Hotels und Innen-Gastronomie - Berliner Senat will Corona-Öffnungsschritte möglicherweise vorziehen

Archivbild: Blick in den Wintergarten von Clärchens Ballhaus. Seit dem 12.07.2020 ist das legendäre Etablissement in Berlin-Mitte zurück. Der alte Charme soll erhalten geblieben sein, aber kulinarisch hat sich einiges geändert. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Audio: Inforadio | 29.05.2021 | Sabine Müller | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Der Berliner Senat denkt darüber nach, die erst für den 18. Juni geplanten Öffnungsschritte vorzuziehen. Dabei geht es nach rbb-Informationen um Lockerungen bei Hotelübernachtungen und in der Innen-Gastronomie. Ein konkretes Datum gibt es noch nicht.

Angesichts stark gesunkener Corona-Zahlen denkt der Berliner Senat darüber nach, geplante Öffnungsschritte vorzuziehen. Nach rbb-Informationen gab es dazu bei einer Senats-Schalte am Freitagvormittag eine grobe Verständigung, die Details sollen nun auf Staatssekretärs-Ebene ausgearbeitet werden. Auf ein konkretes Datum hat sich die Koalition demnach noch nicht geeinigt.

Bei den Überlegungen geht es um die eigentlich für den 18. Juni angedachten Lockerungen, die unter anderem Hotels und die Innen-Gastronomie betreffen. Hotels sollen wieder touristische Übernachtungen anbieten dürfen - mit Testpflicht und maximal 50 Prozent Belegung.

Frühere Lockerungen in Brandenburg

Restaurants sollen auch drinnen Gäste empfangen können. Hier würden Reservierungs- und Testpflicht sowie Personenbegrenzungen gelten. Neben den inzwischen recht niedrigen Corona-Inzidenzen spielt bei den Überlegungen auch eine Rolle, dass Brandenburg mit Lockerungen vorgeprescht ist. Dadurch ist der ohnehin große Druck von Hotel- und Gastro-Gewerbe auf den Senat nochmal gewachsen.

Heftige Diskussionen um Woche vor Sommerferien

Die endgültige Entscheidung, ob und wann früher gelockert wird, fällt am Dienstag bei der wöchentlichen Senatssitzung. Dann will auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres einen genaueren Plan vorlegen, wie es nach den Sommerferien in den Schulen weitergehen soll.

Über die Wochen vor den Sommerferien wird in der Koalition noch heftig diskutiert. Die Grünen kritisieren Scheeres, weil sie keinen Präsenz-Unterricht in voller Klassenstärke mehr erlauben will. Auch SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey würde sich zumindest noch ein bisschen Regelunterricht wünschen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller merkte in der Senats-Schalte nach rbb-Informationen selbstkritisch an, die SPD spreche mal wieder nicht mit einer Stimme.

Die Kommentarfunktion wurde am 28.05.2021 um 20:35 Uhr geschlossen

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47 Kommentare

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  1. 47.

    Ob Ende des Jahres alles wieder vorbei ist? Ein Konzertbesuch ist für mich wie ein bißchen Normalität. Schönes Wochenende.

  2. 46.

    Einer der sehr guten Kommentare hier! Es läuft alles so dämlich weiter weil keiner sich dagegen wehrt.......

  3. 45.

    ähm, ab 100 ist der Bund mit der Notbremse dran, darunter der Senat

  4. 44.

    gibts denn auf den Demos anständig geführte Kontaktnachweise? Die dort aufgeführten könnte man doch nach 2 Tagen testen und alle der vielen Positiven anständig in Quarantäne stecken, damit wir eine Zeit lang vor denen geschützt sind.

  5. 42.

    USA hat alle Maßnahmen aufgehoben...50% geimpft.... finde ich den besseren Weg .... wird Australien und Neuseeland auch noch drauf kommen .... sonst wird es bei denen die nächsten Jahre zwar kleine (Millionenstadt Ausgangssperre wegen 5 Neuinfektionen) aber Lockdown und Lockdown und Lockdown usw. geben.

  6. 41.

    Die Diktatur der Knallköppe (Leerdenker, Demofetischisten, Bierglasexperten) zwingt uns dazu, daß im Winter wieder alles dicht ist (obwohl wir uns weiter an die Regeln halten). Das haben wir den (zu) vielen Hobby-experten zu verdanken, die komplett alles besser wissen und irgendwelche Öffnungsstrategien aus weit auseinderliegenden Regionen und Ländern als für bei uns alleingültige Maßstäbe heranziehen.. damit wir Corona auf keinen Fall in den Griff kriegen sollen. Dass es in Neuseeland und Australien weitaus besser klappt (wirtschaftlich, menschlich, mit nur gezielten allerwenigsten Einzel-Lockdowns) passt nicht in die Psyche derer, die jetzt und sofort alles auf normal schalten (zerstören) wollen.

  7. 40.

    Möglicherweise? Der Senat hat unverzüglich alle Einschränkungen aufzuheben! Der Senat kann sich bei einem Wert von 100 wieder einmischen, so sind die Abmachungen!

  8. 39.

    Das zeigt doch deutlich, ohne Einhaltung der Regeln durch alle Beteiligten geht es. Vernunft und Rücksicht bleiben unverzichtbar.
    Die Insulaner tun mir echt leid.

  9. 38.

    "Also in Brandenburg braucht man zum shoppen und Friseur kein Test, wie in fast allen anderen Bundesländern auch."
    Trotz Testpflicht beim Friseurbesuch in Berlin,werde ich deswegen nicht nach Brandenburg wechseln,sondern meiner Friseurin treu bleiben.

  10. 37.

    https://www.hwk-potsdam.de/artikel/corona-pandemie-9,0,4909.html

    Bitte schön.

  11. 36.

    Es ist Wahlkampf.
    Da gilt es Stimmen zu gewinnen.

    Und die 4. Welle ist ja erst im Herbst zu erwarten. Mit Ansage - da muss man kein Experte sein.

    Aber dann sind die Verantwortlichen von heute entweder nicht mehr dabei - wie Merkel, oder wie andere, die dann aber behaupten, es sei ja eine neue Regierung an der Macht.

    Ansonsten würde ich die Ungeimpften nicht derart für die Schuldigen erklären.

    Bekanntlich bekommt heute nicht jeder eine Impfung, der eine haben will. Sollen wir diese für das staatlich organisierte Chaos verantwortlich machen und solange einsperren?!

    Nein…. Vielmehr sollte man darüber im September bei der Wahl seine Meinung in Form der Stimmabgabe darstellen.

  12. 35.

    Erst seit einigen Wochen ist Urlaub auf Sylt wieder möglich. Ein Modellprojekt sieht Öffnungen bei Restaurants, Geschäften, Pensionen und Hotels vor. Mitarbeiter mehrerer Restaurants wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Das hatte Folgen für mehr als 1100 Menschen. Grund dafür sind unter anderem Regelverstöße: Jetzt droht Hunderten Urlaubern die Quarantäne. Stand 28.Mai 2021

  13. 34.

    Das wäre sowas von schön.......
    Sie sprechen mir aus der Seele!!!!!!!

  14. 33.

    Haben wir wirklich nichts aus dem letzten Sommer gelernt. Die Leute die sich jetzt in Restaurants, Kneipen und Clubs setzen, sind die die noch nicht geimpt sind. Jede Woche "Lockdown" hilft die 4. Welle zu vermeiden.
    Jeder kann zu Hause Essen oder Trinken, Kinder unterrichten, studieren etc. ist was anderes. Falsche Prioritäten.

  15. 32.

    Ich kann natürlich nicht für alle Schulen sprechen, aber die Idee ist, dass die Gruppe zuhause an einem Tag 7 x 45 min ihre Aufgaben bearbeitet und am nächsten Tag diese Aufgaben in der Schule 7 x 45 min besprochen werden und der Stoff vermittelt wird, der dann für die nächsten zuhause zu erledigenden Aufgaben vonnöten ist, die dann wiederum ebenfalls in der Schule besprochen werden. Wir hängen mit dem Stoff nicht hinterher und die Noten fallen wie jeher aus.

    Der Wechselunterricht entlastet die Schulen nicht. Das haben sie falsch verstanden. Es müssen in diesem Modell nicht nur die "normalen" Präsenzstunden jeden Tag geplant werden, sondern es muss auch für ein gleichwertiges Onlineangebot für die Gruppe daheim gesorgt werden. Der Aufwand übersteigt die reguläre Arbeitszeit von ~48h/Woche bei weitem.

  16. 31.

    Hilft es wirklich irgendeine Öffnung nun 1-2 Wochen vorzuziehen?
    Ich denk der Effekt ist begrenzt.

    Wichtiger fänd ich es
    manch Beschränkungen der Lebensrealität anzupassen. z.B. Kontaktbeschränkung „draußen“ unabhängig vom Haushalt auf 5 oder 10(?) freizugeben.
    Damit holt man manch private Treffen aus der Illegalität und hilft auch der Aussengastro.

    Wie die Zahlen sich entwickeln
    ist erfreulich und ich bin eigentlich auch recht optimistisch
    ...doch vor ner Woche wurde einiges überhaupt erst ermöglicht. Mit Infektionsweg, Inkubation und Meldeverzug hat man doch noch kein realistisches Bild.

  17. 30.

    Das geht mir genauso. Ich würde auch eine einfache Stoffmaske wieder nehmen. Die kann man wenigstens nach jedem tragen waschen.

  18. 29.

    Da haben sie ja so Recht, aber dazu müßte es einen intelligenten Senat geben!

  19. 28.

    Nächste Woche ist Juni 2021.
    Es wird höchste Zeit dass es in Berlin und Deutschland bezüglich Hotels und Restaurants verbindliche Regelungen für die nächsten Wochen und Monate gibt. Wer einmal in einem anderen Bundesland bzw. Land wie z. B. Österreich seinen Urlaub gebucht hat, der wird nicht stornieren!!! Es gibt schon genug Existenzvernichtungen, Arbeitslose und abgewanderte Fachkräfte in diesen Branchen. Das ganze entwickelt sich immer mehr zum Super-Gau der Branchen Hotellerie und Gastronomie; menschlich und finanziell.

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