitig ein "Gewissen" aufweisen, eine moralische Instanz sind. Ich frage mich gerade, hätte sie länger gelebt - hätte sie unseren Weg positiv beeinflussen können? Hätte sie andere Menschen in der Politik nachziehen können, wäre es besser gewesen?

    Vergebens. Überlebt haben die, die so weiter gelaufen sind wie zuvor. Wie ein Tanker, ein Ozean-Riese, der bei Abschalten der Maschinen noch einmal um die halbe Welt weiterfährt, immer geradeaus, unbeirrt, ungebremst....

  9. 47.

    Es gab keine !´"Berliner Mauer", die Mauer teilte ganz Deutschland! Sie kapselte knapp 17 Mio Deutsche vom Rest der WELT ab, außer von der UDSSR und den Bruderstaaten. Es ist zwar zeitlich nur ein "Hups" in der deutschen Geschichte, aber WIR leben mit den Folgen. Noch drei "Hups" weiter, ist es vielleicht fast egal, aber darf nicht vergessen werden, damit kein weiteres "Hupsi" passiert! Denn die Ursachen für unsere jetzige, nicht zusammenheilen wollende Misere, ist allen bekannt.

    Gestern hat übrigens kaum einer der Reichsprogromnacht gedacht. Am Stolperstein der Israels am Alexanderplatz brannte einsam ein Kerzchen und lagen Blumen...

  10. 46.

    Nein. Ich trigger ganz augenscheinlich. Gut so. ^^Ja, beide Seiten machen Fehler. Beide. Aber solange Wessis immer betonen müssen, dass auch sie Fehler machen, ist es nicht weit her mit der Meinungsfreiheit. Das höre ich von Ossis nämlich auch sehr selten, wenn sie austeilen. Die Meinungsfreiheit nehme ich mir aber, auch wenn sie mir nicht zugebilligt wird und mir Einseitigkeit unterstellt wird, weil meine Kommentare wohl nicht verstanden werden. Shit happens ;-)

  11. 45.

    In einem Punkt widerspreche ich Ihnen. Mich persönlich interessiert schon, besonders als Wessi, was insbesonders ältere ehemalige DDR Bürger*innen so alles zu berichten haben aus ihren Alltag vor 89. Denn nur so lassen sich auf beiden Seiten Vorurteile abbauen. Schade das Regine Hildebrandt nicht mehr unter uns weilt.

  12. 44.

    Sagen ausgerechnet Sie? Da ist wohl mit der eigenen Wahrnehmung noch Luft nach Oben.^^ Mir geht es überhaupt nicht um's Recht haben. Das ist mir völlig egal. Es geht mir darum offen meine Meinung und Erfahrungen äußern zu dürfen. Als Wessi. Um beide Seiten zu beleuchten. Das tue ich, im Gegensatz zu Ihnen, sehr differenziert. Aber der Maulkorb, der uns Wessis verpasst wurde, wird immer enger geschnürt. Das mache ich aber nicht mehr mit. Alles gut^^

  13. 43.

    Ich als alter Westdeutsch-Wessi teile Ihre pikierte Meinung NICHT.
    Sie haben sich absolut nicht mehr erarbeitet, und schon gar nicht in Westberlin, als jeder einzelne Ossi in der DDR.
    Sie hatten nur andere Voraussetzungen in der Westberliner Alliierten-Kuschelzone.
    Auch vergessen Sie die Sanktionen des Westens ggü der DDR und die Reparatur-Forderungen der SU durch die DDR.
    Somit musste Auswanderung verhindert werden um Produktivität zu wahren, dass würde Deutschland im Falle es erneuten Wirtschafts-GAUs genauso handhaben.
    Zudem vergessen Sie dass die DDR nur knapp 17 Millionen Einwohner hatte.
    Sie stellen frecher Weise mit ihrem Kommentar die Ossis obendrein 30 Jahre nach dem Mauerfall als undankbar und faul hin (was die " Wessis" gearbeitet...). Sie wissen scheinbar überhaupt nicht was die DDR-Bürger durchleben mussten.

  14. 42.

    Also ich finde es richtig das man sich besonders bei " runden Zahlen " wie 20 , 25 , 30 oder 40 jähriges Bestehen eines Ereignisses und wir reden hier nicht von lokalen Ereignissen sondern von Weltgeschichte besonders darin erinnert und das gilt sowohl für positive Ereignisse als auch für die sehr negativen denn sowohl bei den Bildern des Mauerfalls bekomme ich immer wieder auch heute nach 30 Jahren eine Gänsehaut im positiven Sinn als auch zu den Ereignissen vom 9. November 1939 im negativen Sinn . Ich finde die Erinnerung an besondere Geschichte also sehr wichtig und kann Ihre Einstellung nicht so richtig nachvollziehen von wegen " die Geschichten von damals " !!

  15. 41.

    Ich finde , man sollte das ganze Ost West Thema nun mal langsam begraben. Man kann ein wenig feiern aber dann ist auch gut. Wir leben jetzt und hier und es bringt nichts der Zeit vor 30 Jahren nach zu trauern. Wenn ich hier lese was manche rumjammern frage ich mich ob die "Ossis" überhaut wissen was die " Wessis" gearbeitet haben um zu etwas Wohlstand zu kommen und umgekehrt auch.

    Die Welt ist im Wandel und wer nur jammert da kann ich nur sagen wem es nicht gefällt kann ja auswandern.
    Es gibt noch viele Mauern in dieser Welt die schändlich sind, seien wir doch einfach mal froh das die Berliner Mauer weg ist.
    Ich kann das nicht mehr lesen mit den Geschichten von damals, jeder Berliner hat seine Erinnerungen an die Mauer .

  16. 40.

    Sie wollen nur auf "einer Seite" stehen und kennen auch nur diese, da Sie sich "ich kann ja nichts dafür"-Schneckenhaus verkriechen.
    Gleichzeitig aber weltkennend, nur Marotten der Ossis aufzählend mokieren und das fällt natürlich weit ab in "Insellage" leicht, wie früher im Westsektor.
    "Nach unseren Erfahrungen nehmen Ossis... bla"
    Ich bin geb. Ossi lebe seit als 2004 in Spandau, kenne viele Eigenarten der Ossis die mich heute ebenso nerven, Wessis sind aber nicht viel besser.
    Sie jaulen nur dass man ihren alles wegnimmt.
    Die Wende (Fond) den die Bundesregierung der 80er so großzügig spendierte, zahlen nur wir Ossis, sonst wären Angleichungen kein Thema mehr.
    Wir Ossis, zwar u.a. im Westen lebend, zahlen die Zeche für den Mauerfall ab, in dem wir bei gleicher Leistung nicht gleiche Leistungen erhalten.
    Sie treiben durch Pauschalisierung den Keil tiefer. Sie haben halt nur nichts "kapiert" (Ihre Wortwahl).

  17. 39.

    Und Sie unterstützen das mit Ihrem erhobenen Zeigefinger und die Fahrt durch die Einbahnstraße ganz gewaltig.
    Das ist so typisch für jemanden, der denkt seine Meinung ist die Richtige und alles andere zählt nicht.

  18. 38.

    Ich weiß es nicht. In der Firma meines Mannes ist es z.b. auch Gang und Gäbe, dass Aufträge und Gelder "bei uns" bleiben. Damit ist gemeint, in Berlin (ehem. Ost) und Brandenburg. Es wird sich deutlich abgegrenzt zu Geschäftspartnern aus den alten Bundesländern. Sie denken bisher immer noch, er sei Ossi. Daher die Offenheit. Nach unseren Erfahrungen nehmen Ossis sich in puncto Mauern im Kopf, der Pflege von Vorurteilen und Abgrenzung gar nichts. Aber behaupten gerne, wir seien pauschal die Bösen. Nun denn. So wird datt nix.

  19. 37.

    Nein, da haben Sie wohl etwas noch gar nicht kapiert. Es geht sehr wohl um Wessis und Ossis. Und erst wenn das offen ausgesprochen und angegangen wird, kann sich etwas ändern. Denn immer moralinsauer, so wie Sie, das Thema abzuwürgen, hat uns erst dahin gebracht, wo wir jetzt stehen. Auf zwei Seiten, auf denen sich die Fronten, 30 Jahre nach dem Mauerfall, wieder verhärten.

  20. 36.

    Gleiche Lebensbedingen in Ost und West? Die gibts ja noch nicht einmal in Nord und Süd, geschweige denn zwischen Arm und Reich!
    M.E. nichts weiter als ein politisches Versprechen, welches gemacht werden mußte, um damals gewählt zu werden. Tja, da hat sich die Politik in eine Klemme manöveriert, aus der sie nicht mehr rauskommt.
    Mglw. fallen die Mauern leichter, wenn man akzeptiert, daß gleiche Lebensbedingungen eine Illusion sind.

  21. 35.

    Schon grotesk ... da feiert man den friedlichen Mauerfall, und es sind zwischen Potsdamer Platz und Reichstag wohl mehr Barrikaden und schwer bewaffnete Polizisten als damals ... Mal gut, dass es damals keine Kontrollen vor der Mauer gab ...

  22. 34.

    So ein Quatsch kann nur ein Rechtsextremer und/oder AfD Jünger von sich geben. Es gab weder einen "Linksruck" der cDU, noch eine "unsägliche Flüchtlingspolitik" und erst recht keine "überstürzte und planlose Energiewende"!

  23. 32.

    Das tut mir wirklich leid für Sie, vielleicht hätte man Passport Kontrollen machen sollen, so dass auch wirklich nur Menschen die die Zeit erlebt haben dort feiern hätten können. Liebe Grüße und trotzdem einen schönen Abend.

  24. 31.

    Es geht nicht um Wessis oder Ossis, sondern um den grundsätzlichen Charakter des Menschen.
    Wessis müssen sich nicht dafür entschuldigen, dass sie Wessis sind.
    Jedoch rate ich Ihnen ganz schnell den hoch erhobenen Zeigefinger herunterzunehmen und die Einbahnstraße die Sie gerade selbst befahren, wieder zu verlassen.

  25. 30.

    Mein Mann und ich hätten auch gern gefeiert. Wir sind Ossi und Wessi und haben uns nach der Wende kennengelernt. Leider waren die Eingänge alle zu so das wir wieder nach Hause mussten. Deprimierend. Wir sind Berliner, aus Zehlendorf und kommen dann nicht mal auf die Festmeile. Hauptsache die ganzen Touristen sind dort. Schade alles. Beste Grüße

  26. 29.

    Ich kenne das mit den Arbeitskollegen aus dem Osten nur zu gut, ich als Wessi würde nie anfangen darüber zu diskutieren ob nun Wessis oder Ossis besser oder schlechter sind, leider sind die es die immer wieder damit anfangen, haben die so ein schlechtes Selbstbewusstsein oder warum machen die das?

  27. 28.

    Ich wurde Dezember 1988 wegen versuchter Republikflucht verhaftet.
    Dann die Verurteilung zu 1Jahr und 3 Monate.
    Am 7.11.1989 wurde ich in die DDR entlassen
    2 Tage später ist die Mauer gefallen. Alles umsonst für mich gewesen.
    Bis heute habe ich die halbe Welt gesehen.


  28. 26.

    Ja.
    Auch Wessis dürfen eine Meinung haben.Auch Wessis dürfen die Zeit vorher schön gefunden haben. Und auch Wessis müssen sich nicht lebenslang dafür entschuldigen, nicht als Ossi geboren worden zu sein. Diese ewigen Vorwürfe u. Angriffe sind langsam nervig und albern. Ich habe so einige Kollegen, die ganz offen Wessis verachten. Und nein, da sind nicht immer die Wessis selber dran schuld. ^^ Also Zeigefinger runter.
    Merke: Toleranz darf nie eine Einbahnstrasse sein.

  29. 25.

    So einen Schwachsinn muss man auch heute lesen? Aber bleiben Sie mal schön in ihrer Fantasiewelt wo die Rente sich von selbst bezahlt, Kriege nicht stattfinden, der Klimawandel Brandenburg nicht abbrennt und die Niederlande nicht versenkt. Eine Welt in der rechte Demagogen die Retter sind.

  30. 24.

    Solange es keine gleichen Lebensbedingungen in den neuen und alten Bundesländern gibt, steht die Mauer noch.
    Gleiche Lebensbedingungen heisst NICHT, nach UNTEN angleichen!

    Gleiches Niveau hätte gehießen, den Osten des Landes (16,4 Mio Einwohner) auf Vorwendeniveau West (62 Mio Einwohner) zu bringen. Haben wir nicht geschafft, statt dessen ausgebeutet, ausgeblutet, verödet. Und dabei haben die Konzernchefs (in Nadelstreifen) es sogar geschafft, die westdeutschen Arbeitnehmer auf Ost-Niveau runterzumigrieren! Die selbigen sitzten jetzt im blauen Strickpullunder in der Villa am Starnberger See oder Wannsee und ..... (setzt hier despekitierliche Redewendungen ein).

    Versagt, auf ganzer Linie. Verraten und verkauft. Gegen wen hätte sich die Bevölkerung nach der Wende wehren sollen? Genau, gegen die westdeutsche Regierung und die Nieten in Nadelstreifen!

  31. 23.

    Wo sehen sie denn einen Linksruck?
    In immer mehr Lebensbereichen wird ökonomisiert und privatisiert: Gesundheitswesen, Pflege, Altersvorsorge. Das gesetzliche Rentenniveau wird langfristig gesenkt. Die Altersarmut steigt stetig an. Immer weniger Arbeitnehmerinnen erhalten Tariflöhne. Immer mehr Arbeitgeber sourcen aus und zahlen Niedriglöhne. Es gibt mehr befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit und Werksverträge. Die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland klafft immer weiter auseinander. Große Konzerne nutzen weiter Steuerschlupflöcher und dem deutschen Staatswesen entgehen jährlich Milliardenbeträge. Hauptsächlich ermöglicht durch die Rahmenbedingungen der CDU-Politik. Das ist ein Linksruck? Ihre Wahrnehmung ist absolut unverständlich.

  32. 21.

    Ihr Kommentar ist nicht weniger spaltend als der auf den Sie dich beziehen. Der normale "westdeutsche Bürger" zahlt für die Einheit und hat weder ein Haus noch einen Betrieb den "armen Ossis" weggenommen. Wir dürfen mehr Steuern bezahlen und bekommen weniger Rente als vor dem Mauerfall. Und wer immer noch glaubt das die DDR die elftgrösste Wirtschaftsnation war- dem ist nicht zu helfen. Die Betriebe waren marode und überschuldet- die Produkte wollte niemand mehr. Wenn es keine Währungsunion gegeben hätte, wären noch mehr in den Westen Deutschlands gegangen. Ich würde mir wünschen das alle mal anerkennen was von beiden Teilen Deutschlands geleistet wurde. Wir sollten glücklich sein das die Mauer fiel ohne Krieg und Zerstörung.

  33. 20.

    Jawohl, Deutschland EINIG Vaterland, die Menschen im Osten haben 1989 unter Hilfe der damaligen Bundesregierung dies erreicht, aber die Merkel ,,Regierung'' hat in den letzten Jahren fast alles zunichte gemacht und das Land wieder auseinander gerissen! Die unsägliche Flüchtlingspolitik, die überstürzte und planlose Energiewende und vor allem der starke Linksruck der CDU haben die damalige Aufbruchs Stimmung im Land abgewürgt!

  34. 18.

    Die Mauer ist vor 30 Jahren gefallen, das nicht alles perfekt gelaufen ist und das viele auch die Mauer irgendwie noch im Kopf haben, ist auch nicht unnormal.
    Jedoch was traurig ist, ist was hier zum Teil kommentiert wird.
    Wir alle sollten froh sein, das es so gekommen ist.

  35. 16.

    Was Sie beschreiben, hat wenig mit dem Fall der Mauer zu tun, aber sehr viel mit dem, was allgemein unter "Globalisierung" verstanden wird. Und unter der wird auch in den "alten" Bundesländern gelitten.

    Was ein Herr Schmitz in Boblngen (wo ist das bloß?) denkt, ist doch egal. Vermutlich kennt er die Mauer nur aus ZDFHistory-Filmchen.

  36. 15.

    Wo sind eigentlich die wirklichen Helden der friedlichen Revolution? Diese Leute sollten eigentlich hier gewürdigt werden! Stattdessen wird hier wieder einmal den heutigen Politikern zuviel Aufmerksamkeit geschenkt! Schade! Ich kann mich nämlich nicht erinnern, daß zum Beispiel Frau Merkel in der Bürgerrechtsbewegung eine Rolle gespielt hat! Oder hat der jetzige Herr Bundespräsident Steinmeier dazu was beigetragen? Ist mir auch nicht bekannt!

  37. 14.

    Mit welcher Arroganz man uns heute noch, nach 30 Jahren des Mauerfalls gegenüber tritt, ist schon unglaublich. Wer muss denn noch nach 30 Jahren auf Lohn, Rente usw. verzichten? Dem habt ihr natürlich nichts entgegenzusetzen. Wir sind es doch, die heute immer noch abgezockt werden. Trotz alledem sind wir sehr froh, das die Mauer überwunden wurde. Und stehen dazu!

  38. 13.

    Sehe ich genauso.
    Das darf nicht ausgeblendet werden.
    Wer undifferenziert dagegen schießt, steckt immer noch den Kopf in den Sand.
    Wenn heute tatsächlich Nazis in Bielefeld marschieren, den Holocaust verleugnen, gedenke ich heute etwas ganz anderem, als dem Mauerfall. Aus Prinzip.

  39. 12.

    30 Jahre danach:
    Die Gedenkstätte an der Bornholmer Brücke - ein einziger Schandfleck: Grafitti, Japanische Kirschbäume sterben durch Pilzbefall , Unrat.
    Der Mauerweg in Richtung Mauerpark - eine einzige Seenlandschaft, Parkanlagen völlig verkrautet.
    So stellt sich Berlin den Besuchern auch dar!!

  40. 11.

    Habe ich was überlesen oder wird der 9.11.1938 wieder mal vergessen?
    Steinmeier sieht auf dem Foto aus als ob er schläft

  41. 10.

    Krass deutlich und ehrlich. Eine neue Mauer möchte ich nicht, aber in der Wut, Enttäuschung und Verzweiflung über manche Entwicklungen in den neuen Bundesländern denkt man manchmal solche Sachen. Und erst wenn Ossis und Wessis zugeben, dass da noch massive Hürden miteinander zu überwinden sind, könnte Deutschland gesunden und zusammen wachsen. Wir sind noch meilenweit davon entfernt. Beide Lager.

  42. 9.

    Der Mauerfall ist und bleibt ein Glücksfall der deutschen Geschichte. Was wäre denn die Alternative gewesen?
    Ein so unqualifizierten und undifferenzierten Unsinn zu kommentieren, wie ihn "Dirk Schmitz" und "Freddy Grün" hier schreiben, erspare ich mir lieber.

  43. 8.

    Ohne den Fall der Mauer hätten wir uns nie gefunden. Westmann und Ostfrau = Liebe ohne Grenzen 7 Jahre glückliche Ehe

  44. 7.

    Ich war damals 28 Jahre alt und bin in West-Berlin aufgewachsen.
    Ich empfinde den 9. November heute wie damals als so ziemlich den schönsten Tag meines Lebens.

  45. 5.

    Sie und Ihre arrogante Sichtweise sind eine der Probleme, welche die Menschen in den neuen Bundesländern haben. Weil Sie glauben Ihre Sichtweise wäre die einzig richtige und alle anderen hätten keine Ahnung. Keine Ahnung was für Sie ein würdevolles leben sein soll, aber den Kampf um eine Vorstellung davon wie wir es verstehen, habt ihr doch schon vor Jahrzehnten aufgegeben.
    Die Menschen wollten Freiheit, ja. Bekommen haben sie aber einen asozialen Raubtierkapitalismus, soziale Kälte und Egoismus. Glauben Sie, dass ist was die Menschen sich gewünscht haben? Wenn das Ihre Vorstellung vom Leben ist, bin ich und viele Millionen andere, lieber rückwärts gewandt.

    Ich hatte beruflich die Möglichkeit viele Bundesländer und die Menschen dort kennen lernen zu dürfen. Daher weiß ich, dass dieser Zustand nicht immer so war. Auch in den alten Bundesländern nicht. Offensichtlich war der Fall der Mauer ein Startschuss für ungehemmte Gier und Unverschämtheit, nicht nur im Osten.

  46. 4.

    Und welcher Song/Geschichte von diesem DJ WestBam ist eng mit den Ereignissen vom 9. November verknüpft?

  47. 3.

    Vor 30 Jahren habe ich mich sehr gefreut, dass die Mauer fiel und das für grenzenlos und freie Wahlen stand.
    Die Politik der Regierung der BRD war zu der Zeit durch die CDU konservativ bis nationalistisch geprägt. Ich hatte die Hoffnung, dass sich daran etwas durch den Mauerfall ändern würde.
    Wenn ich jetzt 30 Jahre danach aufgrund der letzten Landtagswahlen sehe, was daraus in unserem Großdeutschland geworden ist, habe ich Angst, dass die "ehemalige" CDU wieder erstarkt und mit der AFD in einem Landtag eine Blaupause für eine "1.000-jährige Kanzlerschaft" probiert...
    Vielleicht sollte heute hauptsächlich an den 09.11.1938 gedacht werden!

  48. 2.

    30 Jahre danach - und so wie die Dinge in vielen Gegenden im Osten laufen - hätte ich nichts gegen eine Mauer.
    Viele von den Menschen dort haben nichts dazu gelernt.. Die Jugend ist oftmals rückwärts gewannt. Freiheit war für manche zu viel - und den Kampf um ein würdevolles Leben haben viele sich allzu leicht gemacht. Heute machen diese dann die Politiker verantwortlich - verdrängen das eigene Versagen - verdrängen die eigenen Fehler... Laufen auf Demonstrationen und schreien die Merkel ist schuld, oder Wir sind das Volk - verunglimpfen diese wunderbare Parole aus dem Jahr 1989 - ich sage - Mauer wieder auf bauen....

  49. 1.

    30 Jahre nach dem Mauerfall fallen in Ostdeutschland nur 45 Prozent der Beschäftigten unter einen Tarifvertrag. Im Westen sind es 56 Prozent. Wer in einem Betrieb arbeitet, der nicht tarifgebunden ist, arbeitet im Schnitt eine Stunde länger, verdient zehn Prozent weniger, hat weniger Urlaub und bekommt viel weniger Weihnachtsgeld. Das hat das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in diesem Jahr ermittelt. Weitere Erkenntnisse der Studie: Die höchste Tarifbindung verzeichnet Nordrhein-Westfalen (62 Prozent), das Schlusslicht ist Sachsen mit 39 Prozent. Weniger Lohn und Gehalt bedeuten weniger Einzahlungen in die Rentenkassen und somit in den nächsten Jahrzehnten auch eine sehr bescheidene Rente bzw. immer größer werdende Altersarmut für immer mehr ehemalige Arbeitnehmer.

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