Beschränkungen wegen Corona - Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten

Viele Menschen sitzen draußen im Restaurant „SIMON“ in Berlin Mitte (Bild: dpa/Annette Riedl)
Bild: dpa/Annette Riedl

Die Corona-Beschränkungen in Berlin werden weiter gelockert. So entfallen die Kontaktbeschränkungen weitgehend, in vielen Lebenslagen sind nun medizinische Masken ausreichend. Eine Übersicht über die Regeln.

Die nachfolgenden Regelungen der Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten seit dem 10. Juli. Letztmals wurden vom Senat am 6. Juli Lockerungen beschlossen.

Kontaktbeschränkungen

Die Beschränkungen für private Kontakte in geschlossenen Räumen sowie im Freien sind aufgehoben worden.

Öffentliche und private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind angehalten, unbürokratisch Home-Office für Büroangestellte und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ähnliche Tätigkeiten ausüben, zu ermöglichen. Die Pflicht dazu ist allerdings am 30. Juni 2021 ausgelaufen.

Zum 10. Juli wurden alle Regelungen, die Arbeitegeber verpflichten, Home-Office-Arbeitsplätze anzubieten, gestrichen.

Alle Bürger sind angehalten, sich vor privaten Treffen testen zu lassen oder sich mit sogenannten Selbsttests zu untersuchen, um eine Coronavirus-Infektion auszuschließen. Jeder ist angehalten, auf Reisen zu verzichten - und auch bei privaten Treffen eine Maske zu tragen.

Testpflicht und verpflichtende Testangebote

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, mindestens zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest [Point-of-Care (PoC)-Antigen-Test] oder solche zur Selbstanwendung unter Aufsicht anzubieten.

Die Arbeitgeber müssen auf Wunsch eine Bescheinigung über das tagesaktuelle Testergebnis ausstellen, die dem von der Gesundheitsverwaltung zur Verfügung gestellten Muster entspricht.

Die Testpflicht entfällt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit körperlichem Kontakt zu Kundinnen und Kunden, wenn sie:

- vollständig geimpft sind und die zweite Impfung gegen Covid-19 mindestens 14 Tage zurückliegt,

- von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- in den vergangenen sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Die Ausnahmen gelten nicht für Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen sowie Pflegeeinrichtungen einschließlich ambulanter Pflegedienste.

Schreibt die Verordnung vor, dass ein negativer Test nötig ist, so gilt dies auch nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Quarantänepflicht

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:

- Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde (beim Arbeitgeber oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

- Bei einem positiven PoC-Selbsttest, der nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. In diesem Fall gilt zwar keine Quarantänepflicht, allerdings sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.

- Bei einem positiven PCR-Test muss die häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt eingehalten werden. Für die Beendigung der Quarantäne ist ein negativer Corona-Test erforderlich.

Während der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.

Wird die Quarantänepflicht nicht eingehalten oder nach einem positiven PoC-Test kein PCR-Test vorgenommen, droht ein Bußgeld von mindestens 1.000 Euro.

Quarantäne-Regelungen der Bezirke finden Sie hier [berlin.de].

Kontaktpersonen-Quarantäne

Von der Absonderungspflicht aufgrund eines engen Kontaktes zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Person befreit sind:

- Personen, die vollständig geimpft sind,

- Personen, die von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- Personen, die in den letzten sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Ausnahmen gelten bei Virusvarianten, bei Vorliegen von Symptomen sowie im Krankenhausbereich. Für den Pflegebereich sind bei hoher Durchimpfungsrate weitergehende Befreiungen von der Absonderungspflicht geregelt.

Mund-Nasen-Schutz

Seit dem 10. Juli müssen FFP2-Masken nur noch im öffentlichen Nahverkehr und bei körpernahen Dienstleistungen sowie in Arztpraxen oder anderen Gesundheitseinrichtungen von Patienten und deren Begleitpersonen getragen werden. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren können in diesen beiden Fällen auch medizinische Masken tragen.

Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gilt darüber hinaus weiterhin überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist, etwa in Warteschlangen. Das Tragen einer medizinischen Maske ist verpflichtend an folgenden Orten. Bis 6 Jahre besteht keine Maskenpflicht.

- Supermärkten und Geschäften für Kundinnen und Kunden

- Gewerbebetrieben für Kundinnen und Kunden

- Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten, die Besuch empfangen

- kulturellen Einrichtungen und Bibliotheken für Besucherinnen und Besucher

- Supermärkten und Geschäften für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

- Gewerbebetrieben für das Personal

- Auf Märkten und in Warteschlangen

- Gaststätten für Mitarbeiter sowie Gäste, die sich nicht an ihrem Platz aufhalten

- der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung

- Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für das Personal

- Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für das Personal sowie auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für das Personal

- Arztpraxen für das Personal

- Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung)

- In Pflegeeinrichtungen für Bewohnerinnen und Bewohner, die sich nicht in ihrem Zimmer oder bei Mahlzeiten an ihrem festen Sitzplatz aufhalten.

- In Schulgebäuden. Auf dem Schulgelände darf die Maske im Freien abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird sowie

- bei privaten Fahrten für Personen aus einem fremden Haushalt (ausgenommen sind die Fahrerinnen und Fahrer selbst) und

- bei Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen

- bei Demonstrationen

- kulturellen Einrichtungen und Bibliotheken für Besucherinnen und Besucher

Seit dem 18. Juni gibt es keine Maskenpflicht mehr auf Straßen und Plätzen, solange der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske gilt auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden: Die Mund-Nasenbedeckung muss immer dann getragen werden, wenn man sich von seinem Schreibtisch entfernt, also für den Gang zur Toilette, zum Ausgang, zur Kantine, im Fahrstuhl oder wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei der Arbeit am Schreibtisch muss keine Maske getragen werden.

Für Bedürftige stellt der Senat ein Kontingent an Masken bereit, die von den Bezirken verteilt werden.

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 50 Euro.

 

Einkaufen

Für den gesamten Einzelhandel besteht keine Testpflicht mehr. Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern dürften ohne vorherige Terminvereinbarung einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche eintreten lassen. Für größere Geschäfte gilt die Regelung von 20 Quadratmeter pro Kunde. Seit dem 3. Juli ist die Pflicht zur Anwesenheitsdokumentation (per Luca-App oder Ausfüllen von Kontaktformularen) entfallen.

Auch Wochenmärkte dürfen unabhängig vom Sortiment ohne negativen Test besucht werden.

In Innenräumen von Geschäften und Dienstleistungsbetrieben müssen Kundinnen und Kunden grundsätzlich eine medizinische Maske tragen.

Flohmärkte, Kunstmärkte sowie Spezialmärkte dürfen wieder öffnen.

Universitäten und Hochschulen

Angesichts stetig sinkender Inzidenzwerte gibt es nun weitere Öffnungsschritte für die Berliner Hochschulen. Die geltenden Einschränkungen im Studien- und Lehrbetrieb wurden gelockert und unter Einsatz von Hygienekonzepten und Teststrategien ist nun wieder mehr Präsenz auf dem Campus ermöglicht. Für staatliche, private und konfessionelle Hochschulen einschließlich ihrer Einrichtungen sind folgende Öffnungsregeln vorgesehen:

Hochschulbibliotheken dürfen ihren Service erweitern. Neben den Online-Diensten ist auch die Nutzung der Dienste vor Ort nach vorheriger Terminbuchung wieder gestattet. In den Bibliotheken oder PC-Pools der Hochschulen dürfen wieder Arbeitsplätze öffnen. Allerdings bestehen ein Abstandsgebot und Personenbegrenzungen. Platzreservierungen sind erforderlich.

Hochschuleinrichtungen dürfen seit dem 3. Juli wieder generell für den Publikumsverkehr öffnen.

Die Mensen des Studierendenwerks Berlin nehmen ihr Click&Collect-Angebot sukzessive wieder auf.

Neben Praxisformaten in Studium und Lehre in präsenz sind auch weitere Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen sowie Lehrveranstaltungen im Freien möglich. Die Obergrenze liegt bei 40 Personen.

Prüfungen können in Präsenz durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung des Abstands von 1,5 Metern und die maximal für die jeweilige Fläche zugelassene Personenzahl.

Voraussetzungen für die Öffnungen sind:

Von Studierenden muss der Nachweis eines negativen Testergebnisses erbracht werden. Die Hochschulen regeln die Testung von Studierenden.

Die Maßnahmen der Hochschul-Hygienekonzepte müssen durchgängig umgesetzt werden.

In allen geschlossenen Räumen gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

Es muss eine Anwesenheitsdokumentation zur Kontaktnachverfolgung umgesetzt werden. Ergänzend zum Präsenzmodus gibt es für die Studierenden ein digitales oder hybrides Lehrangebot.

Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Beschäftigte werden gebeten, sich mit spezifischen Nachfragen an ihre jeweiligen Einrichtungen zu wenden. Hier finden Sie die Informationsseiten der Berliner Hochschulen zur Corona-Prävention.

Kitas

Einrichtungen der Kindertagesförderung arbeiten derzeit im Regelbetrieb.

Kinder mit Husten oder Schnupfen (auch ohne Fieber) werden in Berliner Kitas nicht betreut. Es sei denn, ein tagesaktueller Corona-Schnelltest weist ein negatives Ergebnis aus. Ein solcher Test kann auch als Selbsttest in der Kita durchgeführt werden. Auch Kinder, die eine überstandene Erkrankung mit dem Coronavirus vor mindestens 28 Tagen und höchsten 6 Monaten nachweisen können werden betreut.

Beschäftigte mit Kontakt zu Kindern müssen sich zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen.

Fahrschulen, Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen

Fahr-, Boots und Flugschulen sowie ähnliche Einrichtungen dürfen nur von Kundinnen und Kunden aufgesucht werden, die negativ getestet sind. Seit der Öffnung müssen die Betriebe ihrem Personal regelmäßige Testangebote machen.

Volkshochschulen sowie weiteren Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freien Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes dürfen wieder Präsenzunterricht durchführen.

Gastronomie, Kantinen und Alkoholverbote

Gaststätten dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben für den Publikumsverkehr öffnen. Personengrenzen gibt es nicht mehr.

Sofern sich Gäste nicht an ihrem Sitzplatz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Das gilt auch für Außenbereiche.

Auch für das Personal gilt eine Maskenpflicht. Der Besuch der Außenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars sowie die Benutzung derer sanitären Anlagen ist ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses erlaubt. Gaststätten dürfen ihre Innenräume nur für Personen öffnen, die einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Impf- beziehungsweise Genesenennachweis vorlegen können.

Betreiberinnen und Betreiber sind dazu verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen, das die Regulierung der Gästeanzahl, die Kontaktnachverfolgung sowie die Einhaltung der Abstands- und Kontaktregeln sicherstellt.

Das nächtliche Verbot von Ausschank, Abgabe und Verkauf von alkoholischen Getränken ist aufgehoben. Auf Parkplätzen ist der Verzehr von Alkohol wieder gestattet, in Grünanlagen bleibt er verboten.

Unternehmenskantinen dürfen Speisen und Getränke in Innenräumen anbieten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens entfällt die Pflicht, ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen.

Körpernahe Dienstleistungen

An Orten körpernaher Dienstleistungen muss weiter eine FFP2-Maske getragen werden. Bei gesichtsnahen Behandlungen darf die Maske abgelegt werden.

Zwischen den Kundensitzen ist ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu gewährleisten, innerhalb dessen sich keine Kundinnen und Kunden aufhalten dürfen. Die Dienstleister müssen zudem sicherstellen, dass eine Kontaktnachverfolgung stattfinden kann.

Eine generelle Coronavirus-Testpflicht für Friseurkunden gibt es nicht. Berliner und Berlinerinnen brauchen beim Friseurbesuch keinen Corona-Test mehr, wenn sie einen vollständigen Impfschutz besitzen, oder vor mehr als sechs Monaten von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben oder kürzlich an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Es ist jedoch notwendig die medizinische Gesichtsmaske während des Friseurbesuchs abzunehmen, beispielsweise bei einer Rasur, so muss der Kunde einen negativen Corona-Test vorweisen. Dabei kann es sich um einen Schnelltest oder einen Selbsttest handeln. Bei letzterem muss der Test jedoch direkt vor Ort und unter Aufsicht des Personals durchgeführt werden.

Bei körpernahen Dienstleistungen, die aus medizinischen, therapeutischen oder seelsorgerischen Gesichtspunkten notwendig sind, entfällt die Testpflicht.

Prostitution

Prostitutionsgewerbe dürfen unter Einhaltung strenger Vorgaben öffnen. Laut der aktuellen Infektionsmaßnahmenschutzverordnung [berlin.de/corona/] sind seit 1. Juli sexuelle Dienstleistungen mit Geschlechtsverkehr nicht länger verboten. Erlaubt sind auch erotische Massagen. Der Betrieb von Prostitutionsfahrzeugen sowie die Ausrichtung von Prostitutionsveranstaltungen sind nicht gestattet.

Kundinnen und Kunden müssen vorab einen Termin vereinbaren und einen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Für alle gilt eine FFP2-Maskenpflicht.

Kultur, Freizeit, Veranstaltungen

Ab dem 10. Juli sind Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, gibt es eine maschinelle Lüftung, sind es 2.000 Personen. Ab 50 Teilnehmern besteht bei Innen-Veranstaltungen Testpflicht. Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Obergrenze dann bei 2.000 Personen. Eine Testpflicht gilt ab 750 Teilnehmern. Sofern sich Besucherinnen und Besucher nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Ab 10. Juli sind außerdem Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen wieder möglich. Das ist allerdings an einige Voraussetzungen geknüpft: Veranstaltungen werden erlaubt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt. Grundsätzlich ist ein negativer Testnachweis erforderlich. Und: Hallen und Arenen dürfen maximal zu 50 Prozent ausgelastet sein. Insgesamt sind nicht mehr als 25.000 Zuschauende erlaubt.

Außerdem ist das Singen in geschlossenen Räumen nach Maßgabe des Hygienerahmenkonzepts Kultur wieder zulässig. Auch diese verschärften Regelungen von Zusammenkünften gelten grundsätzlich nur, wenn die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden kann. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden. Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Betreiber sind verpflichtet, diese Daten nach vier Wochen zu vernichten.

Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser etc. dürfen wieder ihre Innenräume für Besucher öffnen. Es gilt eine Personenobergrenze von 500 zeitgleich anwesenden Personen in Innenräumen sowie 2.000 Personen im Freien. Sofern das Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur eingehalten wird, sind Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen auch in Innenräumen gestattet.

Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird ein fester Sitzplatz zugewiesen, auf dem sie sich grundsätzlich aufhalten sollen. Sofern Besucherinnen und Besucher den Platz verlassen, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen müssen alle Beteiligten einen aktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen.

Sofern ausschließlich negativ getestete, vollständig geimpfte oder genesene Personen anwesend sind, entfällt die Pflicht zur Sitzplatzzuweisung. Diese Regelung gilt nur bis zu einer Obergrenze von 250 Personen.

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen unter Einhaltung folgender Regelungen öffnen: Anwesenheitslisten zur Kontaktnachverfolgung müssen seit dem 3. Juli nicht mehr geführt werden. Ein Schutz- und Hygienekonzept, das auf Verlangen der zuständigen Behörde vorgelegt werden kann, muss erstellt werden. Es muss eine medizinische Maske getragen werden.

Die Personenzahl wird auf eine Besucherin beziehungsweise einen Besucher pro fünf Quadratmeter Ausstellung- bzw. Betriebsfläche begrenzt. Für Einrichtungen mit mehr als 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche gilt, dass bei der über 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche nur eine Besucherin bzw. ein Besucher pro 20 Quadratmeter zugelassen ist.

Stadtrundfahrten und Führungen können wieder stattfinden - seit dem 10. Juli muss im Vorfeld kein Termin gebucht werden. Ein negativer Test bzw. Impf- oder Genesenen-Nachweis muss aber vorliegen.

Die Außenanlagen von Tierpark und Zoo sind für den Publikumsverkehr ohne Testpflicht geöffnet. Die Innenbereiche von Zoo, Tierpark und Botanischem Garten öffnen ebenfalls. Die Besucheranzahl muss reguliert werden und zum Betreten der geschlossenen Räume ist eine medizinische Maske ohne Ventil erforderlich. Im Freien darf diese abgelegt werden, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes gesichert ist.

Vergnügungsstätten, Freizeitparks und Betriebe für Freizeitaktivitäten sowie Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Betriebe dürfen wieder öffnen. Besucherinnen und Besucher benötigen einen negativen Test bzw. Impf- oder Genesenen-Nachweis.

Jahrmärkte und Volksfeste dürfen im Freien wieder stattfinden. Es gelten dieselben Vorschriften wie für Veranstaltungen im Freien.

Clubs und Diskotheken dürfen weiterhin ihr reguläres Angebot nicht aufnehmen.
Tanzlustbarkeiten dürfen im Freien mit bis zu 1000 zeitgleich Anwesenden wieder durchgeführt werden. Sie dürfen nur von Personen aufgesucht werden, die negativ getestet sind. Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen den Mindestabstand zueinander unterschreiten, müssen aber zu jeder Zeit eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Der Leihbetrieb von Bibliotheken ist zulässig. Allerdings kann es Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Anzahl der Standorte geben. Nutzer müssen bei dem Besuch von Bibliotheken grundsätzlich eine medizinische Maske tragen.

Private Feiern und Veranstaltungen

Private Veranstaltungen, insbesondere Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern, Abschlussfeiern oder Feierlichkeiten anlässlich religiöser Feste in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 50 zeitgleich anwesenden Personen stattfinden. Im Freien sind bis zu 100 zeitgleich anwesende Personen erlaubt. Auch hier gelten die jeweiligen Masken-, Test- und Sitzplatzzuweisungs-Pflichten.

Bei privaten Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen sind folgende Vorgaben einzuhalten:
- Veranstalterinnen und Veranstalter erstellen ein Schutz- und Hygienekonzept, das die Einhaltung des Mindestabstandes, die Dokumentation aller Anwesenden zur Kontaktnachverfolgung und eine ausreichende Belüftung festhält.
- Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen bei Veranstaltungen in Innenräumen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.
- In Innenräumen und Außenbereichen tragen alle eine medizinische Maske. Wer sich am festen Sitzplatz aufhält, darf die Maske abnehmen.
- Allen Besucherinnen und Besuchern wird ein fester Sitzplatz zugewiesen. Sofern alle Teilnehmerinnen negativ getestet, geimpft oder genesen sind, entfällt diese Vorgabe. Die Abstandsregeln gelten weiterhin.

Die konkrete Handhabung bei Eheschließungen kann sich von Bezirk zu Bezirk jedoch unterscheiden. Die zulässige Teilnehmerzahl bei Eheschließungen und die für die einzelnen Eheschließungsstandorte geltenden Regelungen müssen deshalb beim jeweiligen Standesamt erfragt werden.

Geimpfte und genesene Menschen werden bei der Bestimmung der anwesenden Personenzahl bei privaten Veranstaltungen inklusive Beerdigungen nicht mitgezählt.

ÖPNV und Autofahrten

In allen öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Wenn möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. Wer in Bussen und Bahnen ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einer Geldstrafe rechnen (zwischen 50 und 500 Euro).

Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Mitfahrer in einem anderen Haushalt lebt. Wichtig: In all diesen Fällen muss eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden.

In Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Ein Ticketverkauf im Bus ist nicht möglich.

Sport

Amateursport ist unter Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten möglich.

Sport im Freien ist in Gruppen ohne Zahlenbeschränkung, ohne Test und auch bei Unterschreitung des Mindestabstands erlaubt. Außerdem ist Sport in geschlossenen Räumen in Gruppen zulässig, wenn alle Anwesenden negativ getestet sind. Ausnahmen gelten für Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Diese dürfen ohne Testvorlage in festen Gruppen von bis zu 20 Personen trainieren. Sofern eine Betreuungsperson anwesend ist, muss diese einen negativen Corona-Test vorweisen können. Auch für Profisportler gelten Ausnahmen von der Testpflicht. In geschlossenen Räumen ist die Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5 Metern zulässig. Außerdem besteht dort die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Diese kann während der Sportausübung abgenommen werden.

Wettkämpfe im Freien sind in allen Sportarten mit Zuschauenden erlaubt. Ab 500 zeitgleich Anwesenden besteht eine Testpflicht.

Strand- und Freibäder können nach vorheriger Genehmigung des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes wieder öffnen. Die Betreiber müssen ein Nutzungs- und Hygienekonzept vorlegen. Auch Hallenbädern ist die Öffnung gestattet. Allerdings beschränken sich einige Betriebe zunächst auf das Schul- und Vereinsschwimmen. Besucherinnen und Besucher müssen negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen sein.

Saunen, Thermen und ähnliche Einrichtungen dürfen wieder geöffnet werden und nur von Besucherinnen und Besuchern aufgesucht werden, die negativ getestet sind. Aufgüsse sind verboten. Dampfbäder sind geschlossen zu halten.

Fitness-, Sport- und Tanzstudios
dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften öffnen. Besucherinnen und Besucher müssen einen negativen Corona-Test beziehungsweise Impf- oder Genesenennachweis vorlegen und vorab einen Termin vereinbaren. Bei sogenannten gedeckten Sportanlagen, Fitness- und Tanzstudios und ähnlichen Einrichtungen muss, außer während der Sportausübung, nur noch eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden.

Reha-Sport ist erlaubt. Der ärztlich verordnete Sport ist in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich, in begründeten Einzelfällen dürfen auch mehr Menschen teilnehmen.

Für Fußballspiele der 1. bis 3. Liga und andere Veranstaltungen des Profisports gilt ab 10. Juli: Bei einer Inzidenz bis 35 können bis zu 25.000 getestete, geimpfte oder genesene Zuschauer zugelassen werden. Die Hallen und Arenen dürfen zu maximal 50 Prozent ausgelastet werden. Die Maskenpflicht gilt bis zum Erreichen des Platzes.

Gottesdienste

In Berlin dürfen drinnen und draußen Gottesdienste stattfinden, es gelten keine Obergrenzen für Teilnehmende. Allerdings müssen die festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Zum Schutz der Teilnehmenden muss ein Hygienekonzept umgesetzt werden, das dem Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur entspricht. Teilnehmer von Gottesdiensten müssen medizinische Masken tragen, sofern sie sich nicht an ihrem Platz aufhalten.

Das Gemeindesingen ist in Innenräumen erlaubt, wenn die in dem Hygienerahmenkonzept festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Unter freiem Himmel ist ein 15-minütiger Gemeindegesang mit medizinischer Gesichtsmaske möglich.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Die Besuchsrechte in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind deutlich eingeschränkt. Patientinnen und Patienten sowie und Bewohnerinnen und Bewohner sind dazu verpflichtet, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn sie sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen. Schwerstkranke und sterbende Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind hiervon ausgenommen.

Besuchseinschränkungen in Krankenhäusern

Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern dürfen einmal täglich von einer Person für eine Stunde besucht werden, vorausgesetzt die Besucherinnen und Besucher zeigen keine Covid-19-Symptome. Personen unter 16 Jahren, Schwerstkranke und sterbende Patientinnen und Patienten dürfen grundsätzlich ohne Einschränkungen besucht werden.

Auch für Neugeborene und ihre Mütter gilt diese Regel. Geschwister des Babys unter 16 Jahren dürfen die besuchende Person begleiten. Gebärende dürfen sich zur Geburt in einem Krankenhaus von einer Person ihrer Wahl begleiten lassen.

Für Personen, die mit der Seelsorge betraut sind, Urkundpersonen sowie notwendigen Personen bei gesetzlich vorgeschriebenen Anhörungen gilt keine Einschränkung des Besuchsrechts.

Im Rahmen einer Gefährdungsabschätzung kann die Leitung eines Krankenhauses darüber hinaus gehende Einschränkungen der Besuchsrechte beschließen – etwa ein komplettes Besuchsverbot. Die zusätzlichen Einschränkungen müssen zeitlich befristet erfolgen.

Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hinweisen, dürfen nur in besonders begründeten Einzelfällen zu Besuch kommen und müssen eine schriftliche Genehmigung des Krankenhauses einholen. Auch hier müssen in Innenräumen Masken getragen werden. Eventuell bestehen bestimmte Ansprüche an den verwendeten Maskentyp, je nach Station.

Krankenhäuser dürfen planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe unter der Voraussetzung durchführen, solange sie noch ein Kontingent an Plätzen für Corona-Patienten freihalten und die Rückkehr in einen Krisenmodus wegen einer Verschärfung der Pandemielage jederzeit kurzfristig umgesetzt werden kann.

Besuchseinschränkungen in Pflegeeinrichtungen

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeinrichtungen dürfen täglich Besuch empfangen, sofern strenge Hygienerichtlinien eingehalten werden und sie während des Besuchs eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Besucherinnen und Besucher müssen innerhalb des Gebäudes zu jeder Zeit eine medizinische Maske tragen. Auf dem Gelände der Pflegeeinrichtungen müssen Besucherinnen und Besucher mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch hier ist die Nutzung einer FFP2-Maske ohne Ausatemventil empfohlen. Weiterhin ist der Besuch nur Personen gestattet, die:

- einen negativen POC-Antigen-Corona-Schnelltest oder

- einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus

vorweisen können. Das Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein. Für vollständig geimpfte Personen sowie Menschen, die nach einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, entfällt die Testpflicht bei der Vorlage entsprechender Nachweise.

Bewohnerinnen und Bewohner von vollstationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen dürfen täglich von zwei Personen Besuch empfangen. Die Besuchenden müssen nicht demselben Haushalt angehören. Bei Besucherinnen und Besuchern von bis zu 12 Jahren ist eine dritte Besucherin oder ein dritter Besucher als Begleitperson zulässig. Gleiches gilt für Besuchende, die eine ständige Begleitperson benötigen.

Schwerstkranke und Sterbende können ohne Einschränkung besucht werden. Hierbei sind jedoch gesteigerte Schutzmaßnahmen zu beachten. Das Besuchsrecht für mit der Seelsorge betrauten Personen, für Urkundpersonen und zur medizinisch-pflegerischen Versorgung darf nicht eingeschränkt werden.

Außerdem gilt:

- geimpfte und genesene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen müssen sich nur noch zweimal pro Woche testen lassen.

- Besteht in der Pflegeeinrichtung unter den Bewohnenden eine Durchimpfungsrate von mindestens 90 Prozent, müssen sich Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen einer Kontaktpersonenquarantäne nicht mehr in Quarantäne begeben.

Die Testangebotspflicht für Pflegepersonal stationärer Einrichtungen während des Zeitraumes, in dem die jeweilige Pflegekraft zum Dienst eingeteilt ist, einmal täglich und für Pflegepersonal ambulanter Einrichtungen regelmäßig im Abstand von zwei Tagen, bleibt grundsätzlich bestehen. Ausnahmen gelten für Geimpfte und Genesene unter dem Personal. Diese müssen sich nunmehr nur zweimal pro Woche testen lassen.

Für Pflegepersonal gilt die Vorgabe, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit, soweit es möglich ist, nur Kontakt zu vollständig geimpften oder genesenen Personen haben sollen.

Veranstaltungen in Pflegeeinrichtungen

Bei einer Durchimpfungs- bzw. Genesenenrate von mindestens 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner, können unter Einhaltung strenger Auflagen Gemeinschaftsveranstaltungen durchgeführt werden. So sind unter anderem Theatervorführungen, Konzerte und Tanzdarbietungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 20 Personen gestattet und auch der gemeinsame Gesang ist zulässig.

Demonstrationen und politische Kundgebungen

Für Demos gibt es keine Personen-Obergrenzen, allerdings müssen die Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Die Veranstalter müssen vorab in einem Konzept erklären, wie sie die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen wollen. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern unter Teilnehmern, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben. Treffen bei Versammlungen in geschlossenen Räumen mehr als 20 Personen aufeinander, müssen alle Teilnehmenden einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen.

Bei Demonstrationen und Versammlungen muss eine medizinische Maske getragen werden, es sei denn es handelt sich um einen Autokorso. Aber auch hier sind Teilnehmende an Autokorsos von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske nur befreit, wenn sie sich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts im Fahrzeug befinden.

Hotels

Touristische Übernachtungen sind erlaubt. Besucherinnen und Besucher sind dazu verpflichtet, ihre Personendaten zur Kontaktnachverfolgung anzugeben. In geschlossenen Räumlichkeiten der Beherbergungsstätten müssen Besucherinnen und Besucher eine medizinische Maske tragen.

Für gastronomische Angebote gelten die Bedingungen wie für Gaststätten; etwa die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Freien. Außerdem müssen Gäste der Innengastronomie einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Impf- beziehungsweise Genesenennachweis vorlegen. Diese Pflicht entfällt für beherbergte Personen.

Reisen

Es werden drei Arten von Risikogebieten unterschieden: Hochinzidenzen-Gebiete, Virusvarianten-Gebiete und Risikogebiete. Die aktuelle Liste der Risikogebiete gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts [rki.de]. Für Einreisende gelten unterschiedliche Melde-, Test- und Quarantänepflichten.

Einreisende aus allen Risikogebieten im Ausland müssen sich vor der Einreise digital unter einreiseanmeldung.de anmelden. Vollständig geimpfte und genesene Personen können auf dem Portal auch Impf-, Genesenen- oder Testnachweise hinterlegen.

Rückreisende aus Risikogebieten müssen einen Coronavirus-Test vorlegen. Dieser darf frühestens 48 Stunden vor Einreise gemacht worden sein. Bei Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests sind zulässig, wenn sie maximal 72 Stunden vor Einreise durchgeführt wurden. Wer aus einem Hochrisikogebiet (Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet) einreist, muss den Test zwingend vor der Einreise machen. Bundesweit gilt auch eine Testpflicht für Personen, die per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen, unabhängig aus welchen Gebieten die Einreise erfolgt.

Das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks [rki.de] darf auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden. Impf- und Genesenen-Nachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen.

Reisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, ansonsten gilt eine Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen. Nach Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet kann die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen beendet werden - Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen sind Geimpfte und Genesene; dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten.

Die Quarantäne-Regelung gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Sie gilt aber nicht für Durchreisende, Berufspendler und medizinisches Personal wie Ärzte und Pfleger. Weitere Ausnahmen gibt es für den Besuch naher Verwandter und Lebensgefährten.

Mehr Infos zur Einreise aus Risikogebieten finden Sie hier [auswaertiges-amt.de].

Schulen

Mit Beginn der Sommerferien wird in der Primarstufe dann wieder die reguläre Ferienbetreuung (ergänzende Förderung und Betreuung) angeboten. Außerdem findet in der unterrichtsfreien Zeit die Sommerschule statt.

Während der Sommerferien gilt an den Schulen keine grundsätzliche Maskenpflicht. Allerdings müssen Schülerinnen und Schüler sowie und Betreuerinnen und Betreuer in bestimmten Situationen in Innenräumen weiterhin eine medizinische Gesichtsmaske tragen – etwa beim gemeinsamen Musizieren.

Es besteht eine Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler der Sommerschule, für die Teilnahme an Exkursionen und pädagogischen Veranstaltungen sowie zur Inanspruchnahme der Betreuungsangebote.

 

Mit Beginn des Schuljahres 2021/22 sollen vorbehaltlich der Entwicklung des Infektionsgeschehens folgende Regelungen gelten:

- Vollständiger Präsenzunterricht in allen Jahrgangsstufen und Schularten.

- Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler. Ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler, bei denen ärztlich bescheinigte besondere gesundheitliche Risiken bestehen.

- Außerunterrichtliche und ergänzende Förderung und Betreuung sowie außerunterrichtliche Ganztagsangebote finden in vollem Umfang statt.

- Die jeweils gültigen Hygienevorschriften sind einzuhalten.

- Es besteht eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in allen Schulräumen.

- Für die ersten Unterrichtswochen nach den Sommerferien gelten besondere Infektionsschutzmaßnahmen, um eine erneute Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das pädagogische Personal testet sich bereits während der Präsenztage. Schülerinnen und Schüler werden in ihrer ersten Schulwoche drei Mal getestet, danach zwei Mal pro Woche.

In Berlin testen sich alle Schülerinnen und Schüler sowie auch alle Beschäftigten, die in regelmäßigem Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern sind, verpflichtend zwei Mal pro Woche selbst in der Schule. Diese Selbsttests sind nur gültig, wenn sie unter Aufsicht durchgeführt wurden. Auch können Selbsttest vorgelegt werden mit einer Bescheinigung, doch darf diese Erklärung nicht von den Eltern, den Erziehungsberechtigten noch sonstigen nahestehenden Personen erstellt werden. Schüler*innen können sich alternativ auch in öffentlichen Testzentren testen lassen.

Alle Beschäftigten mit Kontakt zu Schülerinnen und Schülern müssen ebenfalls zwei Mal pro Woche einer Testpflicht nachkommen, können dies allerdings auch mit Selbsttests erfüllen, die ohne eine Aufsicht erfolgen. Für geimpfte oder genesene Schülerinnen, Schüler oder Lehrkräfte ist die Teilnahme am Präsenzunterricht an Schulen auch zulässig, ohne dass sie zweimal in der Woche getestet werden. Mehr Informationen zur Teststrategie an Schulen finden Sie hier [berlin.de].

Was Sie jetzt wissen müssen

1033 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 1033.

    Ich denke mal mit vernunft, eigenverantwortung und gesunden selbstbewusstsein erreicht man mehr sensibilisierung beim bürger als durch seitenlange verbote und eine impfung ohne aussicht auf einen nutzen bzw. weiterhin maske+abstand.

    johnson macht derzeit alles richtig. er schaut nicht nur auf die inzidenz.

    lg Chrissy

  2. 1032.

    Einen Vorwurf sollte man ihm für seine Äußerungen nicht machen, er ist halt Mediziner.
    Nur gehört Medizin nicht in die Gewaltenteilung :D
    Also wird sein „müssen“ durch ein „sollten“ ersetzt werden.

  3. 1031.

    Also wenn es nach Montgomery und Co. geht, niemals...
    Auf die Frage, ob er einen Zeitpunkt sehe, an dem Corona als ganz normale Erkrankung angesehen werden könne, sagte Montgomery am Sonntag im ARD-«Europamagazin», der Punkt sei erreicht, wenn 85 Prozent der Bevölkerung durch Impfung und Durchmachen der Erkrankung immunisiert seien. «Wir werden aber Corona nie wieder los. Wir werden in bestimmten Situationen immer Masken tragen müssen, Hände waschen müssen, Abstand halten und wir werden regelmäßig nachimpfen müssen, wie wir das von der Grippe ja auch kennen», fügte er hinzu.

  4. 1030.

    Nicht mit Corona durch … mit den Maßnahmen, verboten und Einschränkungen…. vielleicht wird noch irgendwie versucht an ein zwei stellen irgendwas bestehen zu lassen aber auch das wird nicht lange so sein.
    Und wenn wieder kommt ja ja die Glaskugel…. sobald alle ein impfangebot hatten muss man alles aufheben, was Grundrechte einschränkt

  5. 1029.

    "Im Herbst sind wir in Deutschland vor der Wahl mit Corona durch" klingt lustig und ist so unrealistisch, wie der Weltfrieden.

  6. 1028.

    Ihr WISST ALLE, daß wir zielsicher die 4. Welle anpeilen. Schnell noch das nötigste shoppen, bevor wieder fast alles dicht zu machen ist. RBB kann diesen Chat abschalten, Corona kommt (von Teilen der Bevölkerung so gewollt) nicht von der Stelle. Die ewig gleichbleibenden meckerargumente kennt inzwischen jede/r ruf/runter/vorwärts/seitwärts/rückwärts zu 100% auswendig, da kommt nix neues nach.

  7. 1027.

    "Wielange wollen WIR* die Gaststätten und ihre Besucher in Berlin noch gängeln?" *=Schreibfehler, oder was? Ich blick das nicht. Seit WANN GÄNGELT ecki aus KöpenicK? (wofür, wogegen.... )

  8. 1025.

    Leseschwäche? Sie schreiben: "macht es keinen Unterschied ob ich eine, zwei oder fünf in der Zeit auf habe" Ich schrieb: Einfach MEHRERE zum Wechseln dabei haben - dann macht es sehr wohl einen großenn Unterschied ob man 2 Std lang eine einzige nassgeschwitzt oder -gesabbert hat, oder ob man nach 45 Minuten mit einer trockenen Maske sich und andere schützt (was Sie offensichtlich nicht wollen). Finden Sie es doof von Asiaten, daß die sich sogar bei Erkältungswellen mit Masken schützen? Nun fragt sich, bei wem die Sonnenstrahlung was und in welcher Form auslöst. n' schönen entspannten Abend noch, morgen gibts auch viele Gelegenheiten zum Meckern.

  9. 1024.

    Ich bin mal gespannt ob wir die blöde Maskenpflicht überhaupt jemals loswerden...

  10. 1023.

    Aber, ein gewisser Anteil wird krank und davon ein Anteil wiederum schwerkrank oder hat mit Langzeitfolgen zu kämpfen. Wie hoch der Anteil bei der Delta-Variante wird, probieren Briten und Israelis gerade aus. Jedenfalls steigen in GB mit der üblichen Verzögerung auch schon wieder die Krankenhausaufnahmen und Todesfälle.
    Und die Impfrate ist dort höher als in Deutschland.

  11. 1022.

    Das ist in der Tat umständlich. Und völlig neben der Sache. Wenn ich 2 Stunden Maske tragen muss, macht es keinen Unterschied ob ich eine, zwei oder fünf in der Zeit auf habe. Hat Ihr Denkvermögen infolge Sauerstoffmangel schon gelitten?

  12. 1021.

    Warum einfach wenn's umständlich auch geht: Wer Masken-tragen (und speziell ffp2-Masken)fürlängere Zeit unter ein und derselben Maske anstrengend findet: Einfach mehrere zum Wechseln dabei haben, die Dinger sind echt billig geworden.

  13. 1020.

    Und weshalb sollte ich das freiwillig machen? Die Belastung durch die FFP2 kann ja wohl jeder nur für sich selbst feststellen. Ich zB komme gut damit klar. Aber ich trage das Ding normal auch nicht länger als 15 min am Stück. Da kann ich also locker damit leben. Wer aber lange mit der BVG fährt, ist da arg dran. Musste ich letzten Monat ausnahmsweise mal. Es war ätzend. Jeden Tag würde ich das nicht haben wollen.

  14. 1019.

    Ich lasse mich nicht Impfen oder Testen. Urlaub in Deutschland ist kein Problem. Im Herbst sind wir in Deutschland vor der Wahl mit Corona durch. Corona wird dann zur Grippe werden und die meisten Maßnahmen werden fallen. Also locker bleiben und das EM Finale schauen.

    Der Gesunde

  15. 1018.

    ….oder in einem Raumanzug mit einem Elefanten auf dem Rücken… ist noch schlimmer

  16. 1017.

    Immer dieses Gejammer über FFP2 Masken. Seien Sie froh das es nur diese sind. Sie können ja mal spaßeshalber 2 Stunden mit einer ABC Schutzmaske bei 30 Grad durch die Gegend rennen...............................

  17. 1016.

    Von wem hängt es wohl ab, wie lange die Beschränkungen noch nicht wieder gesteigert müssen?

  18. 1015.

    Da ja der Herbst,somit Welle 4,wie jedes Jahr,anrückt gehe ich seit einigen Wochen in die Eigenverantwortung.Bin seit 2017 Gesund...huch böses Wort,Gesund gibt es ja genausowenig wie einen Infekt,oder gar eine Grippe.Mit dem was erlaubt ist...sorry,bin kein Kleinkind..seh ich nicht mehr durch.Ist mir auch völlig egal.Den Politikern waren ja auch 15 Monate egal was mit Behinderte ist.Oder habt ihr darüber etwas gehört?? Es hieß immer nur die Älteren und Kinder müssen geschützt werden.Ihr könnt mich jetzt beschimpfen,juckt mich nicht,denn ich bin die Ruhe in Person...ungetestet ungeimpft,dafür Gesund und glücklich.Nur das ich nicht in meinem Zappelschuppen nicht tanzen kann ist seit 15 Monaten doof

  19. 1014.

    Auch weiterhin nur 50 Personen bei Privaten "Feiern" im Innenraum während Private "Zusammenkünfte" unbegrenzt erlaubt sind? Wie lächerlich. Ich fahre am Wochenende erst mal nach Süddeutschland auf eine Hochzeit, dort liegt die Obergrenze bei 300! im Innenraum.

Das könnte Sie auch interessieren