Die KVBB verteilt mit Hilfe des DRK medizinische Schutzausrüstung an Ärzte im Land Brandenburg (Bild: dpa/Geisler)
Bild: dpa/Geisler

Neue Lieferungen in Brandenburg - AWO sieht sich bei Verteilung von Schutzausrüstung benachteiligt

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Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Brandenburg klagt, ihre Pflegeeinrichtungen bekämen zu wenig Schutzausrüstung. "In unseren Einrichtungen ist nach den vergangenen Lieferungen von Schutzausrüstungen an das Land nichts angekommen", sagte AWO-Geschäftsführerin Anne Baaske am Montag. "Weder das Land, noch die Landkreise haben uns überhaupt auf dem Schirm." 

Die Landkreise lieferten bislang nur an Krankenhäuser, Rettungsdienste und Abstrichstellen. "Wir stehen da ganz am Ende der Verteilungskette", sagte Baaske. Dabei hätten die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege bereits vor zwei Wochen einen Bedarf von rund einer Million Einheiten an Kitteln, Schutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln an das Land gemeldet.

Brandenburg erhält zehntausende Schutzmasken

Unterdessen hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt, das Land Brandenburg habe in den vergangenen Tagen vom Bund weitere Lieferungen mit Schutzausrüstung erhalten. Vom 1. bis 5. April seien unter anderem rund 42.500 FF2-Masken und 55.600 Mund-Nasen-Masken angekommen. Dazu kämen fast 240.000 Paar Handschuhe, rund 3.000 Mal Schutzkleidung und knapp 1.200 Liter Desinfektionsmittel.

Die Lieferungen würden mit Unterstützung der Polizei umgehend an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt, hieß es weiter. Die Corona-Krisenstäbe der Landkreise und kreisfreien Städte seien darüber informiert. Sie sind vor Ort für die Verteilung verantwortlich.

Die erste größere Lieferung persönlicher Schutzausrüstung vom Bund hatte Brandenburg nach Ministeriumsangaben am letzten März-Wochenende erreicht. Darunter waren unter anderem rund 188.000 Operationsmasken, 2.840 FFP2-Masken und 960 FFP3-Masken. Weitere Lieferungen durch den Bund sollen noch folgen, hieß es.

Sendung: rbb24, 06.04.2020, 17 Uhr

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