Viele Menschen in Berlin nutzen den Feiertag am 08.03.2021, um bei Sonnenschein an der Spree spazieren zu gehen (Bild: imago images/K. M. Krause)
Bild: imago images/K. M. Krause

Beschränkungen wegen Corona - Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten

Das öffentliche Leben in Berlin bleibt eingeschränkt. Angesichts weiterhin hoher Corona-Fallzahlen hat der Bund für alle Länder einheitliche Regeln erlassen. Daraufhin hat der Senat am 27. April Anpassungen beschlossen, die am 1. Mai in Kraft treten. Diese Corona-Regeln gelten aktuell:

Der Berliner Senat hat am 27.04.2021 die Fünfte Änderungsverordnung der Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen, die am 1.5.2021 in Kraft tritt.

Die bundeseinheitliche Corona-Notbremse ändert bei entsprechenden Inzidenzwerten mehrere Punkte der Berliner Verordnung. Sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, werden dort künftig bundeseinheitliche Maßnahmen das Infektionsgeschehen eindämmen. Dazu gehören nächtliche Ausgangsbeschränkungen, strengere Bestimmungen für Geschäfte sowie die Schließung von Schulen. Dazu sind in dem Beitrag die wichtigsten Regeln enthalten.

Sie sollen so lange in Kraft bleiben, bis die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen die Schwelle von 100 unterschreitet - dann treten die Extra-Auflagen am übernächsten Tag wieder außer Kraft.

Kontaktbeschränkungen

Im öffentlichen Raum im Freien dürfen sich Angehörige eines Haushalts mit Angehörigen eines weiteren Haushalts treffen - die Obergrenze hierfür liegt bei insgesamt fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Die Beschränkung gilt nicht für Zusammenkünfte von Ehe- oder Lebenspartnern bzw. zur Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts.

Die Regeln für private Treffen in Innenräumen bleiben verschärft. So dürfen sich nur noch Angehörige eines Haushalts plus eine weitere Person gemeinsam drinnen aufhalten. Zwischen 21 und 5 Uhr dürfen sich dann auch Mitglieder aus zwei Haushalten nicht mehr in privaten Innenräumen treffen. Dann muss ein Haushalt unter sich bleiben. Ehe- oder Lebenspartner und Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, sind davon ausgenommen.

Gemeinschaften aus zwei festen Haushalten dürfen für Kinder bis zwölf Jahre gemeinsam eine private Kinderbetreuung organisieren.

Öffentliche und private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, angehalten, unbürokratisch Home-Office für Büroangestellte und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ähnliche Tätigkeiten ausüben, zu ermöglichen. Maximal 50 Prozent der Büroarbeitsplätze dürfen besetzt bleiben. Ausgenommen sind laut Senat Tätigkeiten, die aus zwingenden Gründen in der Arbeitsstätte selbst ausgeführt werden müssen. Beschäftigte haben jetzt auch die Pflicht, Homeoffice-Angebote wahrzunehmen, wenn es privat möglich ist.

Alle Bürger sind angehalten, sich vor privaten Treffen in einer der stadtweit rund 170 Stellen testen zu lassen oder sich mit sogenannten Selbsttests zu untersuchen, um eine Coronavirus-Infektion auszuschließen. Jeder ist angehalten, auf Reisen zu verzichten - und auch bei privaten Treffen eine FFP2-Maske zu tragen.

Testpflicht und verpflichtende Testangebote

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, mindestens zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest (Point-of-Care [PoC]-Antigen-Test) oder solche zur Selbstanwendung unter Aufsicht anzubieten.

Die Arbeitgeber müssen auf Wunsch eine Bescheinigung über das tagesaktuelle Testergebnis ausstellen, die dem von der Gesundheitsverwaltung zur Verfügung gestellten Muster entspricht.

Die Testpflicht entfällt ab 1. Mai 2021 für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit körperlichem Kontakt zu Kundinnen und Kunden, wenn sie:


- vollständig geimpft sind und die zweite Impfung gegen Covid-19 mindestens 14 Tage zurückliegt,

- von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- in den letzten sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Die Ausnahmen gelten nicht für Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen sowie Pflegeeinrichtungen einschließlich ambulanter Pflegedienste.

Schreibt die Verordnung vor, dass ein negativer Test nötig ist, so gilt dies auch nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Quarantäneplflicht

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:

- Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde (beim Arbeitgeber oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

- Bei einem positiven PoC-Selbsttest, der nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. In diesem Fall gilt zwar keine Quarantänepflicht, allerdings sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.

- Bei einem positiven PCR-Test muss die häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt eingehalten werden. Für die Beendigung der Quarantäne ist ein negativer Corona-Test erforderlich.

Währen der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.

Wird die Quarantänepflicht nicht eingehalten oder nach einem positiven PoC-Test kein PCR-Test vorgenommen, droht ein Bußgeld von mindestens 1.000 Euro.

Quarantäne-Regelungen der Bezirke finden Sie hier [berlin.de].

Kontaktpersonenquarantäne

Von der Absonderungspflicht aufgrund eines engen Kontaktes zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Person befreit sind:

- Personen, die vollständig geimpft sind,

- Personen, die von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- Personen, die in den letzten sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Ausnahmen gelten bei Virusvarianten, die in Berlin nicht dominant sind, bei Vorliegen von Symptomen sowie im Krankenhausbereich. Für den Pflegebereich sind bei hoher Durchimpfungsrate weitergehende Befreiungen von der Absonderungspflicht geregelt.

Ausgangsbeschränkungen

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 dürfen Berlinerinnen und Berliner zwischen 22 Uhr und 5 Uhr das Haus oder Grundstück nicht mehr verlassen, sofern kein wichtiger Grund vorliegt. Dazu zählen Berufsausübung, medizinische Notfälle, Pflege und Betreuung von Angehörigen, Versorgung von Tieren oder andere gewichtige Gründe. Bis 24 Uhr ist es weiterhin möglich, allein draußen zu Joggen, Spazieren zu gehen oder
allein ausgeübten körperlichen Bewegung, nicht jedoch in Sportanlagen;.

Tagsüber gelten zwischen 5 Uhr und 22 Uhr folgende Beschränkungen:

Die Berliner sollten für das Verlassen der eigenen Wohnung einen triftigen Grund haben. Zu den triftigen Gründen zählen unter anderen:

- Sport und Bewegung an der frischen Luft

- Weg zur Schule, Kita, Arbeit oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit

- Termine bei Gerichten und Behörden

- Arztbesuche

- Einkäufe

- Versorgung und Betreuung von Kindern mit Sorge- oder Umgangsrecht, Angehörigen oder Tieren

- Pflege des eigenen Gartens, zum Beispiel in einer Kleingartensiedlung

- Einkehr in Gotteshäusern

Alkoholverbot

Der Verzehr von Alkohol ist in öffentlichen Grünanlagen und auf Parkplätzen bis zum Ablauf des 16. Mai 2021 verboten.

Mund-Nasen-Schutz

Die Maskenpflicht (Alltagsmaske oder medizinische Gesichtsmaske) im öffentlichen Raum gilt überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist, etwa in Warteschlangen oder auf Parkplätzen. Außerdem in Einkaufsstraßen und anderen belebten Straßen und Plätzen. Dazu zählen etwas die Altstadt Spandau, der Hackesche Markt, das Kottbusser Tor, die Bergmannstraße, der Kurfürstendamm und der Lustgarten. Außerdem gilt die Maskenpflicht bei allen Veranstaltungen - außer bei solchen, die ausschließlich unter Nutzung von Fahrzeugen durchgeführt werden.

Eine Übersicht aller Orte mit Maskenpflicht finden Sie hier [berlin.de].

Radfahrende sind davon ausgenommen.

Das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ventil (oder vergleichbare Maske) ist verpflichtend in:

- Supermärkten und Geschäften für Kundinnen und Kunden

- Gewerbebetrieben für Kundinnen und Kunden

- der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung

- Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für Fahrgäste

- Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für Fahrgäste sowie auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für Fahrgäste

- Taxen, (Charter-)Bussen und sonstigen Fahrzeugen

- Arztpraxen für Besucherinnen und Besucher sowie und Patientinnen und Patienten

- Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten, die Besuch empfangen

- kulturellen Einrichtungen und Bibliotheken für Besucherinnen und Besucher

Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske, KN95-Maske ohne Ventil oder FFP2-Maske ohne Ventil) ist verpflichtend in:

- Supermärkten und Geschäften für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

- Gewerbebetrieben für das Personal

- Gaststätten

- der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung

- Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für das Personal

- Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für das Personal sowie auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für das Personal

- Arztpraxen für das Personal

- Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung)

- In Schulgebäuden. Auf dem Schulgelände darf die Maske im Freien abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird sowie

- bei privaten Fahrten für Personen aus einem fremden Haushalt (ausgenommen sind die Fahrerinnen und Fahrer selbst) und

- bei Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren müssen in diesen Fällen eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Für Bedürftige stellt der Senat ein Kontingent an Masken bereit, die von den Bezirken verteilt werden. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro.

Eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske gilt auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden: Die Mund-Nasenbedeckung muss immer dann getragen werden, wenn man sich von seinem Schreibtisch entfernt, also für den Gang zur Toilette, zum Ausgang, zur Kantine, im Fahrstuhl und wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei der Arbeit am Schreibtisch muss keine Maske getragen werden.

Die Maskenpflicht (Alltagsmaske oder medizinische Gesichtsmaske) gilt auch bei Demonstrationen (siehe unten).

Schulen

Der Präsenzunterricht in Schulen findet nur eingeschränkt statt. An den Berliner Schulen wird Wechselunterricht in halber Klassenstärke und schulisch angeleitetes Lernen zu Hause angeboten. Der Unterricht erfolgt entweder täglich für mindestens drei Stunden für jede:n Schüler:in oder im tage- bzw. wochenweisen Wechsel. Prüfungen und Klausuren dürfen stattfinden. Die Präsenzpflicht bleibt weiterhin ausgesetzt.

Bei einer Inzidenz über 165 in Gesamt-Berlin an drei aufeinanderfolgenden Tagen findet kein Präsenzunterricht mehr in Schulen statt. Mögliche Ausnahmen:

Abschlussklassen der Schulen und beruflichen Schulen, die Jahrgangsstufe 6 und Förderschulen. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird eine Notbetreuung angeboten, wenn mindestens ein Elternteil in systemrelevanten Berufen arbeitet oder alleinerziehend ist. Die Notbetreuung gilt auch für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler sowie für Schülerinnen und Schüler, bei denen das Erreichen der Bildungsziele gefährdet ist.

Seit dem 19. April gibt es zudem eine Testpflicht an den Schulen. Seither In Berlin werden alle Schülerinnen und Schüler sowie auch alle Beschäftigten, die in regelmäßigem Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern sind, verpflichtend zweimal pro Woche getestet, entweder in der Schule oder zu Hause mit anschließender Vorlage einer entsprechenden Eigenerklärung bei der Schulleitung.

Mündliche, schriftliche und praktische Prüfungen sind in Präsenzform möglich - unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen. Klassenarbeiten und Klausuren sind nicht zulässig, einzige Ausnahme stellen Übertritts- und Abschlussklassen dar.

Universitäten und Hochschulen

An den Berliner Hochschulen ist der Präsenzunterricht ausgesetzt. Wissenschaftliche Bibliotheken dürfen bis dahin nur Online-Dienste und den Leihbetrieb anbieten. Wie es um die Ausleihe von Präsenzbeständen bestellt ist, sollte direkt bei den Bibliotheken erfragt werden.

Der Publikumsverkehr an den Hochschulen ist eingestellt.

Ausgenommen ist Einzelunterricht für alle, die im Jahr 2021 ein entsprechendes Studium aufnehmen möchten, sich auf eine Prüfung in einem entsprechenden Fach vorbereiten, oder an entsprechenden nationalen oder internationalen Wettbewerben teilnehmen möchten.

Ausnahmen gelten auch in den Lehrbereichen, wo kein digitales Format möglich ist: Labore, medizinisch-klinische Lehre und Kunst. Auch bereits geplante Präsenzprüfungen, inklusive Aufnahmeprüfungen, sowie für Praxisformate, die zwingend erforderlich sind, dürfen durchgeführt werden. Das gilt auch für unaufschiebbare medizinische Praktika der Charité.

Die Teilnehmerzahl ist dabei auf höchstens 25 Personen in einem Raum zu begrenzen. Für Studierende ist die Teilnahme freiwillig. Bei Nichtteilnahme entstehen ihnen keine Nachteile.

Für Abschluss- und Hausarbeiten werden die Bearbeitungszeiten bis zum 31. März 2021 verlängert oder es werden vergleichbare Regelungen getroffen. Hochschulbeschäftigte, deren Tätigkeiten nicht zwingend eine Präsenz auf dem Campus erfordern, sollen so weit wie möglich im Home-Office arbeiten. Studierende, die eine Abschlussprüfung abzulegen haben, können sich mit einem Antrag bei der Hochschulleitung von der Prüfung zurückstellen lassen.

Kitas

Wegen steigender Infektionszahlen sind die Berliner Kitas seit 8. April wieder im sogenannten Notbetrieb. Das bedeutet: Nur Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen und Alleinerziehenden dürfen kommen, außerdem solche Kinder, bei denen es dringende pädagogische Gründe gibt.

Zudem gilt bereits seit dem 29. März: Kinder mit Husten und Schnupfen (auch ohne Fieber) werden grundsätzlich in Berliner Kitas nicht mehr betreut. Es sei denn, ein tagesaktueller Corona-Schnelltest weist ein negatives Ergebnis aus. Ein solcher Test kann auch als Selbsttest in der Kita durchgeführt werden. Für diese Zwecke hat der Senat 500.000 Selbsttests bestellt, die ab Mitte April an die Einrichtungen verteilt werden sollen.

Fahrschulen, Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen

Fahr-, Boots und Flugschulen sowie ähnliche Einrichtungen dürfen nur von Kundinnen und Kunden aufgesucht werden, die negativ getestet sind. Seit der Öffnung müssen die Betriebe ihrem Personal regelmäßige Testangebote machen.

Volkshochschulen sowie weiteren Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freien Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes dürfen keinen Präsenzunterricht durchführen.

Einkaufen

Geöffnet bleiben der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörakustiker, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte, Tankstellen und der Großhandel.

Im Dienstleistungsbereich bleibt alles, was nicht ausdrücklich untersagt wird, offen, also beispielsweise Fahrrad- und Autowerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen und ähnliches. Voraussetzung bleiben in allen Fällen die Beachtung entsprechender Hygienekonzepte und die Maskenpflicht.

Grundsätzlich dürfen bei einer Inzidenz unter 150 auch alle anderen Geschäfte öffnen. Steigt der Wert über 150, ist in diesen Geschäften nur noch das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) erlaubt. Kunden müssen vor dem Betreten der Geschäfte, einen Termin gebucht haben und ein tagesaktuelles, negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Berliner brauchen beim Einkaufen keinen Corona-Test mehr, wenn sie einen vollständigen Impfschutz besitzen. Von der Testpflicht ausgenommen sind auch Personen, die vor mehr als sechs Monaten von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben und solche, die kürzlich an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Das gilt für alle Geschäfte, die oben nicht genannt sind, zum Beispiel Baumärkte.

Betreiber von Kaufhäusern und Einkaufszentren müssen Testmöglichkeiten vor Ort bereitstellen. Bei einer Inzidenz von unter 50 entfällt diese Regelung. Dann darf je nach Ladenfläche eine Person auf zehn oder 20 Quadratmeter kommen. In Läden dürfen keine Anreize geschaffen werden, mit denen die Kundschaft zu unnötigem Verweilen angehalten wird, wie etwa Sitzgelegenheiten. Das gilt auch für Einkaufszentren. Es gelten die gleichen Regeln wie in Supermärkten: Es herrscht Maskenpflicht, zudem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander gewährleistet sein.

Die Regel, nachdem im Einzelhandel nur eine Person pro 40 qm Einlass in nicht priviligierte Verkaufsstellen im Sinne des Berliner Ladenöffnungsgesetzes bekommt, wird gestrichen.

Jahrmärkte, Kunst- und Gebrauchtwarenmärkte (Flohmärkte), Spezialmärkte und Volksfeste sind verboten.

Kundinnen und Kunden müssen beim Einkauf Mund und Nase bedecken (FFP2-Maske) und den Mindestabstand einhalten. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahre und Menschen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen keine Maske tragen können

Gastronomie und Körperpflege

Friseurbetriebe dürfen unter Einhaltung folgender besonderer Hygiene- und Schutzmaßnahmen seit dem 1. März 2021 wieder geöffnet werden: Kundinnen und Kunden dürfen nur nach vorheriger Terminvereinbarung bedient werden, zwischen den Kundensitzen ist ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu gewährleisten, innerhalb dessen sich keine Kundinnen und Kunden aufhalten dürfen. Die Dienstleister müssen zudem sicherstellen, dass eine Kontaktnachverfolgung stattfinden kann. Wartende Kunden dürfen sich nicht innerhalb der Betriebsräume aufhalten; die übrigen, schon zuvor in der Verordnung festgelegten allgemeinen Hygiene- und Schutzvorschriften gelten weiter. Kunden müssen außerdem einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Berliner brauchen beim Friseurbesuch keinen Corona-Test mehr, wenn sie einen vollständigen Impfschutz besitzen. Von der Testpflicht ausgenommen sind auch Personen, die vor mehr als sechs Monaten von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben und solche, die kürzlich an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Gaststätten dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Sie dürfen lediglich Speisen und Getränke zur Abholung und Lieferung, aber keine Sitz- oder Stehgelegenheiten in Innen- oder Außenbereichen anbieten. Für die Abholung sind geeignete Vorkehrungen zur Vermeidung von Menschenansammlungen zu treffen. Kund:innen sind dazu verpflichtet, bei der Abholung in Innenräumen eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske, Kn95- oder FFP2-Maske ohne Ventil) zu tragen.

Von 22 Uhr bis fünf Uhr darf kein Alkohol verkauft werden. Das Verbot, Alkohol zu trinken, gilt bis 6. Mai nur noch in Grünanlagen sowie auf Parkplätzen. Das Verbot für den öffentlichen Raum insgesamt ist gestrichen.

Kantinen müssen für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Essen und Getränke dürfen nur noch zur Mitnahme angeboten werden. Kann die Belegschaft auf diese Weise nicht angemessen versorgt werden, dürfen Speisen und Getränke in Ausnahmefällen vor Ort verzehrt werden, wenn Hygieneregeln und Mindestabstände beachtet werden.

Die Registrierungspflicht gilt weiterhin, auch wenn vieles, etwa die Bewirtung im Restaurant, nicht mehr möglich ist. (Hier galt zuletzt: Gäste im Innen- und Außenraum mussten sich mit ihren Kontaktdaten in Listen eintragen, damit Gesundheitsämter eventuelle Infektionsketten nachvollziehen können. Gäste waren verpflichtet, vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zur Anwesenheit zu machen. Andernfalls drohte eine Bußgeld - sowohl Gästen wie Gastwirten.)

Kosmetik-, Sonnen- und Tattoostudios sowie Massagepraxen und andere körpernahe Dienstleistungen müssen schließen. Ausgenommen davon sind Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen. Auch Dampfsaunen, Dampfbäder und ähnliches bleiben geschlossen.

Prostitution bleibt weiterhin untersagt.

Kultur, Freizeit, Veranstaltungen

Der Leihbetrieb von Bibliotheken ist seit dem 22. Februar zulässig. Allerdings kann es Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Anzahl der Standorte geben. Seit dem 31. März müssen Nutzer bei dem Besuch von Bibliotheken grundsätzlich eine FFP2-Maske tragen.

Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser kulturelle Veranstaltungsstätten in öffentlicher und privater Trägerschaft dürfen derzeit nicht für den Publikumsverkehr öffnen. Schließen müssen außerdem Museen, Galerien und Gedenkstätten.

Die Außenanlagen von Tierpark und Zoo dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Besucher:innen müssen ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Kinder bis zu sechs Jahren sind von dieser Pflicht ausgenommen. Ebenfalls von der Testpflicht ausgenommen sind vollständige geimpfte Personen sowie Menschen, die von einer Coronavirus-Infektion genesen sind, sofern entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Geschlossene Räume wie die Tierhäuser und Gewächshäuser dürfen nicht für den Publikumsverkehr öffnen.

Auch sogenannte Vergnügungsstätten dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Hier nennt der Senat beispielsweise "Freizeitparks, Betriebe für Freizeitaktivitäten sowie Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Betriebe".

Weiterhin gilt: Clubs und Diskotheken dürfen ihr reguläres Angebot nicht aufnehmen. Das heißt, die Ausrichtung von Tanzlustbarkeiten ist weiterhin verboten.

Veranstaltungen im Freien dürfen nur mit bis zu 50 Anwesenden stattfinden. Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt die Grenze von 20 gleichzeitig Anwesenden. Auch diese verschärften Regelungen von Zusammenkünften gelten grundsätzlich nur, wenn die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden kann. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden. Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Betreiber sind verpflichtet, diese Daten nach vier Wochen zu vernichten.

Für Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie für Kinos gibt es frühestens seit dem 22. März eine Öffnungsperspektive. Unter Berücksichtigung der dann aktuellen Infektionslage wollen Bund- und Länderspitzen über Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels beraten werden.

Private Feiern und Veranstaltungen

An Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als fünf zeitgleich Anwesenden dürfen nur Personen teilnehmen, die den Nachweis eines negativen Tests erbringen. Dies gilt auch für Parteiversammlungen, Versammlungen von Wählergemeinschaften, Betriebsversammlungen oder Sitzungen von Personal oder Betriebsräten. Religionsausübung sowie Demonstrationen und die Tätigkeit von Parlament, Regierung und Rechtspflege bleiben davon unberührt.

Eheschließungen finden weiterhin statt, werden allerdings grundsätzlich auf ein Minimum an Personen reduziert. Die konkrete Handhabung kann sich von Bezirk zu Bezirk jedoch unterscheiden. Die zulässige Teilnehmerzahl bei Eheschließungen und die für die einzelnen Eheschließungsstandorte geltenden Regelungen müssen deshalb beim jeweiligen Standesamt erfragt werden.

Bestattungen und Feierlichkeiten anlässlich einer Beerdigung sind im Freien mit bis zu 30 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 20 Personen zulässig. Die für die Durchführung der Beisetzung erforderlichen Personen bleiben dabei unberücksichtigt.

ÖPNV und Autofahrten

In allen öffentlichen Verkehrsmitteln besteht seit dem 31. März die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Bis dahin sind auch OP-Masken zulässig. Wenn möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. Wer in Bussen und Bahnen ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einer Geldstrafe rechnen (zwischen 50 und 500 Euro). Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Mitfahrer in einem anderen Haushalt lebt. Wichtig: In all diesen Fällen muss eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden.

In Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Ein Ticketverkauf im Bus ist nicht möglich.

Sport

Die Ausübung von Sport darf nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ausgeübt werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder bis einschließlich 14 Jahren, sofern sie in kleinen Gruppen kontaktlos im Freien trainieren, sowie Bundes- und Landeskaderathlet:innen, Sportler:innen in Profiligen und Berufssportler:innen. In diesem Fall darf die Gruppe bis zu 5 Teilnehmer:innen zuzüglich einer betreuenden Person zählen.

In der Zeit zwischen 22 und 24 Uhr ist die sportliche Betätigung im Freien nur allein erlaubt. Danach greift die Ausgangssperre.

Der Amateursport wird ausgesetzt. Das heißt, es dürfen keine Trainings der Sportvereine im Freien und in Hallen stattfinden. Dies gilt auch für den Wettkampfbetrieb.

Damit gilt, dass auch Fitnessstudios, Strandbäder, Freibäder und Hallenbäder geschlossen sind. Sie dürfen den Betrieb nur für die Nutzung durch Bundes- und Landeskaderathleten sowie für den Sportunterricht von Schulen oder in der Berufsbildung öffnen. In den Corona-Stufenplänen für die Berliner Schulen ist momentan kein Schulschwimmen vorgesehen.

Reha-Sport ist erlaubt. Der ärztlich verordnete Sport ist in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich, in begründeten Einzelfällen dürfen auch mehr Menschen teilnehmen.

Professioneller sportlicher Wettkampfbetrieb in der Bundesliga und internationalen Ligen darf stattfinden, allerdings sind Zuschauer untersagt.

Gottesdienste

In Berlin dürfen drinnen und draußen Gottesdienste stattfinden, es gelten keine Obergrenzen für Teilnehmende. Allerdings müssen die festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Zum Schutz der Teilnehmenden muss ein Hygienekonzept umgesetzt werden, das dem Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur entspricht. Gottesdienste mit mehr als zehn Teilnehmenden müssen spätestens zwei Werktage vorher dem zuständigen Ordnungsamt angekündigt werden. Teilnehmer von Gottesdiensten müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Leider erscheint die Regelung zum Gemeindesingen in Innenräumen unklar. Der entsprechende Paragraf in der Verordnung scheint dies zu erlauben. Im erklärenden FAQ steht hingegen, dass gemeinsames Singen in Innenräumen nicht erlaubt ist, unter freiem Himmel ist es hingegen unter strengen Auflagen erlaubt.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Die Besuchsrechte in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind deutlich eingeschränkt. Patientinnen und Patienten sowie und Bewohnerinnen und Bewohner sind dazu verpflichtet, eine FFP2-Maske ohne Ventil oder bzw. medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn sie sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen. Schwerstkranke und sterbende Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind hiervon ausgenommen.

Besuchseinschränkungen in Krankenhäusern

Patientinnen und Besucher in Krankenhäusern dürfen einmal täglich von einer Person für eine Stunde besucht werden, vorausgesetzt die Besucherinnen und Besucher zeigen keine Covid-19-Symptome. Personen unter 16 Jahren, Schwerstkranke und sterbende Patientinnen und Patienten dürfen grundsätzlich ohne Einschränkungen besucht werden.

Auch für Neugeborene und ihre Mütter gilt das einstündige Besuchsrecht am Tag durch eine einzige Person. Geschwister des Babys unter 16 Jahren dürfen die besuchende Person begleiten. Gebärende dürfen sich zur Geburt in einem Krankenhaus von einer Person ihrer Wahl begleiten lassen.

Für Personen, die mit der Seelsorge betraut sind, Urkundpersonen sowie notwendigen Personen bei gesetzlich vorgeschriebenen Anhörungen gilt keine Einschränkung des Besuchsrechts.

Im Rahmen einer Gefährdungsabschätzung kann die Leitung eines Krankenhauses darüber hinaus gehende Einschränkungen der Besuchsrechte beschließen – etwa ein komplettes Besuchsverbot. Die zusätzlichen Einschränkungen müssen zeitlich befristet erfolgen.

Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hinweisen, dürfen nur in besonders begründeten Einzelfällen zu Besuch kommen und müssen eine schriftliche Genehmigung des Krankenhauses einholen. Auch hier müssen in Innenräumen Masken getragen werden. Eventuell bestehen bestimmte Ansprüche an den verwendeten Maskentyp, je nach Station.

Krankenhäuser dürfen planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe unter der Voraussetzung durchführen, solange sie noch ein Kontingent an Plätzen für Corona-Patienten freihalten und die Rückkehr in einen Krisenmodus wegen einer Verschärfung der Pandemielage jederzeit kurzfristig umgesetzt werden kann.

Besuchseinschränkungen in Pflegeeinrichtungen

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeinrichtungen dürfen täglich Besuch empfangen, sofern strenge Hygienerichtlinien eingehalten werden und sie während des Besuchs eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Besucherinnen und Besucher müssen innerhalb des Gebäudes zu jeder Zeit eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil tragen. Auf dem Gelände der Pflegeeinrichtungen müssen Besucherinnen und Besucher mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch hier ist die Nutzung einer FFP2-Maske ohne Ausatemventil empfohlen. Weiterhin ist der Besuch nur Personen gestattet, die:

- einen negativen POC-Antigen-Corona-Schnelltest oder

- einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus

vorweisen können. Das Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein. Für vollständig geimpfte Personen sowie Menschen, die nach einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, entfällt die Testpflicht bei der Vorlage entsprechender Nachweise.

Bewohnerinnen und Bewohner von vollstationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen dürfen täglich von zwei Personen Besuch empfangen. Die Besuchenden müssen nicht demselben Haushalt angehören. Bei Besucherinnen und Besuchern von bis zu 12 Jahren ist eine dritte Besucherin oder ein dritter Besucher als Begleitperson zulässig. Gleiches gilt für Besuchende, die eine ständige Begleitperson benötigen.

Schwerstkranke und Sterbende können ohne Einschränkung besucht werden. Hierbei sind jedoch gesteigerte Schutzmaßnahmen zu beachten. Das Besuchsrecht für mit der Seelsorge betrauten Personen, für Urkundpersonen und zur medizinisch-pflegerischen Versorgung darf nicht eingeschränkt werden.

Außerdem gilt:

- Geimpfte und genesene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen müssen sich nur noch zweimal pro Woche testen lassen.

- Besteht in der Pflegeeinrichtung unter den Bewohnenden eine Durchimpfungsrate von mindestens neunzig Prozent, müssen sich Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen einer Kontaktpersonenquarantäne nicht mehr in Quarantäne begeben.

Die Testangebotspflicht für Pflegepersonal stationärer Einrichtungen während des Zeitraumes, in dem die jeweilige Pflegekraft zum Dienst eingeteilt ist, einmal täglich und für Pflegepersonal ambulanter Einrichtungen regelmäßig im Abstand von zwei Tagen, bleibt grundsätzlich bestehen. Ausnahmen gelten für Geimpfte und Genesene unter dem Personal. Diese müssen sich nunmehr nur zweimal pro Woche testen lassen.

Für Pflegepersonal gilt die Vorgabe, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit, soweit es möglich ist, nur Kontakt zu vollständig geimpften oder genesenen Personen haben sollen.

Veranstaltungen in Pflegeeinrichtungen

Bei einer Durchimpfungs- bzw. Genesenenrate von mindestens neunzig Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner, können unter Einhaltung strenger Auflagen wieder Gemeinschaftsveranstaltungen durchgeführt werden. So sind unter anderem Theatervorführungen, Konzerte und Tanzdarbietungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 20 Personen gestattet und auch der gemeinsame Gesang ist zulässig.

Demonstrationen

Für Demos gibt es keine Personenobergrenzen, allerdings müssen die Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Die Veranstalter müssen vorab in einem Konzept erklären, wie sie die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen wollen. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern unter Teilnehmern, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben.

Bei Demonstrationen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, es sei denn es handelt sich um einen Autokorso. Aber auch hier sind Teilnehmende an Autokorsos von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske nur befreit, wenn sie sich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts im Fahrzeug befinden.

Reisen

Bund und Länder appellieren weiterhin auf unnötige Reisen zu verzichten.

Einreisende aus Risikogebieten im Ausland müssen sich digital unter einreiseanmeldung.de anmelden - vor der Einreise. Die neue Web-Anwendung ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform. Für die Einreisenden gelten Quarantäne-, Test- und Meldepflichten.

Es werden drei Arten von Risikogebieten unterschieden: Hochinzidenzen-Gebiete, Virusvarianten-Gebiete und Risikogebiete. Reisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, ansonsten gilt eine Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen.

Außerdem müssen Rückreisende aus Risikogebieten einen Coronavirus-Test vorlegen. Dieser darf frühestens 48 Stunden vor Einreise gemacht worden sein. Wer aus einem Hochrisikogebiet (Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet) einreist, muss den Test zwingend vor der Einreise machen. Das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks [rki.de] darf auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden.

Die Quarantäne-Regelung gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Sie gilt aber nicht für Durchreisende, Berufspendler und medizinisches Personal wie Ärzte und Pfleger. Weitere Ausnahmen gibt es für den Besuch naher Verwandter und Lebensgefährten.

Mehr Infos zur Einreise aus Risikogebieten finden Sie hier [auswaertiges-amt.de]. Die aktuelle Liste der Risikogebiete gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts [rki.de].

Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben sind ohne Ausnahmen untersagt. Ansonsten gibt es im innerdeutschen Verkehr momentan keine Reisebeschränkungen, auch nicht für Reisende mit Wohnsitz in Risikogebieten.

Pendler- und Warenverkehr sind ebenfalls ausdrücklich nicht betroffen, Familienbesuche sind möglich.

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Antwort auf [peter] vom 15.04.2021 um 09:39
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912 Kommentare

  1. 912.

    Thema Einkaufen: immer wieder die leidige Frage: wie kann ein tagesaktueller Test älter als 24 Std.sein?????

  2. 911.

    Testpflicht und Maskenpflicht im Zoo, absurder geht´s nicht!

  3. 910.

    Stimmt, die Anzahl der gleichzeitigen Kunden pro Quadratmeter steht weiterhin in der aktuellen Verordnung. Mir war aber auch nur die Änderung zur FFP2-Maskenpflicht im Supermarkt entgangen.

    @RBB: Könnten Sie den Abschnitt "Einkaufen" deutlicher fassen? Ich glaube, dass die Landesverordnung in §15 (4) deutlicher und verständlicher als ihr Text - und dazu gehört schon einiges ;-)

    Und: §15 (5) sagt nicht, dass Betreiber von Kaufhäusern Tests anbieten _müssen_.

  4. 909.

    Die Thüringer Landesverordnung habe ich mir wegen des heutigen "Spitzenreiter" Saale-Orla-Kreises angesehen. Auf Landesebene(!) gibt es keine Regelung zur privaten Übernachtung (wohl aber zur üblichen privaten Kontaktanzahl Haushalt + eine Person). Die Thüringer scheinen viel auf Landkreisebene zu regeln. Aber selbst beim heutigen Spitzenreiter habe ich dazu nichts gefunden. In einer nicht-amtlichen Information auf der Webseite des Kreise wurde am 23.4.2021 angekündigt, dass es (ab dem 26.04.2021) keine Landkreis-Verordnung mehr gibt und die Bundesverordnung "alles" regelt - also kein Verbot der privaten Besucher-Übernachtung.

  5. 908.

    Die Änderungen zur FFFP2 Maskenpflicht beim Einkaufen & BVG sind schon lange nachlesbar, gut kommuniziert und ehrlich gesagt ok!
    Mir geht es um die Beschränkung zur Kundenanzahl in Supermärkten nach qm! Es ist hier nachzulesen, dass dies nicht mehr gilt. Wieso wird also künstlich verknappt und die Menschen stehen in Massen Schlange…Wenn der Eindruck entsteht, ich bekomme nichts mehr, ist das mE stark bedenklich…Schönen 1.Mai allen

  6. 907.

    Und weil ich mir gerade die Situation in Mecklenburg-Vorpommern angesehen habe: In der Verordnung selbst ist die "Beherberbung" verboten (ohne auf Hotels etc. zu beschränken). In einer zusätzlichen tabellarischen Übersicht steht ausdrücklich nur, dass Hotels etc geschlossen sind. - Insgesamt ist die MV-Verordnung aber klarer als das Berliner Machwerk, dafür aber auch mit 87 Seiten umfangreicher.

  7. 906.

    Kommt drauf an ;-) Das hängt von der Corona-Verordnung am Ziel ab. Die "Bundesnotbremse" sagt nicht, dass man in einer fremden Wohnung nicht übernachten darf. Sie regelt aber auch, dass nur eine weitere Person im Ziel-Haushalt anwesend sein darf (die Kontaktbeschränkung über die Anzahl). Die Länder können eigene, schärfere Verordnungen erlassen, mit denen dann doch eine Übernachtung in einer fremden Wohnung am Zielort verboten wird. Weil ich immer wieder danach suchen muss: Berlin hat das Übernachtungsverbot im §9, Absatz 7 seiner Länderverordnung versteckt, weil dort die Zahl der privaten Kontakte zwischen 22 und 5 Uhr auf den eigenen Haushalt (ohne eine weitere Person) reduziert wird (gegenüber einer weiteren Person tagsüber).

  8. 905.

    Darf man eigentlich alleine zu einem Familienmitglied einen Besuch außerhalb von Berlin machen und dort übernachten?

  9. 904.

    Ich schliesse mich an. Die Änderung zu einer FFP2-Maskenpflicht im Supermarkt ist vollkommen an mir vorbei gegangen. Sie ist eine absurde Zumutung a) gegenüber der Bundes-Verordnung b) im Hinblick auf die eher sinkenden Infektionszahlen.

  10. 903.

    Gratulation dem feinen Händchen, genau einen Tag vor dem 1.Mai, neue Regelungen für den Einkauf in Supermärkten umzusetzen. Ich lese viel Nachrichten und bin auch sonst gut informiert, aber das! ist an mir vorbeigegangen. Im Gegenteil, Regelungen wirden gestrichen, bzw gekippt!
    Wieso werden also künstlich Einkaufswagen verknappt?
    Pro Kunden ein Wagen! Menschen stehen angesäuert nun in Massen! vor den Supermärkten?!?!!
    Gratulation, dass wieder die Menschen an der Kasse damit konfrontiert werden, die jeden Tag die Fahne hochhalten und beklatscht wurden…
    Verstehe das wer will.

  11. 902.

    Warum sind die KiTa's noch im Notbetrieb? Könnte mir das einer Erklären und wie lange noch? Danke

  12. 901.

    Es kommt drauf an wo das Wort Schikane eingesetzt wird.
    Im Motorsport ist eine Schikane eine extra eingebaute schwierige Passage in der Strecke um es entweder interessanter zu machen bzw. die Geschwindigkeit aus Passagen herauszunehmen.
    Ob sinnig oder unsinnig ist erstmal das empfinden des Betrachters bzw. wird das angestrebte Ergebnis erreicht.

  13. 900.

    Ist ganz einfach ....
    Von 5-21 Uhr darf man die Wohnung nur aus triftigem Grund verlassen. Dazu gehören dann einkaufen spazieren gehen usw. also alle die draußen auf der Straße stehen und nicht wissen warum verstoßen gegen die Verordnung.
    Von 21-22 Uhr lt. Verordnung zu zweit spazieren gehen erlaubt
    Von 22-24 Uhr alleine spazieren gehen erlaubt lt. Bundesnotbremse
    Von 24-5 Uhr Ausgangssperre lt. Bundesnotbremse

    Ob die Anpassung der Verordnung an die Bundesnotbremse schon gilt ... keine Ahnung.... ist mir aber auch völlig egal.

  14. 899.

    Für alle die den Kauderwelsch des "Rbb24.de" nicht verstehen hier die verständliche Fassung : https://www.berlin.de/corona/massnahmen/abstands-und-hygieneregeln/

  15. 898.

    Der Artikel ist so umständlich geschrieben, da wird der Verordnungstext vermutlich klarer formuliert sein.

    Können Sie nicht klar schreiben in Berlin gilt jetzt folgende Refel : ... ( Maske, Kontaktbeschränkung, Ausgangssperre und das GENAU aufführen!)

    Kontaktbeschränkung von 21-5 Uhr aber Ausgangssperre von 22-5 Uhr und Ausgangsbeschränkungen von 5-21 Uhr hä?!

  16. 897.

    Ich muss rbb24 aber noch darauf hinweisen, dass ein weiterer Maskentyp nach der 2. ARS-CoV-2-InfSchMV, 1. Teil, §1 Abs. 6 zulässig ist. Zitat: »… Schutzmaske, die den Anforderungen der Norm EN 14683:2019+AC:2019 (sogenannte OP-Masken) oder den Anforderungen der Norm EN 149:2001+A1:2009 für FFP2-Masken oder vergleichbaren Schutzstandards (z.B. Masken des Typs KN95, N95, KF94) entspricht …«. Ein entsprechender Hinweis Ihrerseits würde wohl einige Missverständnisse hinsichtlich Maskentyp vermeiden helfen.

  17. 896.

    Ist der Text richtig?
    Der Amateursport wird ausgesetzt. Das heißt, es dürfen keine Trainings der Sportvereine im Freien und in Hallen stattfinden. Dies gilt auch für den Wettkampfbetrieb.
    Es ist doch Sport in Sportvereinen bis bis maximal 5 Personen unter 14 Jahren erlaubt, oder sehe ich das anders ??

  18. 895.

    Es gibt aber nicht nur den einen Weg....
    https://www.zeit.de/2021/14/corona-massnahmen-oesterreich-pandemie-bekaempfung?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de

    https://www.swr.de/swraktuell/radio/corona-in-den-usa-texas-hebt-alle-massnahmen-auf-100.html

  19. 894.

    Ich bin noch nicht geimpft und kenne daher das genaue Procedere nicht.
    Lt. BGM wird der gelbe Impfausweis zu einem verbindlichen Dokument, da er als Nachweis dient.
    (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung/faq-digitaler-impfnachweis.html)

    Bisher hatte er informellen Charakter für mich persönlich zur Dokumentation des eigenen Impfstatus'.
    Auf dem Deckblatt meines Exemplars habe ich über die vielen Jahre schon zweimal selbst die Adresse geändert.
    Außerdem war aufgrund meiner vielen Grippeschutzimpfungen kein Platz mehr für weitere, so dass ich mir dafür selbst ein Einlegeblatt angefertigt und mit Tesafilm eingeklebt habe.
    Wie gesagt - der Impfausweis ist/war ein besseres Notizbuch.

    Der für die zweite Jahreshälfte avisierte digitale Impfpass soll an "das einlesende Smartphone" gebunden sein.
    Was passiert bei Verlust und/oder Neuanschaffung?
    Der vom Impfenden erstellte 2D-Barcode ist "einmalig einlesbar".

  20. 893.

    Kann ich jemanden vom Flughafen abholen, wenn der Flieger um 23.30 Uhr ankommt?

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