erlins Regierender Bürgermeister, besichtigt am 30.03.2020 die umfunktionierte Intensivstation der Charite Campus-Klinik (Bild: dpa/Britta Pedersen)
Video: Abendschau | 22.06.2020 | Im Gespräch: Michael Müller | Bild: dpa/Britta Pedersen

Ansprache des Regierenden Bürgermeisters - Müller mahnt zur Vorsicht und erinnert an Maskenpflicht

Angesichts steigender Infektionszahlen und von Verstößen gegen Corona-Regeln richtet sich der Regierende Bürgermeister Müller mit einer Ansprache an die Berlinerinnen und Berliner. Besonders appelliert er, die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr einzuhalten.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat den Berlinerinnen und Berlinern für außergewöhnliche Leistungen während der Corona-Pandemie gedankt. In einer Ansprache appellierte Müller am Montag gleichzeitig an alle, weiterhin vorsichtig zu bleiben. "Jetzt ist Eigenverantwortung gefragt - nicht Leichtsinn und Gedankenlosigkeit", sagte Müller. Derzeit erlebe man in Berlin und auch in anderen Bundesländern, wie einzelne Corona-Ausbrüche die Zahlen der Infektionen wieder hätten ansteigen lassen.

Auch während der Sommermonate - an Badeseen, beim Grillen oder bei Treffen mit Freunden - blieben die Hygiene- und Abstandsregeln wichtig. Ein Zurück zur Normalität sei noch nicht möglich, sagte Müller. "Es ist nach wie vor nicht die Zeit für sorgloses Feiern in großen Gruppen." Erst am letzten Wochenende hatte es Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. So feierten Hunderte Menschen in der Neuköllner Hasenheide eine illegale Party.

Durch ihr Verhalten und ihr Vertrauen in die Politik hätten sich die Berlinerinnen und Berliner inzwischen ein Stück Berliner Freiheit zurückgewonnen, sagte Müller. Das gemeinsam Erreichte dürfe jetzt nicht verspielt werden, mahnte er.

Einhaltung der Maskenpflicht weiterhin wichtg

Besonders wichtig sei es, so Müller, die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen einzuhalten. Mit einem Mund-Nasen-Schutz könne man andere Menschen schützen und Leben retten. Bisher hat der Senat darauf verzichtet, Verstöße mit Bußgeld zu ahnden. Am Dienstag will die rot-rot-grüne Koalition erneut über das Thema Bußgeld für Maskenmuffel im ÖPNV beraten.

Mit Blick auf die durch die Corona-Pandemie entstandenen wirtschaftlichen Nöte von Einzelhandel, Kulturbetrieben oder Gastronomie sagte der Regierende Bürgermeister, das Land Berlin werde weiterhin gezielt helfen und versuchen, mit konkreten Konjunkturprogrammen die Wirtschaft anzukurbeln. Müller appellierte, dass sich die Berliner den Geschäften, Lokalen und vielfältigen Angeboten in ihren Kiezen gegenüber treu zeigen sollten.

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37 Kommentare

  1. 37.

    Politiker treten sich gegenseitig auf die Füße, ich möchte nicht in den ihre Haut stecken. Müller steht mit dem Rücken an der Wand, er bestimmt das nicht alleine. Maskenpfilcht führt nicht zu schweren wirtschaftlichen Schäden. So ein Quatsch. Sondern Die Welt befinde sich in einer beispiellosen Lage, die üblichen Regeln hätten keine Gültigkeit mehr. "Covid-19 tötet Menschen, und greift das Herz unserer Realwirtschaft an - Handel, Lieferketten, Unternehmen, Arbeitsplätze", sagte Guterres. António Guterres Generalsekretär, Vereinte Nationen.

  2. 36.

    Auch Müller sollte langsam mal mitbekommen haben, dass die als belastend und als - meiner Meinung völlig zu recht - völlig überzogen empfundene Maskenpfilcht zu schweren wirtschaftlichen Schäden führt und entsprechend mit Aufhebung der Maskenpflicht reagieren.
    Das SPD-Motto alles mit Geld der mit immer höheren Abgaben belasteten Steuerzahler zuzuwerfen, ist zum Scheitern verurteilt.


  3. 35.

    Der Müller ist der schärfste!!

  4. 33.

    Es wäre schön wenn sie das mal Frau Scheeres und den Bürgermeister per E-Mail mitteilen....E-Mail Kontakt ist öffentlich freigegeben. Ich sehe als Mama eine Katastrophe nach den Sommerferien auf uns zurollen...Normalbetrieb in den Schulen ohne Abstand. Eine Schweinerei finde ich auch wie Kinder und Angehörige einer Risikogruppe dadurch von der Schule ausgegrenzt und verdrängt werden denn Kinder von Rsikogruppen sollen ab sofort dann Zuhause bleiben!

  5. 32.

    Ich finde es sollte mal publiziert werden (Tv und Zeitung)Wie der Munf und Nasenschutz richtig zu tragen ist also über Mund und Nase

  6. 31.

    Es ist einfach alles was schief läuft auf die Politik zu schieben. Was haben Sie denn ihren Kindern mit auf den Weg gegeben? Erziehung ist Sache der Eltern, ebenso wie das Vermitteln von Werten und die Vorbildfunktion.

  7. 30.

    Maskenpflicht hin oder her, warum macht man so ein Problem daraus. Wenn jeder macht was er will, haben wir im Herbst die zweite Welle. Wetten das??? Viele Schulen sind vor den Sommerferien in Berlin geschlossen worden. Nicht nur in Berlin. Auch in anderen Bundesländern. Traurig aber wahr. Wer glaubt das es diesen Virus nicht gibt, der irrt sich. Auch Promis waren davon betroffen. Zum Beispiel Johannes B. Kerner, Marianne Rosenberg, Oliver Pocher, Jörg Kachelmann. Alle mussten in Quarantäne. Inzwischen sind sie wieder gesund. Zahl der Infizierten steigt. Die Einsicht, in Bussen und Bahnen zum Schutz für andere und für sich einen Mund- Nasen- Schutz tragen. Es gibt junge Menschen, die auf der Intensivstation liegen. Viele junge Menschen in ÖPNV ohne Mund- Nasen- Schutz sehr leichtsinnig und ungebildet.

  8. 29.

    Sie haben leider Recht. Die Politik hat es zugelassen und gefördert, dass Niemand mehr Respekt vor der staatlichen Gewalt hat. Die Strafen, wenn es überhaupt welche gibt, sind lächerlich und die Polizei muss sich für ihren Job rechtfertigen, auch dank RRG in Berlin.
    Was erwartet Herr Müller nun eigentlich?

  9. 28.

    Gerne können Sie Ihre tröstenden Worte an eine Kollegin von mir richten ,deren Tochter ist an diesem Mist verstorben mit 24.Vielleicht tröstet es Sie ja , das die die Chance ja nur minimal war.
    Denken Sie mal darüber nach.

  10. 25.

    Offensichtlich haben Sie in den letzten Monaten tief und fest geschlafen. Schön für Sie. Zumindest dürften Sie sich gut erholt haben.

  11. 24.

    Ganz herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte. Ich gehöre zu diesen Menschen und habe durch einen brutalen Überfall Todesangst wenn ich so einen Lappen im Gesicht haben muss.
    Es tut unheimlich gut, dass es Leute wie Sie gibt, die sich solidarisch und verständnisvoll uns gegenüber zeigen. Das machen die wenigsten. Fast alle denken nur an sich und verlangen, dass andere ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen um Fremde zu schützen. Das ist asozial...

  12. 23.

    Ich weiß gar nicht, warum sich darüber alle so aufregen. Gehen Sie mal in die Schulen und schauen Sie sich die Einhaltung von Mindestabständen an, und das ohne MNS. Da sitzen 15 Kinder und 1 Lehrer in einem 60qm Raum zusammen. Spätestens in den Pausen kann man es dann eh vergessen, da wird sich umarmt, geküsst, Videos angeschaut etc. Und nach den Ferien dann wieder Regelunterricht? Mit 34 Kindern pro Klassenraum? Das wird ein Spaß!
    Ich bin gespannt, wann die ersten Lehrer Klage einreichen werden, weil sie ständig in Quarantäne müssen. Bei uns ist gerade die Hälfte des Kollegiums in Quarantäne, und das kurz vor den Ferien. Da wird der ein oder andere vielleicht auf die Idee kommen...

  13. 22.

    auch hier sollte man nicht vergessen das es Menschen gibt die keine Maske Tragen können aus Gesundheitlichen Gründen oder Behinderung diese können nun mal auch ohne Maske die Bahn nutzen ,daran sollten die denken die nach Bußgeld schreien

  14. 21.

    Unwort des Jahres 2020: MASKENPFLICHT !!

  15. 20.

    Maskenpflicht - erst einmal würde ich einheitliche Einweg-Masken durchsetzen, die Stoffmasken einiger sind schon total versifft.

  16. 19.

    Was wollen uns eigentlich die überwiegend Männer mittleren Alters sagen, wenn sie ihren Riechkolben aus der Maske hängen lassen?

  17. 18.

    Ich schliesse mich Ihrem Kommentar vollkommen an: es ist an der Zeit, Menschen, die beatmet werden, die leiden, die Schweres aushalten, einmal zu Wort kommen zu lassen. Diese Gesellschaft verdrängt den Kern dessen, wass Corona bedeutet und/oder bedeuten kann. Corona bedarf nicht nur der Diskussion um wirtschaftliche Folgen der Autoindustrie sondern eine Hinwendung und Mitgefühl, ein Sorgetragen für Andere.

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