Ein Schild an einer Straßenlaterne vor dem Brandenburger Tor am Luisenplatz fordert zum Einhalten der Maskenpflicht zwischen 09 bis 19 Uhr auf. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa-Zentralbild

Beschränkungen wegen Corona - Was in Brandenburg jetzt erlaubt ist - und was verboten

Die Brandenburger Landesregierung hat am 12. Februar neue Corona-Regeln beschlossen. Bis auf eine baldige Öffnung von Schulen und Friseurläden soll der harte Lockdown bis zum 7. März weitergehen. Der Überblick.

Hinweis: Bund und Länder haben sich am 3. März auf eine neue Corona-Strategie geeinigt. Wie Brandenburg diese Beschlüsse genau umsetzt, steht noch nicht fest.

Die Regeln, die im folgenden genannt werden, sind die derzeit geltenden. Sie sind die Brandenburger Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse vom 10. Februar.

Ausgangsbeschränkungen

Das Betreten des öffentlichen Raums ist in Brandenburg nur mit einem triftigen Grund erlaubt. Als mögliche Gründe hat die Landesregierung etwa Behördengänge, die Betreuung pflegebedürftiger Personen, den Besuch von Ehe- oder Lebenspartnern, Sport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts sowie die Bewegung an der frischen Luft genannt.

Kontaktbeschränkungen

Im privaten und öffentlichen Raum dürfen sich Menschen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Dabei darf ein Haushalt nur mit einer haushaltsfremden Person zusammenkommen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Weiterhin gilt aber, dass sich höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Kinder bis 14 Jahre sind auch davon ausgenommen. Ein Hausstand allein kann selbstverständlich ohne Personenbegrenzung in der eigenen Wohnung zusammenkommen. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Jugendlichen, die alle älter als 14 Jahre sind, darf aber keinen weiteren Besuch in ihrer Wohnung empfangen, wenn alle anwesend sind.

Die Kontaktbeschränkung gilt nicht für die Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts oder eines familiengerichtlich angeordneten begleiteten Umgangs, die Begleitung unterstützungsbedürftiger Personen, begleitete Außenaktivitäten mit Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, insbesondere von Grundschulen, Kindertagesstätten, Kindertagespflegestellen und Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe oder im Rahmen einer nachbarschaftlich organisierten Kinderbetreuung, die Ausübung beruflicher, dienstlicher oder der Umsetzung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten, bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.

Einschränkung des Bewegungsradius

Es gilt eine Beschränkung des Bewegungsradius: Touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien dürfen nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um den jeweiligen Landkreis oder die kreisfreie Stadt herum stattfinden, sobald dort an einem Tag eine Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 200 vorliegt.

Notwendige Fahrten über diesen Radius hinaus, wie etwa zur Arbeit oder zum Arzt, sind weiterhin möglich. Entscheidend ist der Inzidenzwert, den das Land täglich aktuell meldet [kkm.brandenburg.de]. Dieser muss außerdem von der "zuständigen Behörde" in "geeigneter Weise öffentlich bekanntgegeben" werden, heißt es in der aktuellen Eindämmungsverordnung [bravors.brandenburg.de]. Ab dann gelte die Einschränkung der 15-Kilometer-Radius mindestens fünf Tage lang.

Maskenpflicht

Grundsätzlich haben alle Personen ab sechs Jahren im öffentlichen Raum überall dort eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wo die Einhaltung des Mindestabstands zu anderen nicht möglich ist.

Dazu gehören zum Beispiel Banken, Postfilialen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Behörden und der ÖPNV. Auch in Bahnhöfen sowie in den dazugehörigen Bereichen (insbesondere Wartebereiche, Haltestellen, Bahnsteige und Bahnhofsvorplätze) ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In all diesen Bereichen müssen medizinische Masken, also OP-Masken oder FFP2-Masken, getragen werden.

Auch in allen Arbeits- und Betriebsstätten sowie in Büro- und Verwaltungsgebäuden haben die Beschäftigten sowie Besucherinnen und Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. In Aufzügen müssen alle Personen eine Maske tragen. Bei der Mund-Nase-Bedeckung muss es sich um eine medizinische Maske handeln, also den Standart einer OP- oder FFP2-Maske erfüllen.

Medizinische Masken müssen auch bei zulässigen körpernahen Dienstleistungen wie Physiotherapie getragen werden. Pflegepersonal muss beim Umgang mit der zu betreuenden Person FFP2-Masken tragen.

Bei Gerichtsverhandlungen darf auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen mit gleicher Wirkung verringert wird.

Ausgenommen von der Maskenpflicht bleiben zum Beispiel Gehörlose oder Menschen, denen das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dies muss durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen werden.

Soweit für Kinder unter 14 Jahren keine passende medizinische Maske zur Verfügung steht, müssen sie ersatzweise eine Alltagsmaske tragen.

Wer in Brandenburg gegen die Maskenpflicht verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 bis 250 Euro rechnen.

Schulen, Universitäten und berufliche Bildung

Brandenburg will die Schulen ab 22. Februar schrittweise öffnen. Zunächst soll in Grundschulen den Klassenstufen 1 bis 6 Wechselunterricht angeboten werden. Den Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht organisieren die Schulen nach den Maßgaben des Bildungsministeriums. Pro Lerngruppe dürfen höchstens 15 Schülerinnen und Schüler pro Raum anwesend sein, wie Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) konkretisierte.

Alle anderen Schülerinnen und Schüler bleiben, mit den bekannten Ausnahmen - Abschlussklassen und Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt "geistige Entwicklung" - im Distanzunterricht. Die Notbetreuung in Grundschule und Hort wird fortgesetzt. Die Öffnungen der Horte sind an die Regelungen im schulischen Bereich angepasst worden.

Wann und wie es für die übrigen Klassenstufen weitergeht, wurde noch nicht festgelegt.

Sportunterricht, einschließlich Schwimmunterricht ist - mit Ausnahme von Spezialschulen - in geschlossenen Räumen untersagt. Im Musikunterricht darf nicht gesungen werden, es dürfen keine Blasinstrumente gespielt werden. Schulfahrten bleiben untersagt.

Alle Lehrkräfte und Beschäftigte in den Schulen können sich bis Ende April insgesamt bis zu fünf Mal auf das Coronavirus per Antigen-Schnelltest in einer Arztpraxis testen lassen. Das Land Brandenburg übernimmt die Kosten für die Tests.

Sobald die 7-Tage-Inzidenz in der Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Zahl 200 überschreitet, muss die Schule geschlossen werden.

Unterricht in Bildungseinrichtungen wie Hochschulen, Musikschulen, Kunstschulen, Volkshochschulen, Fahr-, Flug- und Segelschulen ist nur mit jeweils bis zu fünf Schülerinnen und Schülern zulässig. Das gilt nicht für die Durchführung, Vorbereitung und Abnahme von Prüfungen.

Kitas und Horte

Geöffnet bleiben Krippe, Kindergarten, Hort, Kindertagespflegestellen und sonstige Kindertagesbetreuungsangebote, die Kinder sollen aber wenn möglich zu Hause betreut werden.

Die Einrichtungen müssen geschlossen werden, wenn im betroffenen Landkreis oder in der kreisfreien Stadt eine Inzidenz von 200 (bislang 300) Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht ist.

Alleinerziehende haben einen Anspruch auf Notbetreuung an den Schulen und im Hort, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann. Auch Eltern mit systemrelavanten Berufen können ihre Kinder notbetreuen lassen.

Auch in den Innenbereichen von Horteinrichtungen außerhalb der Betreuungs- und Bildungsangebote, die in Gruppen-, Bewegungs- und sonstigen pädagogischen Räumen stattfinden, sowie für Lehrendenzimmer gilt die Maskenpflicht. In allen Aufenthaltsräumen muss regelmäßig gelüftet werden.

Die Sportanlagen unter freiem Himmel können wieder von Kindergärten und Horten genutzt werden.

Kita-Beschäftigte können vorerst bis Ende April zwei mal pro Woche Antigen-Schnelltests durchführen lassen.

Sobald die 7-Tage-Inzidenz in der Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Zahl 200 überschreitet, müssen Kitas geschlossen werden.

Verpflichtung zum Home-Office

Arbeitgeber werden verpflichtet, ihren Beschäftigten - soweit es die Tätigkeit erlaubt und die technischen Voraussetzungen bestehen - Home-Office zu ermöglichen. Sie sollen auch flexible Arbeitszeiten anbieten, damit sich der Berufsverkehr zu Stoßzeiten entzerren kann. Die Brandenburger Landesregierung bezieht sich dabei auf den Entwurf der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundesarbeitsministeriums [bmas.de].

Mit mehr Home-Office soll auch das Fahrgastaufkommen ÖPNV verringert werden. Zudem sollen zusätzlich eingesetzte Verkehrsmittel die Lage entspannen.

Dienstleistungen

Ab 1. März können Friseurbetriebe unter Auflagen (u.a. Steuerung und Beschränkung des Zutritts, verpflichtendes Tragen einer medizinischen Maske durch alle Kunden sowie das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch alle weiteren Personen, Erfassen von Personendaten der Kunden, regelmäßige Austausch der Raumluft durch Frischluft) wieder öffnen.

Kosmetik- und Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios, Sonnenstudios
und ähnliche Betriebe müssen dagegen geschlossen bleiben. Dampfsaunen, Dampfbäder, Spaßbäder, Schwimmbäder, Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Angebote sind ebenso untersagt.

Für Dienstleistende im Gesundheitsbereich und sonstige helfende Berufe, soweit sie medizinisch notwendige Behandlungen erbringen, gilt das nicht. Insbesondere im Bereich der Physio-, Ergo- oder Logotherapie, Podologie sowie der Fußpflege, die nicht rein kosmetischen Zwecken dient. Körpernahe Dienstleistungen wie zum Beispiel medizinisch notwendige Massagen und notwendige Fußpflegen sind weiterhin erlaubt.

Einzelhandel

Grundsätzlich gilt, dass vorerst bis 7. März Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte und Getränkemärkte, Drogerien, Apotheken, Buch- und Zeitungshandel, Futtermittelmärkte, Tankstellen, Tabakhändler, Banken, Poststellen, Werkstätten, Waschsalons, Weihnachtsbaumverkaufsstellen, Optiker und Hörgeräteakustiker, sowie Abhol- und Lieferdienste. Bau und Gartenfachmärkte sind für Kunden mit Gewerbeschein geöffnet. Der Großhandel bleibt offen.

Der Einzelhandel muss sicherstellen, dass sich nicht mehr als eine Kundin oder ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Ab einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern ändert sich diese Bezugsgröße auf 20 Quadratmeter pro Kundin und Kunde. Verkaufspersonal wird hierbei nicht mit eingerechnet.

Gastronomie

Alle Gastronomiebetriebe bleiben geschlossen. Nur Außer-Haus-Verkauf und Lieferungen sind noch erlaubt. Imbissbuden dürfen weiterhin ihre Speisen verkaufen, diese dürfen dort aber nicht verzehrt werden.

Kantinen müssen geschlossen sein,
jedoch können Speisen und Getränke zur Mitnahme angeboten werden. Die Schließungsanordnung gilt nicht für Betriebe, sofern die Essensversorgung der Beschäftigten nicht anders möglich ist. Sie gilt nicht für Schulkantinen.

Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

Die Landkreise und kreisfreien Städte können im Wege einer Allgemeinverfügun ein Alkoholverbot auf öffentliche Wegen, Straßen und Plätzen anordnen. Die zuvor gültige allgemeine Festlegung des Landes ist am 5. Februar durch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg aufgehoben worden.

Religiöse Feiern

Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Beerdigungen können unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln mit Gästen weiter stattfinden. Werden dazu mehr als zehn Personen erwartet, muss dies mindestens zwei Tage zuvor beim zuständigen Ordnungsamt angemeldet werden. Während der Zeremonien und Zusammenkünfte darf nicht gesungen werden.

Bei Zusammenkünften nach Trauungen, Taufen und Beerdigungen sind höchstens zehn Personen aus zwei verschiedenen Haushalten zulässig, Kinder bis 14 Jahre werden nicht eingerechnet.

Unterhaltungsveranstaltungen und Demonstrationen

Alle Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter sind verboten. Kultureinrichtungen bleiben geschlossen. Bei Sportbegegnungen im Profibereich sind keine Zuschauer zugelassen.

Für Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter gilt: Unter freiem Himmel sind höchstens 100 zeitgleich Anwesende erlaubt, in geschlossenen Räumen höchstens 50 zeitgleich Anwesende. Ausgenommen von diesen Obergrenzen sind Gerichtsverhandlungen. Veranstalter müssen Hygienekonzepte vorlegen und sicherstellen, dass sich die Teilnehmer an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten sowie Mundschutz tragen.

Versammlungen zu Demonstrationszwecken sind unter freiem Himmel ausschließlich ortsfest und mit höchstens 500 Teilnehmenden zulässig, wenn die Veranstalter auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzeptes auch den Zutritt der Teilnehmer auf die Veranstaltung regulieren können.

Demos sind verboten, wenn die Zahl neuer Infektionen in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt auf mehr als 200 je 100.000 Einwohner in einer Woche steigt.

Sport und Sportveranstaltungen

Der Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen ist untersagt, lediglich für Schulen, Kitas und Horte gibt es Ausnahmen. Weiterhin nicht genutzt werden dürfen Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzstudios, Tanzschulen, Bolzplätze, Skateranlagen und vergleichbare Einrichtungen.

Indoor-Sport ist grundsätzlich untersagt. Ausgenommen sind Sportanlagen, die ausschließlich zu medizinisch notwendigen oder zu sozialtherapeutischen Zwecken genutzt werden. Dieses Verbot gilt nicht für den Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts, solange er im Freien stattfindet; die Ausübung von Kontaktsport ist untersagt, sofern dies mit der Person eines anderen Haushalts erfolgt. Profisportler dürfen weiterhin trainieren.

Zuschauer bei Sportevents wie Profi-Fußballspielen sind nicht erlaubt.

Kultur und Freizeit

Wie bereits unter dem Punkt "Veranstaltungen" erwähnt, bleiben sämtliche Kultureinrichtungen vorerst geschlossen. Clubs und Diskotheken bleiben ebenfalls geschlossen.

Tierparks, Wildgehege, Zoologische und Botanische Gärten dürfen wieder öffnen, nur die Tierhäuser bleiben geschlossen. Die Betreiber müssen Hygienekonzepte vorlegen und das Abstandsgebot zwischen allen Personen gewährleisten.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Besuche in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen sind bezüglich der Anzahl und des Zeitfensters der Besucher stark eingeschränkt. Jeder Patient oder Bewohner darf höchstens einen Besucher pro Tag empfangen. Diese Personengrenze gilt aber nicht für die Begleitung Sterbender.

Besucherinnen und Besucher haben während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung und in den dazugehörigen Außenbereichen eine FFP2-Maske zu tragen. Außerdem benötigen Besucher einen negativen Covid-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dazu müssen die Einrichtungen Besucher die Durchführung eines Antigen-Schnelltest anbieten.

Personen mit Symptomen, die auf eine Erkrankung mit Covid-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen, sind nach wie vor vom Besuchsrecht ausgeschlossen.

Das Personal in solchen Einrichtungen hat grundsätzlich eine FFP2-Maske zu tragen. Beschäftigte müssen sich mindestens an drei Tagen pro Woche einem Corona-Test unterziehen. Die jeweiligen Einrichtungen sollen die erforderlichen Testungen organisieren.

Verkehr und Flughäfen

In den öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes. Sprich eine FFP2- oder eine OP-Maske sind verspflichtend. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen mit Attest oder körperlicher Einschränkung.

Die Tragepflicht gilt auch in von Publikumsverkehr zugänglichen Gebäuden von Bahnhöfen und Flughäfen sowie in Wartebereichen, wie Bahnsteigen, Bahnhofsvorplätzen und Haltestellen.

In Bussen und Bahnen ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Allerdings ist es den örtlichen Verkehrsunternehmen in Brandenburg laut Aussage des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mittlerweile selbst überlassen, ob sie den vorderen Türbereich von Bussen absperren.

Besuche und Ausflüge

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, auf alle nicht notwendigen privaten Reisen und Besuche - auch zu Verwandten - ganz zu verzichten.

Betreiber von Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken wie Freizeitreisen zu beherbergen. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen beherbergen, sondern nur noch Reisende, die geschäftlich oder aus anderen notwendigen Gründen unterwegs sind.

Ausnahme: Das Verbot gilt nicht für die Vermietung und Verpachtung von Ferienwohnungen und -häusern, die auf der Grundlage eines Miet- oder Pachtvertrags mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr nicht nur vorübergehend genutzt werden.

Touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien dürfen dann nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um den jeweiligen Landkreis oder die kreisfreie Stadt herum stattfinden, sobald dort eine 7-Tages-Inzidenz von über 200 vorliegt.

Reisebusreisen, Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge und vergleichbare touristische Angebote sind untersagt.

Einreise aus Risikogebieten

Einreisende aus Risikogebieten im Ausland müssen sich digital unter einreiseanmeldung.de anmelden - vor der Einreise. Die neue Web-Anwendung ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform. Nach Ankunft in Brandenburg müssen Einreisende aus solchen Risikogebieten sofort für zehn Tage in Quarantäne, außerdem sind sie verpflichtet, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Das Testergebnis muss entweder höchstens 48 Stunden vor oder höchstens 48 Stunden nach Einreise vorliegen. Das gilt auch für das Nachbarland Polen. Das zuständige Gesundheitsamt darf auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden.

Die Quarantäne kann mit einem negativen Corona-Test verkürzt werden. Dieser Test darf allerdings erst frühestens am fünften Tag nach der Einreise aus einem Risikogebiet durchgeführt werden. Sollten innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise für Covid-19 typische Symptome auftreten, muss ein weiterer Test gemacht werden.

Seit 21. Januar gibt es bei der Einreise allerdings noch zusätzliche Abstufungen: Einreisende aus sogenannten Hochinzidenzgebieten, also Regionen mit besonders hohen Zahlen, sowie Einreisende aus Gebieten, in denen sich die neuen Virus-Mutationen verbreitet haben [rki.de] müssen zwingend bereits vor Abreise ein negatives Testergebnis vorlegen. Auch die Bundespolizei kann das bei Einreise kontrollieren - wer kein negatives Ergebnis vorweisen kann, darf nicht weiter.

Auch für den "kleinen Grenzverkehr" gelten strenge Regeln: Auch kurze Einkaufsbesuche ziehen eine Quarantäne nach sich. Es gibt aber weiterhin Ausnahmen, etwa für Pendler oder Schüler, Auszubildende und Studierende, Arztbesuche sowie für Besuche von Verwandten ersten Grades oder Lebenspartnern.

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Antwort auf [Geli] vom 28.05.2020 um 19:38
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254 Kommentare

  1. 254.

    Warum dürfen Friseurbetriebe unter Auflagen öffnen,und Kosmetik,Nagelstudios,Massagepraxen,und Tattoo-Studios müssen geschlossen bleiben?Selbst der Friseur kann wie bei den anderen Dienstanbietern den Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht einhalten.
    Eine allgemeingültige Definition von Grundbedürfnissen,oder ein allgemeines Verständnis,welche Bedürfnisse hierzu zählen,besteht nicht.

  2. 253.

    Muss meine 7 jährige Tochter auch eine ffp2 Maske im Supermarkt tragen,

  3. 252.

    Wo gibt es noch Weihnachtsbaumverkaufsstellen?

  4. 251.

    Es kotzt mich ehrlich gesagt an, dass Herr Woidtke nur auf sein Wahlversprechen aus ist und nicht auf das Grundrecht der körperlichen Unversertheit! Es geht mir einfach nicht in den Kopf warum nur hier die Kinder zum Spielball seiner Wahlversprechen werden müssen. Und die Eltern die hier rumheulen, weil "es so schwer ist mit den Kindern zu Hause". Sorry, Kinder sind nicht nur ein Statussymbol sondern eine Lebensaufgabe für die man sich doch bitte bewusst entscheiden sollte! Wer wirklich seine Kinder liebt, sollte sich dafür stark machen, dass Kitas geschlossen werden. Zumindest für 2-3 Wochen. Die neuen Mutationen sind noch gefährlicher für Kinder, von den möglichen Spätfolgen mal ganz abgesehen. Herr Woidtke hat für mich auf ganzer Linie verkackt. Ich bin Familienhelfer und sehe, das es sogar "Problemfamilien" schaffen ihre Kinder zu Hause zu betreuen und zu Unterrichten. Also an alle Anderen: Kriegt euch mal selber auf die Reihe und meckert nicht nur! Ein besorgter Vater!

  5. 250.

    Was bringt eine Verordnung, die nur mangelhaft kontrolliert wird? Abschlussklassen tummeln sich auf dem Bahnsteig der NEB, Bhf. Klosterfelde und tragen weder Maske noch halten sie Abstand! Ist wahrscheinlich zu uncool...! Wenn dann die Maske im Zug aufgesetzt wird, muss natürlich die Maske unter der Nase hängen, warum auch richtig aufsetzen...!? Ich bin entsetzt über diese Ignoranz und Dummheit!

  6. 249.

    Als letztes Jahr hier die Friseure noch arbeiten durften - mit dieser dämlichen Regel des erzwungenen Kopfwaschens, konnte ich Selbigen nur schütteln. Selbst erlebt: Muss warten draussen vor dem Laden - finde ich noch okay. Dann Drinnen aber, wird mir ohne mit der Wimper zu zucken derselbe Kamm durch die frisch zwangs- gewaschenen Haare gezogen, der eine Minute zuvor durch andere Haare ging - nichtmal rudimentär abgewischt oder so. Auch der Umhang, Scheren und Rasiermesser - nix mit desinfiziert. Aus diesem Grunde bin ich - zugegeben - jetzt Schadenfroh, dass Friseure komplett geschlossen haben müssen.

  7. 247.

    In Brandenburg ist das Virus im Auto offenbar nicht so ansteckend wie in Berlin - da sind die Fahrschulen geschlossen ...

  8. 246.

    In den engen Hausfluren der Plattenbauen hier kann es immer wieder zu Kontakten mehrerer Bewohner kommen. - Es treffen sich z.B. 2 Ehepaare, die das Haus betreten haben oder verlassen wollen. Die Lüftung in diesen engen Treppenhäusern ist nicht die beste. Wie ist zu verfahren ? Stets schon in der Wohnung MNS oder FFP2 anlegen ? Wie ist die Lüftung von Aufzügen festgelegt ?

  9. 245.

    Na dann kann ich ja ganz beruhigt weiter arbeiten. In der Fahrschule darf ich demzufolge 16 Kontakte am Tag haben, 11 im Fahrzeug und dann noch 5 zum Theorieunterricht.

    Das soll mal wieder einer verstehen.

  10. 244.

    Guten Abend.
    Sind Kinder ab 6 Jahren auch verpflichtet OP-Masken zu tragen oder reichen da weiterhin die Stoffmasken ?
    Gibt es überhaupt OP-Masken für Kinder?

  11. 243.

    Betreff: Bildungsminister / Kultusminister

    Googeln Sie mal alle 16 Kultusminister und schauen, was diese eigentlich für Berufe haben. Es gibt 2 Pädagogen, die meisten sind Anwälte und Verwaltungsleute, und ein Ingenieur für Betontechnologie ist auch dabei.

    Darum kommt nichts Vernünftiges dabei heraus. Weil die fehlbesetzt sind. Man sollte schon Ahnung haben, worum es geht und nicht nur auf einen Posten in einem Ministerium scharf gewesen sein. Nun sind die sogen. Kultusminister gefordert - und versagen natürlich kläglich. So hatten die sich ihr Ministerleben nämlich nicht vorgestellt ...

    Diese Behörde KULTUSMINISTERKONFERENZ ist überhaupt nicht im Grundgesetz vorgesehen und wird nicht im Parlament kontrolliert - nachzulesen in "Außer Dienst" von Helmut Schmidt von 2008.
    Da könnten sich die Journalisten mal draufstürzen. Diese KMK gehört aufgelöst.

  12. 241.

    Ich finde Ihren Beitrag ok. Mein Sohn sitzt mit 26 Mitschülern in einer sog. Abschlussklasse ( Jahrgang 10 ) in Landkreis TF mit einem I-Wert jenseits der 300.
    Vom Bildungsministerium wird dieser Wahnsinn forciert. Ich wurde ins Homeoffice geschickt und bin dankbar dafür! Dafür muss mein Sohn nun jeder Tag 8 Stunden in der Virenkammer verbringen. Wir warten jeden Tag drauf, dass es uns trifft.
    Kann mir einer erklären, was in diesen regierenden Köpfen vorgeht?? ich verstehe es einfach einfach nicht mehr....

  13. 240.

    Wir haben einen Hund aus dem Tierschutz erworben/ adoptiert, dieser muss in NRW abgeholt werden, dabei verlasse ich die 15km Zone, ist das ohne weiteres möglich ?

  14. 239.

    Corona ist ein furchtbares Phänomen unserer Zeit. Was mir aber unter den Nägeln brennt: Liebe Landespolitik, wie wäre es mit der Einführung von Kontaktbeschränkungen in der Arbeitswoche äquivalent zu jenen, die in der Freizeit gelten? Wie viele Büros/Firmen/Standorte wären noch arbeitsfähig? An die heilige Kuh der marktkapitalistischen Wirtschaft traut sich keiner ran (sagt ein Mensch jenseits des links- oder rechtsextremen (auch Afd) politischen Spektrums; Wahlen 2000-2020).

  15. 238.

    Sie schreiben:
    "Guten Morgen, wenn ich das richtig verstehe darf mein alleinsteher Bruder uns als Familie (2 Erwachsene+1 Kind unter 14) besuchen, wir ihn aber nicht??? Das ist ja mehr als lächerlich :-)))"

    Das ist so falsch verstanden. Lesen Sie sich bitte § 7 Abs. 5 noch einmal genau durch. Wenn sich zwei Haushalte treffen, darf der eine Haushalt nur aus einer Person bestehen, egal wo man sich trifft. Träfe man sich im öffentlichen Raum, dann kann man ja auch nicht sagen, dass sich nur ein bestimmter Haushalt mit einem anderen trifft, aber umgekehrt sei dem nicht so...

  16. 237.

    Ehrlich jetzt, der Vergleich hinkt.
    Die Brille vom Optiker ist für die Augen, die Brille vom Bauhaus für den ... (fängt auch mit "A" an, sitzt aber weiter unten).

  17. 236.

    Wart' mal ab, wenn's so kommt wie bei der engl. Premier League, nur 41 Fälle!!! Aber unsre Multis sind imun, auch gegen Empathie!!!
    Den Profi-Sport kann man mit den Gladiatoren gleichsetzen! Belustigung einiger weniger. Der Massen- und Vereinssport, der allen gut tut(vorallem jetzt), ist verboten und viele Fitness-Studios werden das auch nicht überleben!!!

  18. 235.

    Ja, das ist so. Ist nicht sehr logisch! Wahrscheinlich ist hier nicht mit Mathe zu rechnen, denn da wäre 2+1 = 1+2!!!
    Aber auch mit dem Bewegungsradius kann ich das nicht nachvollziehen. Die Kanzlerin hat bei der PK gesagt, es zählt der Wohnort(nicht die Haustür). Also Ortsschild plus 15km. Die BB-Landesregierung sagt: Kreisgrenze plus 15km.
    Bei der PK hieß es: wenn in einem Landkreis die 7-Tage-Inzidenz über 200 liegt, dann dürfen sich die Bewohner dieses Landkreises nicht mehr weiter als 15km von ihrem Wohnort entfernen. Außer Pendler und so.

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