Krieg in der Ukraine - Woidke fordert "geordneten Aufnahmeprozess" für Kriegsflüchtlinge

Fr 11.03.22 | 14:28 Uhr
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Hubert Dietmar Woidke. (Quelle: rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 11.03.2022 | Isabel Röder | Bild: rbb

Der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert vom Bund mehr Unterstützung der Bundesländer bei der Aufnahme und Verteilung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen. Angesichts der Lage halte er es für unverzichtbar, zusätzliche zentrale Anlauf- und Registrierungsstellen unter Leitung des Bundes im Bundesgebiet einzurichten, erklärte Woidke am Freitag am Rande der Bundesratssitzung in Berlin. Auch mit Blick auf die anhaltende Corona-Pandemie sei "ein geordneter Aufnahmeprozess wichtig", sagte der Regierungschef.

Woidke und Faeser in Frankfurt (Oder)

Gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) wollte Woidke sich am Freitag in Frankfurt (Oder) ein Bild von der Lage an der deutsch-polnischen Grenze machen. Von der Grenzstadt fahren täglich Sonderzüge mit Kriegsflüchtlingen nach Berlin. Ähnlich wie im Berliner Hauptbahnhof haben im Frankfurter Bahnhof Ehrenamtliche und freiwillige Helfer ein Anlaufzentrum für die Menschen eingerichtet, wo diese mit Essen, Übernachtungsmöglichkeiten und Informationen versorgt werden.

"Wir werden für die humanitäre Aufnahme der Flüchtlinge aus der Ukraine noch viel Kraft und Ausdauer aufbringen müssen", betonte auch Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU). Deshalb sei es unabdingbar, dass die Bundesregierung die Länder schnell mit personellen und finanziellen Ressourcen unterstütze. "Es gehört zu Putins perfider Kriegsstrategie, durch Migrationsdruck die Europäische Union zu spalten", warnte Stübgen. Putin dürfe mit dieser Strategie keinen Erfolg haben, mahnte der Innenminister.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.03.2022, 06:30 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Da hat Woidke völlig recht. Man kann nicht einfach die Grenze aufmachen wie seinerzeit 2015 es Merkel gemacht hat mit den Worten "wir schaffen das".
    Diesen ukrainischen Kriegsflüchtlingen muß geholfen werden, aber sie sollten, wenn sie keine Verwandten und Freunde haben, bei denen sie wohnen können, gerecht verteilt werden, sowohl in D als auch innerhalb der ganzen EU.

  2. 3.

    Dann soll er sich mit seinem Faxgerät doch an die Grenze bewegen und seinen Job machen

  3. 2.

    „fordert vom Bund“ - da ise widda, ham wa schon vermisst...

  4. 1.

    Na dann soll er sich doch da hinstellen!! Dann klappt es von Anfang an,ha ha ha!!!

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