Sommersemster 2021 - Regelstudienzeit an Berliner Hochschulen wird erneut verlängert

Benjamin, ein Langzeitbewohner des Amstel House, sitzt am 25.11.2020 im Eingangsbereich und arbeitet an seinem Laptop. Das Hostel in Berlin-Moabit fungiert aufgrund der Corona-Pandemie jetzt als Wohnheim für Studenten und anderweitig Beschäftigte. (Quelle: dpa/Kira Hofmann)
Bild: dpa/Kira Hofmann

Die Regelstudienzeit an den Berlinr Hochschulen wird erneut verlängert. Nach dem Sommersemester 2020 und dem Wintersemester 2020/2021 wird auch das nun beginnende Semester nicht als reguläres gezählt. Das teilte die Senatskanzlei für Wissenschaft und Forschung am Mittwoch mit.

Studenten müssen Verzögerungen im Studienablauf also nicht aufholen, sondern haben dafür ein weiteres Semester mehr Zeit. So wird auch sichergestellt, dass Bafög-Empfängerinnen und -Empfänger, die wegen der Pandemie länger studieren, ihre Förderungsansprüche nicht verlieren. Darüber wurde mit den Hochschulen erneut vereinbart, den Studierenden längere Abgabefristen für Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten einzuräumen.

"Individuelle Regelstudienzeit" eingeführt

Per Gesetz hatte der Senat bereits im August eine "individuelle Regelstudienzeit" eingeführt, die abweichend von der Regelstudienzeit verlängert wird. Für Studierende, die in dem Zeitraum Sommersemester 2020 bis Sommersemester 2021 an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berliner Hochschule eingeschrieben waren, gilt damit eine von der Regelstudienzeit abweichende, um bis zu drei Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit. Damit solle nach Angaben der Bildungsverwaltung sichergestellt werden, dass sich die pandemiebedingten Einschränkungen und eine damit verbundene Verzögerung des Studiums für die Studierenden nicht nachteilig auswirke. In der Pandemie läuft der Hochschulbetrieb weitgehend digital.

Zudem hat der Berliner Senat am 16. März 2021 eine Erweiterung des Gesetzes beschlossen, das nun zur Bestätigung dem Abgeordnetenhaus vorliegt. Demnach sollen Studierende auch im Sommersemester 2021 nicht bestandene Prüfungen wiederholen können und Juniorprofessuren und andere Professuren mit einer befristeten Laufzeit um bis zu ein Jahr verlängert werden können.

Hochschulen bekommen mehr Geld

Die Senatskanzlei teilte darüber hinaus am Mittwoch mit, dass den Berliner Hochschulen im Sommersemester 2021 zusätzlich vier Millionen Euro zur Unterstützung von Studium und Lehre unter Pandemiebedingungen zur Verfügung gestellt wird. Bereits in den vergangenen beiden Semestern hatte das Land Berlin über das Sofortprogramm "Virtual Campus Berlin" die Hochschulen mit 22,6 Millionen Euro für die digitale Lehre in der Pandemie unterstützt.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller (SPD), sagte, dass es für die rund 200.000 Studierenden und Lehrenden, Forschenden sowie Beschäftigten an den Berliner Hochschulen "eine schwierige und belastende Situation" sei. Mit dem Einsatz von Testkonzepten solle Schritt für Schritt wieder "mehr Begegnung" in den Hochschulen möglich sein.

Was Sie jetzt wissen müssen

2 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 1.

    Schöne Nachricht. Hoffentlich gibt es auch längeres Bafög und gegebenenfalls Kindergeld über die Altersgrenzen hinaus.

Nächster Artikel