Mehr Material für Katastrophenschutz - DRK-Präsidentin Hasselfeldt fordert stärkeren Zivilschutz

Do 24.03.22 | 09:00 Uhr
Flüchtlinge aus der Ukraine werden in Tegel aufgenommen (Bild: imago images/Jens Schicke)
Audio: Inforadio | 24.03.2022 | Gerda Hasselfeldt | Bild: imago images/Jens Schicke

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, fordert angesichts des Ukraine-Krieges mehr Mittel für den Zivilschutz in Deutschland. Neben der äußeren Vorsorge im Militärbereich müsse mehr für die Bevölkerung in Katastrophenfällen getan werden, sagte sie am Donnerstagmorgen im Inforadio des rbb.

Konkret forderte sie, mehr Material bereit zu halten - etwa Feldbetten, Sanitäranlagen oder Stromaggregate für Notunterkünfte. "Für das große Zelt auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens in Tegel hatten wir nur die nötigen Materialien zur Verfügung, weil wir schon vor zwei Jahren so aktiv dafür geworben haben", betonte sie. Das DRK versorgt federführend ukrainische Geflüchtete auf dem Gelände in Tegel.

Hasselfeldt zieht positives Zwischenfazit zu Tegel

Im Ankunftszentrum klappe es inzwischen "für die Umstände gut, auch die Zusammenarbeit mit den Behörden", so Hasselfeldt. Die Erstaufnahme und Registrierung der Geflüchteten sei Aufgabe des Staates, "wir können nur mithelfen bei der Organisation der Unterbringung, bei der Versorgung, Verpflegung, bei medizinischer und sanitärer Unterstützung. Da sind wir gut vorbereitet", sagte die DRK-Präsidentin im rbb.

Die spontane Hilfsbereitschaft der Menschen und die Arbeit der Hilfsorganisationen seien "eine ganz wichtige Grundlage und unbedingt notwendig. Beim DRK haben wir bundesweit ein ungebrochenes Engagement", so Hasselfeldt weiter.

Sendung: Inforadio, 24. März 2022, 7:25 Uhr

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