Mahnwache und Demonstrationszug - Hunderte demonstrieren in Berlin gegen Krieg in Ukraine

Sa 09.04.22 | 21:05 Uhr
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Archiv: Demonstration gegen den Krieg Russlands in der Ukraine vor dem Reichstagsgebäude. Berlin, 03.03.2022 (Quelle: dpa/Sebastian Gabsch/Geisler-Fotopress)
Bild: dpa/Sebastian Gabsch/Geisler-Fotopress

Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Berlin gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Zu einer Mahnwache der Initiative "Demokrati-JA" vor der Russischen Botschaft versammelten sich am Nachmittag rund 90 Menschen, so die Polizei. Angemeldet waren demnach 100 Teilnehmer.

Die Aktion stand unter dem Motto "Putinists, you will pay for your crimes" (Putinisten, ihr werdet für eure Verbrechen zahlen). Damit wird auf die ukrainische Stadt Butscha hingewiesen. Dort wurden Dutzende Leichen entdeckt, nachdem sich die russische Armee aus der Stadt zurückgezogen hatte. Die Ukraine wirft Moskau Kriegsverbrechen an Zivilsten vor.

Unter dem Slogan "No war but class war" zog zeitgleich ein Demonstrationszug vom Boulevard Unter den Linden zum Rosenthaler Platz. Die Polizei berichtete von "in der Spitze rund 380 Teilnehmern" - angemeldet waren 500. Die Proteste richteten sich hier gegen den Krieg und das militärische Aufrüsten der beiden Blöcke Russland und Nato. Beide Versammlungen verliefen ohne Störungen, sagte eine Polizeisprecherin am Samstagnachmittag.

Sendung: rbb24 Abendschau, 09.04.2022, 19.30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Leider haben Sie die Wichtigsten vergessen: Tausende, die ehrenamtlich den Geflüchteten helfen und Unmengen von Spenden zusammentragen.... bitte schalten Sie doch Ihre Ironie ein bisschen runter....

  2. 4.

    Berlin ick bin stolz uff dir
    Ein dutzend "Aktivisten" kleben sich fest, gegen irgendwas, 50 stehen Mahnwache vor der russischen Botschaft wegen Butscha, 380 laufen gegen die Aufrüstung, 500 strampeln gegen die A100, 900 hupen ProRussisch und 70000 feiern / trauern im Olympiastadion.
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt

  3. 3.

    "No war but class war" ist ein Slogan, der Putin in dem Glauben gestärkt hat, dass er sich wie schon seine Vorgänger1920 und 1944 an der Ukraine vergehen dürfe. Er war sich wohl sicher, dass es weiterhin keine harsche Reaktion "des Westens" geben würde. Schliesslich richteten die Klassenkampf-Träumer noch kurz vor Abschluß seines Aufmarsches "solidarische Grüsse" an ihn wie ihn auch das andere Extrem des politischen Spektrums in der Richtigkeit seines Tuns bestärkte.

    Dabei haben Baerbock und Habeck die Zeichen der Zeit erkannt und so manchen Friedens"aktivisten" wieder mal unsanft geweckt. Bei Scholz und insbesondere Lambrecht bin ich mir aber noch nicht sicher.

  4. 2.

    "Der ukrainische Staatschef mahnte erneut mehr Unterstützung an. "Deutschland hat uns nicht mit Waffen unterstützt. Deutschland hat offen darüber gesprochen, dass wir kein Mitglied der Nato sein werden. Aber wenn wir ehrlich bleiben: Die Rhetorik von Deutschland hat sich verändert. Deutschland ist konservativ und kalt – aber der Zug hat sich bewegt."
    Geht's noch?

  5. 1.
    Antwort auf [freden] vom 09.04.2022 um 21:29

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