Demonstrationen am Sonntag in Berlin - Tausende wollen für den Frieden in der Ukraine auf die Straße gehen

Sa 26.02.22 | 17:30 Uhr
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Menschen nehmen an einer Demonstration gegen den Krieg und den russischen Einmarsch in die Ukraine vor der Russischen Botschaft teil. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Audio: rbb 88.8 | 25.02.2022 | Silke Mehring | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Für Sonntag ist eine Großdemonstration mit 20.000 Teilnehmern an der Siegessäule geplant. Auch Freitag und Samstag hat es bereits viele Proteste gegeben, auf denen Menschen das Ende des Krieges in der Ukraine gefordert haben.

Mit einer großen Demonstration will ein Bündnis zahlreicher Organisationen am Sonntag in Berlin gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine protestieren. Die Polizei rechnet ab 13 Uhr mit mindestens 20.000 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni an der Siegessäule. Der Titel lautet: "Stoppt den Krieg. Frieden für die Ukraine und ganz Europa".

"Inmitten Europas herrscht Krieg - direkt in unserer Nachbarschaft", heißt es im gemeinsamen Aufruf. Russlands Präsident Wladimir Putin verletze "in dramatischer Weise" das Völkerrecht. "Wir fordern die russische Regierung auf, sofort alle Angriffe einzustellen, sich aus der Ukraine zurückzuziehen und deren territoriale Integrität wieder herzustellen." Putins Krieg gelte auch Europa, der deutschen Demokratie und dem freiheitlichen Wertesystem.

Zu dem Bündnis gehören unter anderem DGB und Verdi, die Umweltschutzorganisationen Greenpeace, WWF, BUND und Naturfreunde, die linke Initiative Attac, die Flüchtlingshilfsorganisation Seebrücke, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, das Netzwerk Friedenskooperative und Pax Christi.

Bereits Freitag und Samstag hat es zahlreiche Proteste gegeben

Am Samstagnachmittag versammelten sich nach Schätzungen der Polizei mehrere Hundert Menschen vor der russischen Botschaft in Berlin-Mitte. Die Teilnehmer schwenkten ukrainische Fahnen und zeigten Transparente, auf denen unter anderem militärische Unterstützung seitens der Bundesregierung gefordert wurde, wie ein Polizeisprecher dem rbb mitteilte.

Am Freitagabend war das gemeinsame Singen des Landesmusikrates Berlin vor dem Brandenburger Tor ein emotionaler Höhepunkt der Proteste. Die Veranstalter rechneten nur mit einer Hand voll Leute. Gekommen waren aber 3.500 Berliner, um unter dem Motto "Kultur gegen Krieg" mit Chören, Ensembles und Musikern für den Frieden zu singen.

Am Freitagnachmittag protestierten außerdem etwa 600 Menschen für "Sanktionen gegen Russland - Frieden für die Ukraine" vor dem Kanzleramt. Am Freitagvormittag hatten sich vor dem Rathaus Schöneberg etwa 200 Menschen zu einer Solidaritäts-Veranstaltung mit der Ukraine versammelt. Dafür wurde auch die Freiheitsglocke geläutet. 450 Menschen hatten am frühen Freitagabend eine einstündigen Mahnwache am Rosa-Luxemburg-Platz abgehalten.

Friedensläufe in Berlin und Brandenburg

Berliner und Brandenburger Karnevalisten haben am Samstagmorgen in Potsdam mit einem Friedenslauf anlässlich des Kriegs in der Ukraine begonnen. Der ursprünglich als reine Karnevalsveranstaltung geplante Lauf solle ein Zeichen gegen den russischen Einmarsch in die Ukraine setzen, sagte der Präsident des Karnevalsverbands Berlin-Brandenburg, Fred Witschel.

Bis Montag wollen die Karnevalsvereine in Berlin und Brandenburg zusammen eine Strecke von 1.111 Kilometern ablaufen.

Sendung: Inforadio, 26.02.2022, 16:44 Uhr

100 Kommentare

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  1. 100.

    Keiner aber ich muß ja auch nicht die Fake News von RT nachplappern. Sowas wie "Und noch dazu hätte man Putin ernst nehmen sollen und ihn nicht ausschließen und vorführen dürfen." könnte auch von RT stammen oder?

  2. 99.

    Keiner aber ich muß ja auch nicht die Fake News von RT nachplappern. Sowas wie "Und noch dazu hätte man Putin ernst nehmen sollen und ihn nicht ausschließen und vorführen dürfen." könnte auch von RT stammen oder?

  3. 98.

    Fehlt nur noch das übliche "Andersdenke" Geschwafel. Was anderes fällt euch Putintrollen nicht ein?

  4. 96.

    Was Putintrolle so als "Optionen/Überlegungen " deklarieren ist in der Tat nicht naiv. Bekommen sie dafür wenigstens genug bezahlt?

  5. 94.

    Die NATO-Osterweiterung ging offenbar nicht weit genug! Zugeständnisse an Putin, siehe Nichtinstallationen von Raketen bspw. in Polen, sind Fehler gewesen. Der Mann hat das Selbstbestimmungsrecht der Völker bis heute nicht begriffen. Thomas/Erkner/23:01 hat das ausgesprochen treffend zusammengefasst, das mit der Echokammer usw., danke dafür. Abschreckung hat uns Jahrzehnte des Friedens in Europa gebracht. Wir erleben gerade, wenn diese Abschreckung nicht zieht und aufgeweicht wird, wittern Leute wie Putin Morgenluft.

    Russland hatte es selbst in der Hand, sich in den letzten 30 Jahren einen geachteten Platz in der Weltgemeinschaft zu erarbeiten. Ideologisch verbrämt kriegen sie es aber nicht hin. Denn: Schuld sind immer die anderen. Und dazu bekommen wir pausenlos Putins Jammerlappengewäsch um die Ohren gehauen. Es ist unerträglich. 13 Uhr an der Siegessäule!

  6. 93.

    Demo heute um 13 Uhr- wer weißt? Wo ist Beginn und wo Abschluss-Veranstaltung??? Wer spricht? Schröder, Merkel, vielleicht mindestens Matthias Platzeck?

  7. 92.

    Wenn Sie meine Optionen/Überlegungen zur Beendigung dieses Krieges als "seltsam und naiv" bezeichnen, würden mich wrklich Ihre "Ideen" interessieren.
    Weitere Waffenlieferungen? Soldaten der Nato in die Ukraine? Begnn des 3. Weltkrieges?

  8. 91.

    nich lang schnacken...
    um 13 Uhr ab zur Siegessäule!

  9. 90.

    Tun sie bereits. Die Rechnung für Putin, welche das auch immer sein soll, geht so wieso nicht auf. Weder wird die Ukraine fallen, noch wird Putin seinen eigenen Flächenbrand politisch überleben.
    Es ist immer dasselbe mit diesen testosterongesteuerten Spinnern auf diesen Planeten. Erst umgeben sie sich mit Lakeien die nur das Plappern was der große Führer hören will und zum Schluß haben sie durch ihre selbst geschaffenen Echokammern komplett den Bezug zur Realität verloren und entfachen Flächenbrände an denen sie sich schließlich selbst den Arsch verbrennen.
    Nur dürfen dabei wieder alle die Zeche für den Irren bezahlen. Wir haben ja auf dem Planeten auch sonst keine dringenden Probleme zu lösen.

  10. 89.

    Wir müssen die Tapferkeit des Ukrainischen Soldaten nicht nur mit Waffenlieferungen, sondern auch mit eigenen Taten ehren. Es ist an der Zeit, sich den Heimatschutz auf die Fahne zu schreiben und gemeinsam mit unseren europäischen Kameraden ein Bollwerk gegen den Feind im Osten zu errichten, der Freiheit, Selbstbestimmung und Frieden mit Füßen tritt. Nur glaubhafte militärische Abschreckung wird das deutsche und seine Brudervölker vor Männern wie Putin schützen.

  11. 88.

    "Könnte nicht ein "Sieg der Menschlichkeit" oder "Der Klügere gibt nach" gelten und damit einen Putin nicht als "Sieger" hervorgehen lassen? "

    Seltsame "Argumentation". Äußerst seltsam... und naiv.

  12. 87.

    Ich hab schon längst meist die Gas Heizung aus. Ist doch schon fast Frühling.. Und lauf daheim in shirt und kurzer Hose rum.. Und nicht wegen dem Russen.... Ist einfach viel angenehmer..

  13. 86.

    Wenn dieser Feigling Putin die Ukraine möchte, soll er sich ins Auto setzen und versuchen sie sich zu holen, aber dafür ist er einfach nicht stark genug und schickt lieber andere unschuldige Menschen vor, die für ihn den Kopf hinhalten sollen.
    Alle Nationen müssen nun die härtesten Sanktionen hierfür aufrufen und im Moment schäme ich mich dafür, dass Deutschland hier so zögerlich agiert.
    Dieser Verrückte versteht nur eine harte Sprache, auch, wenn es uns selbst weh tut.
    Ich schalte sofort meine Gaszufuhr ab und stelle Heizlüfter auf, um die restliche Kälteperiode zu überbrücken.
    Wenn alle, die es können, auf gleiche Weise tun, brauchen wir kein Gas aus Russland.
    Lasst uns gemeinsam gegen Putin und seinesgleichen kämpfen und die Ukraine unterstützen.
    Liebe Russen werdet wach und informiert euch über die Grenzen hinaus, was Putin mit eurem Land anrichtet.

  14. 85.

    Putin & Co. hat bereits weltweit verloren.
    Muss jetzt die Ukraine "platt" gemacht werden, tausende Menschen sterben und auf der Flucht sein?
    Könnte nicht ein "Sieg der Menschlichkeit" oder "Der Klügere gibt nach" gelten und damit einen Putin nicht als "Sieger" hervorgehen lassen?

  15. 84.

    Rosa Luxemburg war wohl eine intelligente Frau und ihrer Zeit weit voraus...nun ja.. Geändert hat sich seit 100 Jahren so gut wie nichts.. Wie auch.. Die strippenzieher ziehen die faeden schon an den fuer sie richtigen faeden.. Immer schön die Menschen und voelker gegeneinander ausspielen.. Und in Angst halten..

  16. 83.

    Ohne Ukraine auch nicht...von daher, schwache Argumentation.

  17. 82.

    Ich hätte nicht gedacht, dass einer aus ihren Reihen Rosa Luxemburg zitiert. Obwohl, das war ja mit "Andersdenkenden" auch so.

    Ihr habt sie nur nicht verstanden.

    "Die Dividenden steigen und die Proletarier fallen." Das war in der Tat schon immer so.

  18. 81.

    Opfer sind die Menschen in der Ukraine.. Auch die Russen werden leiden.. Und wir Europäer.. Armut und Arbeitslosigkeit werden rasant steigen.. Gewinner.. Russische und ukrainische sogenannte oligarchen dazu die Wallstreet und ihre Anleger und die City of London. War bisjetzt nach jedem angezettelten Krieg so. Traurig aber wahr..


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