Brandenburg Trend "Offene Grenzen haben Europa unsicherer gemacht" (Quelle: rbb)
Video: Brandenburg Aktuell | 12.04.2019 | Stephanie Teistler | Bild: rbb

BrandenburgTrend April 2019 - Mehrheit sieht offene Grenzen in der EU skeptisch

Viele Brandenburger sehen vor allem wirtschaftliche Vorteile in der deutschen EU-Mitgliedschaft. Das zeigt der BrandenburgTrend. Der Brexit bereitet deshalb vielen Sorge - und auch die offenen Grenzen sind ein Thema.

Die große Mehrheit der Brandenburger sieht in der EU-Mitgliedschaft Deutschlands wirtschaftliche Vorteile. Das ergibt sich aus dem jüngsten BrandenburgTrend. Das Meinungsforschungsinstituts infratest dimap hat die Zahlen im Auftrag des rbb ermittelt.

Demnach sagen 76 Prozent der Befragten fünf Wochen vor der Europawahl, dass es den Deutschen aufgrund der EU-Mitgliedschaft wirtschaftlich gut geht. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im September 2014 (68 Prozent).

Vor der Europawahl: Das denken die Brandenburger

Sicherheitspolitische Vorteile durch EU

Dass der Brexit die EU schwächen wird, erwarten zwei Drittel der Befragten. Anhänger der Linken (79 Prozent) und der Grünen (73 Prozent) sind dabei besonders in Sorge, während unter den AfD-Anhängern nur 52 Prozent eine Schwächung erwarten. 

59 Prozent der Brandenburger glauben, dass man durch die Europäische Union grundsätzlich auch sicherheitspolitische Vorteile genießt. Vor fünf Jahren waren es 61 Prozent. 

Mehrheit fühlt sich durch offene Grenzen unsicher

Allerdings steht eine Mehrheit der Befragten den offenen Grenzen in diesem Zusammenhang skeptisch gegenüber. 63 Prozent der Befragten sagen, dass Europa dadurch unsicherer geworden ist. Anhänger der AfD (94 Prozent) sind fast geschlossen dieser Meinung, wogegen nur vier von zehn Grünen-Anhängern die offenen Grenzen mit Unsicherheit verbinden.

Für den Brandenburg-Trend wurden vom 2. bis 6. April 1.000 Wahlberechtigte repräsentativ befragt. Am 26. Mai sind die Brandenburger neben der landesweiten Kommunalwahl auch zur Europawahl aufgerufen. 

Kommentar

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44 Kommentare

  1. 44.

    Tja das passiert halt wenn man seit 40 Jahren ein Einwanderungsgesetz verhindert, alle in die Asylgesetzgebung flüchten müssen, keine, oder keine ordentliche Arbeitserlaubnis und Aufenthaltsstatus bekommen. Es passiert, wenn man in kolonialistischer Tradition glaubt, "qualifizierte Einwanderung" müsse bedeuten, das man bereits Ausgebildete - meist finanziert von deutlich ärmeren Gesellschaften - begrüsst, aber selbst zu ihrer Qualifizierung, zu ihrem sicheren und würdevollen Status nichts beitragen muss. Ist klar. Sind die Rohstoffe ausgebeutet, oder eben nicht mehr ganz so billig zu haben, bedient man sich eben an der Ressource Ausbildung, die andere für einen finanziert haben.
    Das mal ganz abgesehen vom Statistik-Budenzauber, der in Wahrheit über die Ursachen eines Problems nichts sagt.

  2. 43.

    "Seit 2015 hat sich das Sicherheitsgefühl der deutschen Bürger verschlechtert: "

    Sie sagen, das SicherheitsGEFÜHL. Dann werfen sie Zahlen in den Raum, die weder mit dem Thema der offenen Grenzen, noch mit ihrer Zahl 2015 etwas zu tun haben.

    Sie versuchen, wie alle extrem Rechten durch ein Gemengelage mit undurchsichtigen Zusammenhängen, mit Zahlen, die nichts mit dem Thema zu tun haben, Stimmung zu erzeugen.

    So plump, wie durchschaubar.

  3. 42.

    Seit 2015 hat sich das Sicherheitsgefühl der deutschen Bürger verschlechtert:
    Gewaltkriminalität“ um 1,4 Prozent.„Mord und Totschlag“ um 4,5 Prozent.„Raubdelikte“ um 3,7 Prozent.„Gefährliche und schwere Körperverletzung“ um 2.0 Prozent.„Straßenkriminalität“ um 5,3 Prozent.„Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ um 5,7 Prozent.„Nötigung“ um 14,6 Prozent.„Bedrohung“ um 3,1 Prozent.„Nachstellung (Stalking)“ um 19,3 Prozent.„Sexueller Missbrauch von Kindern“ um 3 Prozent.„Autodiebstahl“ um 37,1 Prozent.„Fahrraddiebstahl“ um 0,4 Prozent.„Tankbetrug“ um 28,8 Prozent.„Betrug mittels geraubter Zahlungsmittel“ um 33,8 Prozent.„Wirtschaftskriminalität” um 7,6 Prozent.„Urheberrechtsstraftaten“ um 47,3 Prozent.„Sachbeschädigungen“ um 2,3 Prozent.„Beleidigung“ um 11,8 Prozent.„Sachbeschädigung“ um 2,3 Prozent.„und mehr unter
    https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2019/04/pks-2018.html;jsessionid=4C832E60FD1561C9072AD3C429EA1A99.1_cid295

  4. 41.

    Ich würde es mal mit Lesen probieren. Steht da oben "BrandenburgTrend April 2019" oder "BerlinTrend April 2019"?

    Wie war das mit "bescheuert"?

  5. 40.

    Ja oder die Berliner, die zum Kippen kaufen, billig Essen und Friseurbesuch sich für hin und zurück 10,- EUR mit dem Bus nach Hohenwutzen karren lassen. Was sind diese Berliner- / Brandenburger-Vergleiche doch bescheuert...

  6. 39.

    Die Brandenburger, die polnischen Sprit kaufen und auch sonst gerne die Vorzüge mal eben schnell nach Polen zu fahren genießen.

  7. 38.

    "Die große Krise in der Automobilindustrie kommt erst noch, dann haben wir dort ratzfatz ein Heer von Nettosteuerzahlern weniger. Dt. lebt umfangreich von diesem Industriezweig."

    Da beweisen die einschlägigen Lobbyverbände und zusätzlich dann auch oftmals die politischen Vertreter ein gewaltiges Beharrungsvermögen. Als Daniel Gedauvert VW zu einem diversifizierten Verkehrskonzern auf breiteres Basis umbauen wollte, war es Gerhard Schröder als seinerzeitiger nieders. Ministerpräsident, der kraft Absetzung das nicht zugelassen hat. Der Ausspruch, er sei ein "'Automann" ist aus dieser Zeit überliefert. Im Grunde ist es ein über 30jähriges Nichtstun, was die Krise mit provoziert hat. Auch bei Daimler-Benz haben schon in den 1970ern (!) Willi Hoss und Hermann Mühleisen von der "Plakat-Gruppe" auf die Entwicklung hingewiesen.

  8. 37.

    Nein, wir haben immer weniger Nettosteuerzahler (derzeit rd. 15 Mio), die immer mehr Leute in der sozialen Hängematte mit versorgen müssen, gerade auch junge Leute, die jetzt eigentlich Berufsanfänger sein müssten. Die Dt. gehen in der nächsten Zeit beer umfangreich in Rente, also verschlechtert sich die Relation künftig noch. Wenn wir keine Polen usw. im Land hätten, die sich hier umfangreich beruflich einbringen, wäre das derzeit auch nicht mehr zu stemmen.
    Die große Krise in der Automobilindustrie kommt erst noch, dann haben wir dort ratzfatz ein Heer von Nettosteuerzahlern weniger. Dt. lebt umfangreich von diesem Industriezweig.

  9. 36.

    Ich glaube, dass an die tiefgreifenderen Ursache der Misere nicht herangegangen wird. Das hat nichts mit dem Zuzug von Arbeitskräften zu tun und auch nicht einfach mit einem Unwillen von Jugendlichen. Die Ursache sehe ich in einem stetig verkürzten Zeithorizont, dass gestern am besten schon erreicht werden soll, was heute erst vorgeschlagen wird.

    Sie finden das auf allen Ebene und ich will das mal als "Sofort-ismus" bezeichnen. Sie finden das in Unternehmen in Form abgehetzter Quartalsberichte, in Form kurzfristigst angesetzter betrieblicher Umstrukturierungen, die für längere persönlilche Planungen keinen Raum lassen. Sie finden das in der Art und Weise der Werbung, die v. a. auf junge Menschen einprasselt und ihnen das Vermögen zum langfristigen Durchhalten nicht gerade erleichtert.

    Wie soll da Sicherheit entstehen und nimmt es nicht Wunder, dass die "'Einfältigsten", pardon, ihre Unsicherheit auf diej. umlenken, die nun am wenigsten dafür können?

  10. 35.

    Die Vergreisung der berufstätigen Bevölkerung wird doch dadurch nicht aufgehoben. Dt. braucht gut ausgebildete Fachkräfte, gerade auch, weil das Bildungsnovwu hier sinkt und die Masse junger nicht berufstätiger Leute wächst udn wächst, und durch noch mehr Langszeitarbeitslose ändert sich da reinweg überhaupt nichts. Eine vergreisende Bevölkerung kann auch nicht immer mehr junge Leute ernähren, das ist einfach nur logisch.
    Mit dem derzeitigen Abgabeaufkommen rutschen hier schon Durchschnittsfamilien unter das Existenzminimum. Wieso finden Leute wie Sie so etwas völlig unbedenklich und sogar gut, so dass sich das zuspitzen soll?

  11. 34.

    50% der Deutschen haben gar kein Privatvermögen und der Anteil der Berufstätigen ohne Altersabsicherung wächst, der Investitionsstau in Dt. genauso. Deutsche Durchschnittsfamilien rutschen unter das Existenzminimum. Wie soll es dem Land denn da "gut gehen"?

  12. 33.

    Laut Tsp vom 5.5.2011 lebten 56000 von 105000 offiziell registrierten Türken von der Öffentlichen Sozialfürsorge. Bei den Libanesen entdeckte der Tsp das Kuriosum, daß mehr Hartz 4 Bezieher (10 300 ) in Berlin vorhanden waren, als dort überhaupt gemeldet waren (7014).

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/ehemalige-fluechtlinge-auf-hartz-iv-abonniert/3203628.html

    Seinerzeit schrieb der Tsp als Begründung für die hohen Hartz 4 Quote für Ausländer, "Ein wichtiger Grund für die hohe Erwerbslosenquote unter ihnen sei das Arbeitsverbot für geduldete Flüchtlinge."

    M.E. gab es auch damals kein Arbeitsverbot für Hartz 4 Bezieher, denn per Definition sind H4 Bezieher "Erwerbsfähige Hilfsbedürftige" mit allen Rechten und Pflichten dazu. Zur Pflicht gehört die Arbeitsaufnahme, wenn sich dafür eine Möglichkeit ergibt.

    "Die offenen Grenzen innerhalb der EU" wären sicherlich nicht so ein großes Thema, wenn die Grenzen von der EU (z.B. zur Türkei) nach außen funktionieren würden.

  13. 32.

    Das hat immer noch nichts mit offenen Grenzen innerhalb der EU zu tun. Und außerdem: Unterfüttern Sie Ihre Quellen doch gerne mit Links.

  14. 31.

    Massenzuwanderung der aktuellen Art löst kein einziges demographisches Problem in Deutschland, sondern es verstärkt das Problem.
    Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, kritisiert in der WELT, dass seit 2015 rund eine Million Zuwanderer neu in Hartz IV gefallen seien. „Wir brauchen echte Fachkräfte und nicht Geringqualifizierte, die ihre Arbeitsplätze beim nächsten Konjunkturabschwung, vor dem wir leider gerade stehen, gleich wieder verlieren“ – und die dann dauerhaft unterstützt werden müssten, sagte Steiger.

    Insbesondere in Berlin gibt es eine Art Erfahrungsdatenbank, nach einem etwas zurückliegenden Beitrag des TAGESSPIEGEL leben etwa die Hälfte der schon vor 20 Jahren Zugewanderten aus der Türkei inzwischen von Hartz 4. Bei den Arabern sind es weit über 50 %.

  15. 30.

    Müssen sich offene Grenzen UND Grenzkontrollen ausschließen? Ich meine NEIN. Auch bei Grenzkontrollen ist der Grenzübertritt leicht zu ermöglichen. Es dauert zwar etwas länger - das sollte uns die allgemeine Sicherheit aber wert sein.

  16. 29.

    Solche Umfragen sind dumm. Berichtet lieber über die Tatsachen, als euch mit aufgehetzten Meinungen der AfD-Klientel anzubiedern.

  17. 28.

    Bei 65 Personen, die aus Seenot gerettet wurden von einem Zustrom zu sprechen ist völlig übertrieben. In Europa leben 500 Mio. Menschen und aufgrund der geringen Geburtenzahlen geht die Bevölkerung insg. sogar zurück. Ohne Zuwanderung wird Deutschland vergreisen, wie wir das heute schon in ländlichen Gegenden sehen können.

  18. 27.

    Es wurde hier schon festgestellt, dass 1. die Türkei kein Staat der EU ist, also die sogenannte Grenzöffnung mit der Zunahme nichtmigrantischer Kinder in Berlin-Kreuzberg absolut nichts zu tun hat.
    Zum anderen ist 2. der Umstand, den Sie hier schildern, ein Ergebnis der Arbeitskräfte-Anwerbepolitik aus den 1960er Jahren, als "Arbeitskräfte gesucht, aber Menschen gekommen waren". Diese wollten und werden natürlich Familien gründen, es sei denn, sie werden zu bloßen Vertragsarbeitern wie weiland in der DDR herabgestuft. - Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen.

    Die Ballung türkischstämmiger Migranten in Berlin-Kreuzberg ist a) das Ergebnis eines jahrzehntelangen Ignorierens, dass Menschen gekommen sind, wo Arbeitskräfte nur gemeint waren und
    b) dass Menschen, die faktisch alleingelassen werden, sich immer Ihresgleichen suchen. Das geht allen in einer empfundenen Diaspora so. Gleich wo und wer es ist.






  19. 26.

    Dass die Türkei nicht Mitglied der EU ist und deshalb von den hier thematisierten "offenen Grenzen" nicht betroffen ist - das ist Ihnen bewusst?

  20. 25.

    Das Ergebnis der "Offenen Grenzen" vermeldet gerade die WELT.

    Eine Berliner Schule, 370 Schüler, ein Kind mit Muttersprache Deutsch.

    In dem „Welt-Artikel“ wird die 4c der Jens-Nydahl-Grundschule im Berliner Ortsteil Kreuzberg vorgestellt. Die Klasse wird von 20 Kindern besucht, von denen sechs eine Lernschwäche vorweisen und 19 Deutsch als Zweitsprache sprechen.

    Der Unterricht wird teilweise auf Türkisch geführt, da viele Kinder weder Deutsch noch ihre Muttersprache Türkisch richtig beherrschen.

    "Integration" schwierig. Da müßte das Schulpersonal erheblich verstärkt werden. Die Schule bekommt aktuell, innerhalb eines städtischen Förderprogramms, jährlich 100.000 Euro, die sie eigenverantwortlich einsetzen kann.
    So wachsen die Kinder bei Eltern auf, die morgens nicht zur Arbeit gehen, kein oder nur wenig Deutsch sprechen und die Kinder oftmals vernachlässigen, schreibt die „Welt“ die sich auf eine Lehrerin der Schule bezieht.

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