Symbolbild/Archiv - Mitarbeiterinnen der Berliner Behördennummer sitzen im Großraumbüro (Bild: imago images/Liesa Johannssen)
Audio: Inforadio | 11.01.2021 | 17:00 Uhr | Ute Schuhmacher | Bild: imago images/Liesa Johannssen

5.000 Notebooks bestellt - Berliner Verwaltung nur zu zwölf Prozent homeoffice-fähig

Der Berliner Regierende Bürgermeister verlangt von der deutschen Wirtschaft mehr Homeoffice-Angebote. Ein Arbeitgeber, der das nicht erfüllt, ist jedoch das Land Berlin selbst. Die Verwaltung war offenbar nicht gut vorbereitet auf den Lockdown. Von Efthymis Angeloudis

In der Corona-Pandemie steigt der Druck auf die Berliner Verwaltung, mehr ihrer Mitarbeiter die Arbeit von Zuhause aus zu ermöglichen. Ziel der Senatsverwaltung sei es, alle Beschäftigten des Landes Berlin mit einem mobilen Gerät als Standardgerät auszustatten, bestätigte ein Sprecher der Innenverwaltung rbb|24 am Montag.

"Um diesen Prozess zu beschleunigen ist die Lieferung von zunächst 5.000 Notebooks an die Berliner Bezirke sukzessive ab dem 15.01. geplant", so der Sprecher weiter. Nach und nach solle so die Homeofficefähigkeit in allen Berliner Behörden von derzeit zwölf Prozent "deutlich erhöht werden". Wenn die weiteren Geräte in Gebrauch sind, wäre die Berliner Verwaltung zu rund 17 Prozent homeofficefähig.

Zwölf Prozent, das sind aktuell 12.500 Mitarbeitende, die über einen VPN-Tunnel aus dem Homeoffice auf Ihre Computer in der Verwaltung zugreifen können. Einige Dienststellen wie beispielsweise Bürger- oder Standesämter können viele ihrer Dienstleistungen allerdings nicht aus dem Homeoffice anbieten.

"Mit der Auslieferung von Laptops ist es nicht getan"

Wie eine Recherche von rbb|24 gezeigt hat, ist die Senatsverwaltungen im zehnten Monat nach dem ersten Corona-Lockdown nur höchst unzureichend auf einen erneuten Zusammenbruch des Normalbetriebes im Präsenzmodus vorbereitet. Die Lieferung der bestellten Geräte, solle deswegen so schnell wie möglich beginnen, so dass die Bezirke sukzessive profitieren werden, sagte der Sprecher.

Die Verteilung der Notebooks an die Bezirke richtet sich nach der schnellsten Einsatzbereitschaft der Geräte für die Beschäftigten. "Denn mit der Auslieferung der Laptops ist es nicht getan", so der Sprecher weiter. Da die Bezirke für ihre IT-Infrastruktur selbst verantwortlich seien, werde jetzt vor Ort daran gearbeitet, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um die Notebooks für das mobile Arbeiten einzusetzen.

Klima des Misstrauens gegenüber Homeoffice

Kritik an den fehlenden Möglichkeiten für Homeoffice in der Berliner Verwaltung kommt derweilen von Angestellten in Bezirksämtern und Landesbehörden. Rund 80 Prozent der Beamten seien immer noch täglich im Büro, wie eine Systemadministratorin in einem Bezirksamt rbb|24 bestätigte.

Scheitern würde das Homeoffice nicht nur wegen der fehlenden technischen Möglichkeiten, sondern auch wegen der unzureichenden Anweisungen der Amtsleitung. Mehrere Anträge auf Homeoffice seitens der Belegschaft blieben unbeantwortet, wie ein Betriebsprüfer einer Berliner Landesbehörde rbb|24 mitteilte.

Beklagt wird auch ein "Klima des Misstrauens" gegenüber den wenigen Mitarbeitern im Homeoffice. Amtsleitungen würden davon ausgehen, dass man zuhause nicht arbeite, sagten Beamte dem rbb.

Homeoffice ist Empfehlung, keine Pflicht

Eine Empfehlung an alle Berliner Behörden, Homeoffice-Pläne umzusetzen, erfolgte seitens der Senatsverwaltung für Finanzen am vergangenen Mittwoch. "Dies ist jedoch keine Anweisung", sagte eine Sprecherin auf Anfrage von rbb|24. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) scheiterte im November mit einem Vorstoß für einen Rechtsanspruch auf Homeoffice an der Union [tagesschau.de].

"Wir können den verschiedenen Bezirksämtern nicht vorschreiben, wie viele Angestellte sie nach Hause schicken sollen", sagte die Sprecherin der Finanzverwaltung. Dies sei aufgrund unterschiedlicher Arbeitsabläufe nicht möglich. Wie viele Mitarbeiter die verschiedenen Berliner Behörden im Homeoffice beschäftigen würden, sei Entscheidung der einzelnen Häuser.

"Die Bezirksämter können hier gar nicht eigenständig agieren", erklärte hingegen eine Sprecherin des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg dem rbb. Die Bezirks-Haushalte werden vom Land Berlin zugewiesen und das kommunale IT-Unternehmen (ITDZ) entscheide, was die Bezirksämter technisch machen können und was nicht.

Bezirksämter verweisen auf Regierenden Bürgermeister

Stattdessen verweisen die Bezirksämter auf den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), der Bezirksämtern die Ausstattung mit weiteren Laptops in Aussicht gestellt habe. "Bislang hatten wir nicht die technische Ausstattung, um den Großteil der Belegschaft mit Geräten und Lizenzen ins Homeoffice zu schicken", sagte die Sprecherin des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg. "Das wird sich voraussichtlich in den nächsten Wochen ändern, da der Regierende Bürgermeister den Bezirken eine zusätzliche Ausstattung mit Laptops zugesagt hat", so die Sprecherin weiter.

Die Zahl der Mitarbeiter im Homeoffice solle dabei erhöht werden. "Allerdings werden hierfür weitere Laptops und Lizenzen benötigt." Es gebe bislang nicht ausreichend Dienst-Laptops und VPN-Lizenzen, um alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ohne Kundenkontakt mit Computerarbeitsplätzen im Homeoffice produktiv arbeiten zu lassen.

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Beitrag von Efthymis Angeloudis

57 Kommentare

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  1. 57.

    Natürlich hat sich die Lage geändert, die einen schützen sich vor Corona, die anderen wie der ÖD muss sich das antun.
    Ich muss weiter ohne Homeoffice klar kommen, deswegen Erschwerniszulage in ständigen Umgang mit Risikogruppen.

  2. 56.

    Ach da steckt das Frollein. Kein Wunder, das es im Impfcallcenter nicht klappt.

  3. 55.

    Das ist das gleiche Problem wie die Digitalisierung in den Schulen. 20 Jahre technischer Rückstand lassen sich nicht in 10Monaten aufholen. Ein paar tausend Notebooks, Tabletts und Handys kaufen ist leicht, bringt aber nix ohne die Netze und die eigentlichen Arbeits- bzw. Lerninhalte. Einscannen und als pdf speichern können Maschinen schnell machen, ist aber keine Digitalisierung von Inhalten und Prozessen. Der nächste Fehler der jetzt sicher gemacht wird ist die papierbasierten Prozesse eins zu eins ins digitale zu überführen ohne zu prüfen was da eigentlich für Unsinn gemacht wird. Wir hatten sowas, ein Häkchen das schon immer gemacht wurde, musste dann am Rechner auch gemacht werden. Warum und wofür weiß niemand. War schon immer so.

  4. 54.

    Verwaltungspersonal muss geschützt werden ! Wer sollte auch nach der Pandemie die Toten zählen und die Schubkarren schieben. - Einfach mal ganz tiiieef Luft holen, am Kopf kratzen und weiterleben.

  5. 53.

    "Bei den Baliner Verwaltungen muss man ja immer noch befürchten, dass irgendwo noch ein Frollein die Bananenstecker für die Telefonleitungen stecken muss...."
    Jepp - "Präsentationen" werden auf Overheadprojektoren mit Whiteboardmarkern - abwaschbar, schont die Folie - abgehalten und Hand-Outs kommen frisch aus dem Handkurbel-Hektografiergerät. So erlebt vor rund drei Jahren.

  6. 52.

    Ich arbeite in einem Sozialamt eines Berlin Bezirks. Homeoffice? Guter Witz... Ich könnte, sollte es Laptops mit VPN Tunnel geben, zwar das Fachverfahren nutzen, aber ohne die Papierakten im Büro bringt mir das so gut wie nichts...
    Wir dürften zwar theoretisch die Akten mitnehmen, aber das ist schon ziemlich heikel (und ohne Auto nicht schaffbar...). Wenn da was verloren geht, viel Spaß...
    Bei uns rechnet niemand mehr damit, dass wir die E-Akte noch in diesem JAHRZEHNT bekommen und ohne die kann man als Sachbearbeiter HomeOffice einfach mal komplett vergessen.

  7. 51.

    Ja, es gibt mehrere Möglichkeiten. Mein AG (Bundesbehörde) hatte guten Vorlauf, neben Notebooks mit VPN konnte die IT in kürzester Zeit per Softtoken, Browser und SSI-Server unheimlich viele Leute ins Home-Office schicken. Aber man muss auch ehrlich sein : Wer nicht schon vorher in Server und Virtualisierung und dergleichen gesetzt hatte, war jetzt blöd dran. Und dann gehe ich mal davon aus, dass die Windoofs-10 Migration immer noch nicht durch ist... Und natürlich gehört auch die papierarme Arbeitserledigung genauso dazu, wie IP-basierte Soft-Telefone.
    Bei den Baliner Verwaltungen muss man ja immer noch befürchten, dass irgendwo noch ein Frollein die Bananenstecker für die Telefonleitungen stecken muss....

  8. 50.

    Laptops? Haben die IT-Fachleute nicht die Möglichkeit eine virtuelle dienstliche Umgebung, über Microsoft Office Home oder ähnlichem, auf dem heimischen PC herzustellen? Die Hardware ist nicht das (Haupt-)Problem, eher wer "davor sitzt". Wenn man eine Lösung will, findet man die - hat was mit "Schaffen" zu tun, nicht mit verwalten oder Alter, eher mit Ideologie.

  9. 49.

    Wie hieß es doch neulich so schön bei "Extra 3": "Büros sind magische Orte, an denen man sich gar nicht anstecken kann. Wahrscheinlich gilt in Ihrer Wahrnehmung, Anja, das gleiche auch noch für im Berufsverkehr auch in Corona-Zeiten (!!!) überfüllte Ringbahnen, Busse & Co... Herr, wirf Hirn vom Himmel!

  10. 48.

    Sehr schön, dass Berlin das als Land schafft, endlich, im 2. Lockdown zu handeln.
    In anderen (Kommunal)Verwaltungen sieht es nämlich noch düsterer aus. Da gibt es zum Teil tatsächlich noch Publikumsverkehr und wenn mal ein Laptop ausgegeben wird, dann kann man froh sein, wenn es nicht mit einer Dampfmaschine betrieben werden muss.
    Aber wie sieht es eigentlich in der Bundesverwaltung aus?
    Da hat man von HomeOffice schon mal gehört. Aber selbst der BUND ist nicht in der Lage, seine Angestellten von zu hause aus arbeiten zu lassen. Geschweige denn, dass man mal darüber nachdenkt, die Verwaltung 2.0, wo ja "fast" alles digital funktioniert für ein paar Wochen dicht zu machen und damit Infektionsrisiken senkt und Infektionsketten unterbricht.
    Danke dafür Fr. Merkel und Hr. Heil!!! Sie sind ganz tolle vorbildliche Arbeitgeber

  11. 47.

    Cool, successive ist das Wort für irgendwann im Behördensprech...

  12. 46.

    "Um diesen Prozess zu beschleunigen ist die Lieferung von zunächst 5.000 Notebooks an die Berliner Bezirke sukzessive ab dem 15.01. geplant", so der Sprecher.
    Also, da müßten Sie nochmal nachlesen oder den Sprecher fragen...

  13. 45.

    Sie haben es wirklich auf den Punkt gebracht. Es geht meist um Verlust von Kontrolle. Dankeschön für Ihren Kommentar.

  14. 44.

    Das, was in den letzten Jahren / Jahrzehnten versäumt wurde, wird in solchen Extremsituation offensichtlich und lässt sich aber auch nicht innerhalb von ein paar Monaten ändern.

    Fakt ist, dass gerade Berlin aus Gründen eine kaputtgesparte und modernisierungsbedürftige Verwaltung hat.

    Fakt ist auch, dass in unserer Gesellschaft eine recht starre Vorstellung der Arbeitswelt vorherrscht. Das wurde zuletzt auch deutlich bei der Diskussion um geringere Arbeitszeitwochen (Der Michel geht nun mal 40 Stunden die Woche arbeiten. Basta!); bei der Diskussion ums Grundeinkommen (Der Michel lebt dafür, um zu arbeiten); und nun halt beim Homeoffice (wer nicht auf Arbeit ist, der Arbeitet auch nicht /faulenzt). Meine "Denke" ist teilweise auch noch so...

    Kurz: Meckern gegen die da oben ist wie immer einfach.

  15. 43.

    Na ja ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht.
    Für Home Office müssten alle Prozesse und Daten digitalisiert werden.
    Vertrauliche Unterlagen haben nix in Privatwohnungen zu suchen.
    In den Wohnungen müsste ein normgerechter Arbeitsplatz bestehen. Ich z. B. möchte keinen ungestörten BAP in meiner Wohnung einrichten. Ist mir der Platz zu schade für.
    Und Vorsicht mit der Forderung nach Home Office schleicht sich der Staat auf Dauer aus der Kinderbetreuung raus. Wenn auch langfristig mehr Eltern zu Hause arbeiten sollen oder dürfen, wird der Bedarf und Kosten der Kinderbetreuung auch langfristig sinken. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selbst wissen.

  16. 42.

    Ick möchte aber nicht den Schalterbeamten zuHaus besuchen sondern im Bürger -Rathaus- seinem Verwaltungsbüro.

  17. 41.

    Und wie kommen Sie ins Büro? Und gehen Sie zwischendurch mal in die Teeküche, auf die Toilette oder haben Meetings? Naja, dann bitte mal Solidarität zeigen und ab ins Homeoffice.

  18. 40.

    Solche Verwaltungsjobs könnten wahrscheinlich zu 70 Prozent dauerhaft von Zuhause erledigt werden. Mit Umstellungsphase. Warum müssen den alle innert ins Büro fahren wenn es nicht sein muss? Alte Vorstellung die sich lange halten. Guten Morgen Deutschland

  19. 39.

    Das ist nicht nur beim Land Berlin so. Es gilt auch für die Behörden des Bundes. Wir dürfen eifrig nach wie vor ins Büro. Es wäre so einfach gewesen, sich auf den 2 Lockdown vorzubereiten. Doch damit nicht genug. Die Mitarbeiter werden jetzt auch noch in Großraumbüros (der Arbeitgeber nennt diese Multifunktionsbüros oder so ähnlich) gesteckt. Hurra Corona kann kommen.

  20. 38.

    Genau so sehe ich es auch. Schwarz-rot hat uns totgespart, erst in den letzten Jahren werden endlich wieder Stellen besetzt und RRG hat zum Beispiel in meinem Bereich innerhalb von 3 Jahren das Personal mehr als verdoppelt! Ich nhoffe sehr, dass sie nach September weiter regieren dürfen, sonst geht es wieder bergab.

  21. 37.

    Die Infektionen finden im Privaten Bereich und privaten Firmen statt. In der Verwaltung gilt schon seit März die Einzelbüropflicht bzw. max 2 Personen ab einer Größe von 20qm.

  22. 36.

    Den gab/gibt es doch für bestimmte Mitarbeiter. Aber es liegt in der Hand deines Vorgesetzten, diesen für dich zu beantragen. Bei uns haben alle Mitarbeiter im Außendienst mit Kundenkontakt die "kleine" Prämie (500€) bekommen.

  23. 35.

    Es ist ja auch so, dass die Notebooks fehlen. Jetzt ist es schon so, dass bei der geringen Auslastung das Berliner Landesnetz das nicht erträgt. Bildschirme frieren ein oder stürzen ab. Und nun stelle man sich mal vor, es kommen noch mehr mobile Geräte ans Netz. Dann geht noch weniger als jetzt schon.

  24. 33.

    Hier treffen wie in vielen Behörden, mehrere Probleme aufeinander :
    1. Notebooks (der Begriff Laptop stammt auch aus den 90ern) sind für viele noch ein Status-Symbol. Es muss in die Köppe der Leute, dass die auch nur Arbeitsmittel sind. Früher™ wurden locker 2500 DM für einer 386er ausgegeben, heute bekommst du für 700 € ordentliche Geräte. Konsequenz : Desktop-Systeme mit Notebooks + Docking ersetzen, wo es geht.
    2. Home-Office ist schlecht für die Führungskräfte, denn jetzt müssen die wirklich führen und vor sich vor allem damit auseinandersetzen, was die Leute machen. Bei Präsenz übernimmt ja oft doch die Stechuhr die Führungsarbeit
    3. Es müssen gleichartige Geräte gekauft werden, damit die IT mit Images und Patch-Management-Systemen arbeiten kann.
    4. Man muss auch das Geld für die Lizenzen ausgeben. Da sparen bringt nix. Wenn 2. umgesetzt wird, fällt nicht viel extra an.

  25. 32.

    Nach meiner Erfahrung mit den Behörden nach brauchen die in der Verwaltung einen Tisch und Stuhl. Kaffeemaschine haben die meisten auch zu Hause. Ich sehe das Problem nicht.

  26. 31.

    Es ist bezeichnend wie man so seine eigene Unfähigkeit Zusammenhänge zu begreifen demonstrieren kann. Mal ganz davon abgesehen, dass es kein neues Fahrrad für 300 € zu kaufen gibt.

    Von nüscht keine Ahnung aber davon viel.

  27. 30.

    Man sieht hier schön das Beamten/Bezirksamtproblem, jeder ist nicht verantwortlich. Ist klar das nichts Zustande kommt. Irgendwie muss dort mal alles umgekrämpelt werden, weil die Strukturen behindern dort ja fast alles.

  28. 29.

    "Wir werden nun mal von einer narzisstischen Vorgesetzten-Riege geführt. Diese hat furchtbare Angst vor dem Verlust von Kontrolle und der Chance auf tägliche Stärkung des eigenen Machtgefühls, um den Selbstwert einigermaßen stabil halten zu können."

    Da liegt der Hund begraben.

  29. 28.

    Genau Frau(?) Surbier es ist eine Schande! Dass die AG erwarten dürfen das wir das zuHausbüro machen, jedoch die techn. Voraussetzung dafür der AN stellen muss und der Fiskus dafür 600 € im Jahr an Entschädigungen gewährt, obgleich allein die dauerhafte Aufrüstung des Datenanschlusses Mehrkosten von +20 € bescheren. Ein Geschäftsanschluss wegen der Entstörung dürfte noch teurer werden. Die Möglichkeiten derer die nicht über eine zu große Wohnfläche verfügen, also über Möglichkeiten für Hausarbeit, zu Hause arbeiten, Zuhausebeschulung, Betreuung der Altforderen im Omazimmer ach nein Großelternzimmer über einen großen Zeitraum durchzustehen ist eher beschränkt. Der Umgang mit sensiblen Daten im Bereich meines/Ihres Zuhause ist hoch problematisch. Häcker werden sich über diese Angebot freuen. Wer haftet.Es gibt nochmehr zu sagen doch das nützt nichts wenn die Politiker*Innen und die gehobenen Beamten*Innen immerwieder in einen Modus des Mistrauens gegenüber dem Staatsvolk verfallen.

  30. 27.

    Ziemlich billig, mal wieder alles auf RRG zu schieben. Und zur Rechtfertigung Ihrer Abneigung noch die Thematik der Radverkehrspolitik heranzuziehen, macht Ihr Argument auch nicht gerade gewichtiger. So ein Verwaltungsstau etabliert sich über Jahrzehnte! Das hat Anfang der 2000er unter Schwarz-Rot schon angefangen, als es hieß Berlin wird in Zukunft eine schrumpfende Stadt sein. RRG darf diesen Mist jetzt eigentlich nur ausbaden.

  31. 26.

    Das die Notebooks umsonst angeschafft werden ist nicht wahr. Es werden zukünftig statt neuer PC dann Doggingstationen angeschafft, damit man seinen Laptop im Büro mit einem Bildschirm verbinden kann. Mit diesem Verfahren könnten Arbeitsplätze geteilt und Kosten gesenkt werden.

  32. 25.

    Unglaublich! Und dann wird uns vermittelt die hohen Infektionszahlen entstehen im privaten Bereich. Na wer es glaubt!

  33. 24.

    Vll. sollte sich Berlin von BaWü mal eine dicke Scheibe abschneiden. Eine 2018 gestellte kleine Anfrage über Softwarestandards, also wirklich STANDARDS, liest sich so (nur neun Seiten):
    https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/3000/16_3498_D.pdf
    Schon bei der Antwort zu Punkt 1 auf Seite 3 zu quelloffener Software fängt man teilweise doch schon fast an zu sabbern.

    Berlin ick liebe dir.

  34. 23.

    @Foster: dann fährt der ÖD eben wie immer zur Arbeit, trotz Corona. Wollen Sie jetzt eine Erschwerniszulage, wo sich für Sie quasi nichts geändert hat? Wer hatte denn die Idee, alle Behörden mitten in die Stadt zu legen und Pendeln als Pflicht zu gestalten, weil man keine Parkplätze für die gesamte Belegschaft der Behörde bauen durfte? Ach ja, die Berliner Regierung.

  35. 22.

    Mhhh ... eine musikalische Antwort ...
    Bildschirm hat etwa Tastaturbreite ... 19'' - könnte von der Frontoptik ein FuSi (Fujitsu Siemens) SCENIC VIEW P19-1S sein. Dazu eine Cherry-USB-Tastatur mit Langhubtasten - ist gut, bleibt das Schreibmaschinenfeeling erhalten.
    Unterm Strich wohl eher "Klaus-Lage-Hardware" (Verdamp' lang her). Aber "irgendwie, irgendwo, irgendwann" wirds bestimmt was Neues geben.
    Ich hege die leise Hoffnung, das das Bild etwas älter ist - wenn DAS aber Realität ist - Gute Nacht, Freunde.

  36. 21.

    Von diesem schlafenden Senat kann man gar nichts anderes Erwarten. Es hapert ja nicht nur bei der DIGITALISIERUNG IN DER VERWALTUNG SONDERN AUCH BEI DEN SCHULEN. Dieser Senat ist unfähig irgendwas auf die Reihe zu bringen. Armes Berlin WAS HAT DIESE LANDESREGIERUNG AUS DIR GEMACHT es wird alle höste Zeit daß die Unfähigen abgewählt werden.

  37. 20.

    Deswegen muss der ÖD endlich Corona-Zuschläge bekommen. Wir haben kein kuschliges Ausschlaf-Ohne-Fahrtkosten-Homeoffice.

  38. 19.

    Dass der öffentliche Dienst in Berlin jahrelang kaputt gespart wurde, ist nichts Neues. Alle Mitarbeitenden mit Laptops auszustatten kostet ordentlich Kohle und die müssen die Steuerzahler*innen dann auch bereit sein zu zahlen.

  39. 18.

    Es ist bezeichnend für den zutiefst dogmatisch handelnden rot-rot-grünen Senat, von der Wirtschaft zu fordern, aber selbst totale Inkompetenz und Unfähigkeit bei IT-Problemen zu demonstrieren, die SEIT JAHREN bekannt sind. Gnade uns Gott, wenn die Grünen den Regierenden*/die Regierende* oder das Regierende stellen.... Dann brauchen wir auf dem Mittelsreifen aller Hauptstrassen Pop-Up-Wege für Handkarren....bei der Corona folgenden Massenarbeitslosigkeit. Mit Hartz 4 kann man sich kein neues Fahrrad für 300€ mehr kaufen...

  40. 17.

    Ich kann bestätigen, dass wir 2 Jahre lang für Homeoffice bei uns im Bezirksamt kämpfen mussten, der stärkste Widerstand kam von der Frauenbeauftragten (bloß keine Arbeit mit nach Hause nehmen). Im März ging dann alles ganz schnell und seit Dezember sind ca. 90% der Mitarbeiter mit Stick oder Laptop ausgestattet. Die größte Hürde sind einfach freie Lizenzen für VPN-Tunnel. Wir können natürlich trotzdem nur 2 bis 3 Tage pro Woche zu Hause arbeiten, da Betriebskontrollen die physische Anwesenheit erfordern, aber besser als nichts.

  41. 16.

    5000 Notebooks für die Verwaltung?
    Ihr habt noch nicht mal die versprochenen ipads für die Schüler besorgt!!

    Aber vielleicht schafft es ja ein stolzer Besitzer der 5000!!!
    Ein Armutszeugnis für den gesamten Berliner Senat!!!

  42. 15.

    Wenn homeoffice keine Option ist, erwarte ich von der Verwaltung, dass sie Aufgaben posteorisiert und so viele Mitarbeiter*innen wie möglich dann eben für einen Monat ohne konkrete Arbeit zu Hause lässt.

    Bitte, Berliner Verwaltung, macht mit beim zu Hause bleiben und legt den Präsentismus zumindest temporär ab. Danke.

  43. 14.

    Selbst wenn die Technik usw. in ausreichendem Maße da wäre, würde das vermutlich nicht die Zahl der Mitarbeiter*innen im Homeoffice stark erhöhen.
    Mein Arbeitgeber hat die Technik verteilt und denn wird von den direkten Vorgesetzten weitgehend erwartet, dass man höchstens ein/zwei Tage je Woche zu Hause arbeitet. Es wird in den Berliner Behörden kaum anders sein. Wir werden nun mal von einer narzisstischen Vorgesetzten-Riege geführt. Diese hat furchtbare Angst vor dem Verlust von Kontrolle und der Chance auf tägliche Stärkung des eigenen Machtgefühls, um den Selbstwert einigermaßen stabil halten zu können. Das verhindert leider, dass Vorgesetzte Erfahrungen mit durch Respekt und Vertrauen motivierte, leistungsbereite machen und so diese virusfördernde Haltung gegenüber Homeoffice abgelegt werden kann.

  44. 13.

    Wenn Corona vorbei ist wird bestimmt wieder die schwarze null ein Ziel der Regierung sein. Auch in 10 Jahren schwimmt D. noch Computermäßig in den 90-er Jahren. Da helfen auch keine 5.000 neue Laptops.

  45. 12.

    Hoffentlich gibt es 5000 Mitarbeiter, die einen pc bedienen können und nicht mit Bleistift und Stempel vor dem Monitor sitzen.

  46. 11.

    Ich arbeite in einem der Bezirksamt. Wir sind einer der wenigen Bereiche in unserem Amt, die Laptops haben und trotzdem dürfen wir bisher nur 2 Tage im MONAT im Homeoffice arbeiten trotz Corona-Lockdowns. Es ist wirklich unglaublich!!! Das Mißtrauen gegenüber KollegInnen im Homeoffice ist riesig und die Strukturen verkrustet.

  47. 10.

    Solange ich in Werder am Plessower See von der Telekom bei einem 50er DSL Vertrag trotzdem nur 300 Kilobyte/Sekunde Downstream bekomme und die Telekom nicht bereit ist, die Nebenstraße auszubauen und Vodafone direkt beim Verfügbarkeitstest abwinkt, gleichzeitig das Mobilfunknetz auch nur einen Balken LTE oder alternative nur Egde (auch Telekom), kann ich nicht mal einen Film bei Amazon streamen, der nicht wegen schwacher Verbindung abgebrochen wird. Homeoffice, Remote oder Virtualisierung per Stream sind einfach nicht machbar. Aber es wird sich nichts ändern, denn man hat den Anbietern ja nicht 100% Abdeckung auferlegt. Ich behaupte mal, man müsste die LTE Antennen nur eine Handbreit höher anbringen und das Funkloch hier wäre Geschichte.

  48. 9.

    Und sich dann wundern, warum so viele Menschen unterwegs sind....
    Versagt auf ganzer Linie, würde ich dazu sagen

  49. 8.

    Ich sag nur: Schilda läßt grüßen!

  50. 7.

    Wenn ein Klima des Misstrauens beim Homeoffice herrscht, dann sind die meisten Führungspositionen in der öffentlichen Verwaltung in Berlin mit entsprechend inkompetenten Leuten besetzt. Erfilgreich führen kann man auch mit entsprechendem Abstand. In der Berliner Verwaltung aber nicht weiter verwunderlich. Woanders geht das sehr gut....

  51. 6.

    Es ist doch seit Jahren allgemein bekannt, dass (nicht nur) Berlin eine digitale Wüste ist. Wen wundert´s, wenn nur alte Männer und Frauen ohne Fachkompetenz das Land regieren...Es wurde soviel Geld in Autokonzerne, Banken und andere Lobbyunternehmen gepumpt, Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Verwaltung jedoch systematisch kaputtgespielt. Es ist in Teilen nicht nur kontraproduktiv, den Föderalismus zu pflegen, in dem jedes Bundesland seine eigene Suppe kochen kann. Erst recht der Föderalismus im Foderalismus in Berlin sollte endlich abgeschafft werden. Soll heißen: nicht jeder Berliner Bezirk sollte zuständig und verantwortlich sein. Eine zentrale Koordination Berlins für Verwaltung, Gesundheit, Bildung etc. ist erforderlich. Ein genereller Strukturwandel muss endlich her.

  52. 5.

    Lehrerinnen und Lehrer müssen sich die Notebooks selbst kaufen und aus eigener Tasche bezahlen.

  53. 4.

    Die Recherche ist soweit richtig, aber etwas tiefer geht es noch. Die zentrale IT Stelle will keine digitale Erweiterung, da sitzen Leute deren Ansichten aus dr Zeit mit Schreibmaschine sind. Die drücken seit Jahren auf die Bezirke. Richtiges Arbeiten ist so schon nicht möglich! Speicher sind immer knapp, versenden und bearbeiten extrem Eingeschränkt. Berlin ist so weit hinten, das ist erschreckend. Mein alter Dienstherr, nicht Berlin, war viel viel weiter. Ich konnte mit gesicherten Zugang von privaten Geräten auf alles zugreifen. Homeoffice wsr gar kein Problem. Alles viel geordneter und richtige Fachprogramme gab es auch. Das war vor 5 Jahren. In dieser Zeit hat sich in Berlin gar nichts entwickelt! Alle machen es wie immer, visionäre Gedanken gibt es nicht. Verantwortliche haben vom Alltag gar keine Ahnung. Die 2. Welle war abzusehen und keiner hat sich vorbereitet, alle haben gewartet und sogar noch gefordert als gäbe es keine Beeinträchtigungen.

  54. 3.

    Das ist der Arbeitsplatz-Prototyp einer aktuellen Digital-Studie...

  55. 2.

    Ohne Sinn und Verstand werden einfach mal wieder 4-5 Mio € rausgehauen, Ist ja nur Steuergeld, das Geld der anderen... Es gibt kein Konzept, für welchen Arbeitsplatz das überhaupt sinnvoll ist. Natürlich heben alle den Finger, alle wollen schön zu Hause bleiben und noch eine Laptop on Top. Aber ob das Verwaltungssystem dadurch besser funktioniert habe ich meine Zweifel, klappt ja jetzt auch nur mit Abstrichen. Ich sehe schon die tausende Laptops ungenutzt rumliegen...


  56. 1.

    .. und sowas maßt sich aber an in alle gesellschaftlichen Bereiche einzugreifen und vorzuschreiben was sie wie wann wo zu machen haben.
    Von wann sind denn diese 4:3 Monitore wenn das Bild halbwegs aktuell ist ??

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