Geflüchtete aus der Ukraine - Potsdam eröffnet zentrales Versorgungszelt für Kriegsflüchtlinge

Do 28.04.22 | 15:44 Uhr
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Symbolbild: Versorgungszelt am Hauptbahnhof Berlin am 13.03.2022. (Quelle. dpa/Michael Hanschke)
Bild: dpa/Michael Hanschke

Die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam eröffnet am Samstag in der Innenstadt ein zentrales Info- und Versorgungszelt für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Dieses sei vor allem zur Unterstützung der Geflüchteten gedacht, die privat untergebracht worden seien, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

"Die Anlaufstellen, Bürgerhäuser und Ehrenamtlichen haben uns gespiegelt, wie wichtig vor allem für diese Menschen ein zentraler Versorgungspunkt in der Innenstadt ist", sagte Sozialdezernentin Brigitte Meier. Dort werde auch Beratung zu finanziellen Hilfen und zu allen Fragen rund um Arbeit, Aufenthalt und Unterkunft angeboten.

2.700 Kriegsflüchtlinge in Potsdam

Daneben soll der Versorgungspunkt den Kriegsflüchtlingen als Treffpunkt dienen. "Wir bieten damit vor allem einen zentralen Anlaufpunkt für Geflüchtete, die in Privathaushalten untergekommen sind und Unterstützung bei der täglichen Versorgung benötigen", sagte Christine Großer von der Flüchtlingshilfe des Deutschen Roten Kreuzes, die das Versorgungszelt betreibt. In dem 300 Quadratmeter großen Zelt gibt es während der täglichen Öffnungszeiten auch Waschmaschinen und Trockner und eine Ausgabestelle für Lunchpakete.

Bei der Potsdamer Ausländerbehörde hätten sich bislang knapp 2.700 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gemeldet, teilte die Stadt mit. Landesweit sind nach Angaben des Sozialministeriums rund 24.000 Menschen aus der Ukraine registriert. Mehr als 80 Prozent von ihnen seien privat untergebracht.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 28.04.2022, 19:30 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Gibt es auch noch ein paar Millionen für die hungernden Kinder in Afrika?
    Die Arche Berlin braucht ca. 10.000 Euro fürs Mittagessen für die Kinder.
    Die Tafeln müssen die Menschen abweisen, weil nichts mehr da ist.
    Soziale Einrichtungen bekommen keine Spenden mehr.

    Es wird uns m.E. alles um die Ohren fliegen ... die Spaltung macht Riesensprünge ...

  2. 2.

    "...ein Versorgungszelt für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine..." - sicherlich notwendig.
    Wo sind die anderen Kriegsflüchtlinge und Asylsuchende abgeblieben? Ist jetzt "Ruhe" auf dem Mittelmeer, an der poln./Belarus Grenze oder auf den griech.Inseln?
    Wie bei der Corona Pandemie überschlagen sich die Angst hervorrufenden Schlagzeilen, Schrecken verkauft sich gut.
    Das Haus Europa brennt, Politik und Medien werfen Scheite ins Feuer. Die Pandemie sorgte 2 Jahre für fette Schlagzeilen, und der Krieg

  3. 1.

    Ich möchte eines von vornherein klarstellen, damit niemand einen falschen Eindruck von mir bekommt. Ich bin jederzeit dafür, Kriegsflüchtlingen jede erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen aber warum hat/lässt man diese Hilfen
    NICHT ALLEN KRIEGSFLÜCHTLINGEN
    zukommen ???
    Warum werden Nationalitäten gegeneinander ausgespielt? Denn es ist doch völlig egal aus welchem Land ein KRIEGSflüchtling kommt.
    ALLE brauchen unsere Hilfe aber leider habe ich den Eindruck, dass UKRAINER bevorzugt werden.

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