Kinder aus armen Familien - Wenn Home-Schooling zu knurrenden Mägen führt

Do 21.01.21 | 08:01 Uhr
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Der Berliner Verein brotZeit e.V. bietet dank ehrenamtlicher Mitarbeiter eine Schultafel mit Frühstück in einer Grundschule
Bild: imago/photothek

Die Berliner Schulen sind zu. Für viele Kinder aus armen Familien bedeutet das: Bis Mitte Februar bekommen sie kein kostenloses Mittagessen, das ihnen eigentlich zusteht. Berlin hat dafür keine Regelung - andere Städte schon. Von Sebastian Schöbel und Sabine Prieß

Michael Müller ließ erschöpft den Kopf nach vorne sacken und starrte einige Sekunden auf den blank polierten Holztisch. Zuvor hatte der Regierende Bürgermeister wieder einmal die Frage beantworten müssen, wann Berlins Schulen in den normalen Unterricht zurückkehren können.

"Ich sehe das für uns in den nächsten vierzehn Tagen nicht", sagte Müller, nachdem der Senat am Mittwochabend die Verlängerung des Lockdowns beschlossen hatte. Anfang Februar stünden dann ohnehin die einwöchigen Winterferien an, so Müller weiter. "Insofern gehe ich davon aus, dass man frühestens ab dem 8. Februar darüber diskutieren kann, ob und wie man in einen schrittweisen Präsenzunterricht einsteigen kann." Sprich: Vor dem 14. Februar ist daran wohl nicht zu denken.

Diakonie fordert Kostenausgleich

Damit müssen viele der rund 177.000 Berliner Grundschüler nicht nur auf normalen Unterricht, sondern auch auf kostenlose Mittagessen verzichten, das ihnen laut Schulgesetz zusteht. Vor allem für Kinder aus einkommensschwachen Familien ist das ein großes Problem: Für sie war es bislang nicht selten die einzige warme Mahlzeit des Tages.

Die Diakonie hatte bereits Anfang Januar einen finanziellen Ausgleich für Kinder aus einkommensschwachen Familien gefordert, wenn das kostenlose Mittagessen in der Schule ausfällt. "Kinder, die in Armut leben, müssen auch dann zu Mittag essen, wenn sie im Lockdown nicht in der Schule sind und zu Hause lernen", sagte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

Catering-Unternehmen können nicht liefern

Von der Essenslieferung nach Hause, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil noch im April 2020 in Aussicht gestellt hatte, sei nichts zu sehen, so Lohheide. "Die Regelung geht völlig an der Realität vorbei. Kein Schul-Caterer beliefert Kinder einzeln zu Hause."

Eine Befürchtung, die Rolf Hoppe, Geschäftsführer des Berliner Schulcaterers Luna, auf rbb|24-Nachfrage bestätigt. Die Unternehmen seien für den Lieferbetrieb nach Hause nicht ausgelegt. Zudem koste das pro Lieferadresse "15 bis 20 Euro", so Hoppe. Vom Land Berlin würden pro Schulessen jedoch nur vier Euro bezahlt. Er schlägt vor, das Essen an den Schulen zentral auszugeben, zum Beispiel auf dem Schulhof unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln.

Nur Mittagessen in Notbetreuung

Eine einheitliche Lösung gibt es bislang nicht, wie eine Abfrage von rbb|24 bei allen Schulämtern und der Senatsverwaltung für Bildung zeigt: Zwar laufen die Verträge mit den Cateringunternehmen weiter wie gehabt, die Anbieter dürfen täglich pro belieferter Schule mindestens 50 Essen in Rechnung stellen, unabhängig davon, wie viele gebraucht werden. Zudem sei laut den Bezirken die Mittagsversorgung in der Notbetreuung überall sichergestellt.

Doch was - und ob - die Kinder im Heimunterricht essen, ist unklar. Man habe dazu keine Erkenntnisse, teilte ein Sprecher des Schulamtes in Neukölln auf Nachfrage mit. "Auch wenn wir es wüssten, wäre eine Versorgung außerhalb der Notbetreuung schwierig." Die Senatsverwaltung für Bildung wiederum sieht die Bezirke in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. "Die Stadträte haben sich mehrheitlich dagegen ausgesprochen", so ein Sprecher des Senats.

Senat verweist auf Bezirke - und erntet Kritik

Tatsächlich wurden die Berliner Schulleitungen am 12. Januar schriftlich von der Senatsbildungsverwaltung aufgefordert, "gemeinsam mit den Schulträgern und Caterern kreative Lösungen für eine Mittagessenversorgung all jener Grundschüler/innen zu entwickeln, die nicht notbetreut werden", bestätigen mehrere Schulämter, darunter auch eine Sprecherin der Spandauer Schulverwaltung. "Diese Aufforderung ist jedoch in den Berliner Bezirken auf kollektives Unverständnis gestoßen."

Es sei "völlig fragwürdig, wie so eine Versorgung organisatorisch aussehen könnte". Eine zentrale Mittagessenausgabe sei mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Eine Direkt-Auslieferung von Mittagessen an die Privathaushalte wiederum sehe man "ebenfalls äußerst kritisch", so das Spandauer Schulamt.

Kritik am Vorstoß der Senatsverwaltung kommt auch von Cornelia Flader, Schulstadträtin in Treptow-Köpenick: Dieser sei nicht mit den Bezirken abgesprochen gewesen. In ihrem Bezirk würden einige Schulen bedürftigen Kindern die Teilnahme am Mittagessen ermöglichen, auch jenseits der Notbetreuung. "Es handelt sich aber um eine sehr kleine Zahl von 2-3, im Einzelfall auch 10 Schülerinnen und Schüler." Allerdings sei das nicht überall möglich, vor allem wegen beengter Essensräume. Flader weist zudem darauf hin, dass Notbetreuung auch beantragt werden könne, wenn daheim die Essensversorgung nicht sichergestellt sei. Allerdings: "Eltern, die Sozialleistungen beziehen, darf nicht per se unterstellt werden, dass sie ihre Kinder nicht ausreichend verpflegen."

Ausgabe von Lunchboxen

In der Zwischenzeit helfen sich die Schulen selbst. Das Schulamt Pankow erklärt auf rbb|24-Nachfrage, man prüfe derzeit mit den Schulleitungen Lösungen für individuelle Härtefälle. So sei es zum Beispiel denkbar, dass bedürftige Familien ohne Anspruch auf Notbetreuung das Mittagessen für ihre Kinder in der Schule abholen. "Während der 1. Welle wurden hier in Pankow solche Lösungen in Absprache mit den Caterern und der Lebensmittelaufsicht umgesetzt."

 

Andere Städte machen vor, dass es geht

Dass es machbar ist, die Kinder mit Anspruch auch außerhalb der Schulen mit warmem Essen zu versorgen, zeigen derweil andere - zugegeben kleinere - Städte in der Republik.

Pragmatisch gelöst hatte die Essensfrage für bedürftige Kinder beispielsweise schon im ersten Lockdown die brandenburgische Hauptstadt Potsdam. Die Stadtverwaltung hatte dazu mit der Tafel und der Arche einen Lieferdienst für die etwa 2.500 betroffenen Kinder eingerichtet. Dieser Dienst soll auch jetzt wieder aufgelegt werden.

Die Stadt Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) bietet bedürftigen Familien schon seit Ende November eine Lebensmittellieferung an, falls die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in der Schule oder Kita wegen Corona wegfällt. Angeboten werden zum Beispiel Nudeln, Reis, Gemüse, Obst, Milch und Eier. Es besteht außerdem die Möglichkeit, vorgefertigte Pakete inklusive Rezepten zu erhalten.

Auch Leipzig (Sachsen) zeigt, dass es möglich ist: Die Stadt hat mehrere Catering-Unternehmen dafür gewinnen können, warmes Mittagessen direkt an die betroffenen Familien auszuliefern [mdr.de].

CDU schlägt Essensgutscheine für lokale Gastronomie vor

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Pascal Kober forderte bereits Anfang Januar, Kinder bedürftiger Familien mit einer Zahlung von Essensgeld zu unterstützen. "Benachteiligte Kinder dürfen in der Pandemie durch Schulschließungen nicht unter das Existenzminimum fallen", sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion. Es müsse dafür gesorgt werden, dass der Betrag für das Schulessen bei Kindern in der Grundsicherung ankomme - und das möglichst unbürokratisch.

Für Berlin schlägt nun der CDU-Abgeordnete Dirk Stettner einen anderen Weg vor: Er will das Schulessen im Heimunterricht mit der Wirtschaftshilfe für Berlins leidende Gastronomie verknüpfen. Statt die Mahlzeiten einzeln zu Schülern nach Hause zu liefern, fordert Stettner die Ausgabe von Essensgutscheinen an bedürftige Familien. "Mit denen können sie sich dann bei lokalen Gastronomen versorgen." Die Kosten würden nicht sehr viel höher liegen als bei den bisher üblichen Preisen für Schulessen. "Es gibt Inder oder Italiener, die eine Mahlzeit schon für fünf Euro anbieten können", so Stettner.

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66 Kommentare

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  1. 66.

    Um mal auf Toastbrot und Eistee zurück zu kommen : Zu unseren Zeiten gab es auch in den Schulen Koch-AGs. Das wäre vielleicht ein sinnvolles Angebot in Verbindung mit Ernährungsberatung, möglicherweise auch im Sachkunde-Unterricht. Leider ist die Angst vor einem möglichen Unfall größer - von daher vielen Dank an den unbekannten Versicherungsjuristen !
    Wenn man die Eltern nicht erreicht, dann kann man auch Kinder sensibilisieren, und ein Zehnjähriger kann gewiss auch mal Nudeln kochen (muss er natürlich auch wollen).

  2. 65.

    Klassisches Selbsttor. Rechnen Sie doch mal selbst nach : Das ist 30 jahre her, die heutige Elterngeneration ist doch komplett in der Bundesrepublik groß geworden und der Westen hat auch keine "Fräulen Rottenmeyers" in den Osten geschickt, um den Eltern die Fürsorge abzunehmen.
    Was allerdings aus dem Westen kam, waren die vielen Versuchungen und Must-Haves, gern auch in Verbindung mit teuren Abonnements.
    Ich vermute, dass diese "Versuchungen" der Grund dafür sind, dass es bei den Brennpunktfamilien so eng aussieht. Um mit der Grundsicherung auszukommen, bedarf es Standfestigkeit und Disziplin. Wenn die betroffen Eltern die hätten, säßen die auch nicht zu Hause (hat ja sicher einen Grund). Und deshalb ist es auf dem Dörp auch etwas entspannter, weil der Dönerbuden+Handyladenbesatz geringer ist.

  3. 64.

    Da kann ich Ihnen nur zustimmen.
    Für als 1. Kind ( Jahrgang 1956) gab es KEIN KINDERGELD, erst für meine Schwester (Jahrgang 1963). Meine Eltern waren voll berufstätig und trotzdem blieb es finanziell stets eng. Erst recht nachem mein Vater 1965 verstarb und meine Mutter plötzlich alleinerziehend war. Meine Mutter bekam eine kleine Witwenrente,wir Töchter eine Halbwaisenrente,für neue Kleidung war kaum Geld da. Aber unsere Mutter hat sich gekümmert,wir wurden umsorgt und immer satt. Mangels Anspruch auf Kita oder Hort halfen Familie und Nachbarn aus. Eltern waren für ihre Kinder in erster Linie selbst verantwortlich. Warum es da heute trotz der staatlichen Hilfen ,inklusive der Kinderbetreuung,bei vielen Eltern offenbar nicht klappt,kann ich oft nicht nachvollziehen.

  4. 63.

    Wo kommen Sie denn her? Meine drei Brüder und ich (über 60) können uns nicht erinnern, dass jemand Anderer als unsere Eltern für uns verantwortlich waren. Genau so waren mein Mann und ich für unsere Kinder verantwortlich. Vielleicht wurde eher eingegriffen, wenn Kinder vernachlässigt wurden, ist mir im persönlichen Umfeld allerdings nie aufgefallen. Man kann auch nicht alles mit Geld regeln. Wenn Eltern nicht Willens oder in der Lage sind, für ihre Kinder zu sorgen.

  5. 62.

    Keine Neuigkeit. War vor etlicher Zeit Thema auch beim RBB. Der Arche Pastor Bernd Siggelkow hatte berichtet, lange vor Corona, die Mutti hat keinen Bock, morgens mit ihren Schulkindern mit aufzustehen und Stulle zu schmieren. Deswegen muß die Arche einspringen.

  6. 61.

    Ich weiß auch nicht wieso sich so viele Berliner Eltern beschweren, es wird soviel für die Kinder getan, wie nie zuvor, alles kostenlos, Schülerticket BVG, Mittagessen, kostenlose Kitabetreuung und vieles mehr. Abgesehen davon hohes Kindergeld und Steuerfreibeträge. Das ist sehr sehr viel. Ich bin auch der Meinung, dass dann Menschen mit viel Einkommen für viele Sachen selbst aufzukommen haben und auch das Kindergeld sollten nur die bekommen, die es auch nötig haben. Lieber den Kleinverdienern mehr geben. Ansonsten kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, wieso jemand jetzt auf die Idee kommt das Schulessen haben zu müssen, Eltern sind ja wohl in der Lage selbst zu kochen, nicht alles kann der Staat übernehmen.

  7. 60.

    Mann, ey. Können die Schulen nicht bitte einfach mal n paar große Obst und Gemüsekisten von Früchte Franz (Die Firma von der Startseite, die bankrott zu gehen droht, weil ua. die Schulen als Großabnehmer jetzt fehlen) ordern und ihren Schützlingen n bisschen was Nahrhaftes vorbeibringen? Helfende Hände fänden sich doch da sicher, und dann wäre sowohl dem Früchtemann als auch den Kindern geholfen.

  8. 59.

    Keine Ahnung in Sachen Italiener, war da noch nie selber drin. Dran steht jedenfallls "alle Pizza/ Pasta 3,50", und im Sommer sitzen da immer welche. Und beim China-Imbiss so ne Glasnudelpfanne mit Mungobohnen, die machen die direkt an der Theke und ich hab die schon oft gekauft- war ok! Die Döner sind allerdings in der Tat etwas überwürzt , vielleicht will man da was kaschieren *ähem*. Dennoch, habs bis dato immer gut vertragen, das Gemüse war frisch und das Brot lecker.

  9. 58.

    Irgendwie bin ich zu alt für diesen Scheiss. Meine Eltern hatten es auch nicht gerade "Dicke", eher sehr "dünne", aber "Klappstulle und Appel" waren immer im Ranzen. Im Sommer 'ne Plastikflasche mit Saft, im Winter 'ne kleine Thermokanne mit Tee. Hab' ich mit meinen Kids auch probiert - klappt. Wir leben noch alle, haben gute Jobs und ich nehm' mir heut' noch 'n Stüllchen mit, wenn ich mal auswärts arbeiten muss.
    ToGo, ToBring, To-kipp-over-the-Hemd nix da. Das war auch nicht auf'm Dörp - sondern hier in Bärlin - ok - also doch Dorf.
    WTF - wo ist das Problem? Kann es so schwer sein für seine Kinder zu sorgen?

  10. 57.

    Die Grenzen bei de Sozialfürsorge werden durchzwei Merkmale bestimmt, erstens muss es finanzierbar bleiben und zweitens muss ein Erwerbstätiger mehr in der Tasche haben als jemand, der nur von der Sozialfürsorge lebt (Lohnabstandsgebot). Je nach Konstellation lohnt sich Arbeit nicht mehr, weil die Sozialfürsorge unter dem Strich mehr zahlt.
    Dass jeder Grundschüler in Berlin zusätzlich, egal was die Eltern verdienen, gratis das Schulessen bezahlt wird, ist schon bedenklich, das Geld wird auch an anderer Stelle gebraucht. Zur Zeit ist die Polizei so arm, daß sie eingezogenen Täterfahrzeuge nicht ausreichend sichern kann.

  11. 56.

    Danke,diese Fragen habe ich mir auch schon gestellt,zumal ich der Meinung bin,die Leistungen für Kita und Schule von von den Eltern einkommensgestaffelt bezahlt werden, sollten,wie früher. Statt alles kostenlos anzubieten,sollte der Senat das Geld lieber in Personal investieren. Das kostenlose Angebot wird von etlichen Eltern ohnehin nicht wertgeschätzt ,wie man auch hier oft lesen kann. Es gibt für Kinder mittlerweile mehr Hilfen als jemals zuvor und scheinbar ist es trotzdem nie genug. Familien mit geringem Einkommen und oder schwierigen Familienverhältnissen dürfen weder finanziell noch betreuungsmäßig unter die Räder kommen,das steht außer Frage und gilt natürlich für alle Bundesländer.

  12. 55.

    Scheinbar gibt es nur in Berlin arme Kinder.
    Wie versorgen wir in Brandenburg eigentlich unsere Kinder? Wir haben keine kostenlosen Kitas, wir müssen dafür bezahlen. Und auch für die Hortbetreuung nach dem Unterricht. Und kostenloses Schulessen gibt es auch nicht. Ich zahle jeden Monat etwa 65€ pro Kind für das Schulessen an den Essensversorger der Schule. Jetzt natürlich nicht, wo es kein Schulessen gibt. Da koche ich von dem Geld selbst.
    Wovon bezahlen wir Brandenburger das eigentlich? Verdienen wir so viel mehr als die Berliner, dass wir selbst für Betreuungs- und Essenskosten aufkommen können, während die Berliner alles in den A**** geschoben bekommen? Und sich dann noch beschweren, wenn sie mal nicht erhalten, was ihnen "zusteht"??

  13. 54.

    Ganz dünnes Eis was Sie hier betreten, falls ich Sie richtig verstehe.
    Auch früher hatten Eltern natürlich Verantwortung und Fürsorgepflicht. Ich kenne Ihr Bild von der DDR nicht, bin auch kein Freund dieses zum Glück überwundenen Systems. Aber solche ausschließlichen Aussagen wie „jede Verantwortung“ lenken doch stark von dem ab was Sie vielleicht zum Ausdruck bringen wollen. Damit wird Ihre komplette Aussage ganz schnell unsachlich.
    Die Fürsorgepflicht war in der DDR geteilt und ist es heute in Deutschland ebenfalls. Sonst könnten wir auf die Jugendämter ja verzichten und alles den Eltern überlassen, egal ob diese überfordert sind.
    Der Staat als Ganzes hat auch eine Fürsorgepflicht für alle Bürger in dem Staat unter Berücksichtigung der individuellen Freiheit und den geltenden Gesetzen.

  14. 53.

    Lieber Rbb, der Grossteil ihrer Kommentatoren ist der Ansicht, dass den Eltern vom Staat erklärt werden soll, wie sie Ihre Kinder versorgen müssten falls es nicht läuft und das Kinder garnicht Hunger leiden würden in Deutschland. Sicher gibt es auch gar keinen Mißbrauch und Gewalt gegen Kinder. Vielleicht sollten auch nur diejenigen kommentieren, die in irgendeiner. Form noch mitbekommen, was in dieser Stadt los ist und an den Schulen.

  15. 52.

    Kinderarmut ist politisch gewollt. Hilfe wäre leicht möglich durch eine bedarfsgerechte Kindergrundsicherung.
    Die genannten "gewollten" oder tatsächlich umgesetzten "Lösungen" sind nur Flickwerk.

  16. 51.

    "Irgendwas läuft in diesen Familien beim Einkaufen/Essen schief, sonst wären sie in der Lage, das zu wuppen."

    Ach was. Nur nutzt die Erkenntnis den Kindern nichts.

    "Wenn das Kindergeld und der Unterhalt nicht komplett an das ALG2 angerechnet würden hätten auch ärmere Familien genug Geld um für Ihre Kinder ausgewogen kochen zu können.
    Es ist der Fehler im System, der Kinder in die Armut treibt. "

    So ist es.

  17. 50.

    Wenn das Kindergeld und der Unterhalt nicht komplett an das ALG2 angerechnet würden hätten auch ärmere Familien genug Geld um für Ihre Kinder ausgewogen kochen zu können.
    Es ist der Fehler im System, der Kinder in die Armut treibt.

  18. 49.

    Dieses Denglisch geht auf den Keks. Zumal es auch komplett falschist. "Homeschooling" bezeichnet in den USA Unterricht zu Hause, der von den Eltern oder Tutoren durchgeführt wird und das Kind ist nicht an einer staatlichen Schule gemeldet. Die Eltern sind Schule und Lehrer. Sowas ist in Deutschland zum Glück verboten. Das ist natürlich was ganz anderes als temporärer Unterricht, der von staatlichen Lehrern geleitet und durchgeführt wird, aber zu Hause.

  19. 48.

    In den jetzt neuen wurde Bundesländern wurde den Eltern früher jede Verantwortung abgenommen. Jetzt haben die Eltern die Fürsorgepflicht. Der Staat muss Eltern befähigen, dieser Verantwortung nachzukommen. Das geht nicht nur mit der vergleichsweise minimalen Erhöhung des Kindergeldes. Es braucht ausgebildete Sozialpädagogen/innen und Sozialarbeiter/innen, die den Eltern zur Seite stehen, denn oft wird das Kindergeld zweckentfremdet. Aufklärung und Motivation der Eltern sollte im Fokus stehen. Den Eltern jede Verantwortung abzunehmrn, ist falsch und hilft den Kinder nicht.

  20. 47.

    Ich sehe das auch so.
    Wenn Kinder von Regelsatzempfängern (und den bekommt ja jeder Bedürftige auf Antrag) einen knurrenden Magen haben und deshalb auf Schulessen angewiesen sind, sollte das Jugendamt benachrichtigt werden.
    Denn da läuft wohl bei den Erziehungsberechtigten was schief.

  21. 46.

    Das können Sie sich sparen. Die Leute die Sie in Ihrem letzten Absatz ansprechen wollen lesen das nicht. Es ist ihnen schlichtweg egal. Wenn alle Stricke reißen schicken sie ihre Kinder zum essen in die Arche. Mit der Drohung das es Haue gibt wenn sie dort ihre Adresse angeben. Dann käme ja raus das sie das Kindergeld für andere Dinge verwenden.

  22. 45.

    Ich glaube nicht, dass In Deutschland Kinder hungern müssen, wenn sie verantwortungsvolle Eltern haben. Genauso wenig müssen Kinder zuhause Leid erfahren, wenn deren Eltern wüßten, was Verantwortung ist.

  23. 44.

    "Gibts auch schon für 3,50. Jedenfalls hier bei uns. Chinesisch auch. Döner für Schüler. "

    Hmm, lecker. Gammelfleisch oder Schwarzarbeit?

  24. 43.

    Die Ideen von Frau Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, müßten noch genauer formuliert werden. Soweit ich sie verstanden habe, soll ein zusätzlich finanzierter Bringedienst den Kindern jeden Tag ein warmes Essen vorbeibringen. Die Eltern, wenn Hartz 4 Empfänger, sind i.d.R. zwar auch zuhause, aber wozu gibts schließlich den Steuerzahler. Macht bei 4 € Essenskosten und 2 € Bringedienst 180 € im Monat. Zusätzlich zum Regelsatz, in dem ja auch schon die Nahrungsmittel und Getränke in sozialrechlich existenzsichernder Höhe enthalten sind.

  25. 42.

    Die Bundesregierung hat doch selbst in einem Spot Werbung gemacht fuer Chips auf dem Sofa.. Also bitte keine Empörung..

  26. 41.

    Es war ja nur eine Frage der Zeit wann die ersten Klugsch... hier aufschlagen und den Ärmsten der Gesellschaft noch den Anteil Margarine auf dem Brot vorrechnen.

    Die Grundsicherung reicht vorne und hinten nicht! Hartz IV ist "Leben" unter dem Existenzminimum! Zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig, ausbaden müssen es v.a. die Kinder in bildungsfernen Familien. Und da ist nicht immer Alkohol und Zigaretten schuld.

    Die (Lebensmittel)-Preise explodieren, die lächerlichen Sätze sind dem nicht angepasst worden und wieder einmal werden die Aufstocker vergessen, die voll arbeiten gehen und trotzdem Hartz IV beziehen.

    Aber auf den Schwächsten der Gesellschaft lässt sich ja so schön herumtrampeln...

  27. 40.

    "Ich kann Ihnen aus dem Stegreif 2-3 Familien aufzählen wo das Geld am 15. alle ist und sich die Kinder von Toast und Eistee ernähren müssen."

    Eistee ist weder ein nötiges, noch ein gesundes Getränk. Würden die Kids stattdessen Wasser trinken, könnte man dafür besseres Essen kaufen. Irgendwas läuft in diesen Familien beim Einkaufen/Essen schief, sonst wären sie in der Lage, das zu wuppen. Nicht jeden Tag Fleisch, Verzicht auf Genussmittel, dann geht das sehr wohl.

  28. 39.

    Kinder wegnehmen ist m.E. das allerletzte Mittel,wenn es um Kindesgefährdung geht. Es gibt aber Familienhelfer/innen,die schon so manchen Eltern geholfen haben,sich besser um ihre Kids zu kümmern und die Familiensituation zu verbessern. Das wird nicht bei allen helfen,denn man muss auch fähig und bereit sein dazuzulernen.

  29. 38.

    In 1. Linie sind die Eltern für ihre Kinder verantwortlich. Wenn sie es nicht alleine schaffen, sollten sie sich Hilfe holen und auch bekommen. Jedoch nicht jede Verantwortung auf den Staat abwälzen! Die einen jammern leider, dass der Essensbeitrag i.H.v. 23€ in der Kita gezahlt werden muss. Da können dann alle angeblich ihre Kinder alleine viel günstiger bekochen und versorgen. Darf jetzt gerne jede Familie mal unter Beweis stellen. Betreuung und Erziehung kostet sie jetzt ja auch nichts mehr. Hoffentlich merken jetzt viele, was sie wert ist!

  30. 37.

    "Benachteiligte Kinder dürfen in der Pandemie durch Schulschließungen nicht unter das Existenzminimum fallen", sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion. Das tun sie auch nicht. Die Regelsätze für Kinder wurden dieses Jahr höchst richterlich veranlaßt nochmal angehoben. Oder meint der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, der Staat muss das Schulessen immer zusätzlich zum H4 Regelsatz zahlen? So eine Position hätte ich eher bei der Linkspartei verortet.

  31. 36.

    Gibts auch schon für 3,50. Jedenfalls hier bei uns. Chinesisch auch. Döner für Schüler. Aber es gibt auch Mahlzeiten, die noch billiger sind, nämlich selber gekochte, TK-Beutelware (die Frosta-Billigvarianten) oder auch Dosenessen.
    Dennoch scheint es nicht darum zu gehen, dass Schulessen sonst den Caterer 4 Eur kosten darf, sondern darum, dass Familien eben diese 4 EUR nicht haben. Warum auch immer.

  32. 35.

    Musste auch sofort an die Aldidentekochbücher und so denken. Offenbar herrscht aber in größerem Rahmen größere Not, als sich viele hier vorstellen können. -- Vielleicht fallen Alleinerziehende durchs Raster, wo offiziell der Partner unterhaltsplfichtig ist, aber nicht kommt? Schulden im Hintergrund abgestottert werden müssen (und dafür jeder Cent investiert wird)? --- Keine Ahnung. Ich würde als Betroffene wahrscheinlich nen großen Kartoffelsack anschaffen und dann gäbs Pellkartoffeln mit Quark o.ä. bis zum Abwinken...Wir haben früher auch oft Nudeln mit Tomatensoße und Kochschinken gegessen, eins meiner Lieblingsessen als Kind und günstig.
    Aber.... wir schreiben den 21. Schwer davon auszugehen, dass es bei vielen schon wieder GANZ eng ist.
    Besonders bitter fände ich, wenn das Geld für nen Laptop oder so draufgegangen wär, damit das Kind beim Heimunterricht mitmachen kann...

  33. 34.

    Und wenn ein Kind krank ist muss es auch essen. Kinder sind öfter mal krank, gibt es dann kein Essen?

  34. 33.

    "Es gibt Inder oder Italiener, die eine Mahlzeit schon für fünf Euro anbieten können", so Stettner.

    Mit Sozialbetrug kennt sich der Mann aus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Stettner#Politische_Karriere

  35. 32.

    Ja, eventuell die Kinder wegnehmen, da die Eltern nicht in der Lage sind für diese zu sorgen. Oder ein paar Ratschläge erteilen wie sie besser mit dem Geld umgehen könnten, da sie ja ein paar Familien kennen.

  36. 30.

    "Ich glaube nicht an die Mähr [sic!] von hungernden Kindern, denn dann müsste ja das Jugendamt tätig werden."

    Das ist eben keine Mär. Ich kann Ihnen aus dem Stegreif 2-3 Familien aufzählen wo das Geld am 15. alle ist und sich die Kinder von Toast und Eistee ernähren müssen.

    Und was soll da das Jugendamt machen? Die Kinder wegnehmen? Das Geld einteilen? Kommen Sie mal von Ihrem Wolkenkuckucksheim herunter!

  37. 29.

    Was halten denn die Eltern davon ihren Kindern ein schmackhaftes Essen zu kochen noch besser wäre es mit den Kindern zusammen und auch noch einen Essenplan mit den Kindern erstellen. Mir muß keiner erzählen man kann auch aus wenig was schmackhaftes kochen dazu muß ich kein gelernter Koch sein. Ich habe auch kein Verständnis dafür dieses jetzt alles auf die Cateringsunternehmen ab zu wälzen.

  38. 28.

    Interessant wie alle nach ausreden suchen. Der Caterer kommt auf 15-20€ pro Lieferadresse. Ich finde das ganz schön teuer - wie setzen sich diese Kosten denn zusammen? Die Schulstadträtin bemängelt zu enge Essensräume in fast leeren Schulen??? Außerdem sollten auch Familien in der Grundsicherung ihre Kinder satt bekommen. Es gibt genug Möglichkeiten günstig und gut zu kochen. Und zur Not tut es auch mal ne Dose Eintopf oder Ravilioli. Dazu noch etwas Obst und der Magen knurrt nicht mehr - Kosten: ca. 1,50.

  39. 26.

    Wie läuft es denn in den Ferien? Hungern da die Kinder auch? Und am Wochenende?

  40. 25.

    Ich verstehe den RBB Beitrag nicht. Wer in einer Hartz4 Bedarfsgemeinschaft lebt, erhält doch den Regelsatz weiter.

    Kinder 15 bis unter 17 Jahre (Regelbedarfsstufe 4) 373 €. Kinder von 6 bis unter 14 Jahre (Regelbedarfsstufe 5) 309 € und Kinder 0 bis 5 Jahre (Regelbedarfsstufe 6) 283 €.

  41. 23.

    Wieso armes D.? Unverantwortliche Eltern, heißt das Problem!!!

  42. 22.

    Könnte man nicht vielleicht Freiwillige oder zzt. Unterbeschäftigte dazu motivieren, den Kindern das Essen vorbeizubringen?

  43. 21.

    Für die Versorgung der Kinder sind in erster Linie die Eltern zuständig und da auch viele von ihnen im Homeoffice arbeiten und ebenfalls keine Essensversorgung am Arbeitsplatz haben,z.B. in der Kantine,muss zuhause regelmäßig und mehr gekocht werden. Bedürftige Eltern können sich m.E. bei der Tafel versorgen,kochen müssen sie natürlich alleine.Ansonsten
    verstehe ich auch nicht,weshalb die berliner Bezirke nichtin der Lage sind,praktizierte Konzepte der Städte Potsdam,Bielefeld oder Leipzig umzusetzen,siehe Artikel. Der Leiter der Arche kann dazu sicher auch sinnvolle Tipps geben. Man sieht aber allgemein seit Beginn der Pandemie mit welcher Selbstverständlichkeit sich EINIGE Eltern auf die in Berlin kostenlose Betreuung ihrer Kinder verlassen und dabei völlig vergessen,dass es in erster Linie sie selbst sind,die sich in außergewöhnlichen Situationen um ihren Nachwuchs kümmern müssen.
    Die Mehrheit der Eltern ist bemüht,die Situation im Sinne ihrer Kids zu stemmen.

  44. 20.

    Lieber Andreas,
    das ist wohl eine Verschiebung der Tatsachen.

    Für Familien wird mehr als je zuvor getan. Wissen die jüngeren Familien anscheinend nicht, abei da ist man noch verantwortungsvoll eine Familenplanung eingegangen und hat nicht immer nach dem Staat geschrien, sondern hat bei sich selber erst einmal Verzicht geübt. Auch wenn man wenig hat, sollte man für seine Nachkommenschaft selber mehr Verantwortung tragen.

  45. 19.

    Ich bekomme echt Plaque, wenn ich sowas lese. Wie haben wir, unsere Eltern und Großeltern Ihre Kinder bloß groß bekommen, ohne immer gleich nach dem Staat zu schreien.?
    Heute bekommt man Kindergeld, Betreuungsgeld und vieles mehr.

    Leute, schaltet das Gehirn ein. Kindergeld ist nicht dafür da, dass Ihr das neueste Smartphone kauft oder Netflix abonniert, sondern für Eure Kinder.
    Wozu also auch noch Essen frei?

  46. 18.

    Genau so sieht es aus. Ich sage immer bevor mein Kind Hungert, verzichte ich lieber auf was anderes.

  47. 17.

    Essensgutscheine sind eine gute Idee. Bei geldzuwendungen hingegen befürchte ich, dass das Geld nicht immer bei den Kindern ankommt, weil die Priorität der Eltern woanders liegt, siehe Kommentar 1

  48. 15.

    Ich hoffe inständig das aus der Pandemie dazu gelernt wird weil dadurch tun sich hier in sämtlichen Bereichen Abgründe auf wo immer gesagt wurde hier und dort muss eingespart werden ob es im Gesundheitswesen,Schulen, Kitas usw.kein Bock mehr aufzuzählen dann sitze ich morgen noch

  49. 14.

    Fakt ist, es gibt -viele- Kinder in Berlin die auf Unterstützung elementar angewiesen sind und die wieder von diesem RRG Senat schlicht weg im Stich gelassen werden. Da sind knurrende Mägen, zumal nicht nur die Schulkantinen und Tafeln sondern auch die Jugendhilfeeinrichtungen geschlossen sind, nur ein Punkt auf der Agenda der unmenschlichen und kinderfeindlichen Versäumnisse dieses Senats und von Frau Scheeres. Andere Städte machen es uns vor. In Hannover wurde dies schon zu Beginn der Pandemie geregelt. Armes, dummes, peinliches Berlin. Meine Grüße an den Senat und Herrn Müller : Wir haben demnächst Wahlen, da bekommt ihr die Quittung ! An Frau Scheeres: Schämen sie sich !

  50. 13.

    Wo bleibt denn da die Eigenverantwortung? In Berlin muss kein Kind hungern, wenn sich die Eltern nicht völlig dumm anstellen. Dass jetzt auch FDP und CDU die sozialistische Vollversorgungsmentalität bedienen, ist beklemmend und verstörend.

  51. 12.

    Ohne jetzt alle über einen Kamm zu scheren: ich habe in meiner Zeit in einer Einganszone eines Jobcenters recht häufig erleben dürfen, das Kinder (wenn überhaupt) mit Junkfood versorgt wurden, während die Eltern auf dem Handy gedaddelt haben, rauchen gingen und die Kinder quengelten, oder Durst hatten - der dann aus dem Wasserspender im Wartebereich gestillt wurde, in dem mitgebrachte Flaschen gefüllt wurden. Ach ja - bei einigen war das Sixpack bereits gekauft und unterm Kinderwagen oder im Einkaufsnetz. Oder die Granaten klapperten munter im Einkaufsbeutel. Dafür bekommt man zwangsläufig einen Blick :-(
    Aber solange Mütter aufs Handy glotzend den Kinderwagen vor sich her schieben, während das Kind im Wagen brabbelt und keinerlei Aufmerksamkeit erfährt, was sich übrigens durch alle Schichten zieht, wundert mich leider nichts mehr. Und die Kinder fallen hinten runter und leiden.....das macht wütend.

  52. 11.

    Ernährung ist nicht nur eine Frage des Geldes und der Bildung, sondern auch des Wollens. Wenn ich selbst koche, kann ich für wenig Geld gesundes und leckeres Essen auf den Tisch bringen. Es muss ja nicht jeden Tag ein Steak sein, sondern auch mal ein Eintopf aus saisonalem Gemüse, Pellkartoffeln mit Quark, Hühnersuppe mit Nudeln, Nudeln mit Tomatensoße. Alles nicht teuer und schnell gekocht. Viele greifen aber lieber aus Bequemlichkeit auf das in allen möglichen Varianten angebotene Fertigessen zurück. Das geht natürlich ins Geld. Manchmal hab ich das Gefühl, je mehr Kochsendungen, Apps und Webseiten es gibt, umso weniger Leute kochen noch selbst.
    Ich habe übrigens alleinerziehend studiert und wir hatten in dieser Zeit wirklich wenig Geld. Schulessen war damals nicht kostenlos. An den grundlegenden Dingen hat es meiner Tochter aber nie gefehlt und sie meinte später mal zu mir, dass wir zu der Zeit arm waren, hat sie nicht gemerkt.

  53. 10.

    Haben die Kinder keine Eltern? Man kann in diesem Land so preiswert essen, man muss ja nicht im Bioladen einkaufen.
    Schuld ist nicht die Gesellschaft sondern die Eltern und das einzelne Individuum. Ich kann es nicht mehr hören wenn der Staat alles richten soll. Alleinerziehende besser unterstützen etc. Wenn jemand nicht in der Lage ist mit jemanden zusammen zu leben, dann kann der Staat doch nichts dafür, dann muss er oder sie sehen wie sie zurechtkommen.

  54. 9.

    Ich glaube nicht an die Mähr von hungernden Kindern, denn dann müsste ja das Jugendamt tätig werden. Es geht vielmehr um den Rechtsanspruch auf ein kostenloses Mittagessen im Grundschulalter. Das sollte wirklich nur bei Präsenzunterricht gelten. Ich denke mal, das würden viele Richter auch so sehen.

  55. 8.

    Ich bin erschüttert und fassungslos mit welcher Gleichgültigkeit das Leid nicht weniger Kinder von der Gesellschaft hingenommen wird. Aber ganz wichtig ist jetzt die teure Op-Maskenpflicht den Geringverdienern aufzuzwingen... wer profitiert doch gleich davon? Die Kinder sind es jedenfalls schon mal nicht.
    Das einzig Gute ist, dass diese FFP-MaskenPflicht für die eh am allermeisten betroffenen Pflegeheime endlich gilt!

  56. 7.

    Nachdem was ich so in unserer Grundschule erlebe, kann man pro Klasse von durchschnittlich 1-2 Kindern ausgehen, die unregelmässig oder kein Essen bekommen, sich von chips usw ernähren. Gründe dafür bewerten ist müßig, jetzt ist handeln angesagt.
    Es ist keine riesige Zahl, so das es keine Infektionsgefahr darstellt, einmal am Tag eine Lunchboxausgabe anzubieten, eine Uhrzeit von -bis - und mit dem Hinweis, die Boxen mit nach Haus zu nehmen. Ich denke es wäre ein Versuch wert. Schließlich bekommen ja die Caterer sowieso die ganze Zeit ein Basisausfallgeld.

  57. 6.

    §19 Abs.3 Schulgesetz bezieht sich aber darauf, das die Schüler auch an der Schule sind und dort unterrichtet werden.
    Sind sie aber hier nicht.
    So werden sie schon zu hause mit essen müssen.
    Oder essen die Eltern zu Hause auch nicht ? Was machen die mit den Sozialleistungen, die sie ja bei Bedürftigkeit erhalten ?
    Dann wäre es wohl eher ein Fall fürs Jugendamt.

  58. 5.

    Der eigentliche Skandal ist doch, dass es überhaupt hungernde Kinder gibt. Man muss es aber differenziert betrachten. Es gibt Eltern, die viel zu wenig verdienen. Es gibt aber nicht wenige Familien, in denen sehr wohl Geld für Alkohol und Zigaretten da ist, nur nicht für die Kinder. Auch das ist m. E. Ein Zeichen für den Zustand einer Gesellschaft, in der es nur um Geld geht und Bildung, Moral und Menschlichkeit nicht attraktiv sind. Deshalb klappt es auch mit der Einhaltung der Corona - Regeln nicht. Zu viele Egoisten.

  59. 4.

    Wirklich traurig, dass es wirklich Kinder gibt für die das geschilderte Problem zutrifft.
    Armes Deutschland.....

  60. 3.

    Ich verstehe zwar nicht, warum es nicht genug Geld für Essen in Familien geben soll; aber auch wir merken, es deutlich, dass die Kinder wachsen und täglich ihre vier Mahlzeiten brauchen. Das kostet leider nicht nur Zeit zum Kochen sondern auch Geld. Uns würde es schön helfen, wenn wir nicht auch noch die Kita bezuschussen müssten. Wir haben im letzten Jahr 11 Monate Essenszuschuss gezahlt und die Kinder waren keine 9 Monate in der Kita. Dieses Jahr zahlen wir aktuell den Januar, Februar auch wieder voll, und die Kinder haben die Kita noch nicht von innen gesehen.

  61. 2.

    In der Hartz IV Kalkulation ist ein Anteil für Lebensmittel und Verpflegung enthalten. Der kalkulierte Anteil für Kultur kann zudem für Lebensmittel verwendet werden, da alles zu ist. Es liegt auch in der Verantwortung der Eltern ihre Kinder zu versorgen.

  62. 1.

    Das können unsere Politiker gut, immer die Verantwortung auf andere abwälzen.
    Und was kommt hier raus? Natürlich, hungrige Kinder! Die schwächsten Geschöpfe dieser Gesellschaft müssen die geistigen Ergüsse unserer "Volksvertreter" ausbaden.

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