Nach der Landung eines Charterfluges auf dem Flughafen Schönefeld geht am 09.04.2020 ein Mann mit Mundschutz und Gepäck zum Bus.
Bild: ZB

Regelung gilt ab sofort - Berliner Flughäfen führen Maskenpflicht ein

In den Terminals der Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gilt ab Samstag eine Maskenpflicht. Wie die Flughafengesellschaft am Freitag mitteilte, können medizinische oder selbstgenähte Masken getragen werden, aber auch Tücher und Schals. Ausgenommen von dieser Pflicht sind demnach Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

Weiterhin brauchen Passagiere den Angaben nach auch in einigen Flugzeugen eine Maske. Hier gelten die jeweiligen Bestimmungen der Airline. In Berlin gibt es eine Maskenpflicht bereits im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.

Nur noch ein Prozent des üblichen Verkehrs

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der Flughafengäste in Tegel und Schönefeld deutlich zurückgegangen. Laut Flughafengesellschaft starteten und landeten im April knapp 27.600 Fluggäste in der Hauptstadt. "Das sind nur noch ein Prozent des Verkehrs im Vergleich zum April 2019", hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der Großteil, etwas mehr als 22.000 Passagiere, flog über Tegel. In Schönefeld waren es demnach rund 5.500 Fluggäste.

Die Flughafengesellschaft will Tegel ab Juni für mindestens zwei Monate schließen und den Berliner Luftverkehr in Schönefeld konzentrieren. Stimmt die Luftfahrtbehörde dem Antrag zu, wollen die Betreiber Ende Mai darüber einen Beschluss treffen.

Nach jahrelangen Verzögerungen soll am 31. Oktober der neue Hauptstadtflughafen BER in Betrieb gehen. Tegel schließt nach dieser Planung am 8. November.

Sendung: Inforradio, 09.05.2020, 11 Uhr

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8 Kommentare

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  1. 8.

    https://www.bz-berlin.de/berlin/marzahn-hellersdorf/berliner-ehepaar-ueber-seine-dramatische-corona-odyssee

    Da fällt mir dieser Fall ein. Wer mit einem Infizierten in einem Raum sitzt hat wohl auch mit Maske kaum eine Chance.

  2. 7.

    Es gibt etliche fliegende Pendler. Gerade die Chefetagen fliegen hin und her. Sie müssen nicht von sich auf andere schließen.

  3. 6.

    Aus dem Artikel ist nicht ersichtlich, dass die Maskenpflicht in den Flughäfen durch den Senat angeordnet wurde. Damit liegt Ihr Beitrag daneben auch wenn inhaltlich nachvollziehbar.

  4. 5.

    Das ist doch wieder einmal eine typisch aktionistische Maßnahme. Aber natürlich ist es einfacher für fast leere Flughäfen eine Maskenpflicht anzuordnen, als die Pandemie in den tatsächlichen Hotspots (Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Gemeinschaftsunterkünften (Asylbewerberheime und Unterkünfte für ausländische Arbeitskräfte) zurück zu drängen. Wo viele Menschen auf engstem Raum leben, gibt es Probleme - auch ausserhalb von Corona-Zeiten. Statt Maskenpflicht sollten Altenheime geschlossen und die Bewohner in kleinere Wohneinheiten betreut werden, gleiches für Asylbewerber und ausländische Arbeitskräfte. Und dass in Krankenhäusern grundsätzlich etwas im Argen liegt, beweisen die jährlich ca. 15 000 Toten durch Krankenhauskeime. Hier ist jede Menge Handlungsbedarf - statt aktionistische Maskenpflicht!

  5. 4.

    Medizinisches Personal inkl Ärzte, Politiker und Diplomaten, Mitarbeiter von großen Unternehmen im bundesweiten Einsatz (Versorgung Strom, Wasser, Pharma, Entsorgung, Medinzintechnik etc.). Sowas würde ich sagen ohne lange nachzudenken und deshalb sicher lange nicht vollständig.

  6. 3.

    Wenn ein Großteil der Paxe über Tegel fliegt, wäre die Schliessung von Schönefeld logisch.
    Aber was ist in Berlin schon logisch...

  7. 2.

    Frage mich gerade, wer die 27600 Fluggäste sind? Hotels geschlossen, Besuch darf nicht empfangen werden, Kontaktverbot...
    Dafür ist die Zahl für einen Monat ganz schön hoch!

  8. 1.

    Das fällt euch aber richtig früh ein....

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