Zahlen des Landesamtes für Statistik - Fast 18.000 Ukrainer:innen leben in Berlin und Brandenburg

Fr 25.02.22 | 14:42 Uhr | Von Götz Gringmuth-Dallmer und Frank Preiss
  8
Vor der russischen Botschaft in Berlin protestieren mehrere Hundert Menschen aus Solidarität mit der Ukraine. (Quelle: rbb/S. Wenzel)
Bild: rbb/S. Wenzel

Sie sind keine kleine Minderheit in der Region: Menschen aus der Ukraine. Wo sie in Berlin und Brandenburg am häufigsten wohnen und welchen Anteil sie unter den Migranten ausmachen, zeigen Zahlen des Landesamtes für Statistik. Von Götz Gringmuth-Dallmer und Frank Preiss

Knapp 18.000 Menschen mit ukrainischen Pässen leben derzeit in Berlin und Brandenburg. Das geht aus den Zahlen der Bevölkerungsfortschreibung (Stand 30. November 2021) des Landesamtes für Statistik hervor, die dem rbb vorliegen. Zur Einordnung: Insgesamt lebten zu dem Zeitpunkt knapp 741.000 Ausländer in Berlin, rund 139.000 in Brandenburg.

In Berlin sind es demnach exakt 13.651 Personen (8.568 Frauen und 5.083 Männer), die meisten von ihnen sind zwischen 30 und 40 Jahre alt. Hinzu kommen rund 10.000 Menschen mit deutschen Pässen und ukrainischem Migrationshintergrund (Quelle: Einwohnerregisterstatistik, Stand 30. Juni 2021). Dieser Statistik zufolge leben die meisten Ukrainer im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf (2.500), die wenigsten im Bezirk Reinickendorf (knapp 600).

Doppelt so viele Menschen aus Russland in Berlin

Beim "Nationalitätenranking" der Einwohnerregisterstatistik liegen die Ukrainer im Mittelfeld – und auf gleicher Höhe wie Spanier und Griechen. Zugleich leben mehr Ukrainer in Berlin als beispielsweise Österreicher (laut Einwohnerregisterstatistik knapp 12.000).

Menschen mit russischen Pässen belegen in diesem Nationalitätenranking Platz 5 und liegen hinter der Türkei, Polen, Italien und Bulgarien.

Laut Bevölkerungsfortschreibung (Stand 30. November 2021) leben in Berlin knapp 26.000 Menschen mit russischen Pässen (15.798 Frauen und 9.911 Männer), auch hier sind die meisten zwischen 30 und 40 Jahre alt. Russinnen und Russen wohnen vor allem im Bezirk Mitte (knapp 4.600), dicht gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf. Mit 860 Personen wohnen die wenigsten im Bezirk Neukölln.

In Brandenburg leben laut Bevölkerungsfortschreibung (Stand 30. November 2021) 4.218 Menschen mit ukrainischen Pässen (2.793 Frauen, 1.425 Männer), auch hier sind die meisten zwischen 30 und 40 Jahre alt. Laut Ausländerzentralregister (Stand 31. Dezember 2021) wohnen die meisten in der Landeshauptstadt Potsdam (knapp 1.000), die wenigsten im Landkreis Elbe-Elster (25).

Exakt 10.206 Menschen mit russischen Pässen (5.922 Frauen, 4.284 Männer) leben in Brandenburg, die meisten sind dabei unter 18 Jahre alt (3.290). Auch Russinnen und Russen leben am häufigsten in Potsdam (1.480), die wenigsten ebenfalls im Landkreis Elbe-Elster (215).

Beitrag von Götz Gringmuth-Dallmer und Frank Preiss

8 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 7.

    Sie haben vollkommen Recht. Angriffskriege aus angeblicher Selbstverteidigung zu führen, ist eine vollkommen absurde und verkommene Rechtfertigung. Für diesen Krieg ist Putin vollkommen allein verantwortlich, niemand hat ihn zu diesem Schritt gezwungen. Sie können ja mal in der europäischen Geschichte zurückschauen, wer diese Rechtfertigung als letztes bemüht hat.

  2. 6.

    Da haben Sie vollkommen recht. Das hat man in der Vergangenheit leider auch nicht immer beachtet. Nur da war die Empörung nicht so groß.

  3. 5.

    Ich finde, verbrecherische und völkerrechtswidrige Angriffskriege gehören verurteilt und zwar ohne wenn und aber. Jeder, der einen Angriffskrieg versucht mit diversen "Umständen" zu rechtfertigen macht sich schuldig.
    Und damit es klar ist: JEDER Angriffskrieg ist ein Verbrechen.

  4. 4.

    Falsch, das einzige was dagegen hilft ist, wenn beide Seiten ihr gegebenes Wort einhalten. Und das hat eine von beiden Seiten wiederholt nicht getan. Und dieser Krieg ist die Folge davon.

  5. 3.

    "Das einzige was nun noch gegen den Irren aus Moskau hilft sind Waffen" Ich kann Sie verstehen, aber nicht, wie Sie sich vorstellen, daß Russland mit seiner weltweit größten Soldaten- und Waffen-mäßigen Armee (oder sagar plus dem Verbündeten China) ohne riesengroßes Blutvergießen und weltvernichtendem Atomkrieg besiegt werden könnte - dieser Traum geht NICHT in Erfüllung. Russland hat auch Lang- und MIttelstreckenraketen, kann damit jedes Ziel auf der Nordhalbkugel erreichen! Und dann stellen Sie sich bloß vor, seine Verbündeten (Lukachenko, Erdogan, Assad, Trump, China, Nordkorea, Vietnam, Brasilien, Venezuela) ziehen mit.... Dann wächst mehr als kein Gras mehr.

  6. 2.

    Müssen nach Meinung von Herrn Putin die Russen und Ukrainer , die hier in Deutschland leben, nun auch befreit werden ? Gern hätte ich eine Statistik, warum diese Menschen in Deutschland-vermutlich- freiwillig leben !

  7. 1.

    Mann,hört alle auf zu faseln. Das einzige was nun noch gegen den Irren aus Moskau hilft sind Waffen. Aber ihr erstellt Statistiken. Sollen die Menschen mit Matheformeln und Gemdersternchem gegen Panzer Kämpfen? Mal wieder macht sich der Westen lächerlich. Und lässt alle im Stich. Wiedrlich. Und absehbar.

Nächster Artikel