Nach Fridays-for-Future-Aufruf - Tausende Schüler demonstrieren gegen Krieg in der Ukraine

Do 03.03.22 | 15:13 Uhr
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Fridays for Future Protest #StandWithUkraine am 03.03.2022 in Berlin. (Quelle: rbb|24/Stefan Oberwalleney)
Audio: Inforadio | 03.03.2022 | Ann Kristin Schenten | Bild: rbb|24/Stefan Oberwalleney

Tausende junge Menschen haben am Donnerstag im Berliner Regierungsviertel gegen den Krieg in der Ukraine protestiert. Sie folgten damit einem Aufruf der Klimaschutz-Initiative Fridays for Future.

Mehrere Tausend überwiegend junge Menschen versammelten sich am Donnerstagmittag mit Transparenten und Schildern vor dem Reichstagsgebäude im Berliner Regierungsviertel, um gegen den Krieg Russlands in der Ukraine zu demonstrieren. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf rund 5.000.

Solidarität mit der Ukraine, scharfe Kritik an Putin

Die Klimaschutz-Initiative Fridays for Future hatte zu der Demonstration aufgerufen. Die Demonstranten wollten zur Botschaft der Ukraine in der Albrechstraße nahe der Spree und wieder zurück zum Reichstag laufen. Auf Transparenten stand etwa "Jedes Leben zählt" und "Stop War". Auch der russische Präsident Wladimir Putin wurde scharf kritisiert. Manche Menschen trugen Kleidungsstücke in blau und gelb, den Nationalfarben der Ukraine.

Es sprachen auch Schülerinnen und Schüler auf der Bühne, die selbst Bezug zur Ukraine haben. Viele hatten für den Demo-Tag extra von den Schulen frei bekommen. Wie eine Schülerin dem rbb sagte, herrsche Hilflosigkeit: "Ich finde es schwierig zu Hause zu sitzen und sich hilflos zu fühlen."

FFF betont Verknüpfung von Energienutzung und Konflikten

Fridays for Future schloss sich mit der Aktion einem Aufruf ukrainischer Klimaschützer an, die zu weltweiten Protesten aufgerufen hatten. Auch in anderen deutschen Städten waren Kundgebungen geplant. In den nächsten Tagen sind in Berlin außerdem weitere Demonstrationen gegen den Krieg geplant.

Die Proteste in Deutschland sind Teil eines weltweiten Aktionstags unter dem Motto "Stand with Ukraine". Eigentlich plante Fridays for Future für den 25. März einen neuen Klimastreik. Dieser wurde nun vorgezogen und richtet sich gegen den Krieg in der Ukraine.

Die Bewegung verwies dabei auch auf die Verknüpfung zwischen fossilen Ressourcen und militärische Konflikten. Sie forderte ein Ende des Imports von Öl, Gas und Steinkohle aus Russland sowie einen EU-Beitritt der Ukraine.

Sendung: Fritz, 03.03.2022, 07:30 Uhr

30 Kommentare

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  1. 30.

    Danke für die Korrektur der Überschrift!

  2. 29.

    Es ist wiederlich,wie hier Erwachsene über Kinder und Jugendliche urteilen. Sie sind es, die mit der verkorksten Welt auskommen müssen, denen wir nun auch noch ein Krieg vor die Füße werfen. Interessant das sie ihnen alle die wahren Gründe dafür absprechen. Sie sind übrigens die gleichen, die Jugendlichen sonst totales Desinteresse unterstellen. Scheinheilig!
    Danke, es geht um Eure Welt. Ihr macht das klasse! Die hier meckern, sind die üblichen frustrierten und abgehängten, die Angst haben zu kurz zu kommen!

  3. 28.

    Respekt vor der Schöpfung? Deswegen kleben die sich ja fest. Autos und Straßen gehören nicht zur Schöpfung. Haben sie schonmal irgendwas geleistet? Vermutlich nicht. Dies aber den jungen immer absprechen. Leute wie sie, sind Peinlich. Und verdienen NULL Respekt. Auch nur so ein Held an der Tastatur. Wossi hallt.

  4. 26.

    Ich habe jetzt über zwei Stunden an der Demo teilgenommen und habe nicht eine (!) Person ohne Maske gesehen. Worauf stützen Sie diese Behauptung?

  5. 25.

    Also sorgsam mit der Umwelt umgehen und die Vermeidung, hier Beendigung, von kriegerischen Handlungen wären so zwei Lernziele. Wenn jemand für diese Ziele auf die Strasse geht und andere damit zumindest zum vorsichtigen Nachdenken bringt ist das schön. Der Ein oder Andere fragt ja auch nochmal nach. Herr Ule, ich habe Hoffnung - sie schaffen das.

  6. 24.

    Frage: ist in Berlin die Maskenpflicht/Abstand bei Demos schon abgeschafft, was ich pers. sehr begrüßen würde ?
    Demos sind gut und richtig und gehören zur Demokratie, allerdings interessieren sich die Verantwortlichen in dem Konflikt nicht die Bohne dafür!

  7. 23.

    Schule egal. Grammatik egal. Gendern wichtig. Aber so fliegen die Schüler durch jede Prüfung, wenn sie „Schüler:innen“ verwenden.
    So gesehen, Schule ja, Wehrpflicht ja gekoppelt mit Verzicht, Zurückhaltung, Demut und Respekt gegenüber dem Schöpfertum statt festkleben...

  8. 22.

    Einverstanden, aber dann sollen mal alle in Moskau vor dem Kreml demonstrieren …

  9. 21.

    Also wenn ich den Tagesspiegel heute richtig gelesen habe, hat ein Politik Leher eines Berliner Gymnasiums zu einer Gedenkveranstaltung für die Ukraine aufgerufen, da es immer mehr Zusagen zur Teilnahme gab, wurde eine Demo daraus und jaaaaa dann haben sich auch" FFF" angeschlossen. Forderung u.a.: Stop War ! Nicht meckern! Mitlaufen!

  10. 20.

    Natürlich gibts auch einen engen Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Krieg.
    Alleine die im Krieg zu verrichtende kinetische Arbeit ist ja schon gigantisch. Krieg besitzt immer ein sehr breitbandiges Schadensspektrum, zum riesigen CO2-Fußabdruck.
    Aber das sind alles Binsenweisheiten.

    Nur das Kleingedruckte ist Illusion, wir sind so weit weg von der Minderung der CO2-Emissionen, dass da die Argumentation von FFF hängt, obwohl ich den ständigen Appell an die Überlebensfrage der Menschheit gut verstehe.

  11. 19.

    Was bitte soll man denn von denen lernen ??? Fliegt wegen denen auch nur eine Rakete weniger ??? Also was ?

  12. 18.

    Ich finde es richtig, wenn möglichst viele gegen jeglichen Krieg und diesmal gegen den unzurechtfertigenden Krieg Rußlands gegen die Ukraine aufrufen. Was mir aber nicht eingeht, ist dass alle den "Krieg" von Katar mit Hilfe von Fifa und Uefa und des Hauptsponsors von Bayern München gegen die Arbeitssklaven in Katar mit mindestens 6500 Toten einfach übergehen. Und dieser Krieg läuft schon lange,und es soll wieder schöne Bilder von heiler Welt im Fernsehen geben. Das ist so etwas von verlogen.

  13. 17.

    Die Ukraine verfügt über signifikante Schiefer- und Erdgas- sowie Ölvorkommen. Überraschenderweise im Bereich der Oblasten Donezk und Luhansk, der Krim und in mittelbarer Nähe zu Moldau und Transnistrien. Ich denke, es ist zumindest ein Nebenziel Moskaus diese Vorkommen zu kontrollieren. Durch die Annexion der Krim wurde der Zugang der Ukraine zu Vorkommen im Schwarzen Meer bereits erheblich eingeschränkt. Ein Krieg ohne Rohstoffinteressen... Sicherlich.

  14. 16.

    Also, das Bild oben, wirbt unbeabsichtigt für eine Wehrpflicht...

  15. 15.

    Wofür die Kids stehen können Sie sich live in Ostaustralien ansehen. Ein Hoch das nicht weiter zieht .....Ahrtal hoch zehn. Alles vorausgesagt, Häme beim größten Kohleexporteur nicht angebracht. Wir werden uns noch wundern was noch kommt.

  16. 14.

    Ist ja interessant, dass die den Import unterbinden wollen.
    Aber womit bekommt ihr eure Häuser warm?"
    "Interessant" ist vor allen Dingen, das man augenscheinlich nur noch in ganz engen Kategorien denkt.
    Haus muß warm werden-als Gas und Öl aus Rußland.
    Oder wie der großes Wendehals aus Franken meint, AKWs weiterlaufen lassen.
    Denken in Alternativen ist nicht angesagt. Erneuerbare Energien fördern, Energie effizienter verbrauchen bzw. einsparen?
    Ham wa noch nie so gemacht.
    Könnte ja jeder kommen.
    Ja wo kommen wir denn da hin??????????

    Wirklich "interessant".

  17. 13.

    Krieg ist untrennbar mit Ressourcen Ausbeutung, Alle auf die Straßen, Punkt!

  18. 12.

    Vom Thema wohl doch nicht ganz abgewichen. Kriege und deren Folgen werden das Klima und die Umwelt für längere Zeit negativ beeinflussen,. oder liege ich da falsch?

  19. 11.

    Ist ja interessant, dass die den Import unterbinden wollen.
    Aber womit bekommt ihr eure Häuser warm?
    AKW weiterlaufen lassen?
    Ich hoffe ihr seid alle gut vorbereitet.

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