Grundschulen ab Ende Mai - Brandenburger Kabinett berät über Rückkehr zum Präsenzunterricht

Archivbild: Schüler laufen mit ihren Fahrrädern am 31.08.2015 nahe Potsdam (Brandenburg) auf ihrem Weg zur Schule. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Audio: Antenne Brandenburg | 25.05.2021 | Amelie Ernst | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Im Gegensatz zu Berlin will Brandenburg alle Schulen noch vor den Sommerferien zum Regelunterricht zurückkehren lassen. Ende Mai sollen die Grundschulen starten - das sehen Pläne vor, die das Kabinett am Dienstag beraten will.

Die Brandenburger Landesregierung kommt am Dienstag zusammen, um über die vollständige Rückkehr zum Regelunterricht an allen Schulen des Landes zu beraten.

Vorab wurden bereits konkrete Pläne bekannt: Die Brandenburger Grundschulen sollen frühestens ab 31. Mai, alle weiteren Schulen frühestens am 7. Juni wieder vollständig in den Präsenzunterricht zurückkehren. Das sieht ein Entwurf der Eindämmungsverordnung vor, der dem rbb vorliegt und am Dienstag vom Kabinett in Potsdam beschlossen werden könnte.

Voraussetzung für die Rückkehr in den Präsenzunterricht ist laut Entwurf eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen in den zuständigen Landkreisen oder kreisfreien Städten. Diese hätten das unverzüglich zu melden. Ab dem Montag, der auf den Tag der Bekanntgabe folge, werde in diesem Landkreis oder dieser kreisfreien Stadt an den Schulen der Unterricht im Präsenzunterricht stattfinden, heißt es in dem Entwurf.

Rückkehr in den Wechselunterricht bei höherer Inzidenz

Auch eine Sicherheitsvorkehrung ist in dem Entwurf enthalten. Wird die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 für drei Tage ununterbrochen überschritten, so muss die zuständige Behörde laut dem Papier die Überschreitung unverzüglich öffentlich bekanntgeben. Ab dem Montag, der auf den Tag der Bekanntgabe folgt, soll demnach dann in den Schulen dieses Landkreises oder dieser kreisfreien Stadt der Unterricht wieder im Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht stattfinden.

Für die Rückkehr der Schüler in den vollständigen Präsenzunterricht sei der Zeitraum Ende Mai bis Anfang Juni vorgesehen, sagte bereits Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) dem rbb-Nachrichtenmagazin Brandenburg aktuell vergangene Woche. Wenn sich das Infektionsgeschehen weiterhin so positiv entwickle, stünde "einer weiteren Öffnung nichts im Wege".

Sendung: Brandenburg aktuell, 25.05.2021, 19:30 Uhr

20 Kommentare

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  1. 20.

    Daran kann man wieder das "Fachwissen" unserer Bildungsministerin erkennen. Was bringen 3 Wochen volle Klassenzimmer, volle Horträume, volle Schulbusse usw.? Nichts, außer das sich Frau Ernst profiliert und die Schulkinder unnötig gefährdet. Verklagen sollte man diese Person...

  2. 19.

    Wer macht sich Gedanken, welche Idee hinter dem Schulöffnungsaktionismus kurz vor den Ferien steckt?
    Im September wird gewählt: Wir öffnen die Schulen, nehmen den Eltern (für eine kurze Zeit) die Betreuungssorge, erzeugen eine gute Stimmung, und wenn's gut geht, klappt es mit dem Urlaub und die nächste Welle kommt erst nach den Wahlen. Welche Unterrichtsqualität erwartet man in den letzten Wochen eines chaotischen Schuljahres?Welche Schule ist oder wurde in den letzten Monaten entsprechend den medial wirksamen Ankündigungen auch nur andeutungsweise ausgestattet? Gibt es größere Räume, kleinere Klassen, Luftfilteranlagen, Laptops, Tablets, neue Formen des Unterrichts ...???
    Schule ist ein rechtsfreier Raum, da gelten keine Standards wie beim Einkaufen, Restaurantbesuch etc. Es gibt keine Untersuchungen zur Infektionslage in Schulen, da kann man sich doch sicher fühlen! Wer wirklich an die Zukunft seiner Kinder denkt, der kann nicht mit perspektivlosen Schnellschüssen zufrieden sein.

  3. 18.

    Was hat denn Wechselunterricht mit dem Ausschluss von schulischer und sozialer Teilhabe zu tun? Die Kinder gehen doch zur Schule und haben Kontakte, alle zwei Tage zumindest. Das ganze Schuljahr war ein Desaster. Warum muss auf biegen und brechen nun noch in den letzten 4 Wochen vor den Ferien der Regelunterricht wieder hergebracht werden!? Das was die Kinder in dem ganzen Jahr nicht gelernt haben, holen sie in dieser Zeit auch nicht mehr auf. Das ganze System in der Schule vom Maskentragen übers Testen bis hin zum Abstand halten ist eine einzige Katastrophe und ich bin gespannt, wie es sich im Zuge der vollständigen Öffnung bis zu den Sommerferien entwickelt.

  4. 17.

    Was hat denn Wechselunterricht mit dem Ausschluss von schulischer und sozialer Teilhabe zu tun? Die Kinder gehen doch zur Schule und haben Kontakte, alle zwei Tage zumindest. Das ganze Schuljahr war ein Desaster. Warum muss auf biegen und brechen nun noch in den letzten 4 Wochen vor den Ferien der Regelunterricht wieder hergebracht werden!? Das was die Kinder in dem ganzen Jahr nicht gelernt haben, holen sie in dieser Zeit auch nicht mehr auf. Das ganze System in der Schule vom Maskentragen übers Testen bis hin zum Abstand halten ist eine einzige Katastrophe und ich bin gespannt, wie es sich im Zuge der vollständigen Öffnung bis zu den Sommerferien entwickelt.

  5. 16.

    Die höheren Inzidenzen bei Schülern kommen durch die Testpflicht zustande. Müssten sich alle Berufstätigen ebenfalls zwei Mal pro Woche testen, sähen die Zahlen auch nicht besser aus.

  6. 15.

    Ich habe den Eindruck, dass Sie entweder selbst keine Kinder haben oder das Glück, dass Ihre Kinder keine physischen oder psychischen Folgen der Pandemie erleiden. Sollte ich recht haben, dann können Sie nicht nachempfinden was es es für manche Kinder bedeutet nicht zur Schule gehen zu dürfen.
    Apropos Wechselunterricht, meine Kinder haben seit dem Wechselunterricht deutlich weniger Schulstoff pro Tag als im Homeschooling. Kein Wunder, der Tag der Lehrer ist ja auch im Wechselunterricht komplett ausgefüllt. Da bleibt keine Zeit sich zusätzlich um die Kinder, die gerade zu Hause sind, kümmern zu können. Jeder, nicht nur Lehrer, hat gerade eine erhöhte Belastung. Leidtragende sind die Kinder, die haben jedoch keine Möglichkeit. Ich denke keiner möchte sich infizieren, aber Kinder von der sozialen und schulischen Teilhabe auszuschließen ist keine Lösung.
    Das Leben pausiert nicht.

  7. 14.

    Gegen Schulöffnungen zu sein hat nichts mit Angst sondern mit Vernunft und Realismus zu tun. Die Fakten sprechen ganz klar gegen den Präsenzunterricht. Die Inzidenzen sind in den Altersgruppen der Schüler deutlich höher als der Durchschnitt. Schüler, Eltern und viele Lehrer sind nicht geimpft. Die Abstandsregeln können nicht gewährleistet werden und um langfristig mehre Normalität, gerade für unsere Kinder zu bekommen, müssen die Inzidenzen noch einmal deutlich runter.

  8. 13.

    Die Schulen sollten sofort wieder öffnen. Die Kinder müssen sich doch sowieso 2x die Woche testen. Wo bitte schön ist da ein Risiko? Negativer Test, ab in die Schule und lernen. Wir Großeltern und Eltern sind schließlich keine Pädagogen um den Kindern das alles richtig bei zu bringen. Und auch der psychische Aspekt spielt ja wohl eine große Rolle. Also bitteschön mal die Gehirnzellen einschalten.

  9. 12.

    So einen Blödsinn kann man nur schreiben wenn man selbst keine Kinder hat.
    Man man man
    Kann mich in vollem Umfang nur meinen Vorrednern anschließen die ebenfalls für sofortige Öffnungen plädieren.

  10. 11.

    Es geht ja nicht nur um Wissen aufarbeiten sondern auch um vernünftige Strukturen kennen zu lernen.
    Das was wir Eltern den Kindern dann noch schulisch beibringen bzw. wie wir es beibringen ist sicherlich nicht immer richtig, auch wenn wir uns die größte Mühe geben.
    Das dicke Ende kommt erst noch, spätestens wenn der Schulstoff anzieht und die Kinder nicht mehr mitkommen weil die Grundlagen einfach nicht sitzen.

  11. 10.

    ich darf ihnen hier entschieden widersprechen. diese zuschreibung, dass kinder "virenschleudern" sind und unter den "mutanten" besonders leiden werden, stammt weitgehend aus dem ersten lockdown und der medienökonomisch wirksam vermittelten mutationsberichterstattung, ist aber durch nichts bewiesen und mit blick auf ALLE uns umgebenden europäischen nachbarn, die bereits länger ALLE schulen geöffnet haben (ohne das die "inzidenz" steigt und ohne dass die kinder reihenweise erkranken), wirken wir langsam wie diejenigen, die das licht mit säcken ins rathaus tragen, weil wir die fenster einzubauen vergessen haben. wovor haben wir konkret angst? und warum haben wir so gerne angst? seit über einem jahr rules german angstlust. das faß wurde geöffnet und nun bekommen wir es nicht mehr zu.

  12. 9.

    Na wenn sich die Schüler sowieso alle am Nachmittag treffen, dann können sie ja auch wieder zur Schule gehen. Und warum muss man immer Lob und Anerkennung bekommen?

  13. 8.

    Genau meine Meinung.

    Ich sehe schon: mein Kind wird in diesem Schuljahr keinen „normalen“ Unterricht mehr haben: SPN hat Inzidenz um 90... Und bei uns in der Schule gab in der gesamten Zeit ein einziger Fall - 2020.
    Mein Sohn ist in der 2. Klasse: aus dem ersten 2 Schuljahr nahezu anderthalb in der Notbetreuung mit Aufgabenlösung verbracht. Unzureichendes erlernen der Grundlagen für das zukünftige Schulleben. Gute Aussichten für die Zukunft. Und dann wird sich die Politik über die hohe Schulabbrecher-Quote.
    Zudem Bewegungsmangel: seit November gibt es kein Sport (Unterricht), auch jetzt nicht!!!
    Unverständlich!!!

  14. 7.

    Auf den letzten Metern und nach Zensurenschluss die Klassenräume wieder zu füllen ist nicht nur riskant, sondern Blödsinn. Wissen aufarbeiten kann ich in den halben Klassen viel effektiver. Politischer Aktionismus einer schlechten Bildungsministerin ohne Sinn und Verstand

  15. 6.

    So schreibt ein Unwissender, der selbst täglich vor mindestens 20 Kindern stehen muss, die nicht in der Lage sind ihre Masken ordentlich zu tragen. Hinzu kommt, dass die LehrerInnen bei weitem noch nicht durchgeimpft geschweige denn die Erstimpfung erhalten haben. Und wie soll man in einem kleinen vollgepferchten Raum Abstand halten? Wissen wir denn, ob die Kinder brav Zuhause ihren Test machten? Hinzu kommt, dass ein nicht unterschätzbares Restrisiko bleibt, zumal sich die armen psychisch angeschlagenen Kinder jeden Nachmittag dennoch mit ihren Freunden treffen und auch alle zwei Tage in der Schule ihre Kameraden treffen. Schon einmal auf die Idee gekommen, dass in kleinen Gruppen im Wechselunterricht deutlich effektiver gelernt und auf die Bedürfnisse der einzelnen SchülerInnen eingegangen werden kann? Wo ist bitte der Sinn und der Nutzen dabei, dass zwei Wochen vor den Sommerferien alle SchülerInnen sich nochmals in der Schule tummeln sollen außer zum Austausch sämtlicher Krankheiten?
    Übrigens: LehrerInnen sind auch nur Menschen und es wäre doch mal schön, zur Abwechslung, wenn man uns statt ständig Kritik und Ärger auch mal Lob und Anerkennung entgegen bringt für das was wir während der Pandemie geleistet haben und noch immer täglich leisten, um den Kindern trotz allem die bestmöglichste Bildung zu verschaffen - gerade in diesen Zeiten!

  16. 5.

    Bei alles Vorsicht, wann wollen Sie ihr Kind denn in die Schule schicken? Bei einer Insidenz von 0? In den Grundschulen ist momentan Wechselunterricht, dazu kommen die Kinder aus der Notbetreuung. Nach der Schule, treffen sich alle Kinder im Hort und das scho seit längerer Zeit. Sind ihrer Meinung nach die Schulen, die die Zahlen bei Cowid 19 hochtreiben! Es gibt leider auch Eltern, die möchten ihre Kinder vor den Ferien nicht mehr zur Schule schicken damit die Urlaubsreise nicht gefährdet wird.

  17. 4.

    Klar, wir müssen doch dafür sorgen, dass die Kinder sich schnellstmöglich mit den Corona-Mutanten infizieren. Ich glaube, manche haben einfach nicht den Schuss nicht gehört!

  18. 3.

    Was ist das Problem die Schulen gleichzeitig beginnen zu lassen? WARUM sollen die 7 Klässler wieder warten?
    10 Tage war mein Sohn in der Schule - 10

  19. 2.

    In der Vergangeheit hieß es immer wieder: die Bildung und die soziale Bedürfnisse von Kindern sind am wichtigsten. Daher sollen die Schulen als Letztes schließen und als Erstes öffnen. Trotz sinkender Inzidenz, steigender Impfquote und der Testpflicht an den Schulen sieht die Realität sieht anders aus. Mein Kind, das in Brandenburg zur Schule geht berichtet mir regelmäßig von den Nöten, psychischen Belastungen und teils auch Depressionen der MitschülerInnen. Eltern können nicht arbeiten und gleichzeitig einen professionellen Lehrer ersetzen (selbst wenn sie die Zeit hätten, können sie das nicht). Ebenso können sie nicht die sozialen Kontakte in dieser wichtigen Entwicklungsphase ersetzen. Die Schulen werden ihrem gesellschaftlichen Auftrag nicht mehr gerecht und LehrerInnengewerkschaften werden nicht müde einzig den Schutz der LehrerInnen im Blick zu haben.

    Wo bleibt die soziale und gesellschaftliche Verantwortung?

  20. 1.

    Drücken wir mal die Daumen, dass das heute auch so beschlossen wird.
    Die Schulen müssen wieder in den Regelbetrieb und das schnellstmöglich.

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