Kabinett berät Dienstag - Brandenburg plant komplette Öffnung der Kitas zur Monatsmitte

Symbolbild: Erzieher in einer Brandenburger Kita betreuen Kinder beim Mittagessen. (Quelle: dpa/P. Pleul)
Bild: dpa/P. Pleul

Eltern von Kita-Kindern können langsam aufatmen: Brandenburg will die komplette Öffnung der Kitas bis zur Monatsmitte ermöglichen. Bislang galt eine eingeschränkte Regelbetreuung. Am Dienstag will das Brandenburger Kabinett dazu beraten.

Gegen 15 Uhr informiert das Brandenburger Kabinett - rbb|24 überträgt live

Die Kindertagesstätten in Brandenburg sollen noch vor den Sommerferien wieder öffnen. Das Kabinett berate am Dienstag über eine komplette Öffnung der Kitas zur Monatsmitte und wolle dies am Freitag verabschieden, teilte Regierungssprecher Florian Engels am
Montag mit. "Das haben wir bereits mit den Landräten besprochen."

Die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." hatten zuvor über die Pläne berichtet.

Die Öffnung der Kitas für alle zu betreuenden Kinder in Brandenburg gehört zur Aktualisierung der Verordnung, mit der das Land die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen will. Bei den Beratungen geht es auch um den Start der Schule nach den Sommerferien und um weitere Lockerungen.

Bisher entscheiden Landkreise über Betrieb

In Brandenburger Kitas wird seit dem 25. Mai ein eingeschränkter Regelbetrieb angeboten. Alle Kinder, die bislang nicht an der Notfallbetreuung teilnehmen konnten, sollten somit wenigstens einmal wöchentlich ihre Kita besuchen können.

Die Entscheidung dazu sollten nach Angaben des Bildungsministeriums bislang die Landkreise und kreisfreien Städte regional treffen, weil die Situation im Land unterschiedlich sei. Sie entscheiden, ob sie den eingeschränkten Regelbetrieb im Hinblick auf verfügbare Betreuungskapazitäten aufnehmen wollen.

Kitas, die mehr Kapazitäten haben, können ihr Angebot ausweiten. Vorrangig sollen Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung betreut werden. Bislang sind 34 Prozent aller Kinder in der Notbetreuung - der Anteil schwankt aber in den Kreisen zwischen 27 und 57 Prozent.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.06.2020, 6 Uhr

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24 Kommentare

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  1. 24.

    Wer zwingt sie, ihr Kind in die Kita zu bringen? Da ist doch wohl ihre Entscheidung, ob sie zu Hause bleiben oder nicht.

  2. 23.

    Es wird höchste Zeit, dass die Kinder wieder in Kitas und Horten betreut werden. Und zwar nicht nur zur Entlastung der Eltern, sondern vor allem für die Herausbildung sozialer Kompetenzen.
    Das können die Eltern allein nicht leisten.
    Es ist auch schlimm, was mit den Schülern gemacht wird. Die brauchen einen regelmäßigen Schulbesuch und kein Homeschooling.
    Hätte man das Bildungssystem in Brandenburg nicht systematisch kaputtgespart, gäbe es heute viele Probleme nicht. Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe das 27 Jahre als Lehrer miterlebt.
    Vor allem die Grundschule litt darunter. Bei uns am Gymnasium war es nicht ganz so zu merken.
    Nur die Defizite einiger Schüler der 7. Klassen machten das sehr deutlich und das lag nicht an den Lehren der Grundschulen sondern am Unterrichtsausfall und am Lehrermangel.
    Das können auch die so genannten Seiteneinsteiger nicht richten.

  3. 22.

    Liebe Jana,

    ich verstehe ihren Unmut und auch den Unmut anderer gut. Doch dann setzen sie sich doch dafür ein, dass die Verantwortliche in Landkreisen und Land die Verantwortung nicht an die Träger oder die Verantwortlichen in den Kitas delegieren.
    Bei Verstößen gegen Vorgaben der Landkreises, des Landes oder der Unfallkasse setzen sich diese dem Risiko der persönlichen Haftung aus, wenn etwas passiert. Jeder der jetzt schon gegen die Vorgaben handelt und Gruppen mischt, kann sich diesem Risiko nicht bewusst sein. Es wird nicht viele LeiterInnen in den Kindertagesstätten geben, die dieser finanzielle Risiko tragen können, wenn jemand ernsthaft erkrankt und die Unfallkasse sagt: So what, habt ihr euch an die Richtlinien gehalten? NEIN - nicht unser Problem.

  4. 21.

    Liebe Anika und auch liebe anderen.

    das war gar nicht so schlecht recherchiert. Die offizielle Pressemeldung aus MOL hat genau das ausgesagt, der zuständige Dezernent hat Trägern mündlich zugesagt, dass der Landkreis die Verantwortung dafür übernimmt, wenn das nach hinten losgeht. Schriftlich geben wollte er diese Zusage aber nicht und auch die VO des Landkreises sagte dann nicht mehr aus, was hier beim rbb und auch in anderen Medien zu lesen war.

    Verantwortung hätten die Träger oder die Verantwortlichen in den Kitas übernehmen sollen. Tut mir leid, so gut ist keine Rechtsschutzversicherung oder Berufshaftpflicht.

  5. 20.

    Die Realität ist aber, dass die Gruppen gemischt werden und alle Kinder zusammen spielen im Garten und auch in den Gruppenräumen. Das ist auch gut und richtig. Es gibt keinen Fälle in Brandenburg und Kinder sollten nicht Angst voreinander haben. Lasst endlich die Kinder zusammen spielen. Hier findet eine Spaltung bereits im Kindergartenalter statt, die nicht mehr zu ertragen ist. Freundschaften werden zerstört und Kinder ausgeschlossen. Was macht das mit unseren Kindern. Unser Großer muss nach 4 Stunden nach Hause und der kleine darf nicht in die Kita. Eltern im Mutterschutz dürfen Kinder abgeben, Selbständige nicht. Was ist hier los?

  6. 19.

    Ich finde den Kommentar überhaupt nicht erschreckend. Ich finde es erschreckend, dass jeder findet ich muss mein Kind so viel, lange und intensiv wie möglich weggeben. Ich wäre gern mehr mit meiner Kleinen zusammen. Interessiert niemanden, und ich weiß nicht wie ich es hinkriegen soll. Zumal die meisten Kitas nicht so topp sind. Und ich es nicht toll finde, wenn ständig 13jährige Schülerpraktikanten die Arbeit machen.

  7. 18.

    Wenn man die Kommentare so liest, merkt man erstmal, das die meisten Kommentaroren keine Eltern zu sein scheinen... Oder vielleicht doch, aber nicht berufstätig zu sein scheinen. Kinder- bzw. Familienfreundlich ist was anderes. Traurig.

  8. 17.

    In der Tat ein etwas schockierender Kommentar von Matthias B., bei dem ich mir aber nicht gewiss bin, ob es nicht doch eher ein Trollen sein soll. Und der Chef wird auf den Wunsch, "Familienzeit" (was soll das übrigens sein? Hartz IV?) durchzuführen sicherlich mit höchstem Maße an Verständnis reagieren...

  9. 16.

    Mein Rat wäre,Mal über nen Jobwechsel nachzudenken. Einfach ist es im Moment weder für die Kitas noch für die Kinder.Es gibt Kitas,die mit Engagement und Kreativität Großartiges umsetzen. Dazu bedarf es aber einer entsprechenden Haltung zum Beruf. Gott sei Dank darf mein Kind das in unserer Kita erleben!

  10. 15.

    Lieber rbb,
    ich hoffe sehr, dass dieser Artikel besser recherchiert ist, als der zur angeblich fast vollständigen Õffnung der Kitas in MOL ab dem 25.05.. Was wir Eltern jetzt absolut nicht brauchen, ist eine erneute Rechtfertigungssituation im Job. Ich will meinen Kollegen nicht noch einmal erklären müssen, warum ich noch im Homeoffice bin obwohl doch die Kitas wieder offen haben.
    Es wäre toll, wenn der Artikel stimmt und die Kitas ohne Wenn und Aber wieder öffnen. Der Glaube fehlt mir allerdings.

  11. 14.

    Ja, es gibt aktuelle Hygienekonzepte. Die sehen z.B. vor, dass die Gruppen nicht gemischt werden dürfen. In einer kleinen Kita ist das aber kaum zu verhindern, da gerade in der Betreuung vor 7:00 und nach 15:00 nicht mehr viele Kinder da sind. Da reichte vorher ein Erzieher aus.Aktuell sind es aber 4 Gruppen mit je einer Erzieherin ab 6:00 für jeweils 1-2 Kinder. Und die selbe Erzieherin muss dann bis 16:00 abdecken wenn das letzte Kind geht. Das sind mal eben 10 Stunden Arbeitszeit ohne Pause, denn es darf auch kein Kollege zum ablösen kommen.
    Ich würde gerne wieder NORMAL arbeiten, die ganzen Auflagen sind aber eine enorme Mehrbelastung. Zusätzlich müssen jeden Tag Belehrungen durchgeführt und unterschrieben werden, Kontatklisten ebenso, nach jeder Toilettenbenutzung desinfiziert und Mittags alle Oberflächen.

  12. 13.

    "Unbekümmerte Freiheit" ha, schon mal gesehen wie die jetzt aussieht? Wur dürfen keine Angebote mit Kindern durchführen müssen ihnen das essen auf füllen und spielen dürfen sie auch nicht zusammen. Ehrlich wer sein Kind liebt hat jetzt endlich nen Grund beim Chef zu sagen "Familienzeit" aber gut ich als Erzieher habe eure Kinder ja auch schon vorher 5 Tage die Woche groß gezogen

  13. 12.

    Im zdf heute journal gab es gerade einen Filmbeitrag, dass in Israel teilweise die Schulen wieder geschlossen werden, weil dort die Kinder die Lehrer angesteckt haben.

    In den USA wird empfohlen, dass sich die Menschen die aktuell auf der Straße demonstrierten auf Corona freiwillig testen lassen sollen. Dies wir wohl ein Wunschgedanke bleiben.

    Das Gleiche kann man nur hier in Berlin und den anderen Städten den demonstrierenden Teilnehmern empfehlen.
    Auch das ist wohl eher ein Wunsch des Gedanken.

    Leider denken die meisten Menschen nur in kurzen Kategorien. Der Sommer ist so schnell wieder vorbei.
    Der Herbst mit seinen feuchten und grippalen Tagen wird zeigen, ob die jetzigen Maßnahmen ausreichend waren.
    Oder die Unvernunft Einzelner wieder zu einem erneuten Lockdown, dann zur Weihnachtszeit führt.

    Sylvester am Brandenburger Tor ? Wohl ebenfalls nicht durchführbar.

  14. 11.

    Die Fallzahlen außerhalb von Flüchtlings- und Seniorenheimen, Postverteilzentren und Kliniken sprechen deutlich dafür, Brandenburg als entseucht zu betrachten. Die Jahreszeit des Draußenspielens ist da, das Timing ist gut. Jetzt fehlen nur noch die Schulen, aber halt: in Teltow geht man täglich normal zum Gymnasium, seit Wochen, in KLM hat man immer noch halb Homeschooling, halb Präsenz. Dabei sind die Fallzahlen in KLM deutlich besser.... hm.... gut, Logik ist Oberschulthema ;-)

  15. 10.

    Das Personalproblem war doch schon vorher da und wenn alle Kinder wieder in die Kitas und Schulen dürfen, können auch viele Erzieher/innen und Lehrer/innen ihre Arbeit aufnehmen. Ein Hygienekonzept für Kitas muss schon seit Wochen vorliegen oder wie wurden die Kinder bisher betreut?
    Wie lange sollen die Eltern mit der Doppelbelastung, Homeoffice und Kinderbetreuung, allein gelassen werden. Unsere Kinder sind die, die am längsten in Quarantäne waren.
    Wacht endlich auf und gebt den Kindern ihr soziales Leben und ihre unbekümmerte Freiheit zurück!!

  16. 9.

    Mensch, ich kann das Gejammer der Lehrer und Erzieher nicht mehr hören..schon mal gemerkt das in Brandenburg kaum einer Corona hat.jeder der nicht arbeiten will, kann ja seinen Job kündigen.

  17. 8.

    Bürgermeister von Groß Kreutz setzt Notbetreuung und den eingeschränkten Regelbetrieb gleich.
    alte Notbetreuung von 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr war sichergestellt.
    Jetzt Notbetreuung von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
    Beruftätige können diese neue "Notbetreuung" nicht akzeptieren. Beschwerden werden zurückgewiesen.
    Was macht der Bürgermeister jetzt, ab Mitte Juni??

  18. 7.

    Da kann das Land doch viel beschliessen wenn es in den Landkreisen nicht umgesetzt wird. Diese Meldung scheint mir nur da zu sein um sich aus der Affäre zu ziehen und die Eltern zu besänftigen . Es ist so einfach das Problem auf die Landkreise abzuschieben. Es wird so getan als ob nur Kinder den Virus übertragen, aber hat einer von einer Massenansteckung, die von Kindern ausgeht, gehört?
    Schaut doch mal auf die Massendemonstrationen wo keiner mehr Rücksicht nimmt, aber unsere Kinder dürfen am sozialen Leben nicht teilnehmen. Es sind doch sowieso bald wieder „Schliesszeiten“ und Urlaubszeit, warum werden Kinder so ausgegrenzt. Überall kann ich mit meinen Kind, unter Einhalten der Hygiene und Abstandsregeln, hingehen, aber Kita ist zu gefährlich. Hauptsache in allen anderen Bereichen werden täglich Lockerungen verkündet.

  19. 6.

    Irgentwie wird man das Gefühl nicht los die Politiker haben völlig den Draht zur Realität verloren. Senkung der MWST, Kita's öffnen und und..das innerhalb kurzer Zeit.

  20. 5.

    Ich verstehe, dass einige Kitas damit Schwierigkeiten haben und die BetreuerInnen damit Sorgen haben, trotzdem kann ich von meiner Warte aus nur sagen: „endlich!“

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