Nach den Grundschulen - Weiterführende Schulen in Brandenburg zurück im Präsenzunterricht

Archivbild: Eine Schulklasse während des Unterrichts in Zeiten von Corona. (Quelle: dpa/P. Pleul)
Bild: dpa/P. Pleul

Auch in den weiterführenden Schulen in Brandenburg herrscht jetzt wieder Normalbetrieb. Viele Monate wurde nur Distanz- oder Wechselunterricht in kleinen Gruppen angeboten. An der Rückkehr zu vollen Präsenzunterricht gibt es aber auch Kritik.

Zwei Wochen nach den Grundschulen haben in Brandenburg am Montag auch die weiterführenden Schulen wieder in den kompletten Präsenzunterricht aufgenommen.

In den kommenden zweieinhalb Wochen vor den Sommerferien in Brandenburg solle neben dem Lernen vor allem der soziale Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft im Vordergrund stehen, hatte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) erklärt. Daher sind eintägige Ausflüge und Exkursionen erlaubt. Viele Monate gab es in den Schule coronabedingt nur Distanz- oder Wechselunterricht in kleinen Gruppen.

Testpflicht für Schüler gilt weiter

Allerdings gilt weiterhin die Testpflicht, um am Präsenzunterricht teilzunehmen. Eltern, die keinen negativen Testnachweis erbringen können oder wollen, "deren Kinder gehen in den Distanzunterricht", sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).

Für die Schulen gelten nach wie vor bestimmte Corona-Regeln: Schüler und Schülerinnen müssen in Innen- und Außenbereichen eine medizinische Maske tragen. Das gilt auch für Lehrer, sonstiges Schulpersonal und Besucher. Die Regel gilt jedoch nicht für den Sportunterricht, der ohnehin nur draußen stattfinden darf.

Viele Verbände sind skeptisch

Weil viele Lehrer noch nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, hatten sich die Bildungsgewerkschaft GEW und weitere Verbände vor dem Start des Präsenzunterrichts in allen Schulen skeptisch gezeigt. Der Brandenburgische Pädagogenverband und die Landesschülervertretung befürchten, dass Corona-Infektionen den Schülern und ihren Familien den Start in die Sommerferien verhageln könnten.

Der Berliner Senat bereitet derweil die Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen vor. Nach Informationen des rbb sollen die Klassen ab 9. Juni wieder in voller Stärke unterrichtet werden. Details werden noch erarbeitet. Die Präsenzpflicht soll aber weiter ausgesetzt bleiben. Eigentlich wollte Berlin erst nach den Sommerferien im August zum kompletten Regelbetrieb zurückkehren. Dem Kurswechsel vorausgegangen war eine Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts, wonach kompletter Präsenzunterricht in Berlin schon jetzt zulässig wäre.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.062021, 16 Uhr

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9 Kommentare

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  1. 9.

    "Corona ist und bleibt eine Kopfgrippe!"

    Nein, es ist nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Multisystemerkrankung, welche den gesamten Körper befällt.

  2. 8.

    Ach daher weht der Wind , es geht Ihnen um Urlaub und nicht um die soziale Integration und das Lernen der Kinder. Aber da sind Sie sicher kein Einzelfall, schon erkundigt, ob Johnson und Johnson für Kinder freigegeben Ist? Dann ist Ihr Urlaub gerettet! Ich plädiere für sofortige Präsenzpflicht, es reicht, wir AN ohne schulpflichtige Kinder haben lange genug die Arbeit der Eltern mitgemacht die trotz homeschooling 100% Gehalt bekommen haben!

  3. 7.

    Ich arbeite am Gymnasium und bin über die komplette Präsenz geteilter Meinung. Einerseits ist es gut, die Klassen und Kurse noch einmal als Ganzes zu unterrichten und ein wenig Normalität herzustellen. Auf der anderen Seite stecken aber (je nach Fach und Unterrichtsorganisation an den einzelnen Schulen) Probleme im Detail: Beispielsweise sind die halben Klassen und Kurse durch diverse Feier- und Prüfungstage im Stoff unterschiedlich weit. In manchen Fällen klafft da eine Differenz von mehreren Stunden. Da ist die Frage: Lässt man für die eine Hälfte einfach ein paar Stunden Stoff weg oder langweilt man die andere Hälfte, die dann einiges doppelt macht? Nicht in jedem Fach kann man einfach über Gruppenarbeit u.ä. differenzieren. Und es muss definitv eine Menge aus dem Distanzunterricht aufgearbeitet werden. Dieses Recht hat auch die stundenmäßig benachteiligte Schülerhälfte. Irgendwann mitten im Schuljahr wäre das noch machbar, aber jetzt kurz vor Schluss?

  4. 6.

    Ich verstehe die Parteien nicht. Im September ist Wahl. Wenn ich das weiss, dann rede ich NICHT von Präsenzunterricht mit Schulpflicht. Auch NICHT von Spritpreiserhöhungen und Tempolimit. Ich vermeide es, aus Notständen Profit zu schlagen - bei Masken. Steuererhöhungen aufgrund meiner Maßnahmen-Schließungswut offenbare ich frühestens im November.

    Ich schaue nur zu, dass ALLE, die wollen, umgehend problemlos geimpft werden und die Impfstoffe das Land nicht verlassen.

    Und für die 20 % Impfgegner/Blauwähler schaffe ich ANDERE Anzreize. Und die heißen nicht online-Buchung, Luca-App oder Paypal, Maskenpflicht im Freien oder ähnlichen Humbug.

    Aber ich gehe doch nicht her und vermassle mir die kommende(n) Wahl(en) mit SOWAS. Da ist mir doch das einstellige Wahlergebnis sicher! Unfassbar.

    Corona ist und bleibt eine Kopfgrippe!

  5. 5.

    Bitte bedenken Sie, dass es sehr viele Kinder und Eltern gibt, die froh sind, dass die Schule regulär öffnet - bildungsmäßig und sozial!
    Was der Eine als größten Schwachsinn bezeichnet, ist für andere sehr wohl notwendig.
    Die Sorge um den Urlaub dürfte sich in Anbetracht der niedrigen Inzidenzen hoffentlich auch langsam legen...

  6. 3.

    Die SPD hat die 5%-Hürde bald erreicht....

  7. 2.

    Es ist der größte Schwachsinn kurz vor den Ferien in den Peäsentunterricht zu gehen. Unsere Kinder wurden gut unterrichtet im Wechselunterricht. Der Urlaub könnte uns aufgrund der steigenden Infektionen versaut werden, passt ja noch 2 Wochen bis zu den Sommerferien. Meine Güte anstatt die Eltern froh sind das der Unterricht schon mal stattgefunden hat, die Zahlen sinken und wir vielleicht einen schönen Sommer haben können... kurz vor den Somnerferien passiert eh nichts mehr in der Schule.

  8. 1.

    Bei uns startet die Schulecerst nächste Woche, denn es sind noch Abiprüfungen

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