Verteilung auf Bundesländer besser - Senat spricht von "stabiler Lage" bei der Flüchtlingsankunft in Berlin

Fr 18.03.22 | 21:17 Uhr
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Geflüchtete Frauen aus der Ukraine warten nach ihrer Ankunft aus Berlin, vor einer ehemaligen Quarantäne-Einrichtung, in ihrem Bus auf das Aussteigen. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)
Audio: Inforadio | 18.03.2022 | Christoph Reinhardt | Bild: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Immer noch kommen täglich tausende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Berlin an. Inzwischen hat sich die Verteilung auf andere Bundesländer verbessert, heißt es von der Sozialverwaltung. Doch viele Geflüchtete suchen sich auch eigene Wege.

Die Zahl der in Berlin ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine ist stabil. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht der Berliner Sozialverwaltung hervor.

Verlässliche Zahlen über den genauen Umfang der Geflüchteten gibt es aber weiterhin keine. Zu den fast 4.700 Menschen, die am Donnerstag mit Bussen und Zügen die Berliner Bahnhöfe erreichten, käme wahrscheinlich noch eine deutlich höhere Zahl an Geflüchteten, die Berlin privat organisiert und meist mit dem Auto erreichen, hieß es.

Giffey begrüßt Engagement des Bundes

Dem Bericht zufolge hat sich zwar inzwischen die Verteilung in anderen Bundesländer verbessert. So habe der Bund für Freitag 40 Busse angekündigt, die bis zu 2.500 Geflüchtete weiterverlegen sollten.

"Wir begrüßen das Engagement des Bundes in der Koordinierung und für eine gerechte Verteilung der Geflüchteten in allen Bundesländern", sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD). "So muss es weitergehen, nur so werden wir die gemeinsame Kraftanstrengung gut meistern."

Viele Geflüchtete suchen sich eigene Wege

Allerdings wolle eine zunehmende Zahl der Menschen in Berlin bleiben, heißt es in dem Lagebericht. Immer wieder sei zu beobachten, dass Geflüchtete eigene Wege gingen, weil sie mit der geplanten Weiterverlegung nicht einverstanden seien, hieß es. Die Verteilung an andere Bundesländer ist freiwillig, so lange der 90-tägige Touristen-Status für die Geflüchteten gilt.

Die Unterbringung für die Nacht ist dem Bericht nach weiter gewährleistet. Am Donnerstag hatte der Senat 900 Menschen untergebracht. Zuletzt waren wieder 1.000 Übernachtungsplätze frei. Das neue Ankunftszentrum in Tegel steht vor der Fertigstellung. Neben zuletzt 262 Freiwilligen aus der Berliner Verwaltung werden dort seit Freitag auch 80 Bundeswehrsoldaten für die Registrierung von bis zu 10.000 Geflüchteten pro Tag eingesetzt.

Sendung: Inforadio, 18.03.2022, 21:00 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    Da haben Sie völlig Recht.
    Mich ärgert es immer wieder wenn die Damen vom Senat sich damit schmücken alles im Griff zu haben und im Grunde genommen quatschen die nur dummes Zeug und die Ehrenamtlichen ziehen die Karre aus dem Dreck.
    Frau Giffey ist ja anscheinend so sozial eingestellt und merkt garnicht das .Mitarbeiter in den Ämter am Limit sind.







  2. 10.

    nicht nur diese Regierende sondern genau eine Sozialsenatorin namens Katja Kipping, diese hat keine Ahnung meint aber alles in den Griff zu bekommen, hat auch ihre Wähler in Dresden im Stich gelassen um in Berlin Kariere zu machen und gehört der Linken an, die gegen Waffenlieferung ist, also bitte

  3. 9.

    „Der Senat nennt es stabil, ich nenne es stabiles Chaos“

    Und ich nenne Ihren Kommentar destruktiv und bösartig.

    „Die Zahl der in Berlin ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine ist stabil.“

    Das ist doch erst mal keine schlechte Nachricht. Aber was erwarten Sie eigentlich in solch einer absoluten Ausnahmesituation? Einfach „business as usual“? Wie soll das bitte gehen?

    Wenn Sie unbedingt gegen irgendjemanden wettern wollen, dann doch bitte gegen den größenwahnsinnigen kleinen Mann im Kreml, der in der Ukraine vollkommen skrupellos Zivilisten bombardieren – und sogar ganz gezielt Krankenhäuser und Schulen beschießen lässt – und so die Menschen aus purer Angst um ihr Leben zur Flucht zwingt.

  4. 8.

    Glaubt dies irgendjemand?
    Aber das Schönreden + BAGGATELLISIEREN Innenpolitischer Probleme kennen wir ja nun bereits seit JAHREN!
    Warten wir mal, was in 2 Wochen ist.
    Und erst recht in 2 Monaten.

  5. 7.

    „Es muss ein sofortiger Aufnahmestopp her. Berlin ist nicht der Nabel der Welt und auch Hilfe hat Grenzen.“

    Wie gut, dass Sie mit Ihrer Meinung nicht der Nabel der Welt sind. Ich wünsche Ihnen, dass Sie selbst nie in die Situation kommen, die Gräuel eines Krieges hautnah miterleben zu müssen und aus Angst um Ihr Leben gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen und in ein fremdes Land fliehen müssen. Und wenn doch, wünsche ich Ihnen, dass Sie dann NICHT auf Menschen mit einer Einstellung wie der Ihren treffen.

  6. 6.

    Frau Giffey bezieht sich damit auf die gerechtere Verteilung der Menschen auf die anderen Bundesländer. Und damit darf es Ihrer werten Meinung nach nicht weitergehen?

  7. 5.

    Der Senat nennt es stabil, ich nenne es stabiles Chaos

  8. 4.

    Es muss ein sofortiger Aufnahmestopp her. Berlin ist nicht der Nabel der Welt und auch Hilfe hat Grenzen.

    Wir Beamte und Angestellte der Berliner Verwaltung haben es gründlich satt, wieder verheizt zu werden.

    Deutschland hat noch 15 andere Bundesländer.

  9. 3.

    Der Seant meldet "Stabile Lage" bei den Flüchtlingsankünften, die Sozialämter werden von den Flüchtlingsankünften überrannt.
    Passt irgendwie nicht zusammen.....

  10. 2.

    Mittlerweile mache auch ich mir so meine Gedanken. Was wäre wenn Putin auch nach bem Baltikum giert und die nächste, größere Flüchtlingswelle einsetzt? Ich traue weder Moskau noch Peking über den Weg ähnlich in Eurasien wenn auch von dort Flüchtlinge bis hierher kommen sollten. Was wenn beide bereits in diesen scheiß Krieg verwickelt sind, sich gegenseitig stützen. Putin will expandieren um jeden Preis und als Sahnetupferl die Vormachtstellung in ganz Europa. Könnten dann vermutlich Millionen von Flüchtlingen sein die er vor sich her treibt. Putin ist und bleibt ein KGB Agent, kaltschnäuzig, verlogen und mit ca. 60000 Taktischen Atombomben sehr gefährlich. Europa du brauchst jetzt viel Stärke.

  11. 1.

    " So muss es weitergehen "
    Wie blauäugig ist eigentlich Frau Giffey?
    So kann und darf es nicht weitergehen.

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